Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Du befindest dich im Archiv unseres Forums. Hier sind alle Beiträge der Jahre 2000 bis Mitte 2008 gespeichert.

Auf Beiträge im Archiv kannst du nicht mehr antworten und Du bist hier auch nicht eingeloggt.

An aktuellen Diskussionen kannst Du in unserem Forum teilnehmen.


Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Morgoths Priavatthread

MorgothderGrosse

Gefährte

Morgoths Priavatthread


Dieser Thread ist mein

Es ist an der Zeit - ich brauche einen eigenen Privatthread. Hier werden nun zu meiner persönlichen Belustigung Architektur, Kunst, Terrorismus, Geschichte, Suche nach dem Sinn des Lebens, antike Numismatik, schnauzbärtige Philosophien, gepflegte Konversation und Gemütskrankheiten ihren Platz finden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

IschiAschi

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Im Rahmen der Aktion "gepflegte Konversation" solltest du das überflüssige a aus dem Titel entfernen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: IschiAschi]

Das ist Aktionskunst.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

IschiAschi

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wie würdest du "Kunst" definieren?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: IschiAschi]



Alles ist Kunst.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Jocky

Herald of the King

Re: Morgoths Priavatthread [Re: IschiAschi]

Ein erstaunlich kurzer Eröffnungspost für Morgoth
Sollte es sich hier um einen Troll mit gleichem Namen handeln, der Morgoth imitieren will?

Für Morgoths Verhältnisse wäre der Eröffnungspost wegen der Kürze des Beitrags Spam!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: IschiAschi]

Ein Aufatmen geht durch das Mathomhaus... könnte das die Lösung sein?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

Ich finde es übrigens bemerkenswert, was der römische Biograph Sueton vor rund 1900 Jahren über Kaiser Tiberius geschrieben hat:

"In seiner Abgeschiedenheit auf Capri aber kam ihm der Gedanke, ein Sesselzimmer, Ort für geheime Ausschweifungen, einzurichten. Von überallher hat man ihm ganze Scharen von Mädchen und Lustknaben sowie Erfinder widernatürlicher Beischlafmethoden, die er spintriae nannte, dorthin geschafft; diese sollten, in Dreierreihe miteinander verbunden, so dass er es genau sehen konnte, miteinander Unzucht treiben, damit durchs Zusehen seine nachlassenden sexuellen Gelüste wieder angestachelt würden. Die Schlafzimmer, die über viele Orte verteilt waren, stattete er mit Gemälden und Standbildern mit Szenen voller Wollust aus und legte zur Information die Bücher des Elephantis aus, damit niemandem bei den sexuellen Praktiken ein Muster für die befohlene Stellung fehle. Auch in Wäldern und Hainen hatte er sich überall solche "Plätze für die Liebe" ausgedacht, und in Grotten und Felshöhlen boten sich dort junge Leute beiderlei Geschlechts, als Pane und Nymphen verkleidet, zur Liebe feil; das trug ihm weit und breit, wobei man mit dem Namen der Insel sein Spiel trieb, den Namen "Caprineus" ein.
Er musste sich noch viel Schlimmeres und Schändlicheres nachsagen lassen; davon mag man gar nicht berichten oder hören, geschweige denn, dass man es glaubt, so sehr verstößt es gegen das moralische Empfinden. Er soll nämlich Jungen in ganz zartem Alter, die er seine Fischlein nannte, angelernt haben, ihm im Bade zwischen den Schenkeln zu sein und herumzuspielen, indem sie ihn mit der Zunge leckten und kaum merklich bissen. So habe er auch kleine Kinder, die schon etwas kräftiger, der Muttermilch aber noch nicht entwöhnt waren, an sein Glied wie an eine Brust gelegt. Von seiner Veranlagung her und auf Grund seines Alters war er freilich sexuellen Freizügigkeiten solcher Art mehr zugetan. So hatte man ihm denn auch ein Gemälde des Parrhasios, auf dem Atalante den Meleager mit dem Mund befriedigt, unter der Bedingung vermacht, dass er statt des Bildes eine Million Sesterzen erhalten solle, wenn er an der dargestellten Szene Anstoß nehme; er hat nicht nur dem Bild den Vorzug gegeben, sondern es sogar in seinem Schlafzimmer aufgehängt. Beim Opfern soll er auch einmal vom Aussehen eines Dieners, der die Räucherpfanne vorantrug, so in den Bann gezogen worden sein, dass er sich nicht beherrschen konnte und ihn, kaum dass die Opferhandlung beendet war, an Ort und Stelle missbrauchte, ebenso seinen Bruder, einen Flötenspieler. Später ließ er beiden die Beine brechen, weil sie sich gegenseitig ihren Fehltritt zum Vorwurf gemacht hatten."

DAS waren noch Sitten...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Jocky

Herald of the King

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

O tempora, o mores

*wäääääh
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

nirhtak

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Jocky]

Das wäre doch mal ein interessanter Text für den lateinunterricht gewesen!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: nirhtak]

Die Sitten in Pompeji waren aber auch nicht schlecht:

"Wo Liebe so billig war wie Brot

Von Karl-Wilhelm Weeber

In Pompeji steht das einzige zweifelsfrei identifizierbare Bordell der Antike. Das Haus, speziell für seinen Zweck gebaut, beweist: Die Prostitution war eine Normalität des römischen Alltags, eine Dienstleistung, die für Kleinstbeträge wie am Fließband verkauft wurde.



REUTERS
Erotisches Fresko im öffentlichen Bad von Pompeji: Erinnerung an das pralle Leben der Antike
"Lustgewinn" überschrieb die "Süddeutsche Zeitung" im vergangenen Oktober einen Artikel im Feuilleton, der von einem pompejanischen Bordell handelte. Für die Ohren der professionellen Führer, die Tag für Tag Touristengruppen durch die Ausgrabungen Pompejis schleusen, eine bittere Überschrift - denn sie werden ein Jahr lang auf das Highlight ihrer Tour verzichten müssen. Der Höhepunkt im Bordell entfällt - das sogenannte Lupanar des Africanus ist wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. 400.000 Euro sind dafür veranschlagt.

Ein teures Vergnügen, mag mancher Skeptiker denken, zumal ganze Viertel der ausgegrabenen Vesuvstadt durch Wind, Wetter und Touristen dem Verfall ausgesetzt sind. Muss da ausgerechnet in ein Freudenhaus so viel investiert werden? Die zuständige Soprintendenza wird dem entgegenhalten können, dass das Haus einer der Stars in Pompejis Sightseeingprogramm ist. Es ist das einzige wirklich zweifelsfrei identifizierbare Bordell der Antike.

Vieles spricht dafür, dass es als solches von vornherein konzipiert war. Das Haus liegt an der Gabelung zweier Straßen und hat zwei für "Laufkundschaft" leicht erreichbare Eingänge. Vom Flur aus, lateinisch Atrium genannt, gehen fünf Zimmer ab, die unverkennbar Arbeitsplätze von Prostituierten waren. Die kleinen, fensterlosen Räume verfügten lediglich über eine gemauerte Liege. Sonstige Möbel passten nicht hinein. Das Obergeschoss hatte fünf weitere, ähnlich spartanisch eingerichtete Räume. Nur einer von ihnen hat ein Fenster. Unter dem Treppenaufgang befand sich eine Latrine.

Ein "Eros-Center", das in seiner architektonisch funktionalen Schlichtheit alles andere als einladend wirkt! Tatsächlich war dieses Freudenhaus von einem ausgesprochen freudlosen Ambiente geprägt. Kultivierte Freude jedenfalls konnten die engen, ungemütlichen, muffigen, von Kerzenrauch verrußten Kammern keineswegs verströmen.

Mit provinzieller Kargheit hatte der fehlende Ausstattungsluxus des Bordells jedoch nichts zu tun. Literarische Berichte über lupanaria in Rom - lupa, also Wölfin, war ein ziemlich deftiger Begriff für Prostituierte - bestätigen den archäologischen Befund aus Pompeji.




Abenteuer Archäologie

Dieser Text ist ein gekürzter Beitrag aus der aktuellen Ausgabe von "Abenteuer Archäologie". Das Heft mit dem Titel "Pompeji - Leben vor der Katastrophe" ist ab sofort im Handel erhältlich (7,90 Euro)
Der Satiriker Juvenal beschreibt in seinem fiktiven "Bericht" sehr realitätsnah die nächtlichen Eskapaden der "kaiserlichen Hure" Messalina (meretrix Augustana): wie die Gattin des Kaisers Claudius nach Einbruch der Dunkelheit vom Palatin in den Mief eines "schwülen Bordells" am Circus Maximus herabschleicht, wo ein stickiger, dämmriger Raum für sie als Arbeitsplatz reserviert ist. Stundenlang geht sie dort unter dem Fantasienamen Lycisca ihrem verschwiegenen Gewerbe nach, bis der Strom der Bordellbesucher versiegt und sie "hässlich, die Wangen geschwärzt und entstellt vom Rußen der Lampe" mit dem "üblen Geruch des Bordells auf der Haut" in den Kaiserpalast zurückkehrt.

Schein und Wirklichkeit

Juvenals drastische Darstellung und die Trostlosigkeit der Hurenkammern im Bordell des Africanus werfen ein Schlaglicht auf die miserablen Arbeitsbedingungen im römischen Bordellbetrieb. Die düsteren, übel riechenden Billigbordelle boten raschen Sex-Service im Zehnminutentakt. Abdruckstellen auf den steinernen Liegen zeigen, dass viele Besucher sich nicht einmal die Mühe machten, ihre Schuhe auszuziehen.



REUTERS
Fresko aus Pompeji: Liebe in bräunlichen Tönen
Lycisca nahm ihren Hurenlohn selbst in Empfang, bevor "sie die Stöße von vielen verschlang". In unserem pompejanischen Bordell mögen die Zahlungsmodalitäten auch so gewesen sein. Als Alternative käme aber auch eine Art Zentralkasse im Atrium in Frage, an welcher der Bordellwirt oder sein Manager saß. Die Gestaltung des Empfangsraums legt diese Variante nahe, denn im Unterschied zu den tristen cellae strahlte er durch die Fresken über jedem Eingang zu einer Prostituiertenkammer sogar einen gewissen Glanz aus.

Die Fresken zeigen in bräunlichen Tönen gehaltene erotische Szenen auf bequemen, mit weichen Decken üppig gepolsterten Liegen. Die cellae sind auf diesen Bildern von bunten Girlanden geschmückt und die "Damen" verbreiten eine Aura verführerischer Willigkeit, zu der verschiedene Liebesstellungen ebenso beitragen wie einladende laszive Gesten und Blicke.

Mit der Realität des Billigbordells hatten diese pornografischen Fantasien indes nichts zu tun. Aber sie waren sicher gut fürs Geschäft, weil sie den Kunden erotische Wonnen der Spitzenklasse in Aussicht stellten und Illusionen weckten, die die Kasse klingeln ließen. Spätestens wenn sich die Tür oder der Vorhang öffnete, das Schild occupata ("besetzt") abgenommen wurde und der Blick des Kunden in die düstere cella fiel, verflogen manche Illusionen.

Schäbige Wirklichkeit - sie erweist sich auch in nackten, nüchternen Zahlen. Durch Graffiti sind wir bestens über die Preise für sexuelle Dienstleistungen informiert. Der übliche Basispreis für einen Prostituiertenbesuch lag bei zwei Assen. Das entspricht dem Preis von zwei Laiben Brot oder einem halben Liter Wein gehobener Qualität. Manchmal war sogar noch Fellatio inklusive.
Je nach Aussehen der Dirne oder nach Sonderwünschen und Umfang des Service erhöhte sich der Preis. Manche "Damen" verlangten vier oder acht Asse, Spitzenverdienerinnen wie eine gewisse Attice konnten 16 Asse, die wahrhaft "glückliche" Fortunata sogar 23 Asse durchsetzen. Selbst diese Höchstpreise waren günstig, setzt man sie in Beziehung zum Tageslohn eines Arbeiters. Der lag bei rund 16 Assen.

Solche Maximaltarife für die käufliche Liebe stellten aber absolute Ausnahmen dar. In 16 von 28 einschlägigen Tarifangaben werden lediglich zwei Asse genannt. Das war offenkundig der Standardpreis, zu dem sich die "Griechin Eutychis, von nettem Wesen" ebenso hingab wie die "nuckelnde Lahis".

Wie erklärt sich das außerordentlich niedrige Preisniveau der Prostitution in der römischen Welt - in Pompeji und anderswo? Zum einen war die Prostitution in der römischen Zivilisation geradezu allgegenwärtig. Sie diente als gesellschaftlich anerkanntes Ventil zum Schutz unverheirateter und verheirateter "ehrbarer" Frauen. Es galt nicht als besonders anstößig, beim Betreten oder Verlassen eines Bordells gesehen zu werden. Und den Verkehr mit einer Prostituierten wertete das Gesetz nicht als - ansonsten strafbaren - Ehebruch, weil sie als ehrlos galt.

Zum anderen stand ein schier unerschöpfliches Reservoir an Mädchen und Frauen zur Verfügung, die als Sklavinnen von ihren Herren zur Prostitution gezwungen werden konnten. Freigelassene Frauen, die nichts anderes gelernt hatten, blieben oftmals in dem ihnen vertrauten Rotlichtmilieu. Das Gros der Prostituierten rekrutierte sich aus diesen sozialen Schichten. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, verkauften aber auch manche frei geborenen Frauen ihren Körper in Bordellen.

Die ehrlosen Orte

Der großen Nachfrage stand damit ein noch größeres Angebot gegenüber, und das drückte erheblich auf den Preis der Dienstleistung. Auch für Geringverdiener und selbst für Sklaven, die nur über ein bescheidenes Taschengeld verfügten, war der Besuch bei einer Prostituierten erschwinglich. Männer aus höheren sozialen Schichten stürzten sich schon einmal ins Nachtleben der kleinen Leute. In der Regel aber ließen sie sich von Edelprostituierten in ihren eigenen vier Wänden verwöhnen und mieden Bordelle und andere loci inhonesti, "ehrlose Orte".



REUTERS
Restauriertes Mosaik aus Pompeji: Angebot an Prostitution war größer als die Nachfrage
Zu denen gehörten auch Kneipen, Imbisslokale, Nachtbars und Absteigen. Alle im Gastronomiegewerbe Tätigen standen unter dem Generalverdacht der Förderung oder Ausübung der Prostitution. "Viele pflegen unter dem Vorwand, eine Schankwirtschaft zu betreiben, Frauen zu beschäftigen, die sich prostituieren", stellt der Rechtsgelehrte Domitius Ulpian (gest. 323 n. Chr.) lapidar fest. Viele ja, aber nicht alle, muss man fairerweise einschränken.

Für Archäologen und Historiker ein schwieriges Unterfangen: Wie lassen sich aus den mehreren Dutzend Gastronomiebetrieben Pompejis diejenigen herausfiltern, die Ulpian meint? Es sind im Wesentlichen zwei Indikatoren, die auf einen Bordellbetrieb schließen lassen. Einmal obszöne Wandmalereien, wie sie das Lupanar des Africanus schmücken. Die stimulierende Wirkung unmissverständlicher sexueller Motive machten sich auch manche Wirte zu Nutze.

Beredte Künstlernamen

Den zweiten Indikator liefern Graffiti, in denen Kunden die Mädchen, ihre Preise und "besondere Künste" vorstellen oder der Wand anvertrauen, dass sie wie etwa ein gewisser Scordopordonicus "hier prima" oder wie ein Anonymus "hier viele Mädchen gevögelt" haben. Wie sich allein im Bordell des Africanus rund 120 solcher "Themengraffiti" erhalten haben, so sprechen auch die Wände mancher Gaststätten von sexuellen Ausschweifungen.

Sie verraten uns, dass die meisten Prostituierten ansprechende Pseudonyme verwendeten. Sie nannten sich Optata, "die Erwünschte", Spes oder Helpis, "die Hoffnung", Fortunata, Felicia, Faustilla, "die Glückliche", oder auch Victoria oder griechisch Nica, "die Siegreiche". Manche ließen sich von ihren Verehrern als fellatrix, "Fellatio-Expertin", extaliosa, "die mit dem üppigen Hintern", pamhira, "die Trinkgierige", oder Callidrome, "die mit dem schönen Gang", preisen.

Bordellbesucher vor zweitausend Jahren hatten es jedenfalls deutlich leichter als moderne Archäologen, ihren Weg zu tatsächlich "unanständigen Lokalitäten" zu finden. Bei Tage stand oder saß manche Dirne in aufreizender Kleidung vor ihrer cella oder flanierte auffällig in stark frequentierten Anbahnungszonen wie Säulenhallen, Thermen und Theatern. Bordelle und Kneipen mit einschlägigem Angebot machten durch Werbeschilder auf sich aufmerksam. Die Darstellung eines Phallus mit der einladenden Beischrift hic habitat felicitas ("Hier wohnt das Glück") war als Logo eines Amüsierbetriebs kaum misszuverstehen.

Nachts hing vor manchem Etablissement eine Lampe, die eindeutig den Weg wies. Nicht mit rotem Licht, aber mit ihrer Form: Ein erigierter Phallus leuchtete standhaft zum nächtlichen Glück."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich glaub', es ist doch der echte Morgoth.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

pk, ich hab grade ausgerechnet, dass ich dich statistisch um rund 20 Jahre überleben werde *fasziniert*. Wie soll ich dein Andenken wahren?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Heute aus der Reihe "Gotische Sakralbaukunst im Elsass": Das Straßburger Münster.







Straßburgs gut erhaltene historische Altstadt Île de la Cité wird von der Ill, einem Nebenfluss des Rheins, umflossen. Sie wurde 1988 zum Weltkulturerbe erklärt. Wahrzeichen der Stadt ist das 1176-1439 erbaute romanische und gotische Straßburger Münster (Bild (http://www-public.tu-bs.de:8080/~wittram/reisen/DT95/icons/dt03_1.jpg)). Der Münsterplatz gehört zu den schönsten europäischen Stadtplätzen. Dominiert von der Westfassade des Münsters, stehen hier zahlreiche, teilweise vier- bis fünfgeschossige Fachwerkhäuser im alemannisch-süddeutschen Stil. Charakteristisch sind die steilen Dächer mit bis zu vier Dachgeschossen. An der Nordseite des Münsterplatzes steht das bekannte, reich verzierte Haus Kammerzell (siehe Bild oben).

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wusstet ihr eigentlich, woher der Begriff "Unter aller Kanone" kommt?
Früher gab es statt Noten mehrere Kanonstufen. Ungenügende Leistungen waren "sub omnia canone", was ein sächsischer Lehrer fälschlisch mit "Unter aller Kanone" übersetzte.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Bard

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Tiberius hatte wenig für Gladiatorenkämpfe oder ausschweifende Feste übrig, das scheint ein Ausgleich gewesen zu sein...

Sofern man Sueton da trauen kann.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Bard]

So sah Tiberius übrigens aus:


Bard, bevorzugst du eigentlich Gotik oder doch Romanik?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MORGOTHS POESIEALBUM


Größe: 191cm
Gewicht: 83 Kilo
Augenfarbe: Braun
Haarfarbe: Nicht wirklich definierbar. Am ehesten braun.
Geburtsdatum: 19.5.1987
Geburtsort: Speyer am Rhein
Wohnort: Speyer am Rhein
Fußbesonderheiten: Je ein gekrümmter Zeh pro Fuß
Beruf: Schüler am Hans-Purrmann-Gymnasium in Speyer am Rhein
Bevozugte Partei: SPD
Haustier: 1,0 Meerschwein mit einem Gewicht von 1,3 Kilo und einer Größe von etwa 25-30cm
Jacke oder Mantel? Mantel
Bevorzugte Autoren: Heine, Kafka, Thomas/Heinrich/Golo Mann, Sartre
Urlaubspläne: Aufenthalt vom 21.-27. März in Rom, Teilnahme an einer päpstlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz am 23.März. An- und Abreise per Bahn.
Statistisch zu erwartendes Todesjahr: Um 2065

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Bard

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Öh, Gotik, wieso? Hab hier auch eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert quasi um die Ecke.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Helcaraxe

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Morgoth, bist Du der arbiter elegantiarum?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Bard]

Bard, ist die Neugotik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts eine gelungene Bereicherung der städtischen Architektur oder ideenloses Plagiat historischer Bauformen?

Hier die neugotische Gedächtniskirche in Speyer, erbaut von 1893-1904. 1917 betete hier Kaiser Wilhelm II.




[img]
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Bard

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Teilnahme an einer päpstlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz am 23.März. An- und Abreise per Bahn.






Tja, sieht schlecht aus, oder?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Bard]

Der Papst ist zäh. 120 wird er mindestens.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Helcaraxe]

"Morgoth, bist Du der arbiter elegantiarum?"

Ich bin der, der gekommen ist, euch zu erleuchten.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Bard

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Bard, ist die Neugotik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts eine gelungene Bereicherung der städtischen Architektur oder ideenloses Plagiat historischer Bauformen?




Auch ein ideenloses Plagiat kann eine Bereicherung sein.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Bard]

"Auch ein ideenloses Plagiat kann eine Bereicherung sein."

Faszinierend.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

*vorbeigeh*

*zettel fallen lass*

*kicher* *wegrenn*




*kicher*
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SackheimBeutlin]

Hasenromantik
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Es ist doch faszinierend, dass die Gotik sich außer in manchen norditalienischen Städten sich nie in Italien durchsetzen konnte. Hier folgte auf die Romanik gleich die Renaissance-Architektur. In Rom, der Stadt der 600 historischen Kirchen, gibt es nur eine einzige bedeutendere gotische Kirche, Santa Maria sopra Minerva:


Warum konnte ausgerechnet in Mittel- und Süditalien die Gotik nicht Fuß fassen? Die Antwort bleibt offen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Die Deckenbemalung ist übrigens sehr gelungen, finde ich.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

rareb

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Hasenromantik




stillwater! Jetzt log dich bitte unter deinem eigenen Nick ein, ist ja nicht mehr auszuhalten, was du mit dem armen Morgoth anstellst.

Oder Moment - war stillwater in Wirklichkeit der Troll und Morgoth der User?

Egal.

Aus!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: rareb]



Gute Besserung, Heiliger Vater!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Was hat dir der Papst denn Böses getan? Ich wünsche ihm wirklich gute Besserung.
Und zur allgemeinen Information:

"Johannes Paul II., mit bürgerlichem Namen Karol Józef Wojtyła (* 18. Mai 1920 in Wadowice bei Krakau, Polen), ist seit 1978 Papst der katholischen Kirche und somit auch Bischof von Rom und Staatsoberhaupt des Staats der Vatikanstadt.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Leben

2 Gesundheitliche Probleme

3 Wirken

3.1 Reisen, Ökumene und interreligiöser Dialog
3.2 Kirchendisziplin und Moral
3.3 Weltpolitik


4 Kritik

5 Werke

6 Literatur

7 Weblinks

[Bearbeiten]
Leben

Johannes Paul II.
Standbild von Papst Johannes Paul II. auf dem Jasna Góra in Częstochowa
Johannes Paul II. während der Generalaudienz am 29. September 2004 im VatikanJohannes Paul wurde am 18. Mai 1920 in der Kleinstadt Wadowice als Sohn eines ehemaligen k.u.k. Offiziers geboren. Er schrieb sich 1938 zum Studium der Philosophie und Literatur in der Jagiellonischen Universität in Krakau ein. Wadowice und Krakau, zwei Orte, die bis zur deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sehr stark durch die jüdische Kultur mit beeinflusst waren, waren prägend für sein sehr positives Verhältnis zum Judentum. Wojtyłas Interessen waren schon in jener Zeit breit gefächert; groß war sein Engagement im rhapsodischen Theater. Während der deutschen Okkupation führte er seine Studien fort, wurde aber für schwere Arbeit in einem Steinbruch sowie in einer Chemiefabrik zwangsverpflichtet. 1942 verspürte er den Ruf Gottes zum Priestertum und trat dem Untergrundseminar der Erzdiözese Krakau bei.

Am 1. November 1946 wurde er zum Priester geweiht und promovierte in den folgenden zwei Jahren auf Anweisung Kardinal Sapiehas in Rom über die Theologie und Mystik des heiligen Johannes vom Kreuz. Nach Abschluss des Doktorats war er in der Studentenkirche St. Florian tätig, wo er schon bald für seine Predigten bekannt war. Seine unkonventionelle Art machten ihn schon bald zu einem beliebten Ansprechpartner unter den katholischen Studenten. In den folgenden Jahren vertiefte er seine philosophischen und ethischen Studien und bekam 1954 einen Lehrauftrag an der Universität von Lublin. Am 28. September 1958 wurde er Weihbischof von Krakau. Wojtyła nahm aktiv am Vatikanum teil; sein Hauptaugenmerk lag dabei auf der Religionsfreiheit (Dignitatis humanae) und einer zeitgemäßen Verkündigung der kirchlichen Lehre (Gaudium et Spes). 1964 folgte er Kardinal Sapieha im Amt des Erzbischofs von Krakau. Sein Episkopat in Krakau ist vor allem durch eine "sanfte" Konfrontation mit dem kommunistischen Regime Polens geprägt. Sein Beharren auf dem Bau einer Kirche in der neu gegründeten Arbeiterstadt Nowa Huta und seine Predigten, in denen er oft die freie Ausübung der Religion für alle Polen forderte, zeigte ihn als unerschrockenen Antikommunisten.

Die Kardinalswürde erhielt er am 26. Juni 1967. Am 16. Oktober 1978 wurde er beim Konklave in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September 1978 verstorbenen Johannes Paul I. (it.: Giovanni Paolo, polnisch: Jan Paweł) zum Papst gewählt. Damit ist er der erste nichtitalienische Papst seit dem Niederländer Hadrian VI. († 1523). In den ersten Jahren seines Pontifikats standen das Beharren auf der Religionsfreiheit und eine damit verbundene Konfrontation mit den kommunistischen Regimes Osteuropas im Vordergrund. Die polnische Parteiführung konnte eine Pastoralreise in die Heimat aufgrund der Popularität des Krakauers nicht verhindern. Weitere Reisen in den Jahren 1979 und 1980 führten ihn nach Mexiko, Zentralafrika und Ostasien. Auch seine Bischofsernennungen sorgten für Aufsehen. So brachte die Ernennung des jüdischen Konvertiten Jean-Marie Lustiger zum Erzbischof von Paris die recht eingeschlafene französische Hierarchie durcheinander und läutete eine neue Epoche im seit der französischen Revolution zerstrittenen Katholizismus Frankreichs ein. Auch anderswo in Europa sorgten in der Ortskirche umstrittene Bischofsernennungen, beispielsweise diejenige von Wolfgang Haas in Chur und später in Liechtenstein, Joachim Meisner in Köln, Hans Hermann Groër in Wien, Kurt Krenn in St. Pölten für Konflikte.

Am 13. Mai 1981 verübte der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca auf dem Petersplatz in Rom ein Attentat auf Johannes Paul II. Dieser wurde dabei durch drei Kugeln schwer verletzt. Die Hintermänner wurden schon bald beim sowjetischen Geheimdienst KGB vermutet. Aufsehen erregte der Papst, als er den Attentäter, dem er schon auf dem Krankenbett vergeben hatte, nach der Genesung im Gefängnis besuchte. Da der Tag des Attentats auf den Tag fiel, an dem sich in Fátima die erste Marienerscheinung ereignet hatte, schrieb Johannes Paul II. seine Rettung der Gottesmutter zu und bedankte sich mit einer Wallfahrt in den portugiesischen Wallfahrtsort.

Papst Johannes Paul II. hat in seiner Amtszeit bereits 473 Heiligsprechungen vorgenommen. Die Zahl aller von seinen Vorgängern in den letzten 400 Jahren insgesamt heiliggesprochenen Personen ist nur etwa halb so hoch. Er sprach auch die italienische Kinderärztin Gianna Beretta Molla als eine von wenigen verheirateten Frauen heilig - sie gilt als Vorbild der Abtreibungsgegner.

Seit mehreren Jahren leidet Papst Johannes Paul II. an der Parkinson-Krankheit. Er ist inzwischen nach Pius IX. der am längsten regierende Papst in der Geschichte.

Am 24. März 2004 erhielt Johannes Paul II. den international bedeutenden Karlspreis der Stadt Aachen.

Johannes Paul II. ist Ehrenmitglied des FC Schalke 04 - eines in seiner Geschichte stark von polnischen beziehungsweise polnischsprachigen Einwanderern geprägten Vereins im Bistum Essen.

[Bearbeiten]
Gesundheitliche Probleme
Johannes Paul, der bei seiner Wahl der jüngste Papst seit Pius IX. war, war zu Beginn seiner Amtszeit ein relativ junger Mann mit außerordentlich guter körperlicher und gesundheitlicher Verfassung. Im Gegensatz zu den anderen Päpsten vor ihm trieb er in jener Zeit noch Sport, er schwamm und fuhr regelmäßig Schi. Nach mehr als 25 Jahren auf dem Heiligen Stuhl, zwei Mordanschlägen, von denen einer ihn schwer verletzte, und mehrfachem Verdacht auf Krebserkrankungen hat sich sein Gesundheitszustand jedoch stark verschlechtert. 1992 wurde ihm ein Tumor aus dem Dickdarm entfernt, 1994 brach er sich den Oberschenkel, weitere zwei Jahre später musste er am Blinddarm operiert werden.

2001 wurde von einem Orthopäden bestätigt, was viele internationale Beobachter schon lange vermutet hatten: Johannes Paul leidet an der Parkinson-Krankheit. Der Vatikan bestätigte dies offiziell im Jahre 2003. Der Papst hat Schwierigkeiten beim Sprechen, außerdem hat sich eine leichte Schwerhörigkeit eingestellt. Desweiteren hat er eine schwere Arthritis in seinem rechten Knie, welche die Konsequenz einer Hüftoperation ist und aufgrund der er nicht mehr in der Öffentlichkeit selbständig gehen kann.

Trotz all dieser Hindernisse hat er seine Reisen in andere Länder nicht aufgegeben. Nach zwischendurch auftauchenden Spekulationen, Johannes Paul II. könnte abdanken, scheint es derzeit so, als würde er bis zu seinem Tod oder jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem er aus mentalen Gründen nicht mehr regierungsfähig sein wird, im Amt bleiben. Seine Geisteskraft ist, im Gegensatz zu seinem körperlichen Zustand, noch unbeeinträchtigt.

Am Dienstag, den 1. Februar 2005 wurde der Papst wegen einer akuten Kehlkopfentzündung und einer Fiebererkrankung in das Gemellikrankenhaus in Rom gebracht. Außerdem hatte sich der Kehlkopf verkrampft, sodass der Papst nur noch schwer Luft bekam. Nachdem er am 10. Februar das Krankenhaus zunächst verlassen konnte, wurde er aufgrund eines Grippe-Rückfalls bereits am 24. Februar wieder zurück in die Gemelli-Klinik gebracht, wo am selben Tag abends um 20:20 Uhr MEZ ein Luftröhrenschnitt durchgeführt wurde.

[Bearbeiten]
Wirken
[Bearbeiten]
Reisen, Ökumene und interreligiöser Dialog
Die bisherige Amtszeit von Johannes Paul II. ist geprägt von der Öffnung der Kirche nach außen. Dies zeigte sich schon zu Beginn des Pontifikates durch zahlreiche Auslandsreisen und immer wieder im Namen der Katholischen Kirche bei verschiedenen Anlässen vorgetragene Schuldbekenntnisse wie im Jahr 2000. Ein besonderes Anliegen des Papstes ist die "Ökumene", besonders mit den orthodoxen Kirchen, aber auch der interreligiöse Dialog, insbesondere mit dem Judentum und dem Islam. Sichtbaren Ausdruck fanden diese Bemühungen vor allem bei dem ersten Weltgebetstreffen der Religionen 1986 in Assisi, das seither an verschiedenen Orten wiederholt wurde. Sein Besuch in der Synagoge von Rom gilt als der erste eines Papstes seit Petrus. Ähnlich spektakulär war seine Visite in der Omajaden-Moschee zu Damaskus.

Andererseits hat Papst Johannes Paul II. eine Vielzahl von Lehrentscheidungen getroffen, die in der westeuropäischen und nordamerikanischen Kirche für heftige Kontroversen gesorgt haben, so das am 17. April 2003 veröffentlichte Dokument Ecclesia de Eucharistia, in dem er das bestehende kirchliche Verbot, die Eucharistie zusammen mit Vertretern anderer Konfessionen zu feiern, erneuerte. Auch die von der Kongregation für die Glaubenslehre verfasste und von Johannes Paul II. bestätigte Erklärung Dominus Jesus, in der der evangelischen Kirche der Rang als gleichberechtigter Partnerin der katholischen Kirche abgesprochen wird, wurde insbesondere im konfessionell gemischten Deutschland heftig kritisiert.

[Bearbeiten]
Kirchendisziplin und Moral
Johannes Paul II. weigert sich wie seine Vorgänger, den umstrittenen Zölibat für Priester aufzuheben.

In seinem Apostolischen Schreiben Ordinatio Sacerdotalis gab er bekannt, dass es der Kirche nicht möglich sei, Frauen zu Priestern zu weihen.

Auch in Fragen der Sexualmoral weicht er nicht von den bisherigen Lehrmeinungen ab. In seiner Enzyklika Evangelium Vitae bestätigte er die Immoralität eines Eingriffes in den Geschlechtsakt (künstliche Empfängnisverhütung) sowie der Zerstörung der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit (Sterilisation).

[Bearbeiten]
Weltpolitik
Bereits in seiner ersten Enzyklika verkündete Johannes Paul II. "Der Weg der Kirche ist der Mensch" und machte sich für die Menschenrechte stark. Vielfältig waren seine bisherigen Bemühungen. So war er das erste Staatsoberhaupt, das Jassir Arafat eine Audienz gewährte. Nach der Bundesrepublik Deutschland erkannte zuerst der Vatikan das katholische Kroatien als Staat an.

In das gegenwärtige Pontifikat fällt auch der Niedergang des Warschauer Paktes. Johannes Paul II. wird ein großer Anteil an der Demokratisierung seines Heimatlandes Polen zugeschrieben. Die offene Parteinahme für die antikommunistische Gewerkschaft Solidarność war ein wesentlicher Beitrag zum Ende des Sozialismus in Polen.

Sein mea culpa im März 2002 vor seinem Israelbesuch, die Bitte um Vergebung für die Verbrechen, die katholische Christen an Juden und anderen Nicht-Christen begingen, wurde als historischer Akt bezeichnet. Vor dem Irakkrieg im Jahr 2003 äußerte der Papst wiederholt und heftig seine Gegnerschaft.

Siehe auch: Portal Rom und Themenliste Rom

[Bearbeiten]
Kritik
Besonders die Haltung des Papstes zur Verhütung stand immer wieder im Mittelpunkt der Kritik. So verurteilte der Papst in Zeiten, in denen AIDS ganze Landstriche Afrikas und anderer Regionen der Welt zunehmend bedrohte, die Verwendung von Kondomen. Kritiker sehen darin ein tödliches Gefahrenpotenzial aller, die durch ein Befolgen der päpstlichen Verurteilung auf den Gebrauch von Kondomen beim Sex verzichten.

Sexualwissenschaftler sehen in Sex eine bedeutende soziale Komponente. Diese wird durch den Papst durch eine einseitige Fixierung auf die Fortpflanzungsfunktion der Sexualität übergangen.

Scharfe Kritik musste sich der Papst aussetzen als bekannt wurde, dass er in seinem 2005 erschienenen Buch die Abtreibung mit dem Holocaust verglichen haben soll."

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: rareb]

MorgothderGrosse schrieb:
Hasenromantik



Oooooooooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!111 :schlaubilove:

@ rareb Das ist doch nur ein stillwateranlockpost.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

In Bezug auf:
Was hat dir der Papst denn Böses getan? Ich wünsche ihm wirklich gute Besserung.



du willst ihn doch nur zur generalaudienz wieder gesund haben, du egoist.

und wenn ich mir diesen wikipedia artikel durchlese, muss ich sagen: ich wünsche ihm nur das, was er anderen wünscht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich finde, du solltest mit deinen gesammelten Weisheiten einmal zu einem namhaften Verlag gehen, ModeGro!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Ich wünsch mir auch, dass der Papst abtritt und dafür endlich J. Ratziger kommt..

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: stillwater]

stillwater, herzlich willkommen in meinem virtuellen Heim!












  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
stillwater, herzlich willkommen in meinem virtuellen Heim!


Danke!

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Es fehlt der berühmte "rote" Handschlag!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ave und Salut,
ich möchte auch so begrüßt werden Dunkler Feind der Welt!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]



Papst Innozenz X., gemalt von Diego Velasquez im Jahre 1650. Ein sehr charakterstarkes Portrait, wie ich meine. Hier noch einmal das sorgenvolle Gesicht des Papstes im Detail:


In der Renaissance gab es übrigens noch echte Männer auf dem Papstthron. Damals gab es ein Bordell im Vatikan, die Päpste haben gesoffen, Schlachten geführt, massenweise Kinder gezeugt, gemordet und geraubt. Alexander VI. hat sogar versucht, das Papsttum erblich zu machen. Wurde aber nix draus.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

@LordIrgendwas. Leg dir erst mal einen vernünftigen Namen zu, dann sehen wir weiter.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
@LordIrgendwas. Leg dir erst mal einen vernünftigen Namen zu, dann sehen wir weiter.




Crudelito ist eine von mir vorgenommene Abwandlung des lateinischen Wortes crudelitum ,oder wars crudelitus,was so viel wie Grausamkeit bedeutet!
Der Name ist also weder dumm,noch schlecht durchdacht!

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LordCrudelito]

"Der Name ist also weder dumm,noch schlecht durchdacht!"

Doch, definitiv. "LordGrausam" - meine Güte, was soll denn das?
Schau mal, Napoleon auf St.Helena:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Jup,das bild kenne ich.
Hab mich einige selbst Zeit mit Napoleon I beschäftigt...


Was meinen Namen angeht,ist es immer noch meine Sache wie ich mich nenne,und wie ich den Sinn dahintersehe,klar soweit ?

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LordCrudelito]

"Hab mich einige selbst Zeit mit Napoleon I beschäftigt..."

Wusstest du, dass Napoleon als Kind sehr gerne Kirschen aß?

"Was meinen Namen angeht,ist es immer noch meine Sache wie ich mich nenne,und wie ich den Sinn dahintersehe,klar soweit ?"

Wie findest du St.Paulus in Worms? Passen die orientalischen Turmaufsätze zum romanischen Grundaufbau der Kirche?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LordCrudelito]

In Bezug auf:
Was meinen Namen angeht,ist es immer noch meine Sache wie ich mich nenne,und wie ich den Sinn dahintersehe,klar soweit ?




was aber noch lange nicht heißt, dass andere ihm auch einen sinn zuschreiben. und mit napoleon beschäftigt man sich zwangsläufig mindestens vier wochen lang in der neunten klasse.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Pyr

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
In Bezug auf:
Was meinen Namen angeht,ist es immer noch meine Sache wie ich mich nenne,und wie ich den Sinn dahintersehe,klar soweit ?




was aber noch lange nicht heißt, dass andere ihm auch einen sinn zuschreiben. und mit napoleon beschäftigt man sich zwangsläufig mindestens vier wochen lang in der neunten klasse.


Die hab`ich dummerweise verpasst...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Hallo cowboy! Eine Tasse Tee? Oder einen Schnaps?

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich würde mir eher die Frage stellen was der Baumeister damit beabsichtigen wollte!?
Wollte er einen völlig neuen Baustil entwickeln?
Oder war er einfach nur dämlich?
Oder wurde die Kirche zu einer Zeit gebaut,als man die verschieden Baustile noch nicht voneinander unterschieden hat und man einfach so baute wie man es "toll" fand?

Wie es aussieht,diese frage ist imo zweitrangig
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LordCrudelito]

St.Paulus in Worms wurde um 1030 als romanische Kirche begonnen und gegen Beginn des 12. Jahrhunderts umgebaut, nachdem die zurückkehrenden Kreuzritter orientalische Bauformen aus Palästina mitgebracht haben. Was hältst du von der Umgestaltung romanischer Bauten im orientalischen Stil durch zurückkehrende Kreuzfahrer?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
In Bezug auf:
Was meinen Namen angeht,ist es immer noch meine Sache wie ich mich nenne,und wie ich den Sinn dahintersehe,klar soweit ?




was aber noch lange nicht heißt, dass andere ihm auch einen sinn zuschreiben. und mit napoleon beschäftigt man sich zwangsläufig mindestens vier wochen lang in der neunten klasse.




Hm,ich habe mich in der neunten Klasse nicht damit beschäftigt,zumindest nicht in der Schule!
Am Ende der 8ten Klasse wurde direkt nach der xten Runde der französischen Revolution Napoleon mal kurz angesprochen,mehr auch nicht.
Und dort hat uns der Lehrer mal wieder Mist erzählt und ich war wieder das arrogante [zensiert] weil ich alles besser wusste...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LordCrudelito

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

ICh würde sagen das die Kreuzritter "verorientalischt" wurden und ,so würde ich sagen,die Kultur der Muslime teilweise angenommen haben(lebensweise,bauweise,Religion auf jeden fall nicht ).
Dies ist imo ein Versuch den Oxident zum zweiten Orient zu machen +g+
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LordCrudelito]

Traktat über den Hund,

sowie über Lärm und Geräusch

1. Scherz

a) Das Tier

Wie dem Hund, dem auf dem Wege vom Herzen zum Maule alles zum Gebell wird. (Alfred Polgar)

Der Hund ist ein von Flöhen bewohnter Organismus, der bellt (Leibniz). Dieser Definition wäre einiges hinzuzufügen.

Im Hund hat sich der bäuerische Eigentumstrieb des Menschen selbständig gemacht; der Hund ist ein monomaner Kapitalist. Er bewacht das Eigentum, das er nicht verwerten kann, um des Eigentums willen und behandelt das seines Herrn, als gebe es daneben nichts auf der Welt. Er ist auch treu um der Treue willen, ohne viel zu fragen, wem er eigentlich die Treue hält: eine Eigenschaft, die in manchen Ländern hoch geschätzt wird. Sie ist für den Betreuten recht bequem.

Einem Hund, der etwas bewacht, zuzusehen, kommt dem Erlebnis gleich, einen Urmenschen zu beobachten. Er ist stets unsicher, unruhig und macht sich mit Lärm Mut - er greift an, weil ihn seine Angst nach vorn treibt.

Der Hund ist ein anachronistisches Wesen.

