Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Du befindest dich im Archiv unseres Forums. Hier sind alle Beiträge der Jahre 2000 bis Mitte 2008 gespeichert.

Auf Beiträge im Archiv kannst du nicht mehr antworten und Du bist hier auch nicht eingeloggt.

An aktuellen Diskussionen kannst Du in unserem Forum teilnehmen.


LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

“Wie schwer verletzt?“ fragte Ciarán zutiefst besorgt. Er wollte so viel mehr wissen, doch waren Elenaths Worte klar gewählt. Bevor er riskierte mit ihr einen Streit anzufangen, musste er zumindest noch etwas mehr über den Zustand seiner Liebsten herausbekommen. “Sagt mir, ist sie bei Bewusstsein? Und wann erwartet ihr Cirdan zurück?“ Es viel ihm nicht leicht so ruhig zu bleiben, doch er zwang sich dazu, sich an Elronds Worte erinnernd.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Etwas skeptisch blickte Haldir auf die neue Schale die Caladan ihm reichte und fixierte einige Augenblicke lang die prickelnde Flüssigkeit. “Und Du glaubst das Gebräu hier schmeckt besser?“ Noch einmal versuchte sich der Jüngere an einem Grinsen, doch man merkte ihm immer mehr an das er für diesen Tag am Ende seiner Kräfte angelangt war. Vorsichtig und mit langsamen Bewegungen setzte er die Schale an seine Lippen. Erstaunt blickte er nach drei weiteren Schlücken, über die Schale hinweg Caladan an. “Nun ja… es kommt nicht im Entferntesten an die edlen Gemische heran die ich sonst bevorzuge, aber es fällt mir um Längen leichter diese Flüssigkeit herunter zu bekommen.“ Haldir reichte mit zitternden Händen Caladan die Schale zurück und lies sich wieder zurück in die Kissen sinken. “Sag mir Caladan, was weist Du über Miriels Gesundheitszustand?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan blickte von dem Tisch auf, auf den er die Schale zurückgestellt hatte. Miriel?
Die Frage nach der Rohir überraschte ihn zunächst. Die Neuigkeiten, die Nauralass anbelangten, hatten für eine Weile in seinem Kopf überhand genommen, doch sie durften darüber hinaus nicht vergessen, dass eine weitere Gefährtin krank im Bett lag, deren Zustand sehr ernst war.
"Ich...," begann Caladan zögernd, aber dachte dann noch einmal einen Moment an die letzten Worte, die er mit Yilwina gewechselt hatte. "Es geht ihr noch immer sehr schlecht. Aber solange sich nichts mehr verschlimmert, steht sie auf der sicheren Seite. Auf der anderen Seite....bessert sich auch nichts."
Forschend blickte er in Haldirs krankes Gesicht. Auch ihm ging es nicht zunehmend besser. Doch wenn er an den Moment dachte, kurz bevor sie Mithlond erreichten und Caladan bei Haldirs Anblick kurz vor der endgültigen Verzweiflung stand, war er froh, dass er sich nun Sorgen machen durfte, anstatt in Trauer zu versinken.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: LurienLuca]

Elenath machte eine Pause, während sie Ciarans Fragen abwägte. Sie sah, wie er kaum merklich sein Gewicht auf das andere Bein verlagerte - er war wirklich besorgt. "Sie wurde von einem Wolfsrudel angefallen", sagte sie dann pointiert. "Sie hat viel Blut verloren, doch sie ist außer Lebensgefahr. Über die genauen Verletzungen müsst Ihr Anamel befragen, die zuständige Heilerin. Sie war bei Bewusstsein als sie hier ankam und soweit ich weiß, hat sie es zwischendurch bereits einmal wiedererlangt. Ob sie derzeit wach ist, kann ich Euch nicht sagen." Sie machte eine erneute Pause und beobachtet Ciarans Gesicht. Ein Teil von ihr hatte Mitleid mit ihm, doch noch war sie vorsichtig. Etwas sagte ihr, dass er derjenige sein würde, der ihre Bestimmungen am ehesten in Frage stellen würde oder sie sogar missachten würde.
"Wann Cirdan zurück sein wird, ist angesichts der Wetterlage schwer zu sagen. Doch er wurde bereits benachrichtigt."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

„Er wurde bereits benachrichtigt“ hallte es in Ciaráns Ohren nach. Eine weitläufige Antwort. Es konnte noch Wochen dauern bis er zurückkehren würde, wenn der Bote ihn überhaupt erreichte. Kaum merklich schüttelte Ciarán den Kopf und senkte seinen Blick. Das würde bedeuten, das er wenn es nach der Haushofmeisterin ging, er seine Liebste bis dahin weder sehen noch in die Arme würde schließen können. Fieberhaft überlegte Ciarán wie er nun weiter vorgehen sollte. Er durfte sie nicht erzürnen, nicht wenn er noch auf gutem, freundlichen Weg zu Nauralass gelangen wollte. Langsam hob er wieder seinen Blick. “Dass sie von Wölfen angefallen worden ist, war mir bekannt seit dem ich das Schlachtfeld gesehen habe. Sie muss ungeheuerliche Schmerzen gehabt haben wenn sie sich von dort bis hier geschleppt hat, obwohl sie wusste was sie in Euren Händen zu erwarten hat. Ich bin darüber informiert was ihr vorgeworfen wird und welche Strafe sie zu erwarten hat wenn sie sich gegen Cirdans Gesetz verhält. Dies ist auch der Grund warum ich Euch ein Stückweit dankbar dafür bin das ihr in erster Linie eine verletzte Elbe in ihr gesehen habt und nicht die Geächtete. Wie ihr vielleicht bereits durch eure Späher wisst, stehe ich Nauralass näher als jeder andere unsere Gemeinschaft. Ich weis das ich kein Recht habe von Euch etwas zu verlange, aber erbeten kann ich es mir vielleicht. Versetzt Euch in ihre Lage. Sie hat diesen Schritt gewählt weil er der einzige war der ihr Leben retten konnte. Nun aber ist sie in den Händen derer die sie am ehesten Tod sehen wollen. Lasst sie mich sehen. Nur ein einziges Mal. Damit ich ihr sagen kann das sie nicht vergebens nach Mithlond gekommen ist. Das wir für sie da sind und das ihr nicht zulassen werdet das ihr etwas geschieht ehe Cirdan zurückgekehrt ist. Lasst mich zu ihr gehen um ihr Hoffnung zu machen. Um mir Hoffnung zu geben. Bitte Elenath! Ich werde alles auf mich nehmen was ihr verlangt. Selbst ihre Strafe wenn es mir möglich wäre. Werft mich danach in das dunkelste Eurer Verließe, aber verweigert mir nicht meine Bitte. Cirdan ist ein weiser Herrscher. Er kennt mich und er würde meine Bitte sicher verstehen, wäre er an Eurer Stelle.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

“Also ist sie für die Verhältnisse eines Menschen sehr krank.“ Haldir schloss seine Augen und seufzte. Er hatte es geahnt und dennoch gehofft das Caladan ihm positiveres zu berichten hatte. Immerhin schien sich ihr Zustand nicht zu verschlechtern. Aber nicht verändern hieß eben auch, dass es nicht besser wurde. “Woran liegt es das sie auf die Behandlung der Heiler nicht anspricht?“ Ihm fiel das Sprechen zunehmend schwerer und doch wollte er seiner Müdigkeit nicht kampflos nachgeben. “Oder wütet in ihrem Körper etwas ähnliches wie jenes Gift das mich von innen zerfrisst? Sag mir Caladan... sei ehrlich... wie viel Aussicht hat sie diesen Winter zu überleben?“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Luzifergerich

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Ich habe ja vergessen die Sommerzeit, ist ja schon vorbei!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Je länger sich Caladan ernsthafte Gedanken um Miriels Gesundheitszustand machte, desto mehr Bedenken bekam er, die ihn innerlich schmerzten.
Dann jedoch schüttelte er vehement den Kopf und damit die pessimistischen Vorstellungen aus seinen Gedankengängen.

"Sie hat Aussichten," sagte er bestimmt,"....wenn sie nur fest an sich glaubt! Und alles was wir tun können ist ebenfalls an sie glauben. Alles andere bestimmt die Zeit."
Wieder blickte er in Haldirs knochiges Gesicht und wieder schmerzte ihn ein Gedanke: Der Gedanke, dass selbst Haldir in seinem kranken Zustand noch all seine Sorge auf andere richtet, die er liebt.

"Sie wird es überstehen. Und auch du wirst bis zum Frühjahr wieder ganz gesund." Dann fügte er hinzu: "Und jetzt solltest du schlafen. Du kannst doch deine Augen schon kaum mehr offen halten." Caladan bemühte sich um ein schiefes Lächeln.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Amrûn

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Wo sonst das hektische und fröhliche Treiben eines normalen Markttages herrschen sollte, wühlten schwere Stiefel und Pferdehufe das regennasse Erdreich auf. Wo ein kleines Mädchen noch Stunden zuvor weinend seiner verschütteten Milch dabei zugesehen hatte, wie diese langsam im Boden versickerte, versickerte an eben dieser Stelle nun langsam ihr eigenes Blut. Ihr kleiner Körper lag blutüberströmt auf der nackten Erde. Ihre ehemals golden schimmernden Locken hingen ihr nun, von einer aus Blut und Schlamm überzogenen Kruste, in das Gesicht. Reglose, im Augenblick des Schwerthiebs gebrochene blaue Augen starrten an den regenverhangenen Himmel empor, während ihr zarter Körper vollständig zerschmettert, mit unnatürlich verdrehten Gliedern dalag. Neben ihrem Kopf, von einem Pferdehuf tief in den schlammigen Boden gedrückt, ragten die Umrisse einer kleinen, aus Leinen gefertigten Puppe empor. Ihr liebstes Spielzeug, welches sie auch im Augenblick des Todes nicht von sich geben wollte. Ihre einzige Erinnerung an ihren Vater, sein letztes Geschenk ehe er in den Krieg gezogen war.
Miguel spürte das Gewicht seiner durchnässten Kleidung auf seinen Schultern, während er, unfähig sich zu bewegen, mitten auf dem Marktplatz stand. Das kleine Dorf, am Rande des Grauwaldes gelegen, war dem Erdboden gleichgemacht worden. Es war nicht mehr als eine Ansammlung von einfachen Hütten gewesen, ein Ort ohne Bedeutung. Und doch waren all seine Bewohner bestialisch abgeschlachtet worden. Die Männer genauso wie die Alten, die Frauen und die Kinder.
Miguels Blick wandte sich von der Umgebung ab, und blieb an der leblosen Gestallt des kleinen Mädchens vor seinen Füßen hängen. Der Boden gab unter seinen Füßen ein quatschendes Geräusch von sich, als er sein Gewicht verlagerte und in die Knie ging. Das Lachen, welches ehemals auf diesen Lippen gelegen hatte, war für immer vergangen, genauso wie der Glanz in ihren Augen. Sacht strichen Miguels Finger über die verdreckten Wangen des Mädchens, schlossen ihre stumpfen blauen Augen. Miguel hatte sich schon halb aufgerichtet, als sein Blick auf die, in den Schlamm gedrückte, Puppe fiel. Seine Finger näherten sich dem Leinenpüppchen bis auf weniger Millimeter, …

Ein Zucken durchfuhr Miguels Körper, als hinter ihm eine Tür zugeworfen wurde. Unsanft aus dem Schlaf gerissen schwankte der Stuhl gefährlich unter ihm, und es kostete ihn einige Mühe sein Gleichgewicht wieder zu erlangen, ohne rücklings auf dem Boden zu landen. In einer fliesenden Bewegung schwang er seine Füße von der Fensterbank herunter, und stellte die leere Weinflasche an ihrer statt dort ab. Erst dann blinzelte er verschlafen in den Raum. Vor sich sah er noch immer die blutdurchtränkte Erde, die leeren blauen Augen, er meinte sogar den beißenden Gestank von verbranntem Fleisch riechen und auf der Zunge schmecken zu können.
Müde und verschlafen starrte er die schlanke Gestallt Ishas an, welche sich nach und nach aus ihren Mänteln schälte und sich am lodernden Feuer des Kamins wärmte.
Miguel entrangt sich ein Seufzen, während er seine von diesem unbequemen Schlaf schmerzenden Glieder streckte. Er hatte sich bisher noch immer nicht mit ihrer winterlichen Gefangenschaft, in einer Elbenstadt abgefunden. Sie waren erst wenige Tage hier, doch diese Tage hatten bereits ausgereicht, um ihn zu Tode zu langweilen. Er hatte es sich zwar früher schon zur Gewohnheit gemacht die Winter in der Stadt zu verbringen, jedoch nicht in einer wie dieser. Diese Stadt war für seinen Geschmack zu rein, und ihre Bewohner - zu elbisch.
Was erschwerend dazu kam, war die Tatsache, dass Ishas ständige Anwesenheit im langsam aber sicher anfing auf die Nerven zu gehen.
Noch immer hielten sich die Bilder seines Traumes in seinem Inneren, und schienen seine Eingeweide zu umschlingen. Der zerschundene Körper des kleinen Mädchens schien sich vor seinem geistigen Auge eingebrannt zu haben, so als wollten sie ihn an etwas wichtiges erinnern, war er nicht vergessen dürfte. Doch was sollte in einer Welt des Todes und der Zerstörung, der Tod eines weiteren kleinen blonden Mädchens schon bedeuten!?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Haldir

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Mr_Greenleaf]

Erneut fielen Haldir die Augen zu und er seufzte schwer. Caladans Worte, der Tonfall seiner Stimme ließen erkennen dass er sich selber nicht sicher war. Er kannte seinen Freund lange genug um zu wissen das dieser so ehrlich wie nötig so viel Hoffnung wie möglich erzeugen wollte. Als Haldir Caladan darüber sprechen hörte das er bis zum Frühling wieder ganz gesund werden würde, versuchte er sich an einem Lächeln. “Du glaubst gar nicht wie sehr ich darauf hoffe. In den wenigen klaren Momenten in der Zeit die du mich hier her gebracht hast, habe ich mit meinem Schicksal gehadert weil ich wusste, dass wir unsere Gefährten im Stich ließen. Ich werde kämpfen bis zu meinem letzten Atemzug, damit wir nicht untätig in Mithlond oder gar in Valinor herumsitzen müssen während Ciarán, Miriel, Aradia und die anderen noch immer gegen die Schatten ankämpfen, denen sie alleine nicht gewachsen sind.“ Ein längeres Schweigen entstand als dem jüngeren Elben ein weiteres Mal die Augen zu fielen. Haldir zwang sich noch einmal seine Augen zu öffnen. Seine Stimme klang nun mehr nur wie ein Flüstern “Führwahr ich schaffe es kaum mehr meine Augen offen zu halten. Verzeih mir Liebster. Ich bereite dir selbst mit meinen Fragen nur mehr Kummer. Vielleicht ist es wirklich besser ich gebe mich meiner Erschöpfung hin und werde dir, nach einem erholsamen Schlaf, mehr Freude bereiten können.“
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken