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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Na bitte, er liebte seine Heimat ja doch noch, er musste sie einfach vermissen. Alrun lächelte erneut leicht. Er würde ganz sicher dahin zurückkehren. Was Alrun selbst anging, so schien ihr weder die Aussicht auf eine Nacht im Freien noch das Auftauchen irgendwelcher Tiere größere Verlockungen zu beinhalten. Vermutlich würde sich der trostlose Eindruck noch lange Zeit halten, nachdem seine Heimat sich als belebter erwiesen hätte, als sie zuvor gedacht hätte. Aber wie auch immer. Es konnte nicht falsch sein, ihn daran zu erinnern, was er für seine Heimat empfand, das war es nie. "Das klingt, als hättet Ihr viele Nächte im Freien verbracht. Die sind sicher milder als hier."
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Fea

Katze mit Hut

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Wie sich herausstellte, hatte Raiya sich nicht getäuscht; es war früher Nachmittag, als sie Eichenwalde erblickte. Beim Näherkommen stellte sie verwundert fest, dass es in der direkten Umgebung des Klosters ungewöhnlich ruhig zuging. Etwas mehr Geschäftigkeit hatte sie schon erwartet. Die Gestalten auf der Außenmauer sowie das verschlossene Tor trugen auch nicht gerade dazu bei, dass sie sich entspannte. Sie kam doch hoffentlich nicht zu spät? Immerhin hatte Ilian sie zur Eile gemahnt, aber auch dazu, vorsichtig zu sein; und beides sicher nicht ohne Grund. Sicherheitshalber ließ sie Swarna etwas langsamer traben und beobachtete Kloster und Umgebung genau. Es passierte jedoch nichts, was weiter verdächtig gewesen wäre, sodass sie schließlich vor dem noch immer verschlossenen Tor vom Pferd sprang und anklopfte, gespannt, was sie wohl dahinter erwarten mochte.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Fea]

„Das täuscht“, antwortete Varoujan mit einem leisen Schmunzeln feststellend, dass Leutnant Alrun nicht die erste war, die vermutete, dass die Nächte in der Steppe milder waren, als hier in Sertia. „Es ist tagsüber zwar weit wärmer, als hier, aber die Nächte sind nicht wie man wohl annimmt milder, sondern kaum wärmer, als beispielsweise die zurückliegende Nacht. Wenn nicht sogar noch kälter.“ Er unterbrach sich kurz und bis ein Stück von dem Salatblatt ab und spülte es mit einem weiteren Schluck von dem Wein hinunter. „Aber ihr habt Recht, ich habe viele Nächte im Freien verbracht. Ich habe mich seltsamerweise schon immer wohler dabei gefühlt kein Dach über den Kopf zu haben.“ Er schmunzelte und war sich doch nicht sicher, ob das noch immer der Fall war. Vier Wände und ein Dach, sie bedeuteten inzwischen doch vor allem Sicherheit, etwas, was eine weite Ebene ihm nicht geben konnte.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Wunderbar, jetzt waren sie schon beim Wetter angekommen. Alrun hatte wirklich schon tiefsinnigere Gespräche mit völlig Fremden geführt, aber was half es denn, wenn sie das Gefühl hatte, keines der Themen, die sie wirklich interessiert hätten, anschneiden zu dürfen. Es musste doch aber Themen geben, die interessant waren und die nicht seinen Clan betrafen. "Ich bin es gewohnt, im Freien zu schlafen, aber wenn ich die Wahl habe, ziehe ich ein Dach über dem Kopf in jedem Fall vor", erklärte sie mit einem Verständnis heischenden Lächeln. "In einem Zimmer, wo es warm und trocken ist. Habt Ihr dann nur auf Reisen im Freien geschlafen oder auch wenn Ihr zuhause wart?"
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Warm und trocken, ja, es hatte seine Vorteile und er lernte sie seit dem letzten Tag allmählich schätzen. Aber dieses Kloster hatte ihm bisher weit mehr gezeigt, als nur die Vorteile eines warmen und trockenen Zimmers. Man konnte hier beinahe vergessen, warum man hier war und was außerhalb dieser Mauern auf sie wartete, beinahe…Varoujan schüttelte unmerklich seinen Kopf, um diesen Gedankengang abzuschütteln und konzentrierte sich wieder auf Leutnant Alrun, die nicht nur unwesentlich dazu beitrug, dass er die Schrecken ihrer Reise über eine gewisse Zeit einfach vergaß. „Auch dann, wenn ich Zuhause war. Zwei Mal im Jahr beispielsweise scheint es, als würde der Mond von der Dunkelheit verschluckt werden. Er ist dann nur noch als schwache, rötliche Scheibe am Himmel zu sehen und es sieht aus, als würde er brennen…es dauert nicht lange, aber es lässt sich am Bestem im Freien und abseits des Gebietes meines Clans beobachten. Und ich verbrachte auch die ein oder andere Nacht draußen, wenn ich ungestört sein wollte…“
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Ungestört? Meinte er damit allein oder ungestört? Vermutlich ersteres. "Das muss sehr schön aussehen, beeindruckend", führte Alrun die Unterhaltung in gewohnt seichter Weise weiter. Sie nahm sich ein weiteres Salatblatt und lud erneut etwas von dem Salat darauf. Bevor sie aß, nahm sie einen weiteren Schluck Wein und stellte dabei überrascht fest, dass der Becher damit bereits ausgetrunken war. Sie runzelte kurz die Stirn. Ihr Plan war durchaus nicht gewesen, diese Unterhaltung interessanter zu gestalten, indem sie betrunken wurde. "Das ist eine sehr hübsche Tunika", fuhr sie dann fort. "Hat die jemand aus Eurem Clan gemacht?"
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

„Wie?“, entfuhr es Varoujan irritiert, bevor sein Blick flüchtig über seine Tunika schweifte, doch das gab ihm immer noch nicht die Antwort darauf, warum sie plötzlich auf seine Tunika zu sprechen kam. Er hatte sie schon den ganzen Tag an und sie sah sie nicht zum ersten Mal. „Hm…danke.“ Er lächelte flüchtig und betrachtete die Sertianerin abermals forschend, auf der Suche nach einem kleinen Kompliment, das er ihr zurückgeben konnte. Ihre aufmerksamen, hellbraunen Augen, die feinen und doch bezeichnenden Gesichtszüge, in welchen sich viel Erfahrung und sicher auch so manche Geschichte widerspiegelte, das dunkle Haar, welches sie zusammengebunden hatte, aber sich immer weiter aus diesem Band zu befreien versuchte…er wandte seinen Blick unter einem Wimpernschlag ab und sah an ihr vorbei abermals in Richtung der hinter ihr liegenden Apfelbäume. „Darlita hatte sie für mich gemacht und bestickt. Ich sollte sie erst tragen, wenn ich zurückkomme. Aber ich hatte nichts mehr zum Anziehen, zumindest nichts wirklich sauberes mehr und sie ist dem Anlass doch recht entsprechend, nicht?“
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Ein sicherer Treffer auf ein Ziel, das Alrun gar nicht anvisiert hatte. Seine Verlobte hatte sie gemacht. Und er sollte sie auch erst tragen, wenn er zurückkehrte. Zu ihr. Und jetzt trug er sie, während er mit Alrun aß. Das hatte zwar nun wirklich nichts zu bedeuten, aber irgendwie fand Alrun, dass es einfach falsch war. "Sie ist eher zu gut für den Anlass", stimmte sie Varoujan daher halb zu. "Nicht dass sie noch dreckig wird oder zerschleißt." Sie musste schließlich noch gut aussehen bei seiner Rückkehr, allerdings wollte er davon ja im Moment nichts hören. "Darlita", sprach sie nun ihren Namen das erste Mal aus, "hat auf jeden Fall Geschmack bewiesen. Haben die Stickereien irgendetwas zu bedeuten?"
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

„Es ist nur ein Stück Stoff“, wiederholte Varoujan die Worte, die er bereits in einem leicht anderen Zusammenhang verwendet hatte und lächelte zurückhaltend über die Sorge der Sertianerin, dass er die Tunika schmutzig machen oder sogar beschädigen könnte. Niemand konnte von ihm verlangen, dass er sie über all die Jahre wie ein Schatz hütete, den man mit sich herumtrug, aber nicht anfassen durfte und doch hatte er es im Grunde getan - bis zum heutigen Tag. Es war komisch, aber kurz hatte er das Gefühl, als hätte er die Frau, die er einst hatte heiraten wollen damit endgültig verraten. Aber vor allem war dieses Gefühl absurd. Beinahe so absurd, wie die Tatsache, dass sie hier saßen und zwar miteinander sprachen, es aber dennoch den Eindruck erwecken konnte, als würde er kaum ein Wort herausbringen und als wäre sie redlich darum bemüht sie beide nicht in ein seltsam unangenehmes Schweigen verfallen zu lassen. Irgendetwas lief schief. Es war von Anfang an schief gelaufen und Varoujan fragte sich, was es war, dass sie hier saßen und plötzlich miteinander sprachen, als wären sie zwei Fremde, die keinerlei Gemeinsamkeit fanden, obwohl doch bisher jedes ihrer Gespräche seltsam vertraut verlaufen war. Ob es vielleicht doch so war, wie Sime sagte und dieses Essen war einfach zu viel? Varoujan seufzte unvermittelt, während sein Blick flüchtig auf das halbe Salatblatt in seiner Hand fiel. Er hatte das Essen kaum angerührt, obwohl es schmeckte und sogar bei der Sertianerin Anklang gefunden hatte… „Mein Clan hat seit seinem Bestehen eine eigene Schrift entwickelt“, begann er ihre Frage trotzdem zu beantworten und schielte flüchtig auf den Ausschnitt seiner Tunika hinab, obwohl er genau wusste, welche Stickerei diesen zierte. „Es ist ein Sprichwort. Es sagt soviel, wie, dass ich mein Glück nicht mit Mut, Kraft und Stolz erst finden, sondern nur dorthin zurückkehren muss.“ Er lächelte ein wenig gequält, aber nicht unbedingt, weil ihn die Symbolik schmerzte, sondern weil diese Tunika vermutlich wirklich nicht diesem Anlass entsprach. „Habt ihr“, begann er sich dann weiter zu äußern und geriet vorübergehend ins Stocken, „habt ihr vor diesem Essen mit Sime gesprochen, Leutnant?“
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Sein Glück nicht finden, sondern nur dahin zurückkehren. Sinnierend sah Alrun auf die Tunika, als könne sie nun, da sie wusste, was die Stickereien bedeuteten, den Spruch auch lesen. Aber das war doch Unsinn, denn natürlich konnte man sich für seinen Erfolg nicht zurücklehnen, sondern musste ihn hart erarbeiten. Aber Varoujan hatte ja gar nicht von Erfolg gesprochen, sondern von Glück. Aber wollte nicht auch Glück erarbeitet werden? Alrun bemerkte, wie schwer es ihr viel, diese beiden Begriffe wirklich voneinander zu trennen, konnte aber nicht weiter darüber nachdenken, denn da stolperte sie schon über Varoujans seltsame Frage. "Sime?", fragte sie verwundert und riss ihren Blick von den Stickereien los, um ihm wieder ins Gesicht zu sehen, die schönen dunklen Augen. "Die hab ich das letzte Mal zum Frühstück gesprochen, da wusste ich zumindest noch nichts von diesem Essen. Wie kommt Ihr darauf?" Was hatte denn Sime mit diesem Essen zu tun, oder mit seiner Tunika oder worauf wollte er sonst hinaus?
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