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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

Dass der Haufen seinen Nutzen nicht erfüllen müssen würde. Ja, das hoffte Alrun auch. Darauf verlassen konnte man sich aber nicht, und sie war sich wirklich nicht sicher, ob sie Ruhe finden würde, wenn sie das Tor nicht gänzlich gesichert wissen würde. Sie glaubte eigentlich schon, dass die Tür allein schon eine Weile halten würde, und mit den Steinen davor und dahinter sollte es hundeähnlichen Kreaturen eigentlich wirklich nicht gelingen, innerhalb einer Nacht hindurch zu gelangen. Nur dass die Wyrsa keine normalen Hunde waren, und Alrun das ungute Gefühl hatte, dass es sehr viel mehr über sie zu wissen gab als das, was man sah.
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Varoujan ihr sagte, dass sie irgendwas im Gesicht hätte, was ja bei dieser Arbeit auch nicht überraschend war. Sie beobachtete amüsiert, wie er zunächst vorzuhaben schien, ihr den Dreckfleck oder was auch immer selbst aus dem Gesicht zu entfernen, und dann die Hand wieder zurückzog, als hätte er Angst, ihr zu nahe zu treten. Als ob sie sich durch so eine kleine Berührung irgendwie belästigt gefühlt hätte, noch dazu von ihm. "Ja, sollten wir", stimmte sie ihm zu, während sie versuchte, die Stelle zu erwischen, auf die er gewiesen hatte, "und anschließend gleich ins Bett gehen." Ah, da war irgendwas unter ihren Fingern und sie rieb ein wenig daran herum. "Weg?", fragte sie dann.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

„Das klingt…vernünftig“, bemerkte Varoujan mit gedämpfter Stimme und war bemüht seine Gedanken nicht zurück an den Nachmittag schweifen zu lassen, an welchem sich ihr Gespräch irgendwann wegen seines Stammelns verlaufen hatte. Und doch waren seine Gedanken längst an diesem Nachmittag angelangt, sodass er sich schließlich leicht räusperte, als würde er sich darum bemühen seiner Stimme so die fehlende Lautstärke zurückzubringen. „Hm?“, erkundigte er sich dann auf ihre letzten Worte hin und versuchte sich deren Klang und Inhalt in Erinnerung zu rufen, ehe er sich ihre Wange besah und Momente lang versucht war zufrieden zu nicken. „Nein, da…“, erwiderte er ihr dann und war versucht wieder auf umständliche Art und Weise auf die Überbleibsel des Fleckes aufmerksam zu machen, ehe er abermals die Hand nach ihrer Wange ausstreckte und den übrig gebliebenen kleinen Fleck in einer fließenden Bewegung mit seinem Daumen von ihrer Wange rieb. „Jetzt ist er weg“, bemerkte er dann unnötigerweise, lächelte schwach und wandte sich dann ab, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Das Gästehaus aufsuchen, den Dreck abwaschen und dann ins Bett.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

"Gut, danke!", antwortete Alrun erfreut lächelnd. Sie ging zu ihrem Speer und nahm die Jacke davon herunter, um sie sich anzuziehen, auch wenn sich das schon kaum noch lohnte. Dann griff sie zum Speer und ging einige Schritte in Richtung des Gasthauses, hielt jedoch an der Tür noch einmal inne. Ob das wirklich halten würde, was sie da improvisiert hatten? Alrun hatte da durchaus nagende Zweifel. Und wenn sie ja doch nicht schlafen konnte, wenn sie sich dessen nicht sicher war, konnte sie auch gleich hier wachen. Am nächsten Tag konnte sie noch genug schlafen, sie blieben ja doch hier, dann würde sich schon jemand finden, der ein Auge auf diese Schwachstelle haben konnte. Nein, sie sollte wirklich hier bleiben und aufpassen...
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

Und seine Tasche nicht vergessen, ergänzte Varoujan seinen vorherigen Gedankengang, als er ebendiese erreichte und kurz beäugte, als wäre sie auf eine unerklärliche Art und Weise hierher gekommen. Er hätte sie wohl tatsächlich vergessen, wäre er nicht geradewegs über sie gestolpert und hätte sie wohl erst innerhalb des Gästehauses vermisst, wenn er sie gebraucht hätte. Und seinen Bogen, den brauchte er zwar gerade nicht, aber er hatte ihn ebenfalls vergessen. Der Zakida seufzte leise und wandte sich um, erst jetzt bemerkend, dass Leutnant Alrun ihm nicht gefolgt war, sondern sich kaum von der Mauer entfernt hatte. Er ging die Schritte zurück, die er bereits gelaufen war, die Tasche in seiner rechten Hand, damit er sie unter Umständen nicht noch einmal vergaß und ging schließlich an der Sertianerin vorbei, um seinen Bogen vom Boden aufzulesen, ehe er ihrem nachdenklichen Blick zu der Pforte folgte. „Ihr wolltet zu Bett, Leutnant“, bemerkte er dann und sah ihr abwartend entgegen.
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Nimiel

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Moosmutzel]

Daltor machte ich auf den Weg in sein Zimmer. Etwas belebt durch den Tee würde er sicher noch eine Zeit lang weiter arbeiten können. Er zündete die Kerze wieder an und machte es sich auf dem harten Stuhl so bequem wie möglich.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

"Ja, wollte ich", erwiderte Alrun ein wenig brummend und verzog den Mund. Überrascht stellte sie fest, dass Varoujan seine Bemerkung weniger als Feststellung oder gar Frage formuliert hatte, sondern sogar eher als Aufforderung. Sah ihm gar nicht ähnlich, stand ihm aber gut. "Aber inzwischen bin ich gar nicht mehr müde", erklärte sie und fragte sich im selben Moment, warum sie nicht einfach sagte, warum sie nicht gehen wollte. Es war schließlich ihre Entscheidung. Aber vermutlich hatte sie bemerkt, dass die Männer hier allzu oft übermäßig um sie besorgt waren, und dass es taktisch klüger war, ihre Bedenken zu zerstreuen als einfach nur zu bestimmen, was sie zu tun gedachte. Früher hatte sie derlei Umwege nie nehmen müssen, und genau genommen fand sie es auch unsinnig. "Ich will das Tor nicht unbeaufsichtig lassen", erklärte sie daher und hielt den Blick weiter auf den Steinhaufen gerichtet. Sie konnte ohnehin genau sagen, welche Miene Varoujan jetzt gerade machte.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

„Ah“, bemerkte der Zakida unbestimmt und ließ seinen Blick ebenfalls zu dem Steinhaufen schweifen, von dem scheinbar etwas Faszinierendes ausgehen musste, aber für ihn blieben es einige aufgereihte und gestapelte Steine, die selbst für den Fall eines Falles vorerst Widerstand leisten würden. Aber Leutnant Alrun sah das anders, natürlich sah sie das anders. Es hätte ihm klar sein müssen, als sie bereits bemerkt hatte, dass sie hoffte, dass diese kleine geschaffene Mauer auch halten würde. Vielleicht auch schon früher. „Dann solltet ihr mich später wohl wecken, damit ihr nicht die ganze Nacht damit beschäftigt seid das Tor zu beaufsichtigen“, fuhr Varoujan irgendwann fort und bedachte den Steinhaufen nun mit einem leicht unwilligen Blick, da ihm soeben durch den Kopf ging, dass die Sertianerin und er sich die Mühe hätten sparen können, wenn sie ihrer Arbeit sowieso nicht vertraute. „Und vielleicht lernen manchen Dingen mehr zu vertrauen“, fügte er noch an und wandte sich dann ab, da er genau wusste, dass es keinen Sinn hatte mit ihr zu diskutieren.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

Alrun runzelte die Stirn und wandte sich dem Zakida zu. Offensichtlich war er dagegen, dass sie hier blieb, sprach seine Bedenken aber auch nicht aus. Und doch klang gerade sein letzter Satz beinahe wie ein Vorwurf. Sie verstand nur überhaupt nicht, weswegen. Irritiert und ein bisschen steif antwortete sie: "Ja, vielleicht." Glaubte er, sie tat das hier zu ihrer persönlichen Belustigung oder als Schikane gegenüber anderen? Doch am ehesten irritierte, fast schon verärgerte sie die Tatsache, dass er nicht aussprach, was er dachte, bis auf seinen vagen letzten Satz, der mehr offen ließ als erklärte. "Gute Nacht, Varoujan."
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

„Gute Nacht, Leutnant“, erwiderte der Zakida leise und wandte sich nochmals halb zu der Sertianerin um, vielleicht in der leisen Hoffnung, sie würde doch noch von ihrem plötzlich gefassten Plan absehen, oder um ihr eben diesen auszureden, aber weder das eine, noch das andere passierte. „Vergesst nicht mich zu wecken“, fügte Varoujan noch an, nachdem ihr ‚vielleicht’ genug Raum gelassen hatte, um sich auszumalen, dass sie es nicht tun würde - warum auch immer – ehe er sich endgültig abwandte und erst einige Schritte weiter nochmals unter einem Seufzen stehen blieb. Sie gab ihm ein Rätsel auf, doch was ihn noch viel mehr irritierte, war die Tatsache, dass er nicht viel besser war. Dafür hatte er sich zu oft aus unterschiedlichen, ihm vollkommen schleierhaften Gründen aus der Ruhe bringen lassen. Varoujan schüttelte den Kopf, weil er genau wusste, dass alles Nachdenken nicht helfen würde und setzte sich wieder in Bewegung, bevor er letztlich das Zimmer betrat, in welchem er bereits am späten Nachmittag geschlafen hatte, da er jetzt nicht mehr nach einem noch freien Zimmer suchen und so möglicherweise die anderen bereits Schlafenden stören wollte. Er ließ seine Tasche auf die Matratze fallen, öffnete sie und legte die letzten beiden Kleidungsstücke zurecht, die noch sauber waren und welche ihn dazu bewogen leicht das Gesicht zu verziehen. Er hatte sie zu seiner Rückkehr nach Hause tragen wollen, wie er es einst versprochen hatte und keinen Tag vorher. Und nun würde es diesen Tag nie geben. Der Zakida riss sich auch von diesem Gedanken los, wusch sich Hände und Gesicht und sah immer wieder zur Tür, die sich bei allem Starren nicht öffnen wollte, ehe er sich schließlich hinlegte.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

Noch kurz sah Alrun Varoujan hinterher, dann wandte sie sich ab. Sie fühlte sich... verraten? Zumindest aber verlassen. Und eigentlich kam sie sich auch ein bisschen dämlich vor, hier die ganze Nacht vor einer halbwegs verschlossenen Tür zu warten. Varoujan würde sie nicht wecken. Ihn bitten, etwas für sie zu tun. Er sah die Notwendigkeit nicht ein, und würde es nur tun, um ihr einen persönlichen Gefallen zu tun, und das wollte sie nicht. Warum nur sah außer ihr niemand ein, dass das Kloster geschützt werden musste, dessen Bewohner sie so gastfreundlich und uneigennützig aufgenommen hatten, und nicht zuletzt auch diese Gruppe, die doch mit einem so wichtigen Auftrag betraut worden war? Sie erklomm erneut die Mauer und schaffte es auch irgendwie, ihren Speer mit nach oben zu bringen. Frustriert stand sie dann eine Weile oben auf der Mauer und sah sich um, innerhalb wie auch außerhalb der Mauern. Es war dunkel und kalt und ruhig, das erste Mal seit langem war es um sie herum völlig ruhig. Selbst nachts war sie sonst von Menschen umgeben gewesen, hatte ein Feuer geprasselt, und die Pferde sich bewegt. Jetzt war es ganz still. Sie ging ein paar Schritte hin und her. Eine Nacht ohne Schlaf machte nichts, sie konnte ihn am Tag nachholen, für Daltor war sie sicher entbehrlich. Und in der nächsten Nacht? Tagsüber? Wer würde dann hier wachen? Sie brummte missmutig. Sie wollte hier weg, und sie würde bleiben.
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