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Thranduil

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Thranduil]

aus SPON:

(...)

Nach Informationen der "Times" wurden in den vergangenen zwei Tagen rund 1000 Tibeter von den chinesischen Sicherheitskräften in Lhasa festgenommen. In Peking wollte man diese Zahlen nicht kommentieren. Diese Häftlinge könnten laut "Times" in das alte "Nummer Eins" genannte Gefängnis im Nordosten der tibetischen Hauptstadt gebracht werden - es wird zurzeit nicht genutzt.

Wie die "Times" weiter berichtet, wurden zuletzt Dutzende der Festgenommenen demonstrativ durch die Straßen Lhasas auf offenen Lastwagen gefahren - vor allem junge Männer und Frauen. Die Tibeter hätten der Zeitung zufolge mit hängenden Köpfen auf den Lkws gesessen, die Hände auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt.

Der Dalai Lama rief heute seine tibetischen Landsleute eindringlich zur Gewaltfreiheit auf - und drohte mit seinem Rückzug, sollten die Tibeter jemals zu den Waffen greifen (mehr...). Wenn seine Landsleute dem Weg der Gewaltfreiheit nicht mehr folgten, behalte er sich vor, sich als politisches Oberhaupt seines Volkes zurückzuziehen. Chinesische Vorwürfe, er sei für die gewalttätigen Unruhen in Tibet verantwortlich, wies er zurück.

(...)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,542254,00.html
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Garak

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Thranduil]

Gewaltlosigkeit mag seit Jahrzehnten versagen, fragt sich nur ob Gewalttätigkeit mehr bringen wird.
Es fällt immer noch schwerer unbewaffnete Zivilisten zu töten als bewaffnete Rebellen.
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Drachja

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Garak]

Aus dem Amt ausscheiden heißt nicht, kein Dalei Lama mehr sein. Zu sowas wird man schließlich angeblich geboren. So richtig interessant wird es, wenn der Dalei Lama mal stirbt. Bis die den wiedergefunden und großgezogen haben, dauert das gut 20 Jahre....wenn die Chinesen das nicht irgendwie vereiteln. Der Dalei Lama ist nicht er einzige Wiedergeborene Geistliche in Tibet und bei anderen gab es bereits erfolgreiche Boykottierungen ihrer wiederfindung.
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Elf_of_deep_Shadow

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Drachja]

Interessant wird es vor allem deswegen. Der der den wiederfindet ist der Panchen Lama. Der wurde wiedergefunden, von den Chinesen aber verschleppt, niemand weiß wo genau sein Aufenthaltsort ist und die Chinesen haben einen eingesetzt (es gibt verschiedene die es sein könnten). Also wird der Panchen Lama den nächsten Dalai Lama nach den Idealen der Chinesen finden und aufziehen...
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Buchfaramir

Fürst von Ithilien

Re: Aufstand in Tibet [Re: Elf_of_deep_Shadow]
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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Buchfaramir]

genau so sehe ich das auch. (Wie der Dalai Lama)Mag aber idealistisch sein..
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Samweis_G

Kiwi-Explorer

Re: Aufstand in Tibet [Re: LuthiensTochter]

Hier gibt es eine Tibet-Petition.

Falls es grad nicht klappt. Avaaz hat berichtet, dass die chinesische Regierung damit gedroht hat, die Seite zu attakieren und lahmzulegen. Dann versucht einfach später nochmal.
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LittleLion

Engelchen

Re: Aufstand in Tibet [Re: Samweis_G]

Ich hab jetzt vergessen wie die amerikanische Dame heißt, die den Dalai Lama in Indien besucht hat, aber für Amerika schon mal ein Schrittchen in die richtige Richtung.

ich bin auch gegen einen Olympiaboykott, denn im Endeffekt trifft es nur die Sportler, die sollte man nicht bestrafen. Nur bei der Vergabe in Zukunft mehr aufpassen.

Ein Land das die Menschenrechte mit Füßen tritt und Rassismus betreibt sollte keine Spiele ausrichten wie die Olympischen Spiele.

Ein großes Zeichen fände ich, wenn die europäschien Regierungschefs den Mut hätten der Eröffnung fern zu bleiben.
Aber die werden wohl alle brav bei den Chinesen den Bückling machen.

Ich persönlich werd einen minimalen Beitrag zum Boykott machen in dem ich einfach nix davon anschauen werde. Das hatte ich aber sowieso vor.
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guhuu

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: LittleLion]

Hallo Leute,

zu diesem Thema habe ich in letzter Zeit extrem viel gelesen, nun finde ich, muss ich mich als Chinese meinen Anteil dazu geben. Es wird in aller Munde sowohl auch in der Presse behauptet, ach die so bösen Chinesen. Stellt euch mal in die Glieder der chinesischen Politiker. Stellt euch einfach vor ihr seid Machthaber der chinesischen Nation, wer lässt sein erobertes Gebiet/Land einfach durch ein Bitte zurück geben. Die Chinesen sind im Jahre 1949/50 in Tibet eingedrungen, JA, aber zu dieser Zeit war das alles noch "normal"! Tibet wurde erobert, es gehört zu China, sowie auch Taiwan. Es stimmt das Tibet sowie Taiwan schon seit über 50 Jahren zu China gehört. Es stimmt das wir Chinesen die Menschenrechte und Religionsfreiheit nicht im Vollem und Ganzem tollerieren. Es gibt immer eine friedliche Lösung, vielleicht nicht gerade in Lebzeit von Dalai Lama, aber irrgent wann kommt der Zeitpunkt. Kein Staat gibt gerne sein erobertes Land einfach so her. Nehmt dazu die Geschichte von Microsoft, das ist ein sehr gutes Beispiel.

Wir Chinesen haben nie England offensichtlich darum gebittet uns Hongkong wieder zu geben, wir Chinesen haben die Regierung über Hongkong schon seit dem 9. Juni 1898 abgetretten. Seit her war Hongkong immer eine Kronkolonie, erst Portugal dann England, nach dem 2. Opiumkrieg. Meine Quellen mögen vielleicht nicht ganz stimmen, aber bedenke auch China musste auf die Rückgabe von Hongkong über einen Jahrhundert warten.

Es ist richtig das die Tibeter mehr Rechte und Freiheit wollen, das ist richtig. Das ist auch der Grund warum ich nach Deutschland ausgewander bin vor gut 19 Jahren. Die Chinesen nehmen die Internationale Meneschenrechte nicht ernst. Was wir in Westen tun können ist, die chinesischen Oberhäupter dazu besänftigen, die Menschenrechte zu berücksichtigt.

Das chinesische Volk ist noch keins wie bei uns im Westen, deren Selbstachtung und deren Aroganz ist noch viel stärker als das des US Amerikaners. Ich will damit sagen, wenn sich Tibet oder Taiwan sich gegen die chinesische Regierung aufmüpft, fühlen sich die Machthaber um ihr Gesicht und um ihren Ansehen gekränkt.

Noch leben viele alte kommunistische Exmitglieder. Diese Aroganz und falsche Selbstachtung kann sich nur nach vielen Generationen wieder legen. In die Regierungsreihen müssen neue, junge und moderne Menschen, damit dieses Denken verschwindet. Kurz, es muss ein Machtwechsel stattfinden, und dies gibt es irrgent wann, es ist nur Geduld gefragt. Geduld die wir leider alle nicht haben.

Ich will das chinesische Volk verteidigen aber nicht die chinesische Regierung, ich hoffe einfach das alle einbisschen Verständniss zeigen, Verständniss was die chinesische Regierung nicht verdient hat. Im Großen und Ganzen macht die chinesische Regierung nichts falsch, bis auf die Menschenrechte und Religionsfreiheit. Die chinesische Aroganz, Egoistmus und der falsche Stolz muss sich legen.

Bis hier hin danke ich euch allen, für eure Aufmerksamkeit.

Die Tibeter haben genau das beabsichtigt, China soll ihr Gesicht verlieren, die Welt spricht von Olympiaboykott.
Die Tibeter wollen damit vor der Olympia dem chinesischen Regierung Druck machen. Haben aber nicht dabei gedacht, das es kein Druck wurde, sondern mit kränkung deren Stolz nach sicht gezogen hat. Genau das soll die Welt nun über China und über die Chinesehen denken, sie haben es nicht verdient.
Meiner Meinung ist es auf Provokation gesteuert. Die Wirkung hat wie ne Bombe auf China eingeschlagen. Jeder seine eigene Meinung, dies ist meine Meinung.

Ich hoffe das mich niemand falsch versteht. Ich bin ein einfacher Chinese, ich stehe mit gemischten Gefühle zwischen 2 Parteien. Ich bin in allen Lagen zu diesen Thema Konservativ.

Liebe Grüße
Guhuu
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LittleLion

Engelchen

Re: Aufstand in Tibet [Re: guhuu]

@guhuu, vielen Dank für dein ausführliches Statement zu dem Thema.

Ich glaub die chinesische Kultur ist uns allen etwas fremd. Und wir können vieles nicht nachvollziehen. Wie zu Beispiel wie schlimm es für Chinesen ist ihr Gesicht zu verlieren.

Der Westen überträgt eben seine Vorstellungen auf China, das also Politik und da Ansehen gegenüber der Welt nichts mit Stolz oder so zu tun haben sollte. Das wird wohl überall so sein.

Sicher hast du Recht das der Tag irgendwann kommen wird. Aber das ist wohl für die Menschen in Tibet zu lang, wie in allen Regionen der Welt in dem Menschen unterdrückt werden.

Ich bin nicht grundsätzlich für den Olympiaboykott, nur meine ich, das bei der Vergabe damals auch Bedingungen für China dran geknüpft waren.
Ok, sowas läßt sich nicht so einfach durchdrücken aber versuchen kann man es ja auch

Was mir persönlich so sauer aufstößt ist die totale Abriegelung und die Propaganda im chinesischen Fernsehen. Niemand kann sich eine wirkliche Meinung bilden. Soweit ich das sehe ist die Berichterstattung sehr einseitig und schürt ja die Antipathie der Chinesen gegen die Tibeter. Die Deutschen kennen so was ja bereits aus der Vergangeneheit.
Und ich hab immer noch die Bilder vom Platz des himmlischen Friedens vor Augen (hoffe das war jetzt der richtige Name).

Wenn ich mir die Berichte in der Presse anschau, wie mit Kritikern umgegangen wird, wie die Regierung versucht ihren Willen, notfalls mit Gewalt, durchzusetzen. Berichte über Gulags (hab den Archipel Gulag gelesen) dann hab ich eher den Eindruck das die Menschenrechte in China überhaupt kein Thema sind. Und wenn dann mal ein Politiker kommt und drüber spricht wird höflich zugehört und das war es dann.

Ich glaube dir das der Durchschnittschinese damit sicher wenig zu tun hat, da wirds so sein wie der Durchschnittsami mitten im Westen das man glaubt was die Regierung erzählt und was es sonst noch auf der Welt gibt ist unwichtig. Zensur gibt es ja nicht nur in China.

Meine Entscheidung das ich mit Olympia dieses Jahr schenke hat nichts mit Tibet direkt zu tun. War meine persönliche Entscheidung die schon länger feststeht. Bewirkt zwar nichts - aber ist ja meine Sache.
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