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Mittelerde & andere phantastische Welten » Die Gaukler-Stube » Land der Tempel ~ IX ~ Keiner ist zu klein, ein Held zu sein

Gamina

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

Um ihn herum tobte eine Schlacht, in welcher man längst vergessen zu haben schien, warum man sie auszufechten begonnen hatte und wer für welche Seite, welchen Glauben und für welche Überzeugung kämpfte. Es schien gleichgültig und vergessen worden zu sein. In dieser Schlacht verwandelte sich Hass in Verzweiflung und Verzweiflung in Hass. Menschen, welche einst Freunde gewesen waren, waren zu erbitterten Feinden um das eigene Überleben geworden und erbitterte Feinde zu flüchtigen Verbündeten, um das eigene Überleben zu sichern. Die Luft war erfüllt von Schreien und verzweifeltem Wehklagen, dem Klirren aufeinander treffenden Stahls und dem Wiehern tobsüchtig gewordener Pferde und niemand schien in dem herrschenden Wahnsinn zu bemerken, dass sich der einst klare Himmel über ihren Köpfen zusammenzog und eine Unheil verkündende Wand ungewöhnlich dunkler Wolken auf sie zurollte. Überall dort, wo der Himmel sich zu verdunkeln anfing, begannen die Kämpfe und Schreie am Boden vorübergehend zu verstummen und die Blicke der eben noch Kämpfenden gingen starr in die Ferne, wo sich dunkle, gewaltige Umrisse gegen das ferne Licht der Sonne abzeichneten, bevor sie ihre Blicke von Panik ergriffen losrissen und die Schreie wieder lauter wurden, nun vollends von Verzweiflung ergriffen. „Er ist hier!“, hörte er jemanden rufen und sah, wie eben noch Kämpfende ihre Waffen fallen ließen und die Flucht ergriffen. „Bei allen Göttern er ist unter uns!“, drang ein Schrei aus einer anderen Richtung zu ihm vor, bevor dieser in einem schauderhaften Röcheln erstarb. „Wir sind alle verloren“, begannen immer mehr zu rufen, und er glaubte in ihren erschöpften und von Schrecken erfüllten Gesichtern eine plötzliche Erkenntnis zu erblicken. Dass diese Schlacht sie die wahre Gefahr nicht hatte sehen lassen und nun, wo sie diese sahen es zu spät war um etwas gegen sie auszurichten. „Mögen die Götter uns…“

Jeder Schrei und jedes ferner erklingende Klirren von Stahl erstarb, als ein Grollen für einige Augenblicke alles zu übertönen drohte und der Boden unter ihren Füßen vorübergehend bebte und während manche gen Himmel blickten, jedoch vergeblich auf ein vermeintlich erneutes Donnergrollen oder zuckende Blitze warteten, starrten andere regungslos in die Ferne, zu den dunklen, gewaltigen Umrissen, von wo aus das Grollen ertönt war. Aus dem Norden und dem Süden, aus dem Westen und dem Osten. Man hatte sie umzingelt, ohne dass es ihnen aufgefallen war. Und doch sollte es nicht die letzte Erkenntnis bleiben, ehe sie alle starben, nicht nur dahingerafft von Drachen, welche sich dort in der Ferne abgezeichnet hatten und niedergemacht von Wyrsa, die wie aus dem Nichts unter ihnen aufgetaucht waren sondern auch von Menschen, welchen sie vertraut hatten, welche sie in den letzten Wochen ihres Lebens geleitet hatten, ihnen Hoffnung eingeredet hatten. Er erkannte, dass sie alle sein Zeichen trugen und erkannte, dass sie sowohl von den Wyrsa, den Drachen und all den anderen Schrecken unberührt blieben, während um sie herum alles starb.
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Centaurea

Gefährte

Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Gamina]

Sie hätte sich ihren Mantel mitnehmen sollen, aber Alrun hatte vorhin ja nicht ahnen können, wohin das führen würde, sie hatte einfach nur nach Sheena, Feyaria und Jaime suchen wollen. Und jetzt war es eben zu spät. Man verließ seinen Posten nicht, wenn man seine Wache einmal angetreten hatte. Immerhin verhinderte die Kälte, dass sie allzu bald müde wurde. Hoffte sie jedenfalls. Außerdem war die Kälte nicht so schlimm. Was ihr viel mehr zusetzte, war das Gefühl, allein zu sein, über die bloße Abwesenheit von Menschen hinausgehend. Sie hatte schon schlimmere Wachen gehalten, aber da hatte sie sich nie so allein gefühlt. Sie vermisste ihre Kameraden und die Sicherheit, die sie auch in unsicheren Situationen in ihrer Nähe empfunden hatte, und, was sie nie geglaubt hätte, sie vermisste ihre Vorgesetzten. Hätte Leutnant Theadissu ihr befohlen, diese Wache zu halten, es wäre alles ganz anders gewesen. Nun hatte sie eher noch das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen für das, was sie hier tat. So gesehen freute sie sich ohnehin nicht auf den Morgen, denn er würde nichts Gutes bringen. Außerdem würde sie am Morgen nicht nur durchgefroren, sondern auch müde sein, also ging es ihr im Moment im Vergleich wirklich gut. Der Gedanke erheiterte sie auf seltsame Weise und sie lachte leise auf. Es blieb nur der bittere Beigeschmack, dass sie sich einsamer fühlte als noch Stunden zuvor. Jaime war ein Assyner, Varoujan hatte sie verlassen, Sheena und Feyaria hatten sich wohl vollends von ihr abgewandt - sie hoffte nur, dass das nicht auch für den Rest der Gruppe galt. Einzig in Daltors Gegenwart hätte sie sich nun wohl wirklich wohl gefühlt, aber viel zu sagen hatten sie sich auch nicht, sie waren so verschieden.
Sie schob das elende Selbstmitleid beiseite. Sie war Offizier der Sertianischen Armee, so etwas schickte sich einfach nicht für sie. Sie hatte die Dinge zu nehmen, wie sie waren, und zu tun, was sie tun musste. Und was morgen war, würde sie morgen entscheiden. Entschlossen nickte sie und schritt weiter die Mauer auf und ab.
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Gamina

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Abend [Re: Centaurea]

Varoujan erwachte ohne einen Aufschrei und blinzelte eine einzelne Träne weg, während er Mühe hatte Traum und Wirklichkeit voneinander zu trennen. Die Stille, die den Raum erfüllte erschien ihm Momente lang unwirklich, während sein Herz raste und seine Lungen brannten und er gegen ein Gefühl von Angst, Hoffnungslosigkeit und Panik ankämpfte und mit leisem Erstaunen bemerkte, dass der Geruch von Blut mehr und mehr einem angenehmen Geruch von Blumen und Seife wich. Es war nicht passiert. Es war nur ein Traum. Er setzte sich zitternd auf, starrte vorübergehend auf das leere Bett, welches dem seinen gegenüberstand und erhob sich dann, um sein schweißnasses Gesicht zu waschen und um anschließend das Zimmer zu verlassen. Er konnte und wollte sich nicht sogleich wieder hinlegen und weiterschlafen, nicht, wenn dort womöglich der Rest dieses Traumes lauerte, von welchem er sich nicht sicher war, ob er schlimmer war, als ein Traum über einen Menschen, den er inzwischen kannte. Ein Leben, oder das von Hunderten? Varoujan hustete unterdrückt, ein abklingendes Gefühl von Übelkeit zurückkämpfend und begab sich dann in die Küche, um etwas frischen Tee aufzusetzen, ehe er sich mit einer Tasse von diesem hinaus in das von Dunkelheit eingehüllte Kloster begab und nach der Sertianerin suchte, die er in der Nähe oder irgendwo auf der Mauer vermutete, um ihr den Tee zu reichen und sie anschließend von ihrer Wache abzulösen.
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Centaurea

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Gamina]

Man stand auf der Mauer ungequem, denn man musste ständig darauf achten, nicht auf lose Steine zu treten, auch wenn Alrun nach einiger Zeit herausgefunden hatte, wo diese lagen. Und das Sitzen war auch nicht angenehm, dafür war die Mauer einfach zu kalt. Aber im Sitzen wurde man ja auch eher müde als im Stehen, also fuhr Alrun fort, auf der Mauer hin und her zu laufen. Sie bemühte sich während dieser Zeit redlich, keinen Groll gegen ihre Gefährten zu hegen, oder ihren Groll zumindest nicht weiter wachsen zu lassen. Sie konnten nichts dafür, versuchte sie sich zu überzeugen. Sie sahen einige Dinge eben anders als sie. Und überhaupt musste sie das auch gar nicht interessieren, solange alles andere funktionierte. Immerhin waren sie ja auch bisher verhältnismäßig gut vorangekommen, und darauf kam es ja an. Es war nicht notwendig, dass man befreundet war, um miteinander zu reisen. Sie hoffte nur, dass hier nicht bald mehr aus dem Ruder lief. Sie wusste nicht wirklich, was alles passieren konnte, dafür konnte sie Menschen und Lage nicht gut genug einschätzen. Aber ihr war durchaus bewusst, dass eine Reise mit Menschen, die statt ihre Meinungsverschiedenheiten zu überwinden diese nur vertieften, wenig angenehm sein konnte.

Die Zeit verging langsam, auch wenn es vieles gab, mit dem Alrun ihren Geist beschäftigen konnte, und war es zeitweise das Rezitieren von Vorschriften, oder auch von Gedichten über Helden der sertianischen Geschichte. Und auch, wenn man dies im Moment nicht merkte, versuchte sie weiter ihre Moral zu stärken, befand sie sich immerhin noch auf heimischem, sertianischem Boden. Auf einer sertianischen Mauer, um genau zu sein. Aber doch immerhin noch in Sertia. Noch dazu auf geweihtem Boden. Mauer. Was auch immer.
Sie wurde aus ihren ohnehin immer unsinniger werdenden Gedanken gerissen, als sie hörte, dass sich Schritte ihrem Posten näherten. Sie wandte sich ihnen zu und erkannte Varoujan, der tatsächlich kam. Verdattert sah sie ihm entgegen. Mit seiner Erkältung hatte sie fest damit gerechnet, dass er die Nacht durchschlief, und selbst wenn er wach geworden wäre, hatte sie angenommen, er würde warten, bis sie ihn abholte.
"Varoujan", bemerkte sie, als er nahe genug an sie herangetreten war, und stützte sich mit der linken Hand am Speer ab, während sie die Rechte in die Hüfte stemmte. "Was tut Ihr hier?"
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Gamina

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Centaurea]

Er wusste selbst nicht ganz genau, warum er hier war und sich nicht die Zeit genommen hatte, um den Traum soweit zu verarbeiten, dass er ihn nicht mehr so berührte, wie er es jetzt noch tat, sodass Varoujan die Sertianerin Momente lang allein ansah. Weil er nicht alleine sein wollte, vielleicht, oder weil er sich erhoffte, dass sie ihm einen Teil seiner Ruhe zurückgab, so, wie sie es schon einmal geschafft hatte. Der Zakida schluckte leer, während sein Blick noch immer auf ihr ruhte und sah schließlich auf die Tasse in seinen Händen, ehe er sie ihr entgegenhielt. „Euch einen Tee bringen – es ist kalt“, erwiderte er ihr dann und versuchte seine Hände so ruhig wie möglich zu halten, indes er die Frage verdrängte, ob sie auch dort gewesen war, in diesem Schlachtfeld. „Und…um euch ein wenig Gesellschaft zu leisten. Es war nicht richtig von mir euch hier, hm, alleine zu lassen.“
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Centaurea

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Gamina]

Liebe Güte. Alrun riss überrascht die Augen auf und setzte sich auf die Mauer. Sie beugte sich herunter und nahm den Tee aus Varoujans ausgestreckten Händen entgegen. "Danke", erwiderte sie noch immer verwirrt und richtete sich wieder auf. "Das ist sehr nett. Das äh... wäre doch nicht... ich hab Euch ja schließlich weggeschickt." Sie hatte schlecht von ihm gedacht und er brachte ihr Tee und wollte ihr Gesellschaft leisten. Sie hatte ein schlechtes Gewissen. Unschlüssig drehte sie die Tasse in ihren Händen. "Außerdem seid Ihr erkältet, Ihr solltet in einem warmen Bett liegen und schlafen." Um überhaupt etwas zu tun nahm sie einen Schluck Tee und stellte fest, dass er tatsächlich warm war und obendrein nicht derselbe, den sie heute Nachmittag gemacht hatte. Er hatte tatsächlich mitten in der Nacht frischen Tee gekocht.
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Gamina

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Centaurea]

Varoujan lächelte schmal, nachdem er ihre Worte vernommen hatte und war kurze Zeit versucht sie darauf hinzuweisen, dass sie vorsichtig sein sollte, da der Tee noch warm war, aber da hatte sie bereits an diesem genippt, sodass er diesen Hinweis unausgesprochen ließ. Stattdessen ging sein Blick zu ihr hinauf, der Mauer folgend und für einen Moment ließ er seine Hand abschätzend über die Steine streichen, um nach kleinen Unebenheiten zu suchen, bevor ihm erst der Grund in den Sinn kam, warum die Sertianerin noch hier war. Die gestapelten Steine vor der Pforte. „Wohl nicht eindringlich genug“, erwiderte er ihr schließlich verspätet auf ihre Bemerkung, dass sie ihn schließlich weggeschickt hätte, was so nicht unbedingt stimmte, aber der Wahrheit doch recht nahe kam und lächelte nochmals, ehe er sich der kleinen, behelfsmäßig errichteten Mauer zuwandte, welche die Pforte zumindest für eine geraume Weile hatte schützen sollen. Der Zakida überprüfte kurz ihre Festigkeit, bevor er sich auf diese stellte, suchte mit seinen Händen nach der Klinke oder etwas Ähnlichem, was ihn vielleicht noch beim Aufstieg half und kletterte so schließlich zu ihr hinauf, sodass er Momente später neben ihr Platz nahm. „Ich dachte…es täte uns beiden gut etwas weniger allein zu sein“, bemerkte er dann leise und sah einen Augenblick auf seine Hände hinab, als wolle er für sich überprüfen, ob das Zittern endlich verschwunden war.
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Centaurea

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Gamina]

Ein bisschen seltsam benahm er sich schon, stellte Alrun fest. Hatte Varoujan tatsächlich ein schlechtes Gewissen, weil er vorhin einfach so gegangen war? Hatte er gar deswegen nicht schlafen können? Das wohl kaum, ein paar Stunden sollten doch seitdem vergangen sein. Und dann war er mitten in der Nacht wach geworden und auf die Idee gekommen, zu ihr zu gehen? Doch er wollte sie nicht ablösen, sondern suchte Gesellschaft. Na, hoffentlich ging er am Ende ihres Gespräches nicht unverrichteter Dinge wieder weg und überließ ihr den Rest der Wache. Obwohl sie sich freilich ohnehin darauf eingerichtet hatte und er ja eigentlich krank war. Wie auch immer.
Sie musterte ihn irritiert. Er hatte so leise gesprochen und sah so seltsam befangen auf seine Hände. Er hatte doch irgendwas auf dem Herzen. Ohje. Und da suchte er sich ausgerechnet wieder sie aus, um darüber zu reden? Warum konnte er nicht warten, bis Jaime wach war? Endlich ging es ihr auf. "Habt Ihr wieder schlecht geträumt?", fragte sie ihn frei heraus. Mehr als falsch liegen konnte sie nicht, aber es deutete schließlich einiges darauf hin.
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Gamina

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Centaurea]

„Ist es so offensichtlich?“, erkundigte sich der Zakida und lächelte beinahe verlegen, da er ihre Antwort im Grunde nicht zu hören brauchte, um seine Frage bestätigt zu wissen. Es bedurfte nicht immer eines Schreis, um erst darauf aufmerksam zu werden, dass etwas nicht stimmte und trotzdem hatte er gehofft, dass er sich nicht so rasch selbst verraten würde. „Aber es…“, fuhr Varoujan fort und ließ seinen Blick kurz zu der Sertianerin schweifen, wobei sein Blick schließlich auf ihren Händen zu ruhen kam, welche die Tasse mit Tee umschlossen hielten. Es war nichts, worüber er nun reden wollte, auch wenn sie darüber gesprochen hatten, dass es helfen konnte, diese Dinge zu teilen. Aber es war zu früh darüber zu reden und die Schlacht, die Schreie und die Verzweiflung noch viel zu nah, zudem ihm der Gedanke nicht gefiel diese Last noch irgendjemandem aufbürden zu wollen. „Aber das ändert nichts daran, dass ich euch einen Tee bringen und euch etwas Gesellschaft leisten wollte“, verbesserte er sich daher, wobei es Leutnant Alrun vermutlich nicht einmal auffallen würde, dass er etwas anderes hatte sagen wollen. „Es ist kalt und dunkel…niemand sollte hier draußen alleine sein und für eine kleine Ewigkeit seinen Gedanken nachhängen, während die Müdigkeit und die Dunkelheit damit beginnen einem einen Streich zu spielen. Ich hätte euren Bedenken mehr Gehör schenken sollen. Hier sein sollen.“
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Centaurea

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Re: 2. Tag der Schöpferin, 1. Monat des Wissenden - Nacht [Re: Gamina]

Alrun lächelte beschämt und sah wieder auf die Tasse in ihren Händen. Die Wärme tat ihren Fingern gut. Sie kam sich albern vor, weil sie sich vorhin über Varoujan geärgert hatte, und nicht einfach gesagt hatte, was sie gestört hatte. "Na, es reicht ja, wenn einer Wache hält", erwiderte sie schwach auf seinen letzten Satz hin. "Und ich bin es gewohnt, Wache zu halten, so schlimm ist das nicht... Es war nur..." Vielleicht sollte sie sich das nächste Mal erst überlegen, was sie sagen wollte, ehe sie einfach drauflosplapperte, denn nun wusste sie nicht, wie sie ihren Satz eigentlich beenden wollte, und ob überhaupt. "Vorhin, da... Ich hatte den Eindruck, als würdet Ihr mir einen Vorwurf daraus machen, dass ich hier bleiben wollte", erklärte sie endlich und sah ihn unsicher an.
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