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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Varoujan lächelte schmal, als sich die Sertianerin abrupt unterbrach und dachte unwillkürlich an sein Gespräch mit Sime zurück. Ein Essen bei Kerzenschein und etwas Wein...und alles andere schien sich von selbst zu ergeben. Er musste spontan über diesen Gedankengang lachen, da sie wohl tatsächlich nach dieser Vorstellung die ersten waren, die diesen Kreis durchbrachen und zumindest er war sich nicht sicher, ob er das wirklich wollte, oder ob nicht vielleicht ein Kuss...er schüttelte den Kopf, um diesen immer wieder zurückkehrenden Gedanken zu verdrängen und rutschte kurz unruhig auf seinem Platz hin und her, bevor er versuchte ihr Gespräch wieder aufzunehmen. "Euch hätte all das nicht schmecken können. Und ich hätte ungern dabei zugesehen, wie ihr aus reiner Höflichkeit Bissen für Bissen mit verzogenem Gesicht herunter schluckt." Er musste leicht über dieses Bild lächeln, auch wenn es wirklich das letzte gewesen wäre, was er sich gewünscht hätte. Da verlief dieses Essen doch besser, abgesehen von der Tatsache, dass es auf anderer Ebene katastrophal verlief. Aber dafür konnte sie nichts. Nicht unbedingt. "Dann muss es förmlich eine Erleichterung sein, einmal...nicht geküsst zu werden", griff Varoujan schließlich das vorherige Thema wieder auf, obwohl es ihm nicht leicht fiel, aber er wusste nicht, ob es nicht auffällig gewesen wäre, wenn er nichts mehr dazu gesagt hätte.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Alrun lachte kurz auf. "Also wirklich." Der hatte vielleicht seltsame Vorstellungen. Als ob es ihr lästig sein könnte, geküsst zu werden. Als ob sie sowas nur über sich ergehen lassen würde, weil sie gerade ein Essen serviert bekommen hatte. "Glaubt Ihr wirklich, ich würde auf diese Weise für ein Essen bezahlen?", fragte sie ihn lauernd. Nein, wirklich. Sie hatte sich noch nie von jemandem küssen lassen, von dem sie nicht auch hatte geküsst werden wollte. Bis gestern jedenfalls.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]


"Nein", erwiderte Varoujan ehrlich, wenn auch leise schmunzelnd. "Vielleicht...", fügte er nach einem Moment des Schweigens nachdenklich an und betrachtete sie mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen, dass ihr wohl zu verdeutlichen versuchte, dass er es nicht ernst, wenn überhaupt provozierend meinte, "...wenn es die richtige Person ist. Mir erschien diese Erwartungshaltung nur ein wenig, hm, absurd auf ein Essen stets einen Kuss...oder naja, mehr folgen zu lassen." Er grinste schief und fragte sich unwillkürlich, was er da eigentlich redete. Es machte diese Situation zumindest nicht sonderlich einfacher.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

"Wenn es die richtige Person ist, küsse ich ihn auch ohne Essen", wies Alrun ihn mit nachsichtigem Schmunzeln grammatisch inkorrekt zurecht. "Wenn man einmal beim Essen ist, ist normalerweise schon längst klar, ob es bei diesem Essen bleibt oder nicht. Wir haben das ja auch vorher geklärt", erinnerte sie ihn und schob den letzten Löffel Obstsalat in den Mund. "Freilich sind diese beiden Dinge nicht untrennbar miteinander verbunden", erklärte sie, als sie heruntergeschluckt hatte. Sie stutzte kurz. "Ist das denn wirklich so viel anders als bei Euch?"
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

"Wie?", erkundigte sich Varoujan auf ihre letzten Worte hin, nachdem er zuvor auf ihre Bemerkung hin, sie hätten vor dem Essen ihre Erwartungen an eben jenes ja geklärt, endgültig seinen Becher mit Wein geleert hatte, wartete jedoch nicht eine Antwort ab, sondern versuchte darauf zu vertrauen halbwegs zugehört zu haben. "Ich habe heute zum ersten Mal davon gehört, dass ein Mann eine Frau scheinbar nicht ohne Hintergedanken zu einem Essen einlädt", was in den meisten Fällen wohl tatsächlich stimmte, wenn er Sime und Leutnant Alrun so reden hörte - und sich selbst davon wohl dieses Mal nicht ausnehmen konnte. "In meinem Clan wurde gerne und viel gegessen, wenn die Umstände es erlaubten. Ihr könnt quasi davon ausgehen, dass jedes länger dauernde Gespräch von etwas zu Essen begleitet wurde - auch bei Kerzenschein, es wird nämlich früh in der Steppe dunkel." Er grinste und rieb sich leicht den Nacken, ehe sein Blick überlegend zu der Karaffe mit Wein ging. "Es ist bei uns eher Brauch mit kleinen Gesten und Geschenken Absichten deutlich zu machen...oder sie...einfach auszusprechen." Er lächelte schief, ehe er seinen Blick auf seinen leeren Becher senkte und dann abermals zu der Karaffe schweifen ließ und seine Hand schließlich danach ausstreckte. "Was, wenn ich nicht ehrlich war?", rang er sich schließlich unvermittelt zu sagen durch und hoffte bereits im nächsten Augenblick, dass die Sertianerin nicht verstand, worauf er hinauswollte, während er seinen Blick starr auf seinen Becher und die Karaffe gesenkt hielt, um nichts zu verschütten und um ihren Blick auszuweichen, wie auch immer der gerade ausfallen mochte.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Alrun nutzte die Zeit, in der Varoujan sprach, indem sie die Obstschüssel abstellte und wieder ihren Weinbecher aufnahm, den sie zunächst jedoch nur eine Weile ansah und genüsslich daran roch, ehe sie wieder zu dem Zakida aufblickte, als er von der Steppe sprach und den Bräuchen bei seinem Stamm. Clan. Es war ja nicht so, als wären ihr diese Bräuche völlig unbekannt, oder als würde man das in Sertia nicht auch so halten, und 'nicht ohne Hintergedanken' war ja auch nichts, was immer zutraf. Sie wollte ihn darauf hinweisen, als er fortfuhr und ihr eine recht irritierende Frage stellte. "Wenn Ihr wobei nicht ehrlich wart?", fragte sie unschuldig nach, auch wenn ihr nicht viel einfiel, das er bei diesem Thema gemeint haben könnte. Aber sollte er nur den Mut aufbringen und es sagen, was auch immer es war. Sie war schließlich hier, um ihre Kameraden vor physischen Bedrohungen zu schützen, nicht vor allen Widrigkeiten des Lebens.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Die Zeit für mehr oder minder gelungene Ausflüchte war vorbei, stellte Varoujan unter einem leeren Schlucken fest, sofern ihm nicht auf der Stelle eine Antwort einfiel, die schlüssig auf seine Worte passte. Aber alles, was vielleicht gepasst hätte, wäre eine vergessene Zutat in einer der Speisen gewesen und eine vergessene Zutat reichte bei Weitem nicht aus, dass er seine Ehrlichkeit vor ihr in Frage stellen musste. "Leutnant, ich...", begann der Zakida anzusetzen, sich selbst fragend, zum wievielten Mal er diese Worte bereits in den Mund genommen und nicht beendet hatte und biss sich unwillkürlich leicht auf die Unterlippe, als er bemerkte, dass ihm abermals die weiteren entscheidenen Worte fehlten. Vielleicht war es wirklich nur ein Hirngespinst und die Situation ließ seinen Gedanken gar keine andere Wahl, als diesem Hirngespinst Raum zu geben, aber er war sich nicht mehr so sicher ob er nichts wollte, ob diese Frau ihm nicht wirklich mehr gab, als irgendeine andere. Und vermutlich würde er sich das noch ewig fragen, wenn er einfach nichts tat, oder sich verstellte. "Ich...", er war versucht zu lachen, über dieses Stammeln, welches ihn in ihrer Gegenwart recht oft befiel, schüttelte jedoch nur unmerklich den Kopf und lehnte sich schließlich ohne ein weiteres Wort zu ihr vor, die größere Schüssel mit Obstsalat und seinen Becher mit Wein die zwischen ihnen standen ignorierend, um sie beinahe vorsichtig und sanft zu küssen.
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Nimiel

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Daltor lächelte erst, nachdem Sime ihn gelobt hatte, wie eine Mutter das gehorsame Kind. Als sie jedoch seinen Arm berührte erstarrten für einen kurzen Augenblick seine Gesichtszüge. Nicht, daß es ihm unangenehm gewesen wäre. Ganz und gar nicht. Es war eher die Tatsache, daß ihre Berührung ihm viel zu angenehm war, die ihn stocken ließ. Er räusperte sich und war bemüht, sich auf ihre Frage zu konzentrieren. "Hungrig bin ich eigentlich kaum", er streckte sich übertrieben und stand dann auf. "Aber vielleicht eine Kleinigkeit." Daltor ging zur Anrichte und überlegte, was er essen konnte. Im Grunde hatte nicht den geringsten Hunger, aber er nahm sich trotzdem etwas Brot und ein Stück Käse.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Nimiel]

'Also doch.' Alrun ließ diesen vorsichtigen, beinahe niedlichen Kuss einen kurzen Augenblick lang zu, dann packte sie Varoujan mit ihrer Rechten am Kragen und schob ihn zwei Handbreit von sich weg, so dass sie ihm bequem in die Augen sehen konnte, und hielt ihn mit fester Hand auf dieser Distanz. "Ich schätze es nicht besonders, belogen zu werden", erklärte sie sachlich. Darüber hinaus war das nun das zweite Mal kurz hintereinander, dass sie von einem Mann derartig überrumpelt wurde. Was war hier nur los? War das der Einfluss der Göttin, fragte sie sich, während sie dem Zakida forschend in die Augen sah. "Warum wart Ihr nicht ehrlich zu mir?" Es war ja nicht nur seine Erklärung 'nur dieses Essen, mehr nicht' gewesen. Auch danach hatte er sich keineswegs so verhalten, als habe er irgendwelche Absichten, kein Werben, kein Schäkern, nur dieses Essen. Und plötzlich... Was glaubte er denn? Dass sie leicht zu haben war? Nun, das war sie vielleicht. Aber doch nicht jederzeit, wann immer es irgendeinem Mann beliebte!


Sime sah dem Bibliothekar kurz hinterher, dann ließ sie ihren Blick über die Bücher auf ihren beiden Schreibtischen schweifen. So viele dicke Bücher. Ob sie das heute noch schaffen würden? Sime bezweifelte das sehr. Sie stand auf und öffnete ein Fenster, um etwas frische Luft hereinzulassen. Von hier aus konnte man den gesamten Innenhof überblicken, aber keiner ihrer Gäste war dort. "Meint Ihr, wir schaffen das heute noch?", fragte sie Daltor zweifelnd, als sie sich wieder umdrehte. "Vielleicht sollten wir einfach den morgigen Tag mit einplanen, dann geraten wir heute nicht mehr in die Versuchung, irgendetwas zu übereilen..."
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Der Ruck, der den Kuss unerwartet plötzlich enden ließ, traf Varoujan mit offenem Überraschen, obwohl er im Grunde damit hatte rechnen müssen, sodass er ihr kurzzeitig allein überrumpelt entgegensah und erst dann ihre Hand an seinem Kragen bemerkte, die ihn nicht nur auf Distanz hielt, sondern ihn auch förmlich dazu zwang ihr weiterhin in die hellbraunen Augen zu sehen. Der Zakida schluckte unwillkürlich leer, kurz versucht ihrem forschenden Blick zumindest kläglich auszuweichen, indem er seitlich zu Boden zu blicken versuchte, doch er sah sogleich wieder auf, indes er sich abwesend auf die Unterlippe biss. Ihm lag eine Entschuldigung auf den Lippen, doch er ließ sie unausgesprochen, weil er sich einmal nicht für das, was er getan hatte, entschuldigen wollte. „Ich kenne euch kaum und doch besser, als andere“, begann er schließlich leise zu antworten, da er seine Stimme nicht weiter erheben musste und schielte kurz auf ihren Arm hinab, „ich war mir nicht sicher, ob das richtig ist…es nicht besser gewesen wäre abzuwarten, ob dieses Gefühl verfliegt. Es erschien mir einfacher, unehrlich zu sein, als…das.“ Er machte eine ausschweifende Handbewegung, soweit ihm das überhaupt möglich war und versuchte abermals zu Boden zu blicken. „Es ist der falsche Zeitpunkt, um sich für eine Frau zu interessieren, um deren Leben man täglich fürchten muss."
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