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Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 09. Januar, Mithlond, Caladan/Haldir [Re: Haldir]

Caladan lächelte sanft und nickte dann.
"Tu das, mein Freund." Und anstatt sich um etwas anderes zu kümmern blieb er am Bettrand sitzen und beobachtete Haldirs eingefallenes Gesicht dabei, wie seine Züge erschlafften und seine Gedanken in einen belanglosen Traum schweiften.
"Tu das, mein Freund, " sagte er nocheinmal, als sich die unbewegliche Maske, deren Anblick er niemals mehr aus seinem Gedächtnis würde verbannen können, nicht mehr regte. Er seufzte.

Noch ein paar Augenblicke blieb er so sitzen, dann löschte er alle Kerzen bis auf eine und er liess sich in einem der Sessel nahe der Fenster sinken und dort in Ruhe an seiner Schale nun kalten Eintopfes weiter zu essen.
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Nìthiel

Gefährte

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: LurienLuca]

Elenaths Gesichtszüge wurden weicher als sie Ciaráns Bitten hörte. Er liebte diese Frau, soviel war offensichtlich, und sie kannte die Verzweiflung, die eine solch erzwungene Trennung nach sich zog. Und sie konnte verstehen, dass es ihn danach verlangte, seine Liebste zu sehen und ihr Trost zu spenden - auch wenn Ciaráns Wortwahl hochmütiger war, als es ihm zustand. Doch bei seinen letzten Worten verhärtete sich Elenaths Gesicht wieder und ihre Augen wurden schmal. Er wagte es, ihre Fähigkeiten anzuzweifeln? Begriff er nicht, was hier vor sich ging? Langsam erhob sie sich und sah dem Elben fest ins Gesicht.
"Círdan hat die Verantwortung für die Stadt in meine Hände gelegt. Meine Entscheidung ist die, die zählt, nicht das, was Ihr glauben mögt, was er entschieden hätte. Er mag Eure Bitte abwägen, wenn er wieder hier ist, doch bis dahin gilt mein Wort. Nauralass wird keine Besucher empfangen. Auch nicht Euch."
Sie schwieg einen Moment und sah Ciarán mit hartem Blick an. Mit sehr leiser, scharfer Stimme fügte sie hinzu: "Ihr scheint nicht nachvollziehen zu können, was Nauralass' Verbrechen nach sich zog. Wenn Círdan hier gewesen wäre, als Nauralass die Grenzen überquerte, könnte es sein, dass sie den Wald, in dem sie sich versteckte, niemals erreicht hätte. Vielleicht solltet Ihr das in Erinnerung behalten, bevor Ihr das nächste Mal meine Entscheidungen anzweifelt."
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LurienLuca

Tochter der Wälder

Re: 09. Januar, Mithlond, Elenaths Arbeitszimmer [Re: Nìthiel]

“Sodann hätten wir direkt klären können wie wir einander gegenüber zutreten haben um das Fortzuführen weswegen meine Gefährten und ich vor einigen Monaten aufgebrochen sind. Auch Nauralass gehört dazu und ist bereit ihr Leben zu geben um die drohende Dunkelheit abzuwenden. Ihr wisst bei weitem nicht alles bisher Geschehene und könnte Euch auch kaum ein Bild von dem machen was jeder einzelne von uns durchlebt. Vielleicht solltet auch ihr in Erinnerung behalten weswegen wir diese Bürde auf uns genommen haben, während ihr Euch noch lediglich um die Belange einer Haushofmeisterin kümmern müsst. Ich kann Eure Worte durchaus nachvollziehen, obwohl sie mich schmerzen und ich weis das ich vielleicht zu viel von Euch erhofft habe. Ebenso danke ich Euch für die Unterstützung die wir bisher durch Euch erfahren haben, aber erwartet nicht von mir dass ich Eure Entscheidung gutheiße. Es bleibt mir jedoch keine andere Wahl als sie zu akzeptieren.“ Er hatte die letzten Worte kaum ausgesprochen als ihn schon wieder der stechende Schmerz in seinem Rücken heimsuchte. Instinktiv bäumte sich sein Oberkörper gegen den Schmerz auf. Ciarán presste seine Augen fest zusammen. Zwei, nein drei Atemzüge lang dann war der Schmerz verschwunden. Irgendetwas in ihm riet jedoch dazu das Zimmer endlich zu verlassen. “Gewährt mir wenigstens das Recht auf Auskunft. Haltet mich bitte auf dem Laufenden was den Zustand von Nauralass angeht.“ Er hatte ein letztes Mal Elenaths Blick gesucht und drehte sich nun um. Mit zügigen Schritten durchmaß er den Raum und erreichte nur einen Augenblick später die Tür.
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Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: LurienLuca]


In fiebrigen Träumen durchlebte Nauralass immer und immer wieder den Anblick der knurrenden Fratzen, der gierigen Augen und der scharfen Krallen. Nicht einmal der Morgen vermochte sie gänzlich zu vertreiben, als er mit blassem und nebelverschleiertem Gesicht über den Rand des großen Meeres lugte.
Erst als sich die Allmacht des Fiebers und der Schmerzen, die sie heimsuchten, nicht mehr vertreiben lies, schlug sie die Augen auf.
Nauralass Sinne waren wie betäubt und es dauerte einen Moment, bis sie wieder sah und hörte und verstand. Alles schien unter einer dicken Schneedecke vergraben, genau wie die vielen Dächer und Türme der Stadt, deren Spitzen aus weiter Ferne durch das Fenster zu ihr hereinblickten.

"Du hast lange geschlafen," sagte plötzlich eine Stimme.
Nauralass drehte schwerfällig den Kopf.
"Das ist gut," fuhr die Stimme fort.
In der Türe stand eine Elbe - Nauralass war sich nicht sofort sicher, ob es jene war, die sich schon zuvor um sie gekümmert hatte. Als sie aber näher trat, erkannte sie das Gesicht, das ernst auf sie herabblickte.
Unfähig etwas zu sagen, schloss Nauralass die Augen und sank in die sanfte Dunkelheit zurück. Ihre Lippen bebten unter einer erneuten Schmerzenswelle, die durch ihren Körper fegte.

"Das Fieber bekämpft die Wunden, die du erlitten hast," sagte die Elbe schließlich - diesmal näher.
Nauralass spürte, wie ein feuchtes Tuch auf ihre Stirn gelegt wurde und sich das kühle Nass über ihre Sinne legte und sie schärfte.
"Spielt das noch eine Rolle?," fragte sie schließlich schwerfällig.

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Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]

[Damit der Thread nicht ganz verschwindet ]
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Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: 10. Januar, Mithlond, Nauralass Krankenzimmer [Re: Mr_Greenleaf]



Der Tag von Cirdans Ankunft kam, ohne dass Nauralass etwas davon ahnte.
Zeit und Raum spielten schon seit langem keine Rolle mehr für sie. Elenath hatte ihre Worte gehalten. Ausser Anamel, die sich täglich um sie kümmerte, hatte sie bislang niemanden zu Gesicht bekommen. Ein paar Mal hatte Anamel ihre Gefährten erwähnt oder über Haldirs Zustand berichtet, der sich langsam aber deutlich besserte, doch nichts davon war soweit in Nauralass Bewusstsein vorgedrungen, als dass sie sich an diesen Gedanken hätte festhalten können.

Nauralass schlief, sobald Anamel ihr am Abend einen Becher an die Lippen setzte und erwachte, sobald der Trank am Morgen seine Wirkung verlor. Nur einmal hatte sie versucht, sich gegen dieses Ritual zu wehren, doch die Wachen waren schnell herbei gewesen, um sie grob an ihrer verletzten Schulter zu packen, während Anamel ihr mit entschuldigender Mine das bitter schmeckende Getränk einzuflösen versuchte. "Es ist nur zu deinem Besten", hatte sie gesagt.

Nur zu deinem Besten.

Nauralass fröstelte, sobald sie das Bett verlassen hatte, obwohl es warm im Zimmer war. Anamel half ihr, sich auf dem Stuhl niederzulassen, der eines der wenigen Möbelstücke des Raumes darstellte und brachte ihr anschließend eine warme Decke, die sie über ihren Schoß breitete. - Ihr entging keine Regung in Nauralass Gesicht. Auch nicht, dass sich deren Lippen zu einem schmalen Strich zusammenzogen, sobald sie saß und sich Anamel - auf einem Schemel an ihrer Seite sitzend - an dem dicken Verband um ihre Hand zu schaffen machte.
Diesmal sah Nauralass nicht hin. Sie wusste, dass sie unter den dicken Bandagen und den von Wundflüssigkeit nassen Tüchern die Überreste ihrer beiden Finger erwarten würden - hämisch grinsend, ganz so als ob sie ihr sagen wollten, dass ihr Widerstand am Ende doch gebrochen worden war.
Nein, das Bild ihrer verstümmelten Hand hatte sich bereits auf ewig in ihr Gedächtnis eingebrannt.

Nauralass wandte den Blick ab und sah zum Fenster hin, ohne auch nur irgendetwas zu erkennen. Sie hörte nicht einmal das Glockengeläut das plötzlich von den hohen Türmen der Stadt erklang. Sie bemerkte auch nicht, wie Anamel merhmals zur Tür blickte und sich auf einmal mehr als sonst beeilte ihre Arbeit zu beenden.
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Legolas

Hüterin der Geschichten

Re: 9. Januar, Rohan, nördlich der Entwasser [Re: Mr_Greenleaf]

"Es ist nichts."
"Aber Theodred,..."
"Es ist wirklich nichts!", sagte Theodred bestimmt, stieß Eromir zur Seite und stand auf. Einen Augenblick lang schwankte er, dann aber hob er sein Schwert vom Boden auf und nahm wieder Haltung an. Eromir sah ihm dabei zu, nicht sicher, ob er ihm helfen solle oder ob er auch alleine zurecht kommen würde, aber schließlich sah er ein, dass Theodred ohne ihn zurecht kam. Besorgt war er trotzdem, und als Theodred losging, sah er, dass er zurecht in Besorgnis war - sein König humpelte. Trotzdem ging er weiter und Erormir folgte ihm, dazu entschlossen, ihn zu schützen, was auch immer kommen möge.

Und es kam viel an diesem Morgen. Schon in der Nacht hatte eine kleine Gruppe Orks Theodreds Männer angegriffen, aber sie konnten den Entschlossenheit und dem Geschick der rohirrischen Männer nur wenig entgegensetzen. Als dann Arien ihre Fahrt über den Himmel begann, kamen weitere Truppen aus dem Osten. Sie waren zahlreicher, vor allem aber waren auch Narks unter ihnen, und zwar nicht wenige. Theodred war noch mit etwa 60 Männern unterwegs, aber er wusste, an diesem Nachmittag würden es weniger werden.
Er wusste aber auch, dass es sich lohnte. Sie hatten den Schneeborn hinter sich gelassen und waren nun nördlich der Entwasser unterwegs. Und er hatte Nachricht nach Edoras schicken lassen, um die Truppen weiter im Norden und jene an der Pforte von Rohan zu verstärken. Sein Land würde nicht in die Hände Kanós fallen, nicht so lange er und seine Männer dazu in der Lage waren, ein Schwert zu führen oder einen Bogen zu spannen.

Und auch nicht, bevor er Miriel noch einmal sah.

"Komm, Eromir, die Schlacht ist bald vorbei." Theodred war bereit, zu kämpfen, und es dauerte nicht lang, bis er in der Schlacht jemanden fand, der seine Einladung annahm. Und viele nach ihm. An diesem Morgen gewannen Theodreds Männer eine weitere Schlacht, aber fünf von ihnen würden nicht mehr nach Hause zurückkehren.
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