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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Tolkien Erben vs. Hollywood

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, klagt derzeit der Tolkien Trust (u.a. Vertreten durch Tolkiens Erben) gegen News Line Cinema.

Hier in den News haben wir das wichtigste zusammengefasst

Grundsätzlich geht es darum, dass der Tolkien Trust 7,5% von den Gesamteinnahmen der HERR DER RINGE Trilogie fordert, außerdem Schadensersatz von 150 Millionen Dollar und erreichen will, dass New Line die Filmrechte für den HOBBIT aberkannt werden.

Interessant ist übrigens die Tatsache, die in einem Artikel in der TAZ erwähnt wurde:

Die Verteilung von Gut und Böse wird durch einen weiteren Umstand relativiert: Steckt hinter New Line Cinema schon die zweitgrößte Macht der Medienwelt (Anm. von Cirdan: nämlich AOL Time Warner), so sind auch die Kläger nicht von schlechten Eltern. Denn HarperCollins ist eine Tochter von News Corporation - dem von Rupert Murdoch geführten Medienkonzern Nummer 1. Am Ende ringen hier also nicht Wohltäter mit Medienunternehmen, sondern gleich die beiden größten Medienkonzerne der Welt miteinander. Passt irgendwie zum "Herrn der Ringe" und seiner Völkerschlacht um Mittelerde.

Ich finde, das ist einen eigenen Thread wert und mich interessiert, was ihr darüber denkt.
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Eorl87Team

Gefährte

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Cirdan]

Dann gibt's einen ersten Fortschritt im Fall:

New Line gewinnt die erste Runde

Das Gericht erkennt einen Teil der Forderungen des Tolkien Trusts nicht an. Es geht um Strafen, die über den eigentlicher Verlust, den der Trust erlitten hat, hinaus gehen.

swyft schrieb:
„Punitive damages“, im Deutschen oft „Strafschadensersatz“ genannt, ist ein Schadensersatz, der über den erlittenen Schaden hinausgeht. Das gibt es wohl hauptsächlich im angelsächsischen Recht, im deutschen grundsätzlich nicht (Ausnahme wohl im Arbeitsrecht). Wenn ich dir [deine Ming-Vase] bewusst kaputt mache, weil Du sie mir bei der Auktion vor der Nase weggeschnappt hast und ich sie Dir nicht gönne, muss ich Dir eventuell nicht nur den Wert ersetzen, sondern zusätzlich als eine Art Strafe Geld bezahlen.

Im Fall New Line vs. Tolkien sieht es also so aus, als könnte der Kläger nur Ausgleich für den erlittenen Schaden bekommen, d. h. im wesentlichen die ihm evtl. zustehende Gewinnbeteiligung.



Das Gericht gibt dem Trust nun 20 Tage Zeit, für diesen Bestand weitere Gründe kenntlich zu machen.

Link

Merci á swyft

Geändert durch Eorl87 (30.06.2008 10:35)

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Celebne

Gefährte

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Eorl87]

Naja, ob das so gut zu "Herr der Ringe" passt, wage ich zu bezweifeln. Im Ringkrieg gab es Gut und Böse: das Gute hatte eine edle Gesinnung und das Böse war einfach von Grund auf schlecht.
Und hier haben wir zwei Konzerne, die rein um den schnöden Mammon kämpfen. Hätte Tolkien das geahnt, hätte er nie und nimmer die Filmrechte verkauft.
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Celebne]

Celebne schrieb:
Naja, ob das so gut zu "Herr der Ringe" passt, wage ich zu bezweifeln. Im Ringkrieg gab es Gut und Böse: das Gute hatte eine edle Gesinnung und das Böse war einfach von Grund auf schlecht.
Und hier haben wir zwei Konzerne, die rein um den schnöden Mammon kämpfen. Hätte Tolkien das geahnt, hätte er nie und nimmer die Filmrechte verkauft.



Als Filmproduktion muss man sich wohl bei jeder großen und erfolgreichen Produktion auf unzähliche Klagen gefasst machen. Der Tolkien-Trust ist ja nicht der erste Kläger. Es haben auch auch bereits viele Schauspieler, Peter Jackson, Saul Zaentz und was weiss ich noch wer geklagt, um etwas (bzw. etwas mehr) vom großen Kuchen abzubekommen. Wenns ums ganz große Geld geht, dann gewinnen am schluß meistens nur die Anwälte. Weil die verdienen dadurch richtig fett!
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RanwenTeam

Diplom-Irgendwas

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Cirdan]

Ich finde es etwas seltsam, daß Tolkiens Erben jetzt von dem Geld, was drei Filme einspielten, die sie verhindert hätten, wenn sie gekonnt hätten, und die sie auch nicht unterstützt haben, einen Teil haben wollen. Warum?

Das hätten sie doch auch deutlich einfacher haben können, wenn sie sich etwas mehr zur Unterstützung der Filme durchgerungen hätten.

*kopfschüttel*
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Eorl87Team

Gefährte

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Ranwen]

Unterstützung seitens der Tolkien-Familie für die Filme?

Nein. Und das hat auch einen Grund. Tolkien hielt sein Buch immer für unverfilmbar. Was es auch ist. PJs Film ist lediglich seine (sehr gelungene) Interpretation. Hätte sich die Fam. Tolkien da eingemischt, wäre es offiziell geworden und eine quasi von Tolkien genehmigte und autorisierte Verfilmung geworden.
Sie haben aber ausdrücklich ein Recht daran, so vergütet zu werden, wie es die Verträge vorsehen. Denn ohne die Bücher, gäbe es auch keine Filme und keine 3 Milliarden Dollar Umsatz!

Geändert durch Eorl87 (30.06.2008 14:06)

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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Ranwen]

Ranwen schrieb:
Ich finde es etwas seltsam, daß Tolkiens Erben jetzt von dem Geld, was drei Filme einspielten, die sie verhindert hätten, wenn sie gekonnt hätten, und die sie auch nicht unterstützt haben, einen Teil haben wollen. Warum?





Naja.. sie sagen, dass ihnen 7,5% der Gesamteinnahmen vertraglich zustünden.
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RanwenTeam

Diplom-Irgendwas

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Eorl87]

Eorl87 schrieb:
Unterstützung seitens der Tolkien-Familie für die Filme?

Nein. Und das hat auch einen Grund. Tolkien hielt sein Buch immer für unverfilmbar. Was es auch ist. PJs Film ist lediglich seine (sehr gelungene) Interpretation. Hätte sich die Fam. Tolkien da eingemischt, wäre es offiziell geworden und eine quasi von Tolkien genehmigte und autorisierte Verfilmung geworden.
Sie haben aber ausdrücklich ein Recht daran, so vergütet zu werden, wie es die Verträge vorsehen. Denn ohne die Bücher, gäbe es auch keine Filme und keine 3 Milliarden Dollar Umsatz!



Naja, das ist mir schon klar und ich seh das auch ein, daß sich an das gehalten wird, was im Vertrag stand.

Aber entweder stand's im Vertrag, daß die das Geld kriegen, und dann sollten sie's auch kriegen, oder es stand nicht drin, dann wüßte ich jetzt nicht, was die klagen wollen. Im ersten Fall wüßte ich auch nicht, was es zu klagen gäbe, denn wenn das so im Vertrag steht, dann haben sie halt einfach recht und ihnen steht das Geld zu, und dann seh ich nicht ein, warum sie's nicht kriegen sollen.

Ich seh schon, aus mir wird nie ein Anwalt. Ich seh nicht mal das Problem, scheint mir...
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Eorl87Team

Gefährte

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Ranwen]

Das Problem ist, dass New Line bis heute angeblich keinen Pfennig gezahlt hat...
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CirdanAdministrator

Herr von Mithlond

Re: Tolkien Erben vs. Hollywood [Re: Ranwen]

Ranwen schrieb:


Aber entweder stand's im Vertrag, daß die das Geld kriegen, und dann sollten sie's auch kriegen, oder es stand nicht drin, dann wüßte ich jetzt nicht, was die klagen wollen.
Im ersten Fall wüßte ich auch nicht, was es zu klagen gäbe, denn wenn das so im Vertrag steht, dann haben sie halt einfach recht und ihnen steht das Geld zu, und dann seh ich nicht ein, warum sie's nicht kriegen sollen.

Ich seh schon, aus mir wird nie ein Anwalt. Ich seh nicht mal das Problem, scheint mir...



Es gibt viele offene Probleme und Fragen

Naja.. es beginnt damit, dass es keine der beiden Parteien mehr gibt, die einmal dieses Vertrag geschlossen haben.

Dann ist der 50-Seitige Vertrag wohl ziemlich verworren.

Dann ist die Frage: Was sind die Einnahmen der Filme (Kinoeintrittsgelder, Merchandising, DVDs?)

Außerdem ist die Situation so: Die Tolkiens haben einen Vertrag mit Produzenten Saul Zaentz... Saul Zaentz hat einen Vertrag mit New Line. Bekommen sie 7,5% vom Lizenzinhaber Saul Zaentz (der wiederum 10% der Einnahmen bekommen hat) ? Oder bekommen sie das Geld von New Line, mit denen sie ja definitv keinen Vertrag abgeschlossen haben??

Fragen über Fragen.
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