Danke schön 
Jon war erleichtert, mit seinem Kopfschütteln hatte er ihr deuten wollen, dass sie keine weiteren Dummheiten machen sollte und sie schien verstanden zu haben. Im Augenblick hatte er zwar keine blassen Schimmer, wie das hier enden sollte, aber zuerst musste er wieder aufrecht gehen können, ehe er sich darüber Gedanken machte. Sie erreichten das Lager, ein paar scheinbar erbeutete Wägen standen herum, ein Wildschwein briet am Spieß und Männer beäugten laut johlend den neuen Fang. Jon wurde wie ein Sack Kartoffeln bei einem Baum fallen gelassen, denn bis hierhin hatten sie ihn geschleift und nun an einen Baum gefesselt.
"Finger weg, von der Dame!" grunzte Thompson, als einer seiner Männer Juni zu nahe kam. Verziehen hatte er ihr aber noch lange nicht. Eigentlich hatte er erst essen wollen, aber nun, wollte er erst einmal sehen, ob noch alles funktionierte. Er packte Juni, die nun recht fügig schien am Arm und zerrte sie zu seinem verkommenen Zigeunerwagen. Darin roch es muffig, nach alten Fellen, Man und Schimmel. "Willkommen in meiner Villa!" begrüßte er sie und nahm eine Falsche, aus der er trank. "Auch ein Schlückchen?" bot er ihr an.
Juni lächelte wieder, nahm die Flasche ohne ein Wort und trank einen großen Schluck daraus. Pures Feuer schien ihre Kehle hinab zu rinnen, aber das war jetzt genau das Richtige. "Danke," sagte sie mit einem keuchen, als sie die Flasche wieder abgesetzt hatte. Ruhe bewahren, einen kühlen Kopf... langsam und grünlich überlegen. Sie hatte gesehen, dass Jon draussen an einen Baum gebunden worden war und jetzt stand sie hier, in einem muffigen, stinkigen Zigeunerwagen in welchem... wer konnte es schon ahnen wie viele... Frauen vergewaltigt worden waren.
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