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Mittelerde & andere phantastische Welten » Kreativschmiede » Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter

Cecilya

Gefährte

Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter

Liebe Leser,
da wir es einige Zeit lang nicht geschafft haben, weitere Kapitel zum "Elbencamp" zu schreiben (zu finden im alten Elbencamp Thread ), ist dieser leider im Archiv versunken (also der Thread). Wir haben uns aber wieder aufgerafft und weiter geschrieben und hier seht ihr das Ergebnis. Viel Spaß!
(Kommentare übrigens wieder im Kommentarthread )

Was passiert am Morgen nach der Nacht in der Hütte? Wie geht es unserem Lieblingselben jetzt? Und hat er nicht irgendwas vergessen? Lest selbst:

Laurendin stolperte durch den Wald, Hagridieon und den anderen Elben hinterher, die im Gegensatz zu ihm ziemlich ausgeruht aussahen. Er rieb sich die Augen, unter denen dunkle Ringe saßen, die aussahen, als hätte er sein Gesicht in einen Eimer Kohle gehalten und nur den Bereich unter seinen Augen nicht abgewischt. Der Wald sah für seinen Geschmack viel zu grell aus. Das helle Grün brannte in seinen Augen und Laurendin kniff sie zusammen. Würde er in diesem vermaledeiten Camp jemals in Ruhe und Friede schlafen können? Er wollte gar nicht daran denken, wie ihm alle Muskeln schmerzten. Sein Vater würde einiges erleben, wenn er endlich auch dieser grünen (bzw rosanen) Hölle herausgekommen war. Wütend trat Laurendin nach einem Stein. Er bereute es sofort, denn sein Fuß begann höllisch zu schmerzen. Fluchend hüpfte er auf einem Bein den Anderen hinterher.

„Keine Müdigkeit vorschützen!“, hörte er Hagridieon von weiter vorne rufen. Vorschützen! Was Laurendin ihm nicht alles erzählen würde, wäre er wach genug. So humpelte er erschöpft zurück zum Camp.

„Laurendin!“ Schon von weitem hörte er die Stimme des blondgelockten Elben. Er schaute hoch und sah ihn beneidenswert ausgeschlafen und frisiert am Eingang des Camps auf und ab hüpfen. ‚Wenigstens ein Lichtblick in diesem „Camp“…’, dachte er. So schnell er mit seinem verletzen Fuß konnte, ging er zu ihm hinüber.
„Du siehst ja schrecklich aus!“, rief Legolas entsetzt, nachdem er Laurendin kurz betrachtet hatte.
„Danke, so fühle ich mich auch“, grummelte dieser zurück. Alles, was er wollte, war Schlaf, langen, erholsamen Schlaf, auf einer weichen Matratze, mit Daunenkissen…

Eine schrille Stimme riss ihn aus seiner Tagträumerei.
„Laurendin! Wo sind sie gestern Abend gewesen?!“ Aranduriel kam schnell zu ihnen herüber.
Gestern? Laurendin zermarterte sich das Hirn, was den am gestrigen Abend gewesen sein sollte.
„Im Wald“, gab er ihr vorläufig als Antwort zurück. Wenigstens entsprach dies der Wahrheit. Er war auch viel zu müde, um sich ernsthaft Gedanken um Lügengeschichten zu machen.
„Ach, im Wald ist der gute Elb gewesen! Das ist ja interessant! Dachten sie, die Kartoffeln schälen sich von allein?“ Laurendin zuckte unter dem Geschrei zusammen, das nun aus nächster Nähe an seine Ohren drang. Er wusste doch, irgendetwas hatte er vergessen…

Geändert durch Cecilya (13.01.2008 20:04)

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Asphodele

Gefährte

Re: Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter [Re: Cecilya]

Erfahrt nun, wie es Laurendin in seiner Position als Diener Lupinos ergeht und leidet - meinetwegen - mit ihm!

Lupino war zufrieden, sehr zufrieden. Der Trick mit der Verwandlung hatte geklappt, wieder einmal. Niemand ahnte, dass er, der Sohn Elronds, die Kunst des Gestaltwandelns bis aufs Perfekteste beherrschte und sich, wann immer er wollte, in eine Kreatur verwandeln konnte, deren Anblick solch zart besaiteten Geschöpfen, wie Laurendin es war, das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Aber er musste vorsichtig sein. Vollmondnächte waren eine vorzügliche Gelegenheit, seine Kräfte einzusetzen, ohne dafür bestraft zu werden. Im Gegenteil, Hagridieon, der große Depp, hatte ihn am Morgen mitleidig angesehen und besorgt angefragt, ab es ihm gut gehe. Lupino schmunzelte. Klar ging es ihm gut. Bis zum Ende des Camps hatte er einen gefügigen Diener, den er nur böse ansehen musste, damit er ihm alle Wünsche erfüllte.

Lupino betrat den Frühstücksraum und setze sich. Normalerweise war es üblich, das sich die Campinsassen selbst bedienten. Nicht so Lupino. Er ließ einen Brüller los. "Laureeeeeeeeeeeeeeendin!", tönte es laut. Die anderen Elben im Frühstücksraum sahen sich empört nach dem Herumbrüller um, der sie in ihrem morgendlichen Dämmerzustand beim Frühstück störte. Da kam Laurendin schon in den Raum gestolpert, eine schmutzige Schürze um den Leib gebunden, an der er sich die feuchten Hände abwischte, mit denen er gerade noch Geschirr gespült hatte, das Haar zu einem strengen Zopf gebunden und unter einem grünen Kopftuch verborgen. "Ja , Herr?", sagte er kleinlaut. "Bring mir Frühstück!" befahl Lupino. "Sehr wohl, mein Herr", stotterte Laurendin", was hätte der Herr denn gern?"

Lupino holte Luft. Ja, was hätte er denn gern? Er ließ den Blick schweifen und suchte nach etwas, wovor sich dieser Elbe besonders ekeln würde. Da entdeckte er etwas, was ihm als geeignet erschien: einen Schmalztopf.
"Bring mir Brot und Schmalz und ich will, dass du es mit deinen Händen auf das Brot streichst, verstanden?" Laurendins Reaktion war befriedigend. Er sah nach dem Schmalztopf, roch an dem Schmalz und verzog angewidert das Gesicht. "Nie und nimmer, Herr, das kann ich nicht."

"Guad, wannsd a´s so wuischd, nacherd mach es ned, du woasch, was näxde Nachd gschiad", flüsterte Lupino, der unbemerkt aufgestanden und ganz nah an Laurendin heran getreten war, dem Elben in das Ohr. Laurendin zuckte zusammen. Da war sie wieder, die Sprache Mordors. Sofort erinnerte er sich an die drohende Gefahr, die von Lupino auszugehen schien und er sprach kleinlaut: "Verzeiht Herr, ich vergaß, der Eid." Lupino lächelte grimmig und setzte sich wieder. Genugtuung spiegelte sich in seinem Gesicht wieder, als er zusah, wie Laurendin das Brot schnitt, mit dem Messer das Schmalz auf seine Hand tat und mit der Hand das Brot schmierte, das er sorgsam auf einen Teller legte, diesen noch mit einer Tomate und einer Gurkenscheibe schmückte und wie er untertänig den Teller vor Lupino auf den Tisch stelle und "Wohl bekomm's, Herr", sagte.


In diesem Moment war der Küchenchef in den Frühstücksraum getreten und hatte gesehen, dass Laurendins Hand voller Schmalz war . Er trat an den Elben heran und zerrte ihn schweigend in die Küche. Dort hielt er ihm einen Vortrag: "Du hast se woll nich mehr alle, wa? Du kannst doch nich mit die Hände inn Schmalztopp rum wühln! Schon mal wat von Hügiäne jehört? Jibbs ja jaa nich!" Der Küchenleiter schüttelte den Kopf. Konnte man überhaupt so dumm sein? "Aber", hub Laurendin an, "aber..." "Schnauze!" brüllte der Küchenleiter ihn an.

Er hatte genug von diesen affektierten Elblein. Nicht einmal zum Arbeiten waren sie zu gebrauchen. Und dieser hier - schon gar nicht. "Pass ma uff, du Flachssange, wenn de dich hier nich zusammennimmst und machst wat ick dir uff traje, denn kannste ssu Hagridjon, den ungepflejten Holzhacker jehn und denn sieh man ssu, wat de davon hast. Nimmste dir jesst ssusamm oder wat?"

Laurendin hatte den Küchenchef mit immer größeren Augen angestarrt und kein einziges Wort verstanden. Was war das denn? Zwergensprache? Dieser Küchenchef wollte ihm sagen, wie man arbeiten sollte und schaffte es noch nicht mal, grammatikalisch richtig zu sprechen? Mal ganz zu schweigen von der fürchterlichen Aussprache des "z"!
"Jehste jetzt ssu Hagrideon oda bleibsste hier?"

Laurendin überlegte kurz. Hier in der Küche hatte er es warm, er hatte zu essen. Im Wald gab es Wurzeln, über die er stolpern konnte und Hütten, in denen man mit Werwölfen zusammen gesperrt wurde. Aber halt! Das hatte er selbst sich ja eingebrockt. Apropos eingebrockt, da ertönte schon wieder dieser Schrei, der ihn wohl die ganze nächste Zeit nicht mehr los lassen würde:

"Laureeeeeeeeeeeeeendin!", Ohne den Küchenchef noch eines Blickes zu würdigen stürzte Laurendin in den Frühstücksraum und sah, dass neben Lupino zwei andere Elben sahen, die ihn belustigt ansahen. "Bring meinen Brüdern, das gleiche wie mir!", befahl Lupino. Die Brüder grinsten. Ihr Bruder hatte einen Leibsklaven und er hatte ihn ihnen für eine nicht geringe Summe an Edelsteinen weiter vermietet. Das würde eine tolle Zeit im Camp werden!

"Bind ma meine Schtiafe zua", befahl der eine Bruder, der eigenartiger Weise rote Augen hatte. Oder hatte sich Laurendin das nur eingebildet? Er band die Stiefel des Elben zu und dachte darüber nach, wie er von diesem Ort fliehen konnte. Kurzzeitig wollte er rebellieren und die Konsequenz des Gebissenwerdens in Kauf nehmen, denn dann war er unangreifbar, aber was würden seine Eltern dazu sagen?

Seine Eltern! Warum hatte sie ihm das angetan, ihn hierher geschickt? Er würde ihnen schreiben müssen. Laurendin verließ rückwärts gehend und sich immer wieder verbeugend den Frühstücksraum. Als er draussen war, lief er in den Wald. Er lief und lief und prallte letztendlich gegen Hagridieon. Der fragte ihn verwundert: "Warum rennst du hier so sinnlos durch den Wald?" "Ich suche eine Brieftaube"; antworte Laurendin, ging um den Riesen herum und lief weiter. Er wollte weg, nur weg von hier - wenigstens für eine halbe Stunde!
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Asphodele

Gefährte

Re: Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter [Re: Asphodele]

Im Wald hausen dunkle Gestalten und man kann da Geschöpfe treffen, die ihr hier sicher nicht erwartet hättet.

Hedwig Anastasia von Flockenfeld saß auf eine Ast uns spähte nach Futter auf dem Waldboden. Vorhin hatte sie eine kleine Maus erblickt, aber ein Knacken im Unterholz hatte dafür gesorgt, dass sie einen Moment lang abgelenkt war. Das war gut für die Maus - schlecht für Hedwig. Sie hatte den weiten Weg hierher gemacht, um endlich einmal Urlaub von Hogwarts zu machen. Dort waren Kinder, viele Kinder und alle hatten nur eines im Sinn: Zaubern was das Zeug hält. Nicht selten war sie Opfer eines üblen Scherzes geworden und eines Tages hatte sie sich ein Herz genommen, war zu Harry geflogen und hatte ihn um Urlaub gebeten.

In Anbetracht ihres hohen Alters war er großzügig gewesen und hatte den Urlaubsantrag genehmigt. Kurz entschlossen hatte Hedwig ihre Flügel ausgebreitet und war davon geflogen, sozusagen immer der Eulennase nach, bis sie hier diesen wundervollen Wald gefunden und sich nieder gelassen hatte.
Hungrig von der Reise spähte sie gierig auf den Waldboden. Da. Schon wieder ein Knacken. Ein großes Tier war im Anmarsch, aber halt, nein, das war ja gar kein Tier. Das war ein Mensch. Nein. Ein Mensch war das auch nicht Er sah zwar fast so aus, aber er war größer und hatte spitze, blattförmige Ohren.

"Täubchen!", rief das blonde Wesen, das da durch den Wald stolperte. "Täubchen , wo bist du? Ich habe hier einen Bri-hief, den sollst du meinem Vaa-ter, dem Herrn Eel-rond überbringen!" Hedwig verdrehte angewidert die Augen. Das da - was immer es auch sein wollte - suchte doch tatsächlich eine Brieftaube! Dabei wusste doch jeder, dass Eulen viel zuverlässiger waren, sie flogen mit den Nachtwinden und waren deshalb immer einen Tick schneller als ihre lahmen Gefährten, die nur in eine Richtung fliegen konnten. Lächerlich! Brieftauben!
Nein, Hedwig hielt nichts von der Konkurrenz. Sollte es hier tatsächlich eine Brieftaubenflotte geben? Ein furchtbarer Gedanke! Und hier wollte sie Urlaub machen. Sie musste sich nach einem anderen Platz umsehen. Sofort.

Inzwischen war Laurendin ganz nah an den Baum, wo Hedwig saß, heran gekommen und rief immer noch: "Wo biiiist du? Haal-lo! Täu-bchen!".
"Ruhe!", rief Hedwig nach unten ! Mach hier nicht einen solchen Lärm, da kann ja keine vernünftige Eule schlafen."
Laurendin sah hinauf und glaubte seine Augen und Ohren nicht tauen zu können. Saß da eine sprechende Eule?
"Was lärmst du hier?", wollte der Nachtvogel wissen.

"Guten Tag", sagte Laurendin, denn er hatte - woher auch immer - auch gute Manieren. Die Jahre in Bruchtal waren wohl doch nicht umsonst gewesen.
"Ich suche eine Brieftaube zum Zwecke der Beförderung einer Luftpost nach Bruchtal."
"Es ist wohl eine sehr wichtige Post?", fragte Hedwig. Laurendin nickte eifrig. Er hatte nicht viel Zeit.. Früher oder später würde man ihn suchen, entweder der Zwerg aus der Küche oder aber - und das wäre viel schlimmer - der Werwolf Lupino, dem er in einer schwachen Stunde seines jungen Lebens (genau genommen in der letzten Nacht) einen Eid geschworen hatte. Laurendin schüttelte sich, wenn er daran dachte. Ihm war jetzt noch ganz schlecht und seine Hände rochen immer noch nach diesem Schmalz.
Hedwig, die hier nichts mehr hielt und die meinte, dass "Bruchtal" irgendwie nach einem Luxusferienort klang, überwand sich und fragte: "Wo liegt denn dieses Bruchtal?"

"Kurz vor dem Nebelgebirge, hinter den versteinerten Trollen rechts ab.", antwortete Laurendin.
"So gib schon her. Ich werde deinen Brief zustellen. Ich bin besser als jede Taube. Ich bin schon dem , dessen Namen nicht genannt werden darf, davon geflogen." Laurendin nickte anerkennend. Also wenn sie es geschafft hatte, Sauron auszutricksen - alle Achtung. Dann konnte er ihr vertrauen. Hedwig flog zu Laurendin hinunter, nahm den Brief in den Schnabel und flog davon. Keine Sekunde zu früh, denn schon hörte Laurendin seine Verfolger nahen...
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Asphodele

Gefährte

Re: Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter [Re: Asphodele]

Es knackte im Unterholz. Laurendin konnte sich gerade noch unter einen Busch werfen, wo ihm ein Grashalm sogleich vorwitzig in die Nase stieß und ihn zum Niesen aufforderte. Aber Laurendin hält tapfer stand.
Zwei Gestalten näherten sich. Die eine war der Zwerg aus der Küche, die andere - na wer wohl? Niemand anders als Lupino. Laurendin stockte das Herz. Fast wollte er es anhalten, denn er befürchtete, dass der laute Herzschlag die beiden auf ihn aufmerksam machte. Aber sie gingen an ihm vorüber. Laurendin lauschte ihrem Gespräch.

Lupino sprach:"Des find i abba ungrechd, warum hob grod i obwaschn miaßn? Des höd da Öibnbua macha miaßn. Der wor eideild."
Der Zwerg antwortete: "Ja, aber du und deine Brüda- ihr habt ihn verjagt Denkste vielleicht, ick hab Lust zum Abwaschen? Vajiss et! Reicht schon, das ick für euch reiche Bagage kochen muss. Und deshalb bekommste jetzte een Ufftrach: Du schaffst mir janz schnell wieda diesen Elben her und bugsierst ihn in de Küche. Wat du nach seinem Dienst mit dem machst, is mir ejal, schnuppe, sossusajen"

Lupino schluckte. Da gab ihm ein Zwerg einen Auftrag. Sollte er ihn beißen? Das würde sicher lustig werden, Aber dann vermisste man ihn und der Zwerg würde ihn verpetzen und sein ganzes schönes Geheimnis ausplaudern, das nicht einmal der Herr Elrond- seine Beschäftigtheit- kannte. Nein, Lupino wollte wenigstens so tun , als wäre er lieb und artig und dem Zwerg gehorchen. Ein diebische Freude erfüllte ihn, wenn er daran dachte, wie er den armen Elben quälen würde. Deshalb sagte er:

"Abba nadürlich fang i n´Öibn wiada ei, oane vo meine leichdeschdn Üabunga!"
Lupino verbeugte sich und grinste dabei und dieses Grinsen jagte Laurendin einen Schauder nach dem anderen über den Rücken. Dieser heimtückische Zwerg hatte in verkauft. An einen Werwolf. Und er wusste es noch nicht einmal. Hoffentlich war diese Eule so gut, wie sie vorgab, denn wenn sein Papa das alles erfuhr, dann konnten die aber alle was erleben...hoffentlich.
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Cecilya

Gefährte

Re: Elbencamp Vol.2 - Der Wahnsinn geht weiter [Re: Asphodele]

Was ist aus Hedwig, der Eule geworden? Was macht Laurendins Brief? Ist er angekommen? Und wenn ja, wie wird Celeborn darauf reagieren?

Celeborn zuckte zusammen, als plötzlich am helllichten Tag eine schneeweiße Eule über seine Schulter flog und einen Briefumschlag genau auf die noch nasse Tinte seiner frisch geschriebenen Seite fallen ließ. Die Eule flog eine Kurve und setzte sich dann genau vor das Pergamentblatt. Sie schaute Celeborn aus ihren bernsteinfarbenen Augen interessiert an. Elrond schloss kurz die Augen und zählte innerlich langsam bis drei. Dann öffnete er die Augen wieder.

Die Eule war immer noch da. Nun schaute sie ihn schon etwas ungeduldiger an. Elrond wusste nicht, was er machen sollte, also saß er still da und starrte die Eule an.
„Jetzt mach schon den doofen Brief auf, ich will wissen, ob es auch wert gewesen ist, ihn den ganzen Weg hierher zu tragen. Das war übrigens eine ganz schöne Strecke.“
Celeborn schloss abermals kurz die Augen, doch auch diesmal half es nicht.

„Du... kannst sprechen?“, stammelte er also. Er, Elbenfürst, der beileibe schon einige Jahre in Mittelerde wandelte, war äußerst überrascht. Und das kam nicht häufig vor.
„Ja, ich kann sprechen, ich bin eine Eule, die Briefe austrägt und außerdem möchte ich wissen, was jetzt in diesem verdammten Brief steht.“ Die Eule machte mittlerweile einen ziemlich genervten Eindruck.

Mit zitternden Fingern griff Celeborn nach dem Brief. Als er ihn hochnahm und wendete, sah er, dass er von seinem Sohn kam. „Von Laurendin, an Celeborn, meinen lieben Papi“, stand da in Schönschrift. Celeborn zog eine Augenbraue hoch. Da war was im Busch, wenn sein Sohn sich so viel Mühe gab, dann wollte er etwas von ihm.

Die Eule scharrte mit den Füßen. Celeborn sah sie nun seinerseits genervt an. Er öffnete den Briefumschlag und entfaltete das Papier, strich es glatt und fing an zu lesen.

Je mehr er von den weinerlichen Ausführungen seines Sohnes las, umso mehr verfinsterte sich sein Gesicht. Als er am Ende angekommen war, zerknüllte er den Brief in seiner Hand und fing an, leise Schimpfworte gegen seinen Sprössling zu murmeln. Die Eule gab nach einigen Minuten ein leises Räuspern von sich, was Celeborn irritiert aufblicken ließ – verständlicherweise hatte er noch nie eine sich räuspernde Eule gehört. Nachdem sein Blick auf das Tier gefallen war, besann er sich recht schnell auf den Grund ihrer Ungeduld, strich den Brief wieder glatt und legte ihn vor die Eule auf den Tisch. Weiter fluchend wandte er sich ab und fing an, auf und ab zu gehen. Als die Eule fertig war, scharrte sie ungeduldig mit den Füßen, was Celeborn dazu veranlasste, sich ihr wieder zuzuwenden.

„Nun, da hast du ja einen tollen Sohn“, sagte sie zu Celeborn, der grimmig nickte. „Du wirst mir doch sicher darin zustimmen, dass dieser Brief kaum die Anstrengungen wert war, die ich eingesetzt habe, um ihn hier herzubringen, oder?“ Wieder nickte Celeborn.
„Aber entschuldige, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Hedwig Anastasia von Flockenfeld, meines Zeichens Posteule. Und ihr müsst wohl der Herr Celeborn sein?“
Celeborn kam sich mittlerweile etwas albern vor, immerzu zu nicken, aber trotzdem tat er es noch mal, und zwar aus dem einfachen Grund, weil ihm keine bessere Antwort einfiel. Eine Eule mit einem Namen? Eine Posteule? Ja, sicher. Von so etwas hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht gehört und das war, ernsthaft, schon ziemlich lang. Er schloss kurz die Augen um sich wieder zu fassen. Dann öffnete er sie wieder und hatte einen Plan.

„Du hast vollkommen Recht, dieser Brief war nicht wirklich den Aufwand wert, der um ihn veranstaltet worden ist. Was meinst du, wenn wir dem Verursacher der ganzen Mühen etwas davon zurückzahlen?“ Er grinste verschwörerisch. Die Eule schaute ihn kurz an, dann machte sich rund um ihren Schnabel eine Art grinsen breit – soweit der Elbenfürst es erkennen konnte, was nun mal bei der Anatomie von Eulen etwas schwierig ist.
„Wie wäre es, wenn wir uns erstmal hinsetzen, etwas essen, und dann über unsere Pläne reden? Was kann ich dir anbieten? Eine Schale Wasser?“ Er ging in Richtung einer der Behausungen und wies die Eule, ihm zu folgen.
„Ja, Wasser wäre ganz hervorragend“, antwortete die Eule und flog hinter ihm her.
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