Hier ist zunächst mal die Übersetzung von Kapitel 43 - Parth Galen, FotR-Regie-Kommentar.
Kapitel 43:
PJ: … ganz gleich, wie jemand über Handlungs-Änderungen denken mag, wollten wir die Zuschauer wirklich nach Mittelerde versetzen. Wir sind dorthin gefahren, um zu drehen. Ich liebe es, wie Sean und Elijah diesen kurzen Moment spielen, wo sie beide irgendwie spüren oder eine Vorahnung davon haben, was bald passieren wird. PB: An diesem Ort haben wir sehr viel Zeit verbracht. Das war der Mahora-See, oder? FW: Mavora. PB: Mavora. Beim ersten Mal, als wir ? waren, hatten wir Schnee und Hochwasser, beim zweiten Mal hatten wir dieses furchtbare Erdbeben. Es ist das einzige Mal, dass ich jemals den Boden beben gesehen habe – er hat Wellen geschlagen. PJ: Gimli beschreibt eigentlich das Gelände, in dem sich Frodo und Sam zu beginn von ‚die zwei Türme’ wiederfinden. Seine anschauliche Beschreibung von dem, was vor ihnen liegt, ist genau das, womit sich Frodo und Sam bald herumschlagen werden müssen. FW: Mark Ordesky wies uns darauf hin, dass Legolas ständig sagt ‚wir müssen weiter, wir sollten aufbrechen’ und keiner hört auf ihn. PB: Stimmt. [lacht] PJ: Ja. Nun, vielleicht werden sie künftig auf ihn hören. Diese Stelle haben wir ziemlich zu Beginn der Dreharbeiten aufgenommen. Wir filmten den Höhepunkt des Films gleich in den ersten paar Wochen, damals in 1999. FW: Pete bedauerte es sehr, dass er den Körper zu diesem riesenhaften Kopf nicht von der Werkstatt bauen lassen konnte. PJ: Ich weiß, das bedauere ich wirklich, weil ich vorschlug, diesen Riesen-Kopf zu machen, sodass wir ihn hier aufbauen konnten. Danach fiel mir ein: Wäre es nicht großartig, wenn der ganze Körper hier läge? Diese gigantische Statue, zu Boden gestürzt und zerbrochen. Wir hätten den Körper in der Kampfszene verwenden können. Diese Statue hier zu haben, wäre für den hierauf folgenden Kampf großartig gewesen. Aber das ist mir erst eingefallen, als es zu spät war. Es wäre ziemlich cool gewesen. Das ist eine Szene, die ziemlich streng nach dem Buch gedreht wurde. Abgesehen von ? des Dialogs haben wir uns hier nicht viele Freiheiten genommen. Es ist auch eine jener Szenen aus dem Buch, die einem im Gedächtnis bleiben, sodass wir uns hier ganz nach dem Originaltext von Tolkien richten konnten. PB: Genau. Tatsächlich hatten wir hier noch mehr, nicht wahr? Es wurde geschnitten. PJ: Ja, das ist eine verkürzte Version davon. Dies ist ein wundervoller alter, moosüberwucherter Wald an einem Ort, der Paradise heißt. Der größte Teil von Paradise ist ein National Park und sie lassen Film-Crews normalerweise nicht gerne dort hinein. Aber dieser bestimmte Abschnitt ist Privatland. Der Besitzer des Waldes gab uns die Erlaubnis, hier zu filmen. Wir haben nach Kräften versucht, möglichst alles so zu erhalten, wie wir es vorgefunden hatten. Es ist einfach so herrlich grün und sehr ursprünglich. FW: Das war eine der ersten Szenen, die Sean spielte, nicht wahr? PJ: Ja, die erste größere Szene. FW: Ja. Jetzt erinnere ich mich, wie wir uns die Aufnahmen des letzten Tages angesehen haben und es uns einfach umgehauen hat, wie viel Kraft und Energie er in seinen Auftritt in dieser Szene gelegt hat. PJ: Dieser Aussichts-Sitz auf Amon Hen ist eine Szene, die wir gekürzt haben, bevor der Film fertig war. Ursprünglich hatten wir genau das gedreht, was im Buch steht. Dort schaut Frodo in verschiedene Richtungen und er sieht Trolle aus den Bergen kommen, er sieht Orks und er sieht die Piraten-Schiffe, die den Fluss hinaufsegeln. Wir haben eine grobe Vor-Version davon mit dem Computer gemacht und wir haben Frodo gefilmt, die Spezial-Effekte aber nie fertiggestellt. Letztendlich haben wir die Szene soweit gekürzt, dass nur noch Frodos Vision von Barad-dûr und Saurons Auge übriggeblieben ist, was ja auch im Buch steht. Wir hatten einfach das Gefühl, dass wir die Handlung weiterbringen müssen. Die Szene, in der Aragorn auf Amon Hen mit Frodo spricht, steht im Buch, nicht wahr? Aber sie ist dort nicht so ausgestaltet wie hier. Der Abschied von Aragorn und Frodo passiert aber auch im Buch. FW: Nein. Nein, nein. PB: Nein. PJ: Nein? Es steht doch nicht im Buch? Na gut. Ist das komplett ??? Meine Güte, ich hab immer gedacht, da wäre eine kurze Stelle im Buch. PB: Nein, das waren Fran und ich. Erinnerst du dich noch, als wir ??? Was stimmt hier nicht? Irgendwas stimmt doch hier nicht. Und wir haben erkannt, dass… Einer der Gründe, die zu dieser Szene geführt haben, war, dass wir das Gefühl hatten, diese beiden wichtigen Personen, die in den weiteren Filmen die Haupt-Handlungsstränge tragen werden, bräuchten diese gemeinsame Szene. Tatsächlich… PJ: Es stellt auch eine Parallele zu dem dar, was mit Boromir passiert ist. PB: Genau. PJ: Und zwar ist da ein Mann, der durch den Ring in Versuchung gerät und… PB: Niemand… PJ: … nicht widerstehen kann. Und hier haben wir einen anderen Mann, der ebenfalls vom Ring in Versuchung geführt wird und er kann widerstehen. Er hat die Stärke, ihn von sich zu weisen. Deshalb ist dies auch wichtig für Aragorn, weil es ihm selbst etwas beweist. Aragorn kann sehen, dass er die Kraft hat, dem Ring zu widerstehen, wenn er ihm angeboten wird. PB: Ja. PJ: Und dadurch fasst Aragorn Vertrauen in die Stärke seiner eigenen Rasse. Deshalb hatten wir das Gefühl, dass dieser Moment sehr wichtig für diese Person ist.
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