Der Hund lebt ständig im Dreißigjährigen Krieg. In jedem Briefträger wittert er den fahrenden Landsknecht, im Milchmann die schwedische Vorhut, im Freund, der uns besucht, den Gottseibeiuns. Er bewacht nicht nur den Hof seines Herrn, sondern auch den Weg, der daran vorbeiführt, und versteht niemals, daß die Leute, die dort gehen, neutral sind - diesen Begriff kennt er nicht. Seine Welt zerfällt in Freunde (seines Futternapfes) und in gefährliche Feinde. Undressierte Hunde leben noch im Urzustand der Erde.

Der Hund bellt immer.

Er bellt, wenn jemand kommt, sowie auch, wenn jemand geht - er bellt zwischendurch, und wenn er keinen Anlaß hat, erbellt er sich einen. Er hört auch so bald nicht wieder auf, ja, es scheint, als besäßen die Hunde eine Bellblase, die man nur anzustechen braucht, damit sie sich entleere. Ein besserer Hund bellt seine vier, fünf Stunden täglich. (Weltrekord: Hund Peschke aus Königswusterhausen; bellte am 4. Oktober 1927 zweiundfünfzigtausendvierhundertachtundsiebzigmal in sechzehn Stunden. Als das vorbei war, sprach sein Herr: »Ich weiß gar nicht, was der Hund hat - er ist so still?«)

Wenn ein Hund sehr lange bellt, hört es sich an, als übergebe sich einer.

Ein Hund bellt, wenn er mit den Sinnen etwas wahrgenommen hat; daraufhin, weil ihn sein Bellen erschreckt und aufregt, und des weiteren, weil sich das wahrgenommene Objekt um ihn kümmert, nicht um ihn kümmert oder davonläuft. Dieses Geschrei wird von vielen Leuten als Wachsamkeit ausgelegt; schon der französische Kynologe Hispa sagt: »Der Hund ist ein wachsames Tier, das mit seinem Gebell den Herrn nachts aufweckt, damit der aufsteht und ruft: ›Halt die Schnauze!‹« Da Hunde immer bellen, so dient ihr Gebrüll lediglich dazu, daß sich die Einbrecher vor ihrem Geschäft Gift besorgen und es dem Hundchen streuen. Niemanden haßt der Hund so wie den Wolf; er erinnert ihn an seinen Verrat, sich dem Menschen verkauft zu haben - daher er dem Wolf seine Freiheit neidet, ihn hassend fürchtet und sich durch doppelten Verrat beim Menschen lieb Hund zu machen sucht.

Hunde blaffen mit Vorliebe schlecht gekleidete Menschen an, wie sie überhaupt die mindern Eigenschaften des Besitzers personifizieren. Nachts, wenn kein Fremder da ist, machen sie eine alte Familienfehde mit dem Mond aus. Der Mond, den das nächtliche Gebell auf der Erde stört, kehrt ihr darum seit Jahr und Tag sein blankes Hinterteil zu. Wir kommen nunmehr zu dem Tierhalter.

b) Der Tierhalter

Hundebesitzer sind die rücksichtslosesten Menschen auf der Welt.

Hier soll nicht einmal von jenen gesprochen werden, die ihrem Mistbatzen das Fressen aus Restaurationsschüsseln reichen; der Hund, frisch aus dem Popo einer Hundedame entronnen, steckt seine feuchte Nase in deinen Teller . . . Aber auch sonst können Hundebesitzer zum Beispiel nicht begreifen, daß der Lärm, den ihr Liebling macht, andern Leuten nicht angenehm ist. Kein grünes Rasenstück, das er nicht verbellt.

Die Ausdehnung einer Lärmglocke, die ein bellender Hund seinen Nachbarn über den Kopf stülpt, beträgt etwa achtzehnhundert Kubikfuß; auf diese Entfernung hin hat alles an den Entzückungen, Anfällen und Aufregungen eines mittleren Hundes teilzunehmen. Es ist also unsre Pflicht, uns mit ihm zu erheben, sein Vormittagsgeschrei sowie sein Nachmittagsgebell mit ihm zu teilen, und nachts zu lauschen, wie er, wenn Nachtigallen fehlen, das Mondgesäß beschimpft.

Auf diese Weise sind Villen-Vororte großer Städte fast unbewohnbar geworden, weil sich jeder gegen jeden mit einer Bellmaschine gesichert hat, die angeblich gegen Einbrecher gut ist. Es muß danach angenommen werden, daß in Vororten niemals mehr eingebrochen werden kann. Wird aber.

Ich habe mich schon so an das Gebell gewöhnt, daß ich es hier, am Kap der Roten Grütze, sehr entbehre. Kunstschriftsteller Hasenclever hat sich jedoch erboten, jeden Morgen zum Frühstück zu kommen und ein Stündchen zu bellen.

Es ist nunmehr die Stelle des Aufsatzes gekommen, wo der Hundebesitzer seinem Flohtier über die Nase streicht, mit der jener die kleinen Hundewürstchen und den Urin der Verwandten aufriecht, und spricht: »Was schreiben sie denn da alles von dir! Jaa! Nicht wahr, du bellst nicht? - nein!« Und zu mir, fortfahrend: »Sie sind aber nerfeehs!«

Hätte einer im Zeitalter Ludwigs des Quecksilbernen bemerkt: »Nun wollen wir uns einmal alle jeden Morgen die Füße waschen!« - so hätte er sich mit einem hohen katholischen Heiligen entschuldigen müssen, sonst hätten sie ihn verbrannt. Hätte er für frische Luft plädiert, für Hygiene der Säuglinge - er wäre genau so ausgelacht worden wie einer, der heute für Stille plädiert. Was Stille bedeutet, wissen sie noch nicht.»Ich höre das gar nicht!« sagen sie. Es ist nicht wahr; sie hören es doch. Davon wissen ihre Untergebenen zu sagen, die Lärm, Geratter, Wagenstöße, Klavierspiel und Hundegebell ausbaden müssen.

»Was der Alte nur hat?« sagen sie dann. Es ist der Lärm. Seine schlechte Laune ist der Lärm, der aus ihm herausbrodelt und der wieder ans Licht will; er hat ihn von den Ohren her nach innen gesogen; es hilft ihm aber nichts, er kommt wieder hochgegurgelt.Um es ›nicht zu hören‹, verbrauchen sie so viel unnötig vertane Kraft, die man besser anwenden könnte. Der Beweis dafür ist die Steigerung aller Lebenskräfte, wenn es einem gelingt, in das Reich der ungebrochenen Stille einzudringen; in den Bergen, im Luftballon über dem Meer, auf dem Segelboot, am windstillen Tag im Wald. Da lassen die Nervenstränge nach, da entspannt sich der Wille, da ruht der Mensch. In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt. Nur so ist wahre Erholung möglich; sie ist aber fast unerreichbar. Gegen diese wohltuende Wirkung der Stille auf den Intellekt gibt es nur ein einziges Gegenargument: das sind die Regierungsgebäude, die gewöhnlich in stillen Parks liegen.

Menschen, die sich lebende Hunde in Mietwohnungen halten, sollten mitsamt ihrem Köter aus der Wohnung gejagt werden.

Menschen, die einen Hund anbinden oder einsperren, verdienen, ihrerseits angebunden zu werden. Es ist das äußerste an Quälerei, ein jagendes, laufendes und unruhiges Tier zu fesseln und in seiner Freiheit zu beschränken. Diese Leute haben gar keinen Hund - sie haben nur ein Stückchen Hund; der Rest ist unterdrückt und rächt sich mit flammendem Gebell. Ich habe noch nie gesehen, daß Hundebesitzer mit Erfolg ihren Hunden, wenn sie unnütz kläffen, zu schweigen befehlen. Weil jene stumpfohrig sind, hören sie das Gebelfer nicht und bürden nun andern die Plage auf. Dafür haben Hundebesitzer den Tick, als ›bessere Menschen‹ durchs Leben zu gehen. Sie haben erfunden, daß es ein Zeichen von Seele sei, Hunde zu lieben, ihren schmutzigen Geruch zu ertragen, ihr lästiges Geschrei mitanzuhören. Ihre Persönlichkeit kriecht in den Hund, wo sie den Kampf ums Dasein noch einmal mitkämpft: »Mein Hund läuft aber schneller als Ihrer!« Das ist ein großer Sieg.

Etwas gegen den Hund zu sagen, heißt für viele, am Heiligsten rühren, wo der Mensch hat. Die Hundenarren sind häufig ganz erbarmungslose Menschen; Leute, die einen Kommunisten vor ihrer Tür verbluten ließen, nicht eine Mark für entlassene Gefangene geben, überhaupt nichts Gutes tun - ihren Hund lieben sie mit jener stummen Aggressivität, die das beste Zeichen eines hohlen Affekts ist. Der Hund ist ihnen nicht nur Schutz, sondern auch Selbstbetätigung. Nie legt ein Hundebesitzer in das Tun der Menschen a priori so viel Gutes wie in den Blick seines Hundes. Wenn ihn der ansieht, zerschmilzt er vor Lyrik. Ein Bettler wird ihn vergebens so ansehen. Der sentimentalitätstriefende Blick jenes aber heischt mit Erfolg verschmiertes Mitleid.

So ist der treue Hund so recht ein Ausdruck für die menschliche Seele. Allerseits geschätzt; nur selten in der Jugend ersäuft; gehalten, weil sich der Nachbar einen hält, von feineren Herrschaften auch als Schimpfwort benutzt - so bellt er sich durchs Leben. Und ich will nicht länger murren, wenn es kaum noch einen Fleck gibt, den er nicht verunreinigt: mit Unrat, nassem Geruch und mit nimmer endendem Lärm. Seiner Gnade ist unsre Ruhe ausgeliefert.

Eine fortgeschrittene Zivilisation wird ihn als barbarisch abschaffen.

PP
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: stillwater]

VIVE LA FRANCE!

1er couplet
Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé !
Contre nous de la tyrannie !
L'étendard sanglant est levé (bis)
Entendez-vous dans nos campagnes
Mugir ces féroces soldats ?
Ils viennent jusque dans vos bras.
Egorger vos fils, vos compagnes !

Refrain
Aux armes citoyens,
Formez vos bataillons
Marchons, marchons
Qu'un sang impur
Abreuve nos sillons
(1er couplet) (2ème couplet) (3ème couplet) (4ème couplet) (5ème couplet) (6ème couplet) (7ème couplet)

2ème couplet
Que veut cette horde d'esclaves,
De traîtres, de rois conjurés ?
Pour qui ces ignobles entraves
Ces fers dès longtemps préparés ? (bis)
Français, pour nous, ah! quel outrage
Quels transports il doit exciter ?
C'est nous qu'on ose méditer
De rendre à l'antique esclavage !
(au Refrain)

3ème couplet
Quoi ces cohortes étrangères !
Feraient la loi dans nos foyers !
Quoi ! ces phalanges mercenaires
Terrasseraient nos fils guerriers ! (bis)
Grand Dieu! par des mains enchaînées
Nos fronts sous le joug se ploieraient
De vils despotes deviendraient
Les maîtres des destinées.
(au Refrain)

4ème couplet
Tremblez, tyrans et vous perfides
L'opprobre de tous les partis,
Tremblez ! vos projets parricides
Vont enfin recevoir leurs prix ! (bis)
Tout est soldat pour vous combattre,
S'ils tombent, nos jeunes héros,
La France en produit de nouveaux,
Contre vous tout prêts à se battre
(au Refrain)

5ème couplet
Français, en guerriers magnanimes
Portez ou retenez vos coups !
Épargnez ces tristes victimes,
A regret s'armant contre nous (bis)
Mais ces despotes sanguinaires,
Mais ces complices de Bouillé,
Tous ces tigres qui, sans pitié,
Déchirent le sein de leur mère !
(au Refrain)

6ème couplet
Nous entrerons dans la carrière
Quand nos aînés n'y seront plus,
Nous y trouverons leur poussière
Et la trace de leurs vertus (bis)
Bien moins jaloux de leur survivre
Que de partager leur cercueil,
Nous aurons le sublime orgueil
De les venger ou de les suivre !
(au Refrain)

7ème couplet
Amour sacré de la Patrie,
Conduis, soutiens nos bras vengeurs
Liberté, Liberté chérie
Combats avec tes défenseurs ! (bis)
Sous nos drapeaux, que la victoire
Accoure à tes mâles accents
Que tes ennemis expirants
Voient ton triomphe et notre gloire !

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

stillwater, wie steht die moderne Psychologie zur alten Weisheit "Der Hund ist der beste Freund des Menschen"?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]



Der Bamberger Reiter aus dem 13. Jahrhundert
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ach, wen interessieren in Zeiten von preiswerten Koks schon die Psychologen und als moderner Yuppie braucht man überhaupt keine Freunde. Nur n schickes Auto.



Morgoth, wie steht die moderne Psychologie zur alten Weisheit "Der Hase ist der bessere Freund des Menschen"?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

NEUE SERIE: Morgoth stellt seine Stadt vor (Eine dreifache Alliteration! Allerhand!)

Speyer am Rhein, kreisfreie Stadt, 50 000 Einwohner, gegründet um 10v.Chr.

Blick auf die neoromanische Westfassade des Doms:


Der Dom von Osten:


Und von oben:


Blick über die Maximiliansstraße:


Das Altpörtel aus dem 13.Jahrhundert (obere Teile 16. Jahrhundert):


Mittelalterliche Stadtmauer mit Stadtgraben:


Die barocke Dreifaltigkeitskirche, um 1720-1730:


Von innen:


Zugang zum jüdischen Ritualbad aus dem 11. Jahrhundert:


Reste der hochmittelalterlichen Synagoge:


St.Joseph, erbaut 1912-14:


Das historische Museum der Pfalz:


Dom vom Rhein aus:


Domumgebung:


Speyer ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, gelegen an der Mündung des Speyerbachs in den Rhein, 25 km südlich von Ludwigshafen/Mannheim.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Geschichte

2 Speyer heute

3 Stadtrat

4 Sehenswürdigkeiten

5 Wirtschaft

6 Persönlichkeiten

6.1 Ehrenbürger
6.2 Söhne und Töchter der Stadt


7 Weblinks

[Bearbeiten]
Geschichte
10 v.Chr. Anlage des ersten römischen Militärlagers "Noviomagus" und Ansiedlung der Nemeter auf dem linken Rheinufer in der "Civitas Nemetum" (Archäologische Spuren weisen auf keltische Siedlungstätigkeit in der 2. Hälfte des vorchristlichen Jahrtausends hin).
346 Für Speyer wird ein Bischof erwähnt.
496/506 Früheste Nennung des Namens "Spira".
11. Jahrhundert. Eine Silbermünze aus Speyer gelangt bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt.
1030 Der salische Kaiser Konrad II. legt den Grundstein zum Speyerer Dom.
1076 Kaiser Heinrich IV. bricht von Speyer, seiner Lieblingsstadt, zum Bußgang nach Canossa auf.
1294 Der Bischof verliert die meisten seiner früheren Rechte und die Stadt Speyer zählt von nun an zu den Freien Reichsstädten.
1527-1689 Sitz des Reichskammergerichts in Speyer.
1529 Auf dem Reichstag zu Speyer "protestieren" am 19. April die evangelischen Reichsstände gegen die reformationsfeindlichen Beschlüsse, heute spricht man von der Speyerer Protestation (das heißt gegen die Aufhebung des "Abschieds" von 1526).
1689 Die Stadt wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen fast ganz zerstört (Großer Brand in Speyer, erst 1698 beginnt der Wiederaufbau).
1792 Speyer wird von französischen Revolutionstruppen erobert und bleibt bis 1814 unter französischer Herrschaft. Es wird Sitz einer Unterpräfektur im Departement Donnersberg.
1816 Die Stadt wird Kreishauptstadt der Pfalz und ist Sitz der Regierung des Bayerischen Rheinkreises später Bayerische Pfalz (bis zum Ende des 2. Weltkrieges).
1893-1904 Bau der Gedächtniskirche zur Erinnerung an die Protestation von 1529.

Speyer um 19001923 Autonome Regierung der Pfalz
1924 Attentat auf deren Präsidenten Franz Josef Heinz
1930 Am 27. Mai verlässt die französische Armee, am 24. Juni die Gendarmerie die Hauptstadt der Pfalz. Zum Domjubiläum (900 Jahre Grundsteinlegung) ist erstmals seit 1871 der Domnapf mit 1560 Litern Wein gefüllt. Seitdem wird der Brauch der einst bei Amtsantritt eines Speyerer Bischofs üblich war, zu besonderen Anlässen wiederholt.
1933 Bau der ersten festen Speyerer Rheinbrücke.
1938 Pogromnacht: Nationalsozialisten setzen die 1837 erbaute Synagoge in Brand. 1940 folgt die Deportation von über 50 Speyerer Juden; nur wenige überleben den Holocaust.
1945 Rheinbrücke durch deutsche Truppenteile gesprengt. Amerikanische Truppen besetzen die Stadt, kurz darauf von französischer Armee abgelöst. Im Zweiten Weltkrieg sind mindestens 1464 Speyerer gefallen, 263 bleiben vermisst.
1947 Gründung der Staatlichen Akademie für Verwaltungswissenschaften (heute: Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer).
1956 Neue Rheinbrücke; Partnerschaft mit Spalding (Großbritannien), 1959 mit Chartres.
1957 Beginn der Domrestaurierung im Hinblick auf die 900-Jahrfeier seiner Weihe 1961; eine neue große Restaurierung läuft 1996 an.
1981 Die Unesco zeichnet den Speyerer Dom als Weltkulturerbe aus.
1987 Papst Johannes Paul II. besucht die Domstadt.
1989 Aufnahme der Städtepartnerschaften mit Ravenna (Italien) und Kursk (Russland).
1990 Speyer feiert sein 2.000jähriges Bestehen mit zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und Aktionen. Die Präsidenten Bush (USA) und Gorbatschow (Sowjetunion) besuchen, wie andere Prominente vorher und nachher, Stadt und Dom auf Einladung von Kanzler Kohl.
[Bearbeiten]
Speyer heute
Mehr als 2000 Jahre verpflichten. Der Stadt Speyer ist es gelungen, die unverwechselbare Identität der Dom- und Kaiserstadt und des kulturellen Erbes zu bewahren. Weltoffenheit und geschäftiges Treiben prägen heute das Bild der Domstadt, einem Mittelzentrum im Rhein-Neckar-Dreieck mit rund 50.000 Einwohnern.

Für die einen sind es die atmosphärische Altstadt oder die imposanten Kulturdenkmäler, für die anderen die Lebensqualität von Speyer, das Bummeln über den Wochenmarkt und die Einkaufsmeile in der Maximilianstrasse. Der hohe Freizeitwert resultiert aus der kulturellen Vielfalt, der kreativen Vitalität der in Speyer wirkenden Künstler und aus einem aktiven Vereinsleben. Allein 70 Sportvereine stehen Profi- wie Amateursportlern zur Auswahl. Speyer genießt auch als Schul- und Bildungszentrum der Pfalz einen überregionalen Ruf, der aus einem weitgefächerten Bildungsspektrum resultiert. Es reicht von allgemeinbildenden über weiterführende bis zu berufsbildenden Schulen. Darüber hinaus ist die Domstadt Sitz einer Bildungseinrichtung mit weltweitem Ruf, nämlich der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (http://www.dhv-speyer.de/js-start.htm), der einzigen post-universitären Ausbildungsstätte für den gesamten höheren Verwaltungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland.

Seit eh und je spielen in Speyer Kunst und Kultur eine besondere Rolle. Hervorragende künstlerische Leistungen finden hier immer ein aufgeschlossenes Publikum. Dem Oeuvre zweier bedeutender Söhne der Stadt sind die Dauerausstellungen in ihren jeweiligen Geburtshäusern gewidmet: Anselm Feuerbach (1829 - 1880) und Hans Purrmann (1880 - 1966), dem im übrigen auch ein bundesweit anerkannter Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst gewidmet ist. (Quelle: http://www.speyer.de/ )

[Bearbeiten]
Stadtrat
CDU SPD SWG GRÜNE FDP REP BGS ödp Gesamt
2004 17 10 5 4 2 2 2 2 44




[Bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten

Das Altpörtel in Speyer am Rhein
Untere Hauptstraße von Speyer mit dem Dom im HintergrundBedeutendstes Bauwerk ist der Speyerer Dom (1981 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen), das größte romanische Bauwerk Deutschlands. Der Dombau wurde 1030 unter Kaiser Konrad II. begonnen. Die 1041 geweihte Krypta ist die Grablege der Salier.

Direkt gegenüber dem Dom liegt das "Altpörtel", das im Mittelalter das westliche Haupttor der Stadt darstellte. Die unteren Teile des Tores wurden zwischen 1230 und 1250 erbaut, das oberste Geschoß mit der Galerie und dem 20 m hohen Walmdach wurde zwischen 1512 und 1514 hinzugefügt.
Nach dem großen Stadtbrand wurde das Altpörtel 1708 mit einem neuen Schieferdach versehen. Im ersten Stockwerk befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte der Speyerer Stadtbefestigung.

Speyer besitzt im "Judenhof" die älteste deutsche Mikwe, ein rituelles, jüdisches Frauenbad aus dem 12. Jahrhundert.

Das Historische Museum der Pfalz verfügt über römische und mittelalterliche Ausstellungsstücke aus der Region, insbesondere Reste der alten Domausstattung und den in Schifferstadt gefundenen Goldenen Hut, einen mit kreisförmigen Ornamenten reich verzierten, aus Gold getriebenen Kultkegel.

Unweit des Stadtzentrums befindet sich das Technikmuseum Speyer, das eine sehr große Anzahl von technischen Meisterleistungen insbesondere aus dem Fahrzeug- und Flugzeugbau zeigt. Eines der Ausstellungsstücke ist die weit sichtbare Boeing 747-230 "Schleswig-Holstein", die auf einem hohen Gerüst montiert wurde und begehbar ist. Dabei darf man ihr auch auf eine Tragfläche steigen und den schönen Ausblick genießen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das vor allem bei Schulklassen beliebte "Sealife Center" (http://www.sealifeeurope.com/de/speyer/home.htm) im Hafengebiet.

[Bearbeiten]
Wirtschaft
Elektroindustrie
Flugzeugbau
Maschinenbau
Chemie
Isolierstoffe
Druckereien
Tourismus
Zahlreiche Verwaltungseinrichtungen, regional und überregional wichtige Behörden und Institutionen wie Landesrechnungshof, Landesbibliothek, Landesarchiv, evangelische Landeskirchenverwaltung, katholische Diözesanverwaltung, Landesversicherungsanstalt Rheinland Pfalz und die Landwirtschaftliche Sozialversicherung Rheinland Pfalz haben in Speyer ihren Sitz.

[Bearbeiten]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten]
Ehrenbürger
1832 - Joseph von Stichaner, Regierungspräsident
1837 - Carl Albert Leopold Freiherr von Stengel, Regierungspräsident der Pfalz
1841 - Carl Theodor Fürst von Wrede, Regierungspräsident der Pfalz
1842 - Georg von Jäger, Pädagoge
1853 - Johann von Schraudolph, Künstler
1853 - Joseph Schwarzmann, Künstler
1864 - Anton Nickel, Jurist
1871 - Sigmund Heinrich Freiherr von Pfeufer, Regierungspräsident der Pfalz
1871 - Jakob Freiherr von Hartmann, General
1895 - Otto von Bismarck, Reichskanzler
1895 - Heinrich Hilgard, Mäzen
1909 - Adolf Ritter von Neuffer, Regierungspräsident der Pfalz
1909 - Dr. Ludwig Freiherr von Welser, Regierungspräsident der Pfalz
1909 Dr.-Ing. Gabriel von Seidl, Architekt
1923 - Dr. William Scharsmith, amerikanischer Arzt
1933 - Adolf Hitler (aberkannt 1946)
1933 - Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall, Reichspräsident
1933 - Georg Ludwig Siebert (aberkannt 1946)
1947 - Prof. Dr. med. Friedrich Voelcker, Arzt
1950 - Hans Marsilius Purrmann, Künstler
2002 - Dr. Bernhard Vogel, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen
2003 - Luise Herklotz, Politikerin (SPD)
[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt
Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Speyer geborene, Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Speyer hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Viele sind nach ihrer Geburt oder später von Speyer weggezogen und sind andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

1808 - Georg Friedrich Kolb, Publizist und Politiker
1968 - Birgit Roth, Politikerin
Hans Purrmann ,Maler)

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 42,58 km²
Einwohner: 50.136 (31. Oktober 2003)
Bevölkerungsdichte: 1177 Einwohner je km²
Höhe: 110 m ü. NN
Postleitzahl: 67346
Postleitzahl (alt): 6720
Vorwahlen: 06232
Geografische Lage: 49°18'59'' N.B.
08°26'38'' Ö.L.
Kfz-Kennzeichen: SP
Gemeindeschlüssel: 07 3 18 000
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung: Stadtverwaltung Speyer
Maximilianstraße 100
67346 Speyer
Webseite: www.speyer.de
E-Mail-Adresse: poststelle@stadt-speyer.de (mailto:poststelle@stadt-speyer.de)
Politik
Oberbürgermeister: Werner Schineller (CDU)
Regierende Partei: CDU mit SWG



  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Lieber Morgoth!

Da du offensichtlich für Kirchen interessierst, möchte ich dir ein paar Bilder vom Stephansdom in Wien zeigen. (Meine Heimatstadt)



Hier noch einmal bei Nacht.




Der nicht fertiggestellte Nordturm:



Und der Südturm, der leider in letzter Zeit als Litfasssäule herhalten muss:



Das Innere:



Die Decke:




An der Mauer sieht man noch Überreste des Friedhofs.




Der Altar:


Und noch einmal näher:




Weitere Informationen: Die Internetpräsenz des Domes
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Wie ist deine Meinung zur barocken Innenausstattung einer gotischen Kathedrale wie dem Stephansdom?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Eigentlich ist es ein "Stilmix", da der Dom immer verbessert, erneuert und nach Kriegen wieder aufgebaut wurde. Er hat keinen einheitlichen Stil. Der Chor ist barock und sehr schön. Mehr kann ich darüber nicht sagen, geh einfach auf die oben verlinkte Website.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Krasses Auto :da:

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

taceo

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

gute nacht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Ich empfehle übrigens Maronen. Nahrhaft und lecker.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

"Die Edel-Kastanie (Castanea sativa Mill.), auch Ess-Kastanie, Essbare Kastanie oder Echte Kastanie genannt, ist eine Baumart in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Ursprünglich stammt die Edel-Kastanie aus Vorderasien, fand aber durch Kultivierung, die von den Römern begonnen wurde, besonders auch in Südeuropa (Italien, Spanien, Portugal, Frankreich) und Nordafrika Verbreitung.

Edel-Kastanien sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Bäume können bis zu 30 m hoch werden und bilden häufig eine weit ausladende Krone. Die 15 bis 30 cm langen Blätter sind lanzettlich geformt mit spitz gezähnten Rändern. Edel-Kastanien können ein Alter von über 1.000 Jahren erreichen.

Edel-Kastanien sind üppig blühende, einhäusige Pflanzen. Ihre getrenntgeschlechtlichen Blüten erscheinen im späten Frühjahr. Aus den unscheinbaren, kleinen weiblichen Blüten entwickeln sich die stacheligen Fruchtschalen, in deren Innerem die braunen Früchte heranreifen. Die nussartigen Früchte sind essbar und werden meist Maronen, Maroni oder Marroni genannt (von französisch: marron, griechisch: maraon). Erste Fruchterträge sind nach 20 Jahren zu erwarten. Die Erntezeit der Edel-Kastanien ist im September, Oktober und November.

Die Edel-Kastanie sollte nicht mit der Rosskastanie verwechselt werden, deren Früchte für den Menschen ungenießbar sind und sogar Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Trotz einigen ähnlichen Merkmalen sind Edel-Kastanie und Rosskastanie miteinander nicht näher verwandt. Eng verwandt ist sie hingegen mit Buche und Eichen, da alle drei zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) gehören.

Das Holz der Edel-Kastanie ist sehr wertvoll. Neben der Möbelproduktion wurde es auch bevorzugt zur Herstellung von Rebenpfählen sowie zur Produktion von Fässern und im Schiffsbau genutzt, da es weitgehend resistent gegen Nässe und Fäulnis ist."

Praktisch, wenn man mit dem Pfälzerwald Edelkastanienwälder quasi vor der Haustür hat.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Eine andere Frage: Ist es nicht schrecklich diese Werbe-Plakate auf auf das Wahrzeichen, nein das Herz meiner wunderschönen Stadt zu tackern? Das grenzt doch an Blasphemie! Als ich das gesehen habe, hätte ich fast einen Herzinfakt bekommen! Was meinst du dazu?


@stillwater: Stimmt. Krasses Auto. Aber das ist krasser:

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

stillwater

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Yousana-wo-bi-räbidäbi-dé ?

Fremde Sprachen sind schön, wenn man sie nicht versteht.

Ich habe einmal den großen J.V. Jensen gefragt, wie er es denn gemacht habe, um Asien uns so nahe zu bringen wie zum Beispiel in den "Exotischen Novellen" - und ob er lange Chinesisch gelernt habe... "Ich reise so gern in China", sagte Jensen, "weil da die Leute mit ihrer Sprache nicht stören! Ich verstehe kein Wort." Hat recht, der Mann.

Fremde Sprachen sind schön, wenn man sie nicht versteht. Ein Wirbel wilder Silben fliegt uns um den Kopf, und Gott allein, sowie der, der sie ausgesprochen hat, mögen im Augenblick wissen, was da los ist. Wie nervenberuhigend ist es, wenn man nicht weiß, was die Leute wollen! "Da möchte man weit kommen", hat der weiseste Mann dieses Jahrhunderts gesagt, "wenn man möcht zuhören, was der andere sagt!" Im fremden Land darf man zuhören, es kostet gar nichts - höflich geneigten Kopfes läßt man den Partner ausreden, wie selten ist das auf der Welt! Und wenn er sich ganz ausgegeben hat, dann sagst du, mit einer vagen Handbewegung: "Ich - leider - taubstumm und... kein Wort von dem, was Sie da erzählen...!" Das ist immer hübsch, es ist ausgezeichnet für die Gesundheit.

Nun ist das auf der ganzen Welt so, daß die Leute, wenn man sie nicht versteht, schön laut mit einem reden; sie glauben, durch ein Plus an vox humana die fehlenden Vokabelkenntnisse der andern Seite zu ersetzen... Und wenn du klug bist, läßt du ihn schreien.

Schön ist das, in einem fremden Land zu reisen, und auf fremdländisch grade "Bitte!", "Danke!" und "Einschreibepaket!" sagen zu können - gewöhnlich ist unser einziges Wort eines, das wir auf der ganzen Reise nicht verwenden. Das mit dem Lexikon und den Sprachführern habe ich längst aufgegeben. Sagt man nämlich solch einen Satz den fremden Männern, so ist es, wie wenn die mit einer Nadel angepiekt seien - der fremde Sprachquell sprudelt nur so aus ihnen heraus, und das steht dann wieder im Sprachführer nicht drin... Aber wie schön, wenn man nichts versteht!

Was mögen die Leute da alles sagen! Was können sie denn schon alles sagen?

Du hörst nicht, daß da zwei Männer sich eine sehr wichtige Sache wegen der Übernahme der Aktienmajorität des Streichholz-Trustes erzählen, und dann eine Wohnnungsschiebung, und dann einen unanständigen Witz (alt! alt!) - und dann Gutes über eine Frau, die sie beide nicht haben wollen, und dann Schlechtes über eine, die sie nicht bekommen konnten: das brauchst du alles nicht mitanzuhören. Der kleine Kellner auf dem Bahnhof ruft etwas aus, was wahrscheinlich nicht einmal die Einheimischen verstehen, und daß er mäßiges Obst verkaufen will, siehst du alleine. Sanfte Träumerei umspinnt dich - was mögen diese wirren, ineinandergekapselten, schnell herausgekollerten, halb herunterschluckten Laute nur alles bedeuten...! Andere Kehlköpfe müssen das sein - andere Nasen - andere Stimmbänder - es ist wie im Märchen und was du auf der Schule gelernt hast, hilft dir nicht, weil diese das offenbar nicht oder falsch gelernt haben; und ist es nicht schön, wie ein sanfter Trottel durch die Welt dahinzu...

"Na, erlauben Sie mal! Wenn ich auf Reisen bin, da will ich aber ganz genau wissen, was los ist; man muß als gebildeter Mensch doch wenigstens etwas verstehen!" Es ist so verschieden im menschlichen Leben...

Im Irrgarten der Sprache herumzutaumeln... das ist nicht eben vom Übel. "Schööör scheeh Ssä Reeh!" rufen die Franzosen; laß sie rufen. "Tuh hau wi paak" gurgeln die Engländer; laß sie gurgeln. Und ich frage mich nur, was mögen wohl die Ausländer in Deutschland hören, mit ihren Ohren, wenn unsere Bahnhofsportiers, Schutzleute, Hotelmenschen ihnen etwas Deutsches sagen...?

Es ist ein kleines bißchen unheimlich, mit Menschen zu sprechen, ohne mit ihnen zu sprechen. Da merkt man erst, was für ein eminent pazifistisches Ding die Sprache ist; wenn sie nicht funktioniert, dann wacht im Menschen der Urkerl auf, der Wilde, der da unten schlummert; eine leise Angstwolke zieht vorüber, Furcht und dann ein Hauch von Haß: was ist das überhaupt für einer? ein Fremder? Was will der hier? Und wenn er hier selbst was zu wollen hat: was kann ich an ihm verdienen? Und besonders auf den Straßen, vor den Leuten, die nicht gewerbsmäßig mit Fremden zu tun haben, fühlt man sich ein bißchen wie ein im Urwald auftauchender Wolf - huhu, Geheul unter den hohen Bäumen, der Wanderer faßt den Knüppel fester... und nur wenns gut geht, fuchteln sie dann mit den Händen.

Sonst aber ist es hübsch, durch eine Welt zu wandeln, die uns nicht versteht, eine, die wir nicht verstehen - eine deren Laute nur in der Form von: "Yousana-wo-bi-räbidäbi-dé" an unser Ohr dringen... Mißverständnisse sind nicht möglich, weil die gemeinsame Planke fehlt - es ist eine saubere, grundehrliche Situation. Denn wie sprechen Menschen mit Menschen?

Aneinander vorbei.

KT
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: stillwater]

Heute in Morgoths Priavatthread: Die rheinische Romanik.


St.Maria Kapitol in Köln aus dem 11.Jahrhundert



Die Abteikirche Maria Laach aus dem 12. und 13. Jahrhundert.



Der Mainzer Dom, 11. und 12. Jahrhundert mit barocken Anfügungen des 18. Jahrhunderts



Der Wormser Dom, 12. Jahrhundert



Der Speyerer Dom, 11. Jahrhundert, Westfassade Mitte des 19. Jahrhunderts

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Aus dem Kafka-Projekt im Priavatthread: Das erste Kapitel aus "Der Prozess":

"Erstes Kapitel
Verhaftung - Gespräch mit Frau Grubach - Dann Fräulein Bürstner

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Die Köchin der Frau Grubach, seiner Zimmervermieterin, die ihm jeden Tag gegen acht Uhr früh das Frühstück brachte, kam diesmal nicht. Das war noch niemals geschehen. K. wartete noch ein Weilchen, sah von seinem Kopfkissen aus die alte Frau, die ihm gegenüber wohnte und die ihn mit einer an ihr ganz ungewöhnlichen Neugierde beobachtete, dann aber, gleichzeitig befremdet und hungrig, läutete er. Sofort klopfte es und ein Mann, den er in dieser Wohnung noch niemals gesehen hatte, trat ein. Er war schlank und doch fest gebaut, er trug ein anliegendes schwarzes Kleid, das, ähnlich den Reiseanzügen, mit verschiedenen Falten, Taschen, Schnallen, Knöpfen und einem Gürtel versehen war und infolgedessen, ohne daß man sich darüber klar wurde, wozu es dienen sollte, besonders praktisch erschien. »Wer sind Sie?« fragte K. und saß gleich halb aufrecht im Bett. Der Mann aber ging über die Frage hinweg, als müsse man seine Erscheinung hinnehmen, und sagte bloß seinerseits: »Sie haben geläutet?« »Anna soll mir das Frühstück bringen«, sagte K. und versuchte, zunächst stillschweigend, durch Aufmerksamkeit und Überlegung festzustellen, wer der Mann eigentlich war. Aber dieser setzte sich nicht allzulange seinen Blicken aus, sondern wandte sich zur Tür, die er ein wenig öffnete, um jemandem, der offenbar knapp hinter der Tür stand, zu sagen: »Er will, daß Anna ihm das Frühstück bringt.« Ein kleines Gelächter im Nebenzimmer folgte, es war nach dem Klang nicht sicher, ob nicht mehrere Personen daran beteiligt waren. Obwohl der fremde Mann dadurch nichts erfahren haben konnte, was er nicht schon früher gewußt hätte, sagte er nun doch zu K. im Tone einer Meldung: »Es ist unmöglich.« »Das wäre neu«, sagte K., sprang aus dem Bett und zog rasch seine Hosen an. »Ich will doch sehen, was für Leute im Nebenzimmer sind und wie Frau Grubach diese Störung mir gegenüber verantworten wird.« Es fiel ihm zwar gleich ein, daß er das nicht hätte laut sagen müssen und daß er dadurch gewissermaßen ein Beaufsichtigungsrecht des Fremden anerkannte, aber es schien ihm jetzt nicht wichtig. Immerhin faßte es der Fremde so auf, denn er sagte: »Wollen Sie nicht lieber hierbleiben?« »Ich will weder hierbleiben, noch von Ihnen angesprochen werden, solange Sie sich mir nicht vorstellen.« »Es war gut gemeint«, sagte der Fremde und öffnete nun freiwillig die Tür. Im Nebenzimmer, in das K. langsamer eintrat, als er wollte, sah es auf den ersten Blick fast genau so aus wie am Abend vorher. Es war das Wohnzimmer der Frau Grubach, vielleicht war in diesem mit Möbeln, Decken, Porzellan und Photographien überfüllten Zimmer heute ein wenig mehr Raum als sonst, man erkannte das nicht gleich, um so weniger, als die Hauptveränderung in der Anwesenheit eines Mannes bestand, der beim offenen Fenster mit einem Buch saß, von dem er jetzt aufblickte. »Sie hätten in Ihrem Zimmer bleiben sollen! Hat es Ihnen denn Franz nicht gesagt?« »Ja, was wollen Sie denn?« sagte K. und sah von der neuen Bekanntschaft zu dem mit Franz Benannten, der in der Tür stehengeblieben war, und dann wieder zurück. Durch das offene Fenster erblickte man wieder die alte Frau, die mit wahrhaft greisenhafter Neugierde zu dem jetzt gegenüberliegenden Fenster getreten war, um auch weiterhin alles zu sehen. »Ich will doch Frau Grubach -«, sagte K., machte eine Bewegung, als reiße er sich von den zwei Männern los, die aber weit von ihm entfernt standen, und wollte weitergehen. »Nein«, sagte der Mann beim Fenster, warf das Buch auf ein Tischchen und stand auf. »Sie dürfen nicht weggehen, Sie sind ja verhaftet.« »Es sieht so aus«, sagte K. »Und warum denn?« fragte er dann. »Wir sind nicht dazu bestellt, Ihnen das zu sagen. Gehen Sie in Ihr Zimmer und warten Sie. Das Verfahren ist nun einmal eingeleitet, und Sie werden alles zur richtigen Zeit erfahren. Ich gehe über meinen Auftrag hinaus, wenn ich Ihnen so freundschaftlich zurede. Aber ich hoffe, es hört es niemand sonst als Franz, und der ist selbst gegen alle Vorschrift freundlich zu Ihnen. Wenn Sie auch weiterhin so viel Glück haben wie bei der Bestimmung Ihrer Wächter, dann können Sie zuversichtlich sein.« K. wollte sich setzen, aber nun sah er, daß im ganzen Zimmer keine Sitzgelegenheit war, außer dem Sessel beim Fenster. »Sie werden noch einsehen, wie wahr das alles ist«, sagte Franz und ging gleichzeitig mit dem andern Mann auf ihn zu. Besonders der letztere überragte K. bedeutend und klopfte ihm öfters auf die Schulter. Beide prüften K.s Nachthemd und sagten, daß er jetzt ein viel schlechteres Hemd werde anziehen müssen, daß sie aber dieses Hemd wie auch seine übrige Wäsche aufbewahren und, wenn seine Sache günstig ausfallen sollte, ihm wieder zurückgeben würden. »Es ist besser, Sie geben die Sachen uns als ins Depot«, sagten sie, »denn im Depot kommen öfters Unterschleife vor und außerdem verkauft man dort alle Sachen nach einer gewissen Zeit, ohne Rücksicht, ob das betreffende Verfahren zu Ende ist oder nicht. Und wie lange dauern doch derartige Prozesse, besonders in letzter Zeit! Sie bekämen dann schließlich allerdings vom Depot den Erlös, aber dieser Erlös ist erstens an sich schon gering, denn beim Verkauf entscheidet nicht die Höhe des Angebotes, sondern die Höhe der Bestechung, und weiter verringern sich solche Erlöse erfahrungsgemäß, wenn sie von Hand zu Hand und von Jahr zu Jahr weitergegeben werden.« K. achtete auf diese Reden kaum, das Verfügungsrecht über seine Sachen, das er vielleicht noch besaß, schätzte er nicht hoch ein, viel wichtiger war es ihm, Klarheit über seine Lage zu bekommen; in Gegenwart dieser Leute konnte er aber nicht einmal nachdenken, immer wieder stieß der Bauch des zweiten Wächters - es konnten ja nur Wächter sein - förmlich freundschaftlich an ihn, sah er aber auf, dann erblickte er ein zu diesem dicken Körper gar nicht passendes trockenes, knochiges Gesicht mit starker, seitlich gedrehter Nase, das sich über ihn hinweg mit dem anderen Wächter verständigte. Was waren denn das für Menschen? Wovon sprachen sie? Welcher Behörde gehörten sie an? K. lebte doch in einem Rechtsstaat, überall herrschte Friede, alle Gesetze bestanden aufrecht, wer wagte, ihn in seiner Wohnung zu überfallen? Er neigte stets dazu, alles möglichst leicht zu nehmen, das Schlimmste erst beim Eintritt des Schlimmsten zu glauben, keine Vorsorge für die Zukunft zu treffen, selbst wenn alles drohte. Hier schien ihm das aber nicht richtig, man konnte zwar das Ganze als Spaß ansehen, als einen groben Spaß, den ihm aus unbekannten Gründen, vielleicht weil heute sein dreißigster Geburtstag war, die Kollegen in der Bank veranstaltet hatten, es war natürlich möglich, vielleicht brauchte er nur auf irgendeine Weise den Wächtern ins Gesicht zu lachen, und sie würden mitlachen, vielleicht waren es Dienstmänner von der Straßenecke, sie sahen ihnen nicht unähnlich - trotzdem war er diesmal, förmlich schon seit dem ersten Anblick des Wächters Franz, entschlossen, nicht den geringsten Vorteil, den er vielleicht gegenüber diesen Leuten besaß, aus der Hand zu geben. Darin, daß man später sagen würde, er habe keinen Spaß verstanden, sah K. eine ganz geringe Gefahr, wohl aber erinnerte er sich - ohne daß es sonst seine Gewohnheit gewesen wäre, aus Erfahrungen zu lernen - an einige, an sich unbedeutende Fälle, in denen er zum Unterschied von seinen Freunden mit Bewußtsein, ohne das geringste Gefühl für die möglichen Folgen, sich unvorsichtig benommen hatte und dafür durch das Ergebnis gestraft worden war. Es sollte nicht wieder geschehen, zumindest nicht diesmal; war es eine Komödie, so wollte er mitspielen.

Noch war er frei. »Erlauben Sie«, sagte er und ging eilig zwischen den Wächtern durch in sein Zimmer. »Er scheint vernünftig zu sein«, hörte er hinter sich sagen. In seinem Zimmer riß er gleich die Schubladen des Schreibtischs auf, es lag dort alles in großer Ordnung, aber gerade die Legitimationspapiere, die er suchte, konnte er in der Aufregung nicht gleich finden. Schließlich fand er seine Radfahrlegitimation und wollte schon mit ihr zu den Wächtern gehen, dann aber schien ihm das Papier zu geringfügig und er suchte weiter, bis er den Geburtsschein fand. Als er wieder in das Nebenzimmer zurückkam, öffnete sich gerade die gegenüberliegende Tür und Frau Grubach wollte dort eintreten. Man sah sie nur einen Augenblick, denn kaum hatte sie K. erkannt, als sie offenbar verlegen wurde, um Verzeihung bat, verschwand und äußerst vorsichtig die Tür schloß. »Kommen Sie doch herein«, hatte K. gerade noch sagen können. Nun aber stand er mit seinen Papieren in der Mitte des Zimmers, sah noch auf die Tür hin, die sich nicht wieder öffnete, und wurde erst durch einen Anruf der Wächter aufgeschreckt, die bei dem Tischchen am offenen Fenster saßen und, wie K. jetzt erkannte, sein Frühstück verzehrten. »Warum ist sie nicht eingetreten?« fragte er. »Sie darf nicht«, sagte der große Wächter. »Sie sind doch verhaftet.« »Wie kann ich denn verhaftet sein? Und gar auf diese Weise?« »Nun fangen Sie also wieder an«, sagte der Wächter und tauchte ein Butterbrot ins Honigfäßchen. »Solche Fragen beantworten wir nicht.« »Sie werden sie beantworten müssen«, sagte K. »Hier sind meine Legitimationspapiere, zeigen Sie mir jetzt die Ihrigen und vor allem den Verhaftbefehl.« »Du lieber Himmel!« sagte der Wächter. »Daß Sie sich in Ihre Lage nicht fügen können und daß Sie es darauf angelegt zu haben scheinen, uns, die wir Ihnen jetzt wahrscheinlich von allen Ihren Mitmenschen am nächsten stehen, nutzlos zu reizen!« »Es ist so, glauben Sie es doch«, sagte Franz, führte die Kaffeetasse, die er in der Hand hielt, nicht zum Mund, sondern sah K. mit einem langen, wahrscheinlich bedeutungsvollen, aber unverständlichen Blick an. K. ließ sich, ohne es zu wollen, in ein Zwiegespräch der Blicke mit Franz ein, schlug dann aber doch auf seine Papiere und sagte: »Hier sind meine Legitimationspapiere.« »Was kümmern uns denn die?« rief nun schon der große Wächter. »Sie führen sich ärger auf als ein Kind. Was wollen Sie denn? Wollen Sie Ihren großen, verfluchten Prozeß dadurch zu einem raschen Ende bringen, daß Sie mit uns, den Wächtern, über Legitimation und Verhaftbefehl diskutieren? Wir sind niedrige Angestellte, die sich in einem Legitimationspapier kaum auskennen und die mit Ihrer Sache nichts anderes zu tun haben, als daß sie zehn Stunden täglich bei Ihnen Wache halten und dafür bezahlt werden. Das ist alles, was wir sind, trotzdem aber sind wir fähig, einzusehen, daß die hohen Behörden, in deren Dienst wir stehen, ehe sie eine solche Verhaftung verfügen, sich sehr genau über die Gründe der Verhaftung und die Person des Verhafteten unterrichten. Es gibt darin keinen Irrtum. Unsere Behörde, soweit ich sie kenne, und ich kenne nur die niedrigsten Grade, sucht doch nicht etwa die Schuld in der Bevölkerung, sondern wird, wie es im Gesetz heißt, von der Schuld angezogen und muß uns Wächter ausschicken. Das ist Gesetz. Wo gäbe es da einen Irrtum?« »Dieses Gesetz kenne ich nicht«, sagte K. »Desto schlimmer für Sie«, sagte der Wächter. »Es besteht wohl auch nur in Ihren Köpfen«, sagte K., er wollte sich irgendwie in die Gedanken der Wächter einschleichen, sie zu seinen Gunsten wenden oder sich dort einbürgern. Aber der Wächter sagte nur abweisend: »Sie werden es zu fühlen bekommen.« Franz mischte sich ein und sagte: »Sieh, Willem, er gibt zu, er kenne das Gesetz nicht, und behauptet gleichzeitig, schuldlos zu sein.« »Du hast ganz recht, aber ihm kann man nichts begreiflich machen«, sagte der andere. K. antwortete nichts mehr; muß ich, dachte er, durch das Geschwätz dieser niedrigsten Organe - sie geben selbst zu, es zu sein - mich noch mehr verwirren lassen? Sie reden doch jedenfalls von Dingen, die sie gar nicht verstehen. Ihre Sicherheit ist nur durch ihre Dummheit möglich. Ein paar Worte, die ich mit einem mir ebenbürtigen Menschen sprechen werde, werden alles unvergleichlich klarer machen als die längsten Reden mit diesen. Er ging einige Male in dem freien Raum des Zimmers auf und ab, drüben sah er die alte Frau, die einen noch viel älteren Greis zum Fenster gezerrt hatte, den sie umschlungen hielt. K. mußte dieser Schaustellung ein Ende machen: »Führen Sie mich zu Ihrem Vorgesetzten«, sagte er. »Wenn er es wünscht; nicht früher«, sagte der Wächter, der Willem genannt worden war. »Und nun rate ich Ihnen«, fügte er hinzu, »in Ihr Zimmer zu gehen, sich ruhig zu verhalten und darauf zu warten, was über Sie verfügt werden wird. Wir raten Ihnen, zerstreuen Sie sich nicht durch nutzlose Gedanken, sondern sammeln Sie sich, es werden große Anforderungen an Sie gestellt werden. Sie haben uns nicht so behandelt, wie es unser Entgegenkommen verdient hätte, Sie haben vergessen, daß wir, mögen wir auch sein was immer, zumindest jetzt Ihnen gegenüber freie Männer sind, das ist kein kleines Übergewicht. Trotzdem sind wir bereit, falls Sie Geld haben, Ihnen ein kleines Frühstück aus dem Kaffeehaus drüben zu bringen.«

Ohne auf dieses Angebot zu antworten, stand K. ein Weilchen lang still. Vielleicht würden ihn die beiden, wenn er die Tür des folgenden Zimmers oder gar die Tür des Vorzimmers öffnete, gar nicht zu hindern wagen, vielleicht wäre es die einfachste Lösung des Ganzen, daß er es auf die Spitze trieb. Aber vielleicht würden sie ihn doch packen und, war er einmal niedergeworfen, so war auch alle Überlegenheit verloren, die er jetzt ihnen gegenüber in gewisser Hinsicht doch wahrte. Deshalb zog er die Sicherheit der Lösung vor, wie sie der natürliche Verlauf bringen mußte, und ging in sein Zimmer zurück, ohne daß von seiner Seite oder von Seite der Wächter ein weiteres Wort gefallen wäre.

Er warf sich auf sein Bett und nahm vom Waschtisch einen schönen Apfel, den er sich gestern abend für das Frühstück vorbereitet hatte. Jetzt war er sein einziges Frühstück und jedenfalls, wie er sich beim ersten großen Bissen versicherte, viel besser, als das Frühstück aus dem schmutzigen Nachtcafé gewesen wäre, das er durch die Gnade der Wächter hätte bekommen können. Er fühlte sich wohl und zuversichtlich, in der Bank versäumte er zwar heute vormittag seinen Dienst, aber das war bei der verhältnismäßig hohen Stellung, die er dort einnahm, leicht entschuldigt. Sollte er die wirkliche Entschuldigung anführen? Er gedachte es zu tun, Würde man ihm nicht glauben, was in diesem Fall begreiflich war, so konnte er Frau Grubach als Zeugin führen oder auch die beiden Alten von drüben, die wohl jetzt auf dem Marsch zum gegenüberliegenden Fenster waren. Es wunderte K., wenigstens aus dem Gedankengang der Wächter wunderte es ihn, daß sie ihn in das Zimmer getrieben und ihn hier allein gelassen hatten, wo er doch zehnfache Möglichkeit hatte, sich umzubringen. Gleichzeitig allerdings fragte er sich, diesmal aus seinem Gedankengang, was für einen Grund er haben könnte, es zu tun. Etwa weil die zwei nebenan saßen und sein Frühstück abgefangen hatten? Es wäre so sinnlos gewesen, sich umzubringen, daß er, selbst wenn er es hätte tun wollen, infolge der Sinnlosigkeit dazu nicht imstande gewesen wäre. Wäre die geistige Beschränktheit der Wächter nicht so auffallend gewesen, so hätte man annehmen können, daß auch sie, infolge der gleichen Überzeugung, keine Gefahr darin gesehen hätten, ihn allein zu lassen. Sie mochten jetzt, wenn sie wollten, zusehen, wie er zu einem Wandschränkchen ging, in dem er einen guten Schnaps aufbewahrte, wie er ein Gläschen zuerst zum Ersatz des Frühstücks leerte und wie er ein zweites Gläschen dazu bestimmte, sich Mut zu machen, das letztere nur aus Vorsicht für den unwahrscheinlichen Fall, daß es nötig sein sollte."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

NEUE REIHE: Morgoth stellt das Sonnensystem vor.

MERKUR

Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems. Er wird zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten gerechnet.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Aufbau

1.1 Oberfläche
1.2 Innerer Aufbau: Kern, Mantel und Kruste
1.3 Umlaufbahn und Rotation


2 Erforschung

3 Beobachtbarkeit

4 Kulturgeschichte

5 Siehe auch

6 Weblinks

6.1 Videos


[Bearbeiten]
Aufbau
[Bearbeiten]
Oberfläche
Bis heute sind lediglich etwa 40 % der Oberfläche des Merkur kartiert, da bislang erst eine Raumsonde, Mariner 10, den Planeten besucht hat. Die mondähnliche, von Kratern durchsetzte Oberfläche aus rauem, porösem, dunklem Gestein reflektiert das Sonnenlicht nur schwach. Die Kraterdichte - ein Maß für das Alter der Oberfläche - spricht für eine sehr alte, das heißt seit der Entstehung des Planeten vor etwa 4,5 Milliarden Jahren wenig veränderte Oberfläche. Es gibt keine Anzeichen für Plattentektonik, aktiven Vulkanismus oder andere heute noch andauernde endogene Prozesse auf der bekannten Oberfläche.
Das Calorisbecken, ein riesiger Einschlagskrater mit etwa 1350 km Durchmesser, ist vermutlich von einem Objekt mit über 100 km Durchmesser erzeugt worden. Im Gegensatz zum Erdmond sind nur wenige bzw. recht kleine Becken auszumachen. Einige Formationen findet man jedoch ausschließlich auf der Merkuroberfläche:

Die Rupes sind mehrere hundert Kilometer lange und teilweise bis zu 3 km hohe Böschungen. Sie sind vermutlich durch eine Kontraktion des gesamten Planeten um ca. 8 km entstanden. Die Kontraktion war eine Folge der Abkühlung des Planeten.
Die Lineamente sind gradlinig verlaufende Böschungen, die an Verwerfungen erinnern.
Einige hügelige Gebiete werden von geraden Furchen durchschnitten, die vermutlich durch Schockwellen entstanden sind.
Jüngste Radaruntersuchungen lassen die Möglichkeit zu, dass kleine Mengen von Wassereis am Nordpol des Merkur existieren könnten. Da die Rotationsachse des Merkur senkrecht auf der Bahnebene steht, liegt das Innere einiger Krater an den Polen immer im Schatten. Dort könnten dauerhaft Temperaturen von -160°C herrschen. Wasser, das durch Kometeneinschläge dort hin gelangt wäre, könnte sich dauerhaft als Eis halten.

Die extrem dünne Atmosphäre des Merkur führt zu extremen Temperaturschwankungen zwischen der Tag- und Nachtseite. Die Oberflächentemperatur liegt auf der Sonnenseite bei rund 430°C und auf der Schattenseite bei etwa -180°C.

[Bearbeiten]
Innerer Aufbau: Kern, Mantel und Kruste
Merkur gehört zu den terrestrischen Planeten, wie auch Erde, Venus, Mars sowie die größeren Monde des Sonnensystems ( Erdmond, die galileischen Monde des Jupiter und die größeren Saturnmonde.

Das Innere des Merkur wird von einem Eisenkern beherrscht, der mit einem Durchmesser von etwa 1900 km für die relativ hohe Dichte des Planeten verantwortlich ist. Darüber befindet sich ein lediglich 500 bis 600 km dicker Mantel sowie eine dünne (einige 10 km) Kruste aus Silikatgestein.

Das von der Sonde Mariner 10 entdeckte Magnetfeld hat eine Stärke von etwa 1% der Erdfeldstärke. Dies ist ein eindeutiger Hinweis auf die Existenz eines noch nicht erkalteten Kerns des Merkur.

Merkur ist der zweitkleinste Planet unseres Sonnensystems. Sein Durchmesser beträgt nur rund 40% des Erddurchmessers und er ist sogar noch kleiner als der Jupitermond Ganymed und der Saturnmond Titan. Nur der äußerste Planet Pluto ist noch kleiner.

[Bearbeiten]
Umlaufbahn und Rotation
Die Umlaufbahn des Merkur ist stark ellipitisch. Die langsame Präzession seiner Umlaufbahn konnte nicht völlig mit der klassischen Mechanik von Isaac Newton erklärt werden.
Wie bereits Le Verrier, damaliger Direktor des Pariser Observatoriums, bemerkte, beträgt sie für Merkur 5,74 Bogensekunden pro Jahr. Laut der Newton'schen Mechanik wären das aber 0,43 Bogensekunden pro Jahr zu viel.
Darum vermutete man einen weiteren Planeten auf einer noch engeren Umlaufbahn um die Sonne, der für diese Störungen verantwortlich sein sollte. Erst Albert Einsteins Relativitätstheorie brachte die Erklärung für die kleinen Unterschiede zwischen Theorie und Beobachtung.

Radarbeobachtungen zeigten 1975, dass der Planet nicht wie ursprünglich angenommen, eine gebundene Rotation besitzt, d.h. der Sonne immer die selbe Seite zuwendet (so, wie der Erdmond uns auf der Erde immer die selbe Seite zeigt). Tatsächlich dreht er sich aber während zweier Umläufe dreimal um seine eigene Achse. Seine Rotationsdauer beträgt zwar 58,646 Tage, aufgrund der Bewegung um die Sonne beträgt der Abstand zwischen zwei Sonnenaufgängen an einem beliebigen Punkt auf dem Planeten ca. 176 Tage.

Für die Kartierung wurde ein Koordinatensystem ähnlich dem der Erde gewählt. Der Nullmeridian wird durch den Punkt definiert, der am ersten Merkurperihel nach dem 1. Januar 1950 die Sonne im Zenit hatte.

[Bearbeiten]
Erforschung
Merkur ist mindestens seit der Zeit der Sumerer (3. Jahrtausend v. Chr.) bekannt. Die Griechen der Antike gaben ihm zwei Namen, Apollo, wenn er am Morgenhimmel sichtbar war und Hermes, wenn er am Abendhimmel sichtbar war. Die griechischen Astronomen wussten allerdings, dass es sich um den selben Himmelkörper handelte. Heraklit glaubte sogar, dass Merkur und Venus die Sonne und nicht die Erde umkreisen. Die Römer benannten ihn wegen seiner schnellen Bewegung am Himmel nach dem geflügelten Götterboten Merkur.

Der Merkur gehört zu den am wenigsten erforschten Planeten im Sonnensystem. Er wurde nur von einer einzigen Raumsonde, Mariner 10, besucht, die von 1974 bis 1975 dreimal an ihm vorbei flog. Nur 45% seiner Oberfläche sind kartiert und seine Beobachtungsbedingungen sind zu ungünstig, um ihn mit Teleskopen weiter zu kartieren.

Eine weitere Raumsonde der NASA, MESSENGER, startete am 3. August 2004 und soll den Merkur 2011 erreichen, um ihn erstmals vollständig zu kartografieren. Auch die europäische Raumfahrtorganisation ESA möchte sich ab dem Jahr 2010 mit der Sonde Bepi Colombo an der Erforschung des sonnennächsten Planeten beteiligen.

[Bearbeiten]
Beobachtbarkeit
Da Merkur als innerster Planet sich nur bis zu einem Winkel von maximal 28 Grad von der Sonne entfernen kann, ist er schwierig zu beobachten. Er kann in der Abend- oder Morgendämmerung als orangefarbener Stern 1. bis -1. Größe in der Nähe des Horizonts mit bloßem Auge wahrgenommen werden.
Durch die Horizontnähe wird die Bebachtung des Merkur mit Teleskopen sehr erschwert, da sein Licht eine größere Strecke durch die Erdatmosphäre zurücklegen muss und durch Turbulenzen und Lichtbrechung und Absorption gestört wird. Der Planet erscheint meist als verwaschenes, halbmondförmiges Scheibchen im Teleskop. Auch mit leistungsfähigen Teleskopen sind kaum markante Merkmale auf seiner Oberfläche auszumachen.
Da die Merkurbahn stark elliptisch ist, schwanken die Werte seiner größten Elongation zwischen 18 und 28 Grad.
Bei der Beobachtung des Merkur sind - bei gleicher geographischer nördlicher oder südlicher Breite - die Beobachter der Nordhalbkugel im Nachteil, denn die Merkurelongationen mit den größten Werten finden zu Zeiten statt, bei denen für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel die Ekliptik flach über dem Horizont verläuft und Merkur in der hellen Dämmerung auf- oder untergeht. In den Breiten Mitteleuropas ist er dann mit bloßem Auge nicht zu sehen.
In großer Höhe über dem Horizont kann Merkur mit bloßem Auge nur während einer totalen Sonnenfinsternis gesehen werden.
Aufgrund der Bahneigenschaften von Merkur und Erde wiederholen sich alle 13 Jahre ähnliche Merkursichtbarkeiten.

[Bearbeiten]
Kulturgeschichte
Im antiken Griechenland bezog man den Planeten auf den Gott Hermes. In der Astrologie ist der Merkur unter anderem eine Allegorie für den Austausch und die Kommunikation


VENUS

Die Venus ist der zweite Planet des Sonnensystems. Nach dem Mond ist sie das hellste Objekt am Nachthimmel. Da sie morgens und abends am besten sichtbar ist, wird die Venus auch Morgenstern bzw. Abendstern genannt. Sie wird zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten gerechnet. Zeichen: ♀

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Atmosphäre

2 Aufbau

3 Monde

4 Erforschung

5 Beobachtung

6 Venusdurchgang

7 Kulturgeschichte

8 Weblinks

[Bearbeiten]
Atmosphäre
Die Venus hat eine dichte Atmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid und zu einem kleineren Anteil aus Stickstoff besteht. Auf der Oberfläche ist der Luftdruck ungefähr neunzigmal so groß wie auf der Erde, und die Temperatur beträgt mehr als 450 ºC. Sie liegt damit über der Oberflächentemperatur des sonnennächsten Planeten Merkur. Trotz der extrem langsamen Rotation gibt es keine größeren Temperaturunterschiede zwischen der Tag- und der Nachtseite. Der hohe Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre verursacht einen starken Treibhauseffekt, der verantwortlich für die lebensfeindlichen Bedingungen ist.

In Höhe der Wolken herrschen Windgeschwindigkeiten von 350 km/h, doch an der Oberfläche sind die Winde relativ schwach. Wegen des hohen Luftdrucks (richtigerweise "Gasdrucks", da die Atmosphäre nicht Luft im herkömmlichen Sinne ist) sind aber selbst solch schwache Winde in der Lage, eine erhebliche Kraft auf Objekte auszuüben.

Die Wolken bestehen aus Schwefeldioxid und Schwefelsäure und bedecken den Planeten lückenlos, so dass aus dem All keine Oberflächendetails sichtbar sind. Temperaturen am oberen Ende der Wolkenschicht betragen etwa -45 °C.

[Bearbeiten]
Aufbau
Auf der Venusoberfläche befinden sich zwei kontinentartige Strukturen, die sich über die riesigen Ebenen der übrigen Venus erheben. Der nördliche Kontinent heißt Ishtar Terra und entspricht in der Größe in etwa Australien. Hier befinden sich die Maxwell Montes, die mit einer Gipfelhöhe von bis etwa 10800 m über dem Durchschnittsniveau die höchste Erhebung der Venus sind. Der südliche Kontinent, Aphrodite Terra, ist etwa so groß wie Südamerika. Alle Oberflächenstrukturen der Venus sind nach Frauen benannt, mit Ausnahme von Alpha Regio und Beta Regio - den zuerst entdeckten Formationen - sowie der Maxwell Montes.

Die Anzahl der Krater auf der Venus beträgt gerade einmal 963 Exemplare. Sie sind dafür erstaunlich gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt. Da die dichte Atmosphäre nur große Meteoriten durchlässt, gibt es keine Kraterdurchmesser unter 1,5 km, sondern an Stelle dessen nur so etwas wie "Schmauchspuren". Der größte Venuskrater Mead hat einen Durchmesser von etwa 280 km. Auf einigen der Venusgebirge wurden auf Radarbildern "Schneekappen" festgestellt, die bei den dort herrschenden Temperaturen nicht aus Wassereis bestehen können. Neueste Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass diese Kappen aus Niederschlägen unterschiedlicher Bleisalze bestehen.

Etwa 90 % der Venusoberfläche bestehen aus Lava, was den Schluss zulässt, dass sie vor nicht zu ferner Zeit eine massive Umstrukturierung erfahren hat. Nach neuen Erkenntnissen sind bestimmte Regionen der Venus noch immer vulkanisch aktiv. Das Innere der Venus gleicht wahrscheinlich dem der Erde.

Die Venus rotiert im Gegensatz zu allen anderen Planeten in Ost-West-Richtung, d.h., auf ihr geht die Sonne im Westen auf. Es ist nicht bekannt, weshalb sich die Venus in dieser Hinsicht so einmalig verhält. Einer Theorie zufolge könnte die umgekehrte Rotation das Resultat einer Kollision mit einem großen Asteroiden sein.

[Bearbeiten]
Monde
Die Venus hat keine Monde. Trotzdem behauptete der italienische Astronom Giovanni Domenico Cassini im Jahr 1672, einen solchen entdeckt zu haben und nannte ihn Neith. Bis 1892 war der Glaube an einen Venusmond verbreitet, bevor sich herausstellte, dass anscheinend Sterne irrtümlich für einen Mond gehalten worden waren.

Gegenwärtig existiert noch eine Hypothese, nach der es sich bei dem sehr erdmondähnlichen Merkur um einen entwichenen Trabanten der Venus handelt. Damit kann unter anderem erklärt werden, warum die beiden inneren Planeten als einzige keinen Begleiter haben.

[Bearbeiten]
Erforschung
Aufgrund der dichten, geschlossenen Wolkendecke war eine Erforschung der Oberfläche des Planeten erst durch radioastronomische Verfahren und die Venus-Sonden möglich. Seit 1961 wird die Venus mittels unbemannter Sonden erforscht. Nach anfänglichen Rückschlägen verliefen die späteren Missionen der Sowjetunion und der USA sehr erfolgreich, darunter Cassini, Galileo, Magellan, Mariner, Pioneer-Venus, VeGa und Venera. Die nächste geplante Mission ist die Raumsonde Venus Express der ESA.

[Bearbeiten]
Beobachtung
Weil Venus ein innerer Planet ist, kann sie von der Erde aus gesehen, nie der Sonne gegenüberstehen (Opposition).

Stattdessen gibt es eine untere Konjunktion (Venus zwischen Sonne und Erde) und eine obere Konjunktion (Sonne zwischen Venus und Erde).

Von der Erde aus gesehen ist die Venus immer in der Nähe der Sonne zu finden.
Steht die Venus östlich der Sonne, kann sie als Abendstern am Westhimmel beobachtet werden, steht sie westlich, kann sie als Morgenstern am Osthimmel gesehen werden. Hierbei sind Sichtbarkeitszeiten von bis zu 4,5 Stunden (vom Venusaufgang bis zum Sonnenaufgang bzw. vom Sonnenuntergang bis zum Venusuntergang) möglich.
Wegen ihrer großen Helligkeit und ihres größeren maximalen Winkelabstandes ist Venus viel leichter zu beobachten als Merkur. Bei klarem Wetter kann sie zur Zeit der größten Elongation unter Umständen sogar am Tag mit freiem Auge gesehen werden. Zieht sie während der unteren Konjunktion in großem nördlichen oder südlichen Abstand an der Sonne vorbei, so kann Venus für einige Tage (bei Vorbeizug nördlich der Sonne auf der Nordhalbkugel und bei Vorbeizug südlich der Sonne auf der Südhalbkugel) sowohl am Abend- als auch am Morgenhimmel gesehen werden.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften zeigt Venus im Teleskop je nach Position unterschiedliche Phasen (wie der Erdmond). Vor und nach einer unteren Konjunktion erscheint sie als kleines, fast rundes Scheibchen mit einem Durchmesser von etwa 10 Bogensekunden. Mit zunehmendem Winkelabstand von der Sonne wird der Planet im Telskop größer und nimmt die Form einer Sichel an. Während die Venus der unteren Konjunktion zustrebt, wird der Winkelabstand zur Sonne wieder kleiner, die Sichel wird schmaler und der der Planet erreicht im Teleskop seinen größten Durchmesser von fast 60 Bogensekunden.
Aufgrund der dichten Atmosphäre sind allerdings keine Einzelheiten zu erkennen.

Die maximale Winkelentfernung (Elongation) von Sonne und Venus beträgt 48 Grad. Aufgrund der Bahneigenschaften von Venus und Erde wiederholen sich alle 8 Jahre ähnliche Sichtbarkeiten der Venus.

[Bearbeiten]
Venusdurchgang
Trifft die untere Konjunktion mit dem Knotenpunkt der Venusbahn (Schnittpunkt mit der Ekliptik) zusammen, steht die Venus genau vor der Sonnenscheibe, und es kommt zu einem Venusdurchgang (Venustransit). Der letzte Venusdurchgang ereignete sich am 8. Juni 2004, zwischen ca. 07.15 und 13.23 Uhr MESZ und konnte von ganz Europa aus beobachtet werden. Weitere Daten von Venusdurchgängen (gregorianischer Kalender):

5. Juni 1518
2. Juni 1526
7. Dezember 1631 (von Johannes Kepler vorausberechnet, in Europa nicht sichtbar)
4. Dezember 1639 (von Jeremiah Horrocks berechnet und beobachtet)
6. Juni 1761 (weltweit koordinierte Beobachtungsexpeditionen)
3. Juni 1769
9. Dezember 1874
6. Dezember 1882
8. Juni 2004
6. Juni 2012 (in Mitteleuropa ist nur das Ende sichtbar)
11. Dezember 2117
8. Dezember 2125
11. Juni 2247
9. Juni 2255
Venusdurchgänge finden immer abwechselnd im Juni oder im Dezember statt, weil zu diesen Daten die Erde die Knoten der Venusbahn passiert. Der Zyklus der Venusdurchgänge beträgt 243 Jahre, dabei finden vier Durchgänge mit den Abständen 8, 121.5, 8 und 105.5 Jahren statt. Durch Beobachtung eines Venustransits von verschiedenen Positionen auf der Erde kann man die Entfernung Erde-Sonne (die Astronomische Einheit) ableiten.

[Bearbeiten]
Kulturgeschichte
Im antiken Griechenland bezog man diesen Planeten auf die Göttin Aphrodite. In der Astrologie ist die Venus unter anderem das Symbol des Bindungsvermögens.

Im antiken China ordnete man gemäß der Fünf-Elemente-Lehre den Planeten Venus der Wandlungsphase Metall zu. Daher heißt die Venus im Chinesischen und Japanischen Metall-Stern (金星 chin. jīnxīng, jap. kinsei).

ERDE

Die Erde (von indogermanisch er[t]) ist der dritte Planet unseres Sonnensystems. Sie ist ca. 4,55 Milliarden Jahre alt und ist der einzige bekannte belebte Ort (Planetenzeichen: ♁).

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Entstehung und Aufbau der Erde

2 Atmosphäre

3 Globaler Energiehaushalt

4 Herkunft des irdischen Wassers

5 Mond

5.1 Gezeiten


6 Leben

7 Weblinks

[Bearbeiten]
Entstehung und Aufbau der Erde
Hauptartikel: Innerer Aufbau der Erde


Aufbau der Erde (Schalen)Die Erde entstand vor ca. 4,6 Milliarden Jahren. Man geht heute allgemein davon aus, dass die Erde während der ersten 100 Millionen Jahre ihrer Entstehung einem intensiven Bombardement von Meteoriten ausgesetzt war. Im Gegensatz zum Mond sind die Spuren dieser Einschläge auf der Erde aber durch spätere geologische Prozesse wieder vernichtet worden und nicht erhalten. Durch die kinetische Energie der Impakte, zusammen mit Wärme, die aus radioaktivem Zerfall stammte, erhitzte sich die junge Erde, bis sie vollkommen aufgeschmolzen war. In der Folge kam es zur gravitationalen Differenzierung von Erdkern und Erdmantel. Die schwersten Elemente, vor allem Eisen, sanken dabei zum Erdmittelpunkt, während leichte Elemente, vor allem Sauerstoff, Silizium und Aluminium nach oben stiegen. Aus diesen Elementen bildeten sich hauptsächlich silikatische Minerale, die heute die Gesteine der festen Erdkruste bilden.

Die Erde ist annähernd eine Kugel. Durch die Fliehkräfte ihrer Rotation ist sie an den Polen geringfügig abgeplattet, so dass der Umfang, der am Äquator 40.076,592 km und über die Pole 40.009,153 km beträgt, und der Durchmesser des Planeten um 0,27% variieren und ein Ellipsoid bilden. Der Meeresspiegel (das Geoid) weicht davon nochmals um ± 100 m ab. Die Unterschiede im Umfang bewirken, dass es keinen eindeutig höchsten Berg auf der Erde gibt. Je nach Definition könnte dies der Mt. Everest, der Chimborazo oder der Mauna Loa sein.

Die Oberfläche der Erde unterteilt sich in Landfläche (29,3%) und Wasserfläche (70,7%). Die Landfläche wird zum überwiegenden Teil von den Kontinenten gebildet.

Nach seismischen Messungen besteht die Erde in ihrem Inneren aus drei durch seismische Diskontinuitätsflächen (Unstetigkeitsflächen) begrenzte Schalen: Der Erdkruste, dem Erdmantel und dem Erdkern. Die Erdkruste und der oberste Teil des Mantels zusammen bilden die so genannte Lithosphäre. Sie ist zwischen 50 und 100 km dick, und ist in etwa ein Dutzend große und mehrere kleine tektonische Platten zerbrochen. Dabei bewegen sich die festen Krustenbruchstücke der Platten auf den z.T. aufgeschmolzenen, zähflüssigen Gesteinen des Oberen Mantels, der 100 bis 150 km mächtigen Asthenosphäre, relativ gegeneinander. Siehe auch: Plattentektonik. Der innere Erdkern ist fest, der äußere geschmolzen und gut 4.000 °C heiß.


[Bearbeiten]
Atmosphäre
Hauptartikel: Erdatmosphäre

Die Erde ist umgeben von einer ca. 640 km hohen Atmosphäre. In bodennahen Schichten besteht diese im Wesentlichen aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% Edelgasen. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Wasserdampf (0-5%), der das Wettergeschehen bestimmt. Die auf der Erde gemessenen Temperaturextreme betragen −89,6°C (gemessen am 21. Juli 1983 in der Vostok Station in der Antarktis auf 3420 m Höhe, was einer Temperatur von −60°C auf Meereshöhe entspräche) und +58°C (gemessen am 13. September 1922 in Al' Aziziyah in Libyen auf 111 m Höhe).

[Bearbeiten]
Globaler Energiehaushalt
Der Energiehaushalt der Erde wird im Wesentlichen durch die Einstrahlung der Sonne bestimmt, der sonstige vorwiegend durch radioaktive Zerfälle erzeugte Energiebeitrag beträgt nur etwa 0,1%. Die Albedo der Erde beträgt 0,367, wobei ein wesentlicher Anteil auf die Wolken der Atmosphäre zurückzuführen ist. Dies führt zu einer globalen effektiven Temperatur von 246 K (-27 °C), Die Durchschnittstemperatur der unteren Erdatmosphäre liegt jedoch durch einen starken (natürlichen) Treibhauseffekt bei etwa 288 K (15 °C), wobei Wasser und Kohlendioxid den Hauptbeitrag liefern.

[Bearbeiten]
Herkunft des irdischen Wassers
Die Herkunft des irdischen Wassers und damit der Ozeane ist bisher noch umstritten. Diskutiert werden drei Möglichkeiten, welche zum Wassergehalt der Erde beigetragen haben könnten:

Ausgasen aus dem Inneren der Erde (vulkanisch)
Einschlag eines oder mehrerer Kometen oder Transneptunische Objekte
Einschlag eines oder mehrerer wasserreicher Asteroiden (Protoplaneten) aus den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels
Bereits in den Planetesimalen, welche die Erde bildeten, war vermutlich etwas Wasser vorhanden. Dieses Wasser und andere leicht flüchtige Stoffe wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Stickstoff (N2) gasten aus der grösstenteils aus flüssigem Magma bestehenden Ur-Erde aus und bildeten eine frühe wasserdampfreiche Ur-Atmosphäre. Diese Ur-Atmosphäre wurde nach heutigen Modellvortellungen durch einen Sonnenwind, der zur Zeit der Erdentstehung sehr viel heftiger war als heute, mitgerissen und entwich somit von der Erde. Durch Vulkanismus kam es später zur Bildung einer neuen Atmosphäre, die auch aus dem Erdinnern ausgegasten Wasserdampf enthalten haben dürfte. Mit der Bildung einer festen Kruste und der weiteren Abkühlung kam es demnach zur Kondensation von Wasserdampf und zur Bildung von ersten Ozeanen.

Die große Menge an Wasser, die auf der Erde im Vergleich zu anderen erdähnlichen Planeten vorhanden ist, lässt sich nur schwer allein durch Ausgasen aus dem Erdinneren zu erklären. Die Planetesimale aus denen die Erde sich bildete, entstanden in einem Bereich des früheren Sonnensystems, in dem relativ wenig Wasser vorhanden war. Je kleiner der Abstand zur Sonne war, desto höher die Temperaturen und desto weniger Wasser war vorhanden. Erst außerhalb der solaren "Schneegrenze", welche etwa inmitten des heutigen Asteroidengürtels lag, war Wasser in größerer Menge vorhanden. So zeigen kohlige Chondrite, von denen angenommen wird, dass sie in den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels entstanden sind, einen Wassergehalt von manchmal mehr als 10% ihres Gewichts, während gewöhnliche Chondrite oder gar Enstatit-Chondrite vom inneren Rand des Asteroidengürtels weniger als 0,1% ihres Gewichts an Wasser enthalten. Die Planetesimale, aus denen sich die erdähnlichen Planeten bildeten, sollten dementsprechend noch weniger Wasser enthalten haben. Zudem wird angenommen, dass bei der Akkretion der Planetesimale zu den Planeten und dem Verlust der Ur-Atmosphäre nochmals grosse Mengen des ursprüngliche vorhandenen Wassers verloren ging. Deswegen wird heute vielfach angenommen, dass der überwiegende Teil des heutigen irdischen Wassers aus den äußeren Bereichen des Sonnensystems stammt.

Ein rein kometarer Ursprung des Wassers ist nach Messung des Isotopenverhälnis von Wasserstoff in den drei Kometen Halley, Hyakutake und Hale-Bopp durch Forscher wie David Jewitt unwahrscheinlich, da demnach das Verhältnis von Deuterium zu Protium (D/H-Verhältnis) von Kometen etwa doppelt so hoch ist wie in ozeanischem Wasser. Nicht klar ist dabei allerdings, ob diese Kometen repräsentaiv für Kometen aus dem Kuipergürtel sind. Nach A. Morbidelli et al. (Meteoritics & Planetary Science 35 (2000), 1309-1329) kommt der größte Teil des heutigen Wassers von einigen im äußeren Asteroidengürtel geformten Protoplaneten, die auf die Erde stürzten, wofür das D/H-Verhältnis von kohligen Chondriten spricht. Wassereinschlüsse in kohligen Chondriten zeigen ein ähnliches D/H-Verhältnis wie ozeanisches Wasser.

[Bearbeiten]
Mond

Korrektes Größen- und Abstandsverhältnis zwischen Erde und MondHauptartikel: Mond

Die Erde wird von einem Mond umkreist. Dieser ist im Vergleich zur Erde deutlich größer als es bei den anderen Planeten mit Ausnahme des Pluto/Charon-Systems der Fall ist. Der große Mond ist verantwortlich für die Stabilität der Bahnneigung der Erde und damit auch für die guten Bedingungen zum Entstehen von Leben auf der Erde.

[Bearbeiten]
Gezeiten
Der Mond verursacht auf der Erde Gezeiten. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die Gezeiten wirken sich auch auf die Landmassen aus, die sich um etwa einen halben Meter heben und senken. Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt. Der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, dessen Bahn sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert.

Die zunehmende Tageslänge kann geologisch anhand von Wachstumsringen in fossilen Korallen nachgewiesen werden. Man findet in diesen Sedimenten eine 'Spur' für jeden Tag, und eine jährliche Regelmäßigkeit, aus der sich die Anzahl der Tage im damaligen Jahr bestimmen lässt. In historischer Vergangenheit zeigt sich die Zunahme der Tageslänge anhand überlieferter Sonnenfinsternisse, die bei gleichbleibender Tageslänge an einem anderen Ort auf der Erde sichtbar gewesen wären.

Extrapoliert man diese Abbremsung in die Zukunft, wird auch die Erde einmal dem Mond immer die gleiche Seite zuwenden, wobei ein Tag auf der Erde dann 47 Mal so lang wäre wie heute. Damit unterliegt die Erde dem gleichen Effekt, der in der Vergangenheit schon zur gebundenen Rotation des Mondes geführt hat. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Korotation eintreten wird, wird das Wechselspiel der Gezeiten beendet sein. Die Flutberge verbleiben dann immer an einem Ort auf der Verbindungslinie Erde-Mond und es wird zu einer dauerhaften Verformung des Erdkörpers kommen, ähnlich dem des Mondes. Diese Überlegungen kann man allerdings als hypothetisch betrachten, da zum einen die Stabilität der Erdrotation nicht gewährleistet ist. Zum anderen wird sich durch den Übergang der Sonne zu einem weißen Zwerg auch das gesamte Sonnensystem verändert haben.

[Bearbeiten]
Leben
Die Erde ist der einzige bekannte Ort, auf dem sich Leben entwickelt hat. Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung begann das Leben auf der Erde innerhalb sehr kurzer Zeitspannen, nachdem das anfängliche starke Bombardement durch Asteroiden, dem die Erde die erste Zeit bis etwa vor 3,9 Milliarden Jahren ausgesetzt war, abgenommen hatte, sich eine stabile Erdkruste ausbildete und diese sich soweit abgekühlt hatte, dass flüssiges Wasser möglich war. Die bisher ältesten, allerdings umstrittenen Hinweise auf Leben (vertsteinerte Cyanobakterien) sind 3,5 Milliarden Jahre alt und wurden in Gesteinen aus Westaustralien gefunden. In 3,9 Milliarden Jahre altem grönländischen Sediment-Gestein wurden Anomalien in Kohlenstoffisotopenverhältnissen gefunden, die auf biologischen Stoffwechsel hindeuten, so dass eventuell bereits zu dieser Zeit Leben existierte.

Das Leben hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung und das Erscheinungsbild der Erde. Durch das Leben wurde die Produktion von Sauerstoff, die atmosphärische Zusammensetzung und durch die Pflanzen die Albedo und damit die Energiebilanz entscheidend verändert.

Während 1920 ca. 1,8 Mrd. Menschen die Erde bevölkerten,wuchs die Bevölkerung bis zum Jahr 2000 auf 6,1 Mrd. Menschen an. In den Entwicklungsländern ist für die Zukunft weiterhin eine starke Bevölkerungsvermehrung zu erwarten, während in den hoch entwickelten Ländern die Bevölkerung stagniert.

MARS

Der Mars ist, von der Sonne her gesehen, der vierte Planet in unserem Sonnensystem. Er wird zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten gerechnet. Aufgrund seiner (blut)roten Farbe wurde der Mars nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird auch oft als der Rote Planet bezeichnet.

Symbolisiert wird Mars durch einen Kreis mit einem schräg nach oben zeigenden Pfeil: ♂
Das Zeichen, das einen Schild mit einem dahinter stehenden Speer darstellen soll, steht für den römischen Kriegsgott. Mittlerweile wird es in der Naturwissenschaft auch für einzelne männliche Lebewesen verwendet.

Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde.

Wegen seiner mysteriösen roten Färbung hat der Mars schon immer die Menschen fasziniert. Die Färbung selbst verdankt der Planet Eisenoxid-Staub, der sich auf der Oberfläche und in der Atmosphäre verteilt hat. Somit ist der Mars ein „rostiger“ Planet.




Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Bahndaten

2 Physikalische Eigenschaften

2.1 Atmosphäre und Klima
2.2 Geologie
2.3 Entstehungsgeschichte


3 Monde

3.1 Daten zu Phobos und Deimos


4 Erforschung

4.1 In früheren Zeiten
4.2 Raumfahrtzeitalter
4.3 Leben auf dem Mars?


5 Beobachtung

6 Kulturgeschichte

7 Mars in Literatur und Film

8 Wissenschaftliche Literatur

9 Siehe auch

10 Weblinks

10.1 Videos


[Bearbeiten]
Bahndaten
Mars bewegt sich in einem Abstand von 206,62 bis 249,23 Millionen km in 686,98 Tagen auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Die Bahnexzentrizität (Abweichung von der Kreisform) beträgt 0,0935, wobei die Bahn 1,85° gegen die Ekliptik geneigt ist. Mars besitzt nach Pluto und Merkur die exzentrischste Bahn aller großen Planeten im Sonnensystem.

[Bearbeiten]
Physikalische Eigenschaften
Der Mars besitzt etwa den halben Durchmesser der Erde, ein Viertel ihrer Oberfläche und ein Zehntel ihrer Masse. Die Fallbeschleunigung auf seiner Oberfläche beträgt 3,71 m/s², dies entspricht etwa 38% der irdischen. Der Mars besitzt eine dünne Atmosphäre.


Fotomontage: Erde und Mars im gleichen MaßstabEr rotiert in rund 24 Stunden und 37 Minuten um die eigene Achse. Da die Rotationsachse des Planeten um 25°12' gegen die Bahnebene geneigt ist, gibt es – wie auf der Erde - Jahreszeiten. Sie haben jedoch fast die doppelte Dauer der irdischen Jahreszeiten, da ihnen das Marsjahr (687 Tage) zugrunde liegt. Die Rotationsachse weist zudem eine Präzessionsbewegung mit einer Periode von 170.000 Jahren auf.

Das Magnetfeld des Mars ist nur sehr schwach ausgeprägt. Die Messung des Magnetfeldes wird erschwert durch die Magetisierung der Kruste (siehe weiter unten) mit Feldstärken von bis zu 220 nT und durch externe Magnetfelder mit Stärken zwischen wenigen nT und bis zu 100 nT, die durch die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Marsatmosphäre entstehen und zeitlich sehr stark variieren. Nach den Analysen der Daten des Mars Global Surveyor konnte die Stärke des Magnetfeldes dennoch sehr genau bestimmt werden - sie liegt bei weniger als 0,5 nT, gegenüber 30 bis 60 µT beim Erdmagnetfeld.

[Bearbeiten]
Atmosphäre und Klima
Mars besitzt eine sehr dünne Atmosphäre, die zu 95% aus Kohlendioxid besteht. Daneben kommen noch 2,7% Stickstoff, 1,6% Argon, geringe Anteile an Sauerstoff und Kohlenmonoxid sowie Spuren von Wasserdampf und anderen Verbindungen oder Elementen vor.


Über dem Marshorizont ist die Atmosphäre als dunstiger Schleier erkennbarIm Jahre 2003 konnten mittels erdgestützter Teleskope Spuren von Methan nachgewiesen werden. Das Vorhandensein des instabilen Gases Methan in der Atmosphäre weist darauf hin, dass auf dem Mars „Methanquellen“ vorhanden sein müssen oder zumindest vor hunderten von Jahren existierten. Als Quellen kommen aktiver Vulkanismus, Kometeneinschläge oder sogar methanproduzierende Mikroorganismen in Betracht. Das Methan ist nicht gleichmäßig verteilt, sondern weist ein Muster etwas erhöhter Konzentrationen auf. Offensichtlich wird oder wurde der Nachschub an Methan kurzfristig unterbrochen, bevor es sich gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen konnte. Derzeit werden Untersuchungsprogramme aufgestellt, um zu klären welche Quellen in Frage kommen. Bei der biologischen Erzeugung von Methan auf der Erde entsteht fast immer Ethan als Begleitgas, während bei einer vulkanische Entstehung Schwefeldioxid freigesetzt wird. Die Messung dieser Gase in der Marsatmosphäre könnte eine Klärung bringen.

Der atmosphärische Druck beträgt auf der Oberfläche des Mars nur 6,36 mbar. Im Vergleich zu durchschnittlich 1013 mbar auf der Erde sind dies nur 0,75% und entspricht dem Luftdruck der Erdatmosphäre in 35 km Höhe.

Die dünne Marsatmosphäre kann nur wenig Sonnenwärme speichern, daher sind die Temperaturunterschiede auf der Oberfläche sehr groß. Die Temperaturen erreichen im Sommer (bezogen auf das Marsjahr) in Äquatornähe etwa 20 °C am Tag und bis zu -85 °C in der Nacht.


Staubsturm in der Syra-Region. Aufgenommen von Mars Global Surveyor im Mai 2003Abhängig von den Jahreszeiten und der Intensität der Sonneneinstrahlung finden in der Atmosphäre dynamische Vorgänge statt. Die vereisten Polkappen schmelzen teilweise ab und sublimierter Wasserdampf bildet ausgedehnte Zirruswolken. Während des Marsfrühjahrs können in den ausgedehnten flachen Ebenen heftige Staubstürme auftreten, die mitunter große Teile der Marsoberfläche verhüllen.
Die Aufnahmen von Marssonden zeigen mitunter Windhosen, die über die Marsebenen ziehen und auf dem Boden dunkle Spuren hinterlassen.

Mars erscheint uns heute als trockener Wüstenplanet. Die bislang vorliegenden Ergebnisse der Marsmissionen lassen jedoch den Schluss zu, dass die Marsatmosphäre in der Vergangenheit (vor Milliarden Jahren) wesentlich dichter war und auf der Oberfläche des Planeten reichlich flüssiges Wasser vorhanden war.

Die Atmosphäre wurde offensichtlich im Laufe der Zeit vom Sonnenwind regelrecht abgetragen und in den Weltraum mitgerissen. Dies wurde durch die geringe Schwerkraft des Planeten und sein schwaches Magnetfeld begünstigt, dass kaum Schutz vor den hochenergetischen Partikeln der Sonne bietet.

Vermutlich befinden sich unter der Oberfläche noch größere Mengen an Wasser in Form von Eis.

[Bearbeiten]
Geologie
Über den inneren Aufbau des Mars ist nur wenig bekannt, da bislang nur begrenzt seismische Messungen vorgenommen werden konnten. Durch die Analyse der Bahndaten des Mars Global Surveyor konnte jedoch nachgewiesen werden, dass der Mars einen flüssigen Kern mit einem Radius zwischen 1520 und 1840 km besitzt und damit eine höhere Temperatur aufweist als zuvor angenommen. Es kann jedoch derzeit keine Aussage getroffen werden, ob der Kern wenigstens zum Teil fest ist. Die Dichte des Kerns liegt niedriger als es bei einem reinen Eisenkern der Fall wäre, so dass er auch Beimengungen von leichteren Elementen wie z.B. Schwefel enthalten muss.


Topografische Karte des Mars. Die blauen Regionen befinden sich unterhalb der festgelegten Nulllinie, die roten oberhalbAuffallend ist die Dichotomie, - die „Zweiteilung“ des Mars. Die nördliche und die südliche Hemisphäre unterscheiden sich deutlich, wobei man von den Tiefebenen des Nordens und den Hochländern des Südens sprechen kann. Der mittlere Großkreis, der die topographischen Hemisphären voneinander trennt, ist rund 40 Grad gegen den Äquator geneigt.

Auf der nördlichen Halbkugel sind flache, sand- und staubbedeckte Ebenen vorherrschend, die Namen wie Utopia Planitia oder Amazonis Planitia erhielten. Dunkle Oberflächenmerkmale, die in Teleskopen sichtbar sind, wurden einst für Meere gehalten und erhielten Namen wie Mare Erythraeum, Mare Sirenum oder Aurorae Sinus (diese Namen werden heute nicht mehr verwendet). Die ausgedehnteste dunkle Struktur, die von der Erde aus gesehen weren kann ist Syrtis Major, die „große Syrte“.

Die südliche Halbkugel ist durchschnittlich mehrere Kilometer höher als die nördliche und besteht aus geologisch älteren Formationen. Die Südhalbkugel ist zudem stärker verkratert.


Übersichtskarte des Mars mit den größten RegionenDie deutlichen Unterschiede der Topografie können durch innere Prozesse oder aber ein Impaktereignis verursacht worden sein. In letzterem Fall könnte in der Frühzeit der Marsentstehung ein größerer Himmelskörper, etwa ein Asteroid, auf der Nordhalbkugel eingeschlagen sein und die silikatische Kruste durchschlagen haben. Aus dem Innern könnte Lava ausgetreten sein und das Einschlagbecken ausgefüllt haben.

Die Kruste des Mars weist eine Dicke zwischen 40 km unter den nördlichen Tiefebenen auf und nimmt, im Gegensatz zum stufenartigen Übergang an der Oberfläche, nur langsam auf 70 km am Südpol zu. Dies könnte ein Indiz für innere Ursachen der Zweiteilung des Mars sein.


Die Nordpolregion aufgenommen von Mars Global SurveyorMars besitzt zwei auffällige Polkappen, die zum größten Teil aus gefrorenem Kohlendioxid (Trockeneis) sowie einem geringen Anteil an Wassereis zusammengesetzt sind.

Die nördliche Polkappe hat während des nördlichen Marssommers einen Durchmesser von rund 1.000 km. Ihre Dicke wird auf 5 km geschätzt. Die südliche Polkappe ist mit 350 km Durchmesser und einer Dicke von 1,5 km weniger ausgedehnt. Die Polarkappenzeigen spiralförmige Einschnitte, deren Entstehung bislang nicht geklärt ist.

Wenn im Sommer die jeweiligen Polkappen teilweise abschmelzen, werden darunter geschichtete Ablagerungen sichtbar, die möglicherweise abwechselnd aus Staub und Eis zusammengesetzt sind. Im Marswinter nimmt der Durchmesser der jeweils sonnenabgewandten Polkappen durch ausfrierendes Kohlendioxid wieder zu.


In der Bildmitte ist Valles Marineris, die größte Schlucht im Sonnensystem. Am linken Rand die Vulkane der Tharsis-Region.Längs des Marsäquators verläuft das größte bekannte Canyonsystem des Sonnensystems. Das Valles Marineris erstreckt sich über 4000 km und ist stellenweise bis zu 7 km tief. Es handelt sich um einen gewaltigen tektonischen Bruch, der nach Westen hin in einer chaotisch anmutenden Region mit zahlreichen Einbrüchen und Gräben mündet.

Nordwestlich des Valles Marineris liegt die Tharsis-Region, ein ausgedehntes Gebiet mit erloschenen Schildvulkanen. Der höchste, Olympus Mons, stellt mit einer Höhe von 27 km die höchste Erhebung im Sonnensystem dar. Die Tharsis-Region bildet eine gewaltige Wulst auf der Mars-Lithosphäre mit einer Ausdehung von etwa 4.000 x 3.000 km.
Offensichtlich stehen die Tharsis-Region und das Valles Marineris in ursächlichem Zusammenhang. Möglicherweise haben Vulkanische Kräfte die Oberfläche des Planeten empor gedrückt, wobei die Kruste im Bereich des Valles Marineris regelrecht aufgerissen wurde.

Eine weiteres, wenn auch weniger ausgedehntes vulkanisches Gebiet ist die Elysium-Region nördlich des Äquators, mit den Schildvulkanen Elysium Mons, Hecates Tholus und Albor-Tholus.

Auf der Südhalbkugel sind zahlreiche Impaktkrater sichtbar. Der größte, Hellas Planitia – das Hellas Einschlagbecken – hat einen Durchmesser von etwa 2.000 x 1.600 km.

An den Landestellen der Marssonden sind Gesteinsbrocken, sandige Böden und Dünen sichtbar. Die Gesteine weisen an der Oberfläche eine blasenartige Struktur auf. Sie ähneln in ihrer Zusammensetzung irdischen Basalten. Die Böden sind offensichtlich durch die Verwitterung von eisenhaltigen vulkanischen Basalten entstanden.


Kasei Vallis, das größte Stromtal des MarsAuf der Marsoberfläche verlaufen Stromtäler, die mehrere hundert Kilometer lang und mehrere Kilometer breit sein können. Die Täler beginnen ziemlich abrupt und haben keine Zuflüsse. Die meisten verlaufen nördlich des Valles Marineris und laufen in einer ausgedehnten Ebene namens Chryse Planitia zusammen. In den Tälern erheben sich mitunter stromlinienförmige Inseln.
Die Täler weisen auf eine vergangene Flutperiode hin, bei der über einen geologisch relativ kurzen Zeitraum große Mengen Wasser geflossen sein müssen. Es könnte sich um Wassereis gehandelt haben, dass sich unter der Marsoberfläche befand, durch vulkanische Prozesse geschmolzen wurde und dann abgeflossen ist.

Darüber hinaus finden sich an Abhängen und Kraterrändern Spuren von Erosionen, die möglicherweise ebenfalls durch flüssiges Wasser verursacht wurden.

Messungen der Magnetfeldlinien durch die Sonde Mars Global Surveyor ergaben, dass Teile der planetaren Kruste unterschiedliche magnetisiert sind, wobei gleichgerichtet Bänder von etwa 1000 km Länge und 150 km Breite auftreten. Ihre Größe und Verteilung entspricht einem magnetischen Muster, das in ähnlicher Form auch auf dem Meeresboden der Erde auftritt. Einer im Jahre 1991 entwickelten Theorie nach, die allerdings noch nicht bestätigt werden konnte, können derartige Muster das Ergebnis von Plattentektonik sein. Derartige Prozesse könnten die Entstehung einer dichteren Atmosphäre begünstigt haben, wobei kohlenstoffreiches Gestein aus dem Marsinnern an die Oberfläche gelangten.


Hämatitkügelchen auf dem Felsen "Berry Bowl"Die Marssonde Opportunity fand im Gebiet des Meridiani Planum millimetergroße Kügelchen des Eisenminerals Hämatit. Diese könnten sich vor Milliarden Jahren unter Einwirkung von Wasser abgelagert haben. Darüber hinaus wurden Minerale vorgefunden, die aus Schwefel-, Eisen- oder Bromverbindungen aufgebaut sind, wie z.B. Jarosit. Auf der entgegen gesetzten Hemisphäre des Mars fand die Sonde Spirit in den "Columbia Hills" das Mineral Goethit, das ausschließlich unter dem Einfluss von Wasser gebildet werden kann.

[Bearbeiten]
Entstehungsgeschichte
Anhand der geologischen Formationen und der Verteilung von Einschlagskratern kann die Entstehungsgeschichte des Planeten abgeleitet werden.

Der Mars entstand, wie die übrigen Planeten des Sonnensystems, vor etwa 4,5 Mrd. Jahren durch Zusammenballung kleinerer Körper, den Planetesimalen. Vor 4 Mrd. Jahren bildete der im Innern noch glutflüssige planetare Körper eine feste Gesteinskruste aus, die einem heftigen Bombardement von Asteroiden und Kometen ausgesetzt war.

Die ältesten, heute noch vorhandenen Formationen, wie das Einschlagbecken Hellas Planitia und die verkraterten Hochländer, wie Noachis Terra, wurden vor 3,8 bis 3,5 Mrd. Jahren, in der so genannten Noachischen Periode gebildet. In dieser Periode setzte die Zweiteilung der Marsoberfläche ein, wobei die nördlichen Tiefländer gebildet wurden. Durch starke vulkanische Eruptionen wurden weite Teile des Planeten von Ablagerungen vulkanischer Laven und Aschen bedeckten. Diese wurden an vielen Stellen wieder durch Wind und Wasser abgetragen und ließen ein Netzwerk von Tälern zurück.

Das geologische „Mittelalter“ des Mars wird als Hesperianische Periode bezeichnet. Sie umfasst einen Zeitraum vor 3,5 bis 1,8 Mrd. Jahren. In dieser Periode ergossen sich riesige Lavamengen aus ausgedehnten Spalten in der Marskruste, und bildeten weite Ebenen, wie Hesperia Planum. Es entstanden auch die ältesten Vulkane der Tharsis- und der Elysium-Region, wobei die Gesteinskruste stark verformt wurde und sich das Valles Marineris ausbildete. Es bildeten sich die gewaltigen Stromtäler in denen große Wassermengen flossen und sich stellenweise aufstauten.

Das jüngste geologische Zeitalter des Mars wird als Amazonische Periode bezeichnet und begann vor 1,8 Mrd. Jahren. In dieser Phase bildeten sich die jüngeren Vulkane der Tharsis-und der Elysium-Region, aus denen große Lavamassen flossen und weite Ebenen, wie Amazonis Planitia , ausbildeten.

Gegenwärtig wird die Oberfläche des Mars hauptsächlich durch Winderosion und Hangabrutschungen geformt.

[Bearbeiten]
Monde

Phobos über dem Marshorizont, aufgenommen von Mars Global Surveyor. Der untere Bildausschnitt zeigt eine vergößerte Aufnahme von PhobosZwei kleine Monde, Phobos und Deimos ("Furcht" und "Schrecken") umkreisen den Mars. Sie wurden 1877 von dem US-amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt und nach den in der Ilias überlieferten beiden Pferden, die den Wagen des Kriegsgottes Ares (lat. Mars) ziehen, benannt.
Phobos und Deimos sind zwei unregelmäßig geformte Felsbrocken. Möglicherweise handelt es sich um Asteroiden , die von der Gravitation des Mars eingefangen wurden.

Ihre Existenz war schon lange vorher mehrmals beschrieben worden, zuletzt von Voltaire, der in seiner 1750 erschienenen Geschichte Micromégas über zwei Marsmonden schreibt. Es ist wahrscheinlich, dass Voltaire diese Idee von Jonathan Swift übernommen hat, dessen Buch Gullivers Reisen 1726 erschienen war. Darin wird im dritten Teil beschrieben, die Astronomen des Landes Laputa hätten "ebenfalls zwei kleinere Sterne oder Satelliten entdeckt, die um den Mars kreisen, wovon der innere vom Zentrum des Hauptplaneten genau drei seiner Durchmesser entfernt ist und der äußere fünf."

Damit hat er das Bahnverhalten der Monde für die damalige Zeit erstaunlich gut vorhergesagt. Es wird vermutet, dass Swift von einer Fehlinterpretation Johannes Keplers gehört hatte. Dieser hatte das Anagramm, das Galileo Galilei 1609 an ihn schickte, um ihm die Entdeckung der Phasen der Venus mitzuteilen, als die Entdeckung zweier Marsmonde aufgefasst.

Neuere Daten der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen, dass der Mars seine beiden Monde wohl irgendwann verlieren wird. Für Phobos sehen DRL-Forscher "Anzeichen für eine orbitale Beschleunigung, die den winzigen Mond dem Mars auf einer spiralförmigen Bahn immer näher bringt", d.h. Phobos wird in ca. 50 Millionen Jahren entweder auf Roten Planeten stürzen oder von den Kräften der Gravitation auseinander gerissen, so dass er für kurze Zeit als Marsring enden wird. Deimos hingegen driftet langsam nach außen. Eines Tages wird die Anziehungskraft des Mars nicht mehr ausreichen, um ihn dauerhaft festzuhalten.

[Bearbeiten]
Daten zu Phobos und Deimos



Phobos Deimos
Mittlerer Abstand vom Marszentrum 9270 km 23400 km
Mittlerer Abstand vom Mars bei mittlerer Opposition (von der Erde aus gesehen): 24,6 ´´ 1 ´ 1,8´´
Mittlere siderische Umlaufszeit: 7 Stunden 39 Minuten 13 Sekunden 1 Tag 6 Stunden 17 Minuten 51,4 Sekunden
Mittlere synodische Umlaufszeit: 7 Stunden 39 Minuten 26,6 Sekunden 1 Tag 6 Stunden 21 Minuten 15,7 Sekunden
Bahnneigung zum Marsäquator: 1°,1 1°,8
Bahnexzentrizität: 0,0210 0,0028
Mittlere Oppositionshelligkeit: 11,6m 12,8m
Maximale scheinbare Helligkeit, vom Mars gesehen: -3,9m -0,1m
Entweichgeschwindigkeit (km/s): 0,016 0,008
Durchmesser (km): 27 * 22 * 18 15 * 12 * 10
Dichte (g pro cm³): 2,0 1,7




[Bearbeiten]
Erforschung
[Bearbeiten]
In früheren Zeiten
Tycho Brahe (1546-1601) maß die Planetenpositionen des Mars mittels Mauerquadrant recht genau und schuf damit die Voraussetzung für Johannes Kepler (1577-1630), der aufgrund Brahes Aufzeichnungen die elliptische Bahn des Planeten berechnete und die drei Keplerschen Gesetze ableitete.

Christiaan Huygens (1629-1695) entdeckte eine dunkle, dreieckige Zone (Syrtis Major) auf der Marsoberfläche. Aus deren Positionsveränderungen errechnete er die Eigenrotation des Mars von rund 24,5 Stunden (heutiger Wert: 24,623 h).

Giovanni Domenico Cassini beschrieb 1666 die weißen Polkappen des Mars.

Wilhelm Herschel (1738-1822) bestimmte 1784 die Neigung der Rotationsachse gegenüber der Umlaufbahn.

Wilhelm Beer fertigte 1830 die erste Marskarte an.


Marsoberfläche nach Schiaparelli (1888)Giovanni Schiaparelli (1835-1910) nahm 1877 auf der Marsoberfläche linienartige Strukturen wahr, die er „Canali“ (italienisch: Graben) nannte und in einer detaillierten Karte einzeichnete. Schiaparelli machte zunächst keine Angaben über den Ursprung der Strukturen, doch wurden diese als Kanäle und somit als Werk intelligenter Marsbewohner interpretierte. Auf älteren Marskarten sind die Kanäle, die zudem Namen erhielten, eingezeichnet. Während weitere Astronomen seine Beobachtungen bestätigten, wurde die Existenz der Kanäle von anderen Astronomen angezweifelt. Erst der Vorbeiflug der amerikanischen Mariner-Sonden beendete die Spekulationen. Fotos der Marsoberfläche zeigten keine Anzeichen von Kanälen. Diese waren offensichtlich das Ergebnis von optischen Täuschungen.

[Bearbeiten]
Raumfahrtzeitalter

Die erste Nahaufnahme vom Mars, aufgenommen von Mariner 4Viele unbemannte Raumsonden sind schon zum Mars geschickt worden, einige waren sehr erfolgreich, aber eine bemerkenswert hohe Anzahl von ihnen versagte. Bei einigen der Fehler handelte es sich schlicht um menschliches Versagen, aber bei vielen anderen ist der Grund für das Scheitern unbekannt. Im Gegensatz zum Erdmond gibt es bis heute keine Gesteinsproben, die vom Mars zurückgebracht wurden, so dass Marsmeteorite die einzige Möglichkeit sind, Material vom Mars in irdischen Laboratorien zu erforschen.

Zwei sowjetische Sonden wurden im Oktober 1960 gestartet, um am Mars vorbeizufliegen, erreichten aber noch nicht einmal die Erdumlaufbahn. 1962 versagten drei weitere sowjetische Sonden, zwei von ihnen blieben im Erdorbit, die dritte verlor auf dem Weg zum Mars den Kontakt mit der Erde. Auch ein weiterer Versuch im Jahre 1964 schlug fehl.

Zwischen 1962 und 1973 wurden 10 Mariner-Raumsonden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und gebaut, um das innere Sonnensystem zu erforschen. Es waren relativ kleine Sonden, die meistens nicht einmal eine halbe Tonne wogen. Mariner 3 und Mariner 4 waren identische Raumsonden, die am Mars vorbeifliegen sollten.

Mariner 3 wurde am 5. November 1964 gestartet, aber die Transport-Verkleidung löste sich nicht richtig und die Sonde erreichte den Mars nicht.

Drei Wochen später, am 28. November 1964, wurde Mariner 4 erfolgreich auf eine achtmonatige Reise zum roten Planeten geschickt. Am 14. Juli 1965 flog die Sonde am Mars vorbei und lieferte die ersten Nahaufnahmen - insgesamt 22 Fotos - des Planeten.
Die Bilder zeigten mondähnliche Krater, von denen einige von Frost bedeckt zu sein scheinen.

1969 folgten Mariner 6 und Mariner 7 und lieferten insgesamt 200 Fotos.


Die Noctis Labyrinthus-Region, aufgenommen von Mariner 91971 missglückte der Start von Mariner 8, dafür erhielt die NASA von Mariner 9 mehrere 1000 Bilder.

Ebenfalls 1971 landete mit der sowjetischen Mars 3 die erste Sonde weich auf dem Mars, nachdem Mars 2 wenige Tage zuvor gescheitert war; der Funkkontakt brach jedoch 20 Sekunden nach der Landung ab, mögliche Ursache war ein gerade tobender heftiger globaler Staubsturm, der den Lander umgeworfen haben könnte.


Bild von Viking 1. Der große Felsen links von der Mitte ist etwa 2 Meter breit. Er wurde "Big Joe" getauft.In den 1970er Jahren landeten die Viking-Sonden erfolgreich auf dem Mars und lieferten die ersten Farbbilder sowie Daten von Bodenproben: Viking 1 schaffte am 20. Juni 1976 als erste US-amerikanische Sonde eine weiche Landung. Die Sowjetunion versuchte noch weitere Landungen auf dem Mars, scheiterte jedoch.

Die einzigen Raumsonden die in den 1980er zum Mars flogen, waren die beiden sowjetischen Fobos-Sonden. Sie wurden 1988 von Baikonur aus gestartet und sollten den Mars und seinen Mond Phobos untersuchen. Dafür waren sie im Rahmen einer internationalen Kooperation neben sowjetischen auch mit zahlreichen westlichen Instrumenten bestückt. Der Kontakt zu Fobos-1 brach jedoch schon auf dem Weg zum Mars ab, so dass nur Fobos-2 eine Marsumlaufbahn erreichte. Aber bereits nach einem Monat Operationszeit brach der Kontakt zu Fobos-2 wegen eines falschen Ingenieur-Kommandos ebenfalls ab.

1992 wurde die US-Sonde Mars Observer gestartet. Sie ging 1993 kurz vor dem Einschwenken in die Umlaufbahn verloren.

1996 sollte die erste seit zem Zusammenbruch der Sowjetunion russische Raumsonde Mars 96 starten. Doch versagte am 16. November 1996 die Proton-Trägerrakete, so dass Mars 96 nach nur einem Tag in einer niedrigen Erdumlaufbahn wieder in die Erdatmospäre eintrat und verglühte.


Der Marsrover SojournerBesonderes Aufsehen erregte 1997 der Mars Pathfinder, bei dem zum ersten Mal ein kleines Fahrzeug - das Marsmobil (Rover) Sojourner - 16.000 Bilder von der Umgebung der Landestelle machen konnte. Sie landete publikumswirksam am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, und lieferte viele Aufnahmen, die von der NASA zum ersten Mal sofort im Internet veröffentlicht wurden.

Eine weitere erfolgreiche Mission war 1997 der Mars Global Surveyor, bei der die Marsoberfläche in einer hohen Auflösung kartografiert wird; dieser Satellit umkreist noch heute (Februar 2005) den Mars.

Die Marssonden Mars Climate Orbiter (ging wegen grobem Programmierfehler in der Navigation verloren) und Mars Polar Lander (wahrscheinlich wegen einem fehlerhaften Sensor bei der Landung aus größerer Höhe abgestürzt) stellten 1999 herbe Rückschläge für die Marsforschung dar.

Auch die 1998 gestartete japanische Raumsonde Nozomi konnte den Mars nicht erreichen. Seit dem 24. Oktober 2001 umkreist außer dem Global Surveyor noch 2001 Mars Odyssey den roten Planeten, der spezielle Instrumente zur Fernerkundung von Wasservorkommen an Bord hat.

Von den bis 2002 insgesamt 33 Missionen zum Mars waren nur 8 erfolgreich, allesamt US-amerikanisch.

Am 2. Juni 2003 startete im Rahmen der ersten europäischen Mars-Mission die ESA-Raumsonde Mars Express mit dem Landegerät Beagle 2 erfolgreich zum Mars. Beagle 2 landete am 25. Dezember 2003 auf der Marsoberfläche, allerdings konnte der Kontakt niemals aufgebaut werden, so dass angenommen wird, dass Beagle 2 bei der Landung auf der Oberfläche zerschellte. Mars Express arbeitet jedoch erfolgreich in der Marsumlaufbahn und konnte unter anderem viele Aufhahmen von Formationen machen, von denen man annimmt, dass sie ausgetrocknete oder ausgefrorene Flusstäler sind.


Marsrover vom Typ Spirit/OpportunityAm 10. Juni 2003 wurde die US-amerikanische Marssonde Spirit (MER-A) zum Mars gestartet. An Bord befand sich ein Geländefahrzeug (Rover), welches nach der Landung drei Monate lang Gesteinsproben entnehmen und nach Spuren von ehemals vorhandedem Wasser suchen sollte. Die Landung erfolgte am 4. Januar 2004 im Gusev Krater, seitdem arbeitet die Sonde erfolgreich auf der Marsoberfläche (Stand: Februar 2005).

Am 8. Juli 2003 wurde die baugleiche Sonde Opportunity (MER-B) mit einer Delta II-Rakete gestartet. Opporunity ist die Schwestersonde von Spirit und gehört wie Spirit auch zur Mars Exploration Rovers Mission. Die Landung erfolgte am 25. Januar 2004 um 6.05 Uhr (MEZ) in der Meridiani Planum Tiefebene. Beide Sonden befinden sich auf den jeweils zueinander komplementären Marshemisphären. Die vom Rover Opportunity gesammelten Beweise, dass der Mars einst warm und feucht war, werden im Jahresrückblick der Fachzeitschrift Science mit der Wahl zum "Durchbruch des Jahres 2004" gewürdigt.

Am 10. August 2005 soll die US-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter mit einer Atlas-V Rakete gestartet werden, die den Mars mit ihren hochauflösenden Kameras kartografieren soll, um u.a. nach geeigneten Landestellen für spätere Rover-Missionen zu suchen. Außerdem soll die Sonde für die Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen zukünftien Raumsonden auf der Marsoberfläche und der Erde dienen.

Als nächstes wird 2008 die Sonde Phoenix in der Nähe des Mars-Nordpols landen und dort mit ihren Instrumenten nach Wasser suchen. Dafür trägt sie einen Roboterarm mit sich, mit dem sie bis auf 1 m unter die Oberfläche kommen kann.

Im Jahr 2009 sollen gleich zwei große Rover-Missionen zum Mars fliegen: Mars Science Laboratory von der amerikanischen NASA und ExoMars von der europäischen ESA. Beide Rover können weite Strecken zurücklegen und werden daher umfassende Untersuchungen im großen Umkreis durchführen können. Dabei soll Mars Science Laboratory in erster Linie zur geologischen Untersuchungen ausgelegt sein und ExoMars speziell nach Spuren von Leben suchen.

Ebenfalls 2009 soll auch der erste reine Kommunikationssatellit Mars Telecommunications Orbiter in den Marsorbit einschwenken und etwa zehn Jahre lang zur Übertragung von wissenschaftlichen Daten anderer Missionen zur Erde dienen.

Nach gegenwärtigen Planungen soll 2009 auch die seit 1996 erste russische Raumsonde Fobos-Grunt zum Marsmond Phobos fliegen, dort Proben entnehmen und sie wieder zur Erde bringen.

Die Pläne der NASA und ESA zur Erforschung des Mars nach 2010 enthalten u.a. das Aussetzen von kleineren Flugzeugen in der Atmosphäre und Rückführung von Marsproben zur Erde.

Im Januar 2004 kündigte der US-amerikanische Präsident George W. Bush Anstrengungen der USA für eine bemannte Mars-Mission an. Auch das langfristig angelegte europäische Mars-Programm Aurora strebt die Landung eines Menschen auf dem Mars im Jahr 2030 an. Doch aufgrund von sehr hohen finanziellen Mitteln, die zum Vorbereiten und Durchführen einer bemannten Marslandung aufzubringen sind, wird die Mission nur in Zusammenarbeit mehrerer Staaten bewältigt werden können.

Darüber hinaus existieren Vorstellungen, den Mars durch Terraforming zukünftig in einen für den Menschen lebensfreundlicheren Planeten umzuwandeln.

Eine Übersicht aller gestarteten und geplanten Marssonden ist hier zu finden: Chronologie der Mars-Missionen




Panoramabild des Mars, aufgenommen von der Sonde Pathfinder
[Bearbeiten]
Leben auf dem Mars?
Der Gedanke an die Möglichkeit von Leben auf dem Mars hat schon immer die Fantasie der Menschen beflügelt. Im 18. Jahrhundert beobachtete man, dass die dunklen Flecken auf der Marsoberfläche ihre Farbe änderten und wuchsen oder schrumpften. Man hielt sie für ausgedehnte Vegetationszonen, deren Ausdehung sich mit den Jahreszeiten änderten.

Durch Schiaparellis "Entdeckung" der Marskanäle wurden die Spekulationen um intelligentes Leben auf dem Mars angefacht.


Marsoberfläche nach Oswald Lohse (1888). Auf der Karte ist das Kanalsystem Schiaparellis nicht eingezeichnet. Die von Lohse gewählten Namen für die "Seen" und "Ozeane" sind heute nicht hehr gebräuchlichSo entstanden zahlreiche Legenden um vermeintliche Zivilisationen auf dem Mars. Die Diskussionen um die "Marsmenschen" hielten etwa ein Jahrhundert an. Der US-Amerikaner Percival Lowell, einer der heftigsten Verfechter der Marskanäle-Theorie, gründete sogar eine eigene Sternwarte, um die Marsbewohner zu erforschen. Für ihn waren die Kanäle, (siehe auch Fossa), das Produkt außerirdischer Ingenieure , die geschaffen wurden, um die Marszivilisation vor einer großen Trockenheit zu retten. Lowell beschrieb seine Vorstellungen der Marswelt in zahlreichen Publikationen, die weite Verbreitung fanden.

Obwohl nicht alle Astronomen die Kanäle sehen konnten und keine Fotos existierten, hielt sich die Theorie, begleitet von einer heftigen Debatte. Die Vorstellung von außerirdischem Leben übt bis heute eine Faszination auf die Menschen aus, die mit wissenschaftlichem Interesse alleine oft nicht erklärt werden kann. Erst die Ergebnisse der unbemannten Marsmissionen beendeten den Streit um die Kanäle.


Marsgesicht in der Cydonia-Region.Aufnahme des Orbiters von Viking 1, 1976.
Marsgesicht, höher aufgelöst (Mars Global Surveyor), 1998).Als im Juli 1976 der Orbiter 1 der Viking-Mission Bilder der Cydonia-Region machte und diese zur Erde schickte, wurde der Mars in der Öffentlichkeit wieder zum Gesprächsthema. Eine der Aufnahmen zeigte eine Formation auf der Marsoberfläche, die einem menschlichen Gesicht ähnelte, das gen Himmel blickt. In der unmittelbaren Nähe wurden außerdem Strukturen entdeckt, die Pyramiden auf der Erde ähnelten sowie rechteckige Strukturen (von den Wissenschaftlern "Inka-Stadt" getauft). Erst die Mission Mars Global Surveyor der NASA brachte im April 1998 für viele die Ernüchterung.


Der an ein "Smiley" erinnernde Krater Galle im Argyre Planitia ist ebenfalls natürlichen UrsprungsAlle entdeckten Strukturen waren das Ergebnis natürlicher Erosion. Durch neue Bilder mit wesentlich höherer Auflösung wurde deutlich, dass auf dem Mars keine künstlichen Strukturen außerirdischer Intelligenz vorhanden sind.

Viking 1 und 2 hatten u.a. die Aufgabe, der Frage nach dem Leben auf dem Mars nachzugehen. Dabei wurden ein chemisches und drei biologische Experimente durchgeführt. In dem chemischen Experiment wurde versucht, organische Substanzen im Marsboden nachzuweisen. Dazu wurde ein am MIT entwickelter Gaschromatograph-Massenspektrometer benutzt. Es konnten allerdings keine auf Kohlenstoff aufbauenden organischen Substanzen nachgewiesen werden.
Das erste biologische Experiment beruhte auf Stoffwechselaktivitäten von Organismen. Eine Bodenprobe wurde mit einer Nährlösung benetzt und entstehende Gase registriert. Der Marsboden reagierte auf das Experiment mit Abgabe großer Mengen Sauerstoff.
Im zweiten Experiment wurde eine Nährlösung mit radioaktiven Kohlenstoffatomen versehen und auf eine Probe gegeben. Als Ergebnis eines Stoffwechsels hätten sie unter den ausgeschiedenen Gasen nachgewiesen werden müssen. Tatsächlich wurden radioaktive Kohlenstoffatome nachgewiesen.
Das dritte Experiment war ein Photosynthese-Experiment. Radioaktiv markiertes Kohlendioxid wurde dem Marsboden zugesetzt. Dieses Kohlendioxid hätte assimiliert werden und später nachgewiesen werden müssen. Auch dieses Ergebnis war positiv.
Obwohl die Ergebnisse der biologischen Experimente positiv waren, gaben sie aufgrund des negativen Ergebnisses des Gaschromatographen-Massenspektrometer-Versuchs keinen schlüssigen Beweis für Existenz oder Nichtexistenz von Leben auf dem Mars.

Im Jahr 1996 fanden David S. McKay und seine Mitarbeiter Strukturen im Marsmeteoriten ALH84001, die sie als Spuren von fossilen Bakterien deuteten. Allerdings wird die Beweiskraft der gefundenen Strukturen von vielen Wissenschaftlern angezweifelt, da diese auch auf rein chemischem Wege entstehen konnten.

Am 23. Januar 2004 entdeckte die europäische Marssonde Mars Express am Südpol des Mars große Mengen gefrorenen Wassers, doch nirgendwo anders.

Ende März 2004 wurde bekannt, dass Forscher der NASA und der ESA unabhängig voneinander Methan in der Marsatmosphäre nachgewiesen haben. Ob das Methan geologischen Ursprungs ist oder etwa durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen gebildet wurde, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

Ebenfalls Anfang 2004 entdeckte die Marssonde Opportunity Gesteine, die in offenstehendem Wasser abgelagert worden sein müssen und vi
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Morgoths Beobachtungsberichte himmlischer Objekte:

"JUPITER

Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems und einer der vier Gasriesen, bietet ein wundervolles Bild. Sehr gut mit einem Kleinteleskop wie dem meinen lassen sich die zwei Hauptwolkenbänder sehen, die sich parallel über den Planeten ziehen. Auch der GRF (Großer rote Fleck), ein seit gut 350 Jahren tobender Wirbelsturm, der eine Fläche ausfüllt, der größer als die Erdoberfläche ist, ließ sich erahnen. Problemlos können auch die vier galiläischen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto beobachtet werden.

SATURN

Saturn, der zweitgrößte Planet des Sonnensystems und ebenfalls ein Gasriese, lässt sich leicht finden und beobachten. Die Ringe des Saturn, gigantische Ansammlungen von Steinbrocken, Staub und Meteoriten, die in festen Bahnen den Riesenplaneten umkreisen, sind problemlos zu sehen und sehen äußerst beeindruckend aus. Bei guten Bedingungen kann auch die Cassini-Teilung, eine Teilung des Ringes, gesehen werden. Bislang konnte ich zwei Saturnmonde ausfindig machen: Titan und Rhea. Mit dem 114/900er habe ich im August 2003 erstmals Wolkenbänder auf Saturn und den Schatten des Planeten auf dem Ringsystem gesehen.

MOND

Eine sehr beeindruckende Darbietung! Unser Trabant, mit einer Entfernung von rund 340 000 Km der uns am nächsten gelegene Körper im All, lässt sich mit einem Kleinteleskop wunderbar beobachten. Optimal ist zur Beobachtung ein Viertelmond, denn bei Vollmond überstrahlt das grelle Sonnenlicht auf dem Mond viele Konturen. Bei guten Bedingungen sind Hunderte, bei genauer Beobachtung gar Tausende, Krater, gewaltige Gebirgszüge und riesige Mare ("Meere"), deren größtes 2/3 der Fläche Australiens umfasst, sehr scharf und konturenreich zu erkennen. Äußerst ergreifend der Blick über den Rand des Mondes hinaus in die Weiten des Alls. Hier einige der schönsten der von mit zweifelsfrei identifizierten Mondkrater: Theophilus, Cyrillus, Plato, Albategnius, Kopernikus, Kepler, Archimedes, Reinhold, Gambart, Maurolycus, Janssen, Katharina, Plinius, Aristoteles, Eudoxus, Ptolemäus. Die schönsten Gebirge, die ich bislang gesehen habe: Caucasus, Leibnitz Mts., Apenninen, Alpen.

M44 (Auch "Praesepe" oder "Krippe" genannt)

M44 ist ein offener Sternhaufen, d.h. eine leicht kugelförmiger Haufen, der aus zahlreichen, sehr, sehr tief im Universum liegenden Einzelsternen besteht. M44-im Sternbild Krebs gelegen, ist mit dem bloßen Auge in der Regel nicht wahrzunehmen (Höchstens bei sehr guten Bedingungen als kleines, nebliges Fleckchen. Betrachtet man diesen Sternhaufen allerdings bei geringer Vergrößerung im Teleskop, so sind hunderte dicht gedrängte Einzelsterne in verschiedensten Farben, Größen und Helligkeiten zu sehen, die die wundervollsten Muster und Gebilde ergeben. M44 ist das erste von mir erspähte Deep-Sky-Objekt (d.h. ein Objekt weit außerhalb unseres Sonnensystems).

MIZAR

Mizar ist der erste Doppelstern, den ich mit meinem Teleskop erfolgreich getrennt habe (Doppelsterne sind Sterne, die uns auf der Erde wie ein einzelner Stern erscheinen, in Wirklichkeit aber aus zwei Sternen bestehen). Mizar, der mittlere der drei Deichselsterne des Großen Wagens, ist (da der Große Wagen ein zirkumpolares, d.h. immer sichtbares Sternbild ist) zu jeder Jahreszeit am Himmel zu finden. Im Teleskop erkennt man deutlich zwei Lichtpunkte.

MARS

Erstmals habe ich unseren roten Nachbarn mit dem 76/700er im Mai 2003 beobachtet. Sichtbar waren ein deutliches, tiefrotes Planetenscheibchen mit leichter Phase und die scharf abgegrenzte südliche Polkappe. Im August (Jahrtausendmarsopposition!) erhoffe ich mir mit dem 114/900er beeindruckende Resultate. Im Juli 2003 habe ich Mars nun auch intensiv mit dem 114/900er beobachtet. Mit dem neuen Plössl 10mm-Okular konnte ich Marsphase, Südpolkappe, Polsaum, Mare Erythraeum und Bosporos Gemmatus sehen. Mittlerweile habe ich auch Syrtis Major, Sinus Sabaeus, Sinus Meridiani und Mare Serpentis beobachten können.

URANUS

Diesen rund drei Milliarden Kilometer von der Erde entfernten Planeten habe ich erstmals im Juni 2003 mit dem 114/900er beobachtet. Schon bei geringer Vergrößerung zeigt sich ein grünlicher Punkt, der größer als ein Stern erscheint. Bei hoher Vergrößerung sieht man ihn deutlich als kleines Planetenscheibchen.

M13

M13, ein Kugelsternhaufen im Herkules in etwa 25 000 Lichtjahren Entfernung, gilt als einer der schönsten Haufen der Nordhalbkugel. Im Juli 2003 habe ich ihn erstmals beobachtet. Zwar konnte ich den Haufen mit dem 114/900er nicht auflösen, dennoch präsentierte er sich als sehr hellen, in der Mitte heller werdenden Nebelfleck-ein schöner Anblick.

M31 (Andromeda-Galaxie)

Auch diese wohl bekannteste Galaxie habe ich erstmals im Juli 2003 mit dem 114/900er beobachtet. Deutlich sind der rundliche, realtiv helle Galaxienkern und die schwächer leuchtenden Randgebiete dieser aus 400 000 000 000 Sternen bestehenden, 3 000 000 Lichtjahre entfernten Galaxie zu sehen, ein faszinierendes Objekt.

ALBIREO

Albireo im Schwan ist der vielleicht schönste Doppelstern überhaupt. Schon in einem guten Fernglas stehen in deutlicher Distanz eine leuchtend blaue und eine gelbe Komponenten im Teleskop ein Augenschmaus.

M92

Auch dieser Kugelsternhaufen in rund 30 000 Lichtjahren Entfernung befindet sich im Sternbild Herkules. Zwar ist er lediglich etwa 1/2 so groß wie M13, trotzdem wird er durch seine Helligkeit zu einem schönen Objekt.

M45 (Die Plejaden)

Die Plejaden sind der der Erde am nächsten gelegene offene Sternhaufen, sodass schon mit dem bloßen Auge bei guten Bedingungen etliche Einzelsterne zu erkennen sind. Zum ersten mal habe ich die Plejaden im August 2003 mit dem 114/900er beobachtet. Das Gewimmel feiner Lichtpunkte rund um einige sehr helle, bläuliche Sterne ist schon sehr beeindruckend.

M32

M32 ist eine elliptische Zwerggalaxie, die die große Andromedagalaxie M31 umkreist. Im 114/900er konnte ich sie im August 2003 erstmals als kleines Nebelfleckchen sehen.

H/CHI-Haufen

Der h/chi-Haufen im Perseus besteht aus zwei ineinander übergehenden offenen Sternhaufen, die zusammen ein unglaublich dichtes Gewimmel hunderter Sterne bilden ein sehr ästhetischer Anblick. Auch dieses Objekt habe ich erstmals im August 2003 mit dem 114/900er beobachtet.



HYADEN

Die Hyaden sind ein offener Sternhaufen, der sich rund um den Stern Aldebaran im Stier gruppiert. Wegen seiner Nähe zur Erde und der daraus resultierenden großen Ausdehnung des Haufens ist er am Besten mit einem kleinen Fernglas zu beobachten.

M42 (Der große Orionnebel)

Der bekannte Gasnebel unter dem Gürtel des Orion ist schon mit bloßem Auge als schwaches Fleckchen zu erkennen. Im 114/900er ist gut die Form des Nebels erkennbar, außerdem kann ein grünlicher Schimmer des Nebels gesehen werden. Interessant ist auch eine Gruppe von vier eng aneinander liegenden Sternen im Nebel, dem Trapez, das erst bei hoher Vergrößerung getrennt werden kann.

Venus

Die Venus, der innere Nachbarplanet der Erde und zweitgrößter terrestrischer Planet des Sonnensystems, erscheint am Morgen-bzw. Abendhimmel als hellstern "Stern". Im Teleskop sieht man sehr gut die Phasen des Planeten und die weiße Wolkendecke, die den Planeten einhüllt."
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Der Teleskoptyp, den er zum Beobachten benutzt:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]































  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ist das Glas eigentlich halb voll oder halb leer?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Halb leer

Cartoons??? Identitätskrise, Morgoth?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

"Identitätskrise, Morgoth?"



Was hältst du eigentlich von der Hochzeit von Camilla und Charles? Kann das gut gehen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ist mir genaugenommen egal. Sie ist dann Königin, wenn er König wird, oder? Weil, wenn die Königin regiert ist der Mann nicht der König sondern der Prinzgemahl, oder?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Sowie ich es mitbekommen habe, kann Camilla nie Königin werden, weil ihr Ex-Mann noch lebt. Oder irre ich mich da?

Ansonsten bin ich der Meinung, wir sollten einen Moment des römischen Kaisers Severus Alexander gedenken.

Marcus Iulius Gessius Bassianus Alexianus (* 1. Oktober 208, † März 235) war von 222 bis zu seinem Tod römischer Kaiser.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Zusammenfassung

2 Biografie

2.1 Kindheit
2.2 Herrschaft


2.2.1 Wiedergutmachungspolitik
2.2.2 Einfluss der Mutter
2.2.3 Ehe mit Orbiana
2.2.4 Ende der Friedenszeit
2.2.5 Krieg im Osten und Norden


2.3 Tod und Nachfolge


3 Das Ende einer Dynastie

4 Zum Weiterlesen

4.1 Sekundärliteratur
4.2 Weblinks
4.3 Siehe auch


[Bearbeiten]
Zusammenfassung
Nach der Ermordung seines Cousins Varius Avitus wurde Alexianus, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits Marcus Aurelius Severus Alexander nannte, am 13. März 222 zum neuen Kaiser ernannt. Unter seiner Herrschaft herrschte zum ersten Mal nach den Tyrannen Caracalla und Varius Avitus wieder Frieden im Reich; doch der zum Zeitpunkt seiner Amtsergreifung erst dreizehnjährige Alexander stand Zeit seines Lebens unter dem Einfluss seiner Großmutter Julia Maesa bzw. nach deren Tod 224 unter dem seiner Mutter, Julia Mamaea, die die eigentliche Herrscherin war.

[Bearbeiten]
Biografie

Severus Alexander[Bearbeiten]
Kindheit
Severus Alexander wurde am 1. Oktober 208 im syrischen Arca Caesarea als Sohn des Gessius Marcianus und der Julia Avita Mamaea geboren. Seine Mutter war die Nichte des Septimius Severus. Wie sein Cousin Varius Avitus war auch Alexander zunächst Priester des Sonnengottes Sol Elagabal.

221 wurde Varius Avitus von seiner Großmutter überredet, seinen Cousin Alexander als Nachfolger zu adoptieren; Avitus selber hätte dadurch mehr Zeit, sich seinem verehrten Sol Elagabal zu widmen. Doch der junge Kaiser musste schnell zur Kenntnis nehmen, dass seinem Cousin mehr und mehr Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Zornig geworden, verlangte er daraufhin mehrmals seinen Tod, doch zu mehr war er nicht in der Lage: Alexander wurde von der Julia Maesa, die ihn bereits als den kommenden Kaiser auserwählt hatte, um die severische Dynastie zu erhalten, bestens beschützt.

Nachdem Avitus wie geplant am 11. März 222 ermordet wurde, war Alexander durch seine Adoption automatisch zum Nachfolger bestimmt. Nur zwei Tage später übernahm er die Kaiserwürde.

[Bearbeiten]
Herrschaft
[Bearbeiten]
Wiedergutmachungspolitik
Severus Alexander wird von den römischen Historikern - vor allem von Cassius Dio, der unter ihm als Konsul tätig war - als sehr abgeklärt, ruhig und friedliebend beschrieben, ganz im Gegensatz zu seinem fanatischen Vorgänger. Alexander gab sich tatsächlich beste Mühe, die Schäden, die Avitus angerichtet hatte, wieder zu beheben.

Die religiösen Bestimmungen wurden wieder aufgehoben und diverse Heiligtümer des Sol Elagabal entweder zu römischen Tempeln umfunktioniert oder - wie z.B. der heilige Stein von Emesa - schlicht wieder nach Syrien zurückverfrachtet. Auch die Breschen, die Avitus in den Staatshaushalt geschlagen hatte, versuchte Alexander wieder auszugleichen. Dass er dafür unter anderem harte Einschnitte im Militär unternahm, kostete ihn in Verbindung mit seiner mangelnden Begeisterung für das Soldatische viele Sympathien beim Heer. Dies äußerte sich in häufigen Meutereien.

[Bearbeiten]
Einfluss der Mutter

Orbiana, die Gattin des Severus AlexanderDoch viele Schritte, die Alexander zur Besserung der Lage unternahm, brachten aufgrund der Prunk-, Herrsch- und Verschwendungssucht seiner dominanten Mutter wenig oder nichts. Mehrere wichtige Posten wie z.B. der des Prätorianerpräfekten wurden ohne Absprache mit Alexander von ihr besetzt. In diesem speziellen Fall wurde ihr Vertrauter, der Jurist Domitius Ulpianus zum Befehlshaber der mächtigen Prätorianer-Garde. Doch er entpuppte sich als komplette Fehlbesetzung: Nach mehrtätigen, blutigen Krawallen in Rom ließ Ulpianus seine beiden Amtskollegen auf Wunsch der beiden mächtigen Frauen hinrichten, was in seiner Ermordung durch seine eigenen Soldaten endete. All das jedoch wurde dem eigentlich unbeteiligten Severus Alexander angelastet.

[Bearbeiten]
Ehe mit Orbiana
225 schließlich gehorchte Alexander seiner Mutter einmal mehr, indem er die angesehene Patriziertochter Orbiana, die Tochter des Seius Sallustius, heiratete. Er selbst scheint sogar echte Liebe zu ihr empfunden zu haben. Doch seine Mutter bekam schnell Angst vor einer eventuellen Rivalin, verbannte Orbiana nach Afrika und ließ zudem noch ihren Vater hinrichten.

Diese Maßnahmen gingen Alexander persönlich sehr nahe und steigerten gleichzeitig die Wut der Soldaten noch mehr, denn Alexanders Schwiegervater Sallustius war sehr beliebt bei den Militärs.

[Bearbeiten]
Ende der Friedenszeit
Nach der Zwangsscheidung des Alexander bröckelte die Moral und die Loyalität im römischen Heer beständig. In regelmäßigen Abständen meuterten oder revoltierten die Soldaten. Auch in der Hauptstadt Rom selber war die Situation sehr angespannt. In dieser Lage erreichte den Jungkaiser nun plötzlich eine katastrophale Nachricht: 230 war im Partherreich, einem alten Feind Roms, eine neupersische Dynastie an die Macht gekommen, die sogleich in der römischen Provinz Mesopotamien einmarschierten.

Die halbherzigen Verhandlungen, die Alexander zuvor unternommen hatte, waren im Sande verlaufen, und aufgrund seiner militärischen Unerfahrenheit reagierte er nur sehr zögerlich. Erst nach rund einem Jahr - im Frühling 231 - verließ Alexander die Hauptstadt in Richtung Antiochia. Dieser Zug war von beständigen Unruhen innerhalb der Armee gekennzeichnet: Im Sommer 231 etwa erhob sich mindestens ein Gegenkaiser. Alexander schlug die Revolten mühsam nieder, und einer der mutmaßlich zwei Rebellen ertrank im Euphrat. Der Aufmarsch konnte weitergehen.

[Bearbeiten]
Krieg im Osten und Norden

Büste im Louvre232 schließlich begann Alexander die Gegenoffensive - fast zwei Jahre nach Kriegsbeginn. Der rund ein Dreivierteljahr dauernde Krieg endete weder mit Sieg noch mit Niederlage: Im Endeffekt konnte Alexander Mesopotamien nur durch die zahlenmäßige Überlegenheit der Römer zurückgewinnen. Die Verluste auf beiden Seiten waren so hoch, dass die Perser nicht mehr genug Männer für einen Gegenangriff sammeln konnten. Insofern war Alexander der Gewinner. Doch der glorreiche Sieg, den viele sich erhofft hatten, blieb aus. Das nagte stark an der Zufriedenheit der Truppen.

Kaum aus dem Krieg zurück, musste Alexander sich erneut einer Bedrohung für das Reich stellen: Germanische Truppen überschritten den Rhein und wüteten im unmittelbaren Hinterland. Um diesen Attacken zu begegnen, musste Alexander sogar Truppen aus dem Osten wieder abziehen. 234 stießen die Legionen dann über den Rhein vor. Um Zeit zu gewinnen, sandte Alexander reiche Geldgeschenke an die Gegner. Dieser Trick ging zwar auf, doch seinen Legionären gegenüber war dies ein Affront höchsten Grades.

[Bearbeiten]
Tod und Nachfolge
Im März 235 hatten die Soldaten dann endgültig genug, und der Offizier Maximinus Thrax wurde bei Mainz zum Gegenkaiser ausgerufen. Zur selben Zeit befand sich Alexander nur wenige Meilen entfernt in Vicus Britannicus, dem heutigen Mainz-Bretzenheim. Die Rebellen beschlossen daraufhin, den Kaiser anzugreifen.

Als er dies erfuhr, beging Alexander einen weiteren Fehler, der ihn den letzten Respekt seiner Soldaten kostete. Von Heulkrämpfen geschüttelt flehte er in seiner Rede die anwesenden Truppen an, ihm beizustehen. Zwar schworen sie ihm Beistand, doch beim Angriff am folgenden Tag schlossen sie sich den Meuterern an. Alexander flüchtete sich ins kaiserliche Zelt und warf seiner mit anwesenden Mutter vor, an der Situation schuld zu sein. Nur Minuten später wurden die beiden von den eindringenden Rebellen getötet.

[Bearbeiten]
Das Ende einer Dynastie
Mit Severus Alexander fand nach 42 Jahren des Herrschens (mit kurzer Unterbrechung durch Macrinus) die severische Dynastie ihr Ende. Mit der Herrschaft des Maximinus Thrax begann die Zeit der Soldatenkaiser.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wenn Severus Alexander stets ein tugendhaftes Leben geführt hat, kann er dann trotz mangelndem christlichem Glauben in den Himmel gekommen sein?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Psycho Dad

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Nein.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Psycho Dad]

Rekrutiert ihr jetzt mit euren sigs User zum ForumForum?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Mr_Greenleaf

Captain Obvious

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Wusstet ihr eigentlich, woher der Begriff "Unter aller Kanone" kommt?
Früher gab es statt Noten mehrere Kanonstufen. Ungenügende Leistungen waren "sub omnia canone", was ein sächsischer Lehrer fälschlisch mit "Unter aller Kanone" übersetzte.


Cool, der konnte genausogut Latein wie ich.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Mr_Greenleaf]

Lady, ich glaub, du musst den PD nicht in der Huldigungsform ansprechen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

So war das nicht gemeint. Cowboy und andere aus dem ForumForum machen auch Werbung in ihren Signaturen (wieso eigentlich? Brauchen die Schurken Nachwuchs?) und deswegen ihr = 2. Person Plural.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Da fällt mir aber ein, dass es doch eigentlich angebracht wäre, mich in der Huldigungsform anzusprechen. Meinetwegen auch mit "Majestät" oder "Ehrwürdiger Heiliger Vater". Wenigstens in meinem Priavatthread.



  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]


DOMINUS NOSTER MORGOTHUS PIUS FELIX AUGUSTUS
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Wo ihr Recht habt... Eigentlich sollte auch zu mir in ebendieser gesprochen werden. Man beachte meinen Nick: LadyofMordor - Ich bin adelig!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Mein Priavatthread ist aber absolutistisch organisiert. Außer dem Kaiser von Gottes Gnaden hat hier niemand was zu melden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Meine Residenzstadt
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Es ist übrigens an der Zeit, die geduldigen Leser des Priavatthreads über das Tapir aufzuklären.

Die Tapire (Tapiridae) bilden eine Familie der Unpaarhufer, die nur eine Gattung, Tapirus, umfasst. Das Wort "Tapir" stammt aus der Indianersprache Tupi.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Merkmale

2 Verbreitung

3 Lebensweise

4 Evolution

5 Systematik

6 Flachlandtapir

7 Mittelamerikanischer Tapir

8 Bergtapir

9 Schabrackentapir

10 Weblinks

11 Literatur

[Bearbeiten]
Merkmale
Tapire sind äußerlich schweineähnliche Säugetiere. Ihre Nasen sind mit der Oberlippe zu kleinen Greifrüsseln verwachsen. Mit diesen spüren sie die Blätter auf, von denen sie sich vorwiegend ernähren. Mit ihren langen, muskulösen und beweglichen Zungen gelangen sie auch an Blätter von Pflanzen, die dornenbewehrt sind. Neben Blättern fressen Tapiere auch Nüsse, Gemüse und Früchte.

Tapire werden je nach Art etwa 2 m lang und 150 bis 300 kg schwer und sind damit um einiges größer als die meisten Schweine. Die größte Tapirart ist der Schabrackentapir, der fast so groß wie ein Esel ist.

Tapire haben sehr gute Zähne und die Angewohnheit, ihren Kopf blitzschnell zu drehen, nachdem sie zugebissen haben. Ein Unterarm zum Beispiel würde bei einer solchen Aktion sofort brechen.

[Bearbeiten]
Verbreitung
Tapire waren und sind typischerweise Bewohner von dichten Wäldern. Deshalb war die Ausbreitung großer Graslandschaften im Neogen nicht günstig für sie. So haben von der einst artenreichen Familie auch nur vier Arten bis heute überlebt. Von den vier Arten leben drei in Mittel- und Südamerika, wo sie in den wärmeren Gebieten verbreitet sind, die vierte Art, der Schabrackentapir, ist in Südostasien beheimatet.

In ihrem Habitat sind Tapire auf die Nähe von Wasser angewiesen. Alle Arten sind gute Schwimmer.

[Bearbeiten]
Lebensweise

Junger FlachlandtapirTapire leben als nachtaktive Einzelgänger. Begegnen Artgenossen einander, verhalten sie sich sehr aggressiv. Nur während der Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen für kurze Zeit zusammen. Die Tragzeit dauert etwas über ein Jahr, hiernach kommt ein einziges Jungtier zur Welt. Neugeborene sehen bei allen Tapirarten gleich aus: Sie sind dunkelbraun und tragen hellbraune bis weiße Längsstreifen, die zu Flecken und Stricheln aufgelöst sein können. Nach einem halben Jahr beginnt dieses Muster allmählich zu verschwinden; nach dem ersten Lebensjahr sieht der junge Tapir in der Färbung aus wie sein Muttertier und wird von diesem vertrieben. Mit vier Jahren ist er geschlechtsreif.

Obwohl sie von großen Katzen, Bären, Krokodilen und Anakondas gejagt werden, ist der Mensch der größte Verfolger der Tapire. Tapire werden vom Menschen wegen ihres Fleische und ihrer Häute bejagt. Sowohl die Jagd als auch der Habitatverlust haben dazu geführt, dass die Bestandszahlen aller vier Tapirarten gesunken sind.

[Bearbeiten]
Evolution
Stammesgeschichtlich sind die Tapire im Vergleich zu anderen Säugern eine durchaus alte Familie: Die ältesten Fossilien stammen aus dem Eozän Nordamerikas. Im Oligozän waren Tapire mit der Gattung Protapirus auch in Europa weit verbreitet. Die Gattung Tapirus tauchte im Miozän auf. Nach Südamerika, dem Schwerpunkt ihres heutigen Verbreitungsgebiets, gelangten Tapire erst relativ spät, nämlich im Pleistozän. Gleichzeitig existierte in Ostasien Megatapirus, ein pferdegroßes Tier, das der größte Tapir aller Zeiten war.

[Bearbeiten]
Systematik
Man unterscheidet die folgenden vier Arten:

Flachlandtapir (Tapirus terrestris)
Bergtapir (Tapirus pinchaque)
Mittelamerikanischer Tapir (Tapirus bairdii)
Schabrackentapir (Tapirus indicus)
Der Schabrackentapir wird gelegentlich in einer eigenen Gattung als Acrocodia indica geführt.

[Bearbeiten]
Flachlandtapir

FlachlandtapirVerbreitungsgebiet des Flachlandtapirs sind die Regenwälder Brasiliens, Kolumbiens und Venezuelas. Er ist rotbraun gefärbt und an Kehle und Wangen manchmal, aber nicht immer, weiß. Die IUCN führt den Flachlandtapir als gefährdet. Wichtigster Faktor bei seiner Dezimierung ist die Zerstörung der Wälder, wodurch er seines Lebensraums beraubt wird. An den Waldrändern dringt er manchmal auf Zuckerrohrplantagen oder Kakaopflanzungen vor und wird dort geschossen.

Von allen Tapiren wird der Flachlandtapir am häufigsten in Zoos gezeigt. Es wird berichtet, dass sich junge Tapire an Menschen gewöhnen und sich gut zähmen lassen, so dass sogar Kinder auf ihnen reiten können. Allerdings wurde anscheinend niemals in der Menschheitsgeschichte ein ernsthafter Versuch unternommen, einen Tapir zu domestizieren.

[Bearbeiten]
Mittelamerikanischer Tapir
Der Mittelamerikanische Tapir oder Baird-Tapir ist vom äußersten Süden Mexikos über Mittelamerika bis in die westlich der Anden gelegenen Küstenregionen Kolumbiens und Ecuadors verbreitet. Mit einer Körperhöhe von 120 cm und einem Gewicht von 300 kg ist er nicht nur der größte neuweltliche Tapir, sondern auch das größte wildlebende Säugetier der amerikanischen Tropen. Dem Flachlandtapir sieht er sehr ähnlich, ist aber größer und hat eine kürzere Nackenmähne.

Die IUCN führt den Mittelamerikanischen Tapir inzwischen als bedroht. Die Gesamtpopulation wird auf weniger als 5000 geschätzt, nachdem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 70 % der Regenwälder Mittelamerikas vernichtet worden sind.

[Bearbeiten]
Bergtapir
Die kleinste Tapirart ist der in den Anden Kolumbiens, Perus und Ecuadors verbreitete Bergtapir oder Andentapir. In der Färbung gleicht er den beiden vorgenannten Arten, hat aber weiße Lippen und weiße Ohrspitzen. Auffälligster Unterschied zu den anderen Tapiren ist, dass die Haut von einem wolligen Fell bedeckt ist, das gegen die Kälte des Hochgebirges Schutz bietet.

Auch der Bergtapir ist bedroht. Die Konkurrenz von Hausrindern vertreibt ihn aus weiten Teilen seines Verbreitungsgebiets. Sogar in den Nationalparks weiden heute Rinder auf den Bergwiesen. Die Gesamtpopulation wird auf 2500 Tiere geschätzt, womit dies der seltenste Tapir ist.

[Bearbeiten]
Schabrackentapir
In seiner Färbung weicht der Schabrackentapir von den drei anderen Arten ab: Die vordere Hälfte des Körpers und die Hinterbeine sind schwarz, der hintere Rumpf ist weiß. Dieses Muster ist eine wirkungsvolle Tarnung, da der Tapir sich im Dunkel des Regenwaldes gegen seinen Hintergrund kaum abhebt. Alle Schabrackentapire haben weiße Ohrenspitzen. Verbreitet ist er im Süden Myanmars, in Thailand, auf dem Festland Malaysias und auf der Insel Sumatra. Dies ist der Rest eines einst viel größeren Verbreitungsgebiets, das sich vom Süden Chinas über ganz Südostasien erstreckte und auch die Insel Borneo umfasste. Da der Schabrackentapir in diesen Ländern schon vor mehreren Jahrtausenden ausstarb, ist menschliches Zutun für diesen Schwund des Verbreitungsgebiets wohl nicht verantwortlich.

Wie bei den südamerikanischen Arten ist die Zerstörung der Regenwälder die größte Bedrohung für den Schabrackentapir. Dagegen ist die Jagd heute kein Problem mehr, obwohl noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts Tapirfleisch auf thailändischen Märkten angeboten worden sein soll. Durch strenge Schutzmaßnahmen werden Schabrackentapire heute nicht mehr gejagt und haben den IUCN-Status "gefährdet". Wie viele freilebende Schabrackentapire es noch gibt ist weitgehend unklar, da sie sich aufgrund ihrer scheuen Lebensweise nur selten den Menschen zeigen.

Schabrackentapire verharren im Falle von Gefahren in der Regel regungslos und vertrauen auf ihre gute Tarnung. Geraten sie aber in Panik rennen sie blindlings durch den Busch. Unvorsichtige Tiger oder andere Raubtiere werden dabei einfach umgerannt.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Aber natürlich, eure Hochheit, ich ziehe mich nun zurück, mögen eure Wikipedia-Orgien noch bis in die frühen Morgenstunden dauern. Verzeiht mir, eure Majestät aber ich muss noch etwas loswerden:

und weg ist sie
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Psycho Dad

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
So war das nicht gemeint. Cowboy und andere aus dem ForumForum machen auch Werbung in ihren Signaturen (wieso eigentlich? Brauchen die Schurken Nachwuchs?) und deswegen ihr = 2. Person Plural.



Einige Schurken wollen sich in Zukunft verstärkt ihren forenexternen Hobbys widmen. Andere beginnen ein bürgerliches Leben hier im Forum. Da wird es Zeit, Nachwuchs zu rekrutieren. Übrigens keine Angst, falls Ihr Euch für zu harmlos für das Schurkenforum haltet! Dort ist noch jeder verdorben.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Psycho Dad]

HEUTE: Die große Welt der Schweine

Hängebauchschwein:


Pinselohrschwein:


Warzenschwein:


Europäisches Wildschwein:


Hausschwein:


Meerschwein:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

krasser thread...die gróße Welt der Schweine....köstlich....
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Sador]

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Eid Tlew tkcets rellov Netätisoiruk.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Kannst du das mal auf deutsch sagen?

Geändert durch Sador (27.02.2005 19:05)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Das 100. Posting im Priavatthread!













  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wenn wir unter "Deutsch" dasselbe verstehen, ist es bereits deutsch, Rodas.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Die Party zum 100. kommt in Gang!









Editiert, da Bild von Pornoseite stammt => Verstoß gegen NUB.
ET

Geändert durch Éomunds Tochter (28.02.2005 11:28)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Vielleicht tut sie das....aber man muß halt bedenken was für mich kurios ist und was für dich kurios ist, dh was für dich ist muß nicht für mich... rodas gefällt mir
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Editiert, da Pornographie => Verstoß gegen NUB
ET



JA DU HAST RECHT UND DIE UNTERSCHIEDLICHSTEN LEUTE SIND DABEI!!

Geändert durch Éomunds Tochter (28.02.2005 11:31)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Sador]

Es ist Sonntag, so lasset uns beten!


Pater noster, qui es in caelis,

sanctificetur nomen tuum.

Adveniat regnum tuum.

Fiat voluntas tua, sicut in caelo et in terra.

Panem nostrum quotidianum da nobis hodie,

et dimitte nobis debita nostra,

sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.

Et ne nos inducas in tentationem:

sed libera nos a malo.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

huorn

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Wenn wir unter "Deutsch" dasselbe verstehen, ist es bereits deutsch, Rodas.


Überfordere ihn doch nicht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

wer hat heute eigentlich anstelle des Papstes das Sonntagsgebet gesprochen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Der Papst war kurz am Fenster und hat einige Worte zu den Pilgern gesprochen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

ich dachte er kann nicht sprechen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Offenbar kann er doch.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

wir sollten wetten abschließen, wann ihn der liebe gott zu sich holt.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Bard

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ein Wunder!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Morgoth ich will dir nochmal ganz persönlich gratulieren...herzlichen Glückwunsch zu deinem 100. post
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Wir sollten Wetten abschließen, welchen Papsthetzer der liebe Gott als nächstes über den Jordan befördert.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

ich sage noch im märz.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Sador

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Na das dauert der ist zähhhhhh wie ein Kaugummi...frühestens 2007
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Sador]

Der Petersdom




S. Pietro in Vaticano. Patriarchalbasilika St. Peter. Erste Kirche von 311. Zurückgehend auf die Basilika, die in der ersten Hälfte des 4. Jh. Kaiser Konstantin auf dem vatikanischen Hügel errichten liess, in Erinnerung an den Apostelfürsten der hier im Circus des Nero den Märtyrertod erlitten hatte (Kreuzigung mit dem Kopf nach unten, Herbst 64 n. Chr.) Eine der vier römischen Patriarchalbasiliken und sieben römischen Pilgerkirchen.

Peterskirche, Petersdom, Basilika St. Peter, Grabeskirche des Apostels Petrus. Zentrales Heiligtum und Pilgerstätte der römisch-katholischen Kirche. Palastkirche, nicht Kathedralkirche des Papstes (vgl. Lateran). Um 320 von Konstantin d. Gr. Eine erste fünfschiffige Basilika. (vgl. auch Petersgrab). Wechselvolle Baugeschichte. Ab 1451 erste umfassende Renovierung unter Nikolaus V, Pius II, Julius II. Im 16. Jh. weitere Umgestaltung durch berühmte Künstler und Baumeister Bramante, Rafael und Michelangelo. Auch die nachfolgenden Päpste investieren erheblich in die Ausgestaltung der Basilika. (1624-1633 gestaltet Bernini den Hochaltar und die Vierung). Urban VIII. konsekriert die Basilika 1626.

Basilika St. Peter auf dem vatikanischen Hügel. Erste Kirche von Kaiser Konstantin errichtet.

Zugang vom Petersplatz (Piazza San Pietro - Kolonnaden und Brunnen Berninis. Obelisk)

Links hinter den Kolonnaden an der Piazza San´Ufficio der vatikanische Palast des früheren Heiligen Offiziums heute Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre (Kardinal Joseph Ratzinger), weiter führt der Weg an der Porta San Angelo zum Campo Santo Teutonico und dem Domus Sanctae Marthae (Gästehaus des Vatikans). Rechts hinter den Kollonaden die Kaserne der Schweizer Garde, der Apostolische Palast (Damasus-Hof), ua. mit dem Audienzsälen, dem Staatssekretariat und den Privatgemächern des Papstes.

Seit 800 Krönungskirche zahlreicher römisch-fränkischer, später römisch-deutscher Kaiser. (Karl d. Gr. Am 25.12.800), da ausserhalb der dem Papst vorbehaltenen Hauptstadt.) Eigentliche Papstkirche ist S. Giovanni in Lateran (Lateranbasilika).

Nach Rückkehr aus dem Exil in Avignon Verlegung der Residenz in den Vatikan, wegen besserer Verteidigungsmöglichkeiten. 1506, unter Julius II., Beginn des Neubaus anstelle der alten konstantinischen Basilika. (vgl. „Peterspfennig, Ablasswesen, lutherische Reformation).

Umbau unter Paul V. und schliesslich, 1626, Konsekration. Alle in Rom tätigen grossen Baumeister verewigen sich: u.a. Bramante, Raffael, Michelangelo, Bernini.

Seit dem frühen Mittelalter und vornehmliches Ziel der Pilger aus dem fränkisch-germanischen Norden. Galt für die Alte Kirche das Heilige Land mit Jerusalem als „überragendes Pietätszentrum“, so wurde nun das Petrusgrab der hervorgehobene „Gnadenort“ der Wallfahrer.

Vatikanische Basilika: BasilikaMasse: Höhe – 141,5 Meter, Länge: 211,5 Meter, Marmorsäulen: 229, Travertin-Säulen: 533. Dreischiffige Basilika. Am 18. November 1626 von Papst Urban VIII. eingeweiht. Über der antiken Basilika Konstantins, die heute die Vatikanischen Grotten bilden. (u.a. Zugang zur Nekropole mit der angenommenen Grablege des Hl. Petrus, das 1950 entdeckt wurde, in einer Nische der sog. roten Mauer.) Die Marmorfigur in der Mitte der Confessio stellt Pius VI. dar.

Grundstein der heutigen Peterskirche wurde von Julius II am 18. April 1506 gelegt. Bramante, Raffael, Michelangelo und Bernini haben sich in der Architektur, Bildhauerei und Malerei verewigt. Der Architekt Maderno veränderte den ursprünglichen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes zu einem lateinischen Kreuz. Die Basilika ist 211,50 m lang, 132,50 m hoch, das Mittelschiff ist 186 m lang und 27,50 m breit. In ihrem Innern befinden sich 44 Altäre,8n kleiner Kuppeln und etwa 800 Säulen aus Marmor, Bronze oder Stuck.

Nach der Vorhalle Eintritt durch die Bronzetür des Filarete. Daneben die Heilige Pforte (Porta Santa, die nur während eines Heiligen Jahres geöffnet wird, in der Regel alle 25 Jahre.)

Das Mittelschiff wird beherrscht vom Papstaltar über der Confessio mit dem von gedrehten Säulen getragenen Baldachin unter der Hauptkuppel. Weitere Kunstwerke: die Bronzestatue des hl. Petrus, deren Fuss von den Spuren verehrungsvoller Küsse von Millionen Pilgern gezeichnet ist.

Am inneren Kuppelfries auf Griechisch und Latein die Worte Jesu zur Berufung des Petrus als seinen Nachfolger: TU ES PETRUS ET SUPER HANC PETRAM AEDIFICABO ECCLESIAM MEAM ET TIBI DABO CLAVES REGNI COELORUM. In der Apsis des Domes die Kathedra Petri, ein alter Kaiserstuhl (von Karl dem Kahlen), flankiert von den Statuen von vier Kirchenvätern (zwei lateinischen und zwei griechischen). Vor und in den Seitenkapellen die Pietá von Michelangelo, die Sakramentenkapelle mit dem Ziborium Berninis. Die Grab- und Denkmäler von Klemens XIII., Urbans VIII., Pauls III. Alexander VII., Innozenz VIII., Benedikt XV. sowie das des heiligen Pius X. Maria Clementina Sobieski und Maria Stuart wird ein ehrendes Andenken bewahrt. In den Grotten wird der Pilger vor allem die Grablegen der Päpst des vergangenen Jahrhunderts aufsuchen: Benedikt XV., Pius XI., Pius XII., Johannes XXIII., Paul VI. und Johannes Paul I.

Renovierung der Nekropolis (antike Gräberstätte) im Jahr 2000 abgeschlossen.

Sacre Grotte Vatikane – die heiligen vatikanischen Grotten

In den Grotten von St. Peter fünf Nationalkapellen. (polnisch, irisch, tschechisch, litauisch und deutsch), vier am Rundgang um das Petrusgrab, die deutsche am hintersten Ende des ersten Kirchenschiffs, d.i. das westliche Kirchenschiff der unterirdischen Basilika.

Hier sind drei Deutsche beigesetzt: ein Kaiser, ein Papst und ein Prälat: Kaiser Otto II, geb. 855, als Kind in St. Peter zum Kaiser gekrönt, mit 17 verheiratet mit der griechischen Prinzession Theophanu, mit 28 gestorben.(893), auf dem Weg zur Eroberung Siziliens. (man vermutet Vergiftung). Zunächst im Atrium , dem alten Vorhof der Basilika begraben, Nach Abbruch des Atriums um 1600 in die Grotten. Aus einem kostbaren Porphyrsarg aus dem Mausoleum Hadrians umgebettet in einen schlichten Steindsarg. Der alte Porphyrdeckel dient bis heute als Taufbrunnen in St. Peter.

Gegenüber von Otto II ruht Papst Gregor V. (Bruno von Kärnten, ein Vetter Otto II.). Zunächst Mitglied der Hofkapelle. Otto III ernannte den 24jährigen im Jahr 996 zum Papst.

Er wiederum krönt Otto III zum Kaiser am Himmelfahrtsfest 996 im Petersdom.Gregor V. gerät in Konflikt mit dem römischen Adel, der einen Gegenpapst ausruft.(Johannes XVI.), den Gregor grausam strafen lässt. 999 stirbt er an Malaria, 27 Jahre alt. Drei Jahre später folgt ihm der junge Otto III in den Tod.

Mit Gregor V. beginnt die Reihe der fünf deutschen Päpste: Klemens II (Suitger von Bamberg – 1046-47), Damasus II (Poppo der Bayer 1048), Leo IX. (Bruno Graf von Egisheim-Dagsburg – 1049-54, der Papst der das Grosse Schisma mit der Ostkirche auslöste), Viktor II. (Gebhard Graf von Hirschberg – 1055-57), alles Verwandte oder Günstlinge der Kaiser, mit kurzer Regierungszeit. In Rom hinterliessen sie keine Spuren.

Als dritter Deutscher in der Krypta: Prälat Ludwig Kaas aus Trier (1881-1952). In der Weimarer Republik Vors. der (kath.) Zentrumspartei, dessen Auflösung er 1933 herbeiführte.

Er ging nach Rom und wurde Leiter der Dombauhütte von St. Peter und beschleunigte den Ausbau der Grotten zu einer richtigen Unterkirche und die Grabungen, die zur Auffindung des Petrusgrabes führten. In der Petruskapelle werden in 19 Plexiglaskästchen die Gebeine eines alten, aber robusten Mannes aus dem 1. Jh. aufbewahrt, den Indizien nach die sterblichen Reste des Petrus.

In der Deutschen Kapelle Fragment eines Steins mit Inschrift, welcher die Schenkungen der Markgräfin Mathilde von Toscana bezeugt. Auf ihrer Burg spielte sich der „Gang nach Canossa“ ihres Vetters Heinrich IV. im Januar 1077 ab. Heinrich bat Gregor VII. den über ihn verhängten Bann aufzulösen, was auf Mathildes Vermittlung geschah. (vgl. Investitur-Streit)

In der Apsis am Ende des Mittelschiffes die Cathedra Petri. Bronzene Hülle für einen älteren hölzernen Thron von Bernini geschaffen, der frommen Legende nach der Lehrstuhl des hl. Petrus, vermutlich für Karl d. Kahlen zu seiner Kaiser-Krönung angefertigt, Weihnachte 875 und nach der Krönungsfeier dem Papst oder der Peterskirche geschenkt.

Erster Bau von Kaiser Konstantin errichtet und konsekriert 326. Papst Simplicius baut die Kirche weiter aus 468.

1452 Papst Nikolaus V. Neubau, durch Bernardo Rosselino. 1455, unter Julius II., übernimmt Bramante einen weiteren Ausbau als neue Basilika nach dem Grundriss eines griechischen Kreuzes und zentraler Kuppel. Zwischen 1506 und 1514. Vier gewaltige Säulen , die das Mittelstück mit einem Querschnitt von 43 Metern tragen. Sollte das Zentrum der Christenheit symbolisieren, welches das Universum repräsentiert, symmetrisch auf allen Seiten, vollkommen wie ein Diamant. Auch er entschied sich für die griechische Kreuzform, gekrönt von einer Kuppel und umgeben von vier kleineren Lichtdomen. Dann folgte Raffael, der eine lateinische Kreuzform bevorzugte.

Papst Paul III. beauftragt Michelangelo, die Bauaufsicht zu übernehmen. M. war damals schon 72 Jahre alt. Lehnte zunächst ab, dann aber nahm er den Befehl an. 1547 , bis zu seinem Tod 1564, ohne Bezahlung aber mit voller Freiheit der Gestaltung. Er hat Bramantes Projekt verkleinert. Entwirft die Fassade. 1586 Obelisk aus dem Zirkus von Nero zum Petersplatz. Die grosse Kuppel vollendet von Domenico Fontana und Giacomo Della Porta 1588-89. 1607 Chefarchitekt

Gianlorenzo Bernini wird 1616 mit der Bauaufsicht beauftragt und legt den letzten Schliff an. Nach dem Konzil von Trient sah die Kirche im Barockstil den angemessenen Ausdruck, ihre neue errungene Macht zur Geltung zur bringen. (Von ihm stammt der Bronze-Baldachin über dem Papstaltar sowie die Kolonnaden, die den Petersplatz säumen.

Sehenswert im Dom: Pietá von Michelangelo, vatikanische Grotten über der Nekropole, als letzte Ruhestätte zahlreicher Päpste, (1506 von Julius II angelegt. Letzte Beisetzungen: Pius XII., Johannes XXIII, Paul VI., Johannes Paul I.) Der Papstaltar (Konfessions- oder Bekenntnisaltar) unter der Kuppel, auf vier gedrehten Bronzesäulen ruhendes Ziborium (Tabernakel, Baldachin) von dem Barock-Baumeister Gian Lorenzo Bernini 1624-1633 im Auftrag von Urban III aus dem Adelshaus der Barberini geschaffen. 29 Meter hoch; Unter und teilweise vor dem Hauptaltar liegt die „confessio“ (wörtlich: Bekenntnis), ein kryptaähnlicher Unterraum, als Teil der vatikanischen Grotten. Nicht einsehbar der Ort, der als Grablege des heiligen Petrus angenommen wird. Ferner von Bernini die „cathedra petri“ in der Apsis. (der Legende nach hölzerner Stuhl des Petrus, vermutlich aber Thron von Karl II, „der Kahle“ – 823-877 – Enkel Karls d. Gr., Kaiser seit 875, von Bernini kostbar gefasst.

Grabmal für Papst Pius VII. der unter Napoleon in die Verbannung geschickt wurde und nach seiner Rückkehr in den Vatikan am 20. 8. 1823 starb. Entworfen von dem Dänen Bertel Thorvaldsen und Karl Friedrich Schinkel, beide Protestanten. In der Cappella Clementina. 1831 fertiggestellt.

Fassade von St. Peter: 113 m breit, 44,5 m hoch. Acht 28,3 m hohe Säulen aus Travertin. Darüber Brüstung mit 5, 8 m hohen Statuen Christi und der Apostel. Über dem Mitteleingang die bekannte „Loggia della Benedizione“ für den päpstlichen Segen „urbi et orbi“ an hohen kirchlichen Feiertagen.

Die Fassade wurde von 1997 bis 1999 renoviert. Die Kosten wurden von der us-amerikanischen katholischen Laienorganisation „Knights of Columbus“ (Kolumbusritter( übernommen. Bei der Enthüllung der schon fast fertiggestellten Fassade im Jahre 1612 hatte der regiernde Papst Paul V. aus der Familie der Borghese unterhalb des mittleren Giebelfeldes seinen Namen verewigt, statt den des Apostelfürsten und Kirchenpatrons Petrus. („Paulus V. Burghesius Romanus).

Unter der Basilika liegen der Circus des Nero und eine Nekropole des 1. Jh. Baugeschichte: Zunächst fünfschiffige Basilika des Kaisers Konstantin, 1506 Beginn des Ersatzbaus unter Bramante, (Grundriss ist ein griechisches, also gleicharmiges Kreuz) ab 1514 Raffael. Bau des Langhauses. 1547 folgt Michelangelo (bis zu seinem Tod 1564). Kuppelbau 1593 abgeschlossen. Anfang 17. Jh. Änderungs des Grundrisses in ein lateinisches Kreuz. Prunkfassade vor dem Langhaus. 1667 vollendet Bernini den Petersplatz.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Sador]

Man spekulierte ja er würde ans Fenster kommen, da Sprecher mitgeteilt hatten er würde der Predigt im Krankenhasu beiwohnen.

Alles gute zu Threadjubiläum
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Morgoth, wenn du schon ständig kopierst, dann entfern doch bitte die "bearbeiten" links. Das ist doch blöd.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SackheimBeutlin]

Die Prominenz meldet sich zum Threadjubiläum!







  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Der Priavatthread greift zu neuen Werbemethoden, um den Forumspöbel anzulocken:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

WALLENSTEIN

Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, besser bekannt als Wallenstein, (* 24. September 1583 in Hermanitz an der Elbe, Böhmen, heute: Heřmanice nad Labem, Tschechien; † 25. Februar 1634 in Eger; tschechisch Albrecht z Valdštejna) war ein oberster General - neben dem älteren Tilly - zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.


Albrecht von WallensteinEr kämpfte auf Seiten des Kaisers und der Katholischen Liga gegen die Protestantische Union, fiel später jedoch in Ungnade und wurde von kaiserlichen, pappenheimer Offizieren getötet.

Seine Kriegszüge finanzierte er als erster seiner Zeit nicht mehr durch kaiserliche Apanagen, sondern durch rücksichtslos erpresste Kontributionen in Feindes- wie Freundesland (verbrannte Erde, Krieg ernährt den Krieg). Er starb als einer der reichsten Männer Europas.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Kindheit und Jugend

2 Laufbahn

3 Generalissimus und Feldmarschall

4 Der Mensch Wallenstein

5 Literatur

6 Weblinks

[Bearbeiten]
Kindheit und Jugend
Nach dem frühen Tod seiner Eltern Wilhelm von Waldstein und Margarete Smiricky, die sich zu dem damals in Böhmen verbreiteten evangelischen Glauben bekannt hatten, brachte einer seiner mütterlichen Onkel, Albrecht Slawata von Koschumberg, den 15-jährigen Wallenstein nach Olmütz in ein Konvikt der Jesuiten, wo er zur katholischen Kirche übertrat, ohne sich jedoch je durch kirchlichen Eifer hervorzutun.

Herangewachsen, besuchte er die evangelische Universität Altdorf und bereiste in Begleitung des berühmten Mathematikers Peter Vergundus Holland, England, Frankreich und Italien, wo er in Bologna und Padua Mathematik und Astronomie studierte. Aus Italien zurückgekehrt, trat er bei Kaiser Rudolf II. in Kriegsdienste und erhielt nach einigen Feldzügen gegen die Türken eine Hauptmannsstelle.

Nach dem Frieden (1606) kehrte er nach Böhmen zurück und heiratete die betagte Witwe Lukretia Nekyssowa von Landeck, nach deren Tod (1614) ihm ansehnliche Güter in Mähren zufielen, während er auch 14 Güter von seinem Onkel erbte. 1617 unterstützte er Erzherzog Ferdinand im Friauler Krieg gegen Venedig durch eine Anzahl Reiter und Fußvolk und trug viel zur Rettung der belagerten Festung Gradisca bei. Nach dem Frieden wurde er zum kaiserlichen Obersten ernannt und bei seiner Vermählung mit Isabella Katharina, der Tochter des Grafen Harrach, eines Günstlings Ferdinands, in den Grafenstand erhoben.

[Bearbeiten]
Laufbahn
Als Oberst eines mährischen Reiterregiments schloss er sich beim Aufstand der böhmischen und mährischen Stände 1618 seinen Landsleuten nicht an und flüchtete, als sein Regiment ihn verließ, mit der Kriegskasse zu Ferdinand, der ihm das Kommando eines auf Wallensteins Kosten in Flandern geworbenen Kürassierregiments übertrug. Mit diesem leistete Wallenstein bei der Niederwerfung des böhmischen Aufstandes 1619-20 wichtige Dienste, obwohl er an der Schlacht am Weißen Berg nicht teilnahm.

Bei dem Strafgericht über die Teilnehmer an der Empörung wusste Wallenstein seine Habgier durch die Erwerbung eines ungeheueren Güterkomplexes zu befriedigen, indem er teils durch schamlose Beraubung einer unglücklichen Base die reichen Besitzungen der Familie seiner Mutter an sich brachte, teils durch enorme Forderungen an die kaiserliche Kasse für geleistete Vorschüsse und Kosten und durch Zahlung schlechten Geldes 1622-24 von dem nachlässigen Ferdinand Güter im Wert von 5 Mill. Gulden erlangte, für die er kaum 1 ½ Mill. in echter Münze bezahlte.

Schon damals dachte er daran, die Herrschaft Friedland, zu deren Herzog er 1623 erhoben wurde, zu einem selbständigen Fürstentum zu machen. Als der Kaiser durch den niedersächsischen Bund 1625 in neue Bedrängnis kam, erbot sich Wallenstein, ein Heer von ca. 20.000 Mann auf eigene Kosten auszurüsten und zu besolden, wofür er "unbedingte Vollmacht über die Erhebung von Geld und Naturalien in den feindlich gesinnten Provinzen des Reichs" verlangte, wozu der Kaiser seine Einwilligung gab. Das ermöglichte Wallenstein, seine Armee erhalten und sich selbst zu bereichern, ohne dass sein Kriegsherr finanziell betroffen wurde.

[Bearbeiten]
Generalissimus und Feldmarschall
Am 25. Juli 1625 zum Generalissimus und Feldmarschall ernannt, zog Wallenstein von Böhmen nach der Weser und näherte sich im Herbst der Elbe, wo er das Halberstädtische besetzte und am 25. April 1626 bei Dessau einen vollständigen Sieg über den Grafen von Peter Ernst II. von Mansfeld erfocht. Als dieser zu Ende des Jahrs seinen Feldzug durch Schlesien nach Siebenbürgen unternahm, um sich mit Gábor Bethlen zu vereinigen, folgte ihm Wallenstein und vereitelte so den feindlichen Angriffsplan.

1627 vereinigte sich Wallenstein mit Tilly und Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg in Lauenburg zur Eroberung von Mecklenburg, Holstein, Schleswig und Jütland, die noch vor Ablauf des Jahres bewirkt wurde. Unterdessen hatte der Kaiser Friedland zu einem erblichen Herzogtum erhoben und am 1. September 1627 Wallenstein das schlesische Herzogtum Sagan mit der Herrschaft Priebus verkauft. Zur Deckung für noch nicht abgetragene Kriegskosten wurde ihm nach Absetzung der beiden Herzöge von Mecklenburg die Herrschaft über Mecklenburg (Januar 1628), 1629 auch die herzogliche Würde übertragen. Zugleich wurde er zum General des Baltischen und ozeanischen Meers ernannt, um den Krieg zur See zu führen und dem Haus Habsburg durch Vernichtung der Holländer auch die Herrschaft im Norden Europas zu verschaffen.

Zu diesem Zweck unternahm Wallenstein 1628 die Eroberung Pommerns. Er stellte eine kaiserliche Flotte auf und entwickelte als Admiral der Nord- und Ostsee eine außerordentliche Tätigkeit, musste aber von Stralsund nach viermonatlicher Belagerung unter großen Verlusten abziehen.

Mit rücksichtsloser Anmaßung und gebieterischem Ton war Wallenstein stets den deutschen Reichsständen, auch den katholischen Fürsten, entgegengetreten und hatte, wo es die Erhaltung seines Heers galt, ihre Rechte sehr oft mit Füßen getreten. Das höhere Ziel, welches Wallenstein neben der Befriedigung seines Ehrgeizes und seiner Habsucht verfolgte, war nicht die Herrschaft des Katholizismus, sondern die Herstellung einer unbeschränkten kaiserlichen Militärherrschaft.

Immer wieder wurden Klagen über Wallenstein am kaiserlichen Hof laut; sein heftigster Gegner war das Haupt der Liga, Kurfürst Maximilian I. von Bayern, der durch Wallensteins Militärmacht in den Hintergrund gedrängt wurde. Da nun der Kaiser nach dem Erlass des Restitutionsedikts und der Landung des schwedischen Königs Gustav Adolf in Pommern die Hilfe der Liga nicht entbehren konnte, musste er 1630 auf dem Kurfürstentag in Regensburg die Entlassung Wallensteins zugestehen.

Wallenstein zog sich hierauf in seine Residenz Gitschin zurück, wo er in königlicher Pracht lebte. Er war dem Kaiser gegenüber so feindselig, dass er sich 1631 sogar mit Gustav Adolf in (letztlich erfolglose) Verhandlungen über eine gemeinsame Militäraktion einließ.

Gustav Adolfs siegreiches Vordringen überzeugte den Kaiser bald von der Notwendigkeit, ihn wieder an die Spitze des Heers zu stellen. Wallenstein lehnte eine Einladung an den kaiserlichen Hof ab und bildete erst nach Überredung durch den Fürsten Eggenberg im Dezember 1631 ein neues Heer von 50.000 Mann.

Schon in den ersten Tagen des Aprils 1632 war das neue Heer organisiert. Erst als Ferdinand im Vertrag von Znaim neue Zugeständnisse gemachte hatte, übernahm Wallenstein den Oberbefehl dauernd. Ferdinand hatte ihm versprochen, dass Wallenstein künftig keine geistlichen oder höfischen Einflüsse in den Weg treten würden, dass ein Friedensschluss im Reich durch Zurücknahme des Restitutionsedikts gefördert würde, dass Wallenstein bis zum Frieden "oberster Generalissimus des Reichs, Österreichs und Spaniens sein" und "keinen unabhängigen Heerführer neben sich haben" würde, dass er im Fall des Verlustes von Mecklenburg ein anderes Reichsfürstentum (zunächst pfandweise das schlesische Fürstentum Glogau) erhalten solle und dass er in den von ihm erobertern Gebieten die höchsten kaiserlichen Prärogative der Konfiskation und Begnadigung ausüben sollte.

Nachdem er in kurzer Zeit das Heer der Sachsen aus Böhmen vertrieben hatte, wandte er sich nach Nürnberg, um Bayern von den bis nach München vorgedrungenen Schweden zu befreien. Einen Angriff Gustav Adolfs auf sein Lager bei Fürth schlug er am 3. September 1632 ab und zwang den König, seine dortige Stellung aufzugeben.

Während Gustav Adolf Bayern erneut bedrohte, wendete sich Wallenstein nach Sachsen, wo er aber am 16. November von Gustav Adolf bei Lützen geschlagen wurde. Er zog sich nach Böhmen zurück und ließ dort mit rücksichtsloser Strenge hohe Offiziere, denen er die Schuld für den Verlust der Schlacht von Lützen gab, hinrichten oder ihrer Ehre und ihres Ranges entkleiden, um Disziplin und militärisches Ehrgefühl wiederherzustellen.

Im Frühjahr 1633 marschierte Wallenstein nach Schlesien, wo sächsische, brandenburgische und schwedische Truppen eingedrungen waren und sich fast aller festen Plätze bemächtigt hatten. Obwohl seine Truppen an Stärke überlegen waren, beschränkte sich Wallenstein auf militärisch unbedeutende Unternehmungen und begann mit Wissen des kaiserlichen Hofs Friedensverhandlungen mit den feindlichen Befehlshabern zu führen, vor allem mit seinem alten Untergebenen, dem sächsischen General Arnim.

Diese Unterhandlungen blieben erfolglos, da der Kaiser zu wenig nachgiebig war. Auch mit Frankreich trat Wallenstein in "geheime Verbindung", ging jedoch auf den Plan, ihn zum König von Böhmen zu erheben, nicht ein.

Im Herbst ergriff er plötzlich wieder die Offensive. Zuerst drängte er die Sachsen und dann die Brandenburger in ihr Land zurück, nahm hierauf am 23. Oktober ein schwedisches Korps von 5000 Mann und 60 Geschützen bei Steinau an der Oder gefangen und entsendete sogleich ein Korps nach Brandenburg, während er selbst mit der Hauptmacht in die Lausitz marschierte, wodurch er den Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg zum Waffenstillstand nötigte und Görlitz und Bautzen einnahm. Da traf ihn der Befehl des Kaisers, sofort durch Böhmen in die Oberpfalz zu marschieren, um dem von den Schweden bedrängten bayerischen Kurfürsten zu Hilfe zu kommen.

Obwohl er selbst krank war und trotz des drohenden Wintereinbruchs rückte Wallenstein im November bis Cham vor, kehrte aber im Dezember nach Böhmen zurück, wo er die erschöpften Truppen Winterquartiere beziehen ließ, da ihm ein Winterfeldzug an der Donau und die Wiedereroberung Regensburgs nicht erfolgversprechend schienen. Diese Vorgänge wurden von der Wallenstein feindlichen Partei am Wiener Hof, an deren Spitze der König von Ungarn und spätere Kaiser Ferdinand III., der spanische Sondergesandte Oñate und der Hofkriegsratspräsident Heinrich Graf von Schlick standen, benutzt, um Wallenstein der Unbotmäßigkeit, ja des Verrats anzuklagen. Auch dem Kaiser war der eigenwillige Feldherr längst unbequem. Auch die Verpflichtung, ihn für Mecklenburg zu entschädigen, war ihm inzwischen unangenehm, zumal dies auf Reichskosten unmöglich war, da Wallenstein keine entscheidenden Siege erfochten und keine erheblichen Eroberungen gemacht hatte.

Als Wallenstein darauf in seinem Hauptquartier in Pilsen den Obersten seine Absicht kundgab, der Umtriebe seiner Feinde wegen abzudanken, drängten ihn dieselben, seine Abdankung aufzuschieben, und unterzeichneten bei einem Bankett (12. Januar 1634) einen Revers, der sie zum Ausharren beim Generalissimus auch für den Fall seiner Entlassung durch den Kaiser verpflichtete. Zugleich nahm Wallenstein die Friedensunterhandlungen mit Sachsen wieder auf und war entschlossen, mit Sachsen im Bunde auch gegen den Kaiser den Frieden im Reich herzustellen und sich das ersehnte Reichsfürstentum zu sichern.

Inzwischen begann der Kaiser, der von Spanien und Bayern durch übertriebene, unwahre Berichte aufgestachelt wurde, die Armee Wallenstein abtrünnig zu machen. Matthias Graf Gallas, Johann Graf von Aldringen und Octavio Piccolomini wurden für dieses Ziel gewonnen, und am 24. Januar unterzeichnete der Kaiser ein Patent, durch welches der Herzog des Kommandos enthoben und die Obersten, denen man (mit Ausnahme von Christian von Ilow und Adam Erdmann Graf Trčka) Verzeihung versprach, angewiesen wurden, Gallas zu gehorchen. Einen Angriff auf Pilsen, um Wallenstein gefangenzunehmen, wagten Aldringer und Piccolomini jedoch nicht.

Dennoch wuchs die kaiserliche Autorität in Wallensteins Heer, und bei einer zweiten Versammlung der Obersten in Pilsen (19. Februar) erlangte Wallenstein das erneute Versprechen des Gehorsams nur für die Zeit, in der er in kaiserlichem Dienst stehen würde. Als daher Wallenstein nach Erlass eines zweiten kaiserlichen Patents vom 20. Februar, welches ihn des Verrats beschuldigte und die Offiziere aus jeder Verpflichtung gegen den Generalissimus entließ, Ernst machte, verweigerte ihm zuerst die Garnison von Prag offen den Gehorsam.


Die Ermordung Wallensteins in EgerWallenstein zog nach Eger, um sich hier mit den Sachsen und Schweden zu vereinigen. Auf dem Weg schloss sich ihm Oberst Walter Butler mit seinem Dragonerregiment an, der entschlossen war, Wallenstein lebend oder tot in des Kaisers Gewalt zu liefern. Am 24. Februar kam Wallenstein in Eger an. Butler gewann die Befehlshaber in Eger, die protestantischen Schotten John Gordon und Walter Leslie, für sich und veranstaltete am 25. Februar 1634 abends ein Gastmahl, bei dem zuerst die Anhänger des Herzogs, die Generale Ilow, Trčka und Wilhelm Graf Kinsky und der Rittmeister Heinrich Niemann, getötet wurden. Von hier zog der irische Hauptmann Walter Deveroux mit den bluttriefenden Dragonern in die Wohnung Wallensteins in einem Privathaus am Markt (Pachhölbelsches Haus).

Wallenstein, der gerade zu Bett gehen wollte, hörte das Waffengeräusch und ging zum Fenster, um die Wache zu rufen. In diesem Augenblick drang Deveroux in das Zimmer ein und stieß ihm die Partisane in die Brust. Wallensteins Güter wurden nach kaiserlichem Urteilsspruch konfisziert und an die Mörder und die von Wallenstein abgefallenen Generale verteilt.

[Bearbeiten]
Der Mensch Wallenstein
Wallenstein war von hoher Gestalt, hatte einen muskulösen, aber mageren Körper, eine gelbliche Gesichtsfarbe, hohe Stirn, kurz verschnittenes schwarzes Haar und einen dünnen Bart. Seine schwarzen Augen waren nicht groß, aber voll Feuer und Ehrfurcht gebietend. Der Ausdruck des Gesichts war kalt und zurückstoßend. Er lebte mäßig, war sehr tätig, aber wortkarg, ungeduldig bis zum Eigensinn, streng bis zur Grausamkeit und freigebig bis zur Verschwendung. Gegen Ende seines Lebens litt er an starker Gicht, er mußte häufig in Sänften getragen werden, weil er auf dem Pferd die Schmerzen nicht aushielt. Die häufigen Überland-Reisen während der Kriegszüge mit Aufenthalt in ungeheizten Räumen waren für Wallenstein häufig mit starken Schmerzen verbunden.

In seinem Privatleben war er ein Muster ökonomischer, das Größte und Kleinste überwachender Ordnung und Wirtschaft. Mit seiner zweiten Gemahlin lebte er in glücklicher Ehe; ihre Tochter Maria Elisabeth heiratete später einen Grafen Kaunitz. Wallenstein war unbestritten einer der größten Heerführer seines Jahrhunderts, der in kurzer Zeit Heere zu schaffen, kampftüchtig zu machen und zum Sieg zu führen verstand. Die Kosten der Ausrüstung wurden jedoch den Bewohnern der gerade besetzten Gebiete unter z.T. unmenschlichen Härten und Greueln blutig abgepresst. Als Politiker war er infolge der schwankenden Politik seines Kaisers häufig selbst schwankend. Der Hauptbeweggrund für sein Handeln war die Sucht nach Erhebung zum Reichsfürsten und Erwerbung eines großen Länderbesitzes. Obwohl er dem Kaiser als Reichsfürst nicht als Untertan gegenüberstand und dieser auch wegen der umfangreichen Treuebeweise kein Recht hatte, ihn wegen Verrats zu strafen, so fiel Wallenstein als Machiavellist doch nicht ohne Schuld als Opfer seiner maßlosen Selbstsucht über die am Hof in Wien gesponnenen Intrigen.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

ich dachte immer nackte Brüste würden gegen die nutzer Bedingungen verstoßen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Der Priavatthread steht außerhalb der Nutzungsbedingungen. So ähnlich wie der Vatikan - er hat einen Sonderstatus als souveränes Territorium.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

sicher? darfst du auch eigene Briefmarken drucken?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Ja. Außerdem habe ich das Münzregal:

Morgoth I. auf einem goldenen Aureus, geprägt in der kaiserlichen Münze des Priavatthreads
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

wirst du also in Zukunft dein Geld damit verdienen eine limitierte Anzahl von Münzen und Briefmarken prägen bzw. drucken und sie für teuer Geld an Sammler verkaufen oder sammlest du sie alle selbst?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

für mehr erotik im forum. danke morgoth für deinen beitrag.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Mein Geld verdien ich immer noch mit Wuchersteuern.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

gegen wen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

"Steuern gegen jemanden erheben" ist kein Deutsch.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Der Priavatthread steht außerhalb der Nutzungsbedingungen. So ähnlich wie der Vatikan - er hat einen Sonderstatus als souveränes Territorium.




Irgendwann würde ich wirklich gerne mal einen Tag in Deiner Welt verbringen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

"Irgendwann würde ich wirklich gerne mal einen Tag in Deiner Welt verbringen."

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Und wo ist da bitte der Papst?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Da isser
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wo war er denn bitte auf dem vorigen Bild? Hatte er sich hinter dem dekorativ bewachsenen Baum links unten versteckt, der Schlingel? Oder war er mit Otto II. mal eben kurz neue Nachthemden für die beiden zarten Dingsdas besorgen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

ALLES GLÜCK DIESER ERDE LIEGT AUF DEM RÜCKEN DER PFERDE!

[img]http://www.vitrotron.ch/Tierheilkunde/Pferd.jpeg[/img]







  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SauronsTochter

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich will auch einen Privatthread! Warum bekommt der einen und ich nicht?!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
"Steuern gegen jemanden erheben" ist kein Deutsch.


Hier oben kann man zu allen möglichen gelegenheiten gegen wen sagen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Und "hier oben" ist keine geographische Angabe.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Und "hier oben" ist keine geographische Angabe.



ich weiß
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Als Augustus auf dem Sterbebett lag, ließ er sich schminken wie ein Schauspieler, ließ sich einen Spiegel bringen und fragte die Umstehenden, ob er seine Rolle gut gespielt habe.
Das finde ich grandios, denkwürdig. Das bleibt im Gedächtnis der Nachwelt haften. Das hat Stil. Bevor ich draufgehe, muss ich mir noch etwas Sinniges zum unkonventionellen Abtreten überlegen. Statistisch hab ich immerhin nur noch etwa 60 Jahre Zeit.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Hier übrigens die Überreste von Augustus´ Mausoleum in Rom:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

ich finde "Mehr Licht" von Goethe besser
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Caesars klassisches "Et tu, Brute?" ist natürlich auch nicht schlecht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

durchaus. Stilvoll wäre es auch wenn man zu seiner Beerdingung Massenweise Leute einladen lässt und dann verkünden lässt "(Name Eintragen) ist tot" und dann können sie alle wieder verschwinden.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]



MORGOTH DER GROSSE, (10 v. Chr. bis 54 n. Chr., römischer Kaiser zwischen 41 und 54 n. Chr.)

Zur Person:
Morgoth litt Zeit seines Lebens an diversen mehr oder minder schweren Behinderungen: Sueton schreibt, dass Morgoth hinkte und stotterte. Bei Zorn tropfte seine Nase, Schaum bildete sich vor seinem Mund und sein Kopf begann zu zittern. Zusätzlich litt er oft an Magenschmerzen, die manchmal so stark waren, dass sie ihn an Selbsttötung denken ließen. Aufgrund dieser körperlichen Beeinträchtigungen musste Morgoth oft Spott und Verachtung erfahren; so bezeichnete seine eigene Großmutter ihn sogar als „Ungeheuer“, und selbst als Konsul trieben seine Zeitgenossen so manchen bösen Scherz mit ihm. Als Reaktion darauf flüchtete er sich in den Alkohol und das Würfelspiel. Auch von zahlreichen sexuellen Ausschweifungen wird berichtet.

Morgoth als Historiker
Gleichzeitig aber erreichte Morgoth größte Anerkennung in den Wissenschaften. Vor allem als Historiker wusste er zu glänzen. Er schrieb Bücher über etruskische und karthagische Geschichte sowie eine Autobiographie. Dies führte sogar soweit, dass anerkannte Schriftsteller wie Plinius ihn zu den 100 besten Schriftstellern zählten und Livius seine historischen Werke über alle Maßen lobte.

Morgoth und das Recht
Auch begeisterte Morgoth sich zunehmend für die Rechtsprechung. Dies wurde fast zu einer Manie bei ihm, da er bisweilen täglich mehrere Stunden selber richtete. Da seine Urteile jedoch nie berechenbar waren, trug das zu seiner Popularität nicht unbedingt bei, wenngleich er es schaffte, das Recht zu flexibilisieren.

Ansehen
Auch Spiele wurden von Morgoth oft abgehalten. Dadurch erlangte er jedoch den zweifelhaften Ruf, von ganz besonderer Grausamkeit zu sein und sich an dem Gesichtsausdruck sterbender Gladiatoren zu erfreuen. Da er es zusätzlich nicht lassen konnte, ständig morbide Witze zu reißen, machte ihn das beinahe verhasst.


mehr..
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Heute aus der Reihe "Antike Architektur in Rom": Das Pantheon.











Das Pantheon ist von allen antiken Monumenten in Rom wohl das besterhaltene und wohl auch eines der eindrucksvollsten. Seinen guten Erhaltungszustand verdankt der Bau der Tatsache, daß der byzantinische Kaiser Phokas ihn 608 dem Papst Bonifaz III. schenkte (wofür ihm die Römer eine Ehrensäule auf dem Forum aufstellten, die sog. Phokassäule) und dieser ihn zu einer Kirche umwandelte.





als Postkarte versenden
Großansicht
© S. Keller

Der erste Bau des Pantheons geht auf M. Agrippa zurück, den Schwiegersohn des Augustus und wurde in den Jahren 27-25 v. Chr. im Rahmen einer Neugestaltung des ganzen Viertels erbaut. Das Pantheon des Agrippa besaß noch keine Kuppel, sondern scheint ein rechteckiger 19,80 Meter langer und 43,76 Meter breiter Tempel gewesen zu sein. Von der zweiten Bauphase des Pantheon, nach einer Zerstörung durch Brand im Jahr 80 n. Chr., ist nichts bekannt.





als Postkarte versenden
Großansicht
© S. Keller

Sein jetziges Aussehen erhielt das Pantheon in den ersten Jahren der Herrschaft des Kaisers Hadrian, 118-125. Die Inschrift auf dem Architrav "M[arcus] Agrippa L[uci] f[ilius] co[n]s[ul] tertium fecit]", die also obengenannten Marcus Agrippa, Sohn des Lucius, während seines dritten Konsulats als Bauherrn ausweisen, stammt ebenfalls von Hadrian, der seinen Namen auf keines seiner zahlreichen Bauwerke setzen ließ, mit Ausnahme des Trajantempels. Eine kleinere Inschrift erwähnt eine von Septimius Severus und Caracalla durchgeführte Restaurierung.





als Postkarte versenden
Großansicht
Das Pantheon im Modell von I. Gismondi © S. Keller

Beim hadrianischen Wiederaufbau wurde die Anlage vollständig verändert. Den Eindruck, den man heute erhält, wenn man vor dem Pantheon steht, entspricht nicht dem der Antike. Die Fassade erhob sich ursprünglich über mehrere Stufen, obwohl sie jetzt wie eingegraben erscheint. Der Vorplatz war länger und von Portiken umrahmt. Das Pantheon war vollständig von Gebäuden eingeschlossen, man konnte also die Kuppel weder von vorne noch von den Seiten sehen.




als Postkarte versenden
Großansicht
© S. Keller

Das Portal des Tempels bestand aus insgesamt 16 aus einem Block gehauenen Granitsäulen und war 33,10 x 15,50 Meter groß. Es machte den Eindruck eines zwar gewaltigen, aber regulären rechteckigen Tempelaufbaus, was den Eindruck des Rauminnern, der mit seiner gewaltigen Kuppel ja völlig anders als erwartet ausfiel, nur noch verstärkte. Die Raumhöhe im Innern des Pantheon beträgt 43,30 Meter. Es dauerte eine lange Zeit, bis wieder ein Raum ein Kuppeldach von ähnlichem Durchmesser erhielt und selbst heute ist dies nur mit modernster Technik und kompliziertesten Statikberechnungen möglich.

Besonders ärgerten sich darüber wohl die Päpste während des Neubaus des Petersdoms. Man wollte unbedingt, daß der Kuppeldurchmesser des christlichen Petersdoms den des heidnischen Pantheons übertreffe. Die Architekten allerdings kapitulierten vor dieser Forderung und so ist der Kuppeldurchmesser des Petersdoms um 1,40 Meter kleiner als der des Pantheons.




als Postkarte versenden
Großansicht
© S. Keller

Aus einer Bemerkung bei Cassius Dio geht hervor, daß der Tempel nach hellenistischem Vorbild der Herrscherfamilie geweiht war. Augustus mußte aus politischen Gründen eine Weihung für ihn selbst zurückweisen, doch machten die aufgestellten Schutzgottheiten der julisch-claudischen Familie, Mars, Venus und Caesar selbst, die Beziehung zum Kaiserhaus deutlich. Der Name Pantheon ist griechisch und bedeutet ursprünglich "allen Göttern", war in der hellenistischen Zeit aber eindeutig zu einer Bezeichnung für einen Tempel des Herrschers und der mit ihm besonders verbundenen Gottheiten geworden.


  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Schatzzz

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Schatzzz]

Das Bild geht nicht.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Schatzzz

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Bilder können auch nicht gehen.

Editiert wegen Erbsenzählerei.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Vianne schrieb:
Wo war er denn bitte auf dem vorigen Bild? Hatte er sich hinter dem dekorativ bewachsenen Baum links unten versteckt, der Schlingel? Oder war er mit Otto II. mal eben kurz neue Nachthemden für die beiden zarten Dingsdas besorgen?


Gib doch zu, daß Du es nicht weißt!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Die mittelalterliche Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom:


  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Von innen:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Fortsetzung der Reihe "Ästhetische Bilder von Laetitia Casta" im Rahmen der Initiative "Mehr Tittenbilder im DAF":
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Die Lateranbasilika in Rom, in der Hierarchie gleichrangig mit dem Petersdom:




Die Lateranbasilika (ursprünglich: Basilika des Allerheiligsten Erlösers, heute San Giovanni in Laterano) ist eine fünfschiffige Säulenbasilika. Der heutige Grundriss geht noch auf die Gründung Konstantins im 4. Jh. zurück, allerdings wurde die Kirche vom 16. bis zum 18. Jh. barockisiert. Insbesondere die monumentale Fassade stammt aus dieser Zeit.

Das Hauptportal stammt von der antiken Kurie auf dem Forum Romanum. In dem im Mittelalter erweiterten und mit einer neuen Apsis versehenen Chor befinden sich Mosaiken von Jacopo Torriti und Jacopo da Camerino aus den Jahren 1288 bis 1292. Sie wurden wie jene in Santa Maria Maggiore von Papst Nikolaus IV. in Auftrag gegeben. Sie zeigen, wenn auch etwas kleiner als die biblischen Heiligen, auch Franz von Assisi und Antonius von Padua, da Nikolaus ursprünglich Franziskaner war. Über dem Hauptaltar erhebt sich ein Ziborium von 1367 mit den mutmaßlichen Häuptern von Petrus und Paulus. In der Kirche befinden sich zahlreiche Papstgrabmäler, in der Confessio ruht Papst Martin V. Auch Innozenz III. fand in der Basilika ebenso seine letzte Ruhestätte wie Klemens XII., aus dessen Zeit die Fassade der Kirche stammt, außerdem: Sergius III., Silvester II., Sergius IV., Alexander III., Klemens XII., Leo XIII. Die Gräber zahlreicher anderer Päpste sind verloren gegangen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

KUNST!



[img]http://www.bildungsservice.at/faecher/be/b890.jpg{/img]











  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

*stillwateranlockpost*
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Moderne "Kunst" ist meiner Meinung nach keine Kunst. Das letzte von Dürer ist aber schön. T-Shirt gefällig, mein Fürst?

Geändert durch LadyofMordor (28.02.2005 18:27)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

"Moderne "Kunst" ist meiner Meinung nach keine Kunst."

Die Gesamtheit alles Seienden ist Kunst.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
Moderne "Kunst" ist meiner Meinung nach keine Kunst.



banause... *rumfuchtel*
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy, wer ist das auf deinem Avatar?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Cowboy, wer ist das auf deinem Avatar?



maynard james keenan. willst mehr von ihm wissen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

"willst mehr von ihm wissen?"

Bereichere den Priavatthread!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Helcaraxe

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ein Bild aus der Reihe "Mädchen, die vor mittelalterlichen Kirchen auf Meerschweinchen liegen":

[bild] Fotomontage gelöscht auf Wunsch der abgebildeten Person [/bild]

Geändert durch Shoshana (28.02.2005 20:35)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
"willst mehr von ihm wissen?"

Bereichere den Priavatthread!



er ist sänger von dieser band:



diese band nennt sich tool.

und sie wird von zahlreichen kritikern als eine der einflussreichsten bands der letzen jahre angesehen.

Toolband.com

beste fanseite

eine ausgezeichnete band mit hohem musikalischem anspruch. musikalisch äußerst komplex, inhaltlich schwer zu begreifen. die texte handeln häufig über psychoanalyse oder irgendwelchen philosophischen themen und sind schwer interpretierbar.

ein beispiel:

Lateralus
Black then white are all i see in my infancy.
red and yellow then came to be, reaching out to me.
lets me see.
as below, so above and beyond, I imagine
drawn beyond the lines of reason.
Push the envelope. Watch it bend.

Over thinking, over analyzing separates the body from the mind.
Withering my intuition, missing opportunities and I must
Feed my will to feel my moment drawing way outside the lines.

Black then white are all i see in my infancy.
red and yellow then came to be, reaching out to me.
lets me see there is so much more and
beckons me to look thru to these infinite possibilities.
as below, so above and beyond, I imagine
drawn outside the lines of reason.
Push the envelope. Watch it bend.

over thinking, over analyzing separates the body from the mind.
Withering my intuition leaving opportunities behind.
Feed my will to feel this moment urging me to cross the line.
Reaching out to embrace the random.
Reaching out to embrace whatever may come.

I embrace my desire to
I embrace my desire to
feel the rhythm, to feel connected enough to step aside and weep like a widow
to feel inspired to fathom the power, to witness the beauty,
to bathe in the fountain,
to swing on the spiral
to swing on the spiral
to swing on the spiral of our divinity and still be a human.

With my feet upon the ground I move myeslf between the sounds and open wide to suck it in.
I feel it move across my skin.
I'm reaching up and reaching out. I'm reaching for the random or what ever will bewilder me.
what ever will bewilder me.
And following our will and wind we may just go where no one's been.
We'll ride the spiral to the end and may just go where no one's been.
Spiral out. Keep going.
Spiral out. Keep going.
Spiral out. Keep going.
Spiral out. Keep going.
Spiral out. Keep going.

ihre konzerte sind ebenso wie ihre alben eine faszinierende erfahrung.

dieses jahr kommt ihr neues album raus.

wen noch paar bilder vom sänger interessieren:

maynard
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
LadyofMordor schrieb:
Moderne "Kunst" ist meiner Meinung nach keine Kunst.



banause... *rumfuchtel*




Ja, und ich mag TOOL nicht. Nun darfst du mich offiziell hassen.

PS: Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Hat "Tool" auch mal ein Lied über Nietzsche gemacht?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
Cowboy schrieb:
LadyofMordor schrieb:
Moderne "Kunst" ist meiner Meinung nach keine Kunst.



banause... *rumfuchtel*




Ja, und ich mag TOOL nicht. Nun darfst du mich offiziell hassen.

PS: Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört?




tool ist auch eine nummer zu groß für dich.

lieber rammstein hören.

jetzt darfst du mich auch hassen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Hat "Tool" auch mal ein Lied über Nietzsche gemacht?



nicht direkt.

aber unter vielen fans zählt dieses lied als eine art psychonalyse:

The Grudge

Wear your grudge like a crown of negativity.
Calculate what we will or will not tolerate.
Desperate to control all and everything.
Unable to forgive your scarlet lettermen.
Clutch it like a cornerstone. Otherwise it all comes down.
Justify denials and grip it to the lonesome end.
Clutch it like a cornerstone. Otherwise it all comes down.
Terrified of being wrong. Ultimatum prison cell.

Saturn ascends, choose one or ten. Hang on or be humbled again.

Clutch it like a cornerstone. Otherwise it all comes down.
Justify denials and grip it to the lonesome end.
Saturn ascends, comes round again.
Saturn ascends, the one, the ten. Ignorant to the damage done.

Wear your grudge like a crown of negativity.
Calculate what you will or will not tolerate.
Desperate to control all and everything.
Unable to forgive your scarlet lettermen.

Wear the grudge like a crown. Desperate to control.
Unable to forgive. And we're sinking deeper.

Defining, confining, sinking deeper. Controlling, defining, and we're sinking deeper.

Saturn comes back around to show you everything
Let's you choose what you will not see and then
Drags you down like a stone or lifts you up again
Spits you out like a child, light and innocent.

Saturn comes back around. Lifts you up like a child or
Drags you down like a stone to
Consume you till you choose to let this go.
Choose to let this go.

Give away the stone. Let the oceans take and transmutate this cold and fated anchor.
Give away the stone. Let the waters kiss and transmutate these leaden grudges into gold.

Let go.



es ist aber allgemein bekannt, dass sie sich sehr viel mit philosophie, religion oder dem übersinnlichen beschäftigen.

Geändert durch Cowboy (28.02.2005 19:02)

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Sowas dachte ich mir doch.
Da, die Schule von Athen:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Majestät, ich war gerade auf eurer Homepage um herauszufinden welche Musik ihr hört. Ich glaube ich hab Augenkrebs. Alles in einem jedoch hübsche Site.

@ Cowboy: Ich hasse dich nicht. Und ich höre nicht nur Rammstein. Ich empfehle dies.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

"Alles in einem jedoch hübsche Site."

Das hört sich sehr philosophisch an.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:

@ Cowboy: Ich hasse dich nicht. Und ich höre nicht nur Rammstein. Ich empfehle dies.



ich hasse dich auch nicht. allerdings ist madonna noch bekackter als rammstein. das nur so am rande.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Madonna hat Angst, dass die Seelen der Federviehcher, die sie bei der Jagd erschossen hat, sie heimsuchen könnten.
[img]http://www.eye.ch/~gol/GALLERY/Ente.jpeg[/img]
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
LadyofMordor schrieb:

@ Cowboy: Ich hasse dich nicht. Und ich höre nicht nur Rammstein. Ich empfehle dies.



ich hasse dich auch nicht. allerdings ist madonna noch bekackter als rammstein. das nur so am rande.



Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

@Morgoth: Für so was habe ich nur eines übrig: Hääääää????ßßßßßscharfes s
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Auf dem Bild hätte man übrigens eine Ente sehen können. Ein Stück Federvieh also.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Das beantwortet nicht meine Frage.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Was soll man auf "Hääää?" schon antworten? "Hmmmmm!"?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Gut gekontert. Der Typ hat übrigens schrecklich fettige Haare.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Daphna

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
Und ich höre nicht nur Rammstein. Ich empfehle dies.




*kopfschüttel*
madonna hören und behaupten, dass moderne kunst kein kunst sei... das is doch echt zum heulen... HALLO?

schon mal was von van gogh gehört?


oder von "dalí"?


hopper?


lichtenstein?


warhol?


und das soll keine kunst sein?? kinder kinder...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Daphna]

Dali war klasse. Der hätte gern hier geschrieben. Salvador Dali trank gern Ochsenblut, in seinem Haus liefen immer nackte Mädchen herum, der Bart war stets kunstvoll gezwirbelt, und in New York gab er eine eigene Zeitung heraus, die sich ausschließlich mit ihm befasste.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Daphna]

Das sind Ausnahmen, ja. Aber mir ist eine griechische Statue lieber, als ein Brett auf das drei Dosen genagelt sind. Überzeuge dich selbst:



Oh Nein! Ich werde schon wie Morgoth! (Nichts für ungut )
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Kann man das, was der Satyr da mit Venus treibt, schon als sexuelle Nötigung interpretieren?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

IschiAschi

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Interpretieren kannst du alles.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Kann man das, was der Satyr da mit Venus treibt, schon als sexuelle Nötigung interpretieren?



Nein! Aphrodite (griechische Statue, griechischer Name) will Pan mit ihrem Pantoffel schlagen. Ich finde das ist ein frühes Beispiel für weibliche Dominanz.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

IschiAschi

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
MorgothderGrosse schrieb:
Kann man das, was der Satyr da mit Venus treibt, schon als sexuelle Nötigung interpretieren?



Nein! Aphrodite (griechische Statue, griechischer Name) will Pan mit ihrem Pantoffel schlagen. Ich finde das ist ein frühes Beispiel für weibliche Dominanz.



Ja, und warum will sie das?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Der werte Herr grapscht ihr ja aber sehr frivol an den Hintern.
Wundert mich, dass man das in der griechischen Klassik gezeigt hat. Eigentlich haben ja erst die römischen Bildhauer Schweinereien jeder Art abgebildet.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Daphna

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

da kannst ja wohl kaum altgrieschiche bildhauerei mit moderner malerei vergleichen.. tststs...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Daphna]

Bevorzugt ihr Äpfel oder Birnen?




Ich eindeutig Birnen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Och, Ich liebe diese Statue. Wenn ich einmal reich bin, lass ich eine Kopie für mein Atrium anfertigen. Aber ohne Pan, den finde ich hässlich. Wäre das ein Verbrechen an dem Künstler?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Das hängt ganz davon ab, welche Intention du dem Künstler zusprichst. Begrapscht er die Liebesgöttin oder nicht?
Jedenfalls korrespondieren die beiden Figuren, und so ist eine Loslösung voneinander ganz und gar inakzeptabel.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

KAISER TRAJAN I.

Marcus Ulpius Traianus (* 18. September oder 28. Januar 53 in Italica, † um den 8. August 117) war von Januar 98 bis 117 römischer Kaiser. Er ist einer der fünf Adoptivkaiser, unter denen das römische Reich seine größte Blütezeit erlebte.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Biografie

1.1 Abstammung und Aufstieg
1.2 Amtsantritt als Kaiser
1.3 Dakerkriege
1.4 Partherkrieg


2 Verschiedenes

2.1 Vollständiger Titel Trajans zum Zeitpunkt des Todes
2.2 Familie
2.3 Hinweis


3 Literatur

4 Siehe auch

[Bearbeiten]
Biografie
[Bearbeiten]
Abstammung und Aufstieg
Trajans gleichnamiger Vater war im Bürgerkrieg nach dem Tod Neros einer der wichtigsten Anhänger Vespasians. (Die Familie stammte aus der römischen Kolonie Italica in der Provinz Baetica im heutigen Spanien.) Auch Trajan selbst stand treu zu den flavischen Kaisern und durchlief die übliche Karriere eines römischen Senators (Konsul im Jahr 91).

Während der Herrschaft Nervas war er Statthalter von Germania Superior und wurde von diesem in Abwesenheit adoptiert und als Mitregent eingesetzt. Nerva wollte durch diesen Schritt das Wohlwollen des Heeres gewinnen, da Trajan als einer der fähigsten Befehlshaber galt.

[Bearbeiten]
Amtsantritt als Kaiser

Trajanssäule in RomNach dem Tode Nervas blieb Trajan zunächst an der Rhein- und Donaugrenze. Zu seinen ersten Maßnahmen als Kaiser gehörte der Aus- bzw. Neubau der Fernstraße Mainz - Stettfeld - Bad Cannstatt - Urspring - Augsburg. Neuen Forschungen zufolge wurde zeitgleich mit diesem Bau der Neckar-Odenwald-Limes errichtet. Nachdem Rom bereits seit den siebziger Jahren des 1. Jahrhunderts unter Vespasian militärische Vorposten rechts des Rheins errichtet hatte und unter Domitian im Jahre 83 die Wetterau erobert worden war, kam nun ein großer Teil des heutigen Südwestdeutschlands unter römische Herrschaft.

Offenbar stand dieses Gebiet, die sog. Agri decumates, bereits unter römischem Einfluss, jedenfalls sind im Zusammenhang mit der Eroberung des Jahres 98 keine Kämpfe überliefert. Eine Folge dieser Arrondierung des Reichsgebietes war, dass der westliche Teil des Alblimes, der Abschnitt von Rottweil bis Donnstetten, seine Funktion verlor. Unklar ist, ob auch die Hauptstadt der Provinz Rätien zu diesem Zeitpunkt von Kempten nach Augsburg verlegt wurde. Nach den archäologischen Befunden in Kempten geschah dies in den letzten Jahren des 1. Jahrhunderts.

Erst im Herbst 99 kam Trajan zum ersten Mal als Kaiser nach Rom. Seine Regierung wurde wie schon die Nervas von den Senatoren nach der gewaltsamen Herrschaft Domitians überschwänglich begrüßt; Plinius der Jüngere hielt im Jahr 100 eine erhaltene Lobrede (Panegyricus) auf Trajan. Plinius wurde später von Trajan als Statthalter in die Provinz Pontus et Bithynia entsandt und führte mit dem Kaiser einen ausführlichen Briefwechsel über Vorgänge in seiner Amtsführung.

[Bearbeiten]
Dakerkriege
101 begann Trajan seinen ersten Krieg gegen die Daker, der im Jahr darauf mit einem römischen Erfolg endete. 105 kam es zu einem zweiten Dakerkrieg, in dessen Verlauf Dakien vollständig von den Römern erobert und zur Provinz gemacht wurde. Der Krieg ist in einem Relief auf der Trajanssäule dargestellt, die zusammen mit dem umgebenden Forum zur Feier des Sieges in Rom errichtet wurde (Trajansforum). Etwa zur gleichen Zeit wie Dakien, allerdings ohne Krieg, wurde das Nabatäerreich als Provinz Arabia in das römische Reich integriert.

[Bearbeiten]
Partherkrieg
113 begann Traian mit einem Krieg gegen das Partherreich, der für die Römer erfolgreich verlief, so dass Armenien, Assyrien und Mesopotamien als römische Provinzen eingerichtet werden konnten. Das römische Reich erreichte damit seine größte Ausdehnung. Aufstände machten weitere Eroberungspläne zunichte, zumal Trajan schwer erkrankte. Er starb auf der Rückreise aus dem Osten in Selinus am Schwarzen Meer. Vor seinem Tod soll er seinen Verwandten Hadrian adoptiert und damit zum Nachfolger gemacht haben.

[Bearbeiten]
Verschiedenes
[Bearbeiten]
Vollständiger Titel Trajans zum Zeitpunkt des Todes
Imperator Caesar Divi Nervae filius Nerva Traianus Optimus Augustus Germanicus Dacicus Parthicus, Pontifex maximus, Tribuniciae potestatis XXI, Imperator XIII, Consul VI, Pater patriae

[Bearbeiten]
Familie
Ehefrau

Pompeia Plotina
Kinder

keine
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ein weiterer Beitrag aus der Reihe "Ästhetische Fotos von Laetitia Casta":
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Meinetwegen begrapscht er sie halt. Gut, er kommt mit auf die Kopie.

Äpfel sind besser, aber meine Lieblingsfrüchte sind Mangos. Granatäpfel sind auch nicht schlecht. Und Himbeeren... Ich hab Hunger.

Hier noch ein Beispiel: Auch schön obwohl alte nackte Männer...

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Woher kommt der so militärische Name des Granatapfels? Oder ist das auf das Mineral Granat zurückzuführen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Nun ich denke der Name kommt von gleichnamigen Edelstein oder ist es ein Halbedelstein? Obwohl Halbedelsteine sind eher amorph als kristalin, oder irre ich mich da?



Bei dem rechten Exemplar sieht man deutlich ein rote Färbung, von der die Kerne des Granatapfels wohl auch ihren Namen haben.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Noch ein Beitrag, dann isses soweit: Das Jubiläum zum 200.Post...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SackheimBeutlin

Special Extended Edition

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Schmäh.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

NEUE REIHE IM PRIAVATTHREAD: Morgoth stellt absurde Staaten vor. Heute: Osttimor, ein Staat, den keiner braucht.

Die Demokratische Republik Timor-Leste (auch Osttimor) ist ein Inselstaat in Südostasien und besteht aus der Osthälfte Timors, den Inseln Atauro und Jaco sowie der Exklave Oecussi-Ambeno. Der offizielle Name ist Timor-Leste, portugiesisch für Osttimor. In der amtlichen Tetum-Sprache heißt Osttimor auch Timor Lorosae.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Geschichte

2 Der Kampf um die Unabhängigkeit

3 Politik

4 Provinzen

5 Geografie

6 Wirtschaft

7 Bevölkerung

8 Etymologie

9 Weblinks

10 Literatur

[Bearbeiten]
Geschichte
Ab dem 14. Jahrhundert gehörte Timor zu dem hinduistisch geprägten indonesischen Majapahit-Königreich. 1586 werden Teile Timors zu einer portugiesischen Kolonie (Portugiesisch-Timor). Der Westteil der Insel war ab dem 17. Jahrhundert Teil der niederländischen Kolonie Niederländisch Ostindien und gehört seit der Unabhängigkeit 1946 zu Indonesien.

Die katholische Kirche verfügte durch ein Konkordat von 1940 über ein Erziehungsmonopol. Im Zweiten Weltkrieg wird Timor von den Japanern besetzt. Im Kampf gegen die dort stationierten australischen und niederländischen Soldaten verlieren bis zu 60.000 Menschen ihr Leben. 1951 erhält Osttimor den Status eines portugiesischen Überseegebietes. 1972 wird es zur autonomen Region der Republik Portugal, die Einwohner erhalten somit die portugiesische Staatsbürgerschaft.

Die Nelkenrevolution im April 1974 beendete die Militärdiktatur in Portugal und ermöglichte die Dekolonialisierung von Osttimor. Nach zweiwöchigen gewalttätigen Auseinandersetzungen im August 1974 zwischen der Fretilin, welche die Unabhängigkeit anstrebte und der UDT, die weiterhin eine Bindung zu Portugal wollte, gewann die besser ausgerüstete Fretilin die Oberhand. Am 28. November 1975 wurde die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Osttimor ausgerufen.

Diese war jedoch nur von kurzer Dauer. Neun Tage später begannen die indonesischen Streitkräfte mit Billigung der USA mit der Invasion der Insel. Dabei kam es zu Massenmorden und Vergewaltigungen, wodurch bis Mitte Februar 1976 60.000 Timoresen ums Leben kamen. Die indonesische Regierung gab am 13. August 1976 in Jakarta die Annexion der portugiesischen Überseeprovinz Osttimor bekannt. Dies wurde von den UN nie anerkannt. Die UN-Resolution 384 forderte ausdrücklich den Rückzug der indonesischen Truppen aus diesem Territorium. Mitte Dezember 1976 wurde eine provisorische Marionettenregierung eingesetzt.

[Bearbeiten]
Der Kampf um die Unabhängigkeit
Verschiedene timoresische Gruppierungen kämpften gegen die indonesischen Besatzer und für ein freies Osttimor. Bei den Auseinandersetzungen kam es zu massiven Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten durch das indonesische Militär. Ein trauriger Höhepunkt war das Santa-Cruz-Massaker an Demonstranten am 12. November 1991 auf einem Friedhof von Dili. Schätzungsweise wurden insgesamt zwischen 100.000 und 350.000 Menschen getötet - bei einer Gesamtbevölkerung von 800.000. 1996 erhielten die Friedens- und Unabhängigkeitsaktivisten Bischof Carlos Felipe Ximenes Belo und Jose Ramos-Horta den Friedensnobelpreis.

1999 entschied die indonesische Regierung, ein Referendum über die Zukunft Osttimors durchzuführen. Die Volksabstimmung vom 30. August brachte eine klare Mehrheit (78.5%) gegen die Autonomie und für die Unabhängigkeit Osttimors.

Direkt danach eskalierte die Gewalt gegen die Osttimoresen durch die proindonesischen Milizen und die Indonesische Armee selbst. Unter internationalem Druck zog die indonesische Regierung ihre Truppen aus Osttimor ab und stimmte der Stationierung von UN-Friedenstruppen zur Stabilisierung der Region zu.

Nach der Landung der von Australien angeführten UN-Truppe begann die UN-Übergangsverwaltung UNTAET (United Nations Transitional Administration for East Timor) ihre Arbeit. Am 30. August 2001 wurden Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung abgehalten, die ihre Aufgabe im Februar 2002 beendete. Formell wurde Osttimor am 20. Mai 2002 unabhängig und der frühere Rebellenführer Xanana Gusmão zum Präsident gewählt. Am 27. September 2002 wurde Osttimor Mitglied der UN. Seit dem Jahre 2002 überwacht die UNMISET-Friedensmission den Demokratieprozess.

[Bearbeiten]
Politik
Der Präsident von Timor-Leste wird alle fünf Jahre gewählt und hat eher symbolische Befugnisse, er besitzt aber ein Vetorecht bei der Gesetzgebung. Nach den Parlamentswahlen bestimmt der Präsident einen Premierminister, der die Mehrheit einer Partei oder Koalition hat. Als Kopf der Regierung sitzt er dem Kabinett vor.

Das Parlament (Parlamento Nacional) umfasst mehrere Kammern. Seine Mitglieder werden alle fünf Jahre in freien Wahlen bestimmt. Die Anzahl der Sitze kann zwischen 52 und 64 variieren. Während der laufenden (2005) Wahlperiode wurden ausnahmsweise 88 Sitze vergeben, weil es die erste Regierungszeit überhaupt ist. Die Verfassung wurde nach portugiesischem Vorbild entwickelt.




[Bearbeiten]
Provinzen
Osttimor ist in 13 Administrative Bezirke aufgeteilt.
Diese sind in 67 Ortschaften und in 2,336 Dörfer unterteilt.
[Bearbeiten]
Geografie
Die Insel gehört zum östlichen Teil des indonesischen Archipels und zu den Kleinen Sunda-Inseln. Im Nordwesten der bergigen Insel befindet die Sawusee, nördlich die Bandasee und südlich dehnt sich die Timorsee 500 Kilometer bis nach Australien aus. Die höchste Erhebung Osttimors ist der Mount Tatamailau mit 2,963 Metern.

Das lokale Klima ist tropisch, im Allgemeinen heiß und schwül und wird von einer ausgeprägten Regen- bzw. Trockenzeit charakterisiert.

Die größte Stadt ist die Hauptstadt Dili, die zweitgrößte das östlich davon gelegene Baucau.

[Bearbeiten]
Wirtschaft
Vor und während der Kolonialzeit war Timor für sein Sandelholz bekannt.

Bis Ende 1999 wurden ungefähr 70% der ökonomischen Infrastruktur durch proindonesiche Milizen und Militärs verwüstet und über 260.000 Menschen waren gezwungen, nach Westen zu fliehen. Während der folgenden 3 Jahre wurde das Gebiet mit einem massiven internationalen Hilfsprogramm unter Führung der UN wieder aufgebaut. Das Programm umfasste Zivile Beobachter, eine 5000 Mann starke Friedenstruppe und 1300 Polizisten. Bis Mitte 2002 sind fast alle der 50.000 Flüchtlinge wieder zurückgekehrt. Das Land steht noch immer vor der großen Herausforderung des Aufbaus der Infrastruktur und der Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung.

Ein vielversprechendes Projekt könnte die Nutzung von Erdgas und Erdöl sein. In der indonesischen Besatzungszeit wurde ein Ölfeld in der Timorsee zwischen Timor und Australien entdeckt und am 11. Dezember 1989 ein Vertrag zwischen den Regierungen Indonesiens und Australiens geschlossen. Aber erst im Mai 2004 hat die australische Regierung die Gültigkeit des Vertrages in einer Form bestätigt, die die Seegrenze und damit auch die Rohstoffe zu Gunsten Australiens verschoben hat. [[1] (http://www.uniya.org/talks/brennan_3sep04.html)]

Eine Fährgesellschaft hat inzwischen mit deutscher finanzieller Unterstützung eine ständige Verbindung zu der Enklave Oecussi hergestellt und ein Mobilfunkunternehmen hat ein GSM Netz aufgebaut.

[Bearbeiten]
Bevölkerung
Fast alle Einwohner Osttimors sind katholischen Glaubens (97 Prozent). Es gibt Minderheiten von Protestanten, Muslimen und Buddhisten.

[Bearbeiten]
Etymologie
Das Wort Timor kommt aus dem Malaiischen und bedeutet "Osten". Leste ist portugiesisch und heißt ebenfalls "Osten". In der amtlichen Tetum Sprache ist Timor-Leste auch als Timor Lorosae, im Deutschen allgemein als Osttimor bekannt. Der offizielle Name des Staates ist Timor-Leste. In Indonesien wird die Insel auch Timor Timur genannt, der Name wird gewöhnlich mit Tim-Tim abgekürzt
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Nächster wäre dann Nauru oder wie wäre es mit Äquatorial-Guinea (Heisst das so?)? Oder (eigentlich kein Staat) die russische Enklave zwischen Polen und Litauen. Kann mir einer (Morgoth?) denn Sinn dieses Flecklchens Erde erklären?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Ich nehme mal an, dass die Russen 1945 einen Ostseehafen wie Königsberg behalten wollten *schulterzuck*
In diesem Kontext wäre auch die politische Rolle der Königsberger Klöpse interessant
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Aber Litauen war doch weiterhin UDSSR. Also wieso wollte Russland nach der Wende, als Litauen ein eigenständiger Staat wurde, dieses Land nicht auch abgeben? Wenn sie sich einem riesingen Landstrich wie Kasachstan trennen konnten, wieso dann nicht von Königsberg oder wie das heißt? Wobei auch Frankreich und andere Staaten die früher Kolonien hatten noch immmer welche haben. Aber kann man bei Königsberg von einer Kolonie sprechen? Ich bleibe dabei es Enklave zu nennen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

LadyofMordor schrieb:
Aber Litauen war doch weiterhin UDSSR. Also wieso wollte Russland nach der Wende, als Litauen ein eigenständiger Staat wurde, dieses Land nicht auch abgeben? Wenn sie sich einem riesingen Landstrich wie Kasachstan trennen konnten, wieso dann nicht von Königsberg oder wie das heißt? Wobei auch Frankreich und andere Staaten die früher Kolonien hatten noch immmer welche haben. Aber kann man bei Königsberg von einer Kolonie sprechen? Ich bleibe dabei es Enklave zu nennen.



weil königsberg deutlich interessanter ist als die öde steppe kasachstans...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Andererseits: An wen sollte man das Gebiet abtreten? Mit Deutschland hat das Gebiet gar nichts mehr zu tun, Polen will es nicht, weil es verarmt und rückständig ist. Was will man also machen?

Abgesehen davon sind Makis doch ganz bemerkenswerte Tiere:


Wo man sowas kaufen kann?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Außerdem liegt im Königsberger Dom Kant verscharrt. Und den behält man, wenn man ihn einmal hat.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Danke jetzt ist mir das klar.

Ich denke Makis kriegt man beim Japaner
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

KANT

Privat ein komischer Kauz.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich glaube zu wissen, dass der name des Granatapfels irgendetwas mit den vielen Kernen zu tun hat.

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen




  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen



Du weist vermutlich schon, dass der werte Herr Reznor im Juni nach Deutschland kommt nicht wahr?



  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:
Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen



Du weist vermutlich schon, dass der werte Herr Reznor im Juni nach Deutschland kommt nicht wahr?







*ganzdollnick*
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:
Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen



Du weist vermutlich schon, dass der werte Herr Reznor im Juni nach Deutschland kommt nicht wahr?







*ganzdollnick*



wenn Tool sich jetzt auch noch aus der höhle raustrauen würden...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:
Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:
Cowboy schrieb:
SINdri schrieb:

Wo Tool erwähnt wurde sollte, wenn wir schon bei gutem Geschmack sind sollte diese band nicht fehlen



Du weist vermutlich schon, dass der werte Herr Reznor im Juni nach Deutschland kommt nicht wahr?







*ganzdollnick*



wenn Tool sich jetzt auch noch aus der höhle raustrauen würden...



für die würde ich jedes festival dieser welt eintauschen...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

geht mir nicht anders, aber bei mienem Glück, spielen sie am selben Abend wie NIN...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Cowboy schrieb:
follow me...


wer *umguck* ich??
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:
Cowboy schrieb:
follow me...


wer *umguck* ich??



nö.
modegro...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

der is ja nun aber grad nich da
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

naja, der kommt noch...
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

vermutlich ist er gewisenhafterweise in der Schule oder so
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Hört in meinem Priavatthread mit Mehrfachzitieren auf! Das ist ja schlimm!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Hört in meinem Priavatthread mit Mehrfachzitieren auf! Das ist ja schlimm!



Er wars, er wars
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Es ist an der Zeit, die Frage der Hausmänner zu erörtern. Ist es nicht besser, sich als Mann die Kugel zu geben, bevor man daheim bleibt und das Klo putzt sowie Windeln wechselt, während die Frau das Geld verdient? Was ist denn das für eine Existenz?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
[...] Was ist denn das für eine Existenz?


Die gleiche Existenz, die allzu lange als für Frauen durchaus angemessen galt? :augenroll:
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Du meinst die natürliche Bestimmung des Weibes?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ich back ja auch gern Kekse, aber nur zuhause hocken ist doch auf Dauer recht trostlos
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Du meinst die natürliche Bestimmung des Weibes?


Die mittlerweile die natürliche Bestimmung des Mannes ist. Emanzipation, Bubele. Das war zwar nach der Römerzeit, hat aber trotzden irgendwie Auswirkungen auf Dein Leben.
Also, das bunte Treiben um Dich herum. Außerhalb Deines Kopfes.

Tut mir leid.
Armes.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Wenn das der neue Mann ist, emigrier ich in den Iran.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

nirhtak

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Dann viel Spass im Iran,
hinsichtlich deiner Emanzipationsabneigung könnte ich dir auch noch Saudi-Arabien und den Sudan empfehlen, da wirst du auch nie im Haushalt helfen müssen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: nirhtak]

Saudi-Arabien wäre nicht schlecht. Ich denke da an eine Zukunft als Ölscheich. Des Prinzen zu Ehren könnte ich mich Feysal nennen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: nirhtak]

Tja ModeGro, vielleicht solltest du mal eine homosexuelle, gleichberechtigte Bezihung in erwägung ziehen und einfach eine Haushälterin einstellen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Ich glaube, in Saudi-Arabien sind homosexuelle Beziehungen nicht gern gesehen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

oder du machst was mein Cousin getan hat, heirate eine Polin, besonders beidenen aus dem Hinterland ist die Imanzipation noch nicht angekommen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Polinnen in Saudi-Arabien? Verwirrend.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

AUS DER REIHE "LÄNDER, DIE KEINER BRAUCHT": DAGESTAN


Das im Nordkaukasus gelegene Dagestan ist seit 1991 eine Republik im südlichen Teil Russlands. Der Name kommt aus dem Türkischen und bedeutet "Bergland".

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Geographie

2 Bevölkerung

3 Städte

4 Geschichte

5 Wirtschaft

6 Weblinks

[Bearbeiten]
Geographie
Dagestan setzt sich aus einem flachen Nordteil, der Nogaiersteppe, dem Kaukasusvorland sowie einem gebirgigen Südteil zusammen. Der höchste Berg ist der Basardjusi mit 4466m. Die Republik grenzt im Süden an Georgien und Aserbaidschan, im Westen an Tschetschenien und im Norden an Kalmykien und die Region Stawropol. Im Osten besitzt es eine lange Küste am Kaspischen Meer. Die wichtigsten Flüsse sind der Terek, der Sulak und der Samur, der Grenzfluss zu Aserbaidschan. In Dagestan liegt der südlichste Punkt der Russischen Föderation. Die Region ist wichtig für den Transitverkehr von Russland nach Aserbaidschan und in den Iran.

[Bearbeiten]
Bevölkerung
In Dagestan leben über 100 Völker auf engem Raum zusammen. Die russische Volkszählung registrierte im Jahr 2002 2576531 Einwohner. Zu den Völkern mit kaukasischer Sprache gehören die 758438(=29,44%) Awaren, die 425526(=16,52%) Darginer, die 336698(=13,07%)Lesgier, die 139732(=5,42%) Laken, die 110152(=4,28%) Tabassaranen, die 24298(=0,94%) Rutulen, die 23314(=0,90%) Agulen, die 21270(=0,83%) Andier und die 8168(=0,32%) Zachuren. Turkvölker sind die 365804(=14,20%) Kumyken, die 111656(=4,33%) Aseri und die 38168(=1,48%) Nogaier. Eine weitere grosse Volksgruppe, die in den letzten zehn Jahren stark gewachsen ist, sind die 87867(=3,41%) Tschetschenen. Die früher zahlreichen Taten und Bergjuden sind grossteils abgewandert. Die 120875(=4,69%) Russen sind im Gegensatz zu anderen autonomen Gebieten Russlands nur eine kleine Minderheit. Der Großteil der Bevölkerung gehört dem islamischen Glauben an. Amtssprachen sind Russisch und Awarisch. Dagestan gehört zu den wenigen russischen Regionen, die in den letzten Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen konnten.


Dagestanisches Ehepaar, Aufnahme 1907 – 1915[Bearbeiten]
Städte
Im russischen Vergleich hat Dagestan einen geringen Prozentsatz städtischer Bevölkerung (42 %). Die Hauptstadt Machatschkala hat knapp 460000 Einwohner. Andere wichtige Städte sind Derbent, Chassawjurt, Kaspijsk und Bujnaksk.

[Bearbeiten]
Geschichte
Die Region war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das Römische Reich und Persien stritten um die Vorherrschaft, ehe die Sassaniden vom 4. bis ins 7. Jahrhundert herrschten. Im 7. Jahrhundert eroberten die Araber das Gebiet und die meisten Völker konvertierten zum Islam. Alanen, Chasaren, die Goldene Horde und die Mongolen unter Timur Lenk wechselten sich mit der Herrschaft ab. Im 16. und 17. Jahrhundert gab es eine Reihe unabhängiger Chanate in der Region, bevor die Region in den Streit zwischen Russland und Persien geriet. 1813 kam Dagestan endültig an Russland, der Widerstand unter Imam Schamil zog sich allerdings noch bis in die 1860er Jahre hin. Mit der Gründung der Sowjetunion entstand 1921 die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) Dagestan. Mit Auflösung der UdSSR wurden Dagestan weitreichende Autonomierechte eingestanden. In der jüngeren Vergangenheit schwappte der Konflikt im westlich benachbarten Tschetschenien immer wieder auf Dagestan über. So versuchten dortige Rebellen wiederholt, Dagestan in den Tschetschenienkonflikt hineinzuziehen. Bekannt wurden die Geiselnahme von Perwomaiskoje.

[Bearbeiten]
Wirtschaft
Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählen die Ölförderung, Energieerzeugung und Lebensmittelverarbeitung. Generell ist die Republik weniger industrialisiert als andere Regionen Russlands. Aufgrund der gebirgigen Lage spielt die Landwirtschaft eine untergeordnete Rolle, einen gewissen Stellenwert nimmt das traditionelle Handwerk ein.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

nirhtak

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wie versuchen dir nur zu helfen , damit du nicht in das drückend heiße Arabien musst sondern hier im schön gemäßigten Klima Erdöl in der Nordsee fördern kannst
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
AUS DER REIHE "LÄNDER, DIE KEINER BRAUCHT": DAGESTAN


Das im Nordkaukasus gelegene Dagestan ist seit 1991 eine Republik im südlichen Teil Russlands. Der Name kommt aus dem Türkischen und bedeutet "Bergland".

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Geographie

2 Bevölkerung

3 Städte

4 Geschichte

5 Wirtschaft

6 Weblinks

[Bearbeiten]
Geographie
Dagestan setzt sich aus einem flachen Nordteil, der Nogaiersteppe, dem Kaukasusvorland sowie einem gebirgigen Südteil zusammen. Der höchste Berg ist der Basardjusi mit 4466m. Die Republik grenzt im Süden an Georgien und Aserbaidschan, im Westen an Tschetschenien und im Norden an Kalmykien und die Region Stawropol. Im Osten besitzt es eine lange Küste am Kaspischen Meer. Die wichtigsten Flüsse sind der Terek, der Sulak und der Samur, der Grenzfluss zu Aserbaidschan. In Dagestan liegt der südlichste Punkt der Russischen Föderation. Die Region ist wichtig für den Transitverkehr von Russland nach Aserbaidschan und in den Iran.

[Bearbeiten]
Bevölkerung
In Dagestan leben über 100 Völker auf engem Raum zusammen. Die russische Volkszählung registrierte im Jahr 2002 2576531 Einwohner. Zu den Völkern mit kaukasischer Sprache gehören die 758438(=29,44%) Awaren, die 425526(=16,52%) Darginer, die 336698(=13,07%)Lesgier, die 139732(=5,42%) Laken, die 110152(=4,28%) Tabassaranen, die 24298(=0,94%) Rutulen, die 23314(=0,90%) Agulen, die 21270(=0,83%) Andier und die 8168(=0,32%) Zachuren. Turkvölker sind die 365804(=14,20%) Kumyken, die 111656(=4,33%) Aseri und die 38168(=1,48%) Nogaier. Eine weitere grosse Volksgruppe, die in den letzten zehn Jahren stark gewachsen ist, sind die 87867(=3,41%) Tschetschenen. Die früher zahlreichen Taten und Bergjuden sind grossteils abgewandert. Die 120875(=4,69%) Russen sind im Gegensatz zu anderen autonomen Gebieten Russlands nur eine kleine Minderheit. Der Großteil der Bevölkerung gehört dem islamischen Glauben an. Amtssprachen sind Russisch und Awarisch. Dagestan gehört zu den wenigen russischen Regionen, die in den letzten Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen konnten.


Dagestanisches Ehepaar, Aufnahme 1907 – 1915[Bearbeiten]
Städte
Im russischen Vergleich hat Dagestan einen geringen Prozentsatz städtischer Bevölkerung (42 %). Die Hauptstadt Machatschkala hat knapp 460000 Einwohner. Andere wichtige Städte sind Derbent, Chassawjurt, Kaspijsk und Bujnaksk.

[Bearbeiten]
Geschichte
Die Region war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das Römische Reich und Persien stritten um die Vorherrschaft, ehe die Sassaniden vom 4. bis ins 7. Jahrhundert herrschten. Im 7. Jahrhundert eroberten die Araber das Gebiet und die meisten Völker konvertierten zum Islam. Alanen, Chasaren, die Goldene Horde und die Mongolen unter Timur Lenk wechselten sich mit der Herrschaft ab. Im 16. und 17. Jahrhundert gab es eine Reihe unabhängiger Chanate in der Region, bevor die Region in den Streit zwischen Russland und Persien geriet. 1813 kam Dagestan endültig an Russland, der Widerstand unter Imam Schamil zog sich allerdings noch bis in die 1860er Jahre hin. Mit der Gründung der Sowjetunion entstand 1921 die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) Dagestan. Mit Auflösung der UdSSR wurden Dagestan weitreichende Autonomierechte eingestanden. In der jüngeren Vergangenheit schwappte der Konflikt im westlich benachbarten Tschetschenien immer wieder auf Dagestan über. So versuchten dortige Rebellen wiederholt, Dagestan in den Tschetschenienkonflikt hineinzuziehen. Bekannt wurden die Geiselnahme von Perwomaiskoje.

[Bearbeiten]
Wirtschaft
Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählen die Ölförderung, Energieerzeugung und Lebensmittelverarbeitung. Generell ist die Republik weniger industrialisiert als andere Regionen Russlands. Aufgrund der gebirgigen Lage spielt die Landwirtschaft eine untergeordnete Rolle, einen gewissen Stellenwert nimmt das traditionelle Handwerk ein.




Geh bitte in den Iran.
Vielleicht können die Dir beibringen, diese ganzen kopierten [Bearbeiten] und [Anzeigen/Verbergen]-Links herauszueditieren.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

IRAN

Die Islamische Republik Iran (persisch: جمهوری اسلامی ایران), bis 1935 Persien genannt, ist ein Staat im westlichen Asien.

Der Iran grenzt an den Irak (Grenzlinie 1458 km), Türkei und Aserbaidschan (je ca. 500 km), Armenien (35 km), das Kaspische Meer (500 km), Turkmenistan (ca. 1000 km), Afghanistan (936 km) und Pakistan (Provinz Belutschistan, 909 km).

Der höchste Berg des Irans ist der 5671 m hohe, erloschene Vulkan Damavand im Elbursgebirge, nördlich der Hauptstadt Teheran. Im Süden und Südwesten hat das Land eine 2000 km lange Küste zum Indischen Ozean bzw. Persischer Golf, der durch die Meerenge von Hormuz (Vereinigte Arabische Emirate, Oman) in zwei Hälften geteilt wird. Aufgrund der geophysischen Gegenheiten treten im Iran verhältnismäßig häufig Erdbeben auf. (Die Situation ist vergleichbar mit der Erdbebenhäufigkeit in der Türkei und an der Westküste der USA.)

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Verwaltungsgliederung

2 Bevölkerung

2.1 Sprachen
2.2 Religion


3 Klima

4 Geschichte

5 Politik und Staatswesen seit 1979

5.1 Staatsoberhäupter


6 Wirtschaft

7 Militär

8 Weblinks

[Bearbeiten]
Verwaltungsgliederung
Der Iran ist in 30 Provinzen gegliedert.

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Iran
Die größten Städte sind die Hauptstadt Teheran mit circa 7,3 Millionen und Maschhad mit circa 2,1 Millionen Einwohnern.

Siehe auch: Liste der Städte im Iran
[Bearbeiten]
Bevölkerung
Die Bevölkerung Irans (69 Millionen - Stand Juli 2004) setzt sich zusammen aus ca. 49% Persern, ca. 22% Aserbaidschanern, ca. 8% Gilaki und Mazandarani, ca. 10% Kurden, 3 % Araber, 2 % Turkomanen, 2 % Luren und 2 % Belutschen und einigen kleineren Minderheiten, wie christliche Armenier und Assyrer.

Daneben leben im Iran zahlreiche Flüchtlinge: 2 Millionen aus Afghanistan und 203.000 aus dem Irak.

20.000 Iraner befinden sich als Flüchtlinge im benachbarten Irak.

[Bearbeiten]
Sprachen
Amtssprache des Irans ist Neupersisch, lokal auch Farsi genannt. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache des Irans, die etwa von 58% der iranischen Bevölkerung gesprochen wird, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Der Anteil der Aseri-, Turkmenisch-Sprecher wird mit 26 % beziffert; Kurdisch mit 9 %; Lurisch mit 2%; und andere Arabischsprecher mit 1 %.

Iranische Sprachen: Persisch (Dari) , Luri-Persisch, Kurdisch, Belutschi
Turksprachen: Aserbaidschanisch, Turkmenisch.
Armenisch
Aramäisch von Assyrern gesprochen.
[Bearbeiten]
Religion
Der schiitische Islam ist Staatsreligion. Knapp 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (89 Prozent Schiiten und 9 Prozent Sunniten). Daneben bestehen Minderheiten von orientalischen Christen, Juden, Parsen, Mandäern und Anhänger der verbotenen Baha'i-Religion.

[Bearbeiten]
Klima

TopographieDas Klima Irans ist, bedingt durch seine geografische Ausdehnung, sehr unterschiedlich. Viele verschiedene Jahreszeiten herrschen gleichzeitig, weshalb es möglich ist, im Iran alle Gemüse- und Früchtearten anzubauen, abgesehen von Kakao.

[Bearbeiten]
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte des Iran

Der heutige Staat Iran befindet sich auf dem Gebiet, das man im deutschen Sprachgebrauch lange als Persien bezeichnet hat. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, Indien und China im Osten und Mesopotamien bzw. Syrien im Westen ließen das Land zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden.

Im persischen Großraum führt die Geschichte vom Reich der Meder und der Achämeniden (Kyros II. bis Dareios III.) über Alexander den Großen zu den Parthern und Sassaniden. Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat verschiedene einheimisch-persische, mongolische und türkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen und dem heutigen Staat Iran.

Der Iran trat als Monarchie mit einem Schah als Oberhaupt und bald auch mit einer eigenen, freien Regierung in die Neuzeit ein.

Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) begann 1921 unter dem Einfluss von England eine politische Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Dabei nahm der Kontakt zwischen Herrscher und Volk immer mehr ab, was jedoch in der Geschichte des Landes nichts Neues war. Die Unzufriedenheit im Land stieg. Die Wut konzentriert sich zunächst auf England.

Ein Zweckbündnis mit Deutschland und das erstarkte Selbstverständnis des neugeordneten Staates veranlassten den Schah, die internationale Staatengemeinschaft aufzufordern, den seitens der Engländer hartnäckig als "Persia" bezeichneten Iran als IRAN zu bezeichnen; dem Landesnamen, unter welchem es den Persern seit Jahrhunderten ein Begriff war. Durch den mit dem Öl verknüpften Reichtum entwickelte sich Iran zur Regionalmacht.

Nach dem 2. Weltkrieg kam es 1951, unter der Regierung Mohammed Mossadeghs, zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Auslöser war die britische BP, die das Ölgeschäft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte ihre Gewinne aus dem Ölgeschäft hälftig mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die USA und Großbritannien, was im weiteren Verlauf zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit führte. Trotz dieser Ergebnisse wählte das Parlament später in demokratischer Wahl Mossadegh zum Präsidenten des Landes.

Der 1941, ursprünglich gegen den Willen der USA, als Nachfolger seines Vaters ins Amt gekommene Schah, Mohammed Reza Pahlavi, der Sohn Reza Schahs, stellte sich mit Unterstützung der USA gegen Mossadegh und sprach sich für ein Handelsabkommen mit den USA aus. In diesem sollten Ölförderrechte an amerikanische Unternehmen übertragen und dem Iran 50% des Gewinns aus dem Ölgeschäft zugesprochen werden (mit der britischen BP waren es ca. 5%). Mossadegh weigerte sich, da er den mit dem Öl verbundenen Reichtum des Iran im Lande behalten wollte. Die USA fürchteten, dass dieses Vorgehen des Iran für andere Länder im Nahen Osten zum Beispiel werden könnte. Der Einfluss der USA auf diese Staaten hätte dadurch zurückgehen können und ebenso die Ölförderung. Daher bemühte sich die CIA darum, nationale Unruhen zu schüren (Operation Ajax), um damit Mossadegh zu stürzen. Dieser hatte jedoch grossen Rückhalt im Volk, was den Schah veranlasste, auf dem Höhepunkt der Krise im August 1953 das Land zu verlassen.

Dennoch gelang es der CIA bald darauf, monarchistische Kräfte unter Führung des Generals (i. R.) Fazlollah Zahedi zum Staatsstreich zu bewegen (miltärisch unterstützt von den USA) und den Schah wieder zurück an die Macht zu bringen. Die damalige Regierung, mit Zahedi als Ministerpräsident, schloss neue Verträge mit den USA ab, welche diesen die Gewalt über die iranische Ölförderung übertrug und weiterhin günstige Öllieferungen zusicherte. Diese hielten bis zur ersten Ölkrise, hervorgerufen durch deutliche Preiserhöhungen des Irans, an. Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941-1979) leitete zwar die "weiße Revolution" ein, verlor aber in der Folgezeit seiner Herrschaft graduierlich den Kontakt zum Volk. Anfang 1979 musste er infolge einer islamischen Revolution endgültig den Iran verlassen.

Der Schiitenführer Ruhollah Chomeini kehrte aus dem französischen Exil zurück, etablierte sich als oberste Autorität des Staates und proklamierte die Islamische Republik Iran. Seine Politik war geprägt durch eine fundamentalistische, stark antiwestliche Linie.

Von 1980 bis 1988 befand sich das Land in einem Krieg (erster Golfkrieg), nachdem der Irak mit Billigung der USA das Land angegriffen hatte. Die anhaltende internationale Isolation des Irans lockert sich erst Ende der 1990er.

[Bearbeiten]
Politik und Staatswesen seit 1979
Seit der Revolution von 1979 ist der Oberste Führer ("Revolutionsführer") entweder der Rahbar (i.e. Führer) oder in seiner Abwesenheit ein Rat religiöser Amtsträger. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Ali Chamene'i, hat die uneingeschränkte Macht und ernennt die obersten Richter (alle Prediger) und ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte.

Das Staatsoberhaupt des Irans ist der Präsident (seit 1997 Mohammad Chatemi). Er wird in allgemeinen Wahlen für eine 4-jährige Amtszeit bestimmt und ist gleichzeitig Regierungschef. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden.

Der Wächterrat besteht aus 6 religiösen Geistlichen und 6 weltlichen Rechtswissenschaftlern. Die Geistlichen werden vom Revolutionsführer ernannt. Ihre Aufgabe ist es, jedes Gesetz auf seine Konformität mit den islamischen Prinzipien hin zu überprüfen. Die Juristen werden vom Obersten Richter, dem Chef der Judikative ernannt. Ihre Aufgabe ist es, die Verfassungskonformität legislativer Akte zu überprüfen. Der Oberste Richter seinerseits wird vom Revolutionsführer ernannt. Der Wächterrat ist befugt, jedes Gesetz abzulehnen oder im Nachhinein für ungültig zu erklären, und Kandidaten die Teilnahme an der Wahl für das Parlament und das Präsidentenamt zu verweigern. Der Wächterrat entscheidet per einfacher Mehrheit. Bei gleichen Stimmanteilen hat der Revolutionsführer das letzte Wort.

Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Madschles-e-Schura-e-Eslami) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen für eine 4jährige Amtszeit gewählt werden. Wegen der Auswahl des Wächterrates wird das Parlament (außer von 2000-2003) von den islamisch-konservativen Kräften dominiert.

Mit dem überraschenden Wahlsieg Mohammad Chatemis 1997 etablierte sich die politische Bewegung der Reformer im iranischen Parlament. Sie stehen dem religiösen Machtmonopol kritisch gegenüber und versuchen, die republikanischen Elemente des Staates zu stärken. So gelang es Chatemi zu Beginn seiner Amtszeit, eine Liberalisierung der nationalen Presse durchzusetzen. Die systemkritischen Stimmen bekamen dadurch ein öffentliches Organ, um ihrem Reformwillen Nachdruck zu verleihen.

Das Aufleben der Pressefreiheit dauerte allerdings nicht sehr lange an. Der Wächterrat macht die Gesetze mit Verweis auf Unverträglichkeit mit dem Islam rückgängig und blockierte fortan nahezu alle Reformversuche des Parlaments.

Seitdem sehen sich die Reformer mit großen Vertrauensverlusten in den reformwilligen Bevölkerungsgruppen konfrontiert. Die Enttäuschung über die Ohnmacht des Parlaments führte bei den letzten Kommunalwahlen (2003) zu sehr geringer Wahlbeteiligung (Landesschnitt 36%, in Teheran 25%) und zu einem klaren Sieg der konservativen Kräfte.

Bei den Parlamentswahlen 2005 könnte vorerst das parlamentarische Ende der Reformer eintreten, zumal Chatemi nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf. Dazu trägt nicht unerheblich der Krieg der USA gegen die iranischen Nachbarstaaten Irak und Afghanistan bei und die Kriegsdrohungen der USA gegen den Iran; zudem arbeiten die USA mit der iranischen Opposition (also den konservativen Kräften) zusammen.

[Bearbeiten]
Staatsoberhäupter
"Führer der Nation" (kein offizielles Amt)
Ruhollah Mousavi Chomeini 1979-1989
Sayed Ali Chamenei seit 1989




Staatspräsidenten
Abolhassan Banisadr 1980-1981
Mohammed Ali Rajai 1981
Sayed Ali Chamenei 1981-1989
Ali Akbar Haschemi Rafsandschani 1989-1997
Mohammad Chatemi seit 1997
Ministerpräsidenten (Amt 1989 abgeschafft)
Mehdi Basargan 1979
Mohammed Ali Rajai 1980-1981
Mohammed Javad Bahonar 1981
Mohammed Reza Mahdavi-Kani 1981
Mir Hossein Moussavi 1981-1990





[Bearbeiten]
Wirtschaft
Der Iran ist ein bedeutendes Erdöl und Erdgas förderndes Land. Über 85 Prozent des Exportes oder rund 25 Milliarden Dollar entfallen auf Kohlenwasserstoffe. Wichtige Wirtschaftssparten sind auch die Landwirtschaft, die trotz vieler Gebirge und Wüsten 10% der Fläche ausmacht (zur Hälfte künstliche Bewässerung), Teppiche und Textilindustrie.
Der Import beträgt rund 15 Milliarden US-Dollar (vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Industrie- und Chemieprodukte).

[Bearbeiten]
Militär
Das iranische Militär befindet sich nach wie vor in einer Aufbauphase, in der das Land versucht, die Verluste durch den ersten Golfkrieg wieder auszugleichen. US-Schätzungen gehen davon aus, dass der Irak in den acht Kriegsjahren zwischen 40 und 60 Prozent der iranischen Militärkapazität vernichtete, sowohl Soldaten als auch Material. Was die Mannschaftsstärke betrifft, ist der Prozess der Wiederherstellung der Schlagkraft weitgehend abgeschlossen, ähnliches dürfte auch für bodengebundene Waffensysteme gelten, bei denen es dem Land heute vor allem um Modernisierung und weniger um zahlenmäßige Aufrüstung geht. Noch nicht ausgeglichen sind die Materialverluste durch den Krieg auf dem Feld der Luftwaffe, in viel höherem Maß aber bei den größeren Überwassereinheiten der Marine. Auf diesen Feldern ist der Iran für ein Land seiner Größe unterbewaffnet. Neben den Kriegsverlusten sind vor allem die Ausfuhrbeschränkungen zahlreicher Staaten der Grund für diesen Zustand. Ein Großteil der vorhandenen Waffensysteme stammt aus US-Waffenhilfen und in neuerer Zeit aus Waffengeschäften mit Russland und China.

Der militärische Oberbefehl liegt beim Revolutionsführer. Er besitzt die Vollmacht, Krieg und Frieden zu erklären sowie den Generalstabschef und die Befehlshaber der Teilstreitkräfte zu berufen oder zu entlassen.

Oberstes sicherheitspolitisches Gremium ist der Hohe Nationale Sicherheitsrat. Dieser Rat arbeitet die Sicherheitspolitik und Militärstrategie im Rahmen der Vorgaben des Revolutionsführers aus, befasst sich aber auch mit allen anderen Politikfeldern, die mittelbar oder unmittelbar mit Verteidigung und innerer Sicherheit zu tun haben. Der hohe Nationale Sicherheitsrat besteht aus dem Präsidenten, dem Premierminister, dem Verteidigungsminister, dem Generalstabschef, dem Kommandeur der Pasdaran und zwei vom Revolutionsführer ernannten Beratern. An den Beratungen des Gremiums nehmen häufig weitere Minister und die Befehlshaber der Teilstreitkräfte teil.

Das iranische Verteidigungsministerium ist für die regulären Streitkräfte und seit 1989 auch für die Pasdaran zuständig. Sein Aufgabenbereich beschränkt sich auf die Verwaltung der Streitkräfte. Strategische Entscheidungen liegen beim Hohen Nationalen Sicherheitsrat, operative Entscheidungen werden vom Generalstabschef und den nachgeordneten militärischen Befehlshabern getroffen.

Der Generalstab setzt sich aus den Kommandeuren der Teilstreitkräfte sowie der Pasdaran, der nationalen Polizei und der Gendarmerie zusammen.

Die Pasdaran oder Revolutionären Garden wurden während der Revolution 1979 ins Leben gerufen, um eine Vielzahl von paramilitärischen Gruppen zu einer dem Regime gegenüber loyalen Streitmacht zusammenzufassen. Zunächst wurden sie vor allem im Land zur Durchsetzung des neuen Systems verwendet. Sie sollten ein der Revolution treu ergebenes Gegengewicht zum regulären Militär darstellen. Inzwischen haben sich die Pasdaran zu einem militärischen Verband entwickelt, der über die drei klassischen Teilstreitkräfte und eine traditionelle militärische Kommandostruktur verfügt. Die Truppenstärke der Pasdaran wird vom US-Militär heute auf 125.000 Mann geschätzt. Vermutlich verfügen die Garden über zwei Infanterie-, zwei gepanzerte und eine Pionier-Division sowie über fünf eigenständige Infanterie-Brigaden, acht Flugabwehr-Bataillone und mehrere Spezial-Einsatzgruppen. Ihr Marine-Zweig ist vor allem mit kleinen, wendigen Booten ausgerüstet, die eine "Guerilla-Taktik" im Persischen Golf ermöglichen. Als gesichert gilt, dass der Verband mehrfach gegen inneriranische bewaffnete Oppositionsbewegungen eingesetzt wurde. Pasdaran-Kämpfer griffen auch in den Bürgerkrieg im Libanon ein. Vermutlich unterstützt oder unterstützte der Verband auch verschiedene Untergrundbewegungen in anderen Staaten der Golfregion.

Die Armee wurde 1996 von US-Militärexperten auf 475.000 Mann geschätzt. Sie verfügt über drei Hauptquartiere im Teheran, Isfahan und Shiraz. Ihre Gliederung umfasst zwei mechanisierte, drei gepanzerte, fünf Infanterie- sowie eine Spezialeinheiten- und eine Fallschirmjäger-Division. Dazu kommen ein Raketen- und eine Logistikbrigade. Aktuellen US-Schätzungen zufolge verfügt der Iran über rund 1500 Kampfpanzer, die meisten davon (480 Stück) vom sowjetischen Typ T-72, daneben vor allem Panzer der Typen T-55, Chieftain Mk-5, M60A1 und M47. Dazu kommen Schützenpanzer der Typen BMP 1 (350 Stück) und BMP 2 (400 Stück) sowie BTR-60 (300) und M113 (250). Unter den rund 2000 nicht-selbstfahrenden Geschützen machen 1100 Haubitzen vom Typ M-46 und 500 vom Typ D30 den Löwenanteil aus. Die rund 300 Selbstfahrgeschütze sind vor allem vom Typ M-109. Bei der Raketen-Artillerie sind 700 12-Rohr-Werfer vom Typ 63 im Einsatz. Die Heeresflieger-Abteilung ist relativ klein und hat vor allem etwas über 100 Transporthubschrauber in ihrem Arsenal. Darüber hinaus verfügt die Armee über eine nicht näher bekannte Zahl Flugabwehrraketen vom Typ Hawk und TOW-Panzerabwehrraketen.

Die Stärke der Marine beträgt heute schätzungsweise 18.000 Mann, ein Großteil von ihnen allerdings keine Bootsbesatzung, sondern Marine-Infanteristen. Die Marine ist damit vergleichsweise klein. Im ersten Golfkrieg erlitt sie massive Verluste, von denen sie sich bis heute nicht erholt hat. Seit den späten 1970er Jahre wird eine große Basis in Bandar Beheshti gebaut, die zum Herzstück der iranischen Seestreitkräfte werden soll. Strategisches Ziel ist die Kontrolle des Persischen Golfs mit seinen wichtigen Verkehrswegen vor allem für Öltanker. In ihrer Ausrüstung setzt die iranische Marine vor allem auf leichte Patrouillenboote, 1993 wurden aber auch zwei russische U-Boote der Kilo-Klasse gekauft. 2002 erwarb das Land mehrere mit Raketen ausgestattete Katamarane und Patouillenboote von China sowie Tauchboote von Nordkorea. Möglicherweise wurde ein großer Teil dieser Waffensysteme den Pasdaran unterstellt. Die größeren Überwasser-Einheiten sind weitgehend veraltet und dürften sich in einem schlechten Zustand befinden. Allerdings verfügt der Iran nach unbestätigten Berichten über Kapazitäten zur Produktion vergleichsweise moderner Seeminen. Für 2003 war die Indienststellung mehrere moderner Schiffstypen angekündigt. Schätzungen zufolge verfügt die iranische Marine heute über sechs U-Boote, drei Fregatten aus britischer und zwei Korvetten aus US-Produktion sowie 25 Raketen- und 45 Patrouillenboote. Dazu kommen zwei Minenleger, fünf Minenräumboote, neun größere amphibische Boote und 23 Versorgungs- und Unterstützungsschiffe.

Die iranische Luftwaffe (Hauptquartier: Doshan Tapeh, nahe Teheran) wurde im ersten Golfkrieg mit großem Erfolg gegen den Irak eingesetzt, verlor jedoch schnell an Schlagkraft, weil das Land kaum neue Munition und Ersatzteile beschaffen konnte. 1991 brachte die irakische Luftwaffe einen großen Teil ihrer Flugzeuge in den Iran, der offiziell zu diesem Zeitpunkt noch Kriegsgegner war, in Sicherheit, um die Vernichtung der Luftflotte im zweiten Golfkrieg zu vermeiden. Ein Teil dieser Flugzeuge könnte heute in der iranischen Luftwaffe im Einsatz sein. Allerdings ist unklar, inwieweit das Land in der Lage war, die "fremden" Flugzeuge zu warten und funktionsfähig zu halten. 2003 erwarben die Pasdaran eine unbekannte Anzahl von Flugzeugen des Typs Su-25 aus unbekannter Quelle. Im gleichen Jahr gab der Iran bekannt, mit der "Super-7" ein eigenes leichtes Mehrzweck-Kampfflugzeug entwickelt zu haben. Schätzungen zufolge gehörten der iranischen Luftwaffe 1996 35.000 Mann an. Vermutlich besitzt der Iran heute rund 320 Kampfflugzeuge, von denen wenig mehr als die Hälfte einzatzfähig sein dürfte. Die modernsten Flugzeuge sind rund zehn vom Typ F-8, sieben Tu-22, 19 MiG-27, rund 30 MiG-29 und einige MiG-31. Den zahlenmäßig größten Anteil machen F-4, F-5 und F-14 aus, von denen allerdings nur noch wenige flugfähig sein dürften. Sechs Tankflugzeuge, 80 Transporter und rund 180 Trainingsflugzeuge von unbekanntem Flugbereitschaftsgrad runden das Arsenal ab. An Boden-Luft Raketen verfügt das Land vor allem über 150 Waffensysteme vom Typ HAWK und über wenige moderne SA-5-Raketen.

Als eine der größten Bedrohungen, vor allem für US-Einheiten in der Region und für Israel wird das iranische Raketen-Arsenal angesehen. Allerdings sind die Informationen über seinen Umfang vage. Im ersten Golfkrieg setzte der Iran knapp 100 Raketen vom Typ Scud-B (Reichweite: 300 Kilometer) ein. Heute verfügt das Land möglicherweise noch über 50 bis 300 dieser intern als Shahab-1 bezeichneten Raketen. Bei der Shahab-2 handelt es sich um eine verbesserte Version der Scud-C (Reichweite: 500 Kilometer). Im April 2001 feuerte Iran schätzungsweise 80 dieser Raketen gegen Volksmudschaheddin-Basen im Irak ab. Heute verfügt der Iran vermutlich über 50 bis 150 dieser Waffensysteme. Mit Shahab-3 oder Zezal (Erdbeben) werden iranische Raketen auf der Basis der nordkoreanischen Nodong-1 mit einer Reichweite von 1300 Kilometern bezeichnet. Im September 2003 wurden sechs Raketen dieses Typs erstmals während einer offiziellen Parade vorgeführt. Die Gesamtmenge im iranischen Besitz dürfte zwischen 25 und 100 Stück liegen. Offiziell bestreitet Iran, Raketen mit einer größeren Reichweite als die Shahab-3 zu entwickeln, doch gab es mehrfach Hinweise aus Geheimdienst- und iranischen Militärkreisen, dass an mehrstufigen Raketen auf der Grundlage nordkoreanischer und russischer Technologie geforscht wird. Bei dem angeblichen Projekt Shahab-6 mit bis zu 10.000 Kilometer Reichweite dürfte es sich aber um ein Gerücht handeln.

Bereits unter dem Schah strebte der Iran den Besitz von Nuklearwaffen an. Es wird vermutet, dass parallel zur Forschung für den Bau von Atomreaktoren zur Stromgewinnung auch Atomwaffen entwickelt werden, die möglicherweise 2006 einsatzbereit sein könnten.

Als Reaktion auf den massiven und erfolgreichen Einsatz von Chemiewaffen durch den Irak im ersten Golfkrieg, versucht der Iran seit dieser Zeit, ein eigenes C-Waffen-Programm aufzubauen. Vermutlich verfügt das Land über mehrere tausend Tonnen eher veralteter Kampfstoffe wie Senfgas, Phosgen und verschiedene Cyanid-Gase. Moderne Nervengifte dürften nur in kleineren Mengen vorhanden sein. Die Kapazität der Kampfmittelproduktion dürfte rund 1000 Tonnen pro Jahr betragen; noch ist der Iran aber auf die Lieferung von Technologie und Ausgangsprodukten vor allem aus China angewiesen, arbeitet aber an einer möglichst eigenständigen Produktion. Die wichtigste Anlage zur Herstellung von Kampfstoffen befindet sich in Damghan, 300 Kilometer östlich von Teheran. Dort könnten auch Forschungsanlagen zur Herstellung biologischer Waffen angesiedelt sein, deren Kapazität zurzeit wohl noch nicht zum tatsächlichen Gefechtseinsatz von Biowaffen ausreicht.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

Ich kann Offshore Ölförderung sehr empfehlen, am besten hinterm NordseeShelf in richtung Tiefsee
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Ein Tag in Morgoths Kopf - heute: das Limbische System

01/03/2005, 15:25 MEZ
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

pfeifenkrautler schrieb:
Ein Tag in Morgoths Kopf - heute: das Limbische System

01/03/2005, 15:25 MEZ



Hoffentlich wird Morgoth niemals auf einem führenden politischen Posten landen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Ich meine, er gibt sich ja nicht mal annähernd Mühe.
Neenee. So wird das nichts.

Pity.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

ich denke Morgoth sollte Geschichts und Politik Lehrer werden
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

VianneCo-Moderator

Miss Terium

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:
ich denke Morgoth sollte Geschichts und Politik Lehrer werden


Yeah!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Vianne]

außerdem frage mich grade ob er rechnen kann was meint ihr dazu


Ist ModeGro in der Lage zu rechnen
Du darfst nur eins auswählen
ja, der kann alles
nein
Ja, aber nur mit römischen Zahlen


Stimmenannahme von (02.07.2005 03:45) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SANTA MARIA MAGGIORE IN ROM




Abendlandes gelegt.Der Sage nach sei die Madonna in der Nacht auf den 5. August dem römischen Kaufmann Johannes und seiner Frau erschienen und versprach, dass ihr Wunsch nach einem Sohn in Erfüllung gehen würde, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichtet werde, wo am nächsten Morgen Schnee liegen würde. Das Ehepaar begab sich darauf hin zu Liberius, welcher den selben Traum hatte. Am Morgen des 5. August sei die höchste Erhebung des Esquilinhügels weiß gefärbt von Schnee. Deshalb trägt diese Kirche bis heute auch den Namen Santa Maria ad Nives (St. Maria Schnee).


Fehlendes Bild
Santa_Maria_Maggiore_Innen.jpg
Innenraum

Der Bau
Die heute Kirche wurde unter Papst Sixtus III. errichtet, nachdem 431 das Konzil von Ephesus Maria, die Mutter Jesu, als Gottesgebährerin verkündete. Dies führte zu einem Aufblühen des Marienkultes. Der Bau wurde von 432 bis 440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Der Fußboden mit Kosmaten-Einlegearbeit aus dem 13. Jahrhundert gilt als der schönste dieser Art aller römischen Kirchen. Im 16. Jahrhundert wurde die Kassettenholzdecke mit dem ersten Gold aus Amerika ausgestattet, wie auch die Kirche Il Gesu. Die Fassade wurde 1743 im barocken Stil von F. Fuga erneuert.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

DIE GROSSE WALUMFRAGE


Was ist dein Lieblingswal?
Du darfst nur eins auswählen
Blauwal
Buckelwal
Finnwal
Schweinswal
Killerwal
Belugawal
Pottwal


Stimmenannahme von (02.07.2005 03:45) bis (Kein Ende angegeben)
Ergebnis anzeigen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]



Trotz mehrmaligem Wunsch konnten wir in der vergangenen Zeit aufgrund des Wetters nicht zum Dorsch fahren.
Die geführten Hechttouren waren gut, aber mit relativ vielen Fehlbissen gespickt. So gab es zwei Touren mit nur wenigen gelandeten Fischen. Einige gelandete Hechte hatten den Köder nicht im sondern nur in der Nähe vom Maul außen eingehakt. Das lässt vermuten, dass die Hechte schlechte Sichtverhältnisse im tiefen Wasser haben und dadurch die Fehlbissrate recht hoch ist.

Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres sind die für mich erkennbaren Sichtverhältnisse des Wassers um mindestens 50 % schlechter. So ist es auch nicht verwunderlich, dass grelle Farben am besten fingen. Schwarz, der „Bringer“ des Vorjahres, brachte null Kontakt. Aber er hat bis zum 14. 03. 2005, dem Beginn der Hechtschonzeit, noch Zeit, seine Fängigkeit zu beweisen.

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

Haben Fische tatsächlich rotes Blut?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Nach der Lektüre dieses Threads hat Papst Johannes Paul II. beschlossen, diesen bemerkenswerten Menschen treffen zu müssen.
Meine Karte für die päpstliche Generalaudienz am 23.3.2005 liegt abholbereit in Rom
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Dieses aktuelle Webcambild von mir sieht leicht verstörend aus

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
Dieses aktuelle Webcambild von mir sieht leicht verstörend aus






hast du einen schnurbart???
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Erinnert mich an das Grabtuch von Turin...

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

@cowboy. Hm, nja, so halb. Aber das auf dem Bild ist eher auf schlechte Lichtverhältnisse zurückzuführen.
@Lady. Ich bin halt wie der Jesus. (Wer das Lied errät, kriegt hundert Punkte)
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Balrog2001

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Cowboy]

Ey Morgoth ich kenn dich!
Heißt du zufällig Vladimir und kommst aus Wiesbaden oder so?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Balrog2001]

@Balrog. Das ist schon das zweite mal, dass mich jemand nach einem Webcambild für einen Russen hält
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Cowboy

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
@cowboy. Hm, nja, so halb. Aber das auf dem Bild ist eher auf schlechte Lichtverhältnisse zurückzuführen.



ich seh schon, du arbeitest daran:



  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Balrog2001

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Bist du denn kein Russe?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Balrog2001]

Auf dem Bild seh ich noch seltsamer aus:

Irgendwie habe ich enorme Schwierigkeiten, mich in diesen Webcambildern wiederzuerkennen
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Lieber Morgoth!

Darf ich ein paar Bitten zu den Themen im Priavatthread äussern?

Da wären:

~ eine Fortsetzung von "Länder, die keiner braucht"
~ Klassiker der Literatur im 19. Jhdt
~ weitere Bilder von komischen Tieren
~ weitere Webcam-Bilder von Morgoth (dem man übrigens eine gewisse Attraktivität nicht absprechen kann... )
~ Klassischens Ballett und seine Geschichte
~ Die Reihe "Berühmte Künstler und ihr Werk"
~ Die Reihe "Architektur im Jugendstil"


Der Priavatthread ist meine einzige Möglichkeit um Bildung zu erlangen. (Ausser der Schule) Ich bitte um Beachtung meiner Wünsche.

Danke, LadyofMordor
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

Morgoth hat ein Groupie.. das ist nicht mehr das Forum, das ich kenne!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: LadyinRed]

"~ eine Fortsetzung von "Länder, die keiner braucht"

Tadschikistan

Tadschikistan (tadschik. Тоҷикистон, Todschikiston, amtlich Republik Tadschikistan, tadschik. Ҷумҳурии Тоҷикистон, Dschumhurii Todschikiston) ist ein Staat in Zentralasien. Er grenzt im Norden an Usbekistan und Kirgisistan, im Osten an China, im Süden an Afghanistan und im Westen ebenfalls an Usbekistan. Die Gesamtfläche von Tadschikistan beträgt 143.100 km². Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Duschanbe.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Geschichte

2 Politik

3 Geographie

4 Bevölkerung

4.1 Sprache
4.2 Kultur


5 Wirtschaft und Verkehr

6 Weblinks

[Bearbeiten]
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Tadschikistans

Das Gebiet Tadschikistans war abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders von Mazedonien. Im 8. Jahrhundert erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tadschikistan Kolonie Russlands, später Sowjetrepublik.


Zentralasien am Ende des 19. Jahrhunderts1991 erklärte sich Tadschikistan unabhängig und versank sofort in einem Bürgerkrieg zwischen islamischen Fundamentalisten und der Regierung von Emomali Rachmonow. Der Bürgerkrieg endete mit einer Regierungsbeteiligung der Fundamentalisten.

Nach dem 11. September 2001 wurden US-Truppen in Chorog und Duschanbe sowie Soldaten Frankreichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle der wichtigsten Ordnungsmacht der Region (Grenzkontrolle nach Afghanistan durch russische Truppen).

[Bearbeiten]
Politik
Tadschikistan ist laut seiner Verfassung eine demokratische Präsidialrepublik.

Zu Tadschikistan gehört das Autonome Gebiet Berg-Badachschan (Gorno-Badachschan) im Osten des Landes, das 44,5 % der Fläche der Republik umfasst.

Tadschikistan ist Mitgliedschaft des Rates für kollektive Sicherheit, der GUS, des OATCT und der CENTO.

Nationalfeiertag ist der 9. September (Tag der Unabhängigkeit).

[Bearbeiten]
Geographie
Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, das an Afghanistan, Usbekistan, Kirgisistan und China grenzt. Fast 50% des Staatsgebietes liegen auf einer Höhe von 3000 m über NN oder noch höher. Der Osten des Landes wird vom Pamir-Gebirge und dem größten Teil des Pamir-Hochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg der ehemaligen Sowjetunion, der 7495 m hohe Pik Ismail Somoni (früher Pik Kommunismus). Nur im äußersten Norden des Landes besitzt Tadschikistan mit dem Ferganatal, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert werden kann, Tiefland, das intensiv ackerbaulich genutzt wird. Der größte Teil des Landes kann wegen der Höhenlage und des Reliefs nur extensiv viehwirtschaftlich genutzt werden.

Das Klima ist ein extrem kontinentales mit kalten Wintern und heißen Sommern. Große Temperaturunterschiede bestehen zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht.


Klimadiagramm Duschanbe
Klimadiagramm Chorog




[Bearbeiten]
Bevölkerung
Die Tadschiken sind das letzte Überbleibsel der Indogermanen in Zentralasien. Sie gehören den iranischen Völkern an und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen bedeutenden Bevölkerungsanteil. Im Ferganatal leben verschiedene Minderheiten von Kirgisen und Usbeken, ebenso im Osten des Landes. Fast die gesamte Bevölkerung gehört zum Islam sunnitischer Richtung.

[Bearbeiten]
Sprache
Die Amtssprache Tadschikistans ist Tadschikisch, eine Form des Persischen. Daneben dient noch immer Russisch als Sprache der Regierung und der Wirtschaft.

[Bearbeiten]
Kultur
Zu den ältesten wichtigsten Bräuchen des Landes gehört das traditionelle Neujahrsfest,Naurozfest, das im Frühling feierlich begangen wird.

[Bearbeiten]
Wirtschaft und Verkehr
Das Bruttoinlandsprodukt belief sich im Jahr 2001 auf 1056 Mio. US-Dollar; mit einem BIP pro Kopf von 169 US-Dollar gehört Tadschikistan zu den ärmsten Ländern der Erde. Nach der Definition der Vereinten Nationen zählt das Land zu den LDC; ein zusätzliches Erschwernis ist, dass es sich um einen Binnenstaat handelt, also ein LLDC. Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß. Sie trug 2001 29% zum BIP bei, während 67,2% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiteten. Die Anteile der Industrie beliefen sich auf 29% und 9,6%, die des Dienstleistungssektors auf 41% und 23,1%.

Einen Schwerpunkt der Wirtschaft bildet der Anbau von Baumwolle. Die extensive Bewässerung trägt massiv zur Bodenversalzung und zum Austrocknen des Flusses Pjandsch bei. Daneben werden Schafe und Ziegen gehalten. Das Land verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigstes Exportgut mit einem Anteil von 50% an den Exporterlösen ist Aluminium; 23% werden durch den Export von Elektrizität erzielt.

Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist auf Grund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig. Der Verkehr stützt sich vor allem auf das nur mangelhaft ausgebaute Straßennetz. Das Land verfügt über nicht miteinander verbundene Eisenbahnstrecken von insgesamt 470 km Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen; Verbindungen bestehen über Taschkent nach Moskau."


"~ Klassiker der Literatur im 19. Jhdt"

"Vorwort
Das nachstehende Gedicht schrieb ich im diesjährigen Monat Januar zu Paris, und die freie Luft des Ortes wehete in manche Strophe weit schärfer hinein, als mir eigentlich lieb war. Ich unterließ nicht, schon gleich zu mildern und auszuscheiden, was mit dem deutschen Klima unverträglich schien. Nichtsdestoweniger, als ich das Manuskript im Monat März an meinen Verleger nach Hamburg schickte, wurden mir noch mannigfache Bedenklichkeiten in Erwägung gestellt. Ich mußte mich dem fatalen Geschäfte des Umarbeitens nochmals unterziehen, und da mag es wohl geschehen sein, daß die ernsten Töne mehr als nötig abgedämpft oder von den Schellen des Humors gar zu heiter überklingelt wurden. Einigen nackten Gedanken habe ich im hastigen Unmut ihre Feigenblätter wieder abgerissen, und zimperlich spröde Ohren habe ich vielleicht verletzt. Es ist mir leid, aber ich tröste mich mit dem Bewußtsein, daß größere Autoren sich ähnliche Vergehen zuschulden kommen ließen. Des Aristophanes will ich zu solcher Beschönigung gar nicht erwähnen, denn der war ein blinder Heide, und sein Publikum zu Athen hatte zwar eine klassische Erziehung genossen, wußte aber wenig von Sittlichkeit. Auf Cervantes und Molière könnte ich mich schon viel besser berufen; und ersterer schrieb für den hohen Adel beider Kastilien, letzterer für den großen König und den großen Hof von Versailles! Ach, ich vergesse, daß wir in einer sehr bürgerlichen Zeit leben, und ich sehe leider voraus, daß viele Töchter gebildeter Stände an der Spree, wo nicht gar an der Alster, über mein armes Gedicht die mehr oder minder gebogenen Näschen rümpfen werden! Was ich aber mit noch größerem Leidwesen voraussehe, das ist das Zetern jener Pharisäer der Nationalität, die jetzt mit den Antipathien der Regierungen Hand in Hand gehen, auch die volle Liebe und Hochachtung der Zensur genießen und in der Tagespresse den Ton angeben können, wo es gilt, jene Gegner zu befehden, die auch zugleich die Gegner ihrer allerhöchsten Herrschaften sind. Wir sind im Herzen gewappnet gegen das Mißfallen dieser heldenmütigen Lakaien in schwarzrotgoldner Livree. Ich höre schon ihre Bierstimmen: »Du lästerst sogar unsere Farben, Verächter des Vaterlands, Freund der Franzosen, denen du den freien Rhein abtreten willst!« Beruhigt euch. Ich werde eure Farben achten und ehren, wenn sie es verdienen, wenn sie nicht mehr eine müßige oder knechtische Spielerei sind. Pflanzt die schwarzrotgoldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschtums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt euch, ich liebe das Vaterland ebensosehr wie ihr. Wegen dieser Liebe habe ich dreizehn Lebensjahre im Exile verlebt, und wegen ebendieser Liebe kehre ich wieder zurück ins Exil, vielleicht für immer, jedenfalls ohne zu flennen oder eine schiefmäulige Duldergrimasse zu schneiden. Ich bin der Freund der Franzosen, wie ich der Freund aller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind, und weil ich selber nicht so dumm oder so schlecht bin, als daß ich wünschen sollte, daß meine Deutschen und die Franzosen, die beiden auserwählten Völker der Humanität, sich die Hälse brächen zum Besten von England und Rußland und zur Schadenfreude aller Junker und Pfaffen dieses Erdballs. Seid ruhig, ich werde den Rhein nimmermehr den Franzosen abtreten, schon aus dem ganz einfachen Grunde: weil mir der Rhein gehört. Ja, mir gehört er, durch unveräußerliches Geburtsrecht, ich bin des freien Rheins noch weit freierer Sohn, an seinem Ufer stand meine Wiege, und ich sehe gar nicht ein, warum der Rhein irgendeinem andern gehören soll als den Landeskindern. Elsaß und Lothringen kann ich freilich dem deutschen Reiche nicht so leicht einverleiben, wie ihr es tut, denn die Leute in jenen Landen hängen fest an Frankreich wegen der Rechte, die sie durch die französische Staatsumwälzung gewonnen, wegen jener Gleichheitsgesetze und freien Institutionen, die dem bürgerlichen Gemüte sehr angenehm sind, aber dem Magen der großen Menge dennoch vieles zu wünschen übriglassen. Indessen, die Elsasser und Lothringer werden sich wieder an Deutschland anschließen, wenn wir das vollenden, was die Franzosen begonnen haben, wenn wir diese überflügeln in der Tat, wie wir es schon getan im Gedanken, wenn wir uns bis zu den letzten Folgerungen desselben emporschwingen, wenn wir die Dienstbarkeit bis in ihrem letzten Schlupfwinkel, dem Himmel, zerstören, wenn wir den Gott, der auf Erden im Menschen wohnt, aus seiner Erniedrigung retten, wenn wir die Erlöser Gottes werden, wenn wir das arme, glückenterbte Volk und den verhöhnten Genius und die geschändete Schönheit wieder in ihre Würde einsetzen, wie unsere großen Meister gesagt und gesungen und wie wir es wollen, wir, die Jünger - ja, nicht bloß Elsaß und Lothringen, sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, ganz Europa, die ganze Welt - die ganze Welt wird deutsch werden! Von dieser Sendung und Universalherrschaft Deutschlands träume ich oft, wenn ich unter Eichen wandle. Das ist mein Patriotismus.
Ich werde in einem nächsten Buche auf dieses Thema zurückkommen, mit letzter Entschlossenheit, mit strenger Rücksichtslosigkeit, jedenfalls mit Loyalität. Den entschiedensten Widerspruch werde ich zu achten wissen, wenn er aus einer Überzeugung hervorgeht. Selbst der rohesten Feindseligkeit will ich alsdann geduldig verzeihen; ich will sogar der Dummheit Rede stehen, wenn sie nur ehrlich gemeint ist. Meine ganze schweigende Verachtung widme ich hingegen dem gesinnungslosen Wichte, der aus leidiger Scheelsucht oder unsauberer Privatgiftigkeit meinen guten Leumund in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen sucht und dabei die Maske des Patriotismus, wo nicht gar die der Religion und der Moral, benutzt. Der anarchische Zustand der deutschen politischen und literarischen Zeitungsblätterwelt ward in solcher Beziehung zuweilen mit einem Talente ausgebeutet, das ich schier bewundern mußte. Wahrhaftig, Schufterle ist nicht tot, er lebt noch immer und steht seit Jahren an der Spitze einer wohlorganisierten Bande von literarischen Strauchdieben, die in den böhmischen Wäldern unserer Tagespresse ihr Wesen treiben, hinter jedem Busch, hinter jedem Blatt versteckt liegen und dem leisesten Pfiff ihres würdigen Hauptmanns gehorchen.

Noch ein Wort. Das »Wintermärchen« bildet den Schluß der »Neuen Gedichte«, die in diesem Augenblick bei Hoffmann und Campe erscheinen. Um den Einzeldruck veranstalten zu können, mußte mein Verleger das Gedicht den überwachenden Behörden zu besonderer Sorgfalt überliefern, und neue Varianten und Ausmerzungen sind das Ergebnis dieser höheren Kritik.

Hamburg, den 17. September 1844

Im traurigen Monat November war's,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.
Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zumute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew'gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied!
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Sie schwelgen im ersten Kusse.

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,
Die Ehe wird gültig nicht minder -
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!

Ein Hochzeitkarmen ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf
Die Sterne der höchsten Weihe -

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen -
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,
Ich könnte Eichen zerbrechen!

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte -
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

Während die Kleine von Himmelslust
Getrillert und musizieret,
Ward von den preußischen Douaniers
Mein Koffer visitieret.
Beschnüffelten alles, kramten herum
In Hemden, Hosen, Schnupftüchern;
Sie suchten nach Spitzen, nach Bijouterien,
Auch nach verbotenen Büchern.

Ihr Toren, die ihr im Koffer sucht!
Hier werdet ihr nichts entdecken!
Die Konterbande, die mit mir reist,
Die hab ich im Kopfe stecken.

Hier hab ich Spitzen, die feiner sind
Als die von Brüssel und Mecheln,
Und pack ich einst meine Spitzen aus,
Sie werden euch sticheln und hecheln.

Im Kopfe trage ich Bijouterien,
Der Zukunft Krondiamanten,
Die Tempelkleinodien des neuen Gotts,
Des großen Unbekannten.

Und viele Bücher trag ich im Kopf!
Ich darf es euch versichern,
Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
Von konfiszierlichen Büchern.

Glaubt mir, in Satans Bibliothek
Kann es nicht schlimmere geben;
Sie sind gefährlicher noch als die
Von Hoffmann von Fallersleben! -

Ein Passagier, der neben mir stand,
Bemerkte, ich hätte
Jetzt vor mir den preußischen Zollverein,
Die große Douanenkette.

»Der Zollverein« - bemerkte er -
»Wird unser Volkstum begründen,
Er wird das zersplitterte Vaterland
Zu einem Ganzen verbinden.

Er gibt die äußere Einheit uns,
Die sogenannt materielle;
Die geistige Einheit gibt uns die Zensur,
Die wahrhaft ideelle -

Sie gibt die innere Einheit uns,
Die Einheit im Denken und Sinnen;
Ein einiges Deutschland tut uns not,
Einig nach außen und innen.« "

"~ weitere Bilder von komischen Tieren"

Schnabeltier:


"~ weitere Webcam-Bilder von Morgoth (dem man übrigens eine gewisse Attraktivität nicht absprechen kann... )"
Zu aufwändig

"~ Klassischens Ballett und seine Geschichte"

Ballett (vom italienischen balletto, dem Diminutiv von ballo = Tanz) bezeichnet

eine Tanzvorstellung auf einer Bühne zu Musikbegeleitung, wobei die Darbietung hauptsächlich aus Tanz bestehen oder Teil eines größeren Werkes (Oper, Operette, Musical) sein kann
eine Kunstform/Sparte am Theater neben Oper und Schauspiel
ein Bühnenwerk, bei dem der Tanz im Mittelpunkt steht
ein Musikstück, das als Begleitung für Bühnentanz geschrieben wurde (Ballettmusik)
ein Tänzerensemble am Theater (Corps de Ballet).
Im klassischen Ballett wird mit den Mitteln von Musik, Tanz, Körpersprache, Mimik, Kostümen und Bühnenbild eine Geschichte erzählt. Dabei unterstützen sich die einzelnen Elemente gegenseitig.

Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Technik

2 Ballettmusik

2.1 Bekannte Komponisten und ihre Ballette


3 Ballettkompanien

4 Kostüme

5 Ballettbegriffe

6 Bücher zum Thema

7 Weblinks

[Bearbeiten]
Technik
Die Basis der klassischen Balletttechnik sind auswärts gedrehte Beine und Füße. Ausgangspunkt für fast alle Schritte sind die 5 Positionen des Balletts.

erste Position
In der ersten Position bilden die Füße Ferse an Ferse eine gerade Linie.
zweite Position
In der zweiten Position bilden die Füße eine gerade Linie, die Fersen sind etwa hüftbreit voneinander entfernt.
dritte Position
In der dritten Position stehen die Füße parallel Knöchel vor Knöchel voreinander, wobei die Knöchel einander berühren.
vierte Position
die Füße stehen parallel zu einander voreinander mit etwa 20 bis 30 Zentimeter Abstand.
fünfte Position
wie die vierte Position, jedoch die Füße stehen Ferse vor Zehen bzw. Zehen vor Ferse.
[Bearbeiten]
Ballettmusik
Schon in der Barockzeit wurde die Musik oftmals speziell für ein Ballett komponiert. Besonders während der Blütezeit des Balletts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg wurde die Komposition auf die Gegebenheiten des Theaters und die Größe und Zusammensetzung des Ensembles abgestimmt. Dabei arbeiteten der Komponist und der Choreograf oft eng zusammen. Erst im 20. Jahrhundert begann man Choreografien zu bereits bestehender Musik zu entwickeln.

[Bearbeiten]
Bekannte Komponisten und ihre Ballette
Adolphe Adam: Giselle, Le Corsaire
Léo Delibes: Coppélia, Sylvia
Ludwig Minkus: La Bajadere, Paquita
Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Cinderella
Igor Strawinsky: Feuervogel, Petruschka, Le sacre du printemps
Pjotr Tschajkowski: Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker, Eugen Onegin
Frédéric Chopin: Die Kameliendame
[Bearbeiten]
Ballettkompanien
American Ballet Theater, New York
Ballets Russes, Paris 1910-1929
Bolschoi Ballett, Moskau
The English National Ballet, London
The Forsythe Company, Dresden/Frankfurt
Hamburg Ballett, Hamburg
Kirow Ballett, Sankt Petersburg
New York City Ballet, New York
Paris Opera Ballet, Paris
The Royal Ballet, London
Sadler's Wells Ballet, London
Stuttgarter Ballett, Stuttgart
[Bearbeiten]
Kostüme
In der Geschichte des Balletts haben sich die Kostüme entsprechend dem Zeitgeschmack verändert. Im Laufe der Jahre wurden sie kürzer und leichter. Damit wurde der Weg frei für anspruchsvollere und technisch schwierigere Bewegungsabläufe. Noch heute werden die Kostüme nur unwesentlich variiert. So trägt Giselle immer ein knielanges Kleid, und die Schwäne aus Schwanensee sind selbst für einen Laien leicht zu erkennen. Bei den Damenkostümen unterscheidet man zwischen dem langen Tüllrock für Geisterwesen aus dem Weißen Akt (z. B. in Giselle), dem schmalen langen Kleid (z. B. in Romeo und Julia) und dem Tutu, einem steifen abstehenden Tüllrock, der das bekannteste Ballettkostüm darstellt (z. B. in Schwanensee oder Paquita) und aus dem 19. Jahrhundert stammt.

[Bearbeiten]
Ballettbegriffe
Da die Geschichte des Balletts in Frankreich beginnt, sind noch heute die meisten Begriffe der Ballettsprache französischen oder italienischen Ursprungs.

Arabesque
Dabei steht die Tänzerin auf einem Bein, das andere Bein wird mit gestrecktem Knie nach hinten gehoben.
Attitude
Bei dieser Pose steht die Tänzerin auf einem Bein, das andere wird nach hinten, zur Seite oder nach vorne gehoben. Das Knie des Spielbeins ist dabei angewinkelt.
Battement
Bezeichnung für Bewegungen des Spielbeins
Developé
Heben eines Beines mit gebogenem Knie nach vorn, seitwärts oder zurück
Échappé
Das mit beiden Füßen gleichzeitig unternommene Aufschwingen aus einer geschlossenen Position und Rückfall in eine offene Position
Échappé sauté
Sprung aus einer geschlossenen in eine offene Position
Entrée
Einzelner Szenenauftritt eines Tänzers
Fouetté
Drehung des Standbeines (meist auf Spitze), wobei das freischwingende Spielbein als "Propeller" dient. Eine besonders schwierige Übung. siehe auch: Schwanensee
Frappé
Schneller Wechsel des Spielbeins hinter und vor das Standbein
Glissarde
Gleitschritt, dicht über dem Boden
Glissé
Jeté
franz: werfen-->Spielbein wird mit schneller Bewgung geworfen (auf 45 Grad) Grand jeté Spagat in der Luft
Pas
Schritt -> Pas de Chat (Katzensprung)
Pas de bourrée
Schrittwechselschritt, der auf der Spitze der Tänzerin oder des Fußballens des Tänzers ausgeführt wird
Pas de Deux
Eigentlich Tanz für zwei. Ein Grand Pas de Deux wird in fünf Phasen unterteilt: Entée, Adage, Variationen für den Tänzer, Variationen für die Tänzerin, Coda
Passé
Der Spielbein-Fuß des/r Tänzers/in wird am Knie des Standbeins angelegt. Das Knie des Spielbeins befindet sich in auswärtsgedrehter Haltung (180^).
Pirouette
Drehung auf einem Bein
Plié
Kniebeuge
Relevé
auf die Spitze erheben
Retiré
aus der zweiten Position, ein Knie gebeugt
Rise

Sauté
Sprung
[Bearbeiten]
Bücher zum Thema
Die Grundlagen des klassischen Tanzes von Agrippina J. Waganowa
Schule des klassischen Tanzes von Vera S. Kostrowitzkaja
Methodik des klassischen Tanzes von Gyrögy Lörink

"~ Die Reihe "Berühmte Künstler und ihr Werk"
~ Die Reihe "Architektur im Jugendstil"

Muss morgen folgen.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

LadyinRed

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Danke! Endlich schert sich mal jemand um meine Bildung!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Nichtraucher]

"
Morgoth hat ein Groupie.. das ist nicht mehr das Forum, das ich kenne!"

Oppa pfeifenkrautler erzählt von früher.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

@Pk, du hast recht, nichts ist mehr wie es mal war

@ModeGro, wie siehst du denn nun wirklich aus und kannst rechnen?
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Nichtraucher

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]



Erschreckend: NPD erschließt sich ganz neue Wählerkreise!
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Arbrandir

Wanderer

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

SINdri schrieb:
ich denke Morgoth sollte Geschichts und Politik Lehrer werden





  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

"wie siehst du denn nun wirklich aus"

Ähm, ich hab doch grad zwei Bilder von mir gepostet

"und kannst rechnen?"

Nö, deswegen steh ich auch auf zwei Punkten in Mathe und auf drei Punkten in Physik.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Wenn ich etwas überbelichte, sehen die Bilder von mir übrigens sehr künstlerisch aus!




  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Thalikemeniel

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Du bist da ein bissl schmutzig auf der Oberlippe
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

danke für diese aufschlussreichen Antworten, die Bilder vorher waren nicht besonders eindeutig und außerdem ist es sehr schön zu wissen, dass meine Einschätzung richtig war.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

"schön zu wissen, dass meine Einschätzung richtig war."

  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

MorgothderGrosse schrieb:
"schön zu wissen, dass meine Einschätzung richtig war."





was deine mathematischen Fähigkeiten angeht
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Psycho Dad

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

@SINdri

Du hältst Morgoth also für so etwas wie einen Fachidioten, sehe ich das richtig? Hast Du womöglich so eine naive Persönlichkeitstheorie für Dich entwickelt, nach der Menschen nur entweder sprachlich oder mathematisch begabt sein müssen?

Wahrscheinlich bist Du nur neidisch auf Morgi.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Psycho Dad]

Psycho Dad schrieb:
@SINdri

Du hältst Morgoth also für so etwas wie einen Fachidioten, sehe ich das richtig? Hast Du womöglich so eine naive Persönlichkeitstheorie für Dich entwickelt, nach der Menschen nur entweder sprachlich oder mathematisch begabt sein müssen?

Wahrscheinlich bist Du nur neidisch auf Morgi.



Du irrst, ich stelle manchmal vor lauter Langeweile Vermutungen über andere personen an, nicht mehr, nicht weniger
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Psycho Dad

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Balrog2001]

Dann gehts ja noch.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

SINdri

Zwelb

Re: Morgoths Priavatthread [Re: Psycho Dad]

Psycho Dad schrieb:
Dann gehts ja noch.



ist ja nicht so als ob ich was besseres zu tun hätte
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: SINdri]

Es gibt einen Röhrenwurm, der bis zu 500 Jahre leben kann. Allerdings verbringt er seine ganze Existenz damit, in der Tiefsee an einem Stein zu hängen. Irgendwie Betrug, dass ein Vieh, das überhaupt nichts mit seinem Leben anfangen kann, gut sechsmal so lange lebt wie ein Mensch.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

MorgothderGrosse

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

Zum nachträglichen Karnevalsausklang:
Kommt ein Mann nach Hause und eröffnet seiner Frau: "Pack die Koffer, ich habe den Jackpot geknackt!" Darauf seine Frau: "Für Strand oder Berge?" Antwortet er: "Mir egal, Hauptsache, du bist morgen verschwunden!"
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht

Berzelmayr

Gefährte

Re: Morgoths Priavatthread [Re: MorgothderGrosse]

so in etwa stell ich mir Rodion Raskolnikow vor.
  • Extras: Nachricht drucken
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
  • Sende diesem Benutzer eine private Nachricht
Zusatzinformationen
Thread drucken