Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Du befindest dich im Archiv unseres Forums. Hier sind alle Beiträge der Jahre 2000 bis Mitte 2008 gespeichert.

Auf Beiträge im Archiv kannst du nicht mehr antworten und Du bist hier auch nicht eingeloggt.

An aktuellen Diskussionen kannst Du in unserem Forum teilnehmen.


Legolas

Hüterin der Geschichten

Der Weg der Steine XV

Nachdem wir mit unserem letzten Thread sehr sparsam umgegangen sind, eröffne ich hiermit nach 444 Tagen (ehrlich!) den 15. Thread zum Weg der Steine. Mögen die Ideen fließen, die Finger flink schreiben und die Kreativität nie austrocknen. Viel Spaß beim Schreiben!:)

Alt und grau
Alt und weise
Alt und informativ



Und dann wäre da noch die Zusammenfassung:


Hauptgruppe


02. Dezember

Die Gruppe befindet sich immer noch in Minas Thonfalon. Nachdem Aradia Miriel über ihre Beziehung zu Taerion unterrichtet hat, trennen sich die Wege der beiden wieder. Abends betrinkt sich Miriel zusammen mit Taerion. Als er dann später alleine vor dem Gasthaus unterwegs ist, wird Taerion überfallen und bekommt ein Messer ins Bein gestochen. Zurück in seinem Zimmer, versorgt Aradia die Wunde und schaut hinterher bei den anderen nach dem Rechten.
Es stellt sich heraus, dass Isha und Miguel für den Mordversuch verantwortlich sind.
Derweil versucht Viola, sich an den Stein zu gewöhnen. Ciarán und Nauralass sprechen einander ihr Vertrauen aus, und Irvin tut sich schwer mit seiner Entscheidung, die Gruppe zu begleiten, hat er doch Frau und Kind.



03. Dezember

Aradia besorgt für sich und Taerion Frühstück. Unterwegs trifft sie auf Viola, mit der sie sich für später verabredet. Daraufhin frühstückt Viola zusammen mit Nauralass und Ciarán, und erzählt ihnen von dem Mordversuch an Taerion. Nach dem Frühstück geht Nauralass zu ihm und Aradia, und sie beschließen gemeinsam, noch zwei Tage länger zu bleiben.
Später dann holt Aradia Viola ab, um mit ihr in die Stadt zu gehen, und spricht ihr dabei etwas Mut in Bezug auf ihre Aufgabe als Steinträgerin zu. Eigentlich wollten sie auch Miriel mitnehmen, aber Nauralass informiert sie darüber, dass Miriel krank ist, und geht stattdessen selbst mit. Beim Sattler trennt sie sich von den beiden, trifft sich später aber mit Ciarán.
Indes entschuldigt sich Miriel bei Taerion und hilft ihm, mit ihr hinunter in die Gaststube zu gehen. Taerion erzählt ein bisschen aus seinem Leben, bevor sie Gesellschaft von Crispin erhalten, dessen Pferd sie bei einem Kartenspiel gewinnen. Auch Irvin, der sich endgültig von seiner Frau verabschiedet hat, stößt zu ihnen, ebenso wie etwas später Aradia und Viola.
Es gibt aber auch Tote zu beklagen - Isha röstet Zottel, Nethadans Eichhörnchen.



03. und 04. Dezember

Es werden Vorbereitungen für die Weiterreise getroffen.



05. - 24. Dezember

Die Gruppe setzt ihren Weg in Richtung Mithlond fort. Es herrscht eine eisige Kälte, jedoch fällt zumindest kein Schnee.



25. Dezember

Die Gruppe erreicht Harlindon und befindet sich in der Nähe der Ered Luin. Taerion, Nethadan und Viola unterhalten sich, wobei Viola von ihrer Heimat erzählt. Irvin indes hat sich auf die Jagd gemacht, und ist erfolgreich dabei - er bringt einen toten Wolf mit, den Miriel häutet und Viola anschließend zu Essen verarbeitet.
Während Irvin und Aradia sich später am Tag über die Unternehmung unterhalten, flammt zwischen Taerion, Viola, Nethadan und bald auch Isha und Nauralass eine Diskussionen über Frauen auf, in deren Verlauf klar wird, dass Nauralass Ishas Mutter kannte.
Zuletzt bekommt Viola durch ihren Stein eine Vision - es werde regnen. Einmal mehr redet sie mit Aradia über ihre Aufgabe als Steinträgerin, und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.



26. - 28. Dezember

Die Gruppe reist weiter in Richtung Mithlond.



29. Dezember

Nauralass verkündet Ciarán gegenüber, dass sie die Gruppe nicht nach Mithlond begleiten werde, und erklärt ihm auch ihre Gründe dafür. Er bietet ihr an, mit ihr zu gehen, sie jedoch lehnt das ab.
Isha und Laliria gehen derweil Wasser holen. Alarmiert durch Viola, die eine Vision hat, gehen auch die anderen zum See, nur um zu entdecken, dass beide Frauen ins Wasser eingebrochen sind. Aradia gelingt es, Isha zu retten, aber Laliria ist tot - von Isha umgebracht. In Folge ihres Todes kommt es auch zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Miriel und Viola, die unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen.



30. Dezember

Nach Lalirias Beerdigung reitet die Gruppe weiter. Unterwegs erklärt Nauralass Aradia, dass sie die Gruppe nicht weiter begleiten werde. Bei der nächsten Rast gibt sie auch dem Rest der Gruppe Bescheid. Miriel nimmt diese Nachricht nicht besonders gut auf, während Taerion seine Hilfe anbietet. Nauralass erklärt, dass sie an den Emyn Beraid auf die Gruppe warten werde.



31. Dezember

In Begeleitung von Ascar verlässt Nauralass die Gruppe, die im Laufe des Abends Mithlond erreicht und dort Zimmer zugeteilt bekommt. Aradia besucht noch am selben Abend Pallandos Aufbewahrungsstätte.



01. Januar

Miriel ist krank und liegt mit einem schweren Fieber im Bett. Ihr einziger Besucher an diesem Tag ist Aradia.
Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen Aradia und Taerion einmal mehr zu Pallando, und treffen auf dem Weg dorthin Ciarán, der zuvor bei seinem alten Freund Bridei frühstücken war. Taerion lässt sich dazu überreden, Pallandos Aufbewahrungsstätte ebenfalls zu betreten. Erst als Aradia und Ciarán gemeinsam an den Strand gehen, um einige Dinge zu bereden, geht er seine eigenen Wege.
Baraghir, der von Elenath begleitet wird, trifft Taerion bei seinem Training, und fragt ihn, wo Ciarán sei. Der weigert sich erst, dem Mann diese Informationen zu geben, nach einer kurzen Auseinandersetzung verrät er aber, wo Ciarán sich befindet. Baraghir macht sich auf den Weg zu ihm und trifft unterwegs Aradia, die auf dem Weg zurück vom Strand Irvin getroffen hat. Die beiden unterhalten sich kurz bevor Baraghir seinen Weg fortsetzt. Als er Ciarán dann endlich trifft, beschließen die beiden, am nächsten Tag gemeinsam zu Nauralass zu reiten.
Nethadan verläuft sich derweil in den weiten Gängen des Hauses und macht eine Statue kaputt. Elenath hilft ihm aus seiner misslichen Lage, sorgt dafür, dass seine Schnittwunde versorgt wird und bringt ihn und Viola, auf die sie später treffen, zum Speisesaal, wo die beiden ein stattliches Frühstück zu sich nehmen. Hinterher streift Viola ein wenig durch den Palast, bis sie schließlich den vom Training zurückkehrenden Taerion trifft, mit dem sie sich gemeinsam ein wenig in der Stadt umschaut und ein paar Kleinigkeiten einkauft.
Am Abend dann findet ein großes Fest statt, bei dem fast alle Gefährten anwesend sind. Ciarán jedoch verlässt das Fest recht früh wieder und geht an den Strand, wo er einmal mehr Baraghir trifft.



02. Januar

Ciarán verschläft zwar den halben Morgen, macht sich dann aber zusammen mit Baraghir auf den Weg zu Nauralass.



03. - 08. Januar

Ciarán und Baraghir reiten regelmäßig zu Nauralass.



09. Januar

Als Nauralass früh am Morgen aufwacht, kommt Ascar verletzt zu ihr - und stirbt in ihren Armen. Nur wenige Sekunden später wird Nauralass von einem Rudel Wölfe angegriffen. Sie schickt ihr Pferd weg, während sie sich selbst verzweifelt gegen die Wölfe zu wehren versucht. Zuletzt sinkt sie ohnmächtig zu Boden, die Wölfe sind jedoch alle tot. Als die Dämmerung einsetzt, wacht sie wieder auf, und beschließt, nach Mithlond zu laufen. Sie wird in Gewahrsam genommen und vor Elenath geführt.
Nauralass bittet sie um Hilfe, und bekommt diese auch gewehrt.






Baraghir/Nauralass

03. Dezember

Baraghir begibt sich auf den Weg nach Mithlond. Am Abend kommt er an und nimmt an einer kleinen Feier teil.



04. Dezember

Baraghir besucht Pallandos Aufbewahrungsstätte.



31. Dezember

Baraghir jagt erfolgreich einen Rehbock und kehrt in das Gasthaus in Mithlond zurück.



01. Dezember

Nauralass trifft auf Baraghir. Beide sind einander gegenüber zunächst misstrauisch, bis sie erfahren, dass sie beide Ciarán kennen. Sie schließt sich ihm bei der Jagd an. Abends kehrt Baraghir alleine nach Mithlond zurück, während Nauralass zitternd im Wald einschläft.



02. Dezember

Elenath, die inzwischen von Nauralass Anwesenheit weiß, sucht diese auf, warnt sie eindringlich und informiert sie darüber, dass Miriel krank ist.




Mushu

Mushu vermisst Miguel. Sie fühlt sich alleine und überfordert.




Theodred

01./02. Dezember

Immer mehr Dörfer östlich des Mering-Stromes werden von Kanos Truppen überfallen. Theodred erhält einen Brief von seinem alten Freund Talos, in dem er ihn um seine Hilfe bittet.
Noch in der selben Nacht reitet er los, um Talos zu helfen, so wie allen anderen Menschen in Edoras, die vor Kanos Truppen nicht mehr sicher sind.



02. Januar

Bei einem Kampf am Schneeborn stirbt Talos, die restlichen Männer, mittlerweile mehr als 60 an der Zahl, können die Kreaturen Kanos jedoch zurückschlagen. Theodred ist noch nicht bereit, nach Edoras zurückzukehren. Seine Gedanken sind bei Miriel, von der er hofft, sie eines Tages wiedersehen zu dürfen.



Die bisherigen Stationen und was wir noch vor uns haben:

Lórien von da aus nach Fangorn
Weiter durch Rohan, eventuell Kämpfe die wir unterstützen ausgehend vom Orthanc,
Nach Gondor.. Warnung aussprechen
Edoras
Weiterer Weg zu den Eryn Vorn
Winterlager in Mithlond
Über Auenland nach Bruchtal
Längerer Stopp im Düsterwald, dorthin hat Elrond schon den Stein des Lichtes bringen lassen.
- erster Showdown (Verwandlung der Steine)
- Marsch der Gefährten plus Elbenheer nach Mordor
- Unterstützung eines Heeres von Gondor oder Rohan oder beide... führt zum Sieg
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Legolas]

Miriel lächelte und griff mit beiden Händen nach seiner Hand. Einen langen Moment hielt sie sie einfach fest, dann nickte sie und flüsterte: "Ich bin auch froh, dich zu sehen. Ich dachte, wir hätten dich für immer verloren." Lächelnd, aber mit besorgten Augen musterte sie den Elb. Er sah noch immer sehr krank aus und Miriel bekam eine Ahnung, dass er nie wieder so gesund werden würde, wie er einst war. Und der Weg zu ihr hatte ihn offensichtlich angestrengt.
Ein rauhes Kitzeln im Hals verriet einen neuen Hustenanfall, der sich anbahnte. Sie unterdrückte ihn und flüsterte heiser: "Du hättest nicht kommen sollen. Wenn du dich bei mir ansteckst..." Sie ließ den Satz unvollendet, aber es war klar, was sie befürchtete.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Nìthiel]

Sanft strich er mit dem Daumen über jenes Fleckchen ihrer Hand das er erreichen konnte. Er sah den Schmerz in ihren Augen, spürte wie wenig Kraft ihr noch innewohnte und nahm sich vor sobald Yilwyna ihn zurück in sein Zimmer gebracht hatte, die Heilerin genauer über Miriels Erkrankung zu befragen. Haldir beugte sich noch etwas näher an Miriel heran. Er hatte keine Angst sich bei ihr anzustecken. Mehr als das Gift in seinem Körper konnte auch ihr Husten ihm nicht anhaben. “Sorge Dich nicht um mich Miriel. Mit Nichten wäre ich mit Yilwynas Erlaubnis hier wenn sie deine Sorge teilen würde. Es fühlt sich so gut an dich zu berühren, deine Stimme zu hören Miriel. Ich… ich habe geglaubt dich nie wieder zu sehen. Kein Husten, keine noch so gefährliche Erkrankung, nichts kann mich davon abhalten jetzt hier neben dir zu sitzen. Nicht einmal meine eigene Schwäche.“ Für einen Moment wurde es Haldir passend zu seiner Aussage schwarz vor Augen, so dass er seine Lider einen Moment lang fest aufeinander presste. “Was sagen die Heiler? Wird es dir bald besser gehen?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Haldir]

Miriel drückte einen Handrücken auf ihre Lippen und hustete kurz. Dann zuckte sie mit den Schultern. "Du weißt doch, dass mich so schnell nichts umwirft. Ich komm schon wieder auf die Beine. Es ist ja nicht, als ob ich eine Wahl hätte." Sie lächelte humorlos und nahm den Stein, der nach wie vor an der Kette um ihren Hals hing, in die Hand. Sie sah einen Moment stumm in das goldene Licht, das in der Mitte des Steins schimmerte, dann ließ sie ihn wieder los und sah Haldir an.
"Doch was ist mit dir? Wirst du wieder gesund werden? Wirklich gesund?" fragte sie leise.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Stadt [Re: Nìthiel]


Es war einer der wenigen Tage, die Caladan ganz fuer sich alleine hatte. Obwohl er gerne bei Haldir war und sich um ihn kuemmerte, genoss er die Zeit in der er Haldir in Yilwynas Obhut wusste und gut versorgt.
Schwer lastete Haldirs Gesundheitszustand auf seinem Gemuet und jedesmal, wenn er die Tueren ihres Zimmers hinter sich liess und seine Schritte in die Stadt lenkte, wurde ihm leichter um sein Herz und seine Sorge machte einem Schimmer Hoffnung Platz.
Bei ihrer Ankunft vor vielen Tagen hatten seine Augen keinen Blick fuer die Schoenheit dieser Stadt gehabt. Jetzt, nachdem er abermals rastlos durch die unzaehligen Gassen gewandert war und von den hohen Klippen auf denen die Mauern standen auf das Meer hinuntergeschaut hatte, sah er die Jahrtausende alte Baukunst, die sich so von seiner Heimat Lorien unterschied.

Er laechelte.
Sollte das Schicksal ihn und Haldir hierbehalten, wuerde er froh sein. Denn von hier aus war der weg nach Aman kuerzer.

Obwohl die Sonne schien, war es ein bitterkalter Tag. Caladan wickelte den warmen Mantel fester um seinen Leib und zog die Kapuze tiefer ins Gesicht.
Obwohl er geplant hatte, heute zu den Haefen hinuter zu gehen, fuehrten ihn seine Schritte in das dichte Netz aus Strassen und Gasen, das sich zwischen den hohen Gebaeuden hindurchzog. Vielleicht war es im Schutze der Haeuser ein wenig waermer.

Als er so dahinschlenderte, bemerkte Caladan, dass alle Gesichter, die ihm begegneten, fremd waren. Ausser ihren Gefaehrten und den Elben, die sich seit ihrer Ankunft im Palast um sie kuemmerten, kannte er niemanden und in diesem Moment, beschloss er, das zu aendern. Er brauchte Gesellschaft.
Sein Blick fiel auf eine Tuere zu seiner rechten, die auffaellig oft auf und zu ging. Beinahe jeden Augenblick war schon wieder eine neue Hand am Tuergriff um sie zu oeffnen.
Eine ganze Weile lang beobachtete Caldan still das Geschehen, sah die zufriedenen Gesichter der Elben, die das Haus verliessen, bevor sie sich die Kapuzen ueber die Stirn zogen und ihrer Wege gingen.
Gerade hatte er den Entschluss gefasst, dem naechsten, der hineinging einfach zu folgen, als es ploetzlich laut wurde in der schmalen Gasse in der er stand.
Mit einem Mal wurde das Gedraenge gross, er hoerte laute Rufe und schon zog ihn eine Hand nach hinten an die Wand, um den Menschen, die dort kamen Platz zu machen. Ueberrascht blickte er in das Gesicht eines dunkelhaarigen Elben, etwa im selben Alter wie er selbst, der ihn rechtzeitig von der Mitte der Strasse weggezogen hatte, wo er verbluefft stehengeblieben war.
Bevor er sich bedanken konnte, wurde das Gemurmel und die Rufe so laut, dass seine Aufmerksamkeit wieder dem Gedraenge zufiel. Zwischen den Koepfen der anderen hindurch erkannte er ein ganzes Dutzend Wachposten. Die Haelfte ihrer Speere waren hoch ueber den Koepfen zu erkennen, die andere Haelfte hielten sie auf irgendetwas in ihrer Mitte gerichtet.
Caladan erkannte kaum, was vor sich ging, als ploetzlich der Elb, der noch immer neben ihm stand in Aufregung geriet und rief, "Sie ist es wirklich!"
"Moerderin!" "Verraeterin!", erhoben sich ploetzlich die Stimmen und als der Zug an ihnen vorbeikam erhaschte Caladan einen Blick durch ihre Mitte hindurch und sah in Nauralass aschfahles Gesicht, die stumm und wie in Trance dem Hauptmann der Wache folgte.
"Nauralass!", rief er mit besorgter Stimme und es klang seltsam fremd zwischen all den hasserfuellten Lauten. "Nauralass!"
Doch schon im naechsten Moment waren sie vorbei und das Gedraenge schloss sich hinter ihnen und er konnte sie nicht mehr erreichen.
Caladans Augen weiteten sich in Entsetzen. Sogar von Weitem hatte er ihre blutdurchtraenkten Kleider gesehen und in ihren Augen den Schmerz erkannt, der in ihr tobte.
Was auch immer geschehen war, es verhiess nichts Gutes, dass sie jetzt hier war.

"Jetzt wird sie endlich fuer ihre Tat buessen," sagte der dunkelhaarige Elb neben ihm mit einem zufriedenen Laecheln auf den schmalen Lippen, doch als sein Blick auf Caladans entsetzte Mine fiel, verschwand sein Laecheln ploetzlich. "Ist alles in Ordnung?," fragte er dann und legte sorgsam seine Hand auf Caladans Schulter.
"Ganz und gar nicht," erwiderte dieser nur kalt, streifte die fremde Hand von sich und kurz daraufhin war er aus dem Blick des Elben verschwunden.

Es dauerte lange bis Caladan endlich am Palast zurueck war. Normalerweise stieg er eher ungern die Treppen hinauf, die zum Krankenfluegel fuehrten. Diesmal konnte er es in Sorge um Nauralass kaum erwarten.
Er wusste nicht einmal, ob man sie hierher gebracht oder gleich in einen der Kerker tief unten geworfen hatte, aber seine Vermutung bestaetigte sich, als er die Wachen sah, die auf ein Mal vor den Tueren postiert waren.

Caladan verlangsamte seinen Schritt und bemuehte sich, in seiner Aufregung ruhiger zu atmen. Normalerweise war er es gewohnt, hier ein und aus zu gehen. War er erst einmal in den Raeumen konnte er von einem der Heiler, die er jetzt gut kannte Informationen ueber den Zustand der Elbe erlangen oder sie vielleicht sogar sehen.
Aber noch bevor er die grossen schweren Tueren erreichen konnte, kreuzten sich zwei Speere vor seiner Nase und eine Stimme sagte bestimmt: " Ohne Elenaths Erlaubnis ist es niemandem gestattet, diesen Fluegel zu betreten."
Ein Blick auf die Wachen verrieten Caladan, dass er besser nicht mit ihnen argumentierte und presste die Lippen zusammen, um nichts Falsches zu sagen.
Stattdessen machte er kehrt und eilte den Weg zurueck, den er gekommen war.
Selbst hier im Palast waren ueberall aufgebrachte Stimmen laut und der Name seiner Gefaehrtin fiel mehr als einmal in unfreundlichem Ton.
Caladan versuchte ihre Worte zu ignorieren, als ihn sein Weg zu Ciarans Zimmer fuehrte, das er im Ostteil des Palastes bewohnte. Er hoffte, dass sein Freund noch nicht von ihrer Ankunft erfahren hatte. Er hielt es fuer besser, wenn er es ihm selbst sagen wuerde.

Ohne anzuklopfen betrat Caladan schliesslich das Zimmer, nur um eine erschrockene Dienerin vorzufinden, die gerade die Reste des Fruehstuecks wegbringen wollte.
"Wo ist Ciaran?", fragte Caladan aufgebracht, als er sah, dass das Zimmer ansonsten verlassen war.
"Ich...er hat heute morgen die Stadt verlassen," antwortete die Elbe nur, bevor Caladan schon wieder verschwunden war.

Draussen auf dem Gang begegnete er einem anderen Diener, der, fieberhaft wie er war, anscheinend schon nach ihm gesucht hatte.
"Ihr und eure Gefaehrten werdet gebeten, euch in der grossen Halle zu versammeln", berichtete er ihm.

Nur wenige Augenblicke spaeter betrat Caladan, wie ihm berichtet worden war, die grosse Halle, wo er hoffte, endlich Antworten zu bekommen.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Mr_Greenleaf]

Ciarán war erfüllt von Vorfreude. Nauralass rechnete nicht mit seinem Besuch und so malte er sich ihr wieder sehen in seinen Gedanken bereits aus. Den Proviant welchen Baraghir bei sich führte, würden sie gemeinsam zu sich nehmen und einen für diese Zeiten recht unbeschwerten Tag verleben können. Ihr würde er als erste anvertrauen das Baraghir sie bei ihrem kommenden Aufbruch begleiten würde und dann wollte er nun endlich mit ihr darüber sprechen wo sie den restlichen Winter gemeinsam verbringen konnten. Als sie den kleinen verschlungenen Pfad erreichten, war wie nicht anders zu erwarten ihre Spuren des letzten Abends von frischem Schnee gänzlich verdeckt. Der Wald glich einem weißen Paradies und nichts um ihn herum warnte Ciarán vor dem Bild, hätte er bereits da gewusst was ihm nur wenigen Augenblicke später grausam vor Augen geführt wurde. Ciarán verhielt Fairiel einen Moment. Etwas ließ ihn inne halten. Das sie nicht unbehelligt in den Wald und wieder hinaus ritten, war ihm nicht erst seit den letzten Tagen bewusst. Es war nicht unverständlich das man Nauralass bewachen ließ und auch wenn es dem Elben nicht gefielt, vielleicht war Nauralass somit doch ein Stück weit sicherer in diesem Winterwald, als sie dies ohne die Späher Mithlonds gewesen wäre. Er seufzte leise und trieb seinen Rappen dann wieder an. Sinnlos darüber nachzudenken erinnerte er sich in Gedanken und blies somit so gut es ging die negativen Gedanken bei Seite um sich nur noch mehr auf die Nähe seiner Liebsten zu freuen.

Fairiel passierte die letzten Bäume, dann lag der überschauliche Platz vor ihnen wo er Naurlass erwartet hatte. Anstatt der wunderschönen Elbe erblickte Ciarán nun blutgetränkten Schnee. Wie in Trance glitt er von Fairiels Rücken, strauchelte beinahe als er sich durch den Schnee zu dem ersten Wolfkadaver kämpfte, der in seiner Nähe lag. Was war geschehen? Bei Eru…. Wo war Nauralass?
Die Augen des Elben wanderten unruhig über die das Schlachtfeld. Erkannte er da in einiger Entfernung hinter den Bäumen Curón? Ciarán wandte sein Blick ab. Er musste Nauralass finden. Einzig und allein Narualass… Wortlos, angsterfüllt stapfte er weiter durch den Schnee…. Bis er die sterblichen Überrest von Ascar fand. Schluckend ließ er sich neben dem zerfetzten Körper des treuen Wolfs nieder. Vorsichtig, so als könnte er dem Tier noch Schmerzen zufügen strich er ihm über das verkrustete Fell und stellte ihm leise immer und immer wieder die Frage die ihn beinahe verzweifeln ließ. Wenigstens Sechs tote Kreaturen hatte er gezählt, wobei er sich nicht sicher war ob es nicht vielleicht doch mehr gewesen waren die ihr Leben in diesem ungleichen Kampf gelassen hatten. Hass bäumte sich in ihm auf. Nur einen Wimpernschlag zu lange hatte er seinen Augen geschlossen gehalten. Wer war für diese Blutbad verantwortlich? Schmerzhaft schrieen die Bilder jenes Massakers vor seinem Augen das von Elben zu verantworten gewesen war. Dann ihre Gefangenschaft in den Händen jener Elben die Nauralass bereits gekannt hatten. War Cirdans Volk ebenso darin verstrickt wie Gefolgsleute Thranduils? Wie weit reichte der dunkle, boshafte Einfluss Kanós bereits in die hellen Hallen der Elbenvölker hinein?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Ciráns Lippen zitterten. Angst, Sorge, Verzweiflung fraßen sich durch sein innerstes immer weiter hinauf. Noch nie hatte er solche Furcht verspürt. Furcht davor jemanden zu verlieren. Nicht irgendjemanden. Nauralass. Er schluckte. Sie würden allen büßen. Wer auch immer dieses Blutbad zu verantworten hatte, er würde ihm eigenhändig den Gar ausmachen. Ciarán erhob sich. Seine sonst so fließenden Bewegungen waren kurz, abgehackt. Er stolperte mehr als das er ging und fand sich schon kurz darauf auf dem Boden wieder. Das war kein normales Blut. Konnte das sein? Obwohl es inzwischen im Schnee versickert war und selbst der aufgeweichte Boden es in sich aufgenommen hatte, wirkte es doch dunkler. Intensiver wurde nun der Blick des Elben als er sich einen verstümmelten Wolf anschaute. Der Kiefer, die Augen…
Ciarán atmete tief ein. Der Geruch des Todes machte dies nicht angenehmer als die Notwendigkeit. Die schlanken Hände des Elben gruben sich in den Match neben seinen Knien, umfassten die Steine die sich kantig darin fühlen ließen. Dann öffnete sich das Ventil seiner Wut, seiner Hoffnungslosigkeit und der Stein seiner rechten Hand flog in hohem Bogen über den Platz seiner Verzweiflung. “Dafür werdet ihr bezahlen“ presste er mühsam hervor “dafür wird jemand bezahlen“ kam es kurz darauf noch einmal über seine Lippen, den Stein in seiner Linken Hand ebenfalls zum Wurf erhoben. Kuschelig warm fühlte sich dieser mit einem mal in seiner Handfläche an, Ciarán jedoch bemerkte es nicht einmal. Er schloss seine Augen, kämpfte gegen den Schmerz an und ließ seine Hand wieder sinken. Der Stein den er fest umschloss gehalten hatte glitt ohne darüber nachzudenken in die kleine Tasche auf der Unterseite seines Umhanges. Wortlos erhob Ciarán sich. Von Baraghir hatte er bisher keine weitere Notiz genommen. Sein Freund war in diesen Augenblicken nicht existent für ihn. Er war wie gefangen in den Schleier blutigen Nebels.

Erneut war es ein Tier das dann seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Curón wieherte. Er näherte sich noch immer nicht dem blutgetränkten Boden, doch konnte Ciarán ihn inzwischen wirklich als den treuen Begleiter von Nauralass ausmachen und ging ein paar Schritt auf des edle Tier zu.
Nur einen Wimpernschlag später, so als wäre es vorausbestimmt gewesen, als hätte Curón ihn an diesen Platz locken wollen, obgleich der Rappe noch immer weit entfernt stand, funkelte vor Ciarán der Schnee und zog dessen Blick auf sich. Der Elb kniete sich noch einmal nieder und schob vorsichtig den Schnee beiseite. Instinktiv. Was glaubte er hier zu finden?

Nauralass?

Nein.

Konnte er wirklich ihre Nähe spüren? War er nicht gerade im Begriff wahnsinnig zu werden?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Harleen

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: LurienLuca]

Harleen betrat die Empfangshalle des Palastes und klopfte sich mürrisch den Staub der Straße von den Rockschößen. Im Hafen war ein Schiff aus der Eisbucht eingelaufen und die Haushofmeisterin mußte darüber informiert werden, daß die Fracht, bestehend aus wertvollem Thran, gelöscht und verteilt werden mußte. Walthran war kostbar und die Heiler Mithlonds wußten so manche Krankheit damit zu behandeln. Gewöhnlich erledigte er derlei Botengänge nicht selbst, sondern schickte einen niederen Soldaten um die Nachricht zu überbringen. Aber da mit dem Schiff auch Kunde von beunruhigenden Vorgängen im Norden gekommen war und die Nachrichten dringend dem führenden Rat zur Kenntnis gebracht werden mussten, hatte Harleen sich selbst auf den Weg gemacht. Das Treffen mit dem Rat war nicht unbedingt so verlaufen, wie Harleen es sich gewünscht hatte und nun war auch noch Elenath nicht auffindbar. Suchend sah er sich in der Halle um, doch alles was er fand war eine Frau in einfacher Kleidung. In angemessener Kleidung hätte sie vielleicht hübsch gewirkt. Zumindest so hübsch, wie eine Menschenfrau eben sein konnte. Mit kalten Augen blickte Harleen auf sie herab. "Hast du die Haushofmeisterin gesehen?" Er mißbilligte die Anwesenheit von Menschen im Palast von Mithlond. Die Engwar gehörten nicht hier her und sie störten mit ihrem plumpen Verhalten die ehrwürdige Atmosphäre.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Harleen]

Aradia stand, mit hinter ihrem Rücken verschlossenen Händen, in der Empfangshalle, und wartete auf Taerion. Während er noch mit dem Polieren seiner Waffen beschäftigt war, hatte sie sich ein wenig mit ein paar alten Schriftstücken beschäftigt, um war anschließend hierher gekommen, denn sie hatte sich mit Taerion hier verabredet. Als einer der Stadtwachen die Empfangshalle betrat, drehte sie sich zu ihm und schaute zu, wie er auf sie zukam. Er war groß, sehr groß, von außergewöhnlicher Statur. Sein Gesicht erzählte von vielen vergangenen Jahrhunderten, von vielen erzählten und nicht erzählten Geschichten, vor allem aber verdeutlichte es, welch ein edles Volk die Elben waren.
Umso mehr war Aradia überrascht, als der Elb sie in der Sprache der Menschen begrüßte. Wenn man es denn begrüßen nennen wollte. In seinen Worten schwang wenig Freundlichkeit mit, doch Aradia beschloss, ihm eben damit zu begegnen. "Nein, in den letzten Minuten habe ich sie hier nicht gesehen", antwortete sie in der Sprache der Elben.



"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Harleen

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]

Harleen blieb wie angewurzelt stehen, als er aus dem Mund der Frau die Sprache seines Volkes vernahm. Es war nicht wie bei den anderen Menschen, die sich Zeit ihres Lebens damit abmühten den Klang der Worte zu imitieren und deren Bemühungen bestenfalls als jämmerlich zu bezeichnen waren. Die Frau sprach so fließend und melodisch wie ein Mensch niemals dazu in der Lage gewesen wäre. Harleen hob seine Hand an ihr Kinn und zwang mit sanfter Gewalt ihren Kopf nach oben bis er ihr geradewegs in die Augen sehen konnte. Was er dort sah machte ihn beinahe schwindeln. Ein schier unheimliches Alter blickte ihm aus diesen Augen entgegen, die braun wie die Erde des Waldes waren und doch war es mehr als nur das. Harleen sah eine tiefe Verbundenheit mit der Melodie, die Arda war. Verbundenheit, aber keine Liebe für die Musik. "Was bist du?", fragte er leise und der harte Blick seiner eisblauen Augen bohrte sich noch tiefer, als wolle er auf diese Weise das Geheimnis enträtseln, das diese Frau umgab.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Harleen]

Aradia war es unheimlich, als der Elb sie so plötzlich am Kinn fasste, und dazu zwang, ihn anzusehen. Glaubte er, sie einfach so, nach seinem Belieben anfassen zu können? Doch sie wehrte sich nicht, weil siwe zu überrascht war, und weil zu fasziniert war von den Augen, die sie anstarrten. Selten hatte sie einen Elben gesehen, der solche Augen hatte. Wer auch immer er war, er gehörte nicht zu den Dunkelelben, und auch nicht zu jenen, die in diesen Landen geboren worden waren. Er war älter. Er war anders.
Erst als er seine Frage stellte, trat Aradia einen Schritt zurück. Einen Augenblick lang blickte sie zu Boden, nur sehr kurz, und schaute ihm dann einmal mehr in die Augen, ihr Körper gespannt, aber auch von einem gewissen Stolz geprägt. "Ich bin eine Frau, geboren irgendwo, von irgendwem, vor langer Zeit. Wenn es jemanden gibt, den ich meinen Vater nennen möchte, so ist es Pallando, wenngleich wir nicht blutsverwandt sind." Nun war sie gespannt, was er mit dieser Information anzufangen wusste.



"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Harleen

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]

Harleen merkte auf. Pallando also. Wer sonst sollte auch eine so seltsame Kreatur bei sich aufnehmen. Die Stärke der Frau ließ ihn lächeln. Selten hatte es einen Menschen gegeben, der vor seinem Blick nicht zurückschreckte. Selbst vielen Elben war es unangenehm ihm in die Augen sehen zu müssen. Aber die Frau vor ihm besaß etwas, was kein Elb und erst recht kein Mensch je besessen hatte. "Du bist so wenig eine Frau, wie ich einer der Avari oder Nandor bin. Aber ich sehe, daß es auch für dich ein Geheimnis ist."

Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte Harleen eine Bewegung. Die Gestalt war zu klobig und breit um ein Elb sein zu können. Harleen wandte den Kopf in die Richtung des Mannes und straffte sich. Ein grobschlächtiger Kerl mit der aggressiven Haltung und Austrahlung eines Söldners betrat die Halle. Selbst der zerschrammte Brustpanzer und das weit geschnittene Hemd des Mannes konnten den stählernen Körper darunter nicht verbergen. Harleen hatte genug Männer dieses Schlages getroffen um festzustellen, daß er sie verachtete. Männer die sich von den Abfällen des Krieges ernährten und jedem Befehl folgten solange der Geldbeutel dahinter gut gefüllt war. Dieser hier starrte ihn mit Hasserfüllten Augen an und jede Pore seines Körpers schien mühsam im Zaum gehaltenen Zorn zu vertröhmen. welcher nun sein Ziel gefunden hatte. Harleen. "Lass sie in Ruhe, Elb. Es sieht nicht so aus, als wäre sie an einer Unterhaltung mit dir interessiert.", schnarrte der Söldner ihm mit einer Stimme entgegen, die mehr nach einem Reibeisen klang.

Harleen lächelte überlegen. Die Dummheit dieses Mannes entsprach ganz dem, was er erwartet hatte und es war nicht schwer zu verstehen, daß der Barbar sich dazu berufen fühlte die Frau zu schützen. Immer noch lächelnd wandte er sich wieder an die Frau. "Du solltest deinen Hund zurückpfeifen, Frau. Ich bin Harleen, der Kommandant der Schildwache und ich würde mich nur ungern gezwungen sehen mich näher mit ihm zu befassen."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Harleen]

Mit zwei Schritten Abstand lief Nethadan hinter dem Boten her, der ihm Bescheid gegeben hatte, dass er und seine Gefährten irgendwo im Palast erwartet wurden. Wo genau wusste er nicht - nicht, weil der Bote es ihm nicht gesagt hatte, sondern weil er sich noch immer nicht hier auskonnte, auch wenn sie nun schon seit weit über einer Woche hier wohnten. Er hatte sich in den vergangenen Tagen auch schon vieles angeschaut, jedoch hatte er sich auch viele male verlaufen. Er selbst fand das nicht verwunderlich, war er doch von der Schlönheit der Stadt und all den ungewöhnlichen und zauberhaften Dingen, die sie beherbergte, so fasziniert, dass es ihm eben einfach schwer viel, auf so profane Dinge wie den richtigen Weg zu achten. Und er hatte ja fetgestellt, dass immer jemand da war, der ihm sagen konnte, wohin er musste. So hatte er dann auch den einen oder anderen aus dem Volk der Elben kennen gelernt, und auch schon die eine oder andere interessante Geschichte gehört.
"Da sind wir", sagte der Bote schließlichb und blieb stehen. Er zeigte auf eine Tür, die nur angelehnt war. "Gar...Hannad", sagte er, und bedankte sich damit mit den wenigen Worten, die er schon in der Sprache der Elben gelernt hatte. Dann betrat er die Halle...


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Harleen]

"Dann tut es nicht", antwortete Aradia ihm in der Sprache der Elben, und bedachte sowohl ihn als auch Taerion mit einem Lächeln. Sie konnte zwar nachvollziehen, dass er sie in Gefahr glaubte, jedoch beschloss sie, sich weder auf die Seite des einen, noch auf die des anderfen zu stellen, noch würde sie versuchen, die beiden einander anzunähern. Sinnvoll war das sowieso nicht, und die Erfolgsaussichten waren auch sehr gering. Vielleicht war es gar besser, die beiden machten das unter sich aus. "Taerion", begann sie in der Menschensprache und blickte erst zu dem Mann, dann zu dem Elb, "das ist Harleen, Kommandant der Schildwache. Harleen, das ist Taerion, ein Gefährte unserer Gruppe und der Mann, den ich liebe. Ich hoffe, wir können unser Gespräch irgendwann fortsetzen, Harleen. Sicher haben wir uns nicht das letzte mal gesehen. Taerion, man gab mir vorhin Bescheid, dass man uns in der kleinen Halle erwartet. Ich gehe schonmal vor." Mit diesen Worten wandte sie sich um und ging los. Sollten die Herren das doch unter sich klären, wenn sie denn unbedingt wollten.


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]

Viola gewöhnte sich nur langsam an das Leben und Treiben in Mithlond. Zwar genoss sie es, wieder in einer Stadt zu sein und Leben um sich zu haben, doch der Unterschied zu einem Dorf der Hobbits und selbst einem der Menschen, war doch zu groß um sich wirklich wohl zu fühlen.
Nichtsdestotrotz war sie zufrieden. Mit dem spärlichen Geld, das sie noch hatte, hatte sie sich blauen Leinenstoff besorgt und war nun in jeder freien Minute bemüht, ein Hemd für sich zu zaubern. Auch wanderte sie häufig an den Ufern des Meeres in blickte in die unendlichen blauen Weiten, die sich vor ihr erstreckten. Das Wasser zog sie in seinen Bann, schien sie sowohl zu verzaubern und ihre Laune bis zum Überschwang zu steigern, als auch zu trösten und zu beruhigen. Sie war schon immer gern am Ufer eines Flusses gesessen und hatte die Beine in das kühle Nass baumeln lassen, doch nie hatte sie sich dem Wasser so verbunden gefühlt.
Sie wusste, dass es der Einfluss des Steines war, denn manchmal schien es ihr, als würde er an ihrer Brust pulsieren und ihren Geist mit jedem Schlag mit mit sich nehmen, während sie auf das dunkle Blau hinaus blickte, und nicht immer wusste sie, ob sie dieses Gefühl erlauben oder sich davor fürchten sollte.

Sie saß in ihrem Zimmer und war gerade dabei einen Ärmel an das soweit fertige Oberteil zu nähen, als es an ihrer Tür klopfte und einer der Elben ihr erklärte, dass sie und ihre Gefährten in der kleinen Halle erwartet wurden. Sofort ließ sie sich den Weg zeigen, bedankte sich in gebrochenem elbisch und trat ein. Nethadan war bereits dort und sie gesellte sich sofort zu ihm und fragte ihn, ob er wusste, weshalb sie hier waren.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Iras

Wraith of wrath

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Lily Baggins]

Taerion blickte einen Moment lang grimmig zwischen Harleen und der sich entfernenden Aradia hin und her. Harleen war genau das, was er an den Elben am meisten hasste: Überheblich, Herablassend und blasiert. "Schildwache...", Taerion schnaubte abwigelnd, "uns jetzt soll ich wohl beeindruckt sein." Er lachte auf und folgte Aradia ohne ein weiteres Wort an den Kommandanten zu richten. Den scharfen Blick des Elben spürte er deutlich in seinem Rücken, als er den Saal verließ, aber er störte sich nicht daran. In den letzten Tagen hatte er sich daran gewöhnt und auch, wenn es nicht gerade dazu beitrug seine Stimmung zu verbessern, so war es doch nichts, was er nicht schon früher gekannt hatte.

Gemeinsam mit Aradia traf er in der kleinen Halle ein. Nethadan und Viola hatten sich bereits dort eingefunden und Taerion gesellte sich zu ihnen. "Na, fehlt dir immer noch der Sand unter den Füßen um dich im Palast zu orientieren oder findest du dein Zimmer mittlerweile alleine?, begrüßte er den Jugend neckend. Er mochte den Jungen und die kindliche unbefangenheit mit der er durchs Leben wanderte. Sie erinnerte Taerion an etwas, was er bereits früh hatte verlieren müssen um den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

3puenktchen

Vilvarin

09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Baraghir

Nichts regte sich, selbst der Wind schien aufgehört haben, sich einen Weg zwischen den Bäumen zu suchen. Fassungslos saß Baraghir auf seinem Pferd und versuchte sich in diesem Blutbad zu orientieren. Baran schnaubte nervös wegen der toten Wölfe und des Blutgeruchs und Baraghir versuchte ihn zu beruhigen. Er ließ seinen Augen über den Lagerplatz von Nauralass schweifen. Zum Glück sah er nicht ihre Leiche, doch konnte sie dieser Zerstörung wirklich entkommen sein? Sie hatte sicherlich mutig gekämpft, wie er aus den sechs Kadavern erkennen konnte. Doch auch ihr eigener Wolf war gefallen, was Ciarán sehr mitnahm.
Baraghir beobachtete seinen Freund und doch konnte er die Worte, die dieser sagte nicht verstehen, so leise, fast gefährlich leise kamen sie über seine Lippen. Er sah Ciarán die Steine in die Hand nehmen, sah seinen Freund, wie er im Schnee grub. Er mußte etwas tun.
"Ciarán..." sanft legte er seinen Hand auf dessen Schulter "...Ciarán.... komm, laß uns nach Spuren von Nauralass suchen. Sie ist nicht...... hier dabei..."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Iras]


Nethadan und Viola, sowie Aradia und Taerion waren bereits versammelt, als Caladan endlich die kleine Halle betrat.
Seine Augen wanderten flink ueber die Gestalten seiner Gefaehrten. Isha und ihr Begleiter waren noch nicht hier. Miriel lag krank im Bett und Ciaran war noch nicht zurueckgekehrt.
An den froehlichen Minen der Anwesenden erkannte Caladan, dass sie noch nichts von den Neuigkeiten erfahren hatten.
Sein ernster Blick streifte den Aradias, die ihm gerade zunickte. Und als er zu ihr trat, fragte er sie mit leiser Stimme:" Hat man euch noch nichts berichtet?"


  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Iras]

Nethadan setzte gerade dazu an, Viola zu antworten, als Taerion neben ihn trat und ihn fragte, ob er sein Zimmer mittlerweile alleine fände. "Ähm...also...", stotterte er, blickte flüchtig nach unten und hoffte, dass er gerade nicht rot wurde. Woher wusste der Mann das nur? Um ein wenig von seiner misslichen Lage abzulenken, beschloss er, erstmal Violas Frage zu beantworten. "Ich weiß nicht, warum wir hier sind. Mir ist nur gesagt worden, dass man uns hier erwartet. Warum, weiß ich nicht."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Mr_Greenleaf]

"Berichtet, wovon?", fragte Aradia, der nur Bescheid gegeben war, dass sie hierher kommen sollten, so wie es den anderen scheinbar auch ergangen war. Caladan indes schien mehr darüber zu wissen, warum sie hier waren. "Weißt du mehr über die Gründe unseres Herkommens?", fragte sie ihn, in der Hoffnung, dass er tatsächlich etwas mehr zu berichten wusste. Sie wusste gerne, was sie erwartete, anstatt herumzustehen und nicht zu wissen, was als nächstes passieren würde.


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Iras

Wraith of wrath

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]

Taerion fand es recht seltsam, daß keiner der Anwesenden wußte, warum sie in die Halle gerufen worden waren. "Vielleicht tröstet es euch ja ein weinig, wenn ich euch sage, daß Aradia und ich auch nicht wissen warum wir herkommen sollten." Taerion hatte noch nicht geendet, da betrat Caladan die Halle. Seit sie in Mithlond angekommen waren, hatte Taerion den Elb nur wenige male getroffen. Ein Umstand für den er nicht gerade undankbar war. In der Hoffnung, daß Elenath bald kommen werde und sie alle den eigentlichen Grund für das Treffen erfuhren, drehte Taerion sich wieder zu Viola und Nethadan.
"Wenn du Lust hast, kannst du mich später zum Exerzierplatz begleiten. Vielleicht helfen ein die Schwertübungen ja dabei diesen Elbenfirlefanz für ein paar Minuten aus deinem Kopf zu bekommen. Wer weiß, vielleicht findest du ja dann auf anhieb dein Zimmer." Verschmitzt lächelte er den Jungen an.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]


Caladan blickte kurz auf Taerion, der seine Anwesenheit zwar wahrgenommen zu haben schien, sich aber sofort wieder einer heiteren Unterhaltung mit Nethadan und Viola widmete.
Aradia wuerde die Neuigkeit sowieso ernster nehmen, als alle anderen.

Caladan seufzte lautlos, wandte sich schnell zur Tuere, nur um zu sehen, dass noch immer nichts von Elenath zu sehen war.
"Nauralass ist hier," sagte er dann mit besorgter Stimme. "Ich sah, wie man sie unter Gewahrsam zum Palast brachte und sie sah nicht gut aus."
Ohne auf Aradias Reaktion zu warten fuegte er hinzu: "Ciaran wird darueber nicht erfreut sein."


  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Mr_Greenleaf]

"Nauralass...?" Aradia war erstaunt. Mit vielem hatte sie gerechnet, aber nicht mit Nauralass Rückkehr. Wenn es denn eine Rückkehr war. Dass sie unter Gewahrsam zum Palast gebracht worden war, schien ihr nicht dafür zu sprechen, dass sie freiwillig hier war. Warum auch hätte sie freiwillig zurückkehren soll, alleine, ohne Ciarán, der sie doch regelmäßig besuchen ging? So ganz verständlich erschien ihr diese Situation nicht, aber sie war sicher, man würde sie über die genaueren Geschehnisse aufklären. Waren sie nicht deswegen hier? "Weiß Miriel es schon?", fragte Aradia, denn wem würde die Anwesenheit der Elbe wichtiger sein als ihr, von Ciarán einmal abgesehen?


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Nìthiel]

Haldirs Blick wurde für einen langen Moment ausdruckslos. Dies spürend wandte er sein Augenmerk von Miriel ab und blickte in Richtung der Wand und dort zum Fenster. Was sollte er ihr antworten? Eben jene Frage stellte er sich nun auch seit ein paar Tagen. Yilwyna und wie ihm schien auch Caladan fanden immer einen Weg ihre Antworten nichts sagen zu lassen.
Haldir schwieg noch etwas länger, dann wanderte sein Blick erneut über seine Hände zurück zu Miriel. “Ich habe viel Zeit gesund zu werden Miriel. Ihr werdet vor dem Frühling nicht aufbrechen können und bis die ersten Knospen ihren Weg durch den Schnee finden werde ich so Ilúvatar es lenkt wieder genesen sein und an der Seite meiner Freunden“ an deiner Seite fügte er in Gedanken an “den Weg der Steine weiter begleiten können.“ ein zartes Lächeln umspielte nun die Mundwinkel des Elben. Es war seine Hoffnung die diese Worte formuliert hatte. Hoffnung und Glaube waren das was ihm geblieben war. Noch genau erinnerte er sich der leisen Worte Yilwynas die nicht für seine Ohren bestimmt gewesen war. Sie wussten nicht warum seine Selbstheilungskraft nicht ausreichte, nicht einmal was für ein Gift genau seinen Leidensweg beschrieb. Er schluckte bei der Erinnerung an jene sternenklare Nacht, als er Caladan leise hatte weinen hören, weil alles was sie wussten nur die Aussichtslosigkeit beschrieb. Caladan hatte ihn später gefragt warum er noch immer nicht nach Valinor aufbrechen wollte und er hatte ihm nicht antworten können. Jetzt aber wo er zumindest wieder, wenn auch schwach, auf eigenen Beinen stehen konnte und die ausgezerrte Miriel vor sich im Bett liegen sah, da wusste er ganz tief in sich den Grund. “Wir haben alle keine Wahl, nicht wahr? Wie kann ich Arda den Rücken kehren, wenn ich weis das der Weg der vor Euch liegt noch um ein vielfaches schwerer wird als der den wir bereits gemeinsam beschritten haben? Haldir versuchte seiner Stimme einen festeren Klang zu geben um mit ihr seine Zuversicht und seinen eisernen Willen auszudrücken. “Nein, mein Platz ist an Eurer Seite und diesen will und werde ich wieder einnehmen, gegen jede Widrigkeit.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: 3puenktchen]

Es dauerte unzählige Wimpernschläge bis Baraghirs Stimme zu Ciarán durchdrang. Als Ciarán seinen Blick von dem im Schnee eingesunkenen elbischen Artefakt zu Baraghir lenkte loderte in seinen Augen Angst und Wut gleichermaßen, dunkel vor Zorn darüber das er nicht an ihrer Seite gewesen. Wenn er in diesem Moment nur einen kurzen Atemzug lang nachgedacht hätte, dann wäre ihm Baraghirs Fürsorge aufgefallen. Doch Ciarán war von dem Geschehenen zu sehr entsetzt, besorgt und in seinem Innersten getroffen um Baragirs die Hand die er ihm kurz darauf entgegenstreckte anzunehmen. Er schnaubte, griff nach dem Schwert vor ihm im Schnee und erhob sich zu seiner vollen Größe. Das Licht der Sonne das durch die Baumkronen fiel traf nun Naurlass elbische Klinge und ließ sie in einem blutigen Rot aufleuchten.
Ciarán streckte die Klinge seiner Gefährtin zum Himmel empor und einem Schwur gleich verlas er die Inschrift. “Sen magol i dambeth dan i goth na helch” *
Ohne ein weiteres Wort drehte er sich dann um und lief auf Curón zu. Leise redete er auf den Hengst ein als er sich ihm näherte und erst als das edle Tier in zu sich heran gelassen hatte, konnte er erkennen das ihm außer einigen kleineren Kratzern nichts geschehen war. Er gestattet sich ein Stückweit Erleichterung, steckte die Klinge vor sich in den Schnee und umschlang mit seinen Armen Cúrons Hals. Von Schmerz überwältigt presste er sein Gesicht in das dunkle Fell. “Wir müssen sie finden Cúron. Wir müssen sie einfach lebend finden.“ Es schienen lange Moment zu vergehen, dann aber hörte er das Knirschen des Schnees unter Baraghirs Stiefeln. Langsam blickte der Elb auf und seinen Freund an. “Wir müssen sie finden“ wandte er sich nun auch mit rauer Stimme an den Mann an seiner Seite.






* Diese Klinge ist eine Antwort auf den Feind mit Eiseskälte
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

3puenktchen

Vilvarin

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Baraghir

"Das werden wir auch, Ciarán, das werden wir."
Unsägliche Sorge und Angst um Nauralass schien Ciarán förmlich zu zerfressen. Baraghir konnte es nachfühlen, wenngleich ihm so etwas zum Glück nie passiert war.
Doch etwas schien seinen Freund verändert zu haben. Er wirkte auf einmal so zu allem entschlossen, egal wie es um Leib und Seele aussah. Den Schwur den Ciarán mit Nauralass Schwert getan hat, bestärkte Baraghir in seiner Meinung und er schwor sich seinerseits selbst, dass er auf Ciarán aufpassen würde. Sein Freund war ihm zu wichtig, als dass er ihn einfach in irgendeine Gefahr hineinstürzen lassen wollte.
Doch vorerst galt die vordringliche Suche Nauralass. Er hoffte inständig, dass sie sich verstecken konnte, wenngleich er keine Ahnung hatte, wo und wie sie dass geschafft haben könnte, wenn so ein Rudel Wölfe hinter ihr her waren. Wo kamen sie her? Baraghir fand sie fast schon unnatürlich groß und selbst der tote Anblick ließ ihn schaudern. Sie waren durch und durch böse. Selbst der Wald kam ihm zu still vor. So als halte alles den Atem an von dem Kampf, der vor nicht allezuvielen Stunden hier statt gefunden hatte.

Mit viel Zureden gelang es ihm Baran an den Kadavern vorbeizulotsen und sie erkundeten den Lagerplatz gründlich. Viel Schnee war durch den Kampf aufgewühlt und es war nicht immer klar, auf welchem Platz Nauralass gekämpft hatte. Doch plötzlich merkte Ciarán auf.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: 3puenktchen]

Laios hielt inne und ließ sich auf ein Knie nieder. Seine Finger strichen kurz über die Spuren, die die Pferde hinterlassen hatten und er sah in die Richtung in die sie führten. Er fasste seinen Bogen fester und folgte den Spuren mit lautlosen Bewegungen die zwischen den Bäumen kaum zu sehen waren. Sie führten zum Lager, doch sie waren noch frisch, sehr frisch. Wer sollte dort etwas suchen, wo die Elbe doch fort war? War der Gruppe doch noch jemand gefolgt?

Vorsichtig näherte er sich dem Lagerplatz, doch seine Befürchtungen waren schnell zerschlagen. Niemand, der unbemerkt bleiben wollte, machte einen solchen Lärm beim Durchsuchen eines Kampfplatzes. Er war am Rand der Lichtung angekommen und blieb einen Moment reglos stehen, während er den Elb und den Menschen beobachtete. Er kannte sie vom Sehen her, das eine war einer der Neuankömmlinge und das andere war, wenn ihn nicht alles täuschte, Baraghir.
Der Elb hielt auf einmal inne und sah in seine Richtung. Da sich Laios keine Mühe gegeben hatte, sich zu verbergen, überraschte es ihn nicht, dass er bemerkt wurde. Er trat nach vorne und legte den Kopf leicht zur Seite.
"Wenn Ihr Eure Gefährtin sucht, die ist nicht mehr hier. Sie wurde in die Stadt gebracht und ist dort in Verwahrung."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast, früher Nachmittag [Re: Legolas]

Als Elenath in die Halle trat, drehten sich ihr erwartungsvolle, abwartende und misstrauische Gesichter zu. Sie beschloss, direkt zum Thema zu kommen. Nachdem sie ihre Gäste mit einem freundlichen Nicken begrüßt hatte, sagte sie: "Danke, dass Ihr gekommen seid. Ich will keine langen Worte machen, deshalb sage ich es kurz und prägnant. Es gab einen Angriff auf eure Gefährtin, Nauralass. Ein Wolfsrudel fiel sie an und hat sie schwer verletzt. Sie ist in unserem Gewahrsam und wird von unseren Heilern versorgt. Keine Sorge, sie wird es überleben", fügte sie mit einer beruhigenden Geste hinzu. Dann wurde ihr Gesichtsausdruck sehr ernst. "Wir wussten seit eurem Eintritt in unser Hoheitsgebiet, dass sie bei euch ist. Nachdem sie sich von der Stadt fernhielt, habe ich sie hier geduldet. Doch mit der neuen Situation sind wir in einer schwierigen Lage. Nauralass ist eine geächtete Mörderin und ihre Gegenwart hier ist ein schweres Vergehen gegen ihre Strafe."
Elenath hob den Kopf und sah ihren Gästen einzeln ins Auge um die Unabänderlichkeit ihrer Worte zu unterstreichen. "Sie steht deshalb unter Arrest. Bis Círdan hier ist und das weitere Vorgehen entschieden wird, wird sich das auch nicht ändern. Sie wird keinen Besuch empfangen und keine Nachrichten empfangen oder senden."

Sie sah Caladan direkt an. "Da Euer Freund Ciarán nicht aufzufinden war, weiß er die Nachricht noch nicht. Unsere Späher berichten, dass er Nauralass sehr nahe stand. Ich vertraue darauf, dass Ihr als sein Freund ihm die Nachricht mit allen Implikationen überbringt."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Haldir]

"Oh, Haldir", sagte Miriel leise und streichelte seine Hand. Eine Stimme in ihrem Inneren sagte ihr, dass er vieles seiner Kraft vorspielte. Und niemand wusste, ob der Winter lang genug sein würde, um ihn wirklich wieder gesunden zu lassen. "Ich hoffe wirklich sehr, dass du wieder mit uns reisen wirst. Wirklich." Auf einmal fühlte sie sich sehr müde und sie legte den Kopf erschöpft zurück in die Kissen. Ihre Augenlider flatterten und schlossen sich und eine lange Zeit sprach niemand. Ihre Wimpern hoben sich dunkel von ihrer blassen Haut ab und eine Locke ringelte sich ihre Wange entlang.
Kurz bevor sie einschlief, schlug sie die Augen noch einmal auf und sah Haldir überraschend klar an. "Sage mir, gûr-nîn, liebst du Caladan?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Palast, früher Nachmittag [Re: Nìthiel]


Caladan schwieg.
Die Entschlossenheit hinter Elenaths Worten liessen keinen Zweifel offen, dass sie vielleicht ihre Meinung aendern wuerde. Ihnen allen war klar, dass Nauralass Rueckkehr bedeutete, dass sie unter Arrest stehen wuerde. Aber dass es ihnen nicht erlaubt sein wuerde ihr eine Nachricht zu senden oder sie gar zu sehen, erboste Caladan mehr, als es ihm lieb war.
Er hatte sie gesehen. Er hatte gesehen in welchem Zustand sie war und obwohl sich die Heiler um sie kuemmerten wurde sie gefangengehalten, als ob ihre Verbannung erst gestern war.

Ciaran wird darueber ganz und gar nicht erfreut sein.

Dann trat er vor. Seine Mine war ernst und obwohl er innerlich aufgewuehlt war und zornig ueber Elenaths Entscheidung, blieb er ruhig. Er wusste, dass er fuer den Moment nichts daran aendern konnte.
"Wir werden Ciaran die Nachricht uebermitteln."



  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Nìthiel]

Er hielt ihre Hand, spürte der warmen wenn auch mit wenig Kraft geführten Berührung nach. Sie schwiegen, doch Haldir war nicht undankbar für die friedliche Stille. Sprechen kostete Kraft, Kraft über die sie beiden gerade nicht verfügten. Aber er sehnte sich nach dem Zeitpunkt an dem sie beiden dazu in der Lage sein würden. Bis dahin würde er sie weiterhin besuchen wenn es nur irgend möglich war. Miriels Blick offenbarte als erstes den nahenden Schlaf und Haldir glaubte sie schon fast hinüber geglitten als sie ihm leise eine Frage stellte.
Er blickte sie mit leicht geöffnetem Mund staunend an. Wieso fragte sie gerade jetzt danach. Er schloss einen tiefen Atemzug lang seine Augen und als er sie wieder öffnete war Miriel eingeschlafen. Nur ein Augenblick hatte es gedauert bis sie mit ihrem Gedanken eingeschlafen war. Zu kurz war dieser gewesen, als das er seinen Atemzug überdauert hatte. Haldir beugte sich langsam, es strengte ihn doch mehr an als gut für ihn war, zu Miriel hinunter und küsste sanft ihre Stirn. “Ja mein tapfere Stern“ flüsterte er leise “ich liebe ihn. Auf eine ganz besondere Weise“ Behutsam streichelte er Miriel noch einmal über Stirn und Wange, dann ließ er sich schwerfällig an die Rückenlehne des Stuhls sinken. Er beobachte sie noch lange, für die Verhältnisse eines Geschwächten, dann fielen auch ihm die Augen zu. Weder er noch Miriel bemerken das einige Zeit später Fiann das Zimmer betrat und es auch sofort wieder verließ, nur um etwas später mit Yilwyna zurück zu kehren.
Bevor die Elbe Haldir jedoch wecken musste, erwacht dieser von alleine und ließ sich von ihr zurück in sein Zimmer geleiten. Caladan war nicht anwesend, so das Haldir alleine zurückblieb als Yilwyna hinter sich die Türe schloss. Erschöpft ließ er sich in seinem Bett nieder und war nur wenige Momente später mit Gedanken an Miriel wieder eingeschlafen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Nìthiel]

Ciarán erhob sich. Langsam. Sein Blick war auf den Elben gerichtet der sich ihnen näherte. Eisig fixierte er die Bewegungen des Mannes, musterte seine Mimik noch bevor dieser Nachricht über Nauralass verbleib brachte. Ciarán verspürte den Drang seine Hand an den Schwertgriff fahren zu lassen, doch er unterdrückte ihn und ließ seinen Hand in seine Manteltasche weiter gleiten. Nur für einen Moment verschaffte ihm die Nachricht Erleichterung, das seinen Liebste leben in der Stadt weilte. Warm fühlte sich das Innere der Tasche an. Wärmend, anfeuernd wie der Erregung die in ihm brodelte. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Es waren zwei Minuten. Schweigende Minuten in denen Ciarán Laios mit ausdruckslosem Gesicht, dafür aber funkelnden Augen anstarrte. “Nauralass!“ begann er mit eisiger Stimme als er endlich das Schweigen brach, “nennt sie bei ihrem Namen, denn er wird Euch bekannt sein. Seid Tagen beobachtet ihr Späher dieses Lager, darauf wartend dass sie Euch einen Grund liefert sie in VERWAHRUNG zu bringen. Habt ihr Nauralass nur deshalb nicht geholfen, damit ihr sie leichter in die Stadt bekommt?“ Seine Frage war keine Frage auf die er eine Antwort erwartete und so fuhr er fort. “Diese Handlanger haben bereits von Nauralass Hand dafür bezahlt. Sollte ER jedoch dafür gesorgt haben dass auch an Euren Händen ihr Blut klebt, werde ich jeden einzelnen finden.“ Mit diesen Worten griff Ciarán nach Nauralass Schwert und drehte sich zu Baraghir um. “Wir reiten in die Stadt.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Iras

Wraith of wrath

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Endlich betrat Elenath die Halle und alle Gesichter wandten sich ihr interessiert zu. Die Elbe stellte sich vor ihnen auf und der energische Zug um ihren Mund verriet Taerion viel über die innere Anspannung unter der Elenath stand. Sie rechnete scheinbar damit, daß ihre Worte keinesfalls freundlich aufgenommen wurden. Und genau so kam es auch, zumindestens was Taerion betraf. Mit jedem Satz der ihren Mund verließ umwölkte sich seine Stirn ein wenig mehr und als sie geendet hatte, vermochte Taerion die Frage, die wohl alle im Raum beschäftigte, nicht mehr zurück zu halten.
"Und wann wird das sein?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Iras]

Elenath nickte Caladan zu und wandte sich dann an den Menschen. "Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Es sind Boten ausgesandt, doch wie Ihr selbst am besten wisst, wird das Reisen dieser Tage weder durch das Wetter noch durch die Unruhen begünstigt. Ich erwarte Círdan nicht vor dem nächsten Vollmond."
Der Vollmond war noch gute zwei Wochen entfernt und Elenath hoffte sehr, dass der Herrscher früher hier sein würde, doch sie wollte keine falschen Hoffnungen erwecken. Sie wandte sich wieder an alle.
"Aufgrund des Vorfalls werden die Wachen um die Stadt verstärkt werden. Es geht eine Warnung an alle heraus, sich nicht mehr zu weit von den Stadtmauern zu entfernen. Wölfe um diese Jahreszeit so nahe an besiedeltem Gebiet sind kein gutes Zeichen. Auf keinen Fall sollte die Stadt unbewaffnet verlassen werden." Sie schwieg einen Moment.
"Ich beantworte Fragen zu Nauralass' Zustand gern. Vorerst seid versichert, dass sie außer Gefahr ist. Aradia, werdet Ihr es dem kranken Mädchen sagen, oder soll ich ihr eine offizielle Nachricht schicken?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Laios' Miene blieb ausdruckslos und Ciaráns Wut prallte an ihm ab wie an Eis. Es war weder seine Aufgabe noch seine Intention, seine Befehle zu rechtfertigen. Zweifellos würde der Elb in der Stadt seine Vorwürfe vorbringen und Iaurranion würde die passenden Worte für ihn finden. Ohne weiteren Worte verschwand Laios wieder lautlos im Wald. Er hatte eine Aufgabe. Das restliche Rudel würde nicht weit kommen und im nächsten Winter keine Möglichkeit mehr haben, Elben anzugreifen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Nìthiel]

"Und warum dürfen wir nicht zu ihr?" warf Viola ein, ehe Aradia antworten konnte. Die Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen und sie hatte einige Momente gebraucht, ehe sie ihre Stimme wiederfand.
"Wenn sie verletzt ist, könnt ihr sie nicht wie eine Gefangene behandeln. Es würde ihr sicher gut tun, zu wissen, dass ihre Freunde bei ihr sind."
Ihre Gedanken kreisten vor allem um das Wolfsrudel und Nauralass Zustand. Viola erinnerte sich noch gut an das letzte Mal, dass sie angegriffen worden waren. Alleine konnte die Elbe von Glück sprechen, den Angriff überlebt zu haben.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Lily Baggins]

Mit versteinertem Gesicht sah Elenath die Hobbitfrau an. "Ich muss und werde mich nicht für unser Vorgehen rechtfertigen. Nauralass hat mit ihrer Ankunft in unserem Reich wissentlich ihr Exil gebrochen und sich damit unserer Gerichtbarkeit unterworfen. Mehr ist dazu nicht zu sagen." Sie sah jedem der Gefährten sehr ernst ins Gesicht. "Ihr seid unsere Gäste und steht unter dem Schutz Círdans. Doch ich erwarte, dass auch ihr unsere Gesetze achtet. Mehr ist in diesem Moment nicht zu sagen. Bitte entschuldigt mich."

Damit verließ sie die Halle. Diese ganze Angelegenheit kostete sie mehr Kraft als gut war und sie hatte weder die Nerven, noch die Zeit, sich mit den Beschwerden ihrer Gäste auseinanderzusetzen. Sicherlich verstand Caladan ihre Vorgehensweise und würde die Umstände seinen Freunden erklären. Sie hoffte nur, dass sie begreifen würde, welche Freundlichkeit sie der Gefangengen mit dieser Behandlung erwies.
Sie schob den Gedanken beiseite. Sie hatte heute morgen Nachricht von den letzten andockenden Schiffen vor dem Winter gehört und wenn sie nicht alles täuschte, würde Harleem bereits auf sie warten. Ungeduldig warten. Sie seufzte und eilte in ihr Arbeitszimmer.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

Noch bevor Aradia etwas antworten konnte, war Elenath wieder verschwunden. Sie schien sehr in Eile zu sein, und außerdem recht aufgebracht. Die Antwort an Viola war doch recht barsch gewesen, wenngleich sie verstehen konnte, warum Elenath nicht weiter darüber diskutieren wollte. Sie wandte sich zu den anderen. "Ich denke, ich werde Miriel Bescheid geben. Und ich schätze, es wäre gut, wenn wir nicht allzu viel darüber reden. Dass Nauralass hier nicht gerne gesehen ist, sollte mittlerweile klar sein, und wir sollten die Wünsche unserer Gastgeber respektieren."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Viola blicke Elenath entrüstet hinterher. Eine solch barsche Antwort war sie weder gewöhnt, noch hatte sie sie erwartet. Bisher waren ihr die Elben stets freundlich und verständnisvoll erschienen, doch die Strenge und Kälte mit der Elenath sprach, zeigte ihr, dass die Elben nicht so anders waren, wie Viola immer glaubte. Sie standen keineswegs über den Dingen und besaßen nicht immer die Selbstkontrolle, die sie gerne zeigten.
"Kann ich dich begleiten?", fragte sie dann an Aradia gewandt und stieß die Luft aus, als könne sie sich dadurch auch ihres Unmutes entledigen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Lily Baggins]

"Ja, ich denke schon. Miriel wird sich über Besuch sicher freuen." Und nicht nur Miriel. Aradia war siche,r auch Viola tat es gut, wenn sie Miriel wiedersah, gerade jetzt, nachdem Elenath so wenig freundlich mit ihr umgegangen war. Man sah der jungen Frau gut an, dass sie noch immer wütend war. Vielleicht würde ein krankenbesuch sie etwas besänftigen. "Wir sollten nicht zu lange damit warten. Elenath scheint zwar noch viel zu tun zu haben, aber ich möchte nur ungern sehen, dass jemand anderes ihr Bescheid gibt."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]


Caladan lauschte still dem kurzen Gespraech, das zwischen Elenath und ihren Gefaherten folgte und als die Elbe endlich den Saal verlassen hatte, atmete er tief ein und schloss fuer einen kurzen Moment die Augen.
Sie konnten froh sein, dass man Nauralass nicht gleich nach ihrer Ankunft gerichtet hat. Dass Mithlond ihr Schutz und Hilfe bietet, war grosszuegiger als Caladan erwartet hatte - selbst nach dem Zwischenfall mit den Woelfen. Sie wuerden Elenaths Entscheidung hinnehmen muessen bis Cirdan hier eintraf. - Auch wenn Ciaran hoechstwahrscheinlich anderer Meinung war.

Dann wandte er sich an Aradia und Viola, die gerade davon sprachen, Miriel die Nachricht ueberbringen zu wollen.
"Falls ihr Haldir bei Miriel antrefft, richtet ihm bitte aus, dass ich ihn in unseren Gemaechern sehe.
Ich versuche in der Zwischenzeit Ciaran abzufangen."
Damit nickte er ernst und mit langen Schritten war er schon kurz darauf aus dem Saal verschwunden.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Mr_Greenleaf]

Viola nickte Caladan zu und verließ dann ebenfalls mit Aradia an ihrer Seite die Halle. Vor Miriels Zimmertür klopfte sie sanft und wurde von einer der Pflegerinnen in Empfang genommen. Miriel schlief, wurden sie informiert, und Haldir war bereits in sein Zimmer zurückgekehrt. Fragend blickte Viola zu Aradia. "Wollen wir warten bis sie aufwacht?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

3puenktchen

Vilvarin

09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Baraghir

Laios war ebensoschnell wieder verschwunden, wie er vorher zwischen den Bäumen hervorgetreten war und die winterlichen Bäume verbargen ihn sogleich nach kurzen Schritten perfekt.

Stumm hatte Baraghir den Worten seines Freundes zugehört. Er gab ihm voll und ganz Recht. Er kannte die Elben zwar schon sein ganzes Leben lang, und doch gaben sie ihm immer wieder neue Rätsel auf. Sogar sein Freund Ciarán war hier keine Ausnahme.

Baraghir drehte sich zu ihm herum, nickte ihm zu und schwang sich in den Sattel. Er ließ Ciarán voranreiten und die Geschwindigkeit bestimmen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Lily Baggins]

Aradia zögerte einen Moment lang, wusste sie doch, dass es um Miriels Gesundheit noch immer nicht besonders gut bestelltwar, und dass sie jegliche Ruhe, die sie bekommen konnte, auch benötigte. Jedoch war sie auch sicher, dass Miriel wissen wollen würde, wenn etwas mit Nauralass war. Sie hatte ein Recht darauf. "Nein...nein, ich denke, wir sollten versuchen, sie zu wecken. Vorsichtig nur, falls sie dann allzu tief schläft, sollten wir es dabei belassen. Aber versuchen sollten wir es."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

3puenktchen

Vilvarin

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: 3puenktchen]

Baraghir

Wie erwartet trieben sie die Pferde im Galopp Richtung Stadt. Doch so sehr sich Baran auch anstrengte, gegen das Elbenpferd von Ciarán kam er eben doch nicht an und so sah Baraghir seinen Freund vor den Stadttoren, während er noch etliche Schritte davon weg war. Er konnte die Worte nicht verstehen, die Ciarán den Wächtern entgegen schleuderte, aber dessen Gesichter sprachen Bände, als Baraghir im wesentlich ruhigerem Tempo durch den Torbogen ritt und ihre wütende Augen blitzen sah.
Ciaráns Pferd stand schwer atmend vor den Toren des Palastes, von Ciarán selbst sah er nur noch den wehenden Mantel, als die Dunkelheit des Palastes ihn schon fast verschluckt hatte.
Baraghir hielt neben dessen Pferd an, stieg ab und kraulte dem treuen Freund sanft den Hals. "Na komm, an Dir liegt es heute nicht, dass er Dich so hat stehen lassen. Komm mit, mein Guter, ich bring Euch beide erst einmal in den Stall."

Beide Pferde dampften und es dauerte eine Weile bis Baraghir die Pferde mit trockenem Stroh abgerieben hatte. Doch diese ruhige und stille Arbeit tat ihm gut und er ließ seinen Gedanken freien Lauf und versank geradezu in diesen: das Gespräch und sein Versprechen Ciarán gegenüber, der verwüstete Lagerplatz, das Überleben Nauralass....
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Als Viola dem nicht weiter widersprach, lief Aradia, mit derjungen Hobbitdame an ihrer Seite, von der Tür des Zimmers hinüber zu Miriels Bett. Anbei standen drei kleine Hocker, von denen sie und Viola sich jeweils einen Namen, um sich darauf zu setzen, während sie mit Miriel sprachen. Sich die ganze Zeit neben ihr Bett zu stellen würde anstrengend werden, musste sie doch die ganze Zeit zu ihnen hinaufschauen, wenn sie einfach stehen blieben.
Dann legte Aradia vorischtig ihre Hand auf Miriels Schulter, und sagte leise, dann etwas lauter, ihren Namen.



"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Langsam drang Aradias Stimme in Miriels Träume ein und zog sie zurück an die Oberfläche der Realität. Langsam schlug sie die Augen auf und sah Aradia einen Moment verständnislos an, bis ihr die Situation wieder einfiel. Das erklärte auch, warum ihr so unglaublich warm war und warum ihr das Atmen so schwer fiel. Sie rieb sich müde über das Gesicht und richtete sich zum Sitzen auf. Erst jetzt sah sie, dass auch Viola hier war. Noch immer etwas desorientiert blickte sie im Raum umher. War nicht gerade... "Ist Haldir schon wieder fort?" fragte sie mit rauer Stimme.
Dann wurde ihr bewusst, dass es ungewöhnlich war, dass Aradia sie weckte. Sie sah die Magierin an. "Ist etwas passiert?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

Viola blickte aufgeregt von Miriel zu Aradia und zurück. Sie konnte der jungen Frau ihre Anspannung anmerken, doch Viola schwieg. Sie wollte es Aradia überlassen, die Neuigkeit zu überbringen.
"Haldir muss gegangen sein, als du eingeschlafen bist", sagte sie, trotz allem nicht in der Lage schweigsam zu bleiben. Caladan hatte sie schließlich gebeten, Haldir in seine Gemächer zu schicken, demnach konnte der Elb nicht lange fort sein.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: 3puenktchen]

Eisig stach der kalte Wind auf seinen Wangen, schmerzte in den Augen und doch trieb Ciarán Fairiel zu noch schnellerem Tempo an. Nackte Angst trieb ihn voran. Angst Nauralass zu verlieren. Wie schwer war sie verletzt? Und wie behandelte man sie, nun da gegen die Auflagen ihres Exils verstoßen worden war? Ciarán beschlich große Sorge, dass jene die sich während Cirdans Abwesenheit um seine Belange kümmerten, weit weniger weise waren als ihr Führer.
Trotz der Schnelligkeit mit der sie vorankamen erschien Ciarán der Weg um ein vielfaches länger, doch wirkte sich dies positiv auf seine innere Unruhe aus. Als Fairiel sich der Stadt näherte hatte Ciarán sich wieder gefangen und somit seine Wut darüber dass niemand Nauralass geholfen hatte beinahe gebändigt. Dann jedoch erreichten sie das Stadttor und er sah die beiden Wachen, von denen sich einer sofort mit seinem Speer mittig in den Weg stellte. Ciarán hatte Fairiel bereits in leichten Trab fallen lassen und blickte zu dem Mann. Was wollte er? Warum versperrte er das Tor? Gerade jetzt wo er absolut nicht in der Stimmung war sich noch lange aufhalten zu lassen. Forsch zügelte Ciarán Fairiel als die Stimme des zweiten Wächters erklang und dieser nach Ciaráns Namen und Begehr fragte. Der Elb funkelte die beiden Männer aus seinen grauen Augen an. Um seinen gerade wieder gefundenen Inneren Zusammenhalt war es geschehen.
“Ciarán, Ziehsohn Elronds, Gast Cirdans und heute nicht zum ersten Mal von Euch gesehen“ schleuderte er ihnen entgegen. “War Eure Aufmerksamkeit heute Morgen in Euren Schlafstätten zurück geblieben oder liegt es an mangelnder Fähigkeit sich die wenigen Gesichter zu merken die in diesen Tagen die Stadttore passieren?“ Er wartete keine Antwort ab und ließ stattdessen Fairiel loslaufen. “Nun lasst mich durch. Wenn es etwas zu klären gibt, so lasst uns dies später klären. Ihr findet mich in den Gästequartieren, jetzt jedoch habe ich es eilig“. Mit diesen Worten ließ Ciarán die beiden Wachen stehen und preschte an ihnen vorbei durch das Tor.
Nur wenig später erreichte er den Palast, glitt von dem Rücken seines Hengstes hinunter und eilte dann die Stufen nach oben. Er hoffte inständig dass man Nauralass in den Krankentrakt und nicht in einen Kerker gebracht hatte und so schlug er den Weg in den Gang ein, in dem er auch das Zimmer von Haldir wusste.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Lily Baggins]

"Zumindest war er nicht mehr hier, als wir hier ankamen", fügte Aradia noch hinzu. Sie selbst hatte ihn nicht gesehen, nun schon ein paar Tage nicht mehr. Auch der Elb hatte noch immer mit seiner Gesundheit zu kämpfen, und bisher war es Aradia nicht gelungen, sich viel Zeit für ihren einstigen Weggefährten zu nehmen. "Deine Vermutung indes stimmt - es ist tatsächlich etwas passiert. Es sind nun alle Gefährten wieder in Mithlond - auch Nauralass."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

3puenktchen

Vilvarin

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: LurienLuca]

Baraghir

Endlich war Baraghir fertig und betrachtete die beiden Pferde. Deren Atem ging nun endlich wieder gleichmäßig und sie zeigten keinerlei schwitzige Stellen, die es noch abzureiben galt. Zufrieden hingen beide Tiere mit ihren Köpfen über dem Futtertrog und genossen offensichtlich die zusätzliche Ration Hafer für den schnellen Ritt.
Baraghir hängte sich seinen warmen Mantel wieder um und verließ den Stall und ging geradewegs ins Gasthaus.
Antari war ihm nur einen kurzen Blick zu und stellte ihm wortlos einen großen Krug Bier hin.
Doch nach dem dritten Krug setzte sie sich doch zu ihm. "Was ist los" schaute sie ihn fragend an.
Baraghir schüttelte kurz den Kopf und setzte den Krug erneut an seine Lippen. Nach dem großen Schluck blickte er an Antari wie abwesend vorbei und murmelte: "Soviel Blut, es kann fast nicht sein, dass sie das überlebt hat." Er wandte sich zu ihr um ".............Antari, sein Schmerz und seine Wut, verstehst Du...." verloren sich seine Worte wieder im Nichts. Antari verstand natürlich nichts von dem was er sagte. Sie tätschelte ihm seinen Arm und sagte "Das wird wieder, Du wirst schon sehen" und ließ ihn wieder allein am Tisch sitzen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: LurienLuca]

Als Caladan nur wenig spaeter einen der langen Gaenge betrat, die zu seinem Zimmer fuehrten, kam ihm ein dunkelhaariger Elb entgegen, der ausser sich zu sein schien.
Erst als er schon beinahe an ihm vorbei war, zog Caladan ihn am Aermel und hiess ihn innehalten. "Ciaran," sagte er und suchte den Blick in dessen eisig blauen Augen, die vor Zorn und Sorge spruehten. Es dauerte einen Moment, bis Ciaran ihn in seiner Befangenheit erkannte, doch dann wandelte sich sein Blick und gab Besorgnis und Bitterkeit frei.
Caladan brauchte Ciaran nicht zu erklaeren, was geschehen war - anscheinend hatte ihn schon jemand unterrichtet - also sprach Caladan nur: "Elenath hat uns erklaert was vorgefallen ist. Ich vermute, es geht ihr gut, doch um Genaueres zu erfahren muessen wir uns an Elenath selbst wenden. Vorerst ist sie in den Haenden der Heiler. Und Ciaran - ", fuegte der Elb schliesslich hinzu, als der Elb schon beinahe an ihm vorbei zu Elenath eilen wollte: "Nauralass darf weder Nachrichten noch Besucher empfangen."
Betreten senkte Caladan den Kopf und wartete auf Ciarans bebenden Zorn.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: Mr_Greenleaf]


Die eiserne Kaelte der Ketten drang durch und durch und betaeubte ihren Koerper. Sie spuerte weder ihre Arme noch ihre Beine, so fest hielten die Eisen ihre Gelenke gefangen und machten sie unfaehig, sich auch nur ein Stueck weit zu bewegen.
Nach einer Ewigkeit wie es schien, gelang es ihr die Augen aufzuschlagen. Ganz leise drang die Realitaet wieder an ihr Bewusstsein, nahm Farben und Formen an und irgendwann bemerkte sie auch, dass es keine eisernen Ketten waren, die ihre Glieder gefesselt hielten, sondern nur ihr eigener schwacher Koerper, der zu keiner Bewegung faehig war.
Ihre offenen Lippen brannten wie Feuer, doch auch als endlich ein fremdes Gesicht ueber ihr erschien, fand sie sich nicht in der Lage, ihre Bitte nach einem Schluck Wasser an die Elbe zu richten, die auf sie herabblickte.
"Versucht zu schlafen, solange ihr noch koennt. Die Mittel werden bald ihre Wirkung verlieren.", hoerte Nauralass als kaeme es von weit her und schon kurz darauf flackerten ihre Lider und ihr Geist und ihr Koerper sanken zurueck in einen tiefen traumlosen Schlaf.


Als Nauralass viele Stunden spaeter erwachte, brannte in ihr bereits ein stilles Feuer. Ihre glasigen Augen blickten unverwandt durch das dunkle Zimmer. Draussen war es bereits Nacht - oder war es schon fast Morgen? - und nur ein paar Kerzen neben dem Bett in dem sie lag, erhellten den kleinen Raum.
Die Kaelte in ihrem Koerper war nun gluehender Hitze gewichen und mit der Waerme kam das Gefuehl zurueck in ihre Glieder - und der Schmerz.
Was sie bis zu diesem Augenblick noch nicht gespuert hatte, war das Ausmass der Spuren, die der Angriff der Woelfe und die winterliche Kaelte an ihr hinterlassen hatten. Jetzt durchzog sie ein durchdringender Stich bei jedem tiefem Atemzug. Ein Blick zur Seite verriet ihr, dass ihre Schulter und ihre Hand dick einbandagiert war und hoellisch brannten. Sie konnte das Blut pochen spueren, das dort durch ihre Adern floss und sich langsam in den weissen Binden verteilte.
Mehr als eine Stunde lang wagte sie sich nicht zu bewegen, sondern lag still und gab sich dem Schmerz hin, der durch ihren Koerper rauschte.

Irgendwann ging die Tuere auf und sie nahm einen Elben war, der vorsichtig einen der Kerzenstaender nahm und an ihr Bett trat.
Blinzelnd blickte Nauralass in das Licht und auf die schattenhafte Gestalt.

"Wo ist Ciaran", kam es - kaum mehr als ein heisernes Fluestern - von ihren sproeden Lippen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: Mr_Greenleaf]

Ciarán zitterte unter Caladans Berührung als er die Worte seines Freundes vernahm. Wie konnte er vermuten, dass es Nauralass gut ging bloß weil sie in den Händen der Heiler von Mithlond war? Er hatte das Schlachtfeld nicht gesehen, nicht das Blut und die Kreaturen denen sie sich hatte stellen müssen. Doch diese Äußerung seines Freundes war es nicht einmal die ihn erneut erregte sondern die letzten Worte die Caladan an ihn gerichtet hatte. Was sollte das heiße, das Nauralass weder Besucher noch Nachrichten empfangen durfte? Sicherlich war seiner Liebsten nicht einmal danach Besuch zu empfangen, von daher konnte ihm die Auflage die Elenath gemacht zu haben schien, egal sein sofern man ihn selber nicht daran hinderte zu ihr zu gehen. Ciarán drehte sich noch einmal so dass er Caladan in die Augen sehen konnte. “Ich habe weder vor ihr eine Nachricht zukommen zu lassen, noch bin ich Besucher der sich nach ihr erkundigen will. Ich bin ihr Gefährte! Und ich werde sie sehen, sie berühren und ihr zeigen dass ich jetzt wenigstens wieder für sie da bin, wenn ich das Unheil schon nicht verhindern konnte. Ich werde mir ein eigenes Urteil darüber machen wie es um ihre Gesundheit und ihren Lebenswillen steht. Koste es was es wolle!“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: LurienLuca]

Caladan nickte nur stumm. Er konnte die Wut, die Sorge und die Erregheit in seinen Augen sehen und sie - sicherlich - auch verstehen. Haette man ihm damals ein Verbot auferlegt, nicht an Haldirs Seite sein zu koennen, nachdem sie in Mithlond angekommen waren, wer weiss, wie er reagiert haette.
Doch die Situation war anders. Haldir war kein Verbrecher und sie beide waren aus freien Stuecken hierher gekommen, um Hilfe und Schutz zu suchen, die man ihnen sowie ihren Gefaehrten, die ihnen gefolgt waren, bereitwillig geschenkt hatte.

"Sei vorsichtig mein Freund," sagte er dann und nahm langsam mit Bedacht seine Hand von Ciarans Arm. "Setze die Gastfreundschaft Mithlonds nicht leichtfertig aufs Spiel."
Damit trat er einen Schritt zurueck und lies den Elben ziehen und schon einen Augenblick spaeter war er hinter der naechsten Wegbiegung verschwunden - auf dem Weg zu Elenaths Verwaltungsraeumen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Noch immer etwas verwirrt sah Miriel von Aradia zu Viola. "Nauralass..." Abrupt setzte sie sich auf und ignorierte die schwarzen Schleier, die prompt vor ihre Augen zogen. "Sie ist hier? Aber - haben sie sie festgenommen? Wo haben sie sie aufgegriffen?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

Aradia fasste Miriel sanft an der Schulter. Sie sah, dass das abrupte Aufsetzen der jungen Frau nicht gut tat, wollte sie jedoch nicht dazu zwingen, sich wieder hinzulegen. Im Bett lag sie ja sowieso schon. "Sie ist von einem Rudel Wölfe angegriffen worden, ich vermute, irgendwo in den Wäldern. Sie wird von Heilern versorgt, wo genau, weiß ich nicht. Aber Elenath sagt, es geht ihr gut."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

"Es geht ihr gut", wiederholte Miriel murmelnd und sank wieder zurück in die Kissen. Aber für wie lange? Nauralass war eine Mörderin, das würden auch die Elben Mithlonds nicht ignorieren. Mit heiserer, leiser Stimme fragte sie: "Was geschieht als nächstes? Wird sie in den Kerker geworfen? Oder gar..." Sie sprach es nicht aus, doch sie konnte in Aradias und Violas Augen lesen, dass diese ähnliche Gedanken bereits hatten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: Mr_Greenleaf]

Anamel stellte den Kerzenhalter beiseite, nahm das Tuch hoch und tauchte es in die bereitstehende Schüssel mit Wasser. Vorsichtig benetzte sie die trockenen Lippen der Elbe und tupfte ihr das Gesicht ab.
"Er wird bei Euren Gefährten sein", sagte sie leise und machte sich an den Bandagen an Nauralass' Arm zu schaffen. Noch immer blutete sie ziemlich stark und es würde nicht lange dauern, bis sie die Verbände wechseln mussten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

"Sie steht erst einmal unter Arrest. Was danach geschieht, soll Círdan entscheiden. Er wird nicht vor Ablauf der nächsten zwei Wochen erwartet", erklärte Aradia sorgenvoll. Dass es so lange dauern sollte, bis Círdan zurückkehrte, erweckte Unbehagen in ihr. Sie wollte wissen, was als nächstes geschah, und zwar möglichstz bald. Die Tatsache selbst, dass Nauralas hier war, beunruhigte sie indes weniger - vorerst war sie hier zumindest sicher. Nur, wie lange?


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Miriel nickte und biss besorgt auf ihrer Unterlippe herum. "Unter Arrest - aber sie wird behandelt? Also ihre Wunden werden versorgt? Sie haben sie nicht in den Kerker geworfen, oder?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

"Ich weiß nicht, wo genau sie sich befindet. Behandelt wird sie, ja, und so vermute ich auch, dass sie nicht irgendwo in einem Kerker sitzt. Elenath sagte, wenn wir etwas über ihren Zustand wissen wollen, so können wir sie gerne fragen. Nur selbst Kontakt aufnehmen dürfen wir nicht."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Legolas]

Viola nickte bestätigend, doch ihre Miene verfinsterte sich. Sie konnte es immer noch nicht verstehen, weshalb Elanath so stur darauf bestand, keinen zu Nauralass zu lassen. Sie mochte einen Fehler gemacht haben, doch Viola war sich sicher, dass Nauralass diesen inzwischen bereute. Viola konnte nur hoffen, dass Cirdan bald zurückkehrte und diesem Unsinn ein Ende setzte.
"Es geht ihr bestimmt gut", versicherte sie Miriel schließlich.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: Nìthiel]


Die Feuchtigkeit auf ihren rissigen Lippen und auf ihrer trockenen Haut waren wie eine Wohltat. Begierig fast gab sie sich Anamels Behandlung hin, als wolle ihr Koerper jeden Tropen Wasser aufsaugen, den es auf dieser Welt gab.
Erst als die Elbe vorsichtig unter ihre Bettdecke lugte und nach ihren Verbaenden sah, drehte sie mit zusammengebissenen Zaehnen das Gesicht aus dem Schein der Kerze und blickte zu dem kleinen Fenster, das mit schweren Vorhaengen verdeckt war.
Jede Beruehrung der Heilerin spuerte Nauralass in Schmerzenswelle, die dumpf durch ihren Koerper zog.
Erst nach einer Weile entspannten sich ihre Zuege und sie fragte leise:
"Ich nehme nicht an, dass ich ihn in naechster Zeit sehen werde. Habe ich Recht?"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Heilertrakt [Re: Mr_Greenleaf]

Anamel schwieg einen Moment, dann schüttelte sie den Kopf, arbeitete aber mir ruhiger Hand weiter. "Nein. Der Kontakt zu deinen Gefährten ist bis auf weiteres unterbunden, auch Nachrichten dürfen nicht ohne Genehmigung ausgetauscht werden."
Sie beendete ihre Arbeit und sah mit ernstem Gesicht auf Nauralass herunter. "Du wirst alles haben, was du brauchst und es soll dir an nichts mangeln. Wenn du etwas benötigst, lass es mich wissen. Aber vergiss nie: Du bist nur deshalb noch am Leben und nicht gebunden, weil du schwer verletzt bist und weil du aus freien Stücken gekommen bist. Und mir scheint, Elenath hat noch einen anderen Grund, den sie mit niemandem teilt. Doch trotz all dem bist du eine Gefangene. Wir warten auf Círdan. Er wird über dich richten."

Sie wandte sich ab und goss Wasser in einen Becher, dann gab sie ein Pulver dazu und rührte es ein. "Hier. Das nimmt dir die Schmerzen und bringt dir heilsamen Schlaf."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Lily Baggins]

Miriel nickte und warf Viola einen dankbaren Blick zu. "Ich hoffe sehr, dass es ihr gutgeht. Aber wenn sie in den Händen der Heiler ist, dann wird sie sicherlich bald wieder auf den Beinen sein", sagte sie hoffnungsvoll. Sie sah zum Fenster. "Ich schätze, wir können dankbar sein, dass sie ihr überhaupt helfen."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond Heilertrakt [Re: Nìthiel]


Nauralass sagte nichts auf Anamels Worte hin.
Alle Fesseln dieser Welt waeren ertraeglicher gewesen, als die Tatsache, nicht in Ciarans schoenes Gesicht blicken zu koennen, dachte sie nur bei sich.
Sie wollte nicht einmal wissen, wann sie Cirdan zurueck in Mithlond erwarten wuerden. Die naechsten Tage und Wochen wuerden sie zeitlich nicht belangen. Sie war jetzt eine Gefangene. Und doch brauchte die Elbe eine gewisse Zeit um sich einzureden, dass es besser ist, unter Arrest zu stehen, als dort draussen in den kalten Waeldern zu sterben.

Willenlos trank Nauralass den Becher aus, den Anamel an ihre Lippen setzte. Das kalte Wasser rann sanft ihre trockene Kehle hinab und schon bald spuerte sie die Schlaefrigkeit, die mit ihm einher ging.
"Wie ist euer Name,?" fragte sie, bevor ihre Augenlider ploetzlich schwer wurden und ihr Geist in sich kehrte - noch auf eine Antwort der Elbe wartend.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond Stadt [Re: Mr_Greenleaf]

Ciarán hatte Caladan nicht mehr geantwortet, sondern war dankbar an ihm vorbei gegangen als sein Freund dafür einen Schritt zur Seite gemacht hatte. Gastfreundschaft. Ciarán schüttelte den Kopf als er den Gang des Heilertraktes erreichte und dort bereits die Wachen entdeckte. Hier gab es also wirklich kein durchkommen, so das er wendete und schlussendlich doch den Weg zu Elenaths Verwaltungsräumen einschlug. Bevor er an die schwere Tür klopfte atmete er noch einmal tief durch. Erinnere dich an das was Elrond dich gelehrt hatte ermahnte er sich, während er darauf wartete das Elenath ihm einlass gewährte.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Palast [Re: Nìthiel]

"So ist es", antwortete Aradia. "Uns bleibt nur, auf die Ankunft Cirdans zu warten und zu hoffen, dass er versteht, warum sie hier ist und sie wieder mit uns gehen lässt." Sie hoffte, dass es bald geschehen würde. Und sie glaubte daran. Nauralass war nicht auf eigenen Wunsch hier, und welchen Grund hätte es, sie von diesem Weg abzuhalten? Schließlich aber wandte sich Aradia mit ihren Gedanken wieder Miriel zu. "Sag, Miriel, wie geht es dir überhaupt? Ich höre, was die Heiler sagen, aber wie fühlst du dich? Und gibt es etwas, das wir für dich tun können?"


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

Elenath beugte sich hochkonzentriert über die Liste der Güter, welche die letzten Schiffe eingebracht hatten. Wenn die Kundigen recht hatten, war dies die letzte Lieferung, die sie in den nächsten Wochen erwarten konnten. Lange würde es nicht mehr dauern, bis das Eis den Hafen unpassierbar machen würde. Leider waren die Lieferungen nicht so üppig ausgefallen wie erhofft, so dass eine genaue Rationierung vonnöten war. Nur mit halbem Ohr registrierte sie das Klopfen an der Tür. Sie machte eine weitere Notiz auf der Liste und rief geistesabwesend und leicht genervt über die erneute Störung: "Herein!"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Legolas]

Miriel zuckte leicht mit den Schultern. "Nun, du hörst ja meine Stimme. Es wird besser, aber sehr langsam. Ich bin noch sehr müde. Aber macht euch keine Sorgen, bis zum Frühjahr bin ich wieder gesund. So schnell werdet ihr mich nicht los." Sie legte Optimismus in ihre Stimme, doch sie empfand ihn nicht wirklich. So wie sie sich derzeit fühlte, hatte sie nicht das Gefühl, jemals wieder vollkommen gesund zu werden. Aber das mochte auch am Fieber liegen.
"Aber wirklich tun könnt ihr nichts für mich. Ich werde gut versorgt." Ein Hustenreiz stieg in ihr auf, doch sie versuchte, ihn zu unterdrücken. Aradia und Viola mussten nicht unbedingt sehen, wie schlecht es ihr in diesen Momenten ging.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Nauralass' Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]

"Anamel", sagte die Heilerin leise, doch sie war sich nicht sicher, ob Nauralass sie gehört hatte. Der Kopf der Elbe sank zur Seite und sie schlief ein. Anamel sah schweigend auf die Kranke hinab und ihre Finger krampften sich um das Tuch, das sie in der Hand hielt. Ob sich Nauralass noch an sie erinnerte?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Isha

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond [Re: Nìthiel]

Isha hatte Miguel im Palast zurückgelassen und wanderte nachdenklich durch die Stadt. Sie war sich noch nicht ganz im Klaren darüber, wie sie die aktuellen Ereignisse für ihre Zwecke nutzen konnte. Leider war der Heilertrakt stark bewacht, es würde nicht einfach werden, sich dort einzuschleichen um zu beenden, was die Wölfe begonnen hatten. Die ganze Umgebung machte sie außerdem nervös und unruhig. Sie hatte sich noch nie gern in elbischer Gesellschaft aufgehalten -
außer damals als nana...

Sie schrak hoch. Woher war denn das gekommen? Sie schob den Gedanken verärgert zur Seite. Sie musste zu einer Entscheidung kommen. Nach dem Winter wäre die Gruppe wieder gestärkt; jetzt war der ideale Zeitpunkt um zu handeln.
Ihr Blick wurde von einer einsamen Gestalt angezogen, die am Kai stand. Ohne es zu bemerken, hatten sie ihre Schritte bis in den Hafen geführt. Der Wind war hier stärker als in den geschützten Gassen der Stadt und blies ungehindert seine eisigen, salzig schmeckenden Schneeflocken umher. Das Knarren der angedockten Schiffe vermischte sich mit den dumpfen Lauten der Wellen, die an die Docks schlugen und wurde nur vom kalten Krachen der Eisschollen übertönt, die zwischen den Schiffen trieben.
Ishas Augen verengten sich als sie Irvin erkannte. Anscheinend was sie nicht die Einzige, welche der Palast zu drückend und zu einengend wurde. Der Mann sah reglos über das Wasser hin zum anderen Ufer des Golfs, das im kalten Dunst nur schwach erkennbar war. Isha lächelte dunkel und zog sich zwischen zwei Kisten in den Lagerreihen zurück. Er sollte sie nicht sehen, niemand sollte das Folgende mit ihr in Verbindung bringen. Ein schneller Blick versicherte ihr, dass niemand in Sichtweite war außer ihr und Irvin.

Sie holte tief Luft und wölbte ihre Hände ineinander. Langsam ließ sie die Magie in sich aufsteigen und schickte sie dann mit einem gezielten Strahl auf den Menschen. Die Druckwelle traf ihn genau im Rücken und mit einem erschrockenen Aufschrei taumelte er nach vorn. Der Stoß ließ ihn das Gleichgewicht verlieren und seine Arme ruderten ziellos durch die Luft als er den Halt verlor und über den Rand des Docks in das eisige Wasser fiel. Das Platschen verschwand im Heulen des Windes. Isha nickte zufrieden und hüllte sich wieder fest in ihren Mantel. Sie fühlte sich schon viel besser. Wieder einer weniger. Vater würde zufrieden sein.

Sie wandte sich ab und wollte zurück zum Palast gehen, um Miguel von ihrem Erfolg zu berichten, als laute Rufe vom Dock erklangen. Sie fuhr herum. Verdammt. Sie hatte die Schiffsbesatzungen nicht bedacht. In nächster Nähe ankerte ein elbischer Walfänger und auf Deck waren mehrere Männer zu sehen. Einer zeigte aufgeregt rufend ins Wasser. Schon kam ein anderer mit einem Seil. Isha fluchte leise vor sich hin. Sie musste nicht bleiben um zu wissen, dass auch dieser Mordanschlag missglückt war. Sie drehte sich um und eilte so schnell sie konnte zum Palast zurück. Sie musste dort sein, wenn sie den Menschen brachten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Nauralass' Krankenzimmer [Re: Nìthiel]


Nauralass erwachte erst wieder, als Haende sie sanft hochhoben und aufsetzten. Ihr Koerper fuehlte sich taub an, ihr Geist war benommen und unter ihren flackernden Lidern hindurch erkannte sie vier schlanke Gestalten, die sich um sie herum bewegten.
Ihr Kopf war schwer und droehnte und haette sie etwas sagen wollen, haette sie es nicht gekonnt.

Draussen war es noch immer dunkel - oder schon wieder?
Sie konnte nicht sagen, wie lange sie geschlafen hatte und ob es Anamels Haende waren, die vorsichtig die Verbaende um ihre Schulter loesten.
"Die Blutungen haben nachgelassen," sagte eine maennliche Stimme nahe an ihrem Ohr, bevor man sie wieder auf ihr Bett zuruecklegte, um auch die anderen Wunden zu inspizieren. Jemand zog ihre Decke fort und mit einem Mal spuerte sie die winterliche Kaelte auf ihrer Haut brennen, obwohl im Kamin ein waermendes Feuer prasselte. Ihre Lippen fingen an zu zittern, ihre Finger wollten nach der warmen Decke greifen, als ploetzlich ein stechender Schmerz durch ihre Schulter fuhr und sich ein lautes Stoehnen ihrer Kehle entrang.
"Sssh," machte eine Stimme, doch Nauralass' Geist befand sich schon wieder auf dem Weg in die heilsame Dunkelheit.
"Du hast Recht, ihre Schulter ist gebrochen."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Nìthiel]

Aradia vernahm Miriels Worte mit einer gewissen Zufriedenheit. So lange die junge Frau ihre Versorgung als gut und ausreichend vernahm und selbst daran glaubte, bis zum Frühjahr wieder gesund zu werden, war sie beruhigt - und mochte auch nicht weiter über Miriels Gesundheit reden - was wichtig war, war gesagt worden. "Nun, dann bleibt uns nur noch zu hoffen, dass Círdan bald zurückkehrt, und wir niemanden hier in Mithlond loswerden."


"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

Ciarán streckte sich noch einmal, öffnete die Tür und trat in Elenaths Zimmer ein. Leise schloss er die Tür hinter sich wieder und trat dann näher an den Schreibtisch heran von dem aus die Elbe ihn nun anblickte. “Ihr habt Nauralass in den Heilertrakt bringen lassen wie mir bereits gesagt wurde. Ich verl..,“ begann er, änderte dann jedoch seinen Wortlaut und bemühte sich durchaus freundlich dreinzublicken, “nein, ich bitte Euch mir zu sagen wie es ihr geht und wann ich sie sehen kann.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: LurienLuca]

Noch einmal fuhr Caladans Hand über seine eigene Stirn, dann drückte sie lautlos die Klinke hinunter und der Elb trat in das verdunkelte Zimmer.
Sofort suchten seine Augen nach der Gestalt, die dort auf dem Bett lag, doch an der Vertrautheit dieses Anblicks hatte sich nichts geändert. Caladan nickte beruhigt, als er erkannte, dass Haldir wohlbehalten in ihr Zimmer zurückgekehrt war und nun schlief. Der Besuch bei Miriel hatte ihn vermutlich sehr angestrengt.

Caladans Gedanken wanderten zu Ciaràn während ihn seine Füße unbewusst ans Fenster trugen. Die Vorhänge zur Seite streichend blickte er in die Abenddämmerung und meinte Ciaràn zu höeren, wie er mit Elenath ein Wortgefecht austrug. Die Sorge und der Zorn, der in den Augen seines Freundes funkelten, hatten ihn beinahe erschreckt. Wer weiss, was ihm die Wachen an den Toren bei seiner Rückkehr erzählt hatten und was er jetzt Elenath vorwarf.
Nein, sagte er dann zu sich selbst. Ciaràn wird sich zu besänftigen wissen, und mit diesem Gedanken verschwand das Bild des rasenden Ciaràns und machte seiner gefasst wirkenden Mine Platz.
Nein, er würde seine Beherrschung nicht verlieren.

Jetzt blieb nur noch zu hoffen, dass Ciarán heute noch zu ihnen finden würde, um zu berichten, was er von Elenath in Erfahrung bringen konnte. Tat er es nicht, würde der Morgen sicherlich Neuigkeiten bringen, doch darauf wollte Caladan nicht warten.
Desweiteren war er sich sicher, dass Nauralass bei den Heilern in guten Händen war, doch der Blick, den Caladan auf sie erhascht hatte, als man sie - von mehreren Soldaten umring - zum Palast bringen wollte, hatte ihn dennoch mit grosser Besorgnis zurückgelassen. Dennoch, nicht einmal er selbst als Heiler hatte eine Chance, -

"Was ist geschehen," unterbrach eine müde Stimme seine Gedanken. Ohne sie wirklich gesehen zu haben, riss Caladans Blick von der Abenddämmerung los. Der Vorhang fiel wieder vor das Fenster, als er sich umdrehte und leise an das Bett herantrat.
Nach und nach schälte sich Haldirs hohlwangiges Gesicht aus den Schatten, die ihn umgaben. Bildete es sich Caladan ein, oder war seine blasse Haut noch fahler als sonst? Vielleicht hatte ihn der Besuch bei Miriel doch mehr erschöpft als er ertragen konnte?
Doch dann sah er die blauen Augen, die ihn noch immer unverwandt anblickten und der Schmerz, den er jedes Mal bei dem Anblick seines Liebsten verspürte wurde ein wenig leichter. Caladan liess sich auf der Bettkante nieder und liess es sich nicht nehmen, Haldirs knochige Hand in die seine zu nehmen, bevor er zu erzählen begann.

Es dauerte nicht lange, bis er seinen Bericht geendet hatte. "Ich bin mir sicher, es geht ihr den Umständen entsprechend gut und sie wird gut versorgt. Was das anbelangt mussten wir uns vor ein paar Wochen auch kaum Gedanken machen," sagte Haldir darauhin.
"Du hast Recht." Caladan bemühte sich um ein zuversichtliches Lächeln. "Sie werden alles tun, was sie nur können. Uns bleibt jetzt nur auf Ciaráns Nachricht zu warten."
Damit stand er auf und öffnete die Tür, an die es gerade geklopft hatte und nahm das Abendessen in Empfang, dass man ihnen gerade gebracht hatte.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Ohne Appetit blickte Haldir auf das angerichtete Abendessen. Caladan verrührte den Honig in der mit heißem Tee gefüllten Schale, während er sich weiter aufrichtete und mit dem Rücken in die Kissen am Kopfende des Bettes drückte. Seine Gedanken kehrten noch einmal zurück zu Ciarán. Er konnte seinem Freund durchaus nachfühlen und hoffte, dass dieser nicht unüberlegt handeln würde. “Ich hoffe sehr das Ciarán daran denkt, das seine Freunde bei ihm sind. Sicherlich… ich bin keine große Hilfe… und doch, ich würde ihm bis zu meinem letzten Atemzug helfen. Elenath… sie hat keinen Grund ihm die Nähe zu Nauralass zu verwehren. Er will sie nur sehen, ihr Nahe sein, für sie sorgen.“ Haldir schüttelte leicht den Kopf und spürte wie es an seinem Schläfen wieder zu klopfen begann. Caladan reichte ihm die Teeschale und Haldir blies vorsichtig hinein. “Ich mag sie nicht..“ murmelte er leise.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan nickte nur stumm, erwiderte aber nichts, sondern setzte sich mit gekreuzten Beinen ans Fußende des Bettes - Haldir gegenüber. Er hielt eine Schüssel mit dampfendem Eintopf vor sich, doch der Löffel darin blieb unberührt. Nicht einmal Caladan verspürte übermäßigen Appetit, obwohl er heute noch nicht viel gegessen hatte.
Eine ganze Weile lang starrte er nur an der Schüssel vorbei auf die Bettdecke mit ihrem schön gestickten Muster und sagte nichts.

"Ich weiß nicht...," begann er schließlich und sah zu Haldir, der noch nicht von seinem Tee getrunken hatte. "Wäre Nauralass nicht schwer verletzt, hätten sie sie schon lange in Ketten gelegt und in das tiefste Loch geworfen. Und das wäre schon Gnade genug. Das Urteil, das Cirdan ihr auferlegt hat, ist immer noch rechtskräftig und dass sie ihr nicht schon den Kopf abgeschlagen haben liegt nur an dem bisschen Menschenverstand, der ihnen noch bleibt." Er seufzte.
"Nauralass' Verbrechen mag lange her sein, aber die Elben hier haben es nicht vergessen. Du hättest ihren Zorn spüren sollen, Haldir. Oder die Namen hören, die sie sie genannt haben."

Geändert durch Mr_Greenleaf (02.08.2007 16:16)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Er schloss einen langen Augenblick seine Augen, dann erst blickte Haldir seinen Freund wieder an. “Niemand von uns weis was damals wirklich geschehen ist und nicht einmal Ciarán kennt Nauralass gut genug um die Wahrheit zu kennen. Und doch glaube ich ihr. Ich schätze sie und würde mich für sie verbürgen, alleine schon weil Ciarán mein Freund ist und ich seinem Urteil vertraue. Gerade weil sie so schwer verletzt ist, bedrückt mich ihre Situation noch mehr. Welchen Schmerz muss sie durch gestanden haben, welche Ängste, welche Not, dass sie sich für den Weg zurück in die Stadt entschieden hat? Und nun liegt sie dort alleine, ausgeliefert jenen die sie bereits von früher kannten. Vielleicht gerade jenen deren Zorn sie nun zu spüren kommt. Wie weit kann sie auf den Verstand hoffen von dem du sprachst? Elenath mag mit ihrer Entscheidung vielleicht sogar etwas Gutes bewirkt haben. Durch die strenge Bewachung wird hoffentlich auch niemand zu ihr gelassen der seinen Hass nicht unter Kontrolle hat, aber Ciarán von ihr fern zu halten…. was soll damit bezweckt werden? Will sie Nauralass zusätzlich bestrafen und ihre Macht ausspielen? Ich kann durchaus verstehen das sie nicht jeden von uns zu ihr lassen will, aber wenigstens Ciarán.. „ noch einmal schüttelte er den Kopf und nippte nun doch an der Teeschale. “Wie können wir ihr helfen und für sie Fürsprechen können wenn Cirdan da ist, wenn uns schon jetzt die Hände gebunden sind?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladans Blick glitt wieder zum Fenster, wo hinter den leichten Vorhängen gerade das letzte bisschen Licht verschwand und sich erst am nächsten Morgen wieder zeigen würde. "Die Zeit wird es zeigen."

Wieder war es eine ganze Weile lang still. Erst als Caladan bemerkte, dass Haldir endlich ein paar Schluck Tee genommen hatte, zwang er sich selbst einige Löffel seines Eintops hinunterzuschlucken und ein paar Bissen Brot zu essen.
"Wer weiß," begann er dann schließlich wieder, nachdem er frtig gekaut hatte,"vielleicht hat Ciarán Erfolg und schafft es, Elenaths Herz zu erweichen." Doch bei diesem Satz umspielte ein höhnisches Lächeln die Lippen des Elben. Er glaubte nicht daran, dass sie ihre Meinung ändern würde.
"Elenath hat diese Regeln gesetzt und wenn wir auch nur eine davon brechen, setzen wir die Gastfreundschaft, die man uns gewährt hat, aufs Spiel - und das können wir uns Nauralass Zuliebe nicht leisten. Auch Ciarán habe ich davor gewarnt, unüberlegt zu handeln. Aber ich glaube wirklich, dass wir wenig erreichen können, solange Cirdan noch nicht zurück ist."

Caladan verstand Haldirs Unmut über die Situation und dass er Ciarán helfen wollte. Doch sollten sie wirklich alles dafür riskieren?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]

Viola nickte auf Aradias Worte hin und schenkte Miriel dann ein Lächeln. "Wenn du dennoch etwas brauchst, und sei es nur Gesellschaft, kannst du jederzeit nach mir rufen lassen."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Haldir nahm noch einen weiteren Schluck Tee. Während sein Körper darauf reagierte in dem es ihn schüttelte atmete er tief durch. Wie schon so oft hatte er nach mehreren Schlücken dieses besonderen Tees das Gefühl das er von innen verbrannte, während sein Körper wie eine Eishülle dagegen agierte. “Hoffen wir das sich alles zum Guten wendet und wir im kommenden Frühling gemeinsam die Häfen verlassen “ presste er leise hervor. Der Besuch bei Miriel hatte ihn mehr erschöpft als er sich bisher hatte eingestehen wollen und doch nahm er sich vor, nun jeden Tag für kurze Zeit sein Bett zu verlassen. Er musste in Bewegung bleiben wenn er nicht wollte das … Haldir fielen die Augen zu. Sekunden vergingen bis er es selber bemerkte und seine Augen wieder öffnete. “Caladan…. bitte nimm mir die Schale ab. Ich kann einfach nichts mehr davon trinken. Tag aus Tag ein“ wieder schüttelte es ihn leicht und er versuchte sich an einem Grinsen “dieses gleiche, trotz des Honigs, bittere Gesöff. Kannst Du mir nicht lieber heißen Wein bringen? Oder etwas schmackhafteres?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan seufzte lautlos und blickte wieder in Haldirs aschfahles Gesicht, das ihn mit einem schiefen Grinsen ansah.
"Du weißt selber gut genug, dass Wein nicht gut für dich wäre," sagte er dann ernster, als er es eigentlich beabsichtigt hatte und als er sah, wie Missmut in Haldirs feine Züge trat, erwiderte er schnell: "Aber ich werde sehen, ob ich Yilwyna finden kann."
Damit stieg er vom Bett herunter, trat nocheinmal an Haldirs Bettseite und drückte ihm einen sachten Kuss auf die Stirn.
Die Schale liess er neben dem Bett zurück für den Fall, dass der Elb es sich noch einmal anders überlegen wollte.
"Ich bin gleich zurück".

Draussen fand er sich vor den Wachen wieder, die vor dem Heilertrakt Position bezogen hatten. Selbst ihm war der Durchgang nun verwehrt, obwohl er seit Wochen hier ein- und ausging.
"Ich möchte mit Yilwyna sprechen," forderte er dann. Eine der Gestalten löste sich zaghaft von der Wand und ging zur nächsten Tür. Es dauerte einige Momente, bis das vertraute Gesicht zum Vorschein kam, doch bevor Caladan mit ihr sprechen wollte, gingen sie einige Schritte zurück in den Gang und senkten die Stimmen.

Zurück im Zimmer entdeckte er, dass Haldir am Kopfende des Bettes sitzend eingedöst war. Sanft strich seine Hand über dessen Schulter und reichte ihm eine neue Schale, die mit einer prickelnden Flüssigkeit gefüllt war.
"Versuch das."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: LurienLuca]

"Ciarán", nickte Elenath ihrem Gast zu. "Ihr seid richtig informiert worden. Nauralass ist in der Obhut unserer Heiler. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Sie war schwer verletzt und wird noch eine Weile brauchen, bis sie sich vollkommen erholt hat." Sie musterte den Elb ohne zu lächeln. Ihr war seine fast missglückte Wortwahl nicht entgangen. "Euer Wiedersehen wird warten müssen, bis Círdan eingetroffen ist. Bis der Herrscher zurückkehrt und eine Entscheidung getroffen hat, wird Nauralass keine Besucher empfangen."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Lily Baggins]

Miriel räusperte sich unterdrückt und lächelte Viola zu. "Das ist sehr lieb von dir, vielen Dank. Ich werde daran denken." Sie lehnte sich wieder in die Kissen zurück. "Aber ich würde euch jetzt bitten, mich allein zu lassen. Ich bin wirklich sehr müde", sagte sie etwas leiser.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Nìthiel]

"Den Wunsch werden wir dir gerne erfüllen, Miriel. Ich hoffe - und wünsche dir - dass du schnell und in vollem Maße wieder gesund wirst. Und sorge dich nicht um Nauralass. Wir alle werden uns, so gut es geht, um sie kömmern." Mit diesen Worten verabschiedete sich Aradia von Miriel und ging zur Tür, um dort auf Viola zu warten.

"It is not the swiftest leaping deer that gives the longest chase." - Hawkeye

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Legolas]

"Ja", stimmte Viola zu, "wir werden dafür sorgen, dass man sie gut behandelt, selbst wenn man uns nicht zu ihr lässt." Sie drückte Miriels Hand zum Abschied. "Werd bald wieder gesund."
Mit diesen Worten eilte sie nach Aradia aus dem Zimmer, wo sie schwer seufzte und besorgt zu der Magierin aufblickte. "Sie sieht blass aus."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Lily Baggins]

Aradia zog die Tür hinter Viola und sich zu. Einen Moment langw usste sie nicht genau, wo sie jetzt hin sollten, aber dann fiel ihr wieder ein, wie sie hergekommen waren. Sie begann, in diese Richtung zun laufen, und antwortete dann Viola, "Ja, blass und kränklich. Aber sie ist krank. Ich wäre verwundert, würde sie nicht so aussehen. Und ich bin guter Hoffnung, dass es ihr bald besser gehen wird. Miriel hat einen starken Willen, und wenn die Hände der Heiler sie nicht gesunden lassen, dann eben er."


"It is not the swiftest leaping deer that gives the longest chase." - Hawkeye

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Lily Baggins

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Miriels Krankenzimmer [Re: Legolas]

"Das hoffe ich", erwiederte Viola und nickte dann. "Ja, so wird es sein."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

“Wie schwer verletzt?“ fragte Ciarán zutiefst besorgt. Er wollte so viel mehr wissen, doch waren Elenaths Worte klar gewählt. Bevor er riskierte mit ihr einen Streit anzufangen, musste er zumindest noch etwas mehr über den Zustand seiner Liebsten herausbekommen. “Sagt mir, ist sie bei Bewusstsein? Und wann erwartet ihr Cirdan zurück?“ Es viel ihm nicht leicht so ruhig zu bleiben, doch er zwang sich dazu, sich an Elronds Worte erinnernd.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Etwas skeptisch blickte Haldir auf die neue Schale die Caladan ihm reichte und fixierte einige Augenblicke lang die prickelnde Flüssigkeit. “Und Du glaubst das Gebräu hier schmeckt besser?“ Noch einmal versuchte sich der Jüngere an einem Grinsen, doch man merkte ihm immer mehr an das er für diesen Tag am Ende seiner Kräfte angelangt war. Vorsichtig und mit langsamen Bewegungen setzte er die Schale an seine Lippen. Erstaunt blickte er nach drei weiteren Schlücken, über die Schale hinweg Caladan an. “Nun ja… es kommt nicht im Entferntesten an die edlen Gemische heran die ich sonst bevorzuge, aber es fällt mir um Längen leichter diese Flüssigkeit herunter zu bekommen.“ Haldir reichte mit zitternden Händen Caladan die Schale zurück und lies sich wieder zurück in die Kissen sinken. “Sag mir Caladan, was weist Du über Miriels Gesundheitszustand?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan blickte von dem Tisch auf, auf den er die Schale zurückgestellt hatte. Miriel?
Die Frage nach der Rohir überraschte ihn zunächst. Die Neuigkeiten, die Nauralass anbelangten, hatten für eine Weile in seinem Kopf überhand genommen, doch sie durften darüber hinaus nicht vergessen, dass eine weitere Gefährtin krank im Bett lag, deren Zustand sehr ernst war.
"Ich...," begann Caladan zögernd, aber dachte dann noch einmal einen Moment an die letzten Worte, die er mit Yilwina gewechselt hatte. "Es geht ihr noch immer sehr schlecht. Aber solange sich nichts mehr verschlimmert, steht sie auf der sicheren Seite. Auf der anderen Seite....bessert sich auch nichts."
Forschend blickte er in Haldirs krankes Gesicht. Auch ihm ging es nicht zunehmend besser. Doch wenn er an den Moment dachte, kurz bevor sie Mithlond erreichten und Caladan bei Haldirs Anblick kurz vor der endgültigen Verzweiflung stand, war er froh, dass er sich nun Sorgen machen durfte, anstatt in Trauer zu versinken.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: LurienLuca]

Elenath machte eine Pause, während sie Ciarans Fragen abwägte. Sie sah, wie er kaum merklich sein Gewicht auf das andere Bein verlagerte - er war wirklich besorgt. "Sie wurde von einem Wolfsrudel angefallen", sagte sie dann pointiert. "Sie hat viel Blut verloren, doch sie ist außer Lebensgefahr. Über die genauen Verletzungen müsst Ihr Anamel befragen, die zuständige Heilerin. Sie war bei Bewusstsein als sie hier ankam und soweit ich weiß, hat sie es zwischendurch bereits einmal wiedererlangt. Ob sie derzeit wach ist, kann ich Euch nicht sagen." Sie machte eine erneute Pause und beobachtet Ciarans Gesicht. Ein Teil von ihr hatte Mitleid mit ihm, doch noch war sie vorsichtig. Etwas sagte ihr, dass er derjenige sein würde, der ihre Bestimmungen am ehesten in Frage stellen würde oder sie sogar missachten würde.
"Wann Cirdan zurück sein wird, ist angesichts der Wetterlage schwer zu sagen. Doch er wurde bereits benachrichtigt."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

„Er wurde bereits benachrichtigt“ hallte es in Ciaráns Ohren nach. Eine weitläufige Antwort. Es konnte noch Wochen dauern bis er zurückkehren würde, wenn der Bote ihn überhaupt erreichte. Kaum merklich schüttelte Ciarán den Kopf und senkte seinen Blick. Das würde bedeuten, das er wenn es nach der Haushofmeisterin ging, er seine Liebste bis dahin weder sehen noch in die Arme würde schließen können. Fieberhaft überlegte Ciarán wie er nun weiter vorgehen sollte. Er durfte sie nicht erzürnen, nicht wenn er noch auf gutem, freundlichen Weg zu Nauralass gelangen wollte. Langsam hob er wieder seinen Blick. “Dass sie von Wölfen angefallen worden ist, war mir bekannt seit dem ich das Schlachtfeld gesehen habe. Sie muss ungeheuerliche Schmerzen gehabt haben wenn sie sich von dort bis hier geschleppt hat, obwohl sie wusste was sie in Euren Händen zu erwarten hat. Ich bin darüber informiert was ihr vorgeworfen wird und welche Strafe sie zu erwarten hat wenn sie sich gegen Cirdans Gesetz verhält. Dies ist auch der Grund warum ich Euch ein Stückweit dankbar dafür bin das ihr in erster Linie eine verletzte Elbe in ihr gesehen habt und nicht die Geächtete. Wie ihr vielleicht bereits durch eure Späher wisst, stehe ich Nauralass näher als jeder andere unsere Gemeinschaft. Ich weis das ich kein Recht habe von Euch etwas zu verlange, aber erbeten kann ich es mir vielleicht. Versetzt Euch in ihre Lage. Sie hat diesen Schritt gewählt weil er der einzige war der ihr Leben retten konnte. Nun aber ist sie in den Händen derer die sie am ehesten Tod sehen wollen. Lasst sie mich sehen. Nur ein einziges Mal. Damit ich ihr sagen kann das sie nicht vergebens nach Mithlond gekommen ist. Das wir für sie da sind und das ihr nicht zulassen werdet das ihr etwas geschieht ehe Cirdan zurückgekehrt ist. Lasst mich zu ihr gehen um ihr Hoffnung zu machen. Um mir Hoffnung zu geben. Bitte Elenath! Ich werde alles auf mich nehmen was ihr verlangt. Selbst ihre Strafe wenn es mir möglich wäre. Werft mich danach in das dunkelste Eurer Verließe, aber verweigert mir nicht meine Bitte. Cirdan ist ein weiser Herrscher. Er kennt mich und er würde meine Bitte sicher verstehen, wäre er an Eurer Stelle.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

“Also ist sie für die Verhältnisse eines Menschen sehr krank.“ Haldir schloss seine Augen und seufzte. Er hatte es geahnt und dennoch gehofft das Caladan ihm positiveres zu berichten hatte. Immerhin schien sich ihr Zustand nicht zu verschlechtern. Aber nicht verändern hieß eben auch, dass es nicht besser wurde. “Woran liegt es das sie auf die Behandlung der Heiler nicht anspricht?“ Ihm fiel das Sprechen zunehmend schwerer und doch wollte er seiner Müdigkeit nicht kampflos nachgeben. “Oder wütet in ihrem Körper etwas ähnliches wie jenes Gift das mich von innen zerfrisst? Sag mir Caladan... sei ehrlich... wie viel Aussicht hat sie diesen Winter zu überleben?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Luzifergerich

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Ich habe ja vergessen die Sommerzeit, ist ja schon vorbei!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Je länger sich Caladan ernsthafte Gedanken um Miriels Gesundheitszustand machte, desto mehr Bedenken bekam er, die ihn innerlich schmerzten.
Dann jedoch schüttelte er vehement den Kopf und damit die pessimistischen Vorstellungen aus seinen Gedankengängen.

"Sie hat Aussichten," sagte er bestimmt,"....wenn sie nur fest an sich glaubt! Und alles was wir tun können ist ebenfalls an sie glauben. Alles andere bestimmt die Zeit."
Wieder blickte er in Haldirs knochiges Gesicht und wieder schmerzte ihn ein Gedanke: Der Gedanke, dass selbst Haldir in seinem kranken Zustand noch all seine Sorge auf andere richtet, die er liebt.

"Sie wird es überstehen. Und auch du wirst bis zum Frühjahr wieder ganz gesund." Dann fügte er hinzu: "Und jetzt solltest du schlafen. Du kannst doch deine Augen schon kaum mehr offen halten." Caladan bemühte sich um ein schiefes Lächeln.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Amrûn

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Wo sonst das hektische und fröhliche Treiben eines normalen Markttages herrschen sollte, wühlten schwere Stiefel und Pferdehufe das regennasse Erdreich auf. Wo ein kleines Mädchen noch Stunden zuvor weinend seiner verschütteten Milch dabei zugesehen hatte, wie diese langsam im Boden versickerte, versickerte an eben dieser Stelle nun langsam ihr eigenes Blut. Ihr kleiner Körper lag blutüberströmt auf der nackten Erde. Ihre ehemals golden schimmernden Locken hingen ihr nun, von einer aus Blut und Schlamm überzogenen Kruste, in das Gesicht. Reglose, im Augenblick des Schwerthiebs gebrochene blaue Augen starrten an den regenverhangenen Himmel empor, während ihr zarter Körper vollständig zerschmettert, mit unnatürlich verdrehten Gliedern dalag. Neben ihrem Kopf, von einem Pferdehuf tief in den schlammigen Boden gedrückt, ragten die Umrisse einer kleinen, aus Leinen gefertigten Puppe empor. Ihr liebstes Spielzeug, welches sie auch im Augenblick des Todes nicht von sich geben wollte. Ihre einzige Erinnerung an ihren Vater, sein letztes Geschenk ehe er in den Krieg gezogen war.
Miguel spürte das Gewicht seiner durchnässten Kleidung auf seinen Schultern, während er, unfähig sich zu bewegen, mitten auf dem Marktplatz stand. Das kleine Dorf, am Rande des Grauwaldes gelegen, war dem Erdboden gleichgemacht worden. Es war nicht mehr als eine Ansammlung von einfachen Hütten gewesen, ein Ort ohne Bedeutung. Und doch waren all seine Bewohner bestialisch abgeschlachtet worden. Die Männer genauso wie die Alten, die Frauen und die Kinder.
Miguels Blick wandte sich von der Umgebung ab, und blieb an der leblosen Gestallt des kleinen Mädchens vor seinen Füßen hängen. Der Boden gab unter seinen Füßen ein quatschendes Geräusch von sich, als er sein Gewicht verlagerte und in die Knie ging. Das Lachen, welches ehemals auf diesen Lippen gelegen hatte, war für immer vergangen, genauso wie der Glanz in ihren Augen. Sacht strichen Miguels Finger über die verdreckten Wangen des Mädchens, schlossen ihre stumpfen blauen Augen. Miguel hatte sich schon halb aufgerichtet, als sein Blick auf die, in den Schlamm gedrückte, Puppe fiel. Seine Finger näherten sich dem Leinenpüppchen bis auf weniger Millimeter, …

Ein Zucken durchfuhr Miguels Körper, als hinter ihm eine Tür zugeworfen wurde. Unsanft aus dem Schlaf gerissen schwankte der Stuhl gefährlich unter ihm, und es kostete ihn einige Mühe sein Gleichgewicht wieder zu erlangen, ohne rücklings auf dem Boden zu landen. In einer fliesenden Bewegung schwang er seine Füße von der Fensterbank herunter, und stellte die leere Weinflasche an ihrer statt dort ab. Erst dann blinzelte er verschlafen in den Raum. Vor sich sah er noch immer die blutdurchtränkte Erde, die leeren blauen Augen, er meinte sogar den beißenden Gestank von verbranntem Fleisch riechen und auf der Zunge schmecken zu können.
Müde und verschlafen starrte er die schlanke Gestallt Ishas an, welche sich nach und nach aus ihren Mänteln schälte und sich am lodernden Feuer des Kamins wärmte.
Miguel entrangt sich ein Seufzen, während er seine von diesem unbequemen Schlaf schmerzenden Glieder streckte. Er hatte sich bisher noch immer nicht mit ihrer winterlichen Gefangenschaft, in einer Elbenstadt abgefunden. Sie waren erst wenige Tage hier, doch diese Tage hatten bereits ausgereicht, um ihn zu Tode zu langweilen. Er hatte es sich zwar früher schon zur Gewohnheit gemacht die Winter in der Stadt zu verbringen, jedoch nicht in einer wie dieser. Diese Stadt war für seinen Geschmack zu rein, und ihre Bewohner - zu elbisch.
Was erschwerend dazu kam, war die Tatsache, dass Ishas ständige Anwesenheit im langsam aber sicher anfing auf die Nerven zu gehen.
Noch immer hielten sich die Bilder seines Traumes in seinem Inneren, und schienen seine Eingeweide zu umschlingen. Der zerschundene Körper des kleinen Mädchens schien sich vor seinem geistigen Auge eingebrannt zu haben, so als wollten sie ihn an etwas wichtiges erinnern, war er nicht vergessen dürfte. Doch was sollte in einer Welt des Todes und der Zerstörung, der Tod eines weiteren kleinen blonden Mädchens schon bedeuten!?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Erneut fielen Haldir die Augen zu und er seufzte schwer. Caladans Worte, der Tonfall seiner Stimme ließen erkennen dass er sich selber nicht sicher war. Er kannte seinen Freund lange genug um zu wissen das dieser so ehrlich wie nötig so viel Hoffnung wie möglich erzeugen wollte. Als Haldir Caladan darüber sprechen hörte das er bis zum Frühling wieder ganz gesund werden würde, versuchte er sich an einem Lächeln. “Du glaubst gar nicht wie sehr ich darauf hoffe. In den wenigen klaren Momenten in der Zeit die du mich hier her gebracht hast, habe ich mit meinem Schicksal gehadert weil ich wusste, dass wir unsere Gefährten im Stich ließen. Ich werde kämpfen bis zu meinem letzten Atemzug, damit wir nicht untätig in Mithlond oder gar in Valinor herumsitzen müssen während Ciarán, Miriel, Aradia und die anderen noch immer gegen die Schatten ankämpfen, denen sie alleine nicht gewachsen sind.“ Ein längeres Schweigen entstand als dem jüngeren Elben ein weiteres Mal die Augen zu fielen. Haldir zwang sich noch einmal seine Augen zu öffnen. Seine Stimme klang nun mehr nur wie ein Flüstern “Führwahr ich schaffe es kaum mehr meine Augen offen zu halten. Verzeih mir Liebster. Ich bereite dir selbst mit meinen Fragen nur mehr Kummer. Vielleicht ist es wirklich besser ich gebe mich meiner Erschöpfung hin und werde dir, nach einem erholsamen Schlaf, mehr Freude bereiten können.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan lächelte sanft und nickte dann.
"Tu das, mein Freund." Und anstatt sich um etwas anderes zu kümmern blieb er am Bettrand sitzen und beobachtete Haldirs eingefallenes Gesicht dabei, wie seine Züge erschlafften und seine Gedanken in einen belanglosen Traum schweiften.
"Tu das, mein Freund, " sagte er nocheinmal, als sich die unbewegliche Maske, deren Anblick er niemals mehr aus seinem Gedächtnis würde verbannen können, nicht mehr regte. Er seufzte.

Noch ein paar Augenblicke blieb er so sitzen, dann löschte er alle Kerzen bis auf eine und er liess sich in einem der Sessel nahe der Fenster sinken und dort in Ruhe an seiner Schale nun kalten Eintopfes weiter zu essen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: LurienLuca]

Elenaths Gesichtszüge wurden weicher als sie Ciaráns Bitten hörte. Er liebte diese Frau, soviel war offensichtlich, und sie kannte die Verzweiflung, die eine solch erzwungene Trennung nach sich zog. Und sie konnte verstehen, dass es ihn danach verlangte, seine Liebste zu sehen und ihr Trost zu spenden - auch wenn Ciaráns Wortwahl hochmütiger war, als es ihm zustand. Doch bei seinen letzten Worten verhärtete sich Elenaths Gesicht wieder und ihre Augen wurden schmal. Er wagte es, ihre Fähigkeiten anzuzweifeln? Begriff er nicht, was hier vor sich ging? Langsam erhob sie sich und sah dem Elben fest ins Gesicht.
"Círdan hat die Verantwortung für die Stadt in meine Hände gelegt. Meine Entscheidung ist die, die zählt, nicht das, was Ihr glauben mögt, was er entschieden hätte. Er mag Eure Bitte abwägen, wenn er wieder hier ist, doch bis dahin gilt mein Wort. Nauralass wird keine Besucher empfangen. Auch nicht Euch."
Sie schwieg einen Moment und sah Ciarán mit hartem Blick an. Mit sehr leiser, scharfer Stimme fügte sie hinzu: "Ihr scheint nicht nachvollziehen zu können, was Nauralass' Verbrechen nach sich zog. Wenn Círdan hier gewesen wäre, als Nauralass die Grenzen überquerte, könnte es sein, dass sie den Wald, in dem sie sich versteckte, niemals erreicht hätte. Vielleicht solltet Ihr das in Erinnerung behalten, bevor Ihr das nächste Mal meine Entscheidungen anzweifelt."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

“Sodann hätten wir direkt klären können wie wir einander gegenüber zutreten haben um das Fortzuführen weswegen meine Gefährten und ich vor einigen Monaten aufgebrochen sind. Auch Nauralass gehört dazu und ist bereit ihr Leben zu geben um die drohende Dunkelheit abzuwenden. Ihr wisst bei weitem nicht alles bisher Geschehene und könnte Euch auch kaum ein Bild von dem machen was jeder einzelne von uns durchlebt. Vielleicht solltet auch ihr in Erinnerung behalten weswegen wir diese Bürde auf uns genommen haben, während ihr Euch noch lediglich um die Belange einer Haushofmeisterin kümmern müsst. Ich kann Eure Worte durchaus nachvollziehen, obwohl sie mich schmerzen und ich weis das ich vielleicht zu viel von Euch erhofft habe. Ebenso danke ich Euch für die Unterstützung die wir bisher durch Euch erfahren haben, aber erwartet nicht von mir dass ich Eure Entscheidung gutheiße. Es bleibt mir jedoch keine andere Wahl als sie zu akzeptieren.“ Er hatte die letzten Worte kaum ausgesprochen als ihn schon wieder der stechende Schmerz in seinem Rücken heimsuchte. Instinktiv bäumte sich sein Oberkörper gegen den Schmerz auf. Ciarán presste seine Augen fest zusammen. Zwei, nein drei Atemzüge lang dann war der Schmerz verschwunden. Irgendetwas in ihm riet jedoch dazu das Zimmer endlich zu verlassen. “Gewährt mir wenigstens das Recht auf Auskunft. Haltet mich bitte auf dem Laufenden was den Zustand von Nauralass angeht.“ Er hatte ein letztes Mal Elenaths Blick gesucht und drehte sich nun um. Mit zügigen Schritten durchmaß er den Raum und erreichte nur einen Augenblick später die Tür.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: LurienLuca]


In fiebrigen Träumen durchlebte Nauralass immer und immer wieder den Anblick der knurrenden Fratzen, der gierigen Augen und der scharfen Krallen. Nicht einmal der Morgen vermochte sie gänzlich zu vertreiben, als er mit blassem und nebelverschleiertem Gesicht über den Rand des großen Meeres lugte.
Erst als sich die Allmacht des Fiebers und der Schmerzen, die sie heimsuchten, nicht mehr vertreiben lies, schlug sie die Augen auf.
Nauralass Sinne waren wie betäubt und es dauerte einen Moment, bis sie wieder sah und hörte und verstand. Alles schien unter einer dicken Schneedecke vergraben, genau wie die vielen Dächer und Türme der Stadt, deren Spitzen aus weiter Ferne durch das Fenster zu ihr hereinblickten.

"Du hast lange geschlafen," sagte plötzlich eine Stimme.
Nauralass drehte schwerfällig den Kopf.
"Das ist gut," fuhr die Stimme fort.
In der Türe stand eine Elbe - Nauralass war sich nicht sofort sicher, ob es jene war, die sich schon zuvor um sie gekümmert hatte. Als sie aber näher trat, erkannte sie das Gesicht, das ernst auf sie herabblickte.
Unfähig etwas zu sagen, schloss Nauralass die Augen und sank in die sanfte Dunkelheit zurück. Ihre Lippen bebten unter einer erneuten Schmerzenswelle, die durch ihren Körper fegte.

"Das Fieber bekämpft die Wunden, die du erlitten hast," sagte die Elbe schließlich - diesmal näher.
Nauralass spürte, wie ein feuchtes Tuch auf ihre Stirn gelegt wurde und sich das kühle Nass über ihre Sinne legte und sie schärfte.
"Spielt das noch eine Rolle?," fragte sie schließlich schwerfällig.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]

[Damit der Thread nicht ganz verschwindet ]
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]



Der Tag von Cirdans Ankunft kam, ohne dass Nauralass etwas davon ahnte.
Zeit und Raum spielten schon seit langem keine Rolle mehr für sie. Elenath hatte ihre Worte gehalten. Ausser Anamel, die sich täglich um sie kümmerte, hatte sie bislang niemanden zu Gesicht bekommen. Ein paar Mal hatte Anamel ihre Gefährten erwähnt oder über Haldirs Zustand berichtet, der sich langsam aber deutlich besserte, doch nichts davon war soweit in Nauralass Bewusstsein vorgedrungen, als dass sie sich an diesen Gedanken hätte festhalten können.

Nauralass schlief, sobald Anamel ihr am Abend einen Becher an die Lippen setzte und erwachte, sobald der Trank am Morgen seine Wirkung verlor. Nur einmal hatte sie versucht, sich gegen dieses Ritual zu wehren, doch die Wachen waren schnell herbei gewesen, um sie grob an ihrer verletzten Schulter zu packen, während Anamel ihr mit entschuldigender Mine das bitter schmeckende Getränk einzuflösen versuchte. "Es ist nur zu deinem Besten", hatte sie gesagt.

Nur zu deinem Besten.

Nauralass fröstelte, sobald sie das Bett verlassen hatte, obwohl es warm im Zimmer war. Anamel half ihr, sich auf dem Stuhl niederzulassen, der eines der wenigen Möbelstücke des Raumes darstellte und brachte ihr anschließend eine warme Decke, die sie über ihren Schoß breitete. - Ihr entging keine Regung in Nauralass Gesicht. Auch nicht, dass sich deren Lippen zu einem schmalen Strich zusammenzogen, sobald sie saß und sich Anamel - auf einem Schemel an ihrer Seite sitzend - an dem dicken Verband um ihre Hand zu schaffen machte.
Diesmal sah Nauralass nicht hin. Sie wusste, dass sie unter den dicken Bandagen und den von Wundflüssigkeit nassen Tüchern die Überreste ihrer beiden Finger erwarten würden - hämisch grinsend, ganz so als ob sie ihr sagen wollten, dass ihr Widerstand am Ende doch gebrochen worden war.
Nein, das Bild ihrer verstümmelten Hand hatte sich bereits auf ewig in ihr Gedächtnis eingebrannt.

Nauralass wandte den Blick ab und sah zum Fenster hin, ohne auch nur irgendetwas zu erkennen. Sie hörte nicht einmal das Glockengeläut das plötzlich von den hohen Türmen der Stadt erklang. Sie bemerkte auch nicht, wie Anamel merhmals zur Tür blickte und sich auf einmal mehr als sonst beeilte ihre Arbeit zu beenden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 9. Januar, Rohan, nördlich der Entwasser [Re: Mr_Greenleaf]

"Es ist nichts."
"Aber Theodred,..."
"Es ist wirklich nichts!", sagte Theodred bestimmt, stieß Eromir zur Seite und stand auf. Einen Augenblick lang schwankte er, dann aber hob er sein Schwert vom Boden auf und nahm wieder Haltung an. Eromir sah ihm dabei zu, nicht sicher, ob er ihm helfen solle oder ob er auch alleine zurecht kommen würde, aber schließlich sah er ein, dass Theodred ohne ihn zurecht kam. Besorgt war er trotzdem, und als Theodred losging, sah er, dass er zurecht in Besorgnis war - sein König humpelte. Trotzdem ging er weiter und Erormir folgte ihm, dazu entschlossen, ihn zu schützen, was auch immer kommen möge.

Und es kam viel an diesem Morgen. Schon in der Nacht hatte eine kleine Gruppe Orks Theodreds Männer angegriffen, aber sie konnten den Entschlossenheit und dem Geschick der rohirrischen Männer nur wenig entgegensetzen. Als dann Arien ihre Fahrt über den Himmel begann, kamen weitere Truppen aus dem Osten. Sie waren zahlreicher, vor allem aber waren auch Narks unter ihnen, und zwar nicht wenige. Theodred war noch mit etwa 60 Männern unterwegs, aber er wusste, an diesem Nachmittag würden es weniger werden.
Er wusste aber auch, dass es sich lohnte. Sie hatten den Schneeborn hinter sich gelassen und waren nun nördlich der Entwasser unterwegs. Und er hatte Nachricht nach Edoras schicken lassen, um die Truppen weiter im Norden und jene an der Pforte von Rohan zu verstärken. Sein Land würde nicht in die Hände Kanós fallen, nicht so lange er und seine Männer dazu in der Lage waren, ein Schwert zu führen oder einen Bogen zu spannen.

Und auch nicht, bevor er Miriel noch einmal sah.

"Komm, Eromir, die Schlacht ist bald vorbei." Theodred war bereit, zu kämpfen, und es dauerte nicht lang, bis er in der Schlacht jemanden fand, der seine Einladung annahm. Und viele nach ihm. An diesem Morgen gewannen Theodreds Männer eine weitere Schlacht, aber fünf von ihnen würden nicht mehr nach Hause zurückkehren.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken