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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Off Topic Forum » Gedanken - für alle die nachdenken

indyTechnischer Administrator

Der Hutträger

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Coelia]

Darüber mach ich mir so meine Gedanken...

Gegeben: V(n) = 2 V(n/2) + n + 5, wobei V(1) = 1

Gesucht: die explizite Formel, wobei angenommen werden kann, daß n eine natürliche Zahl und darüber hinaus eine Zweierpotenz ist.

Lösungsweg:

n = 2^k (Die Zweierpotenz...)

V(2^k) = 2 * V(2^(k-1)) + 2^k + 5
= 2 * (2 * V(2^(k-2)) + 2^(k-1) + 5) + 2^k + 5
= 4 * V(2^(k-2)) + 2 * 2^k + 5 * 3
= 4 * (2 * V(2^(k-3)) + 2^(k-2) + 5) + 2 * 2^k + 5 * 3
= 8 * V(2^(k-3)) + 3 * 2^k + 5 * 7
...

Daraus ergibt sich dann:

V(2^k) = 2^i + V(2^(k-i)) + i * 2^k + 5 * (2^i - 1)

Genial, oder?
Die Auflösung ist dann denkbar trivial:

Man setze i=k und benutze V(1) = 1:

V(2^k) = 2^k * V(1) + k * 2^k + 5 * (2^k - 1)

Umgestellt mit n:

V(n) = n + n log n + 5 * (n - 1) = n log n + 6 n - 5

Gruss...

Der Indy
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Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: indy]

mein Gott, es verfolgt mich!

ich hasse Mathe...
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Isildurs_Fluch

Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Avatar]

Endlich wiedermal im Forum. Ah. Ein Thread über Gedanken. Vermutlich wiedermal von so nem Halbherzigem "Philosophen".
Ja, tatsächlich. Hm. Die Postings sind auch nicht besser. Wenn das deren Gedanken sind, ziemlich erbärmlich.[Gedankenebenenwechsel].Was? Die denken nur auf einer Ebene? [Gedankenebenenwechsel] Vermutlich denken alle, dass ich ein arrogantes schwein bin, wenn sie das lesen...<geistiges homerisches Gelächter erschallt im Kopf>...womit sie auch Recht haben [Gedankenebenenwechsel] Schade. War einst ein schönes Forum. Und heute? Kein Träumer mehr. Kein denker. Kein nietzsche, kein Goethe. Nicht mal jemand, der ab und zu weise klingt. Nur noch Selbstmitleid, während sie nach etwas suchen, das sie schon anfangs bei sich hatten[Gedankenebenenwechsel] Kommt Zeit, kommt Wandel. Vielleicht werden die Menschen noch mal jünger. Werden Wenigstens Richtige MENSCHEN, wenn sie schon keine ....Wissenden sind.....[Gedankenebenenwechsel] Das wahr falsch. Das wird missverstanden. [Gedankenebenenwechsel] Keine Lust mehr.
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hoellenwauwau

Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Isildurs_Fluch]

Tz. Da dreht man nun eine Ewigkeit an diesem Meisterwerk, feilt an Details, macht sich Gedanken über dies und jenes... und doch wird dieser Film, den man mit ganzem Einsatz produziert hat, keinen Oskar einheimsen. Nicht einmal einen einzigen, kleinen, unbedeutenden Preis. Man wird ihn vielleicht kurz erwähnen, bevor er dann sang- und klanglos untergeht.

Dabei fängt alles so gut an:

Man sieht eine glückliche Kindheit: das Spielen mit Freunden, eine sorgende Mutter und einen stolzen Vater, die ersten Erfolge und der Einstieg in das wahre Leben.

Die erste Liebe; vielleicht ein paar Enttäuschungen, aber man hat immer das Gefühl, dass es besser werden wird. Eine große Bestimmung liegt in nicht allzu weiter Ferne.

Doch dann fängt die Fassade an zu bröckeln und der Film nimmt eine dramatische &#8211; wenn auch ungewollte &#8211; Wendung. Alles beginnt zu zerfallen, vergangen sind die sorglosen Tage einer unbeschwerten Jugendzeit.

Die Realität mit all ihren Tücken macht sich bemerkbar, und doch scheint es &#8211; wie es eben die Art dieser Filme ist &#8211; als gäbe es noch Hoffnung.

Alles Lüge, wie sich schließlich herausstellt. Der Film endet hier, mit einem spektakulären Feuerwerk &#8211; die bunten Farben täuschen über ihre wahre Bedeutung hinweg: Schmerz, Trauer, Reue.

Wenn man sich diesen Film dann schließlich betrachtet, fällt einem alles Mögliche auf, was man hätte besser machen können. Doch dann ist es zu spät.

Denn das Leben ist ein Film, für den ein anderer die Rechte in Händen hält. Und selbst die modernste Technik vermag ihn nicht mehr umzuschneiden.

So liegt man also da, der Schmerz unerträglich &#8211; und man weiß, dass es kein zurück mehr gibt. Das letzte was man sieht, ist ein Film, der es nie an die Kinokassen schaffen wird.

Am Schluss bleibt nur noch Schwärze. Nicht einmal für einen Abspann reichte das Geld.
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Éomunds Tochter

Heerführerin der Deppen

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Isildurs_Fluch]

was für ne arbeit!

den ganzen tag an der ght gesessen... mein rücken tut weh, ich seh schon ganz verschwommen. aber es hat sich gelohnt- die vorläufige webseite zum usertreffen und die ght an sich sind fertig! ich hoffe nur dass sie den anderen genauso gut gefällt wie mir! ich schwöre mir wieder: diese arbeit tust du dir NIE WIEDER an! (wetten in 2 wochen steht trotzdem wieder ne neue ght oben im OT? )
ich kann kein grün mehr sehen...

ich muss schon nen ganz schönen schuss an der waffel haben...
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SplashX

Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Éomunds Tochter]


Wieso habe ich nur den Mund aufgemacht?
Wieso nur hatte ich den Mut die Worte neider zu schreiben.
In einer stillen Minute, kamen die Gedanken auf.
Sie kreisten über mir und ließen mich nicht mehr los.
Ich mußte sie schreiben,
ich mußte es loswerden.
Am Anfang war ich sicher,
sicher das sie geteilt werden.
Doch nun herrscht die Ungewissheit über mir.
Ich muß warten.
Ich versuche zu hoffen,
hoffen, das ich mich einmal im Leben nicht geirrt habe.
Ich hasse es zu warten.
Es ist gegen meine Natur.
Ich überrenne mich selbst.
Sehe meinen Schatten wie er mich zurückläßt.
Mich stört es nicht.
Die Zeit verläuft eh zu schnell,
wieso soll ich dann schleichen?
Hätte ich blos nichts gesagt.
Ich war mir so sicher als ich es schrieb.
Danach erschien es wie ein großer Fehler.
Und so erscheint es mir immer noch.
Dennoch kann ich es nicht wirklich bereuhen.
Ich bin auch froh, das ich es aussprechen konnte.
Nun heißt es warten.
Ich hasse es zu warten.
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Coelia

Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: SplashX]

Ein Traum:
Ludvig und ich unter Wasser.
Wir bewegen uns sanft mit der Strömung.
Blaugrünes Licht.
Unsere Münder liegen aufeinander und wir atmen die Luft
des anderen.
Ich atme ein, wenn er ausatmet.
Er atmet ein, wenn ich ausatme.
Plötzlich greift jemand nach ihm und er wird von mir fortgerissen.
Und das Wasser füllt sich mit Blut, so dass ich ihn nicht mehr sehen kann.
Die hellrote, salzige Flüssigkeit füllt meine Lunge.
Einige Augenblicke voller Todesangst.
Wach.

~~~~~~~

11.12.84
Wozu lebe ich eigentlich?
Was habe ich hier eigentlich noch zu suchen? Ich habe nichts, was mich noch bindet.
Als ob alle Bilder, die ich in mir getragen habe,
Risse bekommen hätten wie die alten Gemälde im Louvre.
Die Bilder von Mama und die Bilder von Eva und David und
sogar das Bild von Ludvig.
Warum hat er nicht angerufen?!
Er muss doch gewusst haben, wie sehr ich darauf gewartet habe! (...)
Vielleicht sind ja auch gar nicht die Bilder rissig geworden,
sondern meine Augen, so dass ich plötzlich durch die Risse
sehen kann, In diesem Fall habe ich keine Lust zu sehen.
Eigentlich habe ich zu gar nichts Lust. Ich will gar nichts,
habe keine Lust zu leben. Das ist ein Scheißgefühl, weißt du
das? Es ist ein Unterschied, ob man sterben will oder ob
man keine Lust zu leben hat. Wenn man sterben will, dann
will man wenigstens etwas. Ich will nichts. Nicht mal leben.


Das sind zwei Stellen aus meinem Lieblingsbuch Ludvig meine Liebe.. Sie beschäftigen mich, seit ich sie gestern gelesen habe. Ich kann grad nicht selber formulieren was in mir vorgeht..diese wundervollen Textstellen tun das für mich. Es tut mir Leid!
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Raine

Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Coelia]

Dienstag Morgen. Der Wecker klingelt und reißt mich aus einem Alptraum...Traumfänger hin oder her, ich träume trotzdem Schlechtes...
Wer kennt nicht das Gefühl, wenn plötzlich alles in einem wehtut, nicht physisch, sondern psychisch. Wenn man sich nicht gut fühlt, wenn sich der Magen zusammenkrampft und man nur noch ein Wort im Kopf hat: "F*CK" Man möchte aufschreien, aber im Nebenzimmer schläft der Vater und der soll es ja nicht wissen...Dann möchte man einfach anfangen zu weinen, aber man ist wie ausgetrocknet...also verzieht man nur sein Gesicht und hofft, dass es bald vorbeit geht.
Im CD-Player ertönt "Concerning Hobbits", was machst du? Du flüchtest aus dem Zimmer, nur um es nicht anhören zu müssen... warum legst du auch den Soundtrack auf??
In der Schule starren dich alle an, als wärst du grad vom Himmel gefallen...und deine Freundin kommt zu spät...oder kommt sie gar nicht?
Das Leben ist doch sonst schon so schwer, warum prügelt auch noch die Schule auf einen ein...es ist zum verzweifeln...man hat gar keine Zeit! Zu gar nichts! Und die einzige Zeit, die man hat, verbringt man dann im Internet, ist das nicht Schwachsinn?!

Mittwoch, nochmehr Arbeit, noch mehr Dinge zu erledigen, die ich nicht erledigt habe...Sorgen! Enttäuschung, die Schule bietet soviel, was wir lernen können, vorallem die Verzweiflung.
Ablenkung...

Gedanken, Worte, Zeichen, Netz. Alles virtuell umgesetzt. Existiert nicht wirklich. Und tut trotzdem so weh.
Sag nicht sowas! Lass es sein, meinetwegen... tu mir nicht weh. Aber du tust es doch, du kannst nicht anders. Du tust mir weh, damit es dir nicht mehr wehtut. Du schiebst alles auf mich, damit du frei atmen kannst. Du pfändest mein Glück, damit du auch mal glücklich sein kannst.
Es sind Beschuldigungen, Vorwürfe. Ob berechtigt oder nicht, alles hat einen Kern von Wahrheit.
Ich habe dir nie ein Ultimatum gestellt, denn das ist unsinnig, ich habe dich nie entscheiden lassen, was das angeht, ich dachte nichtmal daran. Aber du hast die Initiative ergriffen. Gut so, Recht so.
Werde glücklich, ohne mich.

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Gimli,der Zwerg

Ein Gefährte

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Raine]

Ein paar Gedanken und Gedankengänge, die ich mir mal gemacht habe, habe ich vor einiger Zeit in diesem Text dokumentiert:


Als es an der Haustür klingelte und ich die ältere Frau sah, die davor stand, ahnte ich noch nicht, was auf mich zukam. Nach ein paar Augenblicken merkte ich, leider schon zu spät um die Tür wieder zu schließen, dass eine Zeugin Jehowas vor mir stand. Denn wer sonst sollte mir fast sofort etwas von der Bibel, der Schöpfung und Gott im Allgemeinen erzählen, und das an der Haustür. Schnell kam sie zu dem Teil, mit dem sie versuchte mich von ihrer Sache zu überzeugen. Dafür stellte sie mir eine rhetorische Frage: "Das Wunder der Schöpfung, das kann doch kein Zufall sein, oder?" Ich murmelte natürlich ein "Warum denn nicht?" in meinen nicht vorhandenen Bart und ließ sie weiterreden. Sie ging sofort auf meine Gegenfrage ein und redete und redete. Alles lief darauf hinaus, dass ich keine Ahnung hätte und nur ihre Gruppierung Recht hätte. Ich schaltete auf Durchzug und den Wachturm, den sie mir am Ende in die Hand drückte, schmiss ich schnurstracks in die Mülltonne.
Doch die Frage, die sie mir gestellt hatte, ging mir nicht so schnell aus dem Kopf. "... das kann doch kein Zufall sein, oder?" Kann es nicht? Die Frage ließ mich nicht los und ich holte mir ein paar Informationen zu dem Thema. Und es ist tatsächlich kein Zufall. Wie kann es das auch sein? Im Nachhinein frage ich mich, wie ich das glauben konnte. Das Universum ist viel zu komplex, als das alles Zufall sein könnte. Aber das soll nicht bedeuten, dass ich mit der Frau einer Meinung bin. Ganz bestimmt nicht! Denn sie schob sofort alles auf Gott. Es konnte nur Gott gewesen sein, wer auch sonst.
Ich kam zu einem anderen Schluss.

"Aus dem Nichts, der Nichtexistenz, kann nichts entstehen.
Denn: Das Nichts ist nicht existent, und daher kann das Sein von Existenz nicht aus dem Nichts entstanden sein.
Das Sein von Existenz, ist Realität. Wenn aber Existenz nicht aus dem Nichts erschaffen wurde, woraus wurde es erschaffen?
Es gibt nur zwei grundlegende Seinszustände und damit zwei Möglichkeiten, woraus Existenz entstanden sein könnte:
Der erste grundlegende Seinszustand ist jener der Existenz, bzw. des Seins, und der zweite grundlegende Seinszustand ist der Zustand des Nichts, bzw. der Nichtexistenz.
Denn: Entweder ist etwas existent und damit ein Sein oder es ist nichtexistent und damit ein Nichts.
Und: Da Existenz nicht aus dem Nichts enstanden sein kann, kann dies nur bedeuten, daß Existenz aus Existenz enstanden ist.
Existenz hat Existenz erschaffen und dies macht Existenz zu etwas, in ihrem Sein, Unerschaffenem.
Das Sein von Existenz, ist ewig."

Diesen kurzen Text habe ich damals im Internet (= Forum, was sonst) gefunden und ich stimme mit ihm überein. Existenz kann nicht aus dem Nichts entstanden sein. So wie ein Baum nicht einfach plötzlich im Wald steht, sondern aus existenten Materialien entsteht, so kann auch das Universum nicht einfach plötzlich da gewesen sein. Und diese Überlegungen führen weiter zum Urknall. Alle Materie war da, sie war nicht plötzlich einfach so da, sondern sie existierte, zusammengedrängt in einem winzigen Raum. Dann kam der Urknall und das Universum entstand - nicht aus dem Nichts, aus Materie. Und an diesem Punkt kommt man zu einer Frage, die sehr eng mit der Frage nach dem Zufall verbunden ist:
Woher kam die Materie?
Gläubige Menschen würden diese Frage so beantworten, wie sie auch die erste Frage beantwortet hätten: "Gott hat die Materie erschaffen." Genau wie dies die Antwort auf die Frage nach dem Zufall ist, ist es hier auch die Antwort. Meines Erachtens nach eine sehr billige Methode sich aus der Verantwortung zu ziehen seinen Intellekt zu benutzen.
Ich habe es damals gemacht. Ich habe nach Informationen gesucht, und nachgedacht, weitergesucht und weiter nachgedacht. Und am Ende stellte ich fest, dass der Mensch bei dieser Denkaufgabe kapitulieren muss. Die Lösung für dieses Problem, und ich denke es gibt eine, ist wahrscheinlich viel zu komplex, als dass der Mensch es durchschauen könnte. Irgendwann - ich tippe auf das Jahr 10.000 n.Chr. - werden Wissenschaftler vielleicht in Ansätzen verstehen, woher die Materie kam, aus der das Universum entstanden ist. Aber heute kann das niemand.
Ich habe mir damit etwas eingestanden: Wir Menschen sind dumm und unwichtig.
Wir wissen kaum etwas über das Universum, das was wir wissen baut meist auf Indizien auf; selbst unsere eigene Welt verstehen wir nicht vollständig; und uns selbst verstehen wir auch nicht, wir wissen ja nicht mal zu 100%, wie unser Gehirn funktioniert. Und wie unwichtig wir sind, merkt man jeden Tag wieder. Da kommt ein kleiner Sturm auf und pustet Häuser weg, die Menschen erbaut haben. Da bebt die Erde etwas und schon stürzt alles zusammen. Wir sind klein, klein und hilflos, und dazu auch noch dumm. Und ich glaube, dass wir uns im tiefsten Inneren darüber im Klaren sind, obwohl viele Menschen immer noch handeln und denken, als wären sie wirklich die Krone der Schöpfung.

An diesem Punkt meiner Überlegungen kam ich wieder auch die gläubigen Menschen zurück. Sie haben für alles eine Erklärung. Gott. Das Universum ist viel zu kompliziert für uns Menschen und die meinen für alles eine Erklärung zu haben, die sie sogar verstehen. Und nicht nur das. Diese Erklärung gibt den Menschen auch wieder den Glauben daran, dass sie etwas Besonderes sind. Denn wer von einem so mächtigem "Wesen" erschaffen wurde, muss etwas Besonderes sein. Nachdem ich gerade zu dem Schluss gekommen war, dass wir Menschen nicht wissen können, wie alles entstand, und dass wir völlig unwichtig für das Universum sind, bemerkte ich, dass ein Großteil der Menschheit glaubt, dass sie wichtig sind und eine Erklärung für alles haben. "Schwachsinn! / Was für Trottel!" sind so ein paar Gedanken, die mir dazu ganz spontan einfielen.

Und dann habe ich mir noch Gedanken gemacht warum es denn nun zwei Gruppen von Menschen gibt. Eine Gruppe denkt rational, glaubt an die Evolution und daran, dass kein übernatürliches Wesen an der Entstehung des Universums Anteil hatte. Und dann ist da die Gruppe, die an Gott glaubt und Vieles mit ihm erklärt. Die einen glauben an die Evolution, und dass wir aus Bakterien entstanden sind, für die anderen sind wir Menschen die Schöpfung Gottes. Schöpfung oder Evolution?
Warum ich an Zweites glaube liegt für mich auf der Hand: Aufgewachsen in einem völlig unreligiösen Elternhaus, kann ich einfach nicht an Gott glauben.
Aber kann das alles sein? Hängt es nur von der Erziehung ab oder gibt es andere Erklärungen? Im Gespräch mit einem Freund kam ich auf eine weitere Frage: Wenn man ein Kind bis zur Volljährigkeit von allem religiösen fernhalten würde, ihm aber auch keine wissenschaftlichen Erklärungen vorsetzen würde, an was würde es glauben? Evolution oder Schöpfung? Ich würde sagen Evolution, aber ich weiß, dass ich das nicht objektiv beurteilen kann und eine wissenschaftliche Abhandlung darüber, würde wohl extrem lang werden und mein Wissen wäre dafür auch nicht ausreichend. Irgendwie schade ...


