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Susie

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread [Re: Gypsy]

Ich schreibe auch Kolumnen - meist über Filme.
Wen's interessiert:
Liest Du voll krass hier
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rareb

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread [Re: Susie]

Dieser Brief entstand, weil ich mich 1. furchtbar genervt hatte und ich 2. gerade eine kreative Phase hatte.

Ich habe ihn tatsächlich so abgeschickt! *-laden ist das Pseudonym für den Supermarkt

Olten, 24.7.02
Sehr geehrte Damen und Herren,

Letzten Dienstag besorgte ich mir, während ich auf den Anschlusszug in Liestal warten musste, zwei Schweinsplätzli, die ich zum Abendessen zuzubereiten gedachte. Nachdem ich den Zug bestiegen hatte und mich auf der Heimreise nach Olten befand, überkam mich einer dieser seltsamen Gelüste nach einer feinen Rahmsosse zu den bereits erworbenen Schweinsplätzli. Leider wusste ich, dass ich die letzte Dose Rahm in meinem Kühlschrank vor kurzem aufgebraucht hatte. Da es bereits nach halb sieben abends war, sah ich keine Chance, in Olten noch die erforderlichen Zutaten für die Sosse zu erwerben. Kurz vor der Ankunft erinnerte ich mich aber an Ihren *-laden auf dem Mittelperron im Bahnhof Olten. Ich überprüfte meinen Portemonnaieinhalt und musste feststellen, dass ich nur noch 1.65 CHF, 5 € und 50 kenianische Cent besass. Gott sei dank bin ich in Besitz einer EC direct Karte, die mich über solche Knappheiten jeweils hinwegretten konnte. Ich betrat also den *-laden und stellte hocherfreut fest, dass er nicht nur Rahm im Sortiment führte, sondern auch unübersehbar ein strahlend weisser Cardomat am Kassentisch festgemacht war. Da ich mir die bösen Blicke an der Kasse ersparen wollte, für 2.50 CHF die Karte zücken zu müssen, suchte ich mir im Laden weitere Güter, an denen es mir zu Hause fehlte. Ich brachte es nach einiger Zeit auf einen Kaufwert von 21.50 CHF, einen Betrag, den ich für ec-kartenwürdig hielt. In der Zwischenzeit mussten mehrere Züge eingetroffen sein, denn die Schlange vor der Kasse war beträchtlich angewachsen. Seit dem Mittag hatte ich nichts mehr zu mir genommen und wie ich wartete, verspürte ich langsam ein leichtes Hungergefühl, das sich zusehends in Vorfreude auf die feinen Schweinsplätzli an Rahmsosse verwandelte. Diese Tatsache war es auch, die verhinderte, dass ich den ungeduldigen Geschäftsmann hinter mir in der Schlange vor mir zahlen liess. Als ich die Kasse schliesslich erreicht hatte, stellte ich erleichtert meine Einkäufe auf den Ladentisch und schob die Karte in den Cardomaten. Ich erschrak, als ich „Karte ungültig“ lesen musste. Ich versuchte es nochmals, allerdings genauso erfolglos. Der Cardomat warf mir ein grimmiges „geschlossen“ an den Kopf. Genau zu dieser Erklärung konnte sich nun auch die Kassiererin durchringen: „Karte ist geschlosse“ bellte sie mich in aller Freundlichkeit an. Ich liess sie wissen, dass ich leider kein Bargeld auf mir trüge, vorauf sie mich anblickte, als hätte sie mich eben beim Ladendiebstahl erwischt. Der ungeduldige Geschäftsmann hinter mir wurde noch ungeduldiger und so fragte ich die Kassiererin, ob es vielleicht möglich sei, mir das benötigte Bargeld an einem Bancomaten zu besorgen. Ihr Blick änderte von Ladendiebstahl zu bewaffnetem Raubüberfall und sie schnaubte nun misstrauisch wissend: „Chömed Sie denn wieder zahlä?!“ Der Geschäftsmann bewegte sich nervöser den je, die Schlange wurde länger, mein Hunger unerträglicher. Ich kann Ihnen leider nicht berichten, was weiter geschehen ist, denn ich sah mich gezwungen, die Kasse wieder freizugeben und den Laden fluchtartig, ohne meine Einkäufe, zu verlassen.
Ich freue mich nun Ihnen mitteilen zu dürfen, dass ich nie wieder eine ihrer Kassiererinnen mit einer EC Karten bedrohen werde. Da ich mir die bedrohliche Wirkung von Bargeld lieber nicht ausrechne, werde ich es auch unterlassen, Angestellte Ihrer Kette noch ein weiteres Mal zu belästigen.
Um Vorkommnisse dieser unerfreulichen Art zu verhindern, rate ich Ihnen, alle Cardomaten aus ihren Filialen zu entfernen oder sie mit einem Schild „Nur zur Dekoration“ zu versehen.

Mit freundlichen Grüssen


P.S. Auf meine Sosse musste ich leider verzichten, da die Tankstelle, die ich auf dem Rückweg aufsuchte, leider keinen Rahm im Sortiment führte.


Die Geschichte hatte übrigens ein gutes Ende: Die Firma hat sich telefonisch und schriftlich entschuldigt, ich bekam eine Schachtel Pralinen und einen Einkaufsgutschein über 40.- Franken
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Gypsy

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread [Re: rareb]


Super! *gg*
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Lenamellona

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread [Re: Gypsy]

Sehr schöner Thread ich hab neulich auch eine geschrieben, allerdings hab ich sie auf nem anderen PC...wird also nachgereicht.

In der Zwischenzeit ein Link: www.kolumnen.de
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Naduah

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread - Abenteuer Bahnfahrt [Re: Lenamellona]

Wer kennt sie nicht - die alltäglichen Abenteuer mit der Deutschen Bahn? Ich wette um einen "total stylishen schwarzen Rucksack mit DB-Aufdruck" (Zitat Schaffner letztens), dass jeder, der häufiger als einmal pro Jahr Zug fährt, ein Liedchen davon singen kann - mitunter vielleicht sogar eine Arie.

Es beginnt ja schon morgens auf dem Weg zur Arbeit. Ich erreiche den Bahnhof und frage mich, wie spät es wohl ist. Ja, ich marschiere als "uhrloses Wesen" durch die Weltgeschichte, und deshalb bin ich selbst Schuld, dass mir die Antwort auf diese Frage verwehrt bleibt. Denn man kann wohl nicht verlangen, dass die Uhr, die seit Ewigkeiten auf fünf vor 12 steht, repariert wird.

Nun gut. Um zum 2. von unseren 3 Gleisen zu kommen, muss ich durch eine Unterführung. Unterführung? Wohl eher Pissoir: Weder die duften Hinterlassenschaften noch die "Klosprüche" fehlen.

Ist dieses Hindernis genommen, steht man immerhin schon mal auf dem Bahnsteig, und stehend verbringt man auch die weitere Wartezeit, denn Sitzgelegenheiten sind dank hirnlosem Vandalismus nicht mehr vorhanden.

So harre ich dann der Dinge, die da kommen mögen - vielleicht habe ich ja Glück, und es ist mein Zug?
A propos Zug. Hmmm. Hätte der inzwischen nicht schon da sein müssen? Anzeigetafeln gibt es nicht, es heißt also weiter warten - entweder darauf, dass der Zug kommt, oder dass sich jemand erbarmt und durchsagt, was Sache ist.

Meistens kann man auf beides lange warten. Mitunter bekommt man aber auch richtig tolle Sachen zu hören: "Meine Damen und Herren, der RE 123 von x nach y hat ca. 4-6 Minuten Verspätung", "Wegen einer Störung im Betriebsablauf...", "Auf Gleis 2 fährt in Kürze ein..." (15 Minuten später...). Richtig klasse fand ich auch diese Durchsage: "Meine Damen und Herren, der Zug ist auf unbestimmte Zeit verspätet, weil er noch in XY steht - warum weiß ich aber auch nicht, keine Ahnung, was da wieder los ist!"

Ist der Zug dann auch mal eingefahren, und hat man eine Tür gefunden die sich öffnen lässt, kann die Fahrt losgehen. Ich müsste mich mal dringend erleichtern, aber zum Glück fahre ich im Schnitt (je nachdem...) nur eine halbe Stunde, das kann man auch ohne aushalten - entweder sind nämlich sämtliche Toiletten verrammelt, oder aber man geht sofort freiwillig wieder rückwärts raus, wenn man entdeckt, dass manche Menschen nie gelernt haben, eine Toilette zu benutzen.

Also einen Platz gesucht. Ach, wwar wieder Bundesliga-Spiel am Wochenende? Dem klebrigen Boden, der eingetretenen Wand, den aufgeschlitzten Polstern zufolge ja.
Irgendwie stinkt es hier, und die Polster und Fenster sind so gelb. Ach, stimmt - es gibt keine Raucherabteile mehr. Heißt auf Deutsch: Das Raucher-Schild wurde durch ein Nichtraucher-Schild ersetzt. Danke dafür, das hat´s gebracht.

15 Minuten später (ca. 14-16 Minuten später) wappne ich mich. Erfahrungsgemäß (da tagtäglich) und laut Durchsage ist "der nächste Halt: Z", und dort steigen immer ganze Horden von Pendlern ein. Statt wie üblich zu Bremsen, beschleunigt der Zug jedoch, und ich sehe nur noch den Bahnhof von Z und -zig verdutzte Gesichter vorbeibrausen.

Innerlich schütte ich mich aus vor lachen und bin nur froh, dass er wenigstens an meinem Bahnhof, wo der Zug ohnehin nur einmal pro Stunde kommt, gehalten hat. Diese Episode wird die Zugfahrer noch tagelang unterhalten, erfreuen und belustigen (und das war es wohl auch, was die DB damit bezweckenwollte).

Ohne größere Zwischenfälle (wenn man davon absieht, dass der Zug mitten auf der strecke 5 Minuten hält und keiner weiß, warum - vermutlich, um die gewonnenen 5 Minuten durch den Nicht-Halt bei Z wieder auszugleichen) erreichen wir meinen Zielbahnhof. Bei dem die Anzeigetafeln wieder mal ausgefallen sind, aber das macht ja nichts, wir wissen ja: Es gibt ja noch die Durchsagen.

Ich steige aus, quetsche mich mit sämtlichen anderen arbeitswütigen, gutgelaunten Pendlern über die einzige Treppe (die andere sowie die Rolltreppen sind natürlich abgesperrt), und während ich Slalom laufe um gehetzten Bahnkunden auszuweichen und meinerseits niemanden anzurempeln freue ich mich schon auf die Heimfahrt am Abend. Was sie wohl für Abenteuer bringen mag?
Eines ist gewiss: Die Bahn kommt - fragt sich nur, wann.

(c) Naduah
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Lenamellona

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread - Abenteuer Bahnfahrt [Re: Naduah]

Feiern im Abwasserkanal

"Progenies Of The Great Apocalypse

The battle raged on and on
Fuelled by the venom of hatred for man
Consistently, without the eyes to see
By those who revel in sewer equally

We, the prosperity of the future seal
Cloaked by the thunders of the north wind
Born to capture the essence of
The trails of our kind

Zero tolerance must be issued forth
Behind the enemy's line
So it shall be written
And so it shall be done

[repeat 1st and 2nd verse]

Discover and conceive the secret wealth
And pass it unto your breed
Become your own congregation
Measure the sovereignty of it's invigoration

We, who not deny the animal of our nature
We, who yearn to preserve our liberation
We, who face darkness in our hearts with a solemn fire
We, who aspire to the truth and pursue it's strength

Are we not the undisputed prodigy of warfare
Fearing all the mediocrity that they possess
Should we not hunt the bastards down with our might
Reinforce and claim the throne that is rightfully ours

Consider the god we could be without the grace
Once and for all
Diminish the sub principle and leave it's toxic trace
Once and for all"

(Dimmu Borgir)


Danke für die Übersetzung ins Deutsche, schrieb mir Uwe. Und dass er den Text trotzdem nicht versteht und es morgen nach 2 Tassen Kaffee noch mal versucht.
Leider habe ich den Verdacht, dass 2 Tassen Kaffee da auch nicht helfen. Doch lieber Bier, 5 bis 10 Liter, noch ne Pulle Wodka hinterher und dann ist man dem geistigen Zustand, in dem die Texte geschrieben wurden, etwas näher. Wenn nix hilft, vielleicht auch im fortgeschrittenen Alter doch noch mal die ein oder andere Droge testen.
Ich jedenfalls werde mich wohl noch 20 Jahre regelmäßig betrinken und außerdem meine Schmerzgrenze überwinden und endlich mal ein paar Hühner opfern müssen, ehe sich mir der Sinn von Zeilen wie: "...ohne gesehen zu werden von denen, die beständig in den Abwässerkanälen feiern..." erschließt. Kann natürlich auch schlecht übersetzt sein- Aber da ich Anglistik studiere, sollte man diesen Verdacht doch einschränken können.
Vielleicht hilft das Studium ja doch weiter. Versuchen wir es mit der Textanalyse, beginnend mit einer Zusammenfassung. Es gibt also "we"- Dimmu themselves, einige geschätzte Kollegen und natürlich die getreuen Fans. Das sind die Bösen und damit die Guten (wir reden hier schließlich über eine Black Metal Band). Und auf der anderen Seite sind die Normalen. Die ausm Abwasserkanal. Anderswo auf dem Album "Death Cult Armageddon" auch als "blind" bezeichnet ("there are only battles to be lost/ in the kingdoms of the blind"). Und weil sie normal, moralisch und zumindest tendenziell christlich sind, sind sie die Bösen. Soweit, so logisch.
Es folgen die Dimmu- üblichen satanisch- anarchistischen Verse, die aufrufen, die Weltherrschaft an sich zu reißen ("Und was machen wir morgen, Brain?"), weil sie "uns" eigentlich sowieso zusteht. Soweit zum Inhalt.
Rhetorisch gesehen ist die Sache schon schwieriger. So subtil bedienen sich Dimmu der sprachlichen Mittel, dass man es gar nicht bemerkt- wir wollen ja nicht unterstellen, es gäbe keine. Nein, sie sind so geschickt gewählt, dass sie quasi unsichtbar sind. Ganz hohe Kunst. Wie bei Robert Burns (Hey, ich studiere WIRKLICH Anglistik).
Was das Feiern in den Abwasserkanälen angeht, sowie weitere Textstellen, die sich mir nicht offenbaren wollen, kann ich Uwe auch nicht weiterhelfen. Ich würde ja meinen Literaturprofessor fragen, nur fürchte ich, wenn ich ihm diesen Text vorsetze, werde ich exmatrikuliert. Vielleicht auch exorziert. Oder beides.
So verharre ich also frustriert in meiner Unwissenheit über die hohe Dichtkunst norwegischer Black-Metal-Bands. Immerhin gibt mir Uwe als Dank für meine Mühe nächstens einen Wodka aus. Na also. Ich bin zuversichtlich, den Text in 20 Jahren zu verstehen.

(c)Lenamellona
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Nogrowielowiel

Gefährte

Re: Der Kolumnenthread [Re: Lenamellona]

Heidi heda tüdeludö, was haben wir denn hier, einen Kolumnenthread, indem man seinen Gedanken freien Lauf lassen soll und auch was aufschreiben. Aber bitte nicht allzuviel unter 5 Zeilen, sonst wäre es ja ein Gedankenthread. Hier sollen also durchdachte Gedanken hinein. Und durchdachte Gedanken füllen nunmal viel Raum. Raum. Unser Denken braucht Raum. Hmm, kommt mir irgendwie bekannt vor.

Was wäre wohl, wenn man alle Vokale dieser Welt in schokoladengefüllte Minidrops umwandeln und als Knetgummi verkaufen würde? Dies ist eine Frage, die ich mir noch nie gestellt habe, die mir aber jetzt gerade in den Sinn kommt. Manchmal ist es wirklich ein Kreuz mit diesen unpassenden Gelegenheiten für passende Gadenaken. Das sollte ich lieber mal niederschreiben.

Also, diese Drops wäre gelb mit roten Punkten drauf und wären Dreieckig. Die Tierfutterherstellungsindustrie würde es sofort für sich entdecken und ganz viele Leute anstellen, die in Sprechrohre hineinlabern und durch die gesprochenen Vokale dreieckige Förmchen mit Inhalt füllen. Das Problem der Arbeitslosigkeit wäre gelöst. Leider nicht für die Schweiz, da ja jeder weiß, dass deren Sprache nur aus Konsonanten besteht.

Etwas dramatisches hätte die ganze Sache aber doch schon. Man könnte Katzen und Kühe (Ktzn nd Kh) nicht mehr so einfach an ihren natürlichen Lauten unterscheiden. M sagt die Katze, Mh sagt die Kuh.
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Oxford

Titelträger

Humor ist, wenn Mod trotzdem lacht [Re: Nogrowielowiel]

Es ist ein naives Wunschdenken, das Forum in eine blühende Spielwiese für kleine zufriedene User zu verwandeln.
Mods und Bravschafe scheinen eine unnatürliche Sucht nach vollkommener Harmonie im Forum zu besitzen. Querulanten und sogar Andersdenkende werden ausgemerzt oder lächerlich gemacht.

Dieses Harmoniegetue in Verbindung mit "eitel Sonnenschein" Threads, wie dem Knuddelthread, dem GCF und sämtlichen Aufzählthreads ("hui, wir haben Spaß"), erinnert mich immer an meine Jugendzeit. Denn damals sah ich viel fern. Vormittags vor allem. Was wurde da gesendet?

Genau: die Schlümpfe

Das Forum (samt Harmoniesoßen-User und -Mods) ist sozusagen das Schlumpfdorf mit seinen lustigen Pilzhäuschen und scheinbar endlosen Partys.

Und wer sind "wir", die Schurkenuser?

Bingo! Wie sind Gargamel und seine hässliche Katze.



Jetzt stellen wir uns Folgendes vor: wir sind etwa 7 Jahre alt und leidenschaftliche TV-Gucker.
Samstag, 11 Uhr, SAT.1: Die Schlümpfe!
Hurra, schreien wir, denn wir lieben die Schlümpfe. Voller Erwartung lümmeln wir uns mit Chips und Cola in unseren Lieblingssessel. Die Sendung beginnt. Was passiert? Die Schlümpfe bauen eine Brücke. Dann gehen die Schlümpfe singend in ihr Schlumpfdorf zurück. "Lalalalala, kommt ins Schlumpfenland, lalalalala hier ist es ok..." Dann feiern sie eine ihrer netten Partys. Jeder darf mal das Geschenk öffnen, in dem sich die Bombe vesteckt *bumm*. Jeder darf mal Schlumpfine antatschen.

Am nächsten Tag das gleiche. Arbeit, Party. Arbeit, Party. Bis zum kotzen.

Wir als kleine Dötze schreiben einen Brief an SAT.1. "Wo ist denn der fiese Opa mit seiner Katze geblieben?" 3 Tage später blinkt ein Umschlag in unserem Postkasten. Gelb auf Grün wird uns entgegengeschleudert:
"DER IST GEBANNT UND SEINE BLÖDE KATZE GLEICH MIT IHM!!!"
Was machen wir kleinen Dötze? Heulen und auf Pro7 schalten. Da laufen grad die Turtles und die sind eh viel cooler.

Aber (und jetzt wirds wichtig) was machen die armen kleinen Schlümpfe? Klar, Partys feiern. Aber irgendwann hat keiner mehr Bock auf die immer gleichen Partys. Stattdessen bleiben sie in ihren kleinen runden Pilzhäusern und schleudern sich einen. Oder sie basteln Geschenke mit Atombomben drin. Oder sie wandern aus. Doch einige naive Schlümpfe feiern immer noch. Jeden Tag. Und immer wieder das gleiche. Torti macht ne Torte, der Geschenk-Schlumpf macht explosive Geschenke und Papa Schlumpf Cirdan organisiert derweil eine Schlumpf-Con und interessiert sich einen Schmuh für sein Dorf.

Dort hat sich stattdessen ein Ältesten-Rat, bestehend aus Moral- und Justiz-Schlümpfen gebildet und herrscht über die kleinen bekifften Partyschlümpfe, die das gar nicht interessiert, solange sie ihre kleinen, immer gleichen, bekifften Schlumpfpartys machen dürfen. Und das dürfen sie!!! Und zwar nicht nur auf der Festwiese! Nein. Die Party verlagert sich nun sogar in die Bibliothek, in der vorher anregende Diskussionen stattfanden.

Doch irgendwann wird es selbst den Partyschlümpfen zu langweilig werden und sie werden faul, dick und träge. Denn es gibt keinen Gargamel, der sie täglich herausfordert und zum Denken anregt und dann werden diese kleinen blöden Lümmel alle ihr Abitur nicht bestehen, weil sie in den entscheidenden Klausuren ihre Gedanken zum morgendlichen Toilettengang, gepaart mit der Überlegung lesbisch zu werden, zu Papier bringen. Und der Lehrer schreibt drunter: nicht tauglich für ein Leben ausserhalb des Schlumpfdorfes.

Und das haben sie dann davon. Ha!

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Gimli,der Zwerg

Ein Gefährte

Re: Humor ist, wenn Mod trotzdem lacht [Re: Oxford]



Dieses spammige Post sollte mir wahrscheinlich leid tun. Tut es aber nicht, denn mehr fällt mir dazu einfach nicht ein.

MfGimli
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My Dying Bride

Gefährte

Re: Humor ist, wenn Mod trotzdem lacht [Re: Oxford]

was mich doch mal interessieren würde: wer ist denn alles ein cooler schurkenuser? und wer ein bravschaf? und gibt es auch was dazwischen? kann das hier mal einer namentlich benennen? oxford, was ist mit dir? nach deiner tollen schlumpfstunde kannst du doch bestimmt mal ein paar namen springen lassen, oder? vielleicht will ich ja eurem tollen elite-klub beitreten...mußt nur die richtigen argumente finden.
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