Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Du befindest dich im Archiv unseres Forums. Hier sind alle Beiträge der Jahre 2000 bis Mitte 2008 gespeichert.

Auf Beiträge im Archiv kannst du nicht mehr antworten und Du bist hier auch nicht eingeloggt.

An aktuellen Diskussionen kannst Du in unserem Forum teilnehmen.


Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Actors Club » Was ist mit der Film-Fantasy los?

Arieve

The dark rose

Was ist mit der Film-Fantasy los?

Hallo zusammen!

Seit dem großen Erfolg der HdR-Trilogie herrscht was Kinofilme angeht ein sehr seltsamer Zustand.
Einerseits kommen sehr viel mehr Fantasy-Filme in die Kinos, andererseits nichts wirklich "richtiges".
Auffallend sind die vielen Fantasy-Film, die sich schwerpunktmässig an das jüngere Publikum richten oder doch zumindest Kinder als Hauptcharakter haben wie z.B. Narnia.
Daneben gibt es kaum Fantasykost, die erwähnenswert wäre und anscheinend ist außer dem Hobbit auch in Zukunft nichts wirkliches geplant, oder?

Was gab es denn neben HdR bisher an Filmen aus dem Genre Sword&Soucery bzw. High-Fantasy?

Eigentlich nur Eragon und den Boll-Streifen. Beide waren mehr oder weniger Flops, auch wenn ich sie besser als ihren Ruf finde. Denn wenn man sich mal anschaut was VOR HdR so Genremässig in die Kinos kam, dann sind beide qualitativ im oberen Drittel.

Daneben gab es noch den Sternwanderer, der eher Märchen war (aber GUT) und natürlich den goldenen Kompass, der aber auch weniger klassische Fantasy war (und auch nicht so gut ankam).

Für die Zukunft sehe ich an klasischer Fantasy eigentlich auch nur "Das Schwert der Wahrheit" als TV-Serie und den Hobbit am Horizont.

Warum aber dieser Zustand?
Es gibt mehr als genug guten Stoff!
Es gibt erwiesenermassen ein Publikum für sowas!
Es gibt die technischen Möglichkeiten sowas umzusetzen!
Es gibt keinen Grund keine epischen Filme mit mehr als 2h Spielzeit zu drehen!

Weshalb kommt dann nichts?
Und weshalb wurden die Sachen die kamen so halbgar umgesetzt, so dass sie floppten?

Eragon wäre z.B. richtig gut geworden, wenn man dem Film mehr Zeit gegönnt hätte (und vielelicht einen besseren Hauptdarsteller).

Außerdem: Warum werden Genrefilme, die keine Mamutproduktionen sind so runtergemacht? Selbst der Boll-Film war nicht der schlechteste der je in Kino kam (wobei Boll hier ein Thema für sich wäre). Da hat mich z.B. die Kinokarte beim ersten D&D-Film viel mehr gereut. Wobei der 2. D&D-Film dann wesentlich besser war, und dann sang und klanglos auf DVD erschien und daher sicher auch bei Genrefans unbeachtet blieb.

Was meint ihr?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Evendia

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Arieve schrieb:

Und weshalb wurden die Sachen die kamen so halbgar umgesetzt, so dass sie floppten?



Weil man ganz schnell auf den Fantasy Hype aufgesprungen ist und das schnelle Geld machen wollte.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Evendia]

Evendia schrieb:
Arieve schrieb:

Und weshalb wurden die Sachen die kamen so halbgar umgesetzt, so dass sie floppten?



Weil man ganz schnell auf den Fantasy Hype aufgesprungen ist und das schnelle Geld machen wollte.



Wirklich?
War ihnen denn nicht klar, dass ein Schnellschuss neben einem bombastischen HdR nur absaufen kann?
War ihnen nicht klar, dass der erste Film einer geplanten Trilogie nicht hingerotzt werden kann, weil sonst die Zahlen nicht stimmen und man vielleicht die weiteren zwei Filme nicht mehr drehen kann?
Wie gesagt: Eragon war nicht der schlechteste Film, aber etwas mehr Sorgfalt und Spielzeit hätte aus dem eher durchschnittlichen einen guten Film machen können. So sieht es ja jetzt aus, als wenn nichts mehr nachkommt.

Geändert durch Arieve (06.05.2008 15:47)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Evendia

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

@Eragon

In Bezug auf:
So sieht es ja jetzt aus, als wenn nichts mehr nachkommt.



Die haben sich anscheinend auf die Fanbase verlassen, und sich gedacht, wenn die alle reingehen - egal wie der Film ist - dann wird das schon reichen. Die Rechnung ist ja nicht aufgegangen. Als völlig Außenstehende hab ich von dem Film so gut wie gar nichts mitbekommen; mir ist auch kein TV Spot oder Trailer in Erinnerung geblieben.

In Bezug auf:
War ihnen denn nicht klar, dass ein Schnellschuss neben einem bombastischen HdR nur absaufen kann?



Das wird denen schon klar gewesen sein. Neben dem maßlosen Erfolg von HdR sieht ein wenig bekannter Fantasy Film sowieso mächtig blaß aus - aber schnelles Geld lässt sich auch mit einem billigen Abklatsch verdienen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Das ist eine gute Frage Arieve, die ich mir auch schon gestellt habe.

Vor allem sehe ich, dass die Filmrechte für echt tolle Fantasybücher (z.B. George R. R. Martin, Naomi Novik ) verkauft werden, aber irgendwie folgt dann keine Umsetzung. Vielleicht wollen die Studios nichts riskieren... und die meisten Umsetzungen in HDR-Qualität würden halt auch richtig was kosten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Cirdan]

>>>>Es gibt mehr als genug guten Stoff!
Ja. Gibt es aber in jedem Genre, in jeder Sparte.

>>>>Es gibt erwiesenermassen ein Publikum für sowas!
Nein. Dass der HdR Geld gemacht hat, lässt noch lange nicht darauf schließen, dass es plötzlich ein Publikum für Fantasyfilme gibt, schon garnicht anhaltend. Nach langen Jahren des überhaupt garnichts rannten plötzlich alle Tolkien-Fans ins Kino und rissen eine unglaubliche Menge Zuschauer mit sich, und das verteilt über 3 Jahre. Man könnte genausogut sagen: Das Publikum hat nun erstmal wieder für 10 Jahre genug von sowas!
Nein. Wenn man sich in einer Nische von Fans befindet, unterschätzt man gerne mal, was "Publikum" für ein Studio bedeutet, dass einen Fantasystreifen finanzieren soll. Und dann auch noch einen, der Kinder als Zielgruppe ausschließt? Das wird nie wieder passieren.

>>>>Es gibt die technischen Möglichkeiten sowas umzusetzen!
Anders ausgedrückt: Es gab zu viele Umsetzungen, die die technischen Möglichkeiten missbrauchten, und nun will niemand mehr CGI-Viecher sehen.

>>>>>Es gibt keinen Grund keine epischen Filme mit mehr als 2h Spielzeit zu drehen!
Doch, die Vernunft. Langer Film =/= epischer Film. Die Unsitte, die PJ in die Kinos gebracht hat, Filme länger als 2 Stunden dauern zu lassen obwohl diese es nicht nötig haben, und die Nachsicht, die Studios dadurch mittlerweile entwickelt haben, wo sie früher sehr konsequent den Regisseur zur Schere baten, ist eines der größten Undinger, die das Kino in letzter Zeit gesehen hat. Erstmal will sich das außer den Fans kein Mensch antun, und außerdem sind das unter den Fans auch nur diejenigen, denen ein elendiger, schlecht geschnittener Schinken viel lieber ist als ein stimmiges Gesamtwerk, nur weil sie dann schön viele Illustrationen zu ihnen bekannten Buchszenen bekommen. Die RotK SEE, trotz einiger schöner neuer Szenen, ist ein grausiges, entstelltes Beispiel dafür, wie der Mangel an Executives, die einem beim Schnitt auf die Finger hauen, und ein totales Missverständnis von Geschwindigkeit einen Film zunichte machen kann.

Um von der anderen Seite ranzugehen: Ich, und viele andere aus meinen Fandoms, fragen wieder und wieder: Warum gibt es keine guten Videospielverfilmen? Das Material an genialen Geschichten und Charakteren ist da, aber es kommt immer nur Schund oder maximal Durchschnitt bei raus. Der Grund ist derselbe. Großes Fandom =/= Publikum, und wenn dann wirklich mal sowas passiert wie beim HdR, dass jemand tatsächlich viel Geld, Herz und Mühe in etwas steckt, und stecken kann weil ein Studio finanziell dahintersteht, dann ist das ein Ausnahmefall, der ein Ausnahmefall bleiben wird, weil er so viele mehr oder minder gute billige Kopien für die ganze Familie mit sich ziehen wird, dass es irgendwann keiner mehr sehen kann und will, zumindest nicht das breite "Publikum".

Glaubt ihr, nach all dem Fantasy-Quatsch, der seit 2003 in den Kinos war, werden auch nur annähernd so viele Leute interesse an dem HdR-"Prequel" (denn so wird es beworben werden, und zwar auf höchstgradig peinlichem Niveau) haben wie davor?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sarah82

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: SackheimBeutlin]

Mein Problem zum Beispiel ist das was du angesprochen hast - die "Kinder"-Fantasy.

HdR war ein unglaublicher Erfolg, auch beim Nicht-Fantasy-Publikum, was aber daran liegt (meiner Meinung nach), dass HdR wahnsinnig aufwendig umgesetzt wurde. Mit einem riesen Zeitfaktor.
Harry Potter ist auch wahnsinnig erfolgreich und sehr viel schneller produziert.
Und so werden Sachen wie "Der goldene Kompass" kindgerecht umgesetzt, oder besser gesagt hingerotzt. Was bei diesem Stoff unglaublich schade ist, denn wer die Bücher gelesen hat, weiß, dass da sehr viel mehr dahintersteckt, als das, was im Kino lief.
Und wie ich gehört habe (hab es selber nicht gesehen) war das auch bei Eragon der Fall.

Bei mir löst das dann aus, dass ich einerseits mehr Fantasy-Verfilumgen hätte, andererseits natürlich aber auch wahnsinnig Angst hab, dass mir das gleiche wie bei Golden Compass passiert und ich danach unglaublich enttäuscht bin.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: SackheimBeutlin]

SackheimBeutlin schrieb:
>>>>Es gibt mehr als genug guten Stoff!
Ja. Gibt es aber in jedem Genre, in jeder Sparte.

>>>>Es gibt erwiesenermassen ein Publikum für sowas!
Nein. Dass der HdR Geld gemacht hat, lässt noch lange nicht darauf schließen, dass es plötzlich ein Publikum für Fantasyfilme gibt, schon garnicht anhaltend. Nach langen Jahren des überhaupt garnichts rannten plötzlich alle Tolkien-Fans ins Kino und rissen eine unglaubliche Menge Zuschauer mit sich, und das verteilt über 3 Jahre. Man könnte genausogut sagen:



Klar gibt es guten Stoff in jeder Sparte, aber kaum ein Genre wurde imho bisher so sträflich vernachlässigt wie die klassische Fantasy. Dabei findet das Genre sehr viel mehr Akzeptanz wie früher.
Mittelaltermärkte boomen, mittelalterliche angehauchte Musik jeder Colour wird immer belirbter, Rollenspiele sind längst keine Beschäftigung für Freaks mehr und auch auf dem Buchsektor ist was Fantasy angeht eine regelrechte Schwemme einegtrten, wobei bei letzterem leider das Gros schlecht geschrieben und oft 1:1 von Tolkien geklaut ist. Aber all das zeigt, dass ein Markt da ist und anscheinend wirklich ein nicht zu kleiner.

In Bezug auf:
Das Publikum hat nun erstmal wieder für 10 Jahre genug von sowas!



Glaubst Du das wirklich?
Die mehr oder weniger engen Verwandten der Fantasy-Filme. Kostum-, "Historien"- und Abenteuerfilme bringen auch ziemlich viel Publikum in die Kinos. Immer und immer wieder!
ich behaupte, dass ein gut gemachter klassicher Fantasy-Streifen, mit vernünftiger Story, guter Ausstattung und Cast, der eben nicht auf das Kinderpublikum zugeschnitten ist im Kino auch Erfolg haben würde. Vielleicht nicht soooo sehr wie HdR, aber sicherlich genausoviel wie ein Troja, ein Gladiator, ein Last Samurai, ein Fluch der Karibik ein Mumienfilm oder wie die Fantasy-Verwandschaft auch immer heißen mag.

In Bezug auf:
Nein. Wenn man sich in einer Nische von Fans befindet, unterschätzt man gerne mal, was "Publikum" für ein Studio bedeutet, dass einen Fantasystreifen finanzieren soll. Und dann auch noch einen, der Kinder als Zielgruppe ausschließt? Das wird nie wieder passieren.



Wirklich? Das wäre sträflich, unendlich traurig und wird hoffentlich nicht wahr werden. Sicherlich war Jacksons HdR eine Ausnahmeerscheinung, aber er hat gezeigt, dass es geht und ich denke, es ginge auch ohne ein Kultbuch wie HdR im Rücken, wenn man sich ordentlich Mühe gibt und was draus macht. Leichte Einschläge in Richtung anderer Genres wie Horror oder Monumentalfilm wären ja durchaus wünschenswert und niemand kann mir erzählen, dass es keinen Markt für sowas gibt.
In meinem Bekanntenkreis z.B. hat die Fantasy leider nicht so große Akzeptanz, aber die HdR Filme fanden viele gut, obwohl sie die Bücher nicht kannten. Bei jedem bisherigen Fantasy-Film kamen sie mit leichter Enttäuschung aus dem kino, eben weil die Umsetzung entweder mittelmässig war, oder eben zu kindlich. Einzig Eragon konnte nich leicht positiv punkten, was zeigt, dass die Zutaten stimmen müssen:
Epik, Schlachten, interessante Story...

In Bezug auf:
>>>>Es gibt die technischen Möglichkeiten sowas umzusetzen!
Anders ausgedrückt: Es gab zu viele Umsetzungen, die die technischen Möglichkeiten missbrauchten, und nun will niemand mehr CGI-Viecher sehen.



Man kann heute vieles realistisch wirken lassen, was es nicht gibt. Leider sieht man bei billigeren Produktionen die CGI überdeutlich, weil sie eher auf Videospieleniveau ist. DAS will niemand sehen. Wenn man CGI vernünftig und nicht übertrieben einsetzt hat imho niemand was dagegen.
Effekte um der Effektie willen will niemand mehr sehen, was aber imho mehr ein Problem für Action- und SF-Filme ist, weniger für die klassische Fantasy.

In Bezug auf:
>>>>>Es gibt keinen Grund keine epischen Filme mit mehr als 2h Spielzeit zu drehen!
Doch, die Vernunft. Langer Film =/= epischer Film. Die Unsitte, die PJ in die Kinos gebracht hat, Filme länger als 2 Stunden dauern zu lassen obwohl diese es nicht nötig haben, und die Nachsicht, die Studios dadurch mittlerweile entwickelt haben, wo sie früher sehr konsequent den Regisseur zur Schere baten, ist eines der größten Undinger, die das Kino in letzter Zeit gesehen hat. Erstmal will sich das außer den Fans kein Mensch antun, und außerdem sind das unter den Fans auch nur diejenigen, denen ein elendiger, schlecht geschnittener Schinken viel lieber ist als ein stimmiges Gesamtwerk, nur weil sie dann schön viele Illustrationen zu ihnen bekannten Buchszenen bekommen. Die RotK SEE, trotz einiger schöner neuer Szenen, ist ein grausiges, entstelltes Beispiel dafür, wie der Mangel an Executives, die einem beim Schnitt auf die Finger hauen, und ein totales Missverständnis von Geschwindigkeit einen Film zunichte machen kann.



Jeder Film braucht seinen Rythmus und seine Zeit. Es ist imho ein Unding, dass Filme heute immer noch gerne verstümmelt und verschnitten werden, um das Publikum "nicht zu langweilen". So reiht sich dann Actionszene an Actionszene und die Story (falls vorhanden) und Charakterentwicklung wird weggeschnitten.
ich ertappe mich heute äfter dabei, dass ich mir DVDs nicht kaufe, weil ich auf eine Special Edition mit längerer Spielzeit hoffe und das nicht nur bei der Fantasy. Weil man des öfteren bei Filmen das gefühl hat, dass etwas fehlt, dass der Film besser wäre, wenn er sich an manchen Stellen mehr Zeit genommen hätte.
Und tragischerweise gibt es bei vielen Filmen diese Szenen, aber sie wurden weggeschnitten und liegen dann höchstens mal als "entfallene Szenen" lieblos der DVD bei.
Ich sehe z.B. gerne britische Literaturverfilmungen von Austen, Gaskell oder Bronte. Es gibt davon ettliche sehr gut gemachte Miniserien ua der BBC. Diese gehen über 3 bis 5 Stunden und ich sauge sie geradezu in mich auf. Sie haben trotz ihrer Spiellänge wenig Längen oder langweilige Abschnitte.
Manche dieser Stoffe schaffen es auch ins Kino, wie z.B. "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley. Diese Filme sind natürlich kürzer, was nicht heißt dass sie schlechter sind. Aber auch hier wäre eine etwas längere Spielzeit von mehr als 100 Minuten wesentlich besser. Weil man dem Film einfach ansieht, dass er mit 20 oder 30 minuten mehr Länge an den richtigen Stellen einfach besser wäre.
ich werde bei manchen Filmen wohl vergebens auf längere Fassungen warten, ua bei Stolz und Vorurteil, Eragon oder gar Der 13. Krieger, aber gut getan hätte es ihnen mit Sicherheit.
Entgegen Deiner Meinung finde ich nämlich, dass die Studios immer noch zu sehr auf gewise Standardlängen pochen, auch wenn der Film mehr Zeit vertragen könnte.
Ich bin aber Deiner Meinung wenn Du sagst, dass jeder Film seine eigene Zeit braucht und man einen Film auch mit zu viel Spielzeit kaputt machen kann. Es ist eben eine individuelle Sache und imho wird da auch heute noch zu wenig Rücksicht drauf genommen, zB weil man einbussen befürchtet, wenn die Kinos nämlich bei langen Filmen weniger Filme am Tag spielen können, da schafft der Überlängenzuschlag nämlich wenig abhilfe.

In Bezug auf:
Um von der anderen Seite ranzugehen: Ich, und viele andere aus meinen Fandoms, fragen wieder und wieder: Warum gibt es keine guten Videospielverfilmen? Das Material an genialen Geschichten und Charakteren ist da, aber es kommt immer nur Schund oder maximal Durchschnitt bei raus. Der Grund ist derselbe. Großes Fandom =/= Publikum, und wenn dann wirklich mal sowas passiert wie beim HdR, dass jemand tatsächlich viel Geld, Herz und Mühe in etwas steckt, und stecken kann weil ein Studio finanziell dahintersteht, dann ist das ein Ausnahmefall, der ein Ausnahmefall bleiben wird, weil er so viele mehr oder minder gute billige Kopien für die ganze Familie mit sich ziehen wird, dass es irgendwann keiner mehr sehen kann und will, zumindest nicht das breite "Publikum".



Imho sind Videospielverfilmiungen kein eigenes Genre, da Videospiele an sich jedem Genre angehören könnten.
Generell gesagt stehe ich solchen Verfilmungn ein wenig skeptisch gegenüber weil bei Videospielen selten eine komplett ausgearbeitete Welt oder ein gut ausgearbeiteter Charakter vorhanden ist. Wenn doch, dann wäre es für einen guten Film tauglich, sicher.
Leider gelten Videospiele heute immer noch als Fastfood und werden daher lediglich als Franchise-pfelege verstanden bzw. für schnelles Geld von der Zielgruppe Fandom missbraucht.
Das wird sich aber imho in einigern Jahren ändern.
Früher war das nämlich bei Comicverfilmungen genauso und jetzt werden Comicverfilmungen zunehmend ernsthafter und besser. Man nimmt die Zielgruppe eben ernster als früher und sieht Comics nicht mehr wirklich als Schund- oder Kinderliteratur an. Diese Ernsthaftigkeit fürht zu einer besseren Umsetzung und zieht jetzt erfolgreich Zielgruppen in die Kinos, die früher Comics nicht mit den Fingern angefasst hätte.
ich persönlich z.B. hab als Kind zwar auch viel Comics gelesen, hab sie aber später als Erwachsener trotzdem immer immer etwas belächelt. Erwachsenencomics haben mich nie interessiert, aber ich würde heute trotzdem gerne in eine gut gemachte Comicverfilmung gehen, z.b. in den aktuellen "Iron Man".
Ähnlich wird es sich auch für Videospielverfilmungen entwickeln, aber das braucht eben etwas zeit.

In Bezug auf:
Glaubt ihr, nach all dem Fantasy-Quatsch, der seit 2003 in den Kinos war, werden auch nur annähernd so viele Leute interesse an dem HdR-"Prequel" (denn so wird es beworben werden, und zwar auf höchstgradig peinlichem Niveau) haben wie davor?



Ja, das glaube ich in der Tat, denn wenn ein Film gut gemacht ist, dann wird sich das rumsprechen und dann wird es auch ein Erfolg werden. Vielleicht nicht so ein Rekorderfolg wie HdR aber doch ein großer Erfolg. Da glaub ich wirklich dran.
Letztlich ist es doch so, dass man hört, dass ein Film kommt, sich informiert und wenn er einen interessiert, dann will man auch rein. Wenn man dann aber schon im Vorfeld hört, er ist mies, dann überlegt man es sich und spart sich das Geld lieber (leiht ihn dann höchstens später mal aus). Aber wenn man positive Kritiken mitbekommt, dann geht man auch rein. Ging mir z.B. mit "Iron Man" so. Bin zufällig über den Film gestolpert, fand ihn nicht so sehr interessant, hab dann aber positive Kritiken gesehen und mir dann doch mal den Trailer reingezogen und will jetzt reingehen. So passiert es immer wieder und wenn ich dann noch ein paar Freunden davon erzähle und der ihnen auch gefällt, dann werden sie das auch weitererzählen usw.

Letztlich wird sich Qualität durchsetzen neben all der Filmfastfood. Lange wird die Luftblase von storylosen allein mit CGI und Action vorlgestopften und mit Pappcharakteren bevölkerten Filme nicht mehr existieren können. Irgendwann wird die 100000. Explosion eben auch mal langweilig.

Gruß
Arieve
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Arieve schrieb:
SackheimBeutlin schrieb:
>>>>Es gibt mehr als genug guten Stoff!
Ja. Gibt es aber in jedem Genre, in jeder Sparte.

>>>>Es gibt erwiesenermassen ein Publikum für sowas!
Nein. Dass der HdR Geld gemacht hat, lässt noch lange nicht darauf schließen, dass es plötzlich ein Publikum für Fantasyfilme gibt, schon garnicht anhaltend. Nach langen Jahren des überhaupt garnichts rannten plötzlich alle Tolkien-Fans ins Kino und rissen eine unglaubliche Menge Zuschauer mit sich, und das verteilt über 3 Jahre. Man könnte genausogut sagen:



Klar gibt es guten Stoff in jeder Sparte, aber kaum ein Genre wurde imho bisher so sträflich vernachlässigt wie die klassische Fantasy. Dabei findet das Genre sehr viel mehr Akzeptanz wie früher.
Mittelaltermärkte boomen, mittelalterliche angehauchte Musik jeder Colour wird immer belirbter, Rollenspiele sind längst keine Beschäftigung für Freaks mehr und auch auf dem Buchsektor ist was Fantasy angeht eine regelrechte Schwemme einegtrten, wobei bei letzterem leider das Gros schlecht geschrieben und oft 1:1 von Tolkien geklaut ist. Aber all das zeigt, dass ein Markt da ist und anscheinend wirklich ein nicht zu kleiner.



Nun, wenn man in die entsprechenden Regale in den Buchläden schaut, dann besteht mindestens 50% des Angebots aus billigsten Variationen des einhundertdreizehnten Klons einer Geschichte um Königreiche in Gefahr, Waisenkinder, die "ungewöhnliche Kräfte" haben, uralte Artefakte, Drachen und Elfen, auf dem Buchrücken wird irgendwie der Bezug zu Tolkien hergestellt und das Cover ziert entweder ein unglaublich dreistes Plagiat einer Szene der PJ-Verfilmung, oder aber eine "klassische Fantasy-Szene", die meistens nicht das geringste mit dem Inhalt zu tun hat und mindestens ein Schwert enthält, dass so verziert und verschnörkelt ist, dass es nicht einmal zum Pizzaschneiden zu gebrauchen ist. Und irgendwie wird ein Buchstabe des Titels durch einen stilisierten Drachen ersetzt.
So gesehen bedienen die Eragon-Verfilmung, die D&D-Filme und der Bollschewismus durchaus "das Fantasy-Publikum".

In Bezug auf:
Leider gelten Videospiele heute immer noch als Fastfood und werden daher lediglich als Franchise-pfelege verstanden bzw. für schnelles Geld von der Zielgruppe Fandom missbraucht.
Das wird sich aber imho in einigern Jahren ändern.
Früher war das nämlich bei Comicverfilmungen genauso und jetzt werden Comicverfilmungen zunehmend ernsthafter und besser. Man nimmt die Zielgruppe eben ernster als früher und sieht Comics nicht mehr wirklich als Schund- oder Kinderliteratur an. Diese Ernsthaftigkeit fürht zu einer besseren Umsetzung und zieht jetzt erfolgreich Zielgruppen in die Kinos, die früher Comics nicht mit den Fingern angefasst hätte.
ich persönlich z.B. hab als Kind zwar auch viel Comics gelesen, hab sie aber später als Erwachsener trotzdem immer immer etwas belächelt. Erwachsenencomics haben mich nie interessiert, aber ich würde heute trotzdem gerne in eine gut gemachte Comicverfilmung gehen, z.b. in den aktuellen "Iron Man".
Ähnlich wird es sich auch für Videospielverfilmungen entwickeln, aber das braucht eben etwas zeit.



Das gilt für Fantasy größtenteils genauso, und da spätestens im Zuge der HDR-Verfilmung tonnenweise buntes Altpapier im oben beschriebenen Stil rausgekloppt wurde, wird dieses Klischee sogar gerechtfertigt.
Und dir "Größen" der Fantasy-Literatur? Tad Williams kann wundervoll schreiben, allein, das lässt sich nicht in einen Film retten; was sonst noch bleibt, sind im Großen und Ganzen doch eher klassische, heißt bekannte Geschichten, die vielleicht einen ordentlichen, aber keinen herausragenden Film machen. Also letztendlich wohl weitere uninspirierte Massenware.
George R. R. Martin* denkt über eine Fernsehserie nach, soweit ich weiß, obwohl er sich lieber um die Fortsetzung seiner Romane kümmern sollte.
Robert Jordans "Rad der Zeit" ließe sich selbst als Zehnteiler immer noch nicht in Kinofilm-Form gießen, dürfte aber, wenn man sich Mühe gibt, sogar eine wirklich gute Fernsehserie hergeben. Gibt auch genügend Pärchengeschichten, die man anschmachten könnte. Wird nur nach seinem Tod in absehbarer Zeit wahrscheinlich kaum passieren. Wäre auch etwas pietätlos.
"Schwert der Wahrheit" hast du schon erwähnt; mir ist es gleich, was daraus wird, so lange ich es mir nicht ansehen muss.
Ebensowenig möchte ich Marion Zimmer Bradleys geschichtsklitternden Holzhammerfeminismus sehen. Ach, Moment, den gab es ja auch schon im Fernsehen.
Und die wenigen echten Juwelen, auf die man gelegentlich mal stößt, kennt selbst unter Buchfreunden nicht immer jeder, weil sie unter Lawinen von "Elfenzauberlicht", "Die Saga der in den Schmieden der Götter drachenfeuer-geschmiedeten Schicksalsschwerter der Helden des neuen Zeitalters" oder "Nach dem Bestseller 'Die Orks' von Stan Nicholls nun das neueste Werk über eines der wichtigsten Fantasy-Völker überhaupt: Die Gollums" kaum je gefunden werden.


*Der hat sich doch damals bestimmt gedacht: "He, wenn ich Fantasy-Autor werde, macht sich so ein zusätzliches R. sicher sehr gut. Mal schnell eine Namensänderung anmelden gehen!"

Geändert durch Pyrdacor (07.05.2008 13:50)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Sphinx]

In Sachen "Erwachsenen-Fantasy" sollte man "Pan's Labyrinth" aber nicht unterschlagen, finde ich.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyrdacor schrieb:

Nun, wenn man in die entsprechenden Regale in den Buchläden schaut, dann besteht mindestens 50% des Angebots aus billigsten Variationen des einhundertdreizehnten Klons einer Geschichte um Königreiche in Gefahr, Waisenkinder, die "ungewöhnliche Kräfte" haben, uralte Artefakte, Drachen und Elfen, auf dem Buchrücken wird irgendwie der Bezug zu Tolkien hergestellt und das Cover ziert entweder ein unglaublich dreistes Plagiat einer Szene der PJ-Verfilmung, oder aber eine "klassische Fantasy-Szene", die meistens nicht das geringste mit dem Inhalt zu tun hat und mindestens ein Schwert enthält, dass so verziert und verschnörkelt ist, dass es nicht einmal zum Pizzaschneiden zu gebrauchen ist. Und irgendwie wird ein Buchstabe des Titels durch einen stilisierten Drachen ersetzt.
So gesehen bedienen die Eragon-Verfilmung, die D&D-Filme und der Bollschewismus durchaus "das Fantasy-Publikum".



Das sich die Buchregale vor lauter Tolkien-Klone biegen liegt aber weniger am Publikum, sondern eher an der (fehl-)Einschätzung von Verlagen, die denken damit schnell und gut Geld machen zu können.
Bin in der Materie etwas drin und weiß daher dass die Verlage wenig Risiko eingehen wollen und von ihren Autoren sowas direkt fordern. Naja, und die Covergestaltung ist eh ein misstand, über den man den Mantel des schweigens hüllen sollte.
Ich bin ja auch direkt dankbar für D&D und konsorten was Filme angeht, damit zumindet etwas Genrenachschub kommt. So gesehen fand ich Eragon fast schon als Genreperle, wenn das Potential nicht so verdammt dumm verschenkt worden wäre.
Aber nichts dest trotz würde ein gut gemachter Fantasy-Film seinen Erfolg haben, da bin ich mir relativ sicher.

In Bezug auf:

Das gilt für Fantasy größtenteils genauso, und da spätestens im Zuge der HDR-Verfilmung tonnenweise buntes Altpapier im oben beschriebenen Stil rausgekloppt wurde, wird dieses Klischee sogar gerechtfertigt.
Und dir "Größen" der Fantasy-Literatur? Tad Williams kann wundervoll schreiben, allein, das lässt sich nicht in einen Film retten; was sonst noch bleibt, sind im Großen und Ganzen doch eher klassische, heißt bekannte Geschichten, die vielleicht einen ordentlichen, aber keinen herausragenden Film machen. Also letztendlich wohl weitere uninspirierte Massenware.
George R. R. Martin* denkt über eine Fernsehserie nach, soweit ich weiß, obwohl er sich lieber um die Fortsetzung seiner Romane kümmern sollte.
Robert Jordans "Rad der Zeit" ließe sich selbst als Zehnteiler immer noch nicht in Kinofilm-Form gießen, dürfte aber, wenn man sich Mühe gibt, sogar eine wirklich gute Fernsehserie hergeben. Gibt auch genügend Pärchengeschichten, die man anschmachten könnte. Wird nur nach seinem Tod in absehbarer Zeit wahrscheinlich kaum passieren. Wäre auch etwas pietätlos.
"Schwert der Wahrheit" hast du schon erwähnt; mir ist es gleich, was daraus wird, so lange ich es mir nicht ansehen muss.
Ebensowenig möchte ich Marion Zimmer Bradleys geschichtsklitternden Holzhammerfeminismus sehen. Ach, Moment, den gab es ja auch schon im Fernsehen.
Und die wenigen echten Juwelen, auf die man gelegentlich mal stößt, kennt selbst unter Buchfreunden nicht immer jeder, weil sie unter Lawinen von "Elfenzauberlicht", "Die Saga der in den Schmieden der Götter drachenfeuer-geschmiedeten Schicksalsschwerter der Helden des neuen Zeitalters" oder "Nach dem Bestseller 'Die Orks' von Stan Nicholls nun das neueste Werk über eines der wichtigsten Fantasy-Völker überhaupt: Die Gollums" kaum je gefunden werden.



Es gibt genug guten Fantasy-Stoff den man verfilmen könnte. Selbst bei Zyklen und Reihen kann man immer ganz gut das eine oder andere in sich geschlossene Häppchen rausnhemen und bei erfolg eben noch eine und noch eins.
Da müsste man die Filme sogar nicht von vorneherein als Trilogie oder so anlegen.
Selbst Tad Williams halte ich für gut verfilmbar mit einem guten Regisseur und Produzenten. Die Story ist zwar auch zusammengeklaut, aht aber imho genug eigene Substanz und gute Charaktere.
Ansonsten bin ich bei TV-Sereien sehr sehr skeptisch, weil Fantasy, wenn sie gut gemacht sein soll eben Geld kostet und man gerne auch mal reine Fastfood-Unterhaltung ala Xena daraus macht. Ich weiß nicht ob man sich bei dem Stoff die Mühe macht sowas anspruchsvolles wie z.B. ein Lost und 24 zu machen.
BTW: Ws gibt durchaus auch gute Fantasy die keine endlosen Reihen sind wie z.B. Barbara Hamblys Dreiteiler "Gefährtin des Lichts". Der hat ne tolle Story, super Charaktere, hat durchaus Tiefgang und ist schön düster.

Das Problem ist beim Film wie bei den Verlagen und der Musik. niemand will ein Risiko eingehen und setzt lieber auf altbewährtes, wenn dan eben immer und immer wieder kopiert wird. Keiner will was neues aufbauen, oder vom Schema abweichen, man könnte das Publikum ja überfordern.
Dabei meint jeder das Publikum und seinen Geschmack zu kennen und liegt imho entweder völlig daneben, oder nimmt den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das schlimme dabei ist, dass man damit so bombadiert wird, dass man irgendwann entweder angepasst ist, oder verweigert.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Ainulindale_ainu

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Ich würde Narnia noch nicht abschreiben. Da kommt anscheinend mit Kaspian ein Knüller in Fantasyformat auf uns zu, hoffe ich auf jedenfall, und die Reihe geht spektakulär weiter, wer die Bücher las weiss dies. Die Welt ist unglaublich einfalls - und fantasiereich, da könnten noch tolle Filme folgen. Ausserdem fällt die Reihe, trotz der Kinderdarsteller (die dann eher in die Jugendsektion hineinwächst mit den Jahren) FÜR MICH schon in dieselbe Kerbe wie HDR, auf jedenfall was die christlichen Allegorien angeht, da haben ja Tolkien und Lewis einiges "hineingeworfen"...Ok, HDR ist schon "klassischer" mit stereotyperen Helden, aber Story und Monstermässig, Rassen usw...nehmen sich die beiden "Welten" nichts...

Kompass war nicht sooo schlecht. Wenn die beiden anderen Teile noch gut verfilmt werden (lieber BESSER) dann kann da eine tolle Trilogie beendet werden, ebenfalls was Eragon angeht, aber da hab ich eigentlich keine grosse Hoffnung mehr da der 1. Teil einfach zu schlecht war und ein zu geringer finanzieller Erfolg...leider.

Wäre also noch der Hobbit od. dann halt Silmarillion od. Kinder Hurins!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Elanor925

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Ainulindale_ainu]

Habe in den letzten Wochen die "Goldene Kompass" Trilogie gelesen, und mir dann gleich die DVD geholt So schlecht ist es gar nicht umgesetzt, aber der Film hätte länger sein können. Im Film geht alles ziemlich schnell und die Reihenfolge der Ereignisse ist manchmal durcheinander - hätte nicht sein müssen meiner Meinung. Die Daemonen sind das Highlight des Films denke ich; echt super animiert.
Narnia mochte ich gar nicht, seit ich die Bücher kenne schon, ist halt wirklich ein Kinderfilm und kommt nicht an HdR ran.
Eragon mochte ich überhaupt nicht, da spar ich mir auch das Buch...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Aratirion

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Elanor925]

Mich interessieren Fantasy-Filme eigentlich auch nicht wirklich. Außer Herr der Ringe und Harry Potter halt. Die sind, meiner Ansicht nach, zurecht vielgeliebter Mainstream. Aber der ganze Fantasy-Einheitsbrei interessiert mich ehrlich gesagt absolut nicht. Hab' mir Eragon, Narnia und wie sie alle heißen niemals angeschaut und hab' das auch nicht vor.
Genauso wie die Comic-Verfilmungen. Da kann ein Film noch so einwandfrei gemacht sein, aber dieses Zeug interessiert mich einfach nicht.

Vor allem ältere Menschen schauen sich das/tun sich das nur an, weil sie ihren Kindern einen Gefallen tun möchten. Das Publikum ist, meiner Meinung nach, viel zu klein. Bzw. ist die Zielgruppe dieselbe wie die der Pixar Filme.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LuthiensTochter

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Aratirion]

@Pyrdacor - auf den Punkt gebracht!!! So ist es.

@Aratirion - so geht es mir auch.(wobei ich HP eher marginal betrachte)
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: LuthiensTochter]

Ich liebe Fantasy, allerdings vorrangig die Werke welche sich ganz klar an ein erwachsenes Publikum wenden - leider verfilmt die aber niemand (z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer' oder 'Das Spiel der Götter').

Die hier bisher genannten Verfilmungen ('Der goldene Kompass', 'Eragon', 'Harry Potter', 'Narnia')habe ich samt und sonders nicht gesehen und auch nicht gelesen. Sie interessieren mich schlicht nicht, und das hat einen Grund: Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Helcaraxe

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
Ich liebe Fantasy, [..] z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer'


Angmar schrieb:
Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film.


Warning! Does not compute!

Was ich eigentlich sagen wollte: ASoIaF wird doch verfilmt, als TV-Serie nämlich. Was ist da eigentlich aktueller Stand?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Helcaraxe]

Helcaraxe schrieb:


Was ich eigentlich sagen wollte: ASoIaF wird doch verfilmt, als TV-Serie nämlich. Was ist da eigentlich aktueller Stand?



Laut der neuesten Meldung im 'Eis und Feuer'- Forum (von Anfang April) hat der Pay TV-Sender HBO zwar die Rechte gekauft, aber bisher liegt weder Drehbuch noch Besetzung etc. vor. Gerüchten zufolge wurde die Verfilmung seitens HBO sogar zugunsten eines anderen Projektes auf Eis gelegt. Daher weiß man leider momentan gar nicht ob bzw. wann was draus wird.


Edith fügt hinzu:
Ja, Du hast recht - auch im 'Lied' gibt es Kinder/Jugendliche in Hauptrollen, sogar als POV-Charaktere. Aber -
a) liegt nicht der Fokus fast ständig auf ihnen, wie in einem Werk in dem die 'Heldengruppe' aus Kindern besteht - es sind lediglich vereinzelte Kapitel unter vielen;
b) verhalten sie sich (gezwungenermaßen) kaum ihrem Alter entsprechend, so das man über weite Strecken nicht mal mehr realisiert, wie jung die sind.
c) spielt das 'Lied' in einer Welt und Zeit, in der die Menschen nicht lange wirklich Kinder waren - so ist z.B. Robb Stark bereits mit 15 Jahren Herr von Winterfell und führt seine Leute an; was kaum mit einem 15jährigen Harry Potter vergleichbar sein dürfte.
d) die einzigen 'wirklichen Kinder' sind Rickon Stark und Bran Stark - also ganze 2.

Geändert durch Angmar (08.05.2008 12:36)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Órin

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyrdacor schrieb:
In Sachen "Erwachsenen-Fantasy" sollte man "Pan's Labyrinth" aber nicht unterschlagen, finde ich.



Doch doch, den kann man ruhig unterschlagen


Narnia geb ich auch noch eine Chance. Fand den Film jetzt nicht katastrophal aber..auch nicht wirklich gut.
Die Trailer versprechen aber, dass der nächste Narnia Film durchaus gut werden könnte. Die Chance bekommt er.


Geändert durch Órin (08.05.2008 17:41)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
Helcaraxe schrieb:


Was ich eigentlich sagen wollte: ASoIaF wird doch verfilmt, als TV-Serie nämlich. Was ist da eigentlich aktueller Stand?



Laut der neuesten Meldung im 'Eis und Feuer'- Forum (von Anfang April) hat der Pay TV-Sender HBO zwar die Rechte gekauft, aber bisher liegt weder Drehbuch noch Besetzung etc. vor. Gerüchten zufolge wurde die Verfilmung seitens HBO sogar zugunsten eines anderen Projektes auf Eis gelegt. Daher weiß man leider momentan gar nicht ob bzw. wann was draus wird.





Es ist völlig normal, dass die Filmrechte für gute Bücher relativ schnell weggehen. Aber geschätzte 90% der Bücher mit verkauften Filmrechten werden niemals verfilmt. Viele Produktionsfirmen wollen einfach den Stoff vom Markt beseitigen. Disney kauft beispielsweise auch jedes Jahr hunderte Filmrechte für Kinderbücher, einfach nur aus dem Grund, damit nicht jemand anders die verfilmt.

Aber natürlich hoffe ich trotzdem, dass wir irgendwann eine richtig geile SoIaF-Serie im Stil von Deadwood und Rome bekommen!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sarah82

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Cirdan]

Cirdan schrieb:

Aber natürlich hoffe ich trotzdem, dass wir irgendwann eine richtig geile SoIaF-Serie im Stil von Deadwood und Rome bekommen!



Genau dazu bin ich auch immer mehr in meiner Hoffnung übergegangen. Lieber eine gut gemacht Serie auf HBO oder Showtime, als einen hingerotzten Film, wo sich niemand einig ist, wer denn nun die Zielgruppe sein soll
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Fedaykin

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
Ich liebe Fantasy, allerdings vorrangig die Werke welche sich ganz klar an ein erwachsenes Publikum wenden - leider verfilmt die aber niemand (z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer' oder 'Das Spiel der Götter').

Die hier bisher genannten Verfilmungen ('Der goldene Kompass', 'Eragon', 'Harry Potter', 'Narnia')habe ich samt und sonders nicht gesehen und auch nicht gelesen. Sie interessieren mich schlicht nicht, und das hat einen Grund: Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film.




erstens solltest du His Dark Materials erstmal lesen, bevor du dir ein Urteil erlaubst, weil Pullman hier ein Meisterwerk abgeliefert hat, welches in einigen Jahren auf einer Stufe mit Tolkien und Herbert genannt werden wird.

zweites, also bitte Angmar...

das hier:

"Sie interessieren mich schlicht nicht, und das hat einen Grund: Kinder oder Jugendliche in den Hauptrollen. Spricht mich null an, egal ob Buch oder Film. "

in Kombination mit dem hier

"Ich liebe Fantasy...(z.B. 'Das Lied von Eis und Feuer'...)

da kann man nur noch boshaft lächeln...

setzen, 6
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Fedaykin]

Hi!

Ich weiß jetzt nicht ob das hier schon mal thematisiert wurde, aber Universal hat sich wohl ausgerechnet einen ziemlich komplexen, verwusteten und vor allem langen Stoff für eine mehrteilige Fantasyverfilmung im Kino herausgesucht. Der Stoff ist zwar gut, wäre aber für sowas nicht meine erste Wahl gewesen, da gibt es anderes, was besser zu realisieren ist.
Ach ja, es geht um die "Rad der Zeit" Saga von Robert Jordan.
Hoffentlich verden sie zumindest der Epik, Storytiefe und den Charakteren gerecht und hoffentlich säuft der erste Film nicht gleich ab, weil er die Zuschauer überfordert.

Ich freue mich zwar, bleibe aber skeptisch.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Eorl87Team

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Hi,

da biste mir zuvor gekommen Das hat die Variety vor kurzem berichtet. Wenn ich mich nicht irre, ist das Universals (etwas verspäteter ?) Versuch, eine Fantasysaga in die Produktion zu schicken... Auch sieben-teilig wie Potter, dessen Ende abzusehen ist, und Narnia, deren Ende hoffentlich auch zu sehen sein wird.

Ich glaube, die Menschen sind der Fantasy langsam satt. Man hat mitlerweile alles gesehen. Wenn Harry Potter zu Ende ist, und der Hobbit in fast dem selbigen Zeitraum veröffentlicht wurde, ist die Fantasy glaube ich fürs große Kino gestorben.
Man hört immer wieder, wenn Leute aus dem Kino kommen: "Herr der Ringe war besser." Oder "Das hat man alles schonmal gesehen."
Ich denke, die großen Zeiten der Fantasy sind langsam vorbei.
Den einzigen Hoffnungsschimmer, den ich sehe, ist James Camerons AVARTAR und die verwendete Technik. Vielleicht erschließen sich dadurch neue Welten für neue Fantasyfilme. Aber die alte HDR-Schiene zu fahren ist glaube ich ausgelutscht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Eorl87]

Eorl87 schrieb:

Ich glaube, die Menschen sind der Fantasy langsam satt. Man hat mitlerweile alles gesehen. Wenn Harry Potter zu Ende ist, und der Hobbit in fast dem selbigen Zeitraum veröffentlicht wurde, ist die Fantasy glaube ich fürs große Kino gestorben.
Man hört immer wieder, wenn Leute aus dem Kino kommen: "Herr der Ringe war besser." Oder "Das hat man alles schonmal gesehen."
Ich denke, die großen Zeiten der Fantasy sind langsam vorbei.
Den einzigen Hoffnungsschimmer, den ich sehe, ist James Camerons AVARTAR und die verwendete Technik. Vielleicht erschließen sich dadurch neue Welten für neue Fantasyfilme. Aber die alte HDR-Schiene zu fahren ist glaube ich ausgelutscht.



Du meinst wirklich das Kinozeitalter der Fantasy ist tot bevor es richtig angefangen hat?
Was gab es denn in der Richtung an großen Kinoproduktionen? HdR, als Vorläufer Willow und sonst eigentlich nichts.
Narnia und Harry Potter ist mehr auf die Zielgruppe Kinder und Jugend abgestimmt und der Rest an Kinofantasy ist abgesoffen, wobei mir außer D&D, Eragon und Der goldene Kompass nicht wirklich was einfällt, wenn man von dem Boll-Teil mal absieht.
Man hat noch nicht mal an der Oberfläche der Fantasy gekratzt. Sollte es wirklich so sein, dass man die Zuschauer immer mit seelenlosen FX-Spektakeln abspeisen will?
Und alle schon gesehen ist bei der Fantasy eigentlich kein Argument. natürlich gibt es X HdR-Klone, aber es gibt auch sehr viel anderes, neues. Und gegen einen wirklich GUT gemachten Film a la HdR hätte sicher auch niemand was.

Naja, warten wir es halt ab...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Eorl87Team

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Nein. Auf keinen Fall. Und man sieht, wie sich Presse und Zuschauer auf den HOBBIT freuen, weil man (vom Namen zehrend) sicher gehen kann, dass es ein guter Film wird. Die anderen Filme wie Eragon/Kompass sind untergangen, weil es seelenloser HDR-Abklatsch war. Und das sind die Leute satt. Gegen gute Fantasyfilme hat keiner was. Aber wann kommt sowas mal wieder? Und welches Studio risikiert soetwas?

Obwohl Kaspian im Vergleich mit anderen Neo-Fantasyfilmen garnicht so schlecht ist, wird er von der nationalen und internationalen Presse zerrissen. Die Berliner Zeitung titulierte FANTASYLAND IST ABGEBRANNT. Ich glaube das sagt alles.

Wann wieder ein neuer Kracher in Richtung Fantasy kommt ist imo erst mit HOBBIT in Sicht, bzw. mit dem nächsten Narnia-Teil, sollte er sich ebenso exponentiell steigern wie von Teil 1 zu Teil 2.

Du hast sicherlich recht: So richtig angefangen hat es eigentlich noch nicht. Schaut man sich Action-Welle ende 80er bis Mitte 90er an, so kann uns noch ne ganze Menge erwarten. Nur habe ich das Gefühl es fehlt an gutem Stoff. Kino wird immer kurzlebiger und die Ideen sind irgendwie immer die selben. Ich kann mich dran ergötzen, aber die Presse und der Durchschnittzuschauer weniger, wenn man mal die Gastkritiken liest oder im Kino den leuten zu hört. Und die verkauften Tickets sprechen aus für sich.

Herr der Ringe hat enorm vorgelegt, als es die neue Fantasyzeit einleitete. Aber irgendwie haben so wenige wirklich Ahnung von dem Gerne. Als American Pie Erfinder den Goldenen Kompass zu verfilmen ging daneben. Nicht was die Effekte betrifft, sondern die Art und Weise und die Substanz betreffend. Eragon und Uwe Boll sind eindeutige Verlierer.

Ich würde mich über eine "erwachsene" Fantasyreihe á la WEEL OF TIME freuen. Aber skeptisch bin ich trotzdem...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Eorl87]

Kann man "Wheel of Time" überhaupt außerhalb des Formates einer Fernsehserie verfilmen? Klar kann man bestimmte Handlungsstränge kürzen oder kombinieren, aber insgesamt dürfte trotzdem immer noch viel zu viel übrigbleiben, sofern man nicht bereits einen Zehnteiler-Vertrag mit dem Studio hat.
Abgesehen davon, dass ich hier auch nur die leiseste Vereinfachung des Hintergrundes für fatal halten würde.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arieve

The dark rose

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Eorl87]

Komisch, dass die Fantasy immer ein Nischengenre war und ist und das obwohl die Generation der Rollenspieler und derer die mit Fantasy groß geworden sind jetzt als Zielgruppe da wären.

Dumm halt wenn die Filmstudios und Drehbuchschreiber immer nur darauf setzen, dass sich der Zuschauer mit Eyecandys ohne Substanz abspeisen lässt. Allerdings scheint die Rechnung, besonders bei den vielen sehr jungen Kinogängern, die wohl das Geld bringen, ja aufzugehen.

Dabei bringen Filme mit Substanz und Tiefgang wie z.B. das neue Batman-Franchise ja auch viel in die Kinokasse. Da ist vielleicht das Risiko etwas größer, aber dafür hat man auch einen richtigen Film und nicht nur eine Grafikdemo.

BTW: Eragon war schon nicht so verkehrt, wenn man ihn nicht so dermassen verstümmelt, auf Action getrimmt und im Gegenzug alles epische (was ja HdR ausgemacht hat) rausgebügelt hätte. Da würde mich echt mal ein DC interessieren, falls es überhaupt noch Szenen zum unterfüttern im Keller des Filmstudios gibt.
Wie gesagt: Ich hoffe immer noch auf einen zweiten Teil, auch wenn der äußerst unwahrscheinlich ist.

Wie Du schon sagtest: Es gibt zu wenig Erwachsenenfantasy. Beispielsweise eine Verfilmung von Barbara Hamblys Dawarth-Saga würde sicher gut einschlagen, da hätte man dann auch noch eine Prise Horror dabei.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Eorl87Team

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Arieve]

Darüber könnte man stundenlang diskutieren. Ich denke auch, viele können mir sprechenden Bäumen und irgendwelchen Sagenfiguren nicht viel anfangen. Da kommt platte Äktschn eben besser. Eyecandy à la wahnsinnige Sprecial Effekte sollten auch teil eines Fantasyfilms sein, aber nicht alleintragendes Argument des selben.

Ergaon war in der Machart teilweise ganz nett, die Musik war schön, die Schlacht mittelklasse. Aber die Art und Weise der Umsetzung des Buches war reine Katastrophe. Der Film gab nichts her. Und die Aufhänger für Teil 2 wurden weggebügelt. Wenn er gemacht wird, haben die Drehbuchschreiber viel zu tun, das wieder in die Bahn zu bekommen.

Sich wirklich als Erwachsener hinzugeben für Fantasy ist schwer, glaube ich. Und dass es nicht ins lächerliche abdriftet ist auch schwer. HDR hat diesen Bogen wunderbar schlagen können. Und ebenso müsste es auch mit Weel of Time passieren.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Eorl87]

Eorl87 schrieb:
Und dass es nicht ins lächerliche abdriftet ist auch schwer.



Ist das so? In Jacksons HdR musste die Lächerlichkeit anscheinend erst noch künstlich hinzugefügt werden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Eorl87Team

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Eorl87 schrieb:
Und dass es nicht ins lächerliche abdriftet ist auch schwer.


Ist das so? In Jacksons HdR musste die Lächerlichkeit anscheinend erst noch künstlich hinzugefügt werden.


Das ist Ansichtssache und kann von meiner Seite aus nicht bestätigt werden. Und genau das zeigt, dass dies ein schweres Thema ist.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Eorl87]

Fragen wir mal so rum: Was würdest du denn als dem Genre Fantasy immanente (potentielle) Lächerlichkeit sehen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Celebne

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Ich habe heute den neuen "Narnia"-Film gesehen und musste feststellen, dass da auch wieder recht viel aus HdR geklaut wurde. Ich fand aber den Film insgesamt nicht schlecht und kann die viele schlechte Presse nicht verstehen. Allerdings denke ich auch, dass so langsam die Luft aus dem Fantasy-Boom raus ist, und nach dem "Hobbit" und dem letzten "Harry Potter" wird das Genre wieder für etliche Jahrzehnte in der Versenkung verschwinden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Ancalagon

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Celebne]

Wenn man Fantasy wirklich nur auf Massenschlachten, Effekte, also "eye candy", wie es hier treffend genannt wurde, reduziert, dann kann man wahrhaft die Frage stellen, was denn mit der Film-Fantasy los sei.
Denn hier hat man wirklich schon alles gesehen und es wirkt wie kopiert.

Allerdings kam Fantasy nicht erst mit HdR auf, es gab Conan, Die Braut des Prinzen, Das letzte Einhorn, Die Nibelungen etc.

Gott sei Dank werden solch riesige Produktionen wie wir sie zur Zeit erleben in absehbarer Zeit abnehmen, weil der Markt irgendwann gesättigt ist.

Dann kommt endlich wieder Platz für originelle Ideen und weniger Krach machende Filme.

Hier und da gibt es sie: Ich war sehr überrascht vom kleinen Juwel "Sternwanderer", der zwar auch jede Menge Effekte und Kämpfe hat, dem aber längst nicht so viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde wie die "großen" Produktionen, obwohl viele davon wirklich grottig war.
Ich will immer noch die Zeit zurückhaben, die ich in Eragon investiert habe, aber da ich mich schon vorab über die Bücher informiert habe, hätte ich es ja auch eigentlich besser wissen müssen...

Übrigens:
Weiß jemand, wann The Colour of Magic (Verfilmung des gleichnamigen Scheibenwelt-Buches) auf Deutsch erscheinen wird?

PS:
Man muss HdR und im Anschluss auch HP, Narnia etc. zu Gute halten, dass sie zumindest ein größeres Publikum für Fantasy interessiert haben und diese nicht mehr in die Kinderecke gestellt wird, obwohl HP und Narnia Kinderbücher sind, aber die Filme sind auf eine größere Zielgruppe abgestimmt.
Oder man hat die Fantasy aus der Freak-Ecke geholt (obwohl der Boom auch viele Freaks hervorgebracht hat ), denn Conan war gewiss nichts für Kinder.
Davon könnten nach Abebben des Booms zukünftige Filme profitieren, die nicht auf den Zug aufspringen, nun aber genügend Zuschauer haben.

Geändert durch Ancalagon (15.08.2008 23:06)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Ancalagon]

Fantasy für Erwachsene? Da gibt's doch Stoff genug. "Das Lied von Eis und Feuer" - wird wohl durch HBO über kurz oder lang eine TV-Serie werden. Mein persönlicher Favorit wäre allerdings Ericksons "Das Spiel der Götter" - theoretisch. Denn praktisch halte ich das Werk für ähnlich schwierig verfilmbar wie HdR. Sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt her. Und, ganz ehrlich, ehe irgendeine Wurst von Regisseur es versaut, verzichte ich lieber drauf.

So gesehen - Stoff gibt es genug, er muß nur vernünftig umgesetzt werden. Und das ist der Knackpunkt imo: vernünftig = teuer = großes Risiko für ein Studio. Zumal beide o.g. allerhöchstens eine FSK 16 bekommen dürften...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

GilgaladCo-Moderator

Kaufhauszombie

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
vernünftig = teuer


Völliger Unsinn.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Ancalagon

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
Fantasy für Erwachsene? Da gibt's doch Stoff genug.



Auf welche meiner Aussagen beziehst du dich?
Ich habe nie abgestritten, dass es keinen Stoff für Erwachsene gäbe.

Aber für viele Außenstehende ist Fantasy = Kinder, da sie es wohl ausschließlich mit Märchen in Verbindung bringen und nichts mit kleinen Wichten und buntem Abrakadabra anfangen können...

Aber diese Sicht hat sich ja dank der großen Produktionen geändert, wenn die, außer viel Geld eingespielt zu haben, auch sonst nichts geleistet haben.
(Ausnahmen bestätigen die Regel, die beiden Narnia-Teile sind für mich zumindest nette Unterhaltung, während ich bei Eragon oder HP nicht wusste, ob ich weinen oder lachen sollte).

Aber Fantasy ist ein weiter Begriff.

Conan
Der Indianer im Küchenschrank
Herr der Ringe
Die Reise ins Labyrinth
Star Wars
Der Zauberer von OZ
Highlander
Brothers Grimm
Schneewittchen

sind alles Fantasy-Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, bzw. das Element Fantasy schwankt stark in seiner Intensität.

Deshalb gibt es ja auch noch Begriffe wie High Fantasy, Low Fantasy, Sword & Sorcery etc.

Alles in allem bin ich aber der Massenschlachten und Kriege müde, und wenn sämtliche Vorlagen einmal abgegrast sind, wird man vielleicht endlich auf andere zurückgreifen, wie zB die Erdsee-Bücher, von denen es ja bisher nur einen entstellten TV-Film gibt sowie einen recht netten Zeichentrick-Film, der aber nicht mehr viel mit den Büchern gemeinsam hat und sich leider des typischen japanischen Zeichenstils bedient.

Geändert durch Ancalagon (16.08.2008 16:45)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Ancalagon]

Ancalagon schrieb:
Angmar schrieb:
Fantasy für Erwachsene? Da gibt's doch Stoff genug.



Auf welche meiner Aussagen beziehst du dich?
Ich habe nie abgestritten, dass es keinen Stoff für Erwachsene gäbe.



[fluester]Psst! Doppelte Verneinung![/fluester]
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Angmar

Schatten der Verzweiflung

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Gilgalad]

Gilgalad schrieb:
Angmar schrieb:
vernünftig = teuer


Völliger Unsinn.



Wow. Welch überzeugende Argumentation. Imdb-Niveau. *augenverdreh* Ich bin durchaus der Überzeugung, das eine vernünftige Verfilmung einer guten Vorlage viel Geld kostet. Siehe HdR. Ich möchte mir ja gar nicht ausmalen, was ein Regisseur mit weniger Geld daraus gemacht hätte.....

In Bezug auf:
Auf welche meiner Aussagen beziehst du dich?
Ich habe nie abgestritten, dass es keinen Stoff für Erwachsene gäbe.



Hä? Wie kommst Du drauf, das ich mich explizit auf Dich bezogen habe? Hätte ich das getan, hätte ich (wie es in diesem Forum mal üblich war) ein @Ancalagon davor gesetzt.
Der Beitrag war einfach allgemein. Und eigentlich auch schon alles, was ich zum Thema zu sagen habe.

Weil, auf 'Diskussionsbeiträge' wie oben von GilGalad kann ich verzichten. *schulterzuck*


/me bereut gerade, nach ewigen Zeiten mal wieder hier gelesen und gepostet zu haben
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

ValaTeam

Andorianische Ratte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Angmar]

Angmar schrieb:
/me bereut gerade, nach ewigen Zeiten mal wieder hier gelesen und gepostet zu haben


Ich weiß, das gehört bei deinen Beiträgen dazu wie Punkt und Komma, aber so langsam erreicht es eine neue Definition von Lächerlichkeit.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Vala]

Vala schrieb:
Angmar schrieb:
/me bereut gerade, nach ewigen Zeiten mal wieder hier gelesen und gepostet zu haben


Ich weiß, das gehört bei deinen Beiträgen dazu wie Punkt und Komma, aber so langsam erreicht es eine neue Definition von Lächerlichkeit.






Meine Gedanken.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Ancalagon

Gefährte

Re: Was ist mit der Film-Fantasy los? [Re: Pyr]

Pyr schrieb:
Ancalagon schrieb:
Angmar schrieb:
Fantasy für Erwachsene? Da gibt's doch Stoff genug.



Auf welche meiner Aussagen beziehst du dich?
Ich habe nie abgestritten, dass es keinen Stoff für Erwachsene gäbe.



[fluester]Psst! Doppelte Verneinung![/fluester]



In der Fantasie geht alles!
(Helmut Körschgen)




Oh je, in der weiteren Diskussion schleicht sich mittlerweile ein Ton ein, der mich denken lässt, die Themen Fantasy und Krieg gehören dann doch wohl zusammen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken