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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr

Sandigmann

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Teltalathiel]

Teltalathiel schrieb:
Also, Ulven, ich finde dein gedicht auch sehr gut, eben wegen der Doppelbödigkeit und auch die Art, wie du das Ganze kritisierst.



Danke
In Bezug auf:

Nur würde ich sagen, dass die erste Person Singular von "gebären" gebiert ist. also gebärt klingt irgendwie komisch.
LG



Ich zitere hier mal den Duden:

Duden schrieb:
1. Formen: Statt der unregelmäßigen Formen „du gebierst“, „sie gebiert“; „gebier!“ werden heute im Indikativ Präsens gewöhnlich die regelmäßigen Formen „gebärst“, „gebärt“; „gebäre!“ verwendet.
(c) Dudenverlag



Eigentlich kann man beides verwenden, "gebärt" ist einfach die "modernere" Variante. Ich habe aber mich aber deshalb gegen "gebiert" entschieden, weil das komisch klingt

P.S.
Was ist mit den Geschichten?
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Teltalathiel

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Sandigmann]

Ja, Ulven, ich wollte gerade dir Bescheid geben, dass das sicher im nächsten Monat dann bei dir eintrudelt. Es ist nämlich so: ich habe erstmal von zwei Personen Anemrkungen, jedoch muss die natürlich noch berücksichtigen und editieren.
Das dauert, da ich Wochenendhomegänger bin und da natürlich einen anderen Computer habe und gar keine Zeit, und dann muss ich die Dateien erstmal hierher mitnehmen und so weiter.
Kannst du noch so lange warten?
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Sandigmann

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Teltalathiel]

Ich warte so lange, wie du brauchst
Ich wollte nur sicher gehen, dass du das nicht vergessen hast
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Teltalathiel

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Sandigmann]

Ich habs nicht vergessen und hoffe, das diese Woche noch neben des Lernens erledigen zu können.
Nebenher schreib ich ja schon wieder an zwei neuen Geschichten.....
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Teltalathiel

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Teltalathiel]

Sind im Moment drei. Aber ich hoffe, dir wenigstens die eine bald präsentieren zu dürfen.
Denn die anderen sind leider auf dem anderen Rechner und da komm ich erst nächste Woche wieder ran. Aber dann... *diesmal richtig versprech*

edit: soo, eben fertig geworden....

An einem kalten Herbstabend ließ er sich sein Pferd satteln und ritt vom Gut. Unter dem grauen Himmel waren seine Wiesen grau und verwelkt. Es ärgerte ihn, dass der Winter so früh gekommen war, dass er das Gras kein weiteres Mal hatte scheiden lassen können. das Heu hätte er gut gebrauchen können, in seinen Scheunen war genug Patz und wenn der armen Bauern gegen Ende des Winters das Futter knapp wurde ließ es sich gegen einen sehr guten Preis verkaufen. Er lächelte. Das hatten seine zahlreichen armen Nachbarn davon, ihm ihre Scheunen zu verkaufen. Kein Wunder, dass sie ihr Vieh nicht mehr ernähren konnten! Nicht lange und ihm gehörte nicht nur das Land, sondern auch das Vieh selbst. Und alle würden nur für ihn arbeiten.
Selbstgefällig trieb er seinen Rappen an. Dieser reagierte nicht. Stattdessen meinte er, ein leises Stimmchen zu vernehmen, eine Stimme wie die eines Eiszapfens, hoch und klirrend. Es flüsterte etwas unverständliches, beschwörendes. Doch als er sich noch mit gerunzelter Stirn umsah, tat das Tier urplötzlich einen großen Satz nach vorn und verfiel in einen sehr schnellen Jagdgalopp, zu dem sein Reiter ihn nie hatte bringen können. Dieser war kein schwacher Mann und so hielt er sich oben, betrog sich jedoch selber um die Tatsache, noch die Zügel in der Hand zu halten. Er kannte sein Reitpferd und vermutete, dass es bald außer Atem von selber langsamer werden würde. Doch immer weiter ging die wilde Jagd, querfeldein, über Felder, die die Farbe von fast reifem Wein hatten, durch eine kleine Senke, die mit Schilf bewachsen war, das die bleiche Farbe von frisch gemachten Käse hatte und beim Vorüberreiten knisternd gegen seine Beine peitschte, dann hörte er durch die eisige Luft, die in seinen Ohren pfiff, das leise Brechen der dünnen Eisschicht einer überfrorenen Pfütze und sogleich wieder das gleichmäßige Trappeln der Hufe auf hartem Boden. Doch in seinem Kopf hörte er immer noch die seltsame Stimme. Er konnte es nicht erklären, doch sie ängstigte ihn. Macht hatte daraus gesprochen, Sicherheit der Macht, etwas zu erwirken. Es gefiel ihm gar nicht, denn er war doch der Einzige, der hier auf viele Meilen so sprechen konnte.
Er bekam kaum noch Luft, war hilflos ausgeliefert und wurde wie ein schlecht verzurrter Sack im Sattel hin und hergeworfen. Irgendwie hielt er sich trotzdem oben, bemerkte nicht einmal, wie. Er merkte nur, dass seine Finger schmerzten. Sei Kopf begann, fieberhaft nachzudenken. Der Hengst dachte anscheinend nicht daran, anzuhalten. Was auch immer in das dumme Vieh gefahren ist! Es musste ihm doch gehorchen! Ärgerlich versuchte er, die Zügel anzuziehen. Nichts zu machen. Wie von der Wespe gestochen raste sein sonst so gehorsamer Rappe dahin. Hilflos hieb er mit Reitpeitsche und Sporen auf ihn ein, doch auch das bewirkte nichts. Langsam ging ihm der Atem aus und mit der Luft schwanden gleichermaßen auch seine Kräfte.
Plötzlich war der Wald da, der Wald am Ende seines großen Guts. Und der bekam Angst. Er erinnerte sich nur zu gut n den Tag, an dem er den Berg bestiegen hatte, der sich dahinter erhob, die Kuppe erreicht hatte und von der obstersten Klippe hinuntergesehen hatte und das tiefe Tal, der Weg dorthin unbezwingbar und von feinen, spitzen Felsen übersät. Doch direkt unter dem kühnen Wanderer tat sich Leere auf und er war, von der Angst zu fallen überwältigt, schnell zurückgetreten, als er gewahr wurde, auf einem riesigen Überhang zu stehen. Die Höhe bekam ihm gar nicht.
Das ungehorsame Pferd nahm den selben verfluchten Weg, brach durch die ersten Bäume, bewegte sich auf dem feuchten Laub mit seltsamer Sicherheit und raste unaufhaltsam dem Gipfel entgegen.
Je höher das verrückte Tier ihn trug, umso mehr gelangte er zu der Einsicht, es hätte die grausame Absicht, sich mit ihm zu Tode zu stürzen. Doch warum denn nur? Er tat doch niemals einer Fliege etwas zuleide. Nein, du lässt sie nur an der Wand zerquetschen, von einem deiner Diener, schienen die Buchen um ihn her auf Pferd und Reiter einzuflüstern. Ihre Stimme klang feucht und dumpf, doch er erkannte die gleiche unterschwellige Macht darin wie in der Stimme zuvor. Die Angst packte ihn mit Eisesklauen. Ich muss loslassen, dachte er. Sofort. Da traten die Bäume zu beiden Seiten zurück. Er wusste es, der Weg war kurz bis zum Abgrund. Loslassen, befahl er seinen verkrampften Fingern. Doch seine Augen sagten etwas anderes, dass ein Sturz vom Pferd ihn ebenfalls das Leben kosten würde, denn der Boden bestand nur noch aus massivem Fels. Zwischen den feinen, tiefschwarzen Ohren des Hengstes sah er inzwischen nur noch die hellgraue Weite des Nichts. Und immer noch klammerte er sich in der Mähne fest, als wäre sie ein Rettungsring auf offener See. Sein Verstand hatte ausgesetzt. Zwischen zwei Lidschlägen meinte er, eine kleine Gestalt zu sehen, in dunkles Tuch gehüllt, einen traurigen, aber auch ernsten Schatten über dem zeitlosen Gesicht, die Hand nach ihnen ausgestreckt.
Kurz vor dem Abgrund warf sich das mächtige Pferd mit einer solchen Heftigkeit herum, dass die Finger des Reiters den Halt verloren. Er sah das Weiße in den sanften Augen des Tieres und merkte, dass es auf die Gestalt am Waldrand zuhielt, hörte den Hufschlag sich endlich verlangsamen. Dann hörte er nur noch das Wispern des Windes, dass sich mit dem Klirren der Felder und dem Summen der Steine zu einem lauten Pfeifen vereinigte.
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Sandigmann

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Teltalathiel]

Erster Eindruck:
Atmosphärisch dicht und sehr gut erzählt.
Du schreibst mittellange Sätze, was fast überall passt.
Nur in der Mitte ist ein sehr langer Satz, bei dem man problemlos einige Punkte durch Kommas ersetzen könnte, ohne sonst etwas zu ändern.

Ich kann dir anbieten, den Text (geringfügig, vor allem grammatikalisch) nach der Prüfungszeit zu überarbeiten. Dann kann ich auch etwas mehr sagen.
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Teltalathiel

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Sandigmann]

Danke, Ulven. Also das mit den Sätzen: ich find sie im Vergleich recht lang. Mag eher kurze Sätze.
Und der eine lange Satz: da würde ich keine Punkte mehr mit Kommas ersetzen. :P Und ehrlich gesagt auch keine Kommas mit Punkten. Mal sehn, was die anderen dazu sagen.

Es würde mir hier an der Stelle reichen, wenn du nur die Änderungen und Anmerkungen hier reinstellen würdest. Die anderen interessiert es sicher auch, nehm ich an.

danke, Telta
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Sandigmann

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Teltalathiel]

Gnä. Da habe ich doch tatsächlich genau das Gegenteil von dem geschrieben, was ich sagen wollte

Dreh' das mit den Punkten und den Kommas einfach um
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Medeia

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Sandigmann]

Es ist aus einem Brief und es ist anders.
Ich würde mich freuen, wenn ihr dazu Stellung beziehen würdet - wie es auf euch gewirkt hat, was ihr beim Lesen gedacht habt etc. .

"Du redest und redest, du versuchst in die Dinge die dich beschäftigen Klarheit zu bringen, sie zu sortieren, zu strukturieren, zu verstehen; du versuchst zu beschreiben, was unbeschreibbar – was so fremdartig nicht sagbar, nicht berührbar ist; du versuchst in Gestalt von Silben, Worten, Sätzen deinem inneren Sturm Leben einzuhauchen in der Hoffnung zu begreifen – das Wie und das Warum, deine Vergangenheit, deine Gegenwart und deine Zukunft.
Aber es ist nur ein jämmerlicher Versuch, dein Innerstes, was dich berührt und bewegt zu artikulieren, deine Worte reichen nicht aus, dein Wortschatz reicht nicht aus. Du bist gefangen in der Sprachlosigkeit der Sprache.
Du redest, versuchst dadurch Nähe zu schaffen, die Distanz zu überwinden; du redest und redest als gilt es einen Wettlauf gegen die Zeit auszutragen. Du hast nur Worte und die toten Hülsen der Worte anderer. Du suchst Verstehen und Vertrauen zu schaffen - durch Worte - und du gibst dich dieser Illusion hin; du hast Angst davor und doch lässt du dich von deiner Erregung und von der tief in deinem Inneren sitzenden Hoffnung auf Erfüllung deiner chímaira verführen. Du öffnest dich, legst deinen Schutzwall ab und deine Masken; hüllenlos in deiner Schutzlosigkeit bist du verletzlich und angreifbar.
Du hast Angst nicht verstanden zu werden, du hast Angst dich der Lächerlichkeit preiszugeben, Angst die Eindringlichkeit deiner Wortflut sei zu pathetisch, zu schwülstig, zu melodramatisch, zu empfindsam; du bemühst dich um Sachlichkeit – du wirst ironisch, versuchst die Intensität abzumildern – Ironie gegenüber deinen Worten ist Ironie gegenüber deinem Inneren; mit deinem Zynismus zerreißt du die Worte und zerreißt dich damit selbst. Du übst Verrat an deiner Seele aus Angst vor mangelnder Akzeptanz, aus Angst vor dir selbst.
Du suchst nach Heilung, aber die Wunden werden nicht geschlossen.
Du verabschiedest dich, du bleibst zurück, du legst auf oder gehst aus dem Zimmer – was bleibt ist schaler Nachgeschmack entblößender Nacktheit – leer, erschöpft, ausgelaugt, unbefriedigt. Man begegnet dir mit Unverständnis und Ungeduld. Deine Worte, sie sind verpufft in der Unendlichkeit zwischen Raum und Zeit – du hast nach Antworten gesucht, aber man hat dich nicht begriffen – man wich zurück vor der Heftigkeit der Intensität und der Leidenschaft deiner Worte; der stockenden Syntax der unfassbaren Tiefe deines Inneren.
Du bist ruhelos, es nimmt dir den Atem – du hast das Gefühl, eine eisige Faust hält dein Herz fest in ihrer Hand, unnachgiebig und beklemmend; du möchtest die Zeit zurückdrehen und die Worte zurücknehmen. Was bleibt ist Einsamkeit und sprachlose Stille - eine nie enden wollende traurige Sehnsucht." (C.L.)
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Teltalathiel

Gefährte

Re: Glir Tegol 15 – Federn singen durchs Jahr [Re: Medeia]

Tja, was soll ich sagen? Ich weiß nicht genau, was du dir von uns erhoffst, aber ich erzähl jetzt mal bisschen was.....

Also ich fand die ganze Aussage des Text(ausschnitt?)es sehr krass. Da scheint der Schreiber den Leser sehr gut zu kennen - besser als es selber - und vor allem die Intention zu haben, es demjenigen zu sagen. Vielleicht versucht er auch, ihm etwas einzureden, ihn zu beeinflussen, ihn zu brechen und ihm den Mut zu nehmen. Oder ihm die Augen öffnen.
Ich selber wäre sehr betroffen, wenn mir jemand so ezwas sagen würde. Vor allem "du übst Verrat an deiner Seele" finde ich sehr gewagt. Das, denke ich, würde ich selber nie tun. Aber wenn mir jemand sagt, dass meine Worte hohl sind, nichts bewirken, nicht da ankommen, wo sie sollen, dann wäre ich schon sehr geknickt. Aber ich würde darüber nachdenken.
Das ist sicher auch das, was damit beabsichtigt ist. denke ich.

LG, Telta
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