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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Actors Club » Was ist mit der Film-Fantasy los?

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Sphinx]

In Sachen "Erwachsenen-Fantasy" sollte man "Pan's Labyrinth" aber nicht unterschlagen, finde ich.
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Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyrdacor schrieb:

Nun, wenn man in die entsprechenden Regale in den Buchläden schaut, dann besteht mindestens 50% des Angebots aus billigsten Variationen des einhundertdreizehnten Klons einer Geschichte um Königreiche in Gefahr, Waisenkinder, die "ungewöhnliche Kräfte" haben, uralte Artefakte, Drachen und Elfen, auf dem Buchrücken wird irgendwie der Bezug zu Tolkien hergestellt und das Cover ziert entweder ein unglaublich dreistes Plagiat einer Szene der PJ-Verfilmung, oder aber eine "klassische Fantasy-Szene", die meistens nicht das geringste mit dem Inhalt zu tun hat und mindestens ein Schwert enthält, dass so verziert und verschnörkelt ist, dass es nicht einmal zum Pizzaschneiden zu gebrauchen ist. Und irgendwie wird ein Buchstabe des Titels durch einen stilisierten Drachen ersetzt.
So gesehen bedienen die Eragon-Verfilmung, die D&D-Filme und der Bollschewismus durchaus "das Fantasy-Publikum".



Das sich die Buchregale vor lauter Tolkien-Klone biegen liegt aber weniger am Publikum, sondern eher an der (fehl-)Einschätzung von Verlagen, die denken damit schnell und gut Geld machen zu können.
Bin in der Materie etwas drin und weiß daher dass die Verlage wenig Risiko eingehen wollen und von ihren Autoren sowas direkt fordern. Naja, und die Covergestaltung ist eh ein misstand, über den man den Mantel des schweigens hüllen sollte.
Ich bin ja auch direkt dankbar für D&D und konsorten was Filme angeht, damit zumindet etwas Genrenachschub kommt. So gesehen fand ich Eragon fast schon als Genreperle, wenn das Potential nicht so verdammt dumm verschenkt worden wäre.
Aber nichts dest trotz würde ein gut gemachter Fantasy-Film seinen Erfolg haben, da bin ich mir relativ sicher.

In Bezug auf:

Das gilt für Fantasy größtenteils genauso, und da spätestens im Zuge der HDR-Verfilmung tonnenweise buntes Altpapier im oben beschriebenen Stil rausgekloppt wurde, wird dieses Klischee sogar gerechtfertigt.
Und dir "Größen" der Fantasy-Literatur? Tad Williams kann wundervoll schreiben, allein, das lässt sich nicht in einen Film retten; was sonst noch bleibt, sind im Großen und Ganzen doch eher klassische, heißt bekannte Geschichten, die vielleicht einen ordentlichen, aber keinen herausragenden Film machen. Also letztendlich wohl weitere uninspirierte Massenware.
George R. R. Martin* denkt über eine Fernsehserie nach, soweit ich weiß, obwohl er sich lieber um die Fortsetzung seiner Romane kümmern sollte.
Robert Jordans "Rad der Zeit" ließe sich selbst als Zehnteiler immer noch nicht in Kinofilm-Form gießen, dürfte aber, wenn man sich Mühe gibt, sogar eine wirklich gute Fernsehserie hergeben. Gibt auch genügend Pärchengeschichten, die man anschmachten könnte. Wird nur nach seinem Tod in absehbarer Zeit wahrscheinlich kaum passieren. Wäre auch etwas pietätlos.
"Schwert der Wahrheit" hast du schon erwähnt; mir ist es gleich, was daraus wird, so lange ich es mir nicht ansehen muss.
Ebensowenig möchte ich Marion Zimmer Bradleys geschichtsklitternden Holzhammerfeminismus sehen. Ach, Moment, den gab es ja auch schon im Fernsehen.
Und die wenigen echten Juwelen, auf die man gelegentlich mal stößt, kennt selbst unter Buchfreunden nicht immer jeder, weil sie unter Lawinen von "Elfenzauberlicht", "Die Saga der in den Schmieden der Götter drachenfeuer-geschmiedeten Schicksalsschwerter der Helden des neuen Zeitalters" oder "Nach dem Bestseller 'Die Orks' von Stan Nicholls nun das neueste Werk über eines der wichtigsten Fantasy-Völker überhaupt: Die Gollums" kaum je gefunden werden.



Es gibt genug guten Fantasy-Stoff den man verfilmen könnte. Selbst bei Zyklen und Reihen kann man immer ganz gut das eine oder andere in sich geschlossene Häppchen rausnhemen und bei erfolg eben noch eine und noch eins.
Da müsste man die Filme sogar nicht von vorneherein als Trilogie oder so anlegen.
Selbst Tad Williams halte ich für gut verfilmbar mit einem guten Regisseur und Produzenten. Die Story ist zwar auch zusammengeklaut, aht aber imho genug eigene Substanz und gute Charaktere.
Ansonsten bin ich bei TV-Sereien sehr sehr skeptisch, weil Fantasy, wenn sie gut gemacht sein soll eben Geld kostet und man gerne auch mal reine Fastfood-Unterhaltung ala Xena daraus macht. Ich weiß nicht ob man sich bei dem Stoff die Mühe macht sowas anspruchsvolles wie z.B. ein Lost und 24 zu machen.
BTW: Ws gibt durchaus auch gute Fantasy die keine endlosen Reihen sind wie z.B. Barbara Hamblys Dreiteiler "Gefährtin des Lichts". Der hat ne tolle Story, super Charaktere, hat durchaus Tiefgang und ist schön düster.

Das Problem ist beim Film wie bei den Verlagen und der Musik. niemand will ein Risiko eingehen und setzt lieber auf altbewährtes, wenn dan eben immer und immer wieder kopiert wird. Keiner will was neues aufbauen, oder vom Schema abweichen, man könnte das Publikum ja überfordern.
Dabei meint jeder das Publikum und seinen Geschmack zu kennen und liegt imho entweder völlig daneben, oder nimmt den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das schlimme dabei ist, dass man damit so bombadiert wird, dass man irgendwann entweder angepasst ist, oder verweigert.
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Ainulindale_ainu

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Ich würde Narnia noch nicht abschreiben. Da kommt anscheinend mit Kaspian ein Knüller in Fantasyformat auf uns zu, hoffe ich auf jedenfall, und die Reihe geht spektakulär weiter, wer die Bücher las weiss dies. Die Welt ist unglaublich einfalls - und fantasiereich, da könnten noch tolle Filme folgen. Ausserdem fällt die Reihe, trotz der Kinderdarsteller (die dann eher in die Jugendsektion hineinwächst mit den Jahren) FÜR MICH schon in dieselbe Kerbe wie HDR, auf jedenfall was die christlichen Allegorien angeht, da haben ja Tolkien und Lewis einiges "hineingeworfen"...Ok, HDR ist schon "klassischer" mit stereotyperen Helden, aber Story und Monstermässig, Rassen usw...nehmen sich die beiden "Welten" nichts...

Kompass war nicht sooo schlecht. Wenn die beiden anderen Teile noch gut verfilmt werden (lieber BESSER) dann kann da eine tolle Trilogie beendet werden, ebenfalls was Eragon angeht, aber da hab ich eigentlich keine grosse Hoffnung mehr da der 1. Teil einfach zu schlecht war und ein zu geringer finanzieller Erfolg...leider.

Wäre also noch der Hobbit od. dann halt Silmarillion od. Kinder Hurins!
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Elanor925

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Ainulindale_ainu]

Habe in den letzten Wochen die "Goldene Kompass" Trilogie gelesen, und mir dann gleich die DVD geholt So schlecht ist es gar nicht umgesetzt, aber der Film hätte länger sein können. Im Film geht alles ziemlich schnell und die Reihenfolge der Ereignisse ist manchmal durcheinander - hätte nicht sein müssen meiner Meinung. Die Daemonen sind das Highlight des Films denke ich; echt super animiert.
Narnia mochte ich gar nicht, seit ich die Bücher kenne schon, ist halt wirklich ein Kinderfilm und kommt nicht an HdR ran.
Eragon mochte ich überhaupt nicht, da spar ich mir auch das Buch...
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Aratirion

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Elanor925]

Mich interessieren Fantasy-Filme eigentlich auch nicht wirklich. Außer Herr der Ringe und Harry Potter halt. Die sind, meiner Ansicht nach, zurecht vielgeliebter Mainstream. Aber der ganze Fantasy-Einheitsbrei interessiert mich ehrlich gesagt absolut nicht. Hab' mir Eragon, Narnia und wie sie alle heißen niemals angeschaut und hab' das auch nicht vor.
Genauso wie die Comic-Verfilmungen. Da kann ein Film noch so einwandfrei gemacht sein, aber dieses Zeug interessiert mich einfach nicht.

Vor allem ältere Menschen schauen sich das/tun sich das nur an, weil sie ihren Kindern einen Gefallen tun möchten. Das Publikum ist, meiner Meinung nach, viel zu klein. Bzw. ist die Zielgruppe dieselbe wie die der Pixar Filme.
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LuthiensTochter

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Aratirion]

@Pyrdacor - auf den Punkt gebracht!!! So ist es.

@Aratirion - so geht es mir auch.(wobei ich HP eher marginal betrachte)
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Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: LuthiensTochter]

Ich liebe Fantasy, allerdings vorrangig die Werke welche sich ganz klar an ein erwachsenes Publikum wenden - leider verfilmt die aber niemand (z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer' oder 'Das Spiel der Götter').

Die hier bisher genannten Verfilmungen ('Der goldene Kompass', 'Eragon', 'Harry Potter', 'Narnia')habe ich samt und sonders nicht gesehen und auch nicht gelesen. Sie interessieren mich schlicht nicht, und das hat einen Grund: Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film.
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Helcaraxe

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
Ich liebe Fantasy, [..] z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer'


Angmar schrieb:
Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film.


Warning! Does not compute!

Was ich eigentlich sagen wollte: ASoIaF wird doch verfilmt, als TV-Serie nämlich. Was ist da eigentlich aktueller Stand?
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Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Helcaraxe]

Helcaraxe schrieb:


Was ich eigentlich sagen wollte: ASoIaF wird doch verfilmt, als TV-Serie nämlich. Was ist da eigentlich aktueller Stand?



Laut der neuesten Meldung im 'Eis und Feuer'- Forum (von Anfang April) hat der Pay TV-Sender HBO zwar die Rechte gekauft, aber bisher liegt weder Drehbuch noch Besetzung etc. vor. Gerüchten zufolge wurde die Verfilmung seitens HBO sogar zugunsten eines anderen Projektes auf Eis gelegt. Daher weiß man leider momentan gar nicht ob bzw. wann was draus wird.


Edith fügt hinzu:
Ja, Du hast recht - auch im 'Lied' gibt es Kinder/Jugendliche in Hauptrollen, sogar als POV-Charaktere. Aber -
a) liegt nicht der Fokus fast ständig auf ihnen, wie in einem Werk in dem die 'Heldengruppe' aus Kindern besteht - es sind lediglich vereinzelte Kapitel unter vielen;
b) verhalten sie sich (gezwungenermaßen) kaum ihrem Alter entsprechend, so das man über weite Strecken nicht mal mehr realisiert, wie jung die sind.
c) spielt das 'Lied' in einer Welt und Zeit, in der die Menschen nicht lange wirklich Kinder waren - so ist z.B. Robb Stark bereits mit 15 Jahren Herr von Winterfell und führt seine Leute an; was kaum mit einem 15jährigen Harry Potter vergleichbar sein dürfte.
d) die einzigen 'wirklichen Kinder' sind Rickon Stark und Bran Stark - also ganze 2.

Geändert durch Angmar (08.05.2008 12:36)

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Órin

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyrdacor schrieb:
In Sachen "Erwachsenen-Fantasy" sollte man "Pan's Labyrinth" aber nicht unterschlagen, finde ich.



Doch doch, den kann man ruhig unterschlagen


Narnia geb ich auch noch eine Chance. Fand den Film jetzt nicht katastrophal aber..auch nicht wirklich gut.
Die Trailer versprechen aber, dass der nächste Narnia Film durchaus gut werden könnte. Die Chance bekommt er.


Geändert durch Órin (08.05.2008 17:41)

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