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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

„Ich habe mir mehr Sorgen um das Leben einer mir damals noch fremden Frau gemacht, als um das meiner eigenen, ich glaube, das genügt als Grund“, versuchte sich Varoujan an einem mehr schlechten Scherz und raufte sich durch sein Haar, bevor er bemerkte, dass sie ihm ihren leeren Becher hingeschoben hatte. Er füllte ihn schweigend auf, betrachtete daraufhin ihren bestürzten Gesichtsausdruck und schluckte unwillkürlich leer. „Sie hatte vor allem Dingen Angst vor Veränderungen. Das mir Sertia zu sehr gefallen könnte. Ganz gleich auf welche Art und Weise. Das ich mich verändern könnte. Sie hatte Angst davor, dass ich vergesse, wohin ich gehöre und wer ich bin. Und ich habe mich zerrissen gefühlt, zwischen ihr und euch – also der Gruppe. Ich wollte sie nicht unglücklich machen, indem sie gesehen hätte, dass ich an ihrer Seite nicht zur Ruhe gekommen wäre und mich wirklich wohl gefühlt hätte.“ Er lächelte schmal und sah kurz zu der noch abgedeckten Schüssel mit Obstsalat, aber die Sertianerin würde ihm vermutlich sagen, ob und wann ihr danach war. „Ihr scheint sehr um mein Glück besorgt, hm?“ Was seine momentane Lage irgendwie noch absurder machte. „Aber es ist in Ordnung, so wie es ist.“
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Alrun nahm den gefüllten Becher wieder an sich, hielt ihn aber zunächst nur in den Händen und beobachtete Varoujan bei seiner Erzählung. Er hatte sich mehr um das Leben einer fremden Frau gesorgt - sie, Sheena oder Feyaria, oder gar Tiana? Hatte er schon so lange diese Visionen? Fünf Jahre? Oder meinte er später, als er bereits unterwegs war und die Gruppe gesucht hatte, statt heimzukehren? Dahingehend hatte er doch wohl kaum eine Wahl gehabt. "Dann habt Ihr sie schon nicht mehr geliebt, als Ihr sie verlassen habt?", wollte sie wissen und warf damit endgültig ihre guten Vorsätze über Bord.
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Nimiel

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

"Essig? Ja, ich glaube auch, daß er nicht haltbar genug ist. Vielleicht gibt es ein Tier, das einen besonders starken Geruch absondert." Daltor hatte durchaus schon einmal über stinkende Pflanzen und Tiere gelesen, aber er konnte sich an keine Einzelheiten erinnern. Wer ahnte denn auch, daß er dieses Wissen einmal brauchen würde. Als Sime das Vertrauen in die Götter ansprach, nickte er leicht. "Einer Botschaft der Götter würde man wohl trauen können. Wenn sie es uns wirklich geschickt haben." Was er noch bezweifelte. Dann holte er seine Aufzeichnungen hervor. "Also der Teil über die Wyrsa bzw. die Eru, wie sie hier genannt werden, lautet folgendermaßen:

Sie sind nicht Wolf und nicht Schlange. Nicht Echse und nicht Hund. Sie sind da. Überall. Immer. Niemals ist mir ein ähnliches Tier wie die Eru begegnet. Rastlos hetzen sie den Menschen. Ihre Ausdauer ist grenzenlos und ihre Angriffe ohne Gnade. Einen einzelnen Eru sieht man selten, denn sie bewegen sich in Rudeln gleich dem Wolf. Doch es geschieht, daß ein Späher vorausgeschickt wird, welcher nicht angreift, sondern sich im Hintergrund hält. Dabei ist nicht wichtig, was er sieht, sondern nur, was er hört und riecht, denn das sind ihre Sinne. Sie bewohnen weder Wald noch Gebirge wie andere Lebewesen, sondern sind da, wo sie sein müssen. Es sind tierische Söldner, die ausgeschickt werden, um zu töten. Wer sie schickt, konnte nie genau festgestellt werden und selbst der Grund ihres Erscheinens bleibt oft ein Rätsel, doch ihre Herren sind viele. Ihnen zu entkommen ist schwer, aber möglich. Geräuschlos muß der Wanderer sein. Den Geruch des Waldes muß er annehmen. Ich behängte mich einst mit dem Fell eines verendeten Hirsches, um meinen Geruch zu verschleiern. Kommt es jedoch zum Angriff, so hilft der Sprung ins Wasser, da die Eru schlechte Schwimmer sind und Wasser nur im äußersten Notfall betreten. Es wird außerdem oft berichtet, daß magische Amulette oder andere derartige Gegenstände sie schrecken. Auch Bannkreise sind wirksam (finden in Biltis „Zakida in Brauch und Sitte“ bei der Abwehr wilder Tiere ebenfalls Erwähnung), doch sind sie gegen ihren Einfluß nur für kurze Zeit aufrecht zu erhalten. Es heißt, es seien schon Magiekundige an Entkräftung gestorben, bei dem Versuch, die Eru auf Dauer zu Bannen."

Als er geendet hatte, schaute Daltor auf. "Einiges davon klingt fremdartig, aber es mag in anderen Gegenden durchaus gebräuchlich sein. Man könnte die anderen dazu befragen. Vielleicht wissen sie mehr darüber."
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Nimiel]

Varoujan betrachtete die Sertianerin ungläubig, bevor seinen Lippen ein leises Lachen entwich, weil ihre Schlussfolgerung so unerwartet gekommen und irgendwie seltsam war. Er lächelte daher entschuldigend, weil es nicht sonderlich höflich war scheinbar ohne jeden Grund zu lachen und betrachtete dann vorübergehend die dunkle Oberfläche des Weines in seinem Becher, bevor er ihr schließlich antwortete: „Mir ist es schwer gefallen sie zu verlassen. Ich habe die ersten Tage nichts anderes getan, als auf halbem Wege unschlüssig wieder umzudrehen…“, er grinste schief und fragte sich doch, was es gewesen war, dass ihn dazu bewogen hatte wegzubleiben. Er nannte immer seine Träume. Immer und immer wieder. Aber sie waren erst später der Grund gewesen. „Ich weiß nicht, warum ich letztlich nicht mehr umgekehrt bin. Ob ich mir vielleicht nicht mehr sicher war, ob sie wirklich die Richtige war, ob Sertia mir wirklich mehr gefallen hat, als meine Heimat…ich…weiß es nicht.“
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Ein Tier, das einen besonders starken Geruch absondert? Sime dachte eine Weile darüber nach, vor allem aber, was genau sie damit tun wollten. Es spazieren führen? Sie grinste kurz bei dem Gedanken, als Daltor begann, von einem Blatt Papier abzulesen, was er wohl aus dem Buch übersetzt hatte. Die Beschreibung dieser Tiere klang wirklich furchteinflößend, und Sime fragte sich, ob die Schöpferin sie wohl tatsächlich erschaffen hatte und warum. Tierische Söldner, ausgeschickt um zu töten. Das hieße ja, dies waren gar keine normalen Tiere, die töteten um zu überleben. Das machte die ganze Sache nur noch furchteinflößender.
Geräuschlos. Nun, das konnte vielleicht ein einzelner Wanderer sein - aber ein halbes Dutzend Reiter? Oder sollten sie sich etwa allesamt mit Aas behängen? Das klang sehr unerquicklich. Tiefe Wasser würden sie auch nicht immer um sich haben.
"Ja, das ist eine gute Idee", antwortete sie, als Daltor geendet hatte, und noch immer hatte sie eine Gänsehaut und verzog unwohl das Gesicht. "Magische Amulette, was wird denn damit gemeint sein? Geweihte Amulette? Das würde jedenfalls dazu passen, dass sie geweihte Orte meiden..." Auf die Bannkreise wollte sie gar nicht erst näher eingehen, diese seltsame Sitte der Zakida war ihr wirklich unheimlich.


