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_LuthienTinúviel

Lembasbäckerin

Re: Aufstand in Tibet [Re: LuthiensTochter]

Das Grundproblem ist, dass es in Tibet buchstaeblich nix zu holen gibt. Und darum kuemmert sich kein 'offizielles' Aas darum, was dort passiert.

Wenns da Oel oder anderweitige seltene Bodenschaetze gaebe, waeren die Amis schon laengst dort und wuerden gegen das Unrechtsregime in China zu Felde ziehen.

Aber so ...
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FlavioBriatore

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: _LuthienTinúviel]

Aus reiner Neugier: Weiß man denn, wieviel Barrel Öl der Ami schon geklaut hat?


Boykott: Also zumindest die Androhung eines Olympia-Boykotts müsste doch machbar sein?
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Thranduil

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: _LuthienTinúviel]

_LuthienTinúviel schrieb:
Das Grundproblem ist, dass es in Tibet buchstaeblich nix zu holen gibt. Und darum kuemmert sich kein 'offizielles' Aas darum, was dort passiert.

Wenns da Oel oder anderweitige seltene Bodenschaetze gaebe, waeren die Amis schon laengst dort und wuerden gegen das Unrechtsregime in China zu Felde ziehen.

Aber so ...



Unsinn. Tibet ist voll von Bodenschätzen.


Zitat "Tibet Initiative Deutschland:
Es wird angenommen, daß sich in Tibet das größte Uranvorkommen der Welt befindet. Darüber hinaus verfügt Tibet über Gold, Kupfer, Zink, Lithium, Borax, Chrom, Eisenerz und andere Mineralien, insgesamt 94 Sorten Bodenschätze. Nach Chinas Angaben von 1995 wird der Wert der tibetischen Bodenschätze auf 650 Milliarden Yuan geschätzt. Der Abbau der Bodenschätze wurde in verstärktem Maße seit den 80er Jahren betrieben und ist die wichtigste Wirtschaftsaktivität für die 90er Jahre.
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Aerlinn

Licht und Schatten

Re: Aufstand in Tibet [Re: Persephone]

Persephone schrieb:
Ich habe zwar nicht viel beizutragen, aber um ehrlich zu sein, wundert es mich, daß es erst jetzt zu solchen Aufständen kommt. Oder war das zuvor einfach in den Nachrichten nicht ganz so präsent?


Die Aufstände begannen mit friedlichen Kundgebungen zum 49. Jahrestag des Tibet-Aufstandes von 1959 in Klöstern rund um Lhasa. Unruhen und Proteste unter Mönchen wurden am Wochenende auch aus den Klöstern im tibetischen Hochland der Provinz Gansu, aus Sichuan und aus tibetischen Städten wie Xigatse gemeldet. In Lhasa griff der Protest dann von den Mönchen auf andere Teile der Bevölkerung über und führte so zum Aufstand. Der Dalai Lama selbst warnte in einem Interview mit der BBC am letzten Sonntag, dass es inzwischen eine Generation von Tibetern und eine Volksbewegung gebe, bei der seine Prinzipien der Gewaltlosigkeit immer weniger ankommen. (Quelle: Standard, 16.03.2008)

Und zur Medienpräsenz - Burma/Birma schien auch aus dem Nichts in einen Aufstand geraten zu sein.

Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob die Olympischen Spiele nicht insofern schon wichtig sind, als das Vorgehen Chinas noch wesentlich härter sein könnte. Wenn man seine Tore für die Welt öffnet, kann man nicht zugleich im "eigenen" Land extrem brutal vorgehen (was natürlich nicht heißen soll, dass es nicht schrecklich ist, was sich bei den Reaktionen auf den Aufstand abgespielt hat).

Daher finde ich diese Anmerkung:
Samweis_G schrieb:

Der Boykott der Olympischen Spiele ist im Grunde genommen auch nur eine Geste, ein Symbol, wenn man mal vom zeitlich begrenzten Schaden im Pekinger Tourismus absieht. Symbole und Gesten sollten nicht unterschätzt werden.



durchaus gerechtfertig - schließlich scheint China zu versuchen, sich trotz aller Menschenrechtsverletzungen hier ein besseres Image in der Welt zu verschaffen. Ein Boykott wäre also ein Anfang.
Wirtschaftliche Sanktionen scheinen mir schwer durchführbar - die Probleme dabei wurden ja schon genannt - obwohl sie durchaus angebracht wären. Allerdings konnte man bei China und seinen internationalen Beziehungen schon länger beobachten, dass Menschenrechte wirtschaftlichen Interessen untergeordnet wurden, es überrascht also nicht, dass bisher keine Regierung Sanktionen ins Spiel gebracht hat.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, welche Staaten von der Erhöhung des Militärbudgets Chinas profitieren.
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Grabwicht

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Thranduil]

Thranduil schrieb:
_LuthienTinúviel schrieb:
Das Grundproblem ist, dass es in Tibet buchstaeblich nix zu holen gibt. Und darum kuemmert sich kein 'offizielles' Aas darum, was dort passiert.

Wenns da Oel oder anderweitige seltene Bodenschaetze gaebe, waeren die Amis schon laengst dort und wuerden gegen das Unrechtsregime in China zu Felde ziehen.

Aber so ...



Unsinn. Tibet ist voll von Bodenschätzen.




Mal ganz abgesehen davon, dass China eine 2 Mio. Mann - Armee hat, die mit Kernwaffen ausgestattet ist. Gegen sowas marschiert Uncle Sam garantiert nicht.
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_Gurthang_

König der Nutsgul

Re: Aufstand in Tibet [Re: Grabwicht]

Stimmt, Uncle Sam hat ausserdem nicht genügend Platz und Resourcen um die millionen Gefangenen zu versorgen.
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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: _Gurthang_]
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Lindelendil

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: LuthiensTochter]

Der kann "zurücktreten"? Ich wusste, dass man ein angeborenes geistliches "Amt" abgeben kann...
Aber im Artikel steht ja auch im folgenden "zurückziehen"...

Mir ist die Haltung des Dalai Lamas schon klar, also gewaltlos zu einer Lösung zu kommen. Ich bin garantiert kein Befürworter für Gewaltaufstände, aber ich weiß nicht genau, was für Zeichen die tibetische Bevölkerung denn für die Welt setzen kann, um auf sich aufmerksam zu machen. Selbst mit dieser krassen Gewalt durch die chinesische Regierung ist das beste, was sich in der Welt getan hat ein Aufhorchen in den Bevölkerungen und ein "Redet mal drüber" der Regierungen. Wie wahrscheinlich ist es also, dass Tibet mit friedlichen Mitteln zu einer Lösung kommt?
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Sannyu

Fee von Hohensolms

Re: Aufstand in Tibet [Re: _LuthienTinúviel]

_LuthienTinúviel schrieb:
Das Grundproblem ist, dass es in Tibet buchstaeblich nix zu holen gibt. Und darum kuemmert sich kein 'offizielles' Aas darum, was dort passiert.

Wenns da Oel oder anderweitige seltene Bodenschaetze gaebe, waeren die Amis schon laengst dort und wuerden gegen das Unrechtsregime in China zu Felde ziehen.

Aber so ...



Mag sein, dass das tatsächlich nicht jeder weiß, deshalb erlaub' mich mir Thranduils korrekte Info:
Thranduil schrieb:
Zitat "Tibet Initiative Deutschland:
Es wird angenommen, dass sich in Tibet das größte Uranvorkommen der Welt befindet. Darüber hinaus verfügt Tibet über Gold, Kupfer, Zink, Lithium, Borax, Chrom, Eisenerz und andere Mineralien, insgesamt 94 Sorten Bodenschätze. Nach Chinas Angaben von 1995 wird der Wert der tibetischen Bodenschätze auf 650 Milliarden Yuan geschätzt. Der Abbau der Bodenschätze wurde in verstärktem Maße seit den 80er Jahren betrieben und ist die wichtigste Wirtschaftsaktivität für die 90er Jahre.



...mit einem weiteren Zitat zu ergänzen: "Hauptmotive für den Überfall Chinas auf Tibet: Gewinnung einer exponierten militärstrategischen Position bis an die Grenzen von Indien, Nepal, Myanmar (Burma) und Bhutan, Ausbeutung der Bodenschätze (Uran, Öl, Kohle, Edelmetalle u. a.), Nutzung der Holzvorkommen, Gewinnung von ca. 2,5 Mio. Km² Landfläche (ca. die Größe Europas) und Lagerung von Atommüll u. a. aus Europa in wirtschaftlichem Austausch." Quelle

Unmittelbar nach der Besetzung Chinas begann man mit der großflächige Rodung tibetanischer Wälder. Nicht nur in diesem Bereich wurde das Ökosystem in Tibet massiv geschädigt.


Lindelendil schrieb:
Der kann "zurücktreten"? Ich wusste, dass man ein angeborenes geistliches "Amt" abgeben kann...


@Lindelendil Der Dalai Lama würde sein "geistliches" Amt nicht abgeben, richtig, weil er das gar nicht kann, aber er ist auch Regierungschef der Exilregierung Tibets, und darum geht es und um seinen uneingeschränkten Weg der Gewaltlosigkeit.
Zuletzt sprach er auch nicht von einer gänzlichen Unabhängigkeit Tibets, sondern von einer stärkeren Autonomie für sein Land. Ich verstehe das so, dass ihm klar ist, dass China immer nur mit Härte auf Aufstände reagieren wird und nur schrittweise und mit viel Ausdauer etwas für Tibet zu gewinnen ist.

Geändert durch Sannyu (18.03.2008 14:55)

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Thranduil

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Sannyu]

Gewaltlosigkeit versagt in Tibet ja seit Jahrzehnten - ich kann also verstehen wenn es zu Gewalttaten kommt. Die chinesische Revolution (bzw. "der lange Marsch") wäre auch nicht gewaltlos zustande gekommen.

hier noch ein link zu einem sehr interessanten Artikel zum Thema aus der FR:
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1305305

Geändert durch Thranduil (18.03.2008 18:18)

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