Höchst kritische Meinungen von zornigen Christen bitte per PM an mich.


~ ~ ~ ~ ~ ~
Hört mich an, ihr Himmelsrichtungen der Welt - ich gehöre zu euch! Gebt mir die Kraft, auf der weichen Erde zu wandeln, mit allem verbunden, was da ist! Gebt meinen Augen die Fähigkeit zu sehen und die Weisheit zu verstehen, sodass ich wie ihr bin. Nur mit eurer Kraft kann ich dem Wind trotzen.

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Elvelynn

Schlafschaf

Re: Gedanken - für alle die nachdenken [Re: Gimli,der Zwerg]

2002
eigentlich fing das jahr erst am 07.januar 2002 an. Da habe ich mich in der „grünen hölle“ angemeldet. Endlich habe ich dort einen platz gefunden, wo ich aktzeptiert werde, freunde gefunden habe. Endlich leute, denen ich mich anvertrauen konnte, denen ich alles erzählen konnte, die meine gedanken angenommen haben. Und sie haben mir geholfen. Jeder einzelne, den ich dort kennenlernen durfte. Die ungezählten stunden, die sie mit mir telefoniert haben, ich bei ihnen sein durfte, ihnen schreiben durfte.
Sie sind alle wie eine zweite familie geworden, in der ich mich tagtäglich aufhalten darf und wohl fühle.
Es war MEIN jahr. Ok, ich hatte wohl noch nie in meinem leben so viele tiefs, aber es war trotzdem das Beste was mir passieren konnte. Und vielleicht wurden die tiefs auch nur jetzt so deutlich, weil dieses jahr doch auch sehr viele glücksmomente hatte. Jeden monat einen termin, auf den man sich freuen konnte. Die stammtische und die anderen sachen waren einfach genial. Endlich durfte ich dinge mit anderen leuten unternehmen, die ich mag, die mich mögen.
Ok, ich habe dieses jahr mit dem cutten angefangen, allerdings war das wohl nur eine steigerung meines bisherigen lebens.
Es war mein anstrengendstes jahr in meinem leben, wie eine achterbahnfahrt.
Aber all diese anstrengungen haben sich gelohnt. Sie haben mich viel kraft gekostet, aber sie haben mich nicht umgebracht.Ich denke mal, dass es gerade umgekehrt ist. Jedes tief, jede anstrengung hat mich wohl zu dem gemacht, was ich heute bin. Hat mich dorthin gebracht, wo ich heute stehe.
Was uns nicht umbringt, macht uns härter, sagt man. Und ich finde es stimmt. Aus jeder niederlage und enttäuschung kann man wieder aufstehen. Man muss es nur zulassen. Denn wer nicht kämpft und aufgibt nach jedem rückschlag, der hat bereits verloren. Nun, das hört sich vielleicht pathetisch an, aber ich finde es stimmt.
Ich meine, ich bin wohl noch lange nicht oben (wer von uns ist das in seinem leben schon) und es werden wohl noch viele zeiten kommen, wo ich wieder in höchster verzweiflung am boden liege. Aber es wird immer ein morgen geben.
Und das morgen wird die sorgen von heute vertreiben oder verschlimmern. Aber wer weiß das schon so genau?
Und obwohl ich noch nicht genau weiß, wo ich jetzt stehe und wohin mich die zukunft und mein leben bringt, freue ich mich auf jeden morgigen tag. Genieße jetzt gerade jede sekunde meines lebens.
Ich meine, „hey, es ist doch mein leben. Ich kann das beste daraus machen, wenn ich nur will!“
Ich denke, das letzte jahr hat mir geholfen, dass ich jetzt gerade wieder den berg nach oben steige.
Und wenn ich ins stocken gerate oder wieder zurückfalle, dann steh ich halt wieder auf. Was macht’s also? Ich muss nicht immer alles „Sofort“ hinbekommen. Und nur wer liegen bleibt, hat verloren und wird vom leben überrannt.

19:00 Uhr am 08.januar 2003
in gedenken an ein tolles Jahr 2002
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