Es war ihm also schwer gefallen, sie zu verlassen. Alrun fragte sich, ob dem aus Liebe so gewesen war, oder nicht eher doch der Gewohnheit wegen. Er wusste nicht, weswegen er nicht heimgekehrt war, das war schon seltsam genug. Was Alrun an der Sache aber viel mehr beschäftigte: Darlita wusste es noch viel weniger. Hatte er überhaupt einmal an sie gedacht, wie sie sich gefühlt haben musste in den Jahren, die sie auf seine Rückkehr gehofft haben musste, um nach und nach, Tag für Tag, Stücke dieser Hoffnung zu verlieren? Alrun konnte das nicht nachfühlen, sie hatte so etwas noch nie durchgemacht, sie konnte sich nur vorstellen, dass es sehr weh tun musste. Darlita wusste ja noch nicht einmal, ob Varoujan noch lebte!
"Was glaubt Ihr, wie es ihr in dieser Zeit ergangen ist?", fragte sie ihn ohne Vorwurf in der Stimme, einfach weil sie seine Meinung interessierte.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Der Zakida verzog unwillkürlich leicht das Gesicht, als er Leutnant Alruns Worte hörte und schwieg vorübergehend, während er stur auf den Becher mit Wein in seinen Händen starrte. Er hatte sich diese Frage oft gestellt, aber sie nie zu Ende gedacht. Fünf Jahre. Er war für sich zu dem Schluss gekommen, dass sie inzwischen ein glückliches Leben führte, an der Seite eines anderen Mannes und ihn nicht unbedingt vergessen, aber doch von ihrem Leben ausgeschlossen hatte. „Es muss schrecklich für sie gewesen sein. Zusehen zu müssen, wie andere zurückkehrten, während sie selbst Tag für Tag auf meine Rückkehr wartete. Sie muss sich Hoffnungen gemacht haben, jeden Tag eine mehr, jeden Tag eine andere Möglichkeit gesucht haben, um sich zu erklären, warum ich nicht wieder bei ihr war. Bis…ich weiß nicht, ob sie glaubt, dass passiert ist, was sie immer befürchtet hat, oder schlimmeres. Aber hätte ich die Möglichkeit, würde ich mich bei ihr entschuldigen. Ich wollte sie niemals verletzen. Vor allem nicht so.“ Er senkte kurz den Blick, spielte mit dem Becher in seinen Händen und lächelte dann schmal.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Alrun nickte sachte zu Varoujans Ausführungen. Ja, so konnte sie sich das auch in etwa vorstellen. Nicht für sich, freilich. Irgendwo herum zu sitzen und zu warten, das würde sie keine Woche zustande bringen, geschweige denn fünf Jahre! Nichts tun zu können außer zu hoffen, und zu vertrauen, um letztendlich doch enttäuscht zu werden. Was Darlita anging, so hoffte Alrun, dass sie ehrlos genug gewesen war, sich schon früh neu verliebt zu haben. Immerhin war ihre Sorge, er könne sich an das Leben in Sertia gewöhnen und sich von seinem Clan entfremden, wenn sie ihn gehen ließe, wahrscheinlich nicht von ungefähr gekommen, und womöglich hatte sie sich schon früh ihren Teil gedacht. Alrun hatte Mitleid mit dieser Frau. Es war nichts ungewöhnliches, dass Liebe sich auflöste und dass sich Verliebte für immer trennten. Aber diese lange Zeit der Ungewissheit, so etwas musste schrecklich an einem Menschen zehren.
Sie schwieg eine Weile, sie wusste ohnehin nichts zu sagen. Weder konnte sie ihn von irgendetwas frei sprechen, noch ihm Hoffnung machen, noch ihm irgendeinen Rat erteilen. Nach einigen Augenblicken hob sie den Becher Wein, den dritten, den sie bisher nicht angerührt hatte, und prostete Varoujan zu. "Auf die Liebe", erklärte sie mit einem düsteren Lächeln, nickte dem Zakida zu und führte den Becher näher an ihre Lippen heran, um endlich hinzuzufügen: "Möge ich von ihr verschont bleiben."
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Fea

Katze mit Hut

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Zunächst war leises Gemurmel von jenseits der Mauer die einzige Reaktion auf Raiyas Klopfen. Unangekündigtem Besuch sah man also wohl nicht gerade mit freudiger Erwartung entgegen, worauf allerdings auch schon das verschlossene Tor hingedeutet hatte. Andererseits hätte völlige Stille sie eher zu der Befürchtung veranlasst, dass man ihr feindlich begegnen könnte als die verhaltenen Stimmen, die mehr beunruhigt denn beunruhigend klangen. Schließlich veränderte sich das Tuscheln kaum merklich und Schritte kamen näher - das Warten schien ein Ende zu nehmen. In der Tat wurde das Tor nun geöffnet und ein einzelner Mann trat ihr entgegen. Raiya betrachtete ihn aufmerksam; obwohl sie sich sicher war, ihm noch nie begegnet zu sein, kam er ihr vage bekannt vor. Sein Auftreten war zwar nicht im geringsten überheblich oder selbstgefällig, zeugte aber von einer Autorität, die Raiya vermuten ließ, dass sie es hier mit dem Empfänger ihrer Botschaft zu tun hatte. Dennoch beschränkte sie sich fürs Erste darauf, sein leichtes Nicken zu erwidern und ihm für die freundliche Begrüßung zu danken. "Ich bringe eine dringende Botschaft für Abt Aidan Ballard", erklärte sie sodann ihr Erscheinen an diesem abgelegenen Ort.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Fea]

Es erschien ihm lächerlich, doch ihr Trinkspruch – noch so eine Brauch der seiner Kultur fremd war – versetzte ihm einen leichten Stich, der ihn sogleich dazu bewog innerlich über sich selbst den Kopf zu schütteln. Varoujan ließ seinen Blick vorübergehend auf seinem eigenen Becher ruhen in der Überlegung sich dem begonnenen Brauch anzuschließen, während er sich gleichzeitig einen Idioten schimpfte, der sich von einem Trinkspruch vorübergehend aus der Fassung bringen ließ, weil er hatte feststellen müssen, dass er dieses Essen nicht ohne Hintergedanken geplant hatte. „Fürchtet ihr euch davor?“, erkundigte sich der Zakida, statt sich ihrem Tun anzuschließen und musterte sie flüchtig, ehe er doch seinen Becher hob, obwohl der Wein keineswegs dazu beitrug einen kühlen Kopf zu bewahren. „Ich meine, euch zu binden…für länger? Ich habe mir sagen lassen, es endet nicht immer so…schlecht, wie bei mir.“ Er lächelte, als hätte er sich über sich selbst einen Scherz erlaubt und wusste doch längst nicht mehr, ob er die Antwort hören wollte oder nicht vielleicht sogar schon kannte.

Es schien mit seiner Menschenkenntnis ab und an nicht weit her, dachte Aidan bei sich, währenddessen sein Blick abermals über die Gestalt der jungen Frau wanderte, doch er hätte nicht vermutet eine Botin vor sich stehen zu sehen. Ihr Auftreten war ähnlich präsent, wie das des Leutnants, selbstbewusst und gefasst, doch vor allem war sie wortkarger, als die meisten Boten, die er kannte, denn sie beschränkte sich auf das wesentlichste, statt von ihrer langen Reise woher auch immer zu erzählen und davon zu berichten, dass sie das Kloster um ein Haar verfehlt hätte. Vielleicht brachte sie Nachricht von den beiden Priesterinnen, die er alsbald erwartete und sie gehörte zu der Eskorte, welche die beiden eigentlich begleiten müsste. „Ihr steht vor ihm“, erwiderte Aidan der Botin förmlich und blickte kurz hinter sich, um das Getuschel mit einem nicht wirklich mahnenden Blick endlich zum Verstummen zu bringen. „Eine dringende Botschaft also. Dann nehme ich an, ihr hattet es eilig sie zu überbringen und bedürft der Stärkung und einer Unterkunft. Daher lasst uns alles Weitere innerhalb dieser Mauern besprechen und ich vermute in Ruhe und Zurückgezogenheit.“
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Fea

Katze mit Hut

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Es überraschte Raiya nicht, dass sich ihre Einschätzung ihres Gegenübers als richtig erwies; nur warum er ihr seltsam vertraut vorkam, wusste sie noch immer nicht, sein musternder Blick jedenfalls war kein Hinweis darauf, ob sie sich etwa doch schon einmal begegnet waren. "Euer Gnaden." Sie deutete eine Verbeugung an und lächelte leicht. Die Klosterbrüdern und -schwestern im Hintergrund ignorierte sie ebenso wie den Blick des Abtes, der diese zum Schweigen brachte, nur scheinbar; denn auch wenn ihre Aufmerksamkeit sich ausschließlich auf ihren Wortwechsel mit dem Mann vor ihr zu konzentrieren schien, achtete sie sehr sorgfältig darauf, was sonst so um sie herum vorging und eventuell für sie von Bedeutung sein könnte, immerhin war die Situation insgesamt eher schwer einzuschätzen. "Habt Dank", entgegnete sie, "die Einladung kommt mir sehr entgegen, meine Reise war tatsächlich nicht besonders gemütlich." Ob Ruhe und Zurückgezogenheit für die Übergabe des Briefes nötig waren, wusste sie freilich nicht, aber im Zweifelsfall zog Raiya sie der Anwesenheit vieler Augen und Ohren meist vor.
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