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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

In langsam aufkommender Erkenntnis riss Alrun die Augen auf. 'Gefühl', 'interessieren', hatte er gesagt. Der hatte doch nicht etwa...! Aber sie hatten doch gerade noch darüber gesprochen, und trotzdem hatte er... Sie schob ihn noch ein Stück weiter von sich weg und ließ ihn dann los, während sie ihn mehr als erstaunt anstarrte. "Ja... das... scheint mir auch so", brachte sie verblüfft eine Antwort hervor und sah ihm weiter verwirrt in die Augen, wohl um herauszufinden, ob er nicht vielleicht dumm scherzte. Es schien ihr nicht so. Sie schüttelte verständnislos den Kopf. "Das... Aber... Varoujan", begann und beendete sie einen Einwand mit einem Anflug von hilflosem Vorwurf. Wie konnte man nur so unvernünftig sein! "Ihr-Ihr könnt doch nicht einfach... Varoujan!" Der musste doch scherzen, das konnte doch unmöglich sein Ernst sein!
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Gamina

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Varoujan schluckte abermals leer, bevor sich seine Lippen zu einem schiefen und misslungenem Lächeln verzogen und er seine Tunika glatt zu streichen begann, um schließlich ohne Umschweife seinen Blick gen Boden richten zu können und dort zu halten. Er umschloss seinen Becher mit Wein, begnügte sich aber damit, ihn in seinen Händen umherzudrehen und sah schließlich kurz zu der Sertianerin auf, nur um abermals schief zu lächeln. Es war der falsche Zeitpunkt, ganz gleich, wie gering oder groß sein Interesse letztlich an ihr sein mochte und ob dieses Gefühl sich nur auf eine vorübergehende Attraktion oder mehr beschränkte. Das hatte ihm dieser flüchtige Kuss noch immer nicht offenbart, aber er bereute ihn nicht, nicht einmal annähernd. Varoujan schloss kurz die Augen, führte den Becher mit Wein letztlich doch an seine Lippen und überlegte währenddessen fieberhaft, was er sagen sollte, um nicht in peinliches Schweigen zu verfallen. „Ich hätte mich in kleineren Komplimenten üben sollen“, erklärte er dann und lächelte zum dritten Mal schief, während er sich unwillkürlich den Nacken rieb. „Ich wollte euch nicht…nahezu sprachlos machen.“
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Centaurea

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Er war an ihr interessiert. Bei allen Göttern, wenn sie das gewusst hätte, hätte Alrun diesen Kuss doch niemals zugelassen! Was sollte sie jetzt nur tun? Beziehungsweise, gab es überhaupt irgendetwas, das sie tun konnte? Eigentlich war das Problem ja doch nur auf seiner Seite, und auf seiner Seite entstanden, sie konnte doch da wirklich nichts dafür, oder? Und warum hatte er es ihr überhaupt erzählt?! 'Ganz ruhig. Interessiert, das kann viel bedeuten, oder gar nichts. Ich sollte mich davon wirklich nicht beunruhigen lassen', beschloss sie.
"Ja... nun... aber was erwartet Ihr denn jetzt von mir?", fragte sie Varoujan ratlos. Was konnte er nur damit bezweckt haben, ihr so etwas auch noch zu erzählen? Gerade wo sie doch vorher von diesem Thema noch gesprochen hatten und wo sie doch ihre Position dazu eindeutig hatte verlauten lassen. "Und was genau... nein, das will ich eigentlich gar nicht", unterbrach sie sich und wedelte mit der Hand, um diesen Teil ihrer Worte einfach zu vertreiben. "Wieso habt Ihr mir das erzählt?"
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Gamina

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

„Ich nahm an, es würde für euch keinen Unterschied machen, ob ich es euch jetzt oder...vor oder während der Vorspeise erzählt hätte“, äußerte sich Varoujan und verzog seine Lippen zu einem bitteren Lächeln, denn er war weder blind, noch taub, als dass ihm hätte entgehen können, dass es durchaus einen Unterschied zu machen schien. Und damit bereute er zwar nicht den Kuss, aber doch zumindest allmählich seine Ehrlichkeit. Varoujan schob seinen Weinbecher weit von sich, um ihn nicht mehr in Griffweite zu haben und sich hinter diesem verstecken zu können und rieb sich über die Wange, bevor sein Blick abermals flüchtig zu der Sertianerin schweifte. Es war kein guter Gedanke, aber er fragte sich einen Augenblick lang, wie dieses Essen wohl verlaufen wäre, wenn er anders auf ihre Worte reagiert hätte, als er sie auf Simes Vermutungen angesprochen hatte und sie ihm zwar deutlich gemacht hatte, dass sie sich zwar nicht fest binden wollte, allem anderen aber nicht abgeneigt war. Vielleicht anders, vielleicht auch nicht, es war jedenfalls kein Gedanke, der ihn momentan half oder irgendwie weiter brachte. „Und dass es euch lieber ist, als…belogen zu werden. Ich möchte nicht euer Vertrauen verlieren, nicht auf einer solchen Reise.“ Er war ein Idiot, zumindest das wusste er jetzt. Hätte er geschwiegen, etwas anderes gesagt...vermutlich wäre alles besser gewesen, als ehrlich zu sein.
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Centaurea

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Sie wurde wahrlich nicht gern belogen, aber in diesem Fall... Alrun hätte es ja nie erfahren, und selbst wenn er nicht gelogen hätte, er hätte es ja einfach verschweigen können, irgendwie wäre beides besser gewesen als seine Ehrlichkeit in diesem Moment. Freilich war es richtig, irgendwie, dass er ehrlich gewesen war. Irgendwie. Aber so richtig mochte sich Alrun darüber nicht freuen, zumal sie nach wie vor wirklich nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte.
"Aber wie... Moment", fiel ihr ein und sie musterte ihn forschend. "Aber... Seid Ihr etwa deswegen unsicher, was Darlita angeht?" Das wäre doch gut möglich. Er war einsam und vermisste sie und Alrun war eben eine Frau, vielleicht eine, die ihn an seine Verlobte erinnerte. Und dann hielt er vorübergehendes Sehnen für Verliebtheit und betrachtete womöglich dies als Zeichen verrauchter Liebe für Darlita? Bei den guten Göttern, wenn hier jemand noch weniger Ahnung von all dem hatte als Varoujan, dann war das doch Alrun.
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Gamina

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Darlita…allmählich begann ihm dieses zwischen ihnen immer wiederkehrende Thema tatsächlich lästig zu werden, sodass Varoujan zunächst allein ein unwilliges Schnauben entfuhr, während seine rechte Hand ins Leere griff, als er blind seine Hand dorthin auszustrecken begann, wo bisher sein Becher mit Wein gestanden hatte. „Nein, Darlita hat damit nichts zu tun. Ich hatte mich spätestens gegen sie entschieden, als ich mich dafür entschieden hatte meinen Träumen zu folgen und euch zu suchen…wenn nicht sogar schon früher.“ Er zuckte die Schultern und gab es auf seinen Becher mit Wein zu ignorieren und streckte sich, um den weggestellten Becher erreichen zu können. „Es…tut mir leid, hätte ich gewusst, dass es besser gewesen wäre zu schweigen, hätte ich es getan.“ Und so entschuldigte er sich nun doch, obwohl er sich geschworen hatte genau das einmal nicht zu tun. Er trank einen Schluck, dann noch einen zweiten und rutschte leicht auf seinem Platz hin und her, als könnte oder wollte er im Grunde nicht länger an Ort und Stelle sitzen bleiben. Und vielleicht war das so, vielleicht war sein Bedürfnis zu gehen, eine Tür hinter sich zu schließen und sich einen Idioten zu schimpfen momentan größer, als hier zu sitzen und ihrem stetig forschendem Blick zu begegnen.
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Centaurea

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Gegen sie entschieden? Alrun war bisher noch immer nicht überzeugt davon, dass er sich jemals gegen Darlita entschieden hatte. Schon gar nicht nur deswegen, weil er seine Pflichten gegenüber den Göttern wahrgenommen hatte. Alrun sah auf den Becher Wein in ihren Händen herab, den sie zwischendurch in der Linken gehalten hatte, und nahm dann noch einen kleinen Schluck. Er wollte ihr nun nicht mehr recht schmecken. "Es... muss Euch nicht leid tun", erwiderte sie dann nachdenklich. "Sicher war es besser so. Jetzt, da ich es weiß, kann ich mich... entsprechend verhalten. Vielleicht sollten wir mehr Abstand voneinander halten... wenn Euch das hilft." Ratlos zuckte sie die Schultern und sah Varoujan kurz an, dann wendete sie ihren Blick den Schüsseln vor sich zu. Wenn sie das gewusst hätte, wäre sie nie auf dieses Essen eingegangen.
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Gamina

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Centaurea]

Ein feines Lächeln umspielte seine Lippen, nachdem Aidan die Worte der jungen Botin vernommen hatte, indes er mit Bedachtsamkeit den Umschlag umschloss und unbewusst eine Augenbraue emporzog, als er bemerkte, dass er ungewöhnlich dick und seltsam zu greifen war, ehe er bestätigend nickte. "Ein normaler Bote streift seine Achtsamkeit an den Toren dieses Klosters ab, ihr jedoch nicht, das macht euch wohl tatsächlich...ungewöhnlich." Er schmunzelte und widmete sich dann schweigend des Briefes, wobei er zunächst behutsam über das ihm vertraute Siegel strich und schließlich aufbrach, und aus dem Umschlag schließlich einen Brief und einen weiteren Umschlag hervor holte. Der Abt bedachte den zweiten Umschlag mit beherrschter Neugierde, las den Namen darauf, der in der Handschrift seines Bruders geschrieben war und ließ seinen Blick flüchtig zu der jungen Botin schweifen, welche wohl die Empfängerin dieses Umschlages sein musste. Seltsam...sein Bruder sandte eine Botin mit einer Nachricht aus, welche an sie selbst gerichtet war? Aidan legte den seltsamen Umschlag vorübergehend beiseite, um sich des Briefes zu widmen, welcher wohl an ihn gerichtet war und überflog aufmerksam die Zeilen, welche nicht so filigran geschwungen waren, wie sonst, sondern hinter welchen sich eine gewisse Eile zu verstecken schien.

"Lieber Bruder,

Zu dem Zeitpunkt, an welchem Du diesen Brief liest, sollte eine Gruppe von Reisenden die Gastfreundlichkeit Deines Ordens ersucht haben. Sollte dem nicht so sein, so wurden sie aufgehalten und werden Eichenwalde in den kommenden Tagen erreichen. Du darfst ihnen unter keinen Umständen die Gastfreundlichkeit Eichenwaldes verwehren, ganz gleich, mit welcher Bitte und Geschichte sie an Dich herantreten sollten, denn auf ihnen ruht unsere einzige Hoffnung. Sie wurden von den Göttern auserwählt, um das vor Urzeiten verbannte Böse abermals und endgültig zu verbannen. Ich bitte Dich um Dein Vertrauen in mich als Dein Bruder, da die Zeit zu knapp ist, um Deine mit diesen Zeilen aufkommenden Fragen zu beantworten, doch sie sind, was ich sage - eine Vision der Götter verriet es mir. Die junge Frau, welche Dich genau in diesem Moment aufmerksam und mit leiser Skepsis mustern sollte ist Raiya Elani Scalvaia - wie Du vermutlich bereits begriffen hast keine gewöhnliche Botin. Es ist der Wille der Götter, dass sie dieser Gruppe von Reisenden beistehen soll, so wie sich bereits vor ihr andere dieser Gruppe angeschlossen haben, doch mir blieb nicht die Zeit sie über diesen Umstand zu unterrichten. Sie wird nicht sonderlich erfreut sein, doch übergebe ihr den beiliegenden Umstand, der Brief wird sie über alles, was ich Dir erzählt habe näher unterrichten.

In Liebe,

Ilian."


Aidan faltete den Brief vorsichtig zusammen, indes er stirnrunzelnd in Gedanken die letzten Zeilen des Briefes wiederholte. In Liebe...hätte er nicht bereits durch Leutnant Reguero von der Ernstlichkeit der Reise dieser Gruppe erfahren, so hätte er spätestens bei diesen zwei Worten nicht länger daran gezweifelt. Ilian hatte Angst. Um sich, um ihn und all die Seelen, die durch den fünften und seine Anhänger in Gefahr gerieten. "Der ist für euch, Raiya", murmelte Aidan schließlich und unterbrach sein langes Schweigen und reichte der jungen Frau den Umschlag, dessen Inhalt ihn vermutlich ebenso interessierte, wie sie.
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Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

„Nein“, erwiderte Varoujan rasch und für seine Art vielleicht eine Spur zu schroff und lächelte daher unwillkürlich entschuldigend, als er sich dieses Untertones bewusst wurde. „Nein, ich glaube nicht, das mir das…helfen würde“, wiederholte er ausführlicher und ruhiger und fuhr sich unter einem leisen Seufzen durch sein kurzes Haar. „Wir werden noch eine ganze Zeit miteinander reisen müssen, ich möchte nicht, dass das zwischen uns steht, indem ihr…mehr Abstand von mir haltet.“ Das würde es nicht leichter machen, aber doch leichter, als wenn sie ihm aus dem Weg gehen würde. Nicht, dass es außerhalb dieser Mauern quasi unmöglich sein würde, aber es würde auch jedes Aufeinandertreffen unangenehmer machen, wenn sie sich sonst aus dem Weg gingen, um ihn, sie…sich zu schützen. „Aber vielleicht ist es dennoch besser, wenn wir das hier beenden.“ Damit er vorübergehend doch mehr Abstand zu ihr halten konnte, einige Stunden nur, um für sich alleine zu sein und nachzudenken und um dieses Essen und alles darum herum zu verarbeiten, damit das nächste Gespräch mit ihr wieder normaler und ungezwungener verlaufen konnte.
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Centaurea

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Re: 2. Tag des Wandelnden, 1. Monat des Wissenden - Nachmittag [Re: Gamina]

Alrun war ein wenig skeptisch. Sie hätte Abstand halten durchaus für eine kluge Idee gehalten. 'Aus den Augen, aus dem Sinn', sagte man doch, und sie selbst hätte sich wohl auch bei weitem weniger beobachtet gefühlt. "Wie Ihr meint", stimmte sie ihm dennoch zu. "Ich sollte meine Arbeit auch wirklich nicht länger liegen lassen." Bei der Dienstbeflissenheit der Bewohner Eichenwaldes konnte sie ohnehin nur hoffen, dass sie nicht inzwischen von einem anderen gemacht worden war. Sie nahm noch einen größeren Schluck aus ihren Weinbecher, der musste immerhin leer werden, und fragte den Zakida dann: "Wo sollen die Sachen denn hin?" Sie wies auf das Geschirr vor sich.
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