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Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Menduri's Sternenreisen

Menduri

Der Weiße

Menduri's Sternenreisen

Da in diesem Thread viele große Bilder sind ist es zum Ansehen am sinnvollsten die
„Anzahl der Beiträge auf einer Seite“ auf „1“ zu stellen (Im Profil unter „Darstellungsoptionen“)



Der Weltraum – Unendliche Weiten






Dies sind die neuen Sternenreisen des Menduri,
der mit allen die ihn begleiten viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist,
um fremde Welten zu besuchen, Sternsysteme, ferne und nahe Galaxien....












...und die schönsten Himmelsobjekte zu bewundern, die nie ein Forumsuser zuvor gesehen hat...




Ich hab es mit den obigen Worten schon einigermaßen beschrieben, aber worum geht es in diesem Thread?

Menduri hat sich eine (mehr oder weniger ) monumentale, aber auch sehr schöne Aufgabe vorgenommen:
Der gesamte Sternenhimmel ist in 88 Sternbilder unterteilt, jedes mit einzigartigen astronomischen Objekten und ich werde hier
in diesem Thread nach und nach alle Sternbilder in alphabetischer Reihenfolge mit ihren schönsten „Sehenswürdigkeiten“ präsentieren.

Der Vollständigkeit halber kopiere ich dann morgen die alten Sternbilderreisen aus Arianrhods Kate hinüber, damit alle der Reihe nach
beisammen sind (ausserdem kann ich so auch gleich ausprobieren wie es mit dem laden ist, wenn im Thread so viele Bilder hintereinander sind.
Vielleicht ist es besser, wenn man ihn sich dann im Baum-Modus anschaut...)


Selbstverständlich poste ich immer einen Link in der Kate, wenn es eine Reise gibt.

Ihr könnt natürlich gerne Kommentare, Lob, Anregungen, Beschwerden oder Spam posten, sonst fühle ich mich so...monologig

Also, ich hoffe es gefällt euch
(und ihr habt eine schnelle Internetverbindung )

Geändert durch Menduri (01.11.2006 17:50)

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Anya

Socke

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Menduri]

Hoert sich jedenfalls spannend an!


Anya
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Linde

Gefährte

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Anya]

Ich freue mich schon auf die Beiträge und Bilder.
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Menduri

Der Weiße

A wie Andromeda [Re: Linde]

So, hier mal die erste alte Reise:

Wenn ihr selber mal Sternbilder identifizieren wollt, oder einfach gerne schöne Fotos von Sternbildern anschaut,
dann kann ich euch den „Atlas der Sternbilder“ von Eckhard Slawik und Uwe Reichert empfehlen.
Im Buch sind sehr schöne großformatige Fotos von allen Sternbildern und zwar so fotografiert,
wie die Helligkeits Unterschiede der Sterne am dunklen Nachthimmel mit dem freien Auge wirken.

Die normalen Karten kann man oft gar nicht so gut direkt mit den wirklichen Sternen vergleichen.
Dieses Buch ist allerdings zu groß um es weit mitzuschleppen,
sondern eher um sich schon zu Hause auf den wirklichen Sternenhimmel zu freuen

Zum mitnehmen nach draußen ist der „Atlas für Himmelsbeobachter“ von Erich Karkoschka viel praktischer, weil er klein ist,
aber es sind halt nur Karten drin, keine Fotos.

Oder man verwendet eine drehbare Sternkarte:




Also, heute ist das Sternbild Andromeda dran.

Wie viele andere Sternbilder die man von Europa aus sehen kann,
stammt der Name des Sternbildes aus der antike, also aus der griechischen Mythologie.

Andromeda war die Tochter des Äthiopischen Königs Cepheus und seiner Frau Cassiopeia (die ebenfalls zwei Sternbilder sind ).
Da ihre Mutter behauptete Andromeda wäre schöner als die Nereiden,
sandte Poseidon als Strafe eine Flut und das Ungeheuer Cetus (ebenfalls ein Sternbild).
Die berühmtesten Nereiden waren Thetis, die Mutter von Achilleus und Amphirite, die Frau von Poseidon.
Aufgrund eines Orakels wurde Andromeda am Meer an einen Felsen gekettet
um sie dem Ungeheuer zum fressen zu geben und die Strafe Poseidons zu beenden.

Andromeda und Cetus




Natürlich würde sie gerettet, und zwar von Perseus. (der auch als Sternbild zu sehen ist )

Sie heirateten, bekamen viele Kinder und lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage


Jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Thema:

Die Sternbilder Andromeda, Perseus und Dreieck auf einem alten Sternenatlas aus dem Jahr 1782 von Johann Bode.



Auf dem folgenden Bild sieht man die hellsten Sterne des Sternbildes Andromeda.
Die türkisen Linien sind die offiziellen Grenzen des Sternbildes Andromeda,
die 1922 von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) für alle 88 Sternbilder exakt festgelegt wurden.








Also, man sieht man muss schon ziemlich kreativ sein, um in diesen Sternen eine schöne Frau zu sehen
Hier die wirklichen Sterne mit den Linien (der nebelige Fleck ist die Andromeda Galaxie, M 31):





Im Sternbild Andromeda gibt es nicht so viele spektakuläre Objekte zu sehen, aber ein paar schöne Sachen gibt es doch:


Zuerst einmal zwei „harmlose“ Objekte, die offenen Sternhaufen....

…NGC 7686…



…und NGC 752.





Ausserdem gibt es noch den planetarischen Nebel NGC 7662, auf diesem Bild sieht er noch nicht besonders toll aus....




....aber mit dem Hubble-Teleskop schaut er schon besser aus






Ein Klassiker im Sternbild Andromeda den jeder (naja, jeder Hobby-Astronom )
kennt ist NGC 891, eine Galaxie, die man „Edge-On“, als von uns aus direkt von der Seite sieht:




und jetzt noch näher....










So, und jetzt kommen wir dann zur Andromeda Galaxie (M 31, NGC 224),
die das weitentfernteste Objekt ist, dass man mit freiem Auge wahrnehmen kann, sie ist ca. 2,9 Millionen Lichtjahre weit entfernt.
(Man sieht die Galaxie bei dunklem Himmel als schwachen, nebeligen Fleck)

Klingt vielleicht erstaunlich, dass man ein so weit entferntes Objekt wahrnehmen kann, aber wenn man weiß dass die Andromeda Galaxie,
genauso wie unsere Milchstraße, aus einigen 100 Milliarden Sternen besteht, dann ist es doch wieder nicht so erstaunlich

Ein Bild auf dem der Komet Hale-Bopp und M 31 zu sehen ist (Die Galaxie ist der schwache Fleck, rechts unten auf dem Bild)




Hier erst mal zwei Bilder von Objekten im Halo (in der Umgebung) von M 31:





...ein Kugelsternhaufen....




....und jetzt zur Galaxie selbst:












Weils so schön war, noch mehr


















Also, gute Nacht.


Das nächste Sternbild ist ein eher unbekanntes am südlichen Himmel: Antila (Die Luftpumpe)

Geändert durch Menduri (17.11.2004 23:06)

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Anya

Socke

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Menduri]

Toll Menduri! Ich bin begeistert.

Mich machen diese Entfernungen immer ganz schwindelig: 2,9 Millionen Lichtjahre ...


Anya

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Menduri

Der Weiße

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Anya]

Anya schrieb:
Mich machen diese Entfernungen immer ganz schwindelig: 2,9 Millionen Lichtjahre ...




Und ein Lichtjahr sind 9 460 600 000 000 km, also 9,46 Billionen Kilometer
Oder 63 240 mal die Erde-Sonne Distanz (Astronomische Einheit [AE], der Abstand zwischen Erde ud Sonne ist etwa 8 Lichtminuten)

Die nächste alte Sternbilderreise:

Antila, die Luftpumpe ist ein relativ unscheinbares Sternbild am südlichen Himmel,
das 1763 vom französischen Astronomen Nicolas de Lacaille zur Erinnerung an die Erfindung der Luftpumpe
durch den englischen Physiker Robert Boyle eingeführt würde.

Lacaille war der erste Astronom der von einer Sternwarte am Kap der Guten Hoffnung aus den südlichen Himmel vollständig kartierte
und auch mehrere neue Sternbilder erfand um die Lücken zwischen den bereits existierenden Figuren zu schließen.

Der hellste Stern des Sternbildes, Alpha Antliae, ist nur 4,3 mag hell, das ist,
wenn ich mich nicht verrechnet habe, etwa 100 mal schwächer als Sirius (- 1,4 mag), der hellste Fixstern am Himmel.
Die schwächsten Sterne die man noch mit freiem Auge erkennen kann, wenn kein künstliches Licht in der Nähe ist, haben 6 mag.





Wer hier eine Luftpumpe findet, darf sie behalten
Da dieses Sternbild ein modernes ist, gibt es natürlich keinen Mythos dazu.
Wahrscheinlich hat Lacaille als Kind einmal eine Fahrrad-Luftpumpe das Leben gerettet, oder ihm ist einfach nichts besseres eingefallen

Hier noch ein Himmelsfoto des Sternbildes, mit eingezeichneten Linien, wirklich nicht sehr spektakulär




Aber ein trotzdem einige sehenswerte Dinge


Die Galaxie NGC 3223.....







den planetarischen Nebel NGC 3132 mit einem kleineren Teleskop....



und dann mit dem Hubble Teleskop:








Und zum Schluss die Galaxie NGC 2997....



















Tja, heute war die Reise leider nicht so lange, aber weil das Sternbild relativ klein war, gab es nicht so viele Objekte.

Das nächste Sternbild ist Apus, der Paradiesvogel.
Da aber das Sternbild trotz seines vielversprechenden Namens wahrscheinlich relativ mager ist (hab nur mal kurz geschaut was es da so gibt),
gibts dann auch gleich das Sternbild Aquarius, den Wassermann (für Arianrhod: Die Wasserträgerin ), der ist um einiges ergiebiger .

Gute Nacht euch allen.
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Menduri

Der Weiße

Apus und Aquarius [Re: Menduri]

Apus
Der Paradiesvogel ist ein unscheinbares Sternbild in der Nähe des südlichen Himmelspol.

Die beiden Himmelspole sind einfach die Punkte am Himmel auf die die Rotationsachse der Erde zeigt, wenn man sie verlängert.




Dass sehr nahe beim nördlichen Himmelspol ein hellerer Stern, der Polarstern, steht, ist nur Zufall.
Nahe des südlichen Himmelspol gibt es keinen hellen Stern.
Warum ich das erkläre erfahrt ihr gleich

Das Sternbild Paradiesvogel wurde 1603 von Johannes Bayer in seinem Sternenatlas „Uranometria“ eingeführt,
dem ersten Himmelsatlas des gesamten Sternenhimmels (die südlichen Sternbilder waren ja von Europa aus nicht zu sehen, und daher unbekannt)

Hier das Titelbild der „Uranometria“ *g*



Bayer erfand insgesamt 12 neue Sternbilder, wobei er sich auf Skizzen und Anregungen zahlreicher Seefahrer stützte.

So sieht das Sternbild auf einer Karte aus




Wie gesagt ist das Sternbild was schöne Objekte betrifft, leider ziemlich jämmerlich

Es gibt den Kugelsternhaufen IC 4499





und ein paar Galaxien, von denen ich aber keine beeindruckenden Bilder gefunden habe.


Und deshalb gehen wir gleich weiter zum nächsten Sternbild Aquarius, dem Wassermann, Arianrhods Sternzeichen :-)

Es ist eines der ältesten bekannten Sternbilder, bereits die Babylonier sahen in ihm einen Mann,
der Wasser aus einem großen Krug, ausschüttet, und so wird er auch heute noch dargestellt, hier ein Bild aus der „Uranometria“:




Nach einer Mythologie soll das Sternbild Zeus Mundschenk Ganymed darstellen.
Ganymed mit Zeus als Adler (Der Adler ist der Vogel des Zeus, nicht nur Manwes :-) )





Nach einer anderen Version, soll das Sternbild Deukalion darstellen, den Sohn von Prometheus und Klymene.

Das ist der Wassermann als Sternkarte:



und so sieht er am Himmel aus:




So, jetzt aber die Fortsetzung der Erklärung von vorhin über die Himmelspole:

Die Erde dreht sich nicht nur um die eigene Achse, sondern auch die Achsneigung der Erde verändert sich in einem Kreislauf von 24 000 Jahren,
diesen Vorgang nennet man Präzession.
Man kann dieses Phänomen z.B. auch bei Kreiseln beobachten:
Wenn man einen Kreisel in Drehung versetzt,
dann dreht er sich nicht nur um seine eigene Achse sondern auch die Drehachse bewegt sich ein wenig hin- und her.





Durch die Präzession zeigt die Verlängerung der Erdachse natürlich auch auf andere Punkte am Himmel, d.h.,
wie man oben auf der Grafik sieht, sind wir heute bei +2000 und „Polaris“ ist beim nördlichen Himmelspol.
Im Jahr 9000 wird dann der Stern Deneb im Sternbild Schwan nahe des nördlichen Himmelspol sein
und im Jahr 13 000 wird Wega, im Sternbild Leier der „Polarstern“ sein.

Durch die Präzession der Erdachse verschiebt sich auch der Frühlingspunkt,
das ist der Punkt am Himmel in dem die Sonne zu Mittag zur Tag- und Nachtgleiche im Frühling, am 21. März steht.

Zur Zeit Hipparchs, der die ersten systematischen Sternkarten erstellte, um 150 v.Chr., war der Frühlingspunkt im Sternbild Widder,
daher wird er auch noch heute „Widderpunkt“ genannt.

Mittlerweile ist der Frühlingspunkt im Sternbild Fische, d.h. wir befinden uns im Moment im „Zeitalter der Fische“,
und in den nächsten 600 Jahren wird der Frühlingspunkt langsam ins Sternbild Wassermann weiterwandern

Das berühmte „Zeitalter des Wassermann“,
in dem bekanntlich alle Menschen Blumen im Haar tragen werden und sich ganz flauschig lieb haben , beginnt also erst in 600 Jahren.

Bevor es jetzt endlich schöne Bilder zu sehen gibt, noch eine Kuriosität:
Während ich ganz harmlos nach dem Stichwort „Aquarius“ gesucht habe, habe ich dieses Bild entdeckt




Also, zuersteinmal gibt es ein paar Galaxien; NGC 7184....




...NGC 7606....








... Und NGC 7252.




Dann zum Kugelsternhaufen M 2, in 50 000 Lichtjahren Entfernung, den man auch schon mit einem kleinen Teleskop gut sehen kann:









Kugelsternhaufen bestehen meistens aus einigen 10 000 bis zu 10 Millionen Sternen, haben etwa 15 bis 350 Lichtjahre Durchmesser,
sie bilden einen Art Vorhof (Halo) um unsere Galaxie und bewegen sich in elliptischen Bahnen um das Zentrum der Milchstraße.
An den Randbereichen eines Kugelsternhaufens ist die Sterndichte etwa 10 mal höher als in unser Region der Milchstraße,
im Zentrum des Haufens einige hundertmal.


Das nächste Ziel ist auch relativ bekannt, NGC 7009, ein planetarischer Nebel, der wegen seinem aussehen im Telekop auch „Saturn-Nebel“ genant wird,
er ist in einem kleinen Fernrohr mit 75 mm Öffnung als kleine bläulichgrüne Ellipse zu erkennen.








Und so sieht er mit dem Hubble-Teleskop aus:






Und das letzte Objekt für heute ist NGC 7293, er ist mit 450 Lichtjahren Distanz der nächste planetarische Nebel, der auch „Helix-Nebel“ genannt wird.
Mit einem Durchmesser von 0,25°, also halbem Vollmonddurchmesser ist er, von der Erde aus gesehen, auch der größte planetarische Nebel.
Trotz seiner größe ist er aber ziemlich lichtschwach, so dass er am ehesten mit einem Fernglas als kreisrunder Nebelfleck zu finden ist.















Einige Details:
























Die Objekte sie ein bisschen aussehen wie Kometen sind einige Milliarden Kilometer Gasknoten, die entstehen
wenn sich heißes, dünneres Gas, sich mit kühlerem, dichterem Gas vermischt und die vorhin gleichmäßige Gaswolke durchmischt.
Diesen Prozess, eine Rayleigh-Taylor Instabilität, teilt die Wolke in kleine, dichtere Objekte,
die ein bisschen aussehen wie Farbetropfen, die an einer Wand hinunter rinnen.

Und zum Abschied gibt’s noch mal ein großes Bild vom Helix-Nebel:





Das nächste Sternbild ist Aquila, der Adler.

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Menduri

Der Weiße

Re: Aquila und Ara [Re: Menduri]

Aquila

Der Adler ist ein Sternbild aus dem klassischen Altertum. Seit über 3000 Jahren war es unter diesem Namen bekannt,
bereits die Babylonier und Sumerer nannten Atair, den hellsten Stern des Sternbildes „Adlerstern“ (Atair heißt „fliegender Adler“ auf arabisch)

In der griechischen Mythologie war der Adler stets an Zeus' Seite in seinem langen Kampf gegen die Titanen um der Kontrolle des Universums.
Seine Aufgabe war es, Zeus' Donnerpfeile zu tragen, damit er damit die Titanen töten konnte.
Aquila spielte auch eine Rolle in den häuslichen Angelegenheiten auf dem Olymp, dem Sitz der Götter.
Eines Tages benötigten die Götter einen neuen Becherträger, der ihnen frischen Nektar servieren sollte.
Diese Aufgabe konnte aber allein vom schönsten Jüngling auf Erden erledigt werden.
Der Adler wurde ausgesandt, einen neuen Becherträger zu finden.
Als er Zeus den stattlichen Trojanischen Prinzen Ganymedes brachte, war der König der Götter so entzückt, dass er dem Adler einen Platz unter den Sternen schenkte.
Ein Adler kommt auch in der Herkules-Sage vor.
Auf dem Weg zum Baum mit den goldenen Äpfel der ewigen Jugend am westlichen Rand der Erde,
kam Herkules im Kaukasus an einer einsamen Stelle vorbei.
Dort lag Prometheus, ein Sohn des Himmelsgottes Uranos und der Mutter Erde, an einen Felsen geschmiedet.
Dies war die Strafe der Götter, da Prometheus Menschen aus Ton geschaffen hat, für die er später das Feuer vom Himmel gestohlen haben soll.
Täglich kam ein Adler vorbei, riss mit seinem spitzen, krummen Schnabel den Leib auf und frass an seiner Leber.
Als Herkules dieses grausige Schauspiel sah, schoss er mit einem Pfeil auf den Adler und befreite somit Prometheus - zumindest für kurze Zeit - von seiner Qual.
Über dem Sternbild Aquila fliegt heute noch heute das Sternbild Sagitta (Pfeil).
Ein Bild des Sternbilds Adler aus der Uranometria, ich vermute mal der Adler trägt Ganymed




So schaut das Sternbild „trocken“ auf der Sternkarte aus:



und so am Himmel:






Atair gehört übrigens mit nur 16 Lichtjahren Entfernung zu den Sterne in unmittelbarer Nachbarschaft der Sonne.

Der Adler ist ein Sommersternbild und bildet zusammen mit den hellsten Sternen des Sternbildes Schwan und Leier das sog. „Sommerdreieck“



hier noch ein schöneres Foto





Im Adler gibt es recht viele (wenn auch nicht so berühmte ) planetarische Nebel, z.B. NGC 6790...




....NGC 6804...



…und NGC 6781.








Da das Sternbild auf dem Gebiet der Milchstraße ist gibt es auch einige nette Sternfelder mit Dunkelnebeln:







So, und zum Schluss das Highlight dieses Sternbilds:

„Das Auge“
(Der planetarische Nebel NGC 6751)







schauen wir dem Aug noch ein bisschen näher ins Auge





Ara

Der Altar ist ein Sternbild das trotz seiner unauffälligen Umrisse, seiner nicht besonders hellen Sterne
und obwohl es von Europa aus gesehen ziemlich tief über dem Horizont steht bereits im Altertum bei den Griechen und Römern bekannt.
Unter den 48 Sternbildern die von Ptolemäus aufgezeichnet wurden, erscheint es als dreibeiniges Weihrauchgefäß,
dem er sieben (mit dem freien Auge sichtbare) Sterne zuordnete.


So sieht das Sternbild auf der Karte aus:





Und so am Himmel






Dort gibt’s einen netten planetarischen Nebel:





Einen der nächsten Kugelsternhaufen, NGC 6397, der nur 8200 Lichtjahre entfernt ist...








und den Emissionsnebel NGC 6188...













Tja das wars für diese Woche von den Sternen, bis zum nächsten Mal.
(Hier noch mal NGC 6397)






Die nächsten Sternbilder sind Widder und Fuhrmann.
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Andní

Gefährte

Re: Aquila und Ara [Re: Menduri]

Ich lieeeeeeebe solche Bilder und überhaupt interessiere ich mich eigentlich schon für Astronomie
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Menduri

Der Weiße

Re: Aquila und Ara [Re: Andní]

Freut mich dass es dir gefällt

*dir noch ein küsschen geb*




Hier poste ich dann bald (noch heute) ein paar neue Bilder die Cassini von einigen Saturnmonden gemacht hat
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LúthienModerator

Tinúviel o Doriath

Re: Aquila und Ara [Re: Andní]

alae Menduri

Wundervolle Bilder und sichtlich ein wundervolles Steckenpferd hast Du da

NGC 6751 sieht aus wie Saurons Auge

atieno
Lúthien
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Menduri

Der Weiße

Re: Aquila und Ara [Re: Lúthien]

Ich finde es auch ein wunderbares Steckenpferd


Aber NGC 6751 sieht schon ein bisschen anders aus, nicht so feurig aus wie Saurons Auge

So, schlaft gut und morgen gibts mehr :-)

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Thranduil

Gefährte

Re: Aquila und Ara [Re: Menduri]

ich bin restlos begeistert über diesen thread!! Wehe der wird mal gelöscht! (imho ist der übrigens im MH eh falsch aufgehoben *g*)

eine Frage noch: woher kommt es, dass die Hubble-Bilder irgendwie immer grafisch "aufgepeppt" aussehen? Sind die nachbearbeitet?
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Arianrhod

Fürstin von Ithilien

Re: Aquila und Ara [Re: Thranduil]

Thranduil schrieb:
ich bin restlos begeistert über diesen thread!! Wehe der wird mal gelöscht! (imho ist der übrigens im MH eh falsch aufgehoben *g*)


Außerhalb des Mathom-Hauses würde er aber leider der Bildgrößenbeschränkung zum Opfer fallen.

Dass ich deine Sternbildreisen sehr gerne mag, weißt du ja schon, Menduri. Und ich freue mich, dass sie nun, da sie einen eigenen Thread bekommen haben, offenbar noch einen viel größeren Personenkreis erreichen. (Nicht alle Leute schauen schließlich regelmäßig in die Kate.)
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Thranduil

Gefährte

Re: Aquila und Ara [Re: Arianrhod]

In Bezug auf:

Außerhalb des Mathom-Hauses würde er aber leider der Bildgrößenbeschränkung zum Opfer fallen.



Da könnte man ja mal eine Ausnahme von der Regel machen
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Andní

Gefährte

Re: Aquila und Ara [Re: Thranduil]

Genau, wäre bei den Bildern sehr mühselig und nervig, jeden Link einzeln anklicken zu müssen

@Menduri, och, wie lieb
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Menduri

Der Weiße

Re: Aquila und Ara [Re: Andní]

Arianrhod schrieb:
Dass ich deine Sternbildreisen sehr gerne mag, weißt du ja schon, Menduri.




Doch zu meinem Entsetzen und meiner Bestürzung musste ich gestern erfahren dass dieser Thread nicht zu deinen Favoriten gehört... *Theatralisch in Ohnmacht fall*

Na, Hauptsache es gefällt dir


Thranduil schrieb:
ich bin restlos begeistert über diesen thread!! Wehe der wird mal gelöscht! (imho ist der übrigens im MH eh falsch aufgehoben *g*)

eine Frage noch: woher kommt es, dass die Hubble-Bilder irgendwie immer grafisch "aufgepeppt" aussehen? Sind die nachbearbeitet?




Danke
So schlimm wäre es auch nicht wenn er gelöscht werden würde, schließlich hab ich alle Reisen auch in einem Word-Dokument gespeichert :-)
(Obwohl es natürlich schon nett wäre, wenn er nicht gelöscht werden würde )

Ja, die Bilder werden natürlich bearbeitet, auf welche Weise kann man hier sehen.

Allerdings werden Aufnahmen von anderen größeren Teleskopen auch so bearbeitet, und Aufnahmen von Hobby-Astronomen, ob Sie nun CCD-Kameras oder normalen Film verwenden, auch. (wenn auch vielleicht nicht so professionell)

Wie die Farben in den Bildern zustande kommen kann man hier lesen.


Andí schrieb:
Genau, wäre bei den Bildern sehr mühselig und nervig, jeden Link einzeln anklicken zu müssen




Ausserdem würde dann der Gesamteindruck fehlen, weil man die Bilder nur einzeln sieht
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Arianrhod

Fürstin von Ithilien

Re: Aquila und Ara [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Doch zu meinem Entsetzen und meiner Bestürzung musste ich gestern erfahren dass dieser Thread nicht zu deinen Favoriten gehört...


Warum auch? Du hast versprochen, bei jeder neuen Reise einen Link in der Kate zu posten.
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Menduri

Der Weiße

Re: Aquila und Ara [Re: Arianrhod]

Daran hab ich gar nicht gedacht...

Da fällt mir ein:

Soll ich es eigentlich auch in der Kate posten wenn ich nur die alten Reisen aus der Kate hier "herüberbringe", schließlich habt ihr die ja schon gesehen.

Nur damit ich nicht unabsichtlich mein Versprechen breche

Geändert durch Menduri (26.11.2004 12:23)

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Arianrhod

Fürstin von Ithilien

Re: Aquila und Ara [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Soll ich es eigentlich auch in der Kate posten wenn ich nur die alten Reisen aus der Kate hier "herüberbringe", schließlich habt ihr die ja schon gesehen.


Nein, wie du sagst: Die alten Reisen haben wir ja schon gesehen. Nur wenn du neue Reisen hier postest, bitte ich um einen Link.
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: Arianrhod]

Ok, werde ich machen (im Baummodus)


Hier die nächste alte Reise:


Erstmal zum Sternbild Aries

Das Sternbild Widder, das der Legende nach jenen Widder darstellt, dessen goldenes Vlies von Jason und den Argonauten gesucht wurde,
ist ein Sternbild aus dem Altertum.
Die Araber sahen (oder sehen?) in ihm ein Schaf, die Chinesen einen Hund

Der Widder ist zwar kein Sternbild mit sehr auffälliges Sternbild mit sehr hellen Sternen,
war aber (wie ich schon mal erwähnt habe) trotzdem sehr wichtig da die Sonne vor rund 2000 Jahren in diesem Sternbild den Himmelsäquator überquerte
und dieses Ereignis markiert den Anfang der Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde.

So sieht das Sternbild auf der Karte aus:



so in grafischer Darstellung in einem Sternenatlas:





und so am Himmel:





und bevor es losgeht noch das Body-Painting zum Sternbild





Tja, traurig, aber war:
Im Widder hab ich nur von einem Himmelsobjekt schöne Aufnahmen gefunden, nämlich von der Galaxie NGC 772.









Und deswegen geht es schon weiter zum nächsten Sternbild, Auriga



Das große und relativ auffällige Sternbild ist schon seit babylonischen Zeiten als Fuhrmann bekannt,
der auf seinen Schultern ein Zicklein trägt.

Die Ziege erinnert an die früheste Jugend Zeus':
Am Beginn des frühesten Seins, als noch Chaos war, ein leerer Raum, der Ursprung aller Dinge, entstand die breitbrüstige Erde.

Sie gebar Uranos, den Himmel, damit er sie umgebe und damit die Götter dort einmal einen festen Wohnsitz fänden.
Sie vereinigte sich sogar mit Uranos selbst und gebar die Titanen.
Uranos war nicht gerade ein liebevoller Vater, denn er hasste seine Kinder, verstiess sie in Schluchten der Erde und freute sich noch daran.
Einer der Titanen, Kronos, man nannte ihn auch den Krummgesonnenen, verging sich auf schreckliche Weise an seinem Vater mit einem gezahnten Sichelschwert.
Uranos verlor seine Mannheit und Kronos erlangte die Herrschaft im Himmel.
Eine solche Tat konnte nicht ungesühnt verbleiben und so wurde ihm durch eine Weissagung kund, dass sein eigener Sohn ihn bezwingen und der Herrschaft berauben werde.
Kronos tötete in Besorgnis um seine Zukunft all seine neugeborenen Söhne und verschlang sie.
Die in Quellen und Gewässern wohnende Nymphe Amaltheia war auf dem kretischen Ida wohlbekannt.
Sie konnte eines der Kinder heimlich fortschaffen und versteckte es vor seinem grausamen Vater in den Wäldern. Sie taufte das Kind auf den Namen Zeus.
Amaltheia gehörte eine schöne Ziege, das Muttertier zweier Böckchen.



Amaltheia und Baby-Zeus mit Ziege

Diese Ziege fiel auf unter den diktäischen Herden, denn sie hatte hohe, zum Rücken umgebogene Hörner und ein Euter, wie es die Amme Zeus' haben musste.
Sie gab ihre Milch dem Gotte; dann aber brach sie an einem Baum ein Horn ab und war der Hälfte ihrer Zier beraubt.
Die Nymphe nahm das Horn an sich, bekränzte es mit frischem Grün, füllte es mit Früchten und hob es vor das Antlitz Zeus'.
Als dieser die Herrschaft des Himmels innehatte, auf dem Throne seines Vaters sass und nichts stärker war als der unbesiegte Zeus,
da machte er seine Amme und das Füllhorn, das noch jetzt den Namen seiner Herrin trägt, zu Sternen.

Die hell leuchtende Capella, der hellste Stern in diesem Sternbild, der 42 Lichtjahre von der Erde entfernt ist,
ist dieser Ziegenstern und darunter stehen zwei etwas kleinere Sterne, in denen man die Böckchen erkennt.
Der Fuhrmann auf einer modernen...




....und einer alten Sternkarte mit eingezeichnetem Mann mit Ziege:




Auf diesem Foto sieht man schon einige der Objekte die wir bald im Detail zu sehen bekommen:





Und hier noch zwei schönere Bilder vom ganzen Sternbild:








Im Fuhrmann gibt es ziemlich viele offene Sternhaufen, das sind Ansammlungen von etwa 10 bis zu einigen tausend Sternen,
in einem Gebiet von etwa 4 bis 60 Lichtjahren Durchmesser, sie sind viel kleiner und weniger dicht als Kugelsternhaufen.


M 38 ist ein ausgedehnter, schütterer Haufen aus rund 100 Sternen,
der bereits im Fernglas erkannt werden kann und der ca. 3600 Lichtjahre entfernt ist:








M 36 ist ein kleiner, heller Sternenhaufen mit etwa 60 Mitgliedern,
ebenfalls schon mit dem Fernglas zu sehen:








Hier nocheinmal M 36 und M 38 auf einem Übersichtbild,
die beiden roten Flecken sind die diffusen Nebel IC 405 und 410, die aus der Nähe noch sehr viel schöner aussehen





Noch ein offener Sternhaufen, NGC 1893....





....und ein kleines Details:





NGC 1857 in Farbe....





...und schwarz-weiss:






M 37 ist mit etwa 150 Sternen der Sternreichste Haufen im Sternbild Auriga.
Im Fernglas erscheint er als Nebelfleck, doch mit einem Teleskop mit 100 mm Öffnung sieht man hier ein schwach funkelndes Sternfeld,
mit einem orangefarbenen Stern in der Mitte.









Der Supernova-Überrest Simeis 147:












So und jetzt kommen endlich IC 405 und 410

Hier noch mal beide in einem größeren Feld, am oberen Bildrand noch mal M 38:












Jetzt noch Details:























und zum Schluss IC 405....











noch mal ganz groß





Nächstes Mal gibt es das Sternbild Bootes (Rinderhirte) und Caelum (Grabstichel)

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mohrchen

Gefährte

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]

Wunderbare Idee, Menduri!

Zwei Fragen:
Du hast geschrieben, du hättest deine Reisen in ein Word-Dokument geschmissen. Mailst du mir das mal zu?

Die Mitte einer Galaxie ist ja offenbar immer unglaublich hell. Was für ein Sternentyp ist da drin? (Ich dachte immer, im Mittelpunkt einer Galaxis befände sich ein schwarzes Loch.)
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: mohrchen]

In Bezug auf:
Du hast geschrieben, du hättest deine Reisen in ein Word-Dokument geschmissen. Mailst du mir das mal zu?




Ja, gerne, allerdings sind in dem Word-Dokument nicht die Bilder selbst in den Text hineinkopiert,
sondern nur die www-Links zu den Bildern, sonst wäre das Dokument sowieso viel zu groß zum versenden

Aber es sind bis jetzt natürlich erst die Reisen in dem Dokument die ich schon in der Kate gepostet habe,
willst du den Teil, oder willst du das Dokument erst, wenn alle Reisen drin sind?

In Bezug auf:
Die Mitte einer Galaxie ist ja offenbar immer unglaublich hell. Was für ein Sternentyp ist da drin?
(Ich dachte immer, im Mittelpunkt einer Galaxis befände sich ein schwarzes Loch.)




Das Zentrum einer Galaxie hat eine viel höhere Konzentration von Sternen und interstellarer Materie, deswegen ist es heller.
Im sichtbaren Licht (sprich auf den meisten Aufnahmen hier) kann man meistens ohnehin nicht ins Zentrum einer Galaxie „hineinsehen“,
weil der Grossteil des Lichts durch Staubwolken abgeblockt wird, d.h. was man auf Bildern als helles Zentrum sieht
sind die vielen Sterne in der Umgebung von einigen 1000 Lichtjahren um das Zentrums.

Schwarze Löcher sind hingegen, astronomisch gesehen, absolut winzige Objekte,
und damit auf große Distanzen auch nur sehr sehr schwer zu entdecken:
Ein stellares schwarzes Loch, also eines dass nach der Supernova-Explosion eines massereichen Sternes entsteht ist nur wenige Kilometer groß:
Der Schwarzschildradius für ein Objekt mit Sonnenmasse wäre 2,9 km.

Selbst supermassive schwarzes Löcher, mit einigen Millionen oder gar Milliarden Sonnenmassen, wie sie wahrscheinlich in den Zentren von Galaxien vorkommen
(es gibt viele Indizien dass es sie gibt), haben einen Schwarzschildradius der nur etwa so groß ist wie unser Sonnensystem.

Man kann sie nur indirekt „entdecken“ z.B. wenn Gas in das schwarze Loch strömt.
Durch die hohen Geschwindigkeiten und Reibungseffekte der Gasteilchen in der Nähe des schwarzen Lochs, wird das Gas,
das eine sogenannte Akkretion-Scheibe um das SL bildet auf einige 10 000 Grad aufgeheizt und sendet Röntgenstrahlung aus, bevor es „hineinfällt“.

Hier ein recht dramatisches Bild eines SL und eines Sternes die um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen:




Also, kurz gesagt: Was man auf den Bilder als helles Zentrum der Galaxien sieht, sind meist Regionen mit einem Durchmesser von vielleicht 10 000 Lichtjahren.
Ein Objekt das nur so groß ist wie unser Sonnensystem, das nicht selbst leuchtet und zusätzlich noch im sichtbaren Licht von Millionen von Sternen überstrahlt wird,
kann man auf solchen Bildern natürlich unmöglich sehen.

Ein spezieller Sterntyp ist nicht im Zentrum, aber weil es dort mehr interstellare Materie gibt aus der sich Sterne bilden können,
gibt es wohl auch mehr massereiche, junge und leuchtkräftige Sterne als in den Spiralarmen der Galaxie.

Geändert durch Menduri (26.11.2004 19:15)

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Andní

Gefährte

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]

WOw, was für ein Bild, klasse
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: Andní]

Ist natürlich nur von einem Künstler gemalt, aber trotzdem nett
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]

Die nächste Sternenreise für Lúthien und alle anderen die mitlesen


Bootes


Dieses Sternbild soll einen Hirten oder Bärenhüter darstellen, der dazu bestimmt ist, in der Nähe des (Sternbildes) Grossen Bären zu hüten.
Eine andere Interpretation sieht darin den Ochsentreiber, denn der Grosse Wagen in Ursa Maior wurde als Ochsenkarren gesehen.

Nach einer Interpretation meint die Bezeichnung Bootes Fuhrmann oder Kutscher eines Erntewagens oder auch Plaustri Cutos (Wächter des Wagens).
Andere verbinden diesen Namen mit dem Führer der beiden Hunde Chara und Asterion, die wir heute (das Sternbild) Jagdhunde nennen und in unmittelbarer Nähe beim Bootes sehen.
Die beiden verfolgen nämlich den Grossen Bären rund um den Pol und der Bootes eilt hinter ihnen her.

Hier sieht man den Hirten mit seinen beiden Jagdhunden auf einer alten Sternkarte:




So sieht das Sternbild auf einer modernen Karte aus:






Das Sternbild ist recht auffällig und es enthält den vierthellsten Stern am Firmament, „Arcturus“.
Er ist ein roter Riesenstern mit 27fachem Sonnendurchmesser in nur 36 Lichtjahren Entfernung.





Ein Foto vom Sternbild Bootes, links davon das Sternbild „Nördliche Krone“





Im Bootes gibt es einen Kugelsternhaufen (NGC 5466)...








und ansonsten vor allem viele Galaxien:
NGC 5248










NGC 5548






NGC 5653









NGC 5660






und NGC 5676:






Tja, das war schon alles was das Sternbild Bootes zu bieten hat


Zum nächsten Sternbild Caelum, dem Grabstichel kann man nur wenig sagen:


Es ist ein unauffälliges, kleines, nahezu unbedeutendes südliches Sternbild (Ich kannte es nicht mal),
das im Jahre 1752 von französischen Astronomen Abbé Nicolas Louis de Lacaille eingeführt, dem es etwas an Phantasie mangelte.
(bzw. Er hatte eigentlich sehr viel Phantasie um in diesen Sternen einen Grabstichel zu sehen )
Das Sternbild soll ein Gravurwerkzeug oder Grabstichel repräsentieren, welches von Kunsthandwerkern zum bearbeiten von Metall und Elfenbein benutzt wurde.

So sieht es auf der Karte aus:




und so am Himmel:




Wer als erster das Sternbild auf dem folgenden Bild entdeckt, wird nächster „Wer wird virtueller Millionär?“ Kandidat





Und leider gibt es auch nichts besonders tolles zu sehen, deshalb weiter zum Sternbild:



Camelopardalis


Das „Leoparden-Kamel“ vulgo: Die Giraffe ist ein Sternbild das nahe des Himmelsnordpol ist und an das Sternbild Kleiner Bär und Großer Bär grenzt, aber nur relativ schwache Sterne enthält.
Die Giraffe wurde erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts in die Sternbilderkunde eingeführt und hat somit keinen mythologischen Hintergrund.
Das Sternbild wird meist dem holländischen Astronomen Petrus Plancius zugeschrieben, doch hat der Mathematiker Jakob Bartsch,
ein Schwiegersohn Johannes Kepler, es bereits 1624 in einem Buch erwähnt.


Eine alte Karte vom Sternbild:






Man sieht eindeutig dass der Illustrator noch keine Giraffe gesehen hat


Das Sternbild auf der Karte:



und am Himmel:




In diesem Sternbild gibt es einiges zu sehen:


Den planetarischen Nebel NGC 1501....









und IC 3568.





Die Galaxie IC 342:















NGC 1530








NGC 2146








NGC 2403












NGC 2523








NGC 2336















und zum Schluss die Zwerg-Galaxie NGC 2366:

















Als nächstes gibt es die Sternbilder Krebs (Cancer) und Jagdhunde (Canes Venatici)

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Nìthiel

Gefährte

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]

Ich glaub ich habs!

schau mal

Menduri, die Bilder sind traumhaft schön...!!!
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: Nìthiel]

Danke für das Lob

Du kannst ja mal im Millionärs-Thread nachfragen ob sie deine Leistung akzeptieren
Bist du auch ganz sicher dass dies die richtigen Sterne sind?
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Nìthiel

Gefährte

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Danke für das Lob

Du kannst ja mal im Millionärs-Thread nachfragen ob sie deine Leistung akzeptieren
Bist du auch ganz sicher dass dies die richtigen Sterne sind?



Aber bitte

@ob ich mir sicher bin: Du willst mich doch nur verwirren
Natürlich bin ich mir nicht sicher
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Menduri

Der Weiße

Re: Aries und Auriga [Re: Nìthiel]

In Bezug auf:
@ob ich mir sicher bin: Du willst mich doch nur verwirren




Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht
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Nìthiel

Gefährte

Re: Aries und Auriga [Re: Menduri]



Mist.

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Menduri

Der Weiße

Re: kleines Saturnspecial [Re: Nìthiel]

Weil in den letzten Tagen ein paar schöne Bilder von der Raumsonde Cassini veröffentlicht wurden und um Schatzzz zu trösten , gibt es ein kleines Saturn-Special.
Ich wollte sie lieber hier posten als im Astronomie-Thread, weil sie so besser zur Geltung kommen

Die Saturnringe mit den drei kleinen Monden Atlas, Pandora und Janus, der schwarze "Fleck" auf den Ringen ist der Schatten der Saturn auf die Ringe wirft:





Die Saturnringe werfen Schatten auf Saturn, unten (braun) sieht man einen kleinen Teil der Ringe, der kleine "Halbmond" ist der 400 km große Saturnmond Mimas.
Und der weiße-bläuliche helle Streifen nahe dem Mond ist Sonnenlicht dass durch die Cassini-Teilung, eine Lücke in den Ringen, auf Saturn fällt.





Die Ringe einmal klein zur Übersicht...





und einmal groß.





Saturn und die innernen Ringe:







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Menduri

Der Weiße

Re: Der Herr der Ringe - Saturn II [Re: Menduri]

So, weil wieder einige neue Bilder von Cassini veröffentlicht wurden nutze ich die Gelegenheit und poste gleich auch einige mehr dazu

Zuerst mal das neue Bild das ich im Astronomie-Thread gepostet habe, damit es keiner versäumt





Dichtewellen um die Encke-Teilung:





Der F-Ring:





Dichteveränderungen im F-Ring, wärend einem Zeitraum von zwei Stunden, der Ring ist etwa 50 km breit.





Nochmal der F-Ring in niedriger und hoher Auflösung:








Der 100 km große "Schäferhund-Mond" Prometheus beeinflusst den F-Ring, er zieht wohl Materie von ihm weg.





...und nochmal der F-Ring aus der Nähe:





Die Ringe werfen Schatten auf Saturn





Auf dem folgeden Bild sieht man ganz aussen den dünnen F-Ring und innen die D und C-Ringe:







hier nochmal in höherer Auflösung, damit man alle Details sieht




Zwei falschfarben Ultraviolett-Bilder auf denen man die Zusammensetzung der Ringe erkennt, rote teile sind eher Gestein und Staub, während blaue und türkise eher aus Wassereis-reichen Ringteilen bestehen:








Dichte-Wellen im A-Ring:





Und noch einige Bilder der Ringe in natürlichen Farben:
























Und zum Schluss eine Aufnahme von Cassini 36 Tage bevor sie in der Saturn-Umlaufbahn angekommen ist:




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Menduri

Der Weiße

Cancer und Canes Venatici [Re: Menduri]

So, das ist die letzte alte Sternenreise die ich aus der Kate hinüber kopiere, als nächstes gibt es dann wieder eine neue

Das nächste Sternbild ist Cancer, der Krebs.

Die griechische Sage zur Bedeutung dieses Sternbildes geht folgendermaßen:

Herakles, der Sohn des Zeus und der Alkmene, wurde Zeit seines Lebens von Hera gehasst, weil er ein uneheliches Kind ihres Gatten Zeus war.
In einer ganz gefährlichen Situation - als Herakles mit der Wasserschlange kämpfte - und Herakles schon zu siegen schien,
da schickte sie aus den lernäischen Sümpfen einen grossen, gefährlichen Krebs, der in schmerzhaft in die Ferse stach.
Hera glaubte, Herakles dadurch endlich vernichten zu können, doch dieser zertrat den Krebs und schleuderte ihn von sich.
Hera versetzte den Krebs an den Himmel, vor das Sternbild nördliche Wasserschlange, um ihm wenigstens auf diese Art noch Ehre zu erweisen.

Der Krebs ist ein recht unauffälliges Sternbild, keiner der Sterne ist heller als 4 mag.

So schaut es auf der Karte aus:




und so als „aufgemaltes“ Sternbild:




Im alten Ägypten wurde diese Himmelsregion als Skarabäus gesehen,
manchmal wird das Sternbild auch eher als Hummer dargestellt:




Im Jahr 1627 versuchte die katholische Kirche übrigens die „heidnischen“ Sternbilder, welche schon seit Jahrhunderten, oder Jahrtausenden bekannt waren,
zu christianisieren und sie in Figuren aus der christlichen Glaubenswelt umzuwandeln.
Der Krebs z.B. sollte nach dem Christianisierungsvorschlag von Julius Schiller zum „Heiligen Johannes“
dem Evangelisten werden, das Sternbild Andromeda zu „Sepulchrum Christi“ (Grab Christi).
Den Leuten war diese Idee der katholischen Kirche aber wurscht und sie benutzten einfach die Sternbild-Namen weiter, die sie schon immer verwendet hatten

(Bevor jemand nachfragt: Diese Geschichte hab ich mir nicht ausgedacht, sondern sie stimmt wirklich )

Jetzt noch das obligatorische Body-Painting zum Sternbild





und los geht’s:

Zuerst einmal zu den offenen Sternhaufen M 44 und M67.

M 44 ist ein ziemlich ausgedehnter Sternhaufen, der (bei dunklem Himmel) sogar mit den freien Auge als kleiner weißlicher Fleck erscheint.
Im Fernroh erkennt man etwa 75 Sterne, aber am besten saut man sich den Sternhaufen im Fernglas an, da er sich über 1,5°,
das ist der 3 fache Vollmond, erstreckt und damit nur bei niedriger Vergrößerung ganz gesehen werden kann.














M 67 ist weniger ausgedehnt und dichter als M44 und ist selbst im Fernglas nur als Nebelfleck zu sehen,
erst mit einem Teleskop ab 75 mm Öffnung wird der Sternhaufen in rund 60 Einzelsterne aufgelöst.














Ausserdem gibt es noch die Galaxie NGC 2775 als lohnendes Objekt...









Im Sternbild Canes Venatici, den Jagdhunden gibt es allerdings viel mehr lohnende Objekte

Das Sternbild wurde 1690 vom Astronomen Johannes Hevelius eingeführt, früher gehörte es zum Sternbild „Großer Bär“.
Es stellt die beiden Jagdhunde Asterion und Chara des Bärenhüters dar, die den großen Bären um den Himmelspol treiben.

So sieht das Sternbild am Himmel aus:





...auf der Karte:



und hier sieht man die beiden Hunde





Der Kugelsternhaufen M 3 ist einer der schönsten Kugelsternhaufen des nördlichen Himmels, im Fernglas oder kleinen Fernrohr erscheint er als Nebelfleck,
erst mit Teleskopen ab 100 mm Auflösung erkennt man die äußeren Sterne des 45 000 Lichtjahre entfernten Haufens.










Ansonsten gibt es in den Jagdhunden vor allem sehr viele Galaxien:

NGC 4151








Eine Edge-On Galaxie NGC 2714











NGC 4244








M 106




















NGC 4631

















und eine Röntgen-Aufnahme:





NGC 5371









M 94














NGC 5005





NGC 5033











M 63















Und zum Schluss NGC 4214...











Naja eine gibt es noch, die berühmt berüchtigte Galaxie M 51 :-)





























G wie .... Galaxie


Und nächstes mal bekommt ihr die Sternbilder Großer und kleiner Hund zu sehen.
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Menduri

Der Weiße

Re: Der Herr der Ringe - Saturn III [Re: Menduri]

Hier mal wieder ein paar neue Bilder von Saturn:


Saturns Nachtseite (leider in zu wenigen Graustufen )





Der innere C-Ring:





Der äußere C-Ring:





Die Ringe mit den Monden Mimas, Janus und Prometheus:





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Menduri

Der Weiße

Re: Canis Major und Canis Minor [Re: Menduri]

Canis Minor kommt heute zuerst dran, weil es dort leider nicht viel zu sehen gibt


Die Griechen im antiken Griechenland hielten Canis Minor für den kleineren der beiden Hunde, welche dem Jäger Orion folgten.
Einer anderen Legende nach sollten die beiden Hunde zu Diana, der Göttin der Jagd gehören.

Es ist ein recht kleines Sternbild, das sich östlich von Orion befindet, mit freiem Auge sind nur zwei Sterne in diesem Sternbild markant:
Procyon und Gomeisa (Alpha und Beta CMi)

Das Sternbild auf Karten:







und am Himmel:

Der gelbe Stern rechts unten auf dem Foto ist Beteigeuze im Sternbild Orion, der helle, weiße links unten ist Procyon.




Das wars leider auch schon vom kleinen Hund


Canis Major, der große Hund ist der zweite treue Freund von Orion, und befindet sich südöstlich von ihm.
Es ist ein typisches Wintersternbild, das recht auffällig ist, enthält es doch den hellsten Fixstern des Himmels:
Sirius (Was soviel heißt wie: „Der Funkelnde“)


Hier die genannten Sternbilder im Überblick:




Der große Hund auf Sternkarten:





Auf der Karte macht er sogar Männchen





Das Sternbild am Himmel:





und nochmal:





Sirius ist ein bläulich-weißer Stern in nur 8,7 Lichtjahren Entfernung von der Erde, und damit einer unserer nächsten Nachbarn.




Sirius A, den wir mit freiem Auge am Himmel sehen wird von einem „weißen Zwerg“ (Sirius B) in jeweils 50 Jahren
umrundet, Sirius ist also ein Doppelsternsystem. Hier ein Bild auf dem beide sichtbar sind:





Im großen Hund gibt es recht viele offene Sternhaufen:


NGC 2383




NGC 2362













NGC 2360





NGC 2354





Sirius und der Sternhaufen M 41 unten auf dem Bild:





Und noch mal M 41 alleine:




Zwei diffuse Nebel:


NGC 2327




und NGC 2359













Zum Schluss noch zwei Galaxien...


.... NGC 2217




und NGC 2207 und IC 2163, zwei Galaxien die sich berühren











Und die nächste Reise führt uns zum Sternbild Capricornus, dem Steinbock.
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Menduri

Der Weiße

Re: Capricornus und Carina [Re: Menduri]

Das Sternbild Capricornus sieht man oft mit dem Kopf und Oberkörper einer Ziege und dem Schwanz eines Fisches abgebildet.
Diese ungewöhnliche Kreatur ist schon seit langer Zeit bekannt und taucht in zahlreichen Kulturen auf.
Sein Bild wurde schon auf Steinen aus dem antiken Mesopotamien, dem heutigen Irak, gefunden.
Der sumerische Name für dieses Sternbild bedeutet Ziegenfisch.

Capricornus ist ein weniger auffälliges Sternbild aus hauptsächlich Sterne von 4. und 5. Grösse.

Hier zwei Bilder vom Ziegenbock-Fisch Mischwesen:








So sieht das Sternbild auf der Karte aus:





So am wirklichen Himmel (bis auf die Linien )




Und hier noch ein Body-Painting zum Sternbild




An Objekten gibt es nur dem Kugelsternhaufen M 30





Die Galaxie NGC 6907








Und eine recht schöne Galaxiengruppe:





Das nächste Sternbild bietet hingegen wieder etwas mehr

Carina, der Schiffskiel ist ein südliches Sternbild, dass von unseren Breiten nicht zu sehen ist.
Es gehörte ursprünglich zum riesigen Sternbild „Argo Navis“ dem Schiff der Argonauten, ehe es im 17. Jahrhundert
in vier Einzel-Sternbilder aufgeteilt wurde.
Das Sternbild wurde nach der Sage von Jason und den Argonauten, die auszogen um das goldene Vlies zu suchen.

In diesem Sternbild befindet sich auch Canopus, der zweithellste Stern am Himmel.

Ein interessantes Beispiel wo Sprache, Mythos und moderne Wissenschaft sich überschneiden:
Die Sternensensoren von Raumsonden verwenden Canopus, den hellsten Stern des „Himmelsschiffs“ der Sagen, um ihre Position im Sonnensystem
zu bestimmen und auf dem richtigen Kurs zu bleiben.
Canopus eignet sich nicht nur wegen seiner Helligkeit für diese Aufgabe,
sondern er liegt auch nahezu auf der Normalen zur Ebene des Sonnensystems, d.h. nahe am südlichen Ekliptikpol.


Hier ein Foto auf dem ein Teil des Sternbilds Carina zu sehen ist:




Der rote Fleck nahe des unteren Bildrandes ist der Eta Carina-Nebel und daneben etwas weiter oben links das Kreuz des Südens,
die beiden hellsten Sterne im Bild (am linken Bildrand) sind Alpha und Beta Centauri.


Das gesamte Sternbild Carina ist relativ lang:





Ersteinmal zum Sternhaufen NGC 3293











zum Kugelsternhaufen NGC 2808:







zum planetarischen Nebel NGC 2867:




und jetzt zum ergiebigsten Objekt:

Zu Eta Carinae und dem umgebenden, etwa 300 Lichtjahre großen Eta-Carinae-Nebel, NGC 3372:

Das Gas von NGC 3372 wird von einigen massereichen, leuchtkräftigen Sternen vom Spektraltyp O und B zu leuchten angeregt.
Sie haben zwischen 18 und 60 Sonnenmassen und strahlen 50 000 bis 800 000 mal stärker als die Sonne.



















Einige Ausschnitte aus NGC 3372:














Eta Carinae selbst ist ein veränderlicher, sehr massereicher (ca. 100-150 Sonnenmassen) Stern, in 7500 Lichtjahren Entfernung,
der etwa so hell strahlt wie 5 Millionen Sonnen.








Derartig massereiche Sterne haben eine sehr hohe Fusionsrate, sodass ihre Masse binnen weniger Millionen Jahre „ver-fusioniert“ ist
und sie zur Supernova und dann entweder zu einem Neutronenstern oder einem schwarzen Loch werden.
Durchschnittliche Hauptreihensterne wie die Sonne haben hingegen eine Lebenserwartung von etwa 10 Milliarden Jahren.

Eta Carinae ist ein Stern der bereits am Ende seiner Lebensdauer angelangt und daher ziemlich instabil ist,
1843 wurde er während eines Helligkeits-Ausbruches mit – 0,8 mag zu einem der hellsten Sterne am Himmel, während er derzeit gerade noch mit freiem Auge zu sehen ist.

Um den Stern hat sich, durch die Ausbrüche und den Materieverlust des Sterns
(bei dem Ausbruch 1843 verlor er wahrscheinlich etwa 2-3 Sonnenmassen,
heute sind es nur noch 1/1000 Sonnenmassen = 300 Erdmassen pro Jahr), ein 0,5 Lichtjahre großer bipolarer Nebel gebildet:










Durch Aufnahmen des Nebels zwischen 1945 und heute ergab sich eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von 700 km/Sekunde.
Bei der Größe des Nebels heißst dies, dass der Nebel ca. in der Zeit der Eruption von 1843 entstanden ist.
Der Nebel ist wahrscheinlich größtenteils für den Helligkeitsabfall verantwortlich, da der Stern durch ihn verdeckt wird.

Eta Carinae wird vermutlich in nächster Zeit zur Supernova werden, d.h. in etwa 10 000 bis 20 000 Jahren.

So, nach so viel Information zum Schluss noch ein Bild von einem Teil von NGC 3372, der sogenannte „Schlüsselloch-Nebel“:





Die nächsten Sternbilder sind Cassiopeia und Centaurus.
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Menduri

Der Weiße

Re: Orion [Re: Menduri]

Da ging Varda aus dem Rate, und blickte von der Höhe des Taniquetil hinaus und sah das Dunkel von Mittelerde unter den unzähligen Sternen,
fahl und fern.





Nun begann sie ein großes Werk, das größte der Valar, seit sie nach Arda gekommen.
Sie nahm den Silbertau aus den Kübeln unter Telperion, und daraus machte sie neue Sterne, hellere, für die Ankunft der Erstgeborenen;








weshalb sie, die aus den Tiefen der Zeit und von der Geburt Eas an Tintalle hieß, die Entfacherin, von den Elben später Elentári genannt wurde,
die Sternenkönigin.
Carnil und Luinil, Nénar und Lumbar, Alcarinque und Elemmíre schuf sie zu jener Zeit, und viele anderen der alten Sterne versammelte sie
und setzte sie als Zeichen in die Himmel über über Arda:
Wilwarin, Telumendil, Soronúme und Anarríma und Menelmacar mit seinem leuchtenden Gürtel, welcher auf die letzte Schlacht vorausdeutet,
die am Ende aller Tage sein wird.
Und hoch in den Norden, als Drohung für Melkor, hängte sie die Krone der sieben mächtigen Sterne,
Valacirca, die Sichel der Valar und das Zeichen des Schicksals.





Es wird erzählt, sobald Varda ihre Arbeit beendet hatte, und sie dauerte lange, und als zuerst Menelmacar den Himmel hinaufwanderte...





...und das blaue Feuer Helluins in den Nebeln über den Grenzen der Welt glitzerte....





....da seien zu dieser Stunde die Kinder der Erde erwacht, die Erstgeborenen Illúvatars.
Am sternenbeschienen See von Cuiviénen, dem Wasser des Erwachens, erhoben sie sich vom Schlafe Illúvatars;

Und während sie noch stumm am Wasser saßen, erblickten ihre Augen als erstes von allen Dingen die Sterne des Himmels....








Hallo und willkommen zu einigen Spezial-Sternenreisen zum Anlass von Arianrhods Geburtstag.

Heute gibt es einige Sternenreisen für sie (und für euch :-) ) sozusagen „aus der Reihe“,
also zu Sternbildern die eigentlich erst später im Alphabet kommen würden und die ich für Arianrhod ausgesucht habe.
Das Einleitungs-Zitat aus dem Silmarillion habe ich erstens gebracht, weil es mir selbst sehr gut gefällt
und zweitens, wurde ich, weil Arianrhod es im Silmarilion-Thread gepostet hat, noch an etwas erinnert:
Die erste Sternenreise, die ich in der Kate gepostet habe und die sich einfach zufällig ergeben hat, war zum Sternbild Orion.
Sie war noch relativ unvorbereitet und weil Orion ein tolles Sternbild ist, hole ich sie gleich nach.

Noch ein Nachsatz zur Geschichte aus dem Silmarillion:

Das altgriechische Wort für „Mensch“, anthropos, bedeutet wörtlich „Derjenige der nach Oben schaut.“,
was man natürlich auch durchaus als „Der zu den Sternen hinaufblickt.“ deuten kann, wie Ovid im ersten Buch der Metamorphosen schreibt:


Und während die anderen Wesen gebeugt zu Boden blicken
gab Er [oder Sie :-) ] dem Mensch ein hoch erhobenes Antlitz
hieß ihn den Himmel betrachten
und sein Gesicht zu den Sternen zu erheben.




So, jetzt will ich aber nicht mehr Worte machen, sondern folgen wir einfach unserer Bestimmung


Der Orion sicher eines der bekanntesten und hellsten Sternbilder, mit einer fülle von interessanten Objekten für Teleskope aller Größen.
Der Grund dafür ist die Tatsache, dass wir hier in Richtung eines Gebietes der Sternentstehung in einem nahen Spiralarm unserer Galaxie blicken,
welches sich um den berühmten Orionnebel (M 42) gruppiert.













Der gelb-orange, roter Überriesenstern Beteigeuze ist der zweithellste Stern im Orion, er ist mehr als 10 000 fach leuchtkräftiger als die Sonne
und hat einen etwa 800 fach größeren Durchmesser: Wenn man Beteigeuze an die Stelle unserer Sonne setzen würde, würde er bis über die Jupiterbahn hinausreichen.
Er ist ein Stern am Ende seines Lebens, und, da er 20 Sonnenmassen hat, ein Kandidat für eine Supernovaexplosion.

Da er der erste Stern des Orion ist, der über dem Horizont erscheint, wurde er in der Antike auch der "Ankündiger" genannt.

Rigel, der hellste Stern im Orion, ist ein blauer Überriese und bildet damit einen schönen farblichen Kontrast zum gelb-orangen Beteigeuze.
Der Orionnebel markiert das Schwert des Himmelsjägers, das von seinem Gürtel herabhängt, der von drei hellen Sternen gebildet wird.

Das Sterbild Orion wurde auch schon in der Ilias und Odyssee erwähnt, er wird meist mit einem Schild dargestellt,
dass er dem schnaubenden Stier (Taurus) entgegenhält.

Der Name des Sternbildes bezieht sich auf den großen Jäger Orion aus der griechische Mythologie, von dessen Lebensgeschichte es allerdings verschiedene Versionen gibt.
In einer davon brüstet Orion sich, der beste Jäger der Welt zu sein, was ihm von Zeus Ehefrau Hera verübelt wird.
Sie schickt einen Skorpion aus, der Orion einen tödlichen Stich zufügt und Zeus versetzt beide so an den Himmel,
dass die beiden sich nie begegnen – wenn das Sternbild Skorpion aufgeht, geht der Orion unter den Horizont.


Fangen wir einmal zuerst mit ein paar harmlosen Objekten an, wie z.B. dem planetarischen Nebel NGC 2022....






....NGC 1788....





….oder M 78 ein kleiner Nebel um einen Doppelstern:


















IC 2118 in der Nähe von Rigel:










Von NGC 2174....







...in die Region des Reflexionsnebels NGC 1999:





Dort gibt es unter anderem auch einen jungen Stern mit dem Herbig-Haro Objekt 34:








und natürlich NGC 1999 selbst:






Jetzt aber zu den eigentlichen Attraktionen


Auf diesem Bild sieht man recht eindrucksvoll dass der ganze Orion von leuchtendem Gas durchzogen ist:





was auf Infrarot-Bildern noch besser zu sehen ist:








Hier ein Bild von den drei Gürtelsternen und den beiden Fußsternen unten, auf dem man gut die beiden schönsten Objekte im Orion erkennt:
Den Pferdekopf-Nebel beim linken Gürtelstern, Zeta Orionis und darunter den Orionnebel.





So, besuchen wir zuerst mal den Pferdekopf-Nebel:




















Und jetzt zum Orionnebel:













Einige Details:




















Jetzt gibt’s den Orionnebel noch in Infrarot:

















Eine Aufnahme vom Hubble-Teleskop:











Einige sogenannte protoplanetaren Scheiben, d.h. Gas- und Staubscheiben um junge Sterne, aus denen sich später einmal,
wie bei unserem Sonnensystem möglicherweise Planeten bilden werden:














Und zum Abschluss noch einmal der ganze Orionnebel:













Als nächstes kommt das Sternbild Cassiopeia (und zwar jetzt )
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Menduri

Der Weiße

Re: Cassiopeia [Re: Menduri]

Cassiopeia ist in der griechischen Mythologie die schöne aber auch überhebliche Königin von Äthiopien,
ihr Mann war König Kepheus und ihre Tochter Andromeda, ebenfalls zwei Sternbilder.

Cassiopeia auf ihrem Thron:








Die fünf hellsten Sterne dieses Sternbildes sehen allerdings nicht unbedingt wie eine Frau aus,
sondern eher wie ein „W“, weshalb es auch „Himmels-W“ genannt wird:





So sieht Cassiopeia am Himmel aus:





Zu den Objekten:

Der kleine planetarische Nebel IC 289:








einige offene Sternhaufen:

M 52




NGC 457




M 103





und NGC 7789





einige Emissionsnebel:


NGC 281

















IC 63





IC 1795















NGC 1805 und 1848











































Tychos Supernovaüberrest, nahe dem Stern Kappa Cassiopeiae leuchtete im Jahr 1572 eine Supernova auf,
die vom Astronom Tycho Brahe beobachtet wurde, hier ein Röntgen-Bild:






Die äußere, bläuliche Schockwelle hat eine Temperatur von etwa 20 Millionen Grad Celsius, die Überreste des Sterns,
die je nach Zusammensetzung braun, grün oder gelb dargestellt sind, etwa 10 Millionen Grad.


NGC 7635 ist auch nett :-)

























Und zum Schluss gibt es den Supernovaüberrest Cassiopeia A.
Ungefähr im Jahr 1660 gab es in diesem Sternbild eine weitere Supernovaexlosion, auch wenn darüber keine Berichte überliefert sind:
Ihre Überreste werden als stärkste Radioquelle am ganzen Himmel beobachtet.

Ungefähr alle 50 Jahre wird ein massereicher Stern in unserer Galaxie zur Supernova, die zu den gewaltigsten Ereignissen im Universum gehören.
Ein Stern fusioniert während seines Lebens in seinem Zentrum leichte Elemente zu immer schwereren:
Wasserstoff zu Helium bis zu Kohlenstoff, Silizium und schließlich Eisen, durch die thermonukleare Fusion wird Energie durch freigesetzt,
und der Gas- und Strahlungsdruck der durch die Fusion erzeugt wird, bewirkt,
dass der Stern stabil ist, und sich nicht durch die Schwerkraft immer mehr zusammenzieht.

Die Fusion von schwereren Elementen als Eisen liefert aber keine Energie mehr, sondern verbraucht im Gegenteil Energie,
der Stern ist deswegen nicht mehr in der Lage durch die Fusion genügend Gasdruck zu erzeugen.
Schließlich kollabiert der Kern des Sternes und wird in weniger als einer Sekunde zu einem extrem dichten Neutronenstern
(oder, wenn er noch massereicher ist, zu einem schwarzen Loch), die auf den Kern fallende Materie erreicht einige Milliarden Grad
und es findet eine Explosion statt, in der die gesamte Masse des Sterns bis auf den Neutronenstern im Zentrum
mit Geschwindigkeiten von über 50 Millionen Kilometer pro Stunde in den Weltraum geschleudert wird.





Der explodierende Stern strahlt so hell wie einige Milliarden Sonnen, also so hell wie alle Sterne einer kleineren Galaxie zusammen.
Es werden Energien von etwa 10 hoch 43 Joule freigesetzt (eine 1 mit 43 Nullen dahinter ), aber nur ein geringer Teil im sichtbaren Licht,
die gesamte beim Ausbruch freigesetzte Energie ist wesentlich größer als die abgestrahlte:
Die kinetische Energie der fortgeschleuderten Gasmassen ist um rund das Zehnfache, die durch Neutrinos abgegebene Energie sogar um das hundertfache.



Hier einige Röntgen-Aufnahmen von Cassiopeia A:



















Und zum Schluss eine Detailaufnahme vom Hubble-Teleskop im sichtbaren Licht:






Das nächste Sternbild ist Centaurus, der Zentaur (gibt es auch noch heute )

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Menduri

Der Weiße

Re: Centaurus [Re: Menduri]

Centaurus ist ein recht ausgedehntes südliches Sternbild mit vielen interessanten Objekten, das dem weisen Zentaur Chiron
aus der griechischen Mythologie gewidmet ist, der besonders in Medizin, Botanik und Musik bewandert und der Lehrer von Achilleus, Jason und Asklepios war.

Eine Vasenmalerei auf der Chiron den Achilleus lehrt, als er noch ein kleines Kind ist:





Die Griechen kannten dieses Sternbild, da es infolge der Änderung der Neigung der Erdachse (Präzession)
vor 3000 Jahren auch im Mittelmeerraum und Nordägypten ganz über dem Horizont zu sehen war.

Eine bildliche Darstellung des Sternbildes:





Das Sternbild als Strichfigur:





Der Zentaur am Himmel eingezeichnet:






Im Zentaur ist auch der sonnennächste (und von der Erde aus gesehen dritthellste) Stern am Himmel,
Alpha Centauri, der in Wirklichkeit ein dreifach Sternsystem ist.

In der Bildmitte ist das Kreuz des Südens, die beiden hellen Sterne links davon sind Alpha und Beta Centauri
und der große rote „Fleck“ rechts ist der Eta Carinae-Nebel:





Hier noch mal das Kreuz des Südens und Alpha und Beta Centauri vergrößert:





und ein größerer Teil des Sternbilds Zentaur:






Zwei planetarische Nebel:








Die Galaxie NGC 5054:








Die Galaxie ESO 269-57:





Der Emissionsnebel NGC 5357:





Ein junger planetarische Nebel:





He2-104, ein Doppelsternsystem in dem einer der Sterne ein roter Riese ist, der seine äußere Hülle in einem starken Sternenwind abstößst;
der andere Stern ist ein weißer Zwerg, also der Überrest eines Sterns mit Sonnenmasse, der all sein Material „verfusioniert“ hat,
zu einen roten Riesen und dann zu einem planetarischen Nebel wurde und von dem schließlich nur der dichte Kern als weißer Zwerg übrig bleibt:





RCW 49, eine Sternentstehungsregion:






Die Emissionsnebel IC 2944-48:











In IC 2944 gibt es einige sogenannte „Globulen“:
Dichte, undurchsichtige Staubwolken, die sich vom leuchtenden Wasserstoffgas und den hellen Sternen dieser Sternentstehungsregion abheben:








Ausserdem gibt es in diesem Sternbild auch eine helle Radioquelle, Centaurus A bzw. die Galaxie NGC 5128:
























NGC 5128 ist eine große elliptische Galaxie die mit einer kleineren Spiralgalaxie „zusammen gestoßen“ ist, was einerseits dazu führt
dass die Gasmassen der Galaxien instabil sind, sich durchmischen und dadurch viele neue Sterne entstehen,
und andererseits gelangt dadurch auch Gas und Materie in ein supermassives schwarzes Loch,
was dazu führt dass NGC 5128 eine Galaxie mit einem sogenannten aktiven Galaxiekern ist.

Die Materie die spiralförmig in das schwarze Loch fällt wird durch die Reibung der sich sehr schnell bewegenden Gasteilchen
auf einige Millionen Grad erhitzt und ionisiert.
Durch Magnetfelder wird ein Teil des Gases in scharfe Teilchenstrahlen gebündelt, die sich mit halber Lichtgeschwindigkeit
(150 000 000 Meter pro Sekunde) bewegen, sogenannte relativistische Jets.
Die Jets von NGC 5128 sind etwa 4000 Lichtjahre lang.

Eine Aufnahme die Daten von Radio- und Röntgenteleskopen kombiniert:





und eine Röntgen-Aufnahme der Galaxie:





Gut zu sehen ist ein Jet. Das diffuse blaue Leuchten, ist einige Millionen Grad heißes Gas, dass die Galaxie erfüllt,
die punktförmigen Quellen sind wahrscheinlich Röntgen-Doppelsterne, also Doppelsterne bei denen einer der beiden ein Weißer Zwerg,
Neutronenstern oder ein schwarzes Loch ist, dessen Begleiter ihm so nahe ist, dass er durch seine Gravitation Materie vom anderen Stern abzieht.


Hier ein Bild das aus Radio-, Röntgen- und Aufnahmen im sichtbaren Licht kombiniert wurde:






Wie man auf diesem Bild gut gesehen hat, umgibt die (in etwa) kugelförmige Galaxie ein dunkles Band aus Gas und Staub,
dass die dort entstehenden Sterne erwärmt wird.





Noch besser kommt die Scheibe die NGC 5128 umgibt im Infrarot zur Geltung:





Hier noch einige Aufnahmen vom Hubble Teleskop:












Jetzt gibt’s noch einige andere beachtenswerte Galaxien:


NGC 4945








NGC 5090 und 5091








NGC 4603





NGC 4650





NGC 4622




und ESO 269-57





Und schließlich als Abschluss der Kugelsternhaufen Omega Centauri:















Als nächstes Sternbild gibt es heute Sagittarius, den Schützen.
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Menduri

Der Weiße

Re: Sagittarius [Re: Menduri]

Das Sternbild Sagittarius, der Schütze, stellt ebenfalls einen Zentauren dar, Ixion, den Urahn aller Zentauren:





In diesem Sternbild, in etwa 30 000 Lichtjahren Entfernung, liegt das Zentrum unserer Galaxie,
und dort ist die Milchstraße von uns aus gesehen auch am dicksten und am dichtesten:





Und wegen der „Zentralen Lage“ des Sternbildes, findet man hier auch viele Sternhaufen und Gasnebel,
aber wenige Galaxien, da die nahen Sterne unserer Galaxis in diesem Bereich die Sicht auf größere Entfernungen versperren.


Auf der Karte sieht das Sternbild so aus:





und so am Himmel:





Bevor es losgeht noch das Body-Painting zum Sternzeichen





Schauen wir uns zuerst einmal die Milchstraße in der Umgebung an, auf denen nicht nur der Schütze,
sondern z.B. auch der Skorpion und der Schlangenträger zu sehen sind:









Der rote „Fleck“ ganz links auf dem unteren Bild ist M 16, der Adlernebel, im Sternbild Schlange,
und daneben sehen wir schon drei Attraktionen die wir später noch genauer anschauen werden:
Ein bisschen rechts und unten neben M 16 ist M 17, der Omeganebel.
Etwas weiter, ungefähr in der Bildmitte, ist M 8, der Lagunennebel, und der kleine blaue und rosa Fleck: M 20, der Trifidnebel.





Zuerst besuchen wir ein paar Sternhaufen:


M 23




NGC 6723




M 55






Einige planetarische Nebel:





















Eine Zwerggalaxie, NGC 6822, und zwei Sternentstehungsgebiete die sich dort befinden:












“Gomez’s Hamburger” ein junger planetarischer Nebel:






WR124, ein massereicher Stern:





NGC 6723





Noch eine Zwerggalaxie:





und dann können wir noch ein bisschen in der Milchstraße spazieren gehen....


zu M 25....





....M 24....








...NGC 6529....











Im Schützen sieht man vielleicht am besten, dass es in der Milchstraße wirklich sehr viele Sterne gibt





Jetzt schauen wir uns noch das Zentrum der Milchtrasse in Infrarot an:





Ein 900x400 Lichtjahre großer Ausschnitt von der zentralen Region unserer Galaxie im Röntgenlicht:





Sagittarius A ist das Zentrum unsere Galaxie:





Eine Aufnahme von Sgr A: Heißes Gas, dass wahrscheinlich ein etwa 3 Millionen Sonnenmassen schweres
supermassives Schwarzes Loch umgibt und Röntgenstrahlung emittiert:





Noch eine detailliertere Röntgenaufnahme von Sgr A:









Und dann spazieren wir weiter durch die Milchstraße wie wir sie mit unseren eigenen Augen sehen, zu M 17:











Ein Falschfarben-Bild, in dem leuchtender, ionisierter Wasserstoff als Grün, und Sauerstoff als blau dargestellt ist:





M 17 im Infrarot:









Und noch mal im sichtbaren Licht:






Und dann gibt es auch noch NGC 6559, M 20 und M 8:


















So, dann schauen wir uns die drei mal ein bisschen genauer an


Zuerst NGC 6559:














dann zu M 8:












M 20:








Der Trifidnebel, links im sichtbaren Licht und daneben in verschiedenen Infrarot-Aufnahmen:











Und zum Schluss gibt es noch die schönsten Detail-Aufnahmen von M 17, M 8 und M 20:


















M 8 Details:














Und M 20:















Das nächste, und letzte Sternbild für heute ist Dorado, der Goldfisch.
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Menduri

Der Weiße

Re: Dorado [Re: Menduri]

Das Sternbild Dorado auf Deutsch meistens mit Goldfisch oder Schwertfisch genannt,
ist ein von unseren Breiten unsichtbares Sternbild nahe des südlichen Himmelspols und wurde 1603 von Johann Bayer eingeführt.
Der Fisch den dieses Sternbild eigentlich verkörpern soll, ist die Goldmakrele:








Wegen einem Übersetzungsfehler wurde das Sternbild aber auf frühen Sternkarten als Schwertfisch (Xiphias) dargestellt:




So sieht das, mit dem freien Auge gesehen, relativ unspektakuläre Sternbild auf der Karte aus, der hellste Stern des Sternbildes hat nur 3,3 Mag:





Bemerkenswert ist allerdings eine helle Fläche an der Grenze zum Nachbarsternbild Mensa (Tafelberg), die Große Magellansche Wolke,
mehr dazu gleich.


Zuerst schauen wir uns noch kurz die Galaxie NGC 1566 an:









Bei den magellanschen Wolken handelt es sich um Begleiter unserer eigenen Galaxie, beide befinden sich etwa 165 000 Lichtjahre von uns entfernt;
Die große magellansche Wolke, kurz LMC (Large Magellanic Cloud), befindet sich, wie schon erwähnt in den Sternbildern Dorado und Mensa,
die kleine magellansche Wolke (SMC) im Sternbild Tucana (Tukan).

Ihr scheinbare Größe wie man sie von der Erde mit freiem Auge sieht, entspricht etwa 23 (LMC) bzw. 9 (SMC) Vollmonddurchmessern,
sie sind also relativ auffällig.
Zusammen mit der Andromeda-Galaxie M 31, der Galaxie M 33 und etwa 25 weiteren kleineren Galaxien bilden sie die sogenannte „Lokale Gruppe“,
sozusagen unsere unmittelbare Umgebung im Universum, ein kleinerer Galaxiehaufen zu dem auch unsere Galaxie, die Milchstraße gehört.


Heute schauen wir uns die LMC an, sie ist eine kleine Zwerggalaxie, die etwa 10 Milliarden Sterne enthält:





Kleine Galaxien wie die LMC haben meist keine Spiralform sondern sind „irregulär“ also unregelmäßig geformt:








Auf der Bild sieht man schon einige der Objekte, die wir uns gleich anschauen werden, aber zuerst noch ein Bild von einem Sternenfeld in der LMC,
auf dem man ein paar der 10 Milliarden Sterne sieht





Dann fangen wir mal mit dem Kugelsternhaufen NGC 1818 an:





NGC 1714





Henize 206





NGC 2366





DEM L 106






NGC 1748








N11A





Der Sternhaufen NGC 1850:








N 159, ein Emissionsnebel:





und N 81 ebenfalls ein Emissionsnebel mit einem Sternentstehungsgebiet:





Supernovaüberreste gibt es auch einige, hier einer im sichtbaren Licht....





....und auf Röntgenaufnahmen:
























Im Jahr 1987 gab es in der LMC sozusagen „live“ eine Supernova zu beobachten,
es war die am nähesten bei der Erde stattfindende Supernovaexplosion seit 400 Jahren, hier ein Bild das den Helligkeitsunterschied zeigt:




Eine Detailaufnahme einige Jahre nach dem Ereignis, zeigt Ringe aus heißem Gas:





die Schockwelle hat sich während weniger Jahre recht deutlich verändert:




Hier ein Bild der Supernova in einem größeren Feld:





Jetzt wieder zu etwas anderem, ein Ausschnitt aus einer Region der LMC:





Ein paar Ausschnitte:

















Weiter zu N 70:








N 119:











Und N 44:














Als letztes Objekt gibt es NGC 2070, den Tarantelnebel, eine von bogenförmigen Strukturen durchzogene, leuchtende,
etwa 1000 Lichtjahre große Wasserstoffwolke, in der sich heiße, helle Überriesen-Sterne befinden.
Der Tarantelnebel ist größer und heller als jeder bekannte Gasnebel in unserer Galaxie.
Würde man ihn z.B. an die Stelle des Orionnebels setzen, würde er sich über das gesamte Sternbild erstrecken,
und er würde von der Erde aus gesehen so hell leuchten, dass Gegenstände in der Nacht in seinem Licht Schatten werfen würden.








Ein paar Details aus dem Bild:




















Nochmal der ganze Nebel im sichtbaren Licht und Infrarot:








Und als Abschluss für heute gibt es noch eine Sammlung der tollsten Aufnahmen von den Objekten die wir in der Großen Magellanschen Wolke gesehen haben:


































So, das war die Show für Arianrhods Geburtstag, ich hoffe es hat euch gefallen

Als nächste Sternbilder gibt es, wieder dem Alphabet folgend, Cepheus (Kepheus) und Cetus (den Walfisch).
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AkildareFotogalerie-Mod

Pooh Bär

Re: Dorado [Re: Menduri]

die Bilder sind Klasse,
Aber eins ist mir aufgefallen bei der Subernova die Ringe, weißt man warum es da zwei gibt die so versezt sind, ich habe mir sowas immer vorgestellt als ob ma einen Stein ins Wasser wirft, auf dem ersten Bilde sieht das fast so aus wie eine Sanduhr wo in der Mitte die Sonne sitzt
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Menduri

Der Weiße

Re: Dorado [Re: Akildare]

Der innere, helle Ring um den früheren Stern, ist entstanden weil die Explosionsschockwelle der Supernova mit etwa 4500 Km/Sekunde auf Materie trifft, die den Stern umgibt und sie auf 10 Millionen Grad aufheizt.
Die Materie in der Umgebung der Supernova wurde wahrscheinlich vom Stern in Form von starkem Sternenwind und Materieausbrüchen abgegeben, als er noch ein roter Riese war.
Ich denke die Materie der beiden aussen liegenden, weniger hellen Ringe stammt auch nicht von der Supernovaexplosion selbst, sondern aus der Zeit als der Stern ein roter Riese war und sie wurde vielleicht von der Strahlung der Supernovaexplosion zum leuchten angeregt.

Solche „bipolaren Strukturen“ wie die beiden äußeren Ringe von SN 1987A sind jedenfalls typisch für Ereignisse die durch Magnetfelder beeinflusst werden und treten z.B. auch bei Jets oder planetarischen Nebeln auf:







Hier noch ein planetarischer Nebel der ziemlich ähnlich aussieht:





Wahrscheinlich hat sich das ionisierte Gas des Sterns bei einem Materieausbruch entlang der Feldlinien bewegt, und dadurch diese Struktur erzeugt, die Form der Ringe sieht jedenfalls sehr „klassisch“ aus:








Aber die verschiedenen Erscheinungen von planetarischen Nebeln können durch sehr unterschiedliche Prozesse erzeugt werden: Ungleichmäßige Materieabgabe der Sterne, Wechselwirkung mit der umgebenden interstellaren Materie, Magnetfelder etc.

Ein weiteres Beispiel dafür wie Strukturen entstehen können die wie Sanduhren aussehen anhand des Objekts Henize 2-104 erklärt:









Bei einem Doppelsternsystem bei dem ein Stern ein roter Riese und der andere ein weißer Zwerg ist, und die einander nahe genug umkreisen (1),
zieht der weiße Zwerg Materie vom anderen Stern ab, die eine Scheibe aus heißem Gas bildet (eine „Akkretionsscheibe“) und schließlich auf die Oberfläche des weißen Zwergs stürzt. (2)

Die Materie wird durch die Schwerkraft des weißen Zwerges auf dessen Niveau komprimiert, etwa 2x10 hoch 6 g/cm³, d.h. ein Kubikzentimeter Materie ist so dicht, dass er 2 Tonnen wiegt.
Mit der Zeit bildet sich um den weißen Zwerg eine Schicht aus Wasserstoffgas, bis sich schließlich so viel Gas angesammelt hat,
dass die Zündtemperatur für Wasserstoff-Fusion erreicht wird, sich die Wasserstoffschicht explosionsartig ausdehnt und einen Lichtblitz verursacht (das nennt man „Nova“).

Das ionisierte Gas bewegt sich entlang der Feldlinien des starken Magnetfeldes des weißen Zwergs (3)
und so entsteht eine Sanduhrartige Form.

Einige tausend Jahre nachdem das Gas sich weiter in den Weltraum ausgedehnt hat, findet die nächste Explosion statt und damit entsteht im inneren der größeren Sanduhr noch eine kleinere. (4)

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AkildareFotogalerie-Mod

Pooh Bär

Re: Dorado [Re: Menduri]

Danke für die antwort
so ausführlich hätte ich sie nicht erwartet
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Menduri

Der Weiße

Re: Dorado [Re: Akildare]

Akildare schrieb:
Danke für die antwort
so ausführlich hätte ich sie nicht erwartet





Gern, ich hatte gerade das Bedürfnis an allen möglichen Stellen nachzuschauen
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Menduri

Der Weiße

Re: Cepheus und Cetus [Re: Akildare]

So, jetzt gibt’s endlich mal wieder eine Sternenreise

Ich hab am Abend öfter Babylon 5 geschaut und weil ich um diese Zeit normalerweise die Bilder suche hat es eine Weile gedauert
bis die nächste Reise fertig geworden ist.
Ausserdem hab ich auch schon ein bisschen überlegt was ich dann zum Abschluss machen werde, aber jetzt sind wir ja erst beim Buchstaben „C“,
das dauert also noch eine Weile


Cetus, der Walfisch, ist in der griechischen Mythologie das riesige Seeungeheuer welches die Küste Äthiopiens verwüstete
(Wale wurden früher nicht unbedingt als sanftmütige Riesen angesehen) und dem Andromeda geopfert werden sollte, die schließlich von Perseus gerettet wurde.

Hier zwei Bilder des schröcklichen Ungeheuers :








Und so sieht das Sternbild auf der Karte aus:





Im Walfisch gibt es an Objekten eigentlich nur (eher wenig spektakuläre) Galaxien zu sehen, da es das Sternbild nicht im Milchstraßen-Band liegt:


NGC 1090






NGC 681





NGC 1087





NGC 895





NGC 1055






NGC 428






NGC 450






NGC 1042










NGC 936






NGC 578




NGC 1073










NGC 210






NGC 864









NGC 247





NGC 309





NGC 908









Und als letztes M 77















Das Sternbild Cepheus stellt den äthiopischen König Kepheus aus der griechischen Mythologie dar –
den Mann von Cassiopeia und Sohn von Andromeda, die ebenfalls als Sternbilder am Himmel zu sehen sind und die wir beide schon besucht haben.


Der König umgeben von den Sternbildern Cassiopeia, Camelopardalis (Giraffe) und Ursa Minor (Kleiner Bär)



Cepheus ist ein Sternbild nahe des nördlichen Himmelspols und ist von den nördlichen Bereiten in denen wir leben aus gesehen zirkumpolar,
d.h. das Sternbild geht nie unter. Obwohl Kepheus eine relativ bekannte mythologische Gestalt war, ist das Sternbild das ihn darstellt wenig markant,
wenn der Himmel relativ dunkel ist, kann man eine Figur erkennen die der Kinderzeichnung eines Giebelhauses ähnlich sieht, der hellste Stern des Sternbildes hat nur 2,4 mag.







Das Sternbild liegt am Rande des Milchstraßenbandes, hier ein Bild der Milchstraße in der Region des Sternbild Cygnus (Schwan) und Cepheus:






Ausserdem ist das Sternbild bzw. der Stern Delta Cephei auch Namensgeber für eine Klasse von Sternen die ihre Helligkeit verändern,
den Cepheiden.
1912 wurde entdeckte man an den Cepheiden eine wichtige Beziehung zwischen der Periode und der Helligkeit dieser veränderlichen Sterne:
Je größer die mittlere Helligkeit dieser Sterne ist, desto länger ist ihre Periode.
Damit sind die Cepheiden wichtige Objekte zur Entfernungsbestimmung in der Astronomie.
Wenn nämlich die Periode eines Cepheiden bekannt ist, kann aus dieser Beziehung seine absolute Leuchtkraft abgeleitet werden.
Die scheinbare Helligkeit des Sterns ist von der Erde aus beobachtbar.
Die Entfernung zum Stern kann schließlich aus der Differenz zwischen der absoluten und der scheinbaren Helligkeit berechnet werden.

So, jetzt aber zu den Bildern :-)


Ein kleiner planetarischer Nebel, NGC 3587:





Der Emissionsnebel NGC 7538









Die Galaxie NGC 6951















Und noch viele Emissionsnebel:

NGC 7133






NGC 7538





NGC 7129






NGC 7380













NGC 7129






NGC 7023




















NGC 7822


















Der offene Sternhaufen NGC 6939 und die Galaxie NGC 6946






erst zum Sternhaufen...






...dann zur Galaxie:





















Sharpless 140, eine Sternentstehungsregion





Und zum Schluss IC 1396


















Zwei Infrarot-Bilder:























Die nächsten Sternbilder sind das Chamaeleon und Circinus, der Zirkel, zwei Sternbilder des Südhimmels.
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Menduri

Der Weiße

Re: Chamaeleon, Circinus und Columba [Re: Menduri]

Zur Feier der Systemaktualisierung gibt es die nächste Reise :-)

Kein Grund zum feiern ist allerdings dass es keinen Baummodus mehr gibt.

Wenn ihr also die Sternenreisen anschauen wollt und nicht alle Bilder der letzten 10
(oder wie viele ihr eingestellt habt) Postings laden wollt, müsst ihr in eurem Profil unter
„Haupteinstellungen“ - „Darstellungsoptionen, Anzahl dargestellter Threads, Sprache, Farbe, usw...“ den Punkt
„Anzahl der Beiträge auf einer Seite, wenn der Thread im flachen Modus angezeigt wird“ auf „1“ setzen,
damit jeweils nur ein Posting auf einmal angezeigt wird.


Es dauert zwar auch nicht lange und geht mit ein paar Mausclicks, aber mit dem Baummodus war es trotzdem einfacher.

Das Sternbild Chamaeleon (Chamäleon) ist ein unauffälliges Sternbild des Südhimmels, nahe des südlichen Himmelspols,
das 1603 von Johann Bayer in seinem Sternenatlas Uranometria als neues Sternbild eingeführt wurde.

Das Sternbild ist rautenförmig:




Hier das Sternbild graphisch, wenn auch etwas seltsam (weil nicht wie ein Chamäleon aussehend ), dargestellt:





So sieht das Sternbild am Himmel aus:





und noch das selbe Bild mit Linien, damit man das Sternbild auch erkennt :-)





An Objekten gibt es leider nur den planetarischen Nebel NGC 3195








Und einen schönen Emissionsnebel:







Das nächste Sternbild Circinus, der Zirkel, ist ebenfalls ein kleines
und mit nicht sehr hellen Sternen „ausgestattetes“ Sternbild, das vom Astronom Lacaille 1752 erfunden wurde.

Von diesem Sternbild habe ich sogar nur ein Kartenbild gefunden




Hier gibt es den planetarischen Nebel NGC 5315





und die Galaxie ESO 97-G13






Das Sternbild Columba, die Taube, steht in Beziehung zum Sternbild Puppis, dem Hinterdeck des Schiffes Argo;
die einen sehen darin die Taube, die den Argonauten den Weg zwischen gefährlichen Felsen am Eingang des schwarzen Meeres wies,
andere erkennen in ihr die Taube Noahs.









Das Sternbild wurde 1609 von Johann Bayer eingeführt und enthält keine für Hobby-Astronomen besonders lohnenswerte Objekte,
aber wenigstens zwei Galaxien die mit größeren Teleskopen schön zu sehen sind:


NGC 1808











und NGC 1792





Tja, das wars diesmal schon, weil es in diesen drei Sternbildern nicht so viel zu sehen gab.
Beim nächsten Mal sind Coma Berenices, das Haar der Berenike und Corona Australis, die südliche Krone dran.

Geändert durch Menduri (08.07.2005 09:26)

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Menduri

Der Weiße

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Menduri]

Das Sternbild Corona Australis, die südliche Krone, ist seit dem 2. Jahrhundert nach Christus bekannt,
der Zeit in der der griechische Astronom Ptolemäus gelebt hat.
Es ist ein Sternbild ohne besonders markante Sterne (der hellste hat 4,1 mag), eine Deutung
interpretiert es als Krone des Centauren der vom Sternbild Sagittarius (Schütze) dargestellt werden soll.


Die südliche Krone vor den Hufen des Schützen:






Die Krone am Himmel:






In diesem Sternbild gibt es zwei Kugelsternhaufen, NGC 6541...





...und NGC 6723.





Und ausserdem noch ein tolles Nebelgebiet NGC 6726:














Wesentlich mehr schönes zu sehen gibt es im Sternbild Coma Berenices, dem „Haar der Berenike“.
Das wohl eher unbekannte Sternbild, enthält nur recht schwache Sterne (der hellste ist 4,3 mag) und grenzt z.B. an die Sternbilder großer Bär, Löwe und Jungfrau.
Es soll die wallende Haarpracht der ägyptischen Königin Berenike darstellen, die sie als Opfer abgeschnitten hatte
um von den Göttern eine sichere Heimkehr ihres Mannes aus dem Krieg gegen die Assyrer zu erflehen.
Obwohl diese Sage aus griechischer Zeit stammt wurde das Sternbild erst
im 17. Jahrhundert von Tycho Brahe in einen Katalog aufgenommen.








Ausser dem Kugelsternhaufen M 53...





...gibt es im Haar der Berenike vor allem Galaxien – viele Galaxien in den verschiedensten Formen:


NGC 4064





NGC 4136





M 99








NGC 4298




NGC 4274








NGC 4314








NGC 4450





NGC 4559





M 91











M 98








M 100














NGC 4565











M 88











NGC 4725








Ein Infrarot-Bild:











NGC 4676








M 64














Und zum Schluss NGC 4414:








Die nächsten beiden Sternbilder sind dann Corona Borealis, die nördliche Krone und Corvus, der Rabe.

Geändert durch Menduri (04.10.2005 13:41)

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Menduri

Der Weiße

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Menduri]

*push*

Damit der Thread nicht im Archiv landet, die Reise wird weiter gehen :-)
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AlienorSupport

Ladyhawke

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Menduri]

Wie konnte mir nur jemals dieser wundervolle Thread entgehen?
(Vermutlich hab ich ihn irgendwann mal nichtsahnend zuhause mit ISDN-Leitung auf- und ganz schnell wieder zugemacht? Bei standardmäßig 40 Beiträgen pro Seite geht da ja sogar die DSL-Leitung komplett in die Knie! )

*auf-die-Favoritenliste*
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Menduri

Der Weiße

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Alienor]

Man stellt am besten auf einen Beitrag pro Seite um bevor man sich den Thread anschaut...

Eine Reise zum Geburtstag geht sich leider für dich nicht mehr aus, ich muss immer erst genug zusammensuchen.
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arodir

Leuchtfeueranzünder aus Gondor

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Man stellt am besten auf einen Beitrag pro Seite um bevor man sich den Thread anschaut...


Och. Es macht auch Spaß das im Hintergrund laden zu lassen um dann zu sehen, dass nur gepusht wurde.
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Menduri

Der Weiße

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: arodir]

Wenn du willst kann ich dich ja das nächste Mal warnen war bis jetzt glaube ich auch das erste Mal dass ich gepusht habe...
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AlienorSupport

Ladyhawke

Re: Coma Berenices und Corona Australis [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Man stellt am besten auf einen Beitrag pro Seite um bevor man sich den Thread anschaut...


Was glaubst Du, was ich gerade gemacht habe, als ich "3 neue Beiträge in einem Favoriten" angezeigt bekam? (Jetzt hab ich nämlich wieder nur ISDN. *schnarch*)
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Menduri

Der Weiße

Re: Corona Borealis und Corvus [Re: Alienor]

Das Sternbild Corona Borealis, die nördliche Krone, ist ein Sternbild das aus der Antike stammt und das mit Edelsteinen besetzte Diadem.
darstellt, das Dionysos der Ariadne als Hochzeitsgeschenk vermachte und nach ihrem Tod an den Himmel setzte

Eine andere Deutung sieht in ihr die Krone, mit der sich Theseus bei Ariadne für ihre Rettungsaktion aus dem Labyrinth bedankte.
Wieder andere vermuteten in ihr einen Ehrenkranz.
Die Ureinwohner Australiens nennen das Sternbild Woomera und sehen darin jene Waffe, die wir mit Bumerang bezeichnen.
Die Indianer im Flußgebiet des Rio Negro in Nordbrasilien sehen in Corona Borealis wegen der halbkreisförmigen Anordnung,
die dort nach unten offen erscheint, ein Gürteltier.

Woraus man mal wieder sehen kann dass die Sterne sich auch gut als Rohrschach-Test eignen

Die nördliche Krone, unten auf einer alten Sternen-Karte zu sehen, ist ein nach Norden offener Bogen aus sieben Sternen.




Das Sternbild mit den eingezeichneten Nachbar-Sternbildern Bootes und Hercules




Die nördliche Krone allein:




Weil es in dem Sternbild leider nichts spektakuläres zu sehen gibt gehen wir gleich zum nächsten: Corvus, dem Raben.

Der Ursprung dieses Sternbildes lässt sich zumindest bis zu den Griechen des Altertums zurückverfolgen.
Der Sage nach hat Apollon den Raben ausgesandt, um mit einem goldenen Becher frisches Quellwasser zu holen.
Der Rabe tat sich jedoch stattdessen an Feigen gütlich und trug bei seiner Rückkehr die Wasserschlange in seinen Fängen.
Er krächzte unverschämt, diese hätte ihn gehindert seiner geheiligten Pflicht nachzukommen.
Apollon erkannte jedoch die Lüge und verbannte alle drei an den Himmel, wo Corvus und Crater (Becher) auf dem Rücken der Hydra (Wasserschlange) liegen.

Der Rabe und der Becher als Bilder...



...am Himmel mit eingezeichneten Linien...




...und auf einer Sternenkarte eingezeichnet...





Im Raben gibt es wenigstens ein paar Sachen zu sehen:

Den planetarischen Nebel NGC 4361:








Die Galaxien NGC 4027 und NGC 4050







Und sehr schön, die beiden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039:







Die zwei Galaxien in unterschiedlichen Wellenlängen:





Im Röntgen-Bereich:




und im Infrarot:





Aber im sichtbaren Licht schaut sie natürlich am tollsten aus :-)







Das wars für heute, die nächsten Sternbilder sind „Crater“, der Becher und „Crux (Australis)“, das Kreuz des Südens.
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Menduri

Der Weiße

Re: *push* [Re: Menduri]

Tut mir leid, arodir, aber ich muss mal wieder pushen
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Pyr

Gefährte

Re: *push* [Re: Menduri]

Die bereits vorhandenen Bilder rechtfertigen es.
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Menduri

Der Weiße

Re: Crater und Crux Australis [Re: Pyr]





„Es sind so viele...hat eigentlich schon jemand alle besucht?“



„Ich glaube nicht...“


Wir werden sie alle besuchen


Mittlerweile haben wir übrigens schon fast ein Drittel aller 88 Sternbilder gesehen.



Das nächste Sternbild Crater, der Becher, steht in der griechischen Mythologie mit dem Sternbild Corvus (Rabe) und Hydra (Wasserschlange)
in Zusammenhang:

Apollon schickte für eine Opfergabe an seinen Vater Zeus einen Raben aus, um Wasser aus einer Quelle zu holen. Der Rabe nahm den Becher
und machte sich auf den Weg. Dabei sah er allerdings auf einem Feigenbaum noch nicht ganz reife Feigen, von denen er unbedingt kosten wollte.
Also wartete er einige Tage, bis die Feigen reiften, und beendete erst dann seinen Auftrag. Um eine Entschuldigung für sein Zu-Spät-Kommen
zu haben, schnappte er sich eine Wasserschlange und behauptete, sie hätte den Weg zu der Quelle versperrt – Was Apollo natürlich durchschaute





So sieht das Sternbild auf der Karte aus, es ist ein eher unauffälliges Sternbild ohne besonders helle Sterne:





Ausser einigen Galaxien wie NGC 3511...





...NGC 3511 und 3513...





...und NGC 3981...





...gibt es im Sternbild Becher auch zwei Arten von „exotischen Objekten“ die ich euch vorstellen möchte: Quasare und Gravitationslinseneffekte.


Das physikalische Prinzip hinter dem Phänomen des Gravitationslinseneffekts ergibt sich aus der allgemeinen Relativitätstheorie,
der zufolge die Masse eines Objekts den umgebenden Raum krümmt. Dadurch bewegt sich auch das Licht in der Nähe
dieses Objekts nicht auf einer geraden, sondern einer gekrümmten Bahn, ungefähr so wie auf dem Bild
(mit dem Unterschied dass unser Raum natürlich dreidimensional ist und nicht nur zweidimensional)





Wenn nun ein massereiches Objekt vor einem anderen Objekt im Hintergrund steht,
wird dadurch das Licht des Objekts im Hintergrund entsprechend abgelenkt:





Hier ein Beispiel wie es aussehen würde wenn sich ein massereiches Objekt vor einer Galaxie im Hintergrund vorbeibewegen würde.


Ein Bild eines Objekts im Sternbild Becher, bei dem das Licht eines etwa 6,3 Milliarden Lichtjahre entfernten Quasars von einer „nahen“
elliptischen Galaxie in etwa 3,5 Milliarden Lichtjahren Entfernung abgelenkt wird:







„Quasar“ ist die Abkürzung für "quasi-stellar radio source" und eine Bezeichnung für meist sehr weit entfernte aktive Galaxien.
Quasare gehören zu leuchtkräftigsten Objekten im Universum, nur kurze Zeit aufleuchtende Objekte
wie Gamma-Ray Bursts und Supernovae strahlen noch mehr Energie ab.

Der Quasar PKS 0637-752 im Sternbild Becher ist z.B. 6 Milliarden Lichtjahre entfernt und sein Zentrum,
das etwa so winzig ist wie unser Sonnensystem, strahlt so viel Energie ab wie 10 Billionen Sonnen.
Hier ein Bild der Röntgenstrahlen die PKS 0637-752 abgibt (auf 6 Milliarden Lichtjahre Entfernung sieh man natürlich nicht so viele Details )




Das Zentrum von Galaxien die Quasare werden, bilden wahrscheinlich supermassive Schwarze Löcher mit einigen Millionen bis Milliarden Sonnenmassen.
Wahrscheinlich haben die meisten Galaxien in ihrem Zentrum ein derartiges Schwarzes Loch, damit aber eine Galaxie
zu einem Quasar wird und eine Leuchtkraft von 10 hoch 40 Watt entwickelt, muss dem schwarzen Loch genügend Materie,
etwa 10 Sonnemassen pro Jahr, zugeführt werden, sonst ist es genauso „ruhig“ wie in einer normalen Galaxie wie unserer Milchstraße.

Materie die vom schwarzen Loch angezogen wird, sammelt sich in einer rotierenden Scheibe um das schwarze Loch an, da sie aufgrund der
Drehimpulserhaltung nicht direkt hineinfallen kann (Umgangssprachlich nennt man den Drehimpuls „Schwung“,
so kann man es sich wahrscheinlich besser vorstellen :-) ) .

Durch Reibungs- und Scherkräfte die entstehen, weil die inneren Bereiche der Scheibe schneller rotieren als die äußeren verliert die Materie an
Schwung, bewegt sich auf einer Spiralbahn auf das schwarze Loch zu und heizt sich durch die hohe Geschwindigkeit der Teilchen immer mehr auf.

Bei kompakten Objekten wie Neutronensternen oder schwarzes Löchern wird in Akkretionsscheiben genügend Energie umgesetzt, um die
Scheibe hell leuchten zu lassen. Dieser Mechanismus kann je nach Kompaktheit der Objekts bis zu 20 mal effektiver sein als die Erzeugung
von Strahlung durch nukleare Prozesse, wie zum Beispiel die Kernfusion.

Das heisse, ionisierte Gas in der Scheibe erzeugt ausserdem ein Magnetfeld, entlang dessen Feldlinien ein kleiner Teil der Teilchen mit
Fast-Lichtgeschwindigkeit in einen Strahl („Jet“) gebündelt und nach aussen geschleudert wird. Hier eine schematische Zeichnung dazu:





Hier noch eine kurze Animation eines schwarzen Lochs mit einer Akkretionsscheibe (ein schwarzes Loch ist kein trichterartiges Ding,
sondern der Ereignishorizont eines nicht-rotierenden Schwarzen Lochs ist kugelförmig)


Der Quasar PKS 1127-145 der sich ebenfalls im Sternbild Becher und in etwa 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung befindet, erzeugt beispielsweise
einen über eine Million Lichtjahre langen Jet:





Hier noch ein Gemälde eines Quasars mit Jets:






und zum Abschluss nach all den Erklärungen noch ein schönes Bild von NGC 3511 und 3513 :-)






Die Sterne des Sternbilds Crux Australis, das Kreuz des Südens waren zur Zeit des antiken Griechenlands von dort aus noch zu sehen,
wurden damals aber dem Sternbild Centaurus zugerechnet.
Heute ist das Sternbild aufgrund der Drehung der Erdachse (Präzession) nur noch in südlicheren Breiten sichtbar.
Als die Seefahrer im 16. Jahrhunderts auch die südlichen Meere beführen sahen sie in diesen Sternen ein Kreuz, das ihnen auch zