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Legolas

Hüterin der Geschichten

Der Weg der Steine XV

Nachdem wir mit unserem letzten Thread sehr sparsam umgegangen sind, eröffne ich hiermit nach 444 Tagen (ehrlich!) den 15. Thread zum Weg der Steine. Mögen die Ideen fließen, die Finger flink schreiben und die Kreativität nie austrocknen. Viel Spaß beim Schreiben!:)

Alt und grau
Alt und weise
Alt und informativ



Und dann wäre da noch die Zusammenfassung:


Hauptgruppe


02. Dezember

Die Gruppe befindet sich immer noch in Minas Thonfalon. Nachdem Aradia Miriel über ihre Beziehung zu Taerion unterrichtet hat, trennen sich die Wege der beiden wieder. Abends betrinkt sich Miriel zusammen mit Taerion. Als er dann später alleine vor dem Gasthaus unterwegs ist, wird Taerion überfallen und bekommt ein Messer ins Bein gestochen. Zurück in seinem Zimmer, versorgt Aradia die Wunde und schaut hinterher bei den anderen nach dem Rechten.
Es stellt sich heraus, dass Isha und Miguel für den Mordversuch verantwortlich sind.
Derweil versucht Viola, sich an den Stein zu gewöhnen. Ciarán und Nauralass sprechen einander ihr Vertrauen aus, und Irvin tut sich schwer mit seiner Entscheidung, die Gruppe zu begleiten, hat er doch Frau und Kind.



03. Dezember

Aradia besorgt für sich und Taerion Frühstück. Unterwegs trifft sie auf Viola, mit der sie sich für später verabredet. Daraufhin frühstückt Viola zusammen mit Nauralass und Ciarán, und erzählt ihnen von dem Mordversuch an Taerion. Nach dem Frühstück geht Nauralass zu ihm und Aradia, und sie beschließen gemeinsam, noch zwei Tage länger zu bleiben.
Später dann holt Aradia Viola ab, um mit ihr in die Stadt zu gehen, und spricht ihr dabei etwas Mut in Bezug auf ihre Aufgabe als Steinträgerin zu. Eigentlich wollten sie auch Miriel mitnehmen, aber Nauralass informiert sie darüber, dass Miriel krank ist, und geht stattdessen selbst mit. Beim Sattler trennt sie sich von den beiden, trifft sich später aber mit Ciarán.
Indes entschuldigt sich Miriel bei Taerion und hilft ihm, mit ihr hinunter in die Gaststube zu gehen. Taerion erzählt ein bisschen aus seinem Leben, bevor sie Gesellschaft von Crispin erhalten, dessen Pferd sie bei einem Kartenspiel gewinnen. Auch Irvin, der sich endgültig von seiner Frau verabschiedet hat, stößt zu ihnen, ebenso wie etwas später Aradia und Viola.
Es gibt aber auch Tote zu beklagen - Isha röstet Zottel, Nethadans Eichhörnchen.



03. und 04. Dezember

Es werden Vorbereitungen für die Weiterreise getroffen.



05. - 24. Dezember

Die Gruppe setzt ihren Weg in Richtung Mithlond fort. Es herrscht eine eisige Kälte, jedoch fällt zumindest kein Schnee.



25. Dezember

Die Gruppe erreicht Harlindon und befindet sich in der Nähe der Ered Luin. Taerion, Nethadan und Viola unterhalten sich, wobei Viola von ihrer Heimat erzählt. Irvin indes hat sich auf die Jagd gemacht, und ist erfolgreich dabei - er bringt einen toten Wolf mit, den Miriel häutet und Viola anschließend zu Essen verarbeitet.
Während Irvin und Aradia sich später am Tag über die Unternehmung unterhalten, flammt zwischen Taerion, Viola, Nethadan und bald auch Isha und Nauralass eine Diskussionen über Frauen auf, in deren Verlauf klar wird, dass Nauralass Ishas Mutter kannte.
Zuletzt bekommt Viola durch ihren Stein eine Vision - es werde regnen. Einmal mehr redet sie mit Aradia über ihre Aufgabe als Steinträgerin, und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.



26. - 28. Dezember

Die Gruppe reist weiter in Richtung Mithlond.



29. Dezember

Nauralass verkündet Ciarán gegenüber, dass sie die Gruppe nicht nach Mithlond begleiten werde, und erklärt ihm auch ihre Gründe dafür. Er bietet ihr an, mit ihr zu gehen, sie jedoch lehnt das ab.
Isha und Laliria gehen derweil Wasser holen. Alarmiert durch Viola, die eine Vision hat, gehen auch die anderen zum See, nur um zu entdecken, dass beide Frauen ins Wasser eingebrochen sind. Aradia gelingt es, Isha zu retten, aber Laliria ist tot - von Isha umgebracht. In Folge ihres Todes kommt es auch zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Miriel und Viola, die unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen.



30. Dezember

Nach Lalirias Beerdigung reitet die Gruppe weiter. Unterwegs erklärt Nauralass Aradia, dass sie die Gruppe nicht weiter begleiten werde. Bei der nächsten Rast gibt sie auch dem Rest der Gruppe Bescheid. Miriel nimmt diese Nachricht nicht besonders gut auf, während Taerion seine Hilfe anbietet. Nauralass erklärt, dass sie an den Emyn Beraid auf die Gruppe warten werde.



31. Dezember

In Begeleitung von Ascar verlässt Nauralass die Gruppe, die im Laufe des Abends Mithlond erreicht und dort Zimmer zugeteilt bekommt. Aradia besucht noch am selben Abend Pallandos Aufbewahrungsstätte.



01. Januar

Miriel ist krank und liegt mit einem schweren Fieber im Bett. Ihr einziger Besucher an diesem Tag ist Aradia.
Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen Aradia und Taerion einmal mehr zu Pallando, und treffen auf dem Weg dorthin Ciarán, der zuvor bei seinem alten Freund Bridei frühstücken war. Taerion lässt sich dazu überreden, Pallandos Aufbewahrungsstätte ebenfalls zu betreten. Erst als Aradia und Ciarán gemeinsam an den Strand gehen, um einige Dinge zu bereden, geht er seine eigenen Wege.
Baraghir, der von Elenath begleitet wird, trifft Taerion bei seinem Training, und fragt ihn, wo Ciarán sei. Der weigert sich erst, dem Mann diese Informationen zu geben, nach einer kurzen Auseinandersetzung verrät er aber, wo Ciarán sich befindet. Baraghir macht sich auf den Weg zu ihm und trifft unterwegs Aradia, die auf dem Weg zurück vom Strand Irvin getroffen hat. Die beiden unterhalten sich kurz bevor Baraghir seinen Weg fortsetzt. Als er Ciarán dann endlich trifft, beschließen die beiden, am nächsten Tag gemeinsam zu Nauralass zu reiten.
Nethadan verläuft sich derweil in den weiten Gängen des Hauses und macht eine Statue kaputt. Elenath hilft ihm aus seiner misslichen Lage, sorgt dafür, dass seine Schnittwunde versorgt wird und bringt ihn und Viola, auf die sie später treffen, zum Speisesaal, wo die beiden ein stattliches Frühstück zu sich nehmen. Hinterher streift Viola ein wenig durch den Palast, bis sie schließlich den vom Training zurückkehrenden Taerion trifft, mit dem sie sich gemeinsam ein wenig in der Stadt umschaut und ein paar Kleinigkeiten einkauft.
Am Abend dann findet ein großes Fest statt, bei dem fast alle Gefährten anwesend sind. Ciarán jedoch verlässt das Fest recht früh wieder und geht an den Strand, wo er einmal mehr Baraghir trifft.



02. Januar

Ciarán verschläft zwar den halben Morgen, macht sich dann aber zusammen mit Baraghir auf den Weg zu Nauralass.



03. - 08. Januar

Ciarán und Baraghir reiten regelmäßig zu Nauralass.



09. Januar

Als Nauralass früh am Morgen aufwacht, kommt Ascar verletzt zu ihr - und stirbt in ihren Armen. Nur wenige Sekunden später wird Nauralass von einem Rudel Wölfe angegriffen. Sie schickt ihr Pferd weg, während sie sich selbst verzweifelt gegen die Wölfe zu wehren versucht. Zuletzt sinkt sie ohnmächtig zu Boden, die Wölfe sind jedoch alle tot. Als die Dämmerung einsetzt, wacht sie wieder auf, und beschließt, nach Mithlond zu laufen. Sie wird in Gewahrsam genommen und vor Elenath geführt.
Nauralass bittet sie um Hilfe, und bekommt diese auch gewehrt.






Baraghir/Nauralass

03. Dezember

Baraghir begibt sich auf den Weg nach Mithlond. Am Abend kommt er an und nimmt an einer kleinen Feier teil.



04. Dezember

Baraghir besucht Pallandos Aufbewahrungsstätte.



31. Dezember

Baraghir jagt erfolgreich einen Rehbock und kehrt in das Gasthaus in Mithlond zurück.



01. Dezember

Nauralass trifft auf Baraghir. Beide sind einander gegenüber zunächst misstrauisch, bis sie erfahren, dass sie beide Ciarán kennen. Sie schließt sich ihm bei der Jagd an. Abends kehrt Baraghir alleine nach Mithlond zurück, während Nauralass zitternd im Wald einschläft.



02. Dezember

Elenath, die inzwischen von Nauralass Anwesenheit weiß, sucht diese auf, warnt sie eindringlich und informiert sie darüber, dass Miriel krank ist.




Mushu

Mushu vermisst Miguel. Sie fühlt sich alleine und überfordert.




Theodred

01./02. Dezember

Immer mehr Dörfer östlich des Mering-Stromes werden von Kanos Truppen überfallen. Theodred erhält einen Brief von seinem alten Freund Talos, in dem er ihn um seine Hilfe bittet.
Noch in der selben Nacht reitet er los, um Talos zu helfen, so wie allen anderen Menschen in Edoras, die vor Kanos Truppen nicht mehr sicher sind.



02. Januar

Bei einem Kampf am Schneeborn stirbt Talos, die restlichen Männer, mittlerweile mehr als 60 an der Zahl, können die Kreaturen Kanos jedoch zurückschlagen. Theodred ist noch nicht bereit, nach Edoras zurückzukehren. Seine Gedanken sind bei Miriel, von der er hofft, sie eines Tages wiedersehen zu dürfen.



Die bisherigen Stationen und was wir noch vor uns haben:

Lórien von da aus nach Fangorn
Weiter durch Rohan, eventuell Kämpfe die wir unterstützen ausgehend vom Orthanc,
Nach Gondor.. Warnung aussprechen
Edoras
Weiterer Weg zu den Eryn Vorn
Winterlager in Mithlond
Über Auenland nach Bruchtal
Längerer Stopp im Düsterwald, dorthin hat Elrond schon den Stein des Lichtes bringen lassen.
- erster Showdown (Verwandlung der Steine)
- Marsch der Gefährten plus Elbenheer nach Mordor
- Unterstützung eines Heeres von Gondor oder Rohan oder beide... führt zum Sieg
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Nìthiel

Gefährte

09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Legolas]

Miriel lächelte und griff mit beiden Händen nach seiner Hand. Einen langen Moment hielt sie sie einfach fest, dann nickte sie und flüsterte: "Ich bin auch froh, dich zu sehen. Ich dachte, wir hätten dich für immer verloren." Lächelnd, aber mit besorgten Augen musterte sie den Elb. Er sah noch immer sehr krank aus und Miriel bekam eine Ahnung, dass er nie wieder so gesund werden würde, wie er einst war. Und der Weg zu ihr hatte ihn offensichtlich angestrengt.
Ein rauhes Kitzeln im Hals verriet einen neuen Hustenanfall, der sich anbahnte. Sie unterdrückte ihn und flüsterte heiser: "Du hättest nicht kommen sollen. Wenn du dich bei mir ansteckst..." Sie ließ den Satz unvollendet, aber es war klar, was sie befürchtete.
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Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Nìthiel]

Sanft strich er mit dem Daumen über jenes Fleckchen ihrer Hand das er erreichen konnte. Er sah den Schmerz in ihren Augen, spürte wie wenig Kraft ihr noch innewohnte und nahm sich vor sobald Yilwyna ihn zurück in sein Zimmer gebracht hatte, die Heilerin genauer über Miriels Erkrankung zu befragen. Haldir beugte sich noch etwas näher an Miriel heran. Er hatte keine Angst sich bei ihr anzustecken. Mehr als das Gift in seinem Körper konnte auch ihr Husten ihm nicht anhaben. “Sorge Dich nicht um mich Miriel. Mit Nichten wäre ich mit Yilwynas Erlaubnis hier wenn sie deine Sorge teilen würde. Es fühlt sich so gut an dich zu berühren, deine Stimme zu hören Miriel. Ich… ich habe geglaubt dich nie wieder zu sehen. Kein Husten, keine noch so gefährliche Erkrankung, nichts kann mich davon abhalten jetzt hier neben dir zu sitzen. Nicht einmal meine eigene Schwäche.“ Für einen Moment wurde es Haldir passend zu seiner Aussage schwarz vor Augen, so dass er seine Lider einen Moment lang fest aufeinander presste. “Was sagen die Heiler? Wird es dir bald besser gehen?“
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Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Krankenlager [Re: Haldir]

Miriel drückte einen Handrücken auf ihre Lippen und hustete kurz. Dann zuckte sie mit den Schultern. "Du weißt doch, dass mich so schnell nichts umwirft. Ich komm schon wieder auf die Beine. Es ist ja nicht, als ob ich eine Wahl hätte." Sie lächelte humorlos und nahm den Stein, der nach wie vor an der Kette um ihren Hals hing, in die Hand. Sie sah einen Moment stumm in das goldene Licht, das in der Mitte des Steins schimmerte, dann ließ sie ihn wieder los und sah Haldir an.
"Doch was ist mit dir? Wirst du wieder gesund werden? Wirklich gesund?" fragte sie leise.
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Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Stadt [Re: Nìthiel]


Es war einer der wenigen Tage, die Caladan ganz fuer sich alleine hatte. Obwohl er gerne bei Haldir war und sich um ihn kuemmerte, genoss er die Zeit in der er Haldir in Yilwynas Obhut wusste und gut versorgt.
Schwer lastete Haldirs Gesundheitszustand auf seinem Gemuet und jedesmal, wenn er die Tueren ihres Zimmers hinter sich liess und seine Schritte in die Stadt lenkte, wurde ihm leichter um sein Herz und seine Sorge machte einem Schimmer Hoffnung Platz.
Bei ihrer Ankunft vor vielen Tagen hatten seine Augen keinen Blick fuer die Schoenheit dieser Stadt gehabt. Jetzt, nachdem er abermals rastlos durch die unzaehligen Gassen gewandert war und von den hohen Klippen auf denen die Mauern standen auf das Meer hinuntergeschaut hatte, sah er die Jahrtausende alte Baukunst, die sich so von seiner Heimat Lorien unterschied.

Er laechelte.
Sollte das Schicksal ihn und Haldir hierbehalten, wuerde er froh sein. Denn von hier aus war der weg nach Aman kuerzer.

Obwohl die Sonne schien, war es ein bitterkalter Tag. Caladan wickelte den warmen Mantel fester um seinen Leib und zog die Kapuze tiefer ins Gesicht.
Obwohl er geplant hatte, heute zu den Haefen hinuter zu gehen, fuehrten ihn seine Schritte in das dichte Netz aus Strassen und Gasen, das sich zwischen den hohen Gebaeuden hindurchzog. Vielleicht war es im Schutze der Haeuser ein wenig waermer.

Als er so dahinschlenderte, bemerkte Caladan, dass alle Gesichter, die ihm begegneten, fremd waren. Ausser ihren Gefaehrten und den Elben, die sich seit ihrer Ankunft im Palast um sie kuemmerten, kannte er niemanden und in diesem Moment, beschloss er, das zu aendern. Er brauchte Gesellschaft.
Sein Blick fiel auf eine Tuere zu seiner rechten, die auffaellig oft auf und zu ging. Beinahe jeden Augenblick war schon wieder eine neue Hand am Tuergriff um sie zu oeffnen.
Eine ganze Weile lang beobachtete Caldan still das Geschehen, sah die zufriedenen Gesichter der Elben, die das Haus verliessen, bevor sie sich die Kapuzen ueber die Stirn zogen und ihrer Wege gingen.
Gerade hatte er den Entschluss gefasst, dem naechsten, der hineinging einfach zu folgen, als es ploetzlich laut wurde in der schmalen Gasse in der er stand.
Mit einem Mal wurde das Gedraenge gross, er hoerte laute Rufe und schon zog ihn eine Hand nach hinten an die Wand, um den Menschen, die dort kamen Platz zu machen. Ueberrascht blickte er in das Gesicht eines dunkelhaarigen Elben, etwa im selben Alter wie er selbst, der ihn rechtzeitig von der Mitte der Strasse weggezogen hatte, wo er verbluefft stehengeblieben war.
Bevor er sich bedanken konnte, wurde das Gemurmel und die Rufe so laut, dass seine Aufmerksamkeit wieder dem Gedraenge zufiel. Zwischen den Koepfen der anderen hindurch erkannte er ein ganzes Dutzend Wachposten. Die Haelfte ihrer Speere waren hoch ueber den Koepfen zu erkennen, die andere Haelfte hielten sie auf irgendetwas in ihrer Mitte gerichtet.
Caladan erkannte kaum, was vor sich ging, als ploetzlich der Elb, der noch immer neben ihm stand in Aufregung geriet und rief, "Sie ist es wirklich!"
"Moerderin!" "Verraeterin!", erhoben sich ploetzlich die Stimmen und als der Zug an ihnen vorbeikam erhaschte Caladan einen Blick durch ihre Mitte hindurch und sah in Nauralass aschfahles Gesicht, die stumm und wie in Trance dem Hauptmann der Wache folgte.
"Nauralass!", rief er mit besorgter Stimme und es klang seltsam fremd zwischen all den hasserfuellten Lauten. "Nauralass!"
Doch schon im naechsten Moment waren sie vorbei und das Gedraenge schloss sich hinter ihnen und er konnte sie nicht mehr erreichen.
Caladans Augen weiteten sich in Entsetzen. Sogar von Weitem hatte er ihre blutdurchtraenkten Kleider gesehen und in ihren Augen den Schmerz erkannt, der in ihr tobte.
Was auch immer geschehen war, es verhiess nichts Gutes, dass sie jetzt hier war.

"Jetzt wird sie endlich fuer ihre Tat buessen," sagte der dunkelhaarige Elb neben ihm mit einem zufriedenen Laecheln auf den schmalen Lippen, doch als sein Blick auf Caladans entsetzte Mine fiel, verschwand sein Laecheln ploetzlich. "Ist alles in Ordnung?," fragte er dann und legte sorgsam seine Hand auf Caladans Schulter.
"Ganz und gar nicht," erwiderte dieser nur kalt, streifte die fremde Hand von sich und kurz daraufhin war er aus dem Blick des Elben verschwunden.

Es dauerte lange bis Caladan endlich am Palast zurueck war. Normalerweise stieg er eher ungern die Treppen hinauf, die zum Krankenfluegel fuehrten. Diesmal konnte er es in Sorge um Nauralass kaum erwarten.
Er wusste nicht einmal, ob man sie hierher gebracht oder gleich in einen der Kerker tief unten geworfen hatte, aber seine Vermutung bestaetigte sich, als er die Wachen sah, die auf ein Mal vor den Tueren postiert waren.

Caladan verlangsamte seinen Schritt und bemuehte sich, in seiner Aufregung ruhiger zu atmen. Normalerweise war er es gewohnt, hier ein und aus zu gehen. War er erst einmal in den Raeumen konnte er von einem der Heiler, die er jetzt gut kannte Informationen ueber den Zustand der Elbe erlangen oder sie vielleicht sogar sehen.
Aber noch bevor er die grossen schweren Tueren erreichen konnte, kreuzten sich zwei Speere vor seiner Nase und eine Stimme sagte bestimmt: " Ohne Elenaths Erlaubnis ist es niemandem gestattet, diesen Fluegel zu betreten."
Ein Blick auf die Wachen verrieten Caladan, dass er besser nicht mit ihnen argumentierte und presste die Lippen zusammen, um nichts Falsches zu sagen.
Stattdessen machte er kehrt und eilte den Weg zurueck, den er gekommen war.
Selbst hier im Palast waren ueberall aufgebrachte Stimmen laut und der Name seiner Gefaehrtin fiel mehr als einmal in unfreundlichem Ton.
Caladan versuchte ihre Worte zu ignorieren, als ihn sein Weg zu Ciarans Zimmer fuehrte, das er im Ostteil des Palastes bewohnte. Er hoffte, dass sein Freund noch nicht von ihrer Ankunft erfahren hatte. Er hielt es fuer besser, wenn er es ihm selbst sagen wuerde.

Ohne anzuklopfen betrat Caladan schliesslich das Zimmer, nur um eine erschrockene Dienerin vorzufinden, die gerade die Reste des Fruehstuecks wegbringen wollte.
"Wo ist Ciaran?", fragte Caladan aufgebracht, als er sah, dass das Zimmer ansonsten verlassen war.
"Ich...er hat heute morgen die Stadt verlassen," antwortete die Elbe nur, bevor Caladan schon wieder verschwunden war.

Draussen auf dem Gang begegnete er einem anderen Diener, der, fieberhaft wie er war, anscheinend schon nach ihm gesucht hatte.
"Ihr und eure Gefaehrten werdet gebeten, euch in der grossen Halle zu versammeln", berichtete er ihm.

Nur wenige Augenblicke spaeter betrat Caladan, wie ihm berichtet worden war, die grosse Halle, wo er hoffte, endlich Antworten zu bekommen.

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LurienLuca

Tochter der Wälder

09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: Mr_Greenleaf]

Ciarán war erfüllt von Vorfreude. Nauralass rechnete nicht mit seinem Besuch und so malte er sich ihr wieder sehen in seinen Gedanken bereits aus. Den Proviant welchen Baraghir bei sich führte, würden sie gemeinsam zu sich nehmen und einen für diese Zeiten recht unbeschwerten Tag verleben können. Ihr würde er als erste anvertrauen das Baraghir sie bei ihrem kommenden Aufbruch begleiten würde und dann wollte er nun endlich mit ihr darüber sprechen wo sie den restlichen Winter gemeinsam verbringen konnten. Als sie den kleinen verschlungenen Pfad erreichten, war wie nicht anders zu erwarten ihre Spuren des letzten Abends von frischem Schnee gänzlich verdeckt. Der Wald glich einem weißen Paradies und nichts um ihn herum warnte Ciarán vor dem Bild, hätte er bereits da gewusst was ihm nur wenigen Augenblicke später grausam vor Augen geführt wurde. Ciarán verhielt Fairiel einen Moment. Etwas ließ ihn inne halten. Das sie nicht unbehelligt in den Wald und wieder hinaus ritten, war ihm nicht erst seit den letzten Tagen bewusst. Es war nicht unverständlich das man Nauralass bewachen ließ und auch wenn es dem Elben nicht gefielt, vielleicht war Nauralass somit doch ein Stück weit sicherer in diesem Winterwald, als sie dies ohne die Späher Mithlonds gewesen wäre. Er seufzte leise und trieb seinen Rappen dann wieder an. Sinnlos darüber nachzudenken erinnerte er sich in Gedanken und blies somit so gut es ging die negativen Gedanken bei Seite um sich nur noch mehr auf die Nähe seiner Liebsten zu freuen.

Fairiel passierte die letzten Bäume, dann lag der überschauliche Platz vor ihnen wo er Naurlass erwartet hatte. Anstatt der wunderschönen Elbe erblickte Ciarán nun blutgetränkten Schnee. Wie in Trance glitt er von Fairiels Rücken, strauchelte beinahe als er sich durch den Schnee zu dem ersten Wolfkadaver kämpfte, der in seiner Nähe lag. Was war geschehen? Bei Eru…. Wo war Nauralass?
Die Augen des Elben wanderten unruhig über die das Schlachtfeld. Erkannte er da in einiger Entfernung hinter den Bäumen Curón? Ciarán wandte sein Blick ab. Er musste Nauralass finden. Einzig und allein Narualass… Wortlos, angsterfüllt stapfte er weiter durch den Schnee…. Bis er die sterblichen Überrest von Ascar fand. Schluckend ließ er sich neben dem zerfetzten Körper des treuen Wolfs nieder. Vorsichtig, so als könnte er dem Tier noch Schmerzen zufügen strich er ihm über das verkrustete Fell und stellte ihm leise immer und immer wieder die Frage die ihn beinahe verzweifeln ließ. Wenigstens Sechs tote Kreaturen hatte er gezählt, wobei er sich nicht sicher war ob es nicht vielleicht doch mehr gewesen waren die ihr Leben in diesem ungleichen Kampf gelassen hatten. Hass bäumte sich in ihm auf. Nur einen Wimpernschlag zu lange hatte er seinen Augen geschlossen gehalten. Wer war für diese Blutbad verantwortlich? Schmerzhaft schrieen die Bilder jenes Massakers vor seinem Augen das von Elben zu verantworten gewesen war. Dann ihre Gefangenschaft in den Händen jener Elben die Nauralass bereits gekannt hatten. War Cirdans Volk ebenso darin verstrickt wie Gefolgsleute Thranduils? Wie weit reichte der dunkle, boshafte Einfluss Kanós bereits in die hellen Hallen der Elbenvölker hinein?
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LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlonds Wälder [Re: LurienLuca]

Ciráns Lippen zitterten. Angst, Sorge, Verzweiflung fraßen sich durch sein innerstes immer weiter hinauf. Noch nie hatte er solche Furcht verspürt. Furcht davor jemanden zu verlieren. Nicht irgendjemanden. Nauralass. Er schluckte. Sie würden allen büßen. Wer auch immer dieses Blutbad zu verantworten hatte, er würde ihm eigenhändig den Gar ausmachen. Ciarán erhob sich. Seine sonst so fließenden Bewegungen waren kurz, abgehackt. Er stolperte mehr als das er ging und fand sich schon kurz darauf auf dem Boden wieder. Das war kein normales Blut. Konnte das sein? Obwohl es inzwischen im Schnee versickert war und selbst der aufgeweichte Boden es in sich aufgenommen hatte, wirkte es doch dunkler. Intensiver wurde nun der Blick des Elben als er sich einen verstümmelten Wolf anschaute. Der Kiefer, die Augen…
Ciarán atmete tief ein. Der Geruch des Todes machte dies nicht angenehmer als die Notwendigkeit. Die schlanken Hände des Elben gruben sich in den Match neben seinen Knien, umfassten die Steine die sich kantig darin fühlen ließen. Dann öffnete sich das Ventil seiner Wut, seiner Hoffnungslosigkeit und der Stein seiner rechten Hand flog in hohem Bogen über den Platz seiner Verzweiflung. “Dafür werdet ihr bezahlen“ presste er mühsam hervor “dafür wird jemand bezahlen“ kam es kurz darauf noch einmal über seine Lippen, den Stein in seiner Linken Hand ebenfalls zum Wurf erhoben. Kuschelig warm fühlte sich dieser mit einem mal in seiner Handfläche an, Ciarán jedoch bemerkte es nicht einmal. Er schloss seine Augen, kämpfte gegen den Schmerz an und ließ seine Hand wieder sinken. Der Stein den er fest umschloss gehalten hatte glitt ohne darüber nachzudenken in die kleine Tasche auf der Unterseite seines Umhanges. Wortlos erhob Ciarán sich. Von Baraghir hatte er bisher keine weitere Notiz genommen. Sein Freund war in diesen Augenblicken nicht existent für ihn. Er war wie gefangen in den Schleier blutigen Nebels.

Erneut war es ein Tier das dann seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Curón wieherte. Er näherte sich noch immer nicht dem blutgetränkten Boden, doch konnte Ciarán ihn inzwischen wirklich als den treuen Begleiter von Nauralass ausmachen und ging ein paar Schritt auf des edle Tier zu.
Nur einen Wimpernschlag später, so als wäre es vorausbestimmt gewesen, als hätte Curón ihn an diesen Platz locken wollen, obgleich der Rappe noch immer weit entfernt stand, funkelte vor Ciarán der Schnee und zog dessen Blick auf sich. Der Elb kniete sich noch einmal nieder und schob vorsichtig den Schnee beiseite. Instinktiv. Was glaubte er hier zu finden?

Nauralass?

Nein.

Konnte er wirklich ihre Nähe spüren? War er nicht gerade im Begriff wahnsinnig zu werden?
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Harleen

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: LurienLuca]

Harleen betrat die Empfangshalle des Palastes und klopfte sich mürrisch den Staub der Straße von den Rockschößen. Im Hafen war ein Schiff aus der Eisbucht eingelaufen und die Haushofmeisterin mußte darüber informiert werden, daß die Fracht, bestehend aus wertvollem Thran, gelöscht und verteilt werden mußte. Walthran war kostbar und die Heiler Mithlonds wußten so manche Krankheit damit zu behandeln. Gewöhnlich erledigte er derlei Botengänge nicht selbst, sondern schickte einen niederen Soldaten um die Nachricht zu überbringen. Aber da mit dem Schiff auch Kunde von beunruhigenden Vorgängen im Norden gekommen war und die Nachrichten dringend dem führenden Rat zur Kenntnis gebracht werden mussten, hatte Harleen sich selbst auf den Weg gemacht. Das Treffen mit dem Rat war nicht unbedingt so verlaufen, wie Harleen es sich gewünscht hatte und nun war auch noch Elenath nicht auffindbar. Suchend sah er sich in der Halle um, doch alles was er fand war eine Frau in einfacher Kleidung. In angemessener Kleidung hätte sie vielleicht hübsch gewirkt. Zumindest so hübsch, wie eine Menschenfrau eben sein konnte. Mit kalten Augen blickte Harleen auf sie herab. "Hast du die Haushofmeisterin gesehen?" Er mißbilligte die Anwesenheit von Menschen im Palast von Mithlond. Die Engwar gehörten nicht hier her und sie störten mit ihrem plumpen Verhalten die ehrwürdige Atmosphäre.
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Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Harleen]

Aradia stand, mit hinter ihrem Rücken verschlossenen Händen, in der Empfangshalle, und wartete auf Taerion. Während er noch mit dem Polieren seiner Waffen beschäftigt war, hatte sie sich ein wenig mit ein paar alten Schriftstücken beschäftigt, um war anschließend hierher gekommen, denn sie hatte sich mit Taerion hier verabredet. Als einer der Stadtwachen die Empfangshalle betrat, drehte sie sich zu ihm und schaute zu, wie er auf sie zukam. Er war groß, sehr groß, von außergewöhnlicher Statur. Sein Gesicht erzählte von vielen vergangenen Jahrhunderten, von vielen erzählten und nicht erzählten Geschichten, vor allem aber verdeutlichte es, welch ein edles Volk die Elben waren.
Umso mehr war Aradia überrascht, als der Elb sie in der Sprache der Menschen begrüßte. Wenn man es denn begrüßen nennen wollte. In seinen Worten schwang wenig Freundlichkeit mit, doch Aradia beschloss, ihm eben damit zu begegnen. "Nein, in den letzten Minuten habe ich sie hier nicht gesehen", antwortete sie in der Sprache der Elben.



"Tell them, that the Being we all worship, under different names, will be mindful of their charity; and that the time shall not be distant when we may assemble around his throne without distinction of sex, or rank, or color."

To you I entrust Ollie and Dave. Please love them both. Don't let either one of them change.
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Harleen

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond Palast [Re: Legolas]

Harleen blieb wie angewurzelt stehen, als er aus dem Mund der Frau die Sprache seines Volkes vernahm. Es war nicht wie bei den anderen Menschen, die sich Zeit ihres Lebens damit abmühten den Klang der Worte zu imitieren und deren Bemühungen bestenfalls als jämmerlich zu bezeichnen waren. Die Frau sprach so fließend und melodisch wie ein Mensch niemals dazu in der Lage gewesen wäre. Harleen hob seine Hand an ihr Kinn und zwang mit sanfter Gewalt ihren Kopf nach oben bis er ihr geradewegs in die Augen sehen konnte. Was er dort sah machte ihn beinahe schwindeln. Ein schier unheimliches Alter blickte ihm aus diesen Augen entgegen, die braun wie die Erde des Waldes waren und doch war es mehr als nur das. Harleen sah eine tiefe Verbundenheit mit der Melodie, die Arda war. Verbundenheit, aber keine Liebe für die Musik. "Was bist du?", fragte er leise und der harte Blick seiner eisblauen Augen bohrte sich noch tiefer, als wolle er auf diese Weise das Geheimnis enträtseln, das diese Frau umgab.
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