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Gesellschaft, Kultur, Freizeit » Off Topic Forum » Fehlverhalten am Arbeitsplatz?! - Wann darf ein Arbeitnehmer entlassen werden.

Eponine

Gefährte

Re: Fehlverhalten am Arbeitsplatz?! - Wann darf ein Arbeitnehmer entlassen werden. [Re: Samweis_G]

Gestern hat mir die Company Managerin übrigens erzählt, daß sie gerade erfahren hat, daß der Typ (also ihr Exfreund) nach Indien gefahren ist, um das Mädl zu heiraten.

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mohrchen

Gefährte

Re: Fehlverhalten am Arbeitsplatz?! - Wann darf ein Arbeitnehmer entlassen werden. [Re: Eponine]

Dann wünsche ich ihr, dass die Geschichte das wert war. Und das meine ich völlig ohne Sakasmus, Häme oder sonstwas.
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Moosmutzel

Guardian of Dreams

Re: Fehlverhalten am Arbeitsplatz?! - Wann darf ein Arbeitnehmer entlassen werden. [Re: Thranduil]

Thranduil schrieb:
Ranwen schrieb:
Samweis_G schrieb:

Ja, ja, die Kultur. Wenn man dieses Argument zuende denkt, dann muss man auch Genital-Verstümmelungen von kleinen Mädchen in Afrika akzeptieren, Steinigungen und die Haltung der chinesischen Regierung, dass die Menschenrechte nicht zu ihrer Kultur passen.



Nein, muß man überhaupt nicht.
Man könnte hier einen Unterschied machen zwischen Körperverletzung/Menschenrechtsverletzung einerseits und kulturellen Unterschieden in der Arbeitsauffassung andererseits.


Also bei sowas bin ich - wie Samweis - ganz Kulturimperialist. Unser Arbeitsrecht ist mehr als vorbildlich und wenn die Truppe auf deutschem Boden arbeitet oder für eine deutsche Firma arbeitet, sollte man auch dieses fortschrittliche Recht anwenden können - zumindest theoretisch.

Und auch wenn das alles im Ausland mit ausländischen Arbeitern geschieht kann man sich doch da nicht auf kulturelle Unterschiede zurückziehen und argumentativ Unrecht zu Recht hinbiegen


Das tun sie doch aber nicht, soweit ich das verstanden habe. Weder auf deutschem Boden noch für eine deutsche Firma/Agentur. Wieso willst Du dann deutsches Recht anwenden?
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Samweis_G

Kiwi-Explorer

Re: Fehlverhalten am Arbeitsplatz?! - Wann darf ein Arbeitnehmer entlassen werden. [Re: Moosmutzel]

Moosmutzel schrieb:
Das tun sie doch aber nicht, soweit ich das verstanden habe. Weder auf deutschem Boden noch für eine deutsche Firma/Agentur. Wieso willst Du dann deutsches Recht anwenden?


Auch wenn ich nicht direkt angesprochen bin, sag ich doch mal meine 5 Cents dazu, bzw. habe sie schon gesagt:

Samweis_G schrieb:
_Mat_ schrieb:
Deutsches Recht tut hier aber nichts zur Sache, oder?


Aus Sicht der betroffenen Arbeitnehmer leider nicht. Ich kann nur hoffen, dass es im indischen Recht, oder dem, das gerade gültig ist, auch solche Bestimmungen gibt, die dafür sorgen, dass sich Arbeitgeber nicht wie Feudalherren ins Privatleben ihrer Angestellten mischen können.




Und imho geht es bei der Beurteilung solcher Fälle nicht nur um geltendes juristisches Recht, sondern auch um Menschenrechte, die sich auch auf den Schutz der Privatspäre beziehen:

Samweis_G schrieb:
Ranwen schrieb:
Samweis_G schrieb:
Moosmutzel schrieb:

Ich finde es schon ziemlich absurd, unseren Maßstab von Recht und Gerechtigkeit auf eine fremde Kultur anzulegen.


Ja, ja, die Kultur. Wenn man dieses Argument zuende denkt, dann muss man auch Genital-Verstümmelungen von kleinen Mädchen in Afrika akzeptieren, Steinigungen und die Haltung der chinesischen Regierung, dass die Menschenrechte nicht zu ihrer Kultur passen.


Nein, muß man überhaupt nicht.
Man könnte hier einen Unterschied machen zwischen Körperverletzung/Menschenrechtsverletzung einerseits und kulturellen Unterschieden in der Arbeitsauffassung andererseits. Ein Arbeitsverhältnis unter den beschriebenen Umständen mag kulturell beeinflußt sein, aber deswegen ist sowas noch keine gewalttätige Menschenrechtsverletzung wie die Beschneidung von Mädchen. Für letztere gibt es keine Entschuldigung, egal aus welchen Gründen sie geschehen, ob kulturell oder sonstwas. Das heißt aber nicht, daß ich 'kulturellen Einfluß' generell als Grund für irgendwas ablehne, ich sage nur, es gibt da eine Grenze.


Okay, natürlich gibt es da Unterschiede. Selbstverständlich gibt es auch verschiedene Rechtstraditionen. Ich bezog mich auf das Totschlagargument mit den unterschiedlichen Kulturen, das jedem entgegengehalten wird, der es wagt, Sachverhalte in fremden Kulturen mal vom Standpunkt der Menschenrechte aus zu betrachten.

Für mein Dafürhalten sind im vorliegenden Fall einfach Grenzen überschritten. Menschenrechte beziehen sich nicht nur auf Mord und Folter, sondern beinhalten auch Persönlichkeitsrechte / Recht auf Selbstbestimmung / Freiheit von willkührlichen Eingriffen in die Privatsphäre. Und wenn sogar Ehepaare getrennt werden und in der Privatsphäre von Angestellten rumgeschnüffelt wird da spätestens ist eine Grenze überschritten.

Geändert durch Samweis_G (25.07.2008 18:54)

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