Die Erotik (Pubertäre Sublimierung Ohne erkennbare Reimstruktur Voller Verallgemeinerungen)
Damen, Herren, liebe Leute, Seid willkommen! Wunderbar, Dass so zahlreich kamen heute Sie in dieses Seminar. Wir befassen in den Klassen Uns mit der Erotik, schau’ Jeder nun ins Buch! Befassen Wir uns heute mit der Frau:

Als erotisch wird erachtet, Was der Mann zuerst beachtet, An der Frau so sehr beschmachtet, Dass er stets zu sehen trachtet Nach der Sache, die ganz sicher Schön und sehenswert erscheint. Fraglich ist, was ist gemeint?
Offensichtlich, doch recht nichtig, Nur zur Sättigung sehr wichtig Für ein Baby, existent Stets, doch nicht stets so gewichtig, Wie so mancher es gern kennt, Ist, was Busen man benennt. Bebt und hebt und senkt sich leise, Still auf wohlvertraute Weise, Wenn’s des Weibes Wille wär’. Manchmal mager, manchmal mehr.
Auch die Beine sind zwei kleine Oder längere, doch feine Konstruktionen, die gemeine Damen dazu veranlassen, Sich in spärlich Stoff zu kleiden, Damit lüstern Männer leiden, Die nicht eines von den beiden Beinen sie berühren lassen. Kaum kann man in Phrasen fassen, Wie auch Füße fesseln können. Ich will’s allen Frauen gönnen. (Fußpilz außer Acht gelassen)
Außerdem auch gern gesehen, Gleich darüber die Region. Manche Männer schauen schon Gerne im Vorübergehen Auf den Hintern, der bestehen Sollte aus zwei gleichen Teilen, Die an Ort und Stelle weilen, Prall und rund wie ein Bonbon, Pfirsichförmig, möglichst fest Nach des Mann’s Definition, Die sich nicht begründen lässt.
Dreht man dieses Bild um hundert- Achtzig Grad trifft man verwundert Auf Bereiche, die so ziemlich Außeramtlich und intim sich, Ganz vertraulich, im zentralen Punkt des Körpers tummeln, dienlich Meist für Lümmel, die gern fummeln, Emsig summend wie die Hummeln Namen stammelnd, stöhnend. Grummelnd, Wenn das Mädchen plötzlich ziert sich Und geschwind von dannen zieht Mit ihrem Privatgebiet.
Hebt man hoch um einen Hauch Seinen Blick, begegnet auch Das, was unser Sprachgebrauch Schlicht als Hüfte tituliert, Einem, ebenso ein Bauch, Der wohl gern gesehen wird, Wenn er glatt ist wie poliert. Ist zudem ein netter Nabel In der Mitte konzentriert, Ist der Anblick sicher fabel- Haft und mehr als akzeptabel, Den die Dame präsentiert.
Doch, worin man sich verliert, Sind ganz sicher nicht die großen Reize, die aufgrund der bloßen Triebe wie bei Tieren treiben Und zum wilden Werben taugen, Sondern schöne, große Augen. Dabei ist zu unterscheiden Zwischen solchen, satt wie Weiden, Mondlichtblassen, tristen Scheiben, Scharfen, die wie Sicheln schneiden, Seelenfenstern voller Leiden- Schaft und solchen, die sich kleiden Mit Metall, Glas oder beidem. Was kann ich am besten leiden? Nein, ich kann mich kaum entscheiden.
Unbestreitbar - nicht zu wagen, Dran zu zweifeln - lässt sich sagen, Dass auch alle Weibchen wissen, Wie sie, wenn sie zögernd nippen An Getränken, mit den Lippen, Voll wie rote Sofakissen, Herzen höher schlagen lassen, Die es sehnsuchtsvoll vermissen, Ihren allerersten, nassen, Unvergess’nen Kuss zu küssen, Zungenrangelnd, engumschlungen Mit dem Atem zweier Lungen.
Auch das Ohr ist nicht zu schmähen. Hört man damit, lohnt zu sehen Dennoch sicher auch die Muscheln, Die an beiden Kopfesseiten Alle Menschen stets begleiten, Hochempfänglich für Genuschel, Zischen, Kreischen, Flüsterfisteln, Die wie Forst im Feuer knistern, Außerdem für Tratsch, Getuschel, Komplimente und für Streiten. Manchmal offenbart, beizeiten Aber hinter Haar versteckt, Das das Haupt recht reich bedeckt.
Haare, die wie Wellen wallen, Frech auf freie Schultern fallen, Um sich darin festzukrallen. Rot wie Blut, wie Glut im Feuer, Schwarz wie Nacht und Ungeheuer, Braun wie Schokolade, teuer Sind sie alle mir. Wie Heu sehr Blond - wie Gold gar oder Weizen. Haarespracht weiß stets zu reizen, Glatt, geschwungen, älter, neuer. Niemand sollte damit geizen, Ist’s doch reizend Sicht, die allen Von Geburt an inne wohnt, Weil’s auf ihrem Kopfe thront.
Fällt’s herab, vielleicht beim Nicken, Um den Hals und in den chicken Nacken, dient es zum Erquicken, Denn auch dieser kann entzücken, Wie der Rest vom Rücken. Schmücken Tut zum Glück er schließlich jeden. Solch Fassade ist zu schade, Sie von vorne nicht zu sehen. Ist’s genehm, sich umzudrehen? Um zu ziehen in den Bann, Wie es weder Stirn noch Wangen Können. Kein von mir ersannen’ Körperteil kann Kleidung netter - ganz egal, bei welchem Wetter - Über seine Sehnen spannen, Als zwei zarte Schulterblätter.
Doch was letztlich Sinne rauben Kann; bezaubert, Turteltauben Inspiriert und Leidenschaften Neu entfacht, was dauerhaften Liebesreigen implizieren, Tod und Teufel provozieren Kann, was Mann zum Tier mutieren Lässt, was Muse für Poeten Ist und was Motor der Welt, Ja, was einem Mann gefällt, Was er kann am besten leiden, Soll er doch für sich entscheiden. Er selbst weiß, was er beachtet, An der Frau so sehr beschmachtet. Was erotisch wird erachtet, Ist von Mann zu Mann verschieden, So wie es schon immer war.
Damit schließt das Seminar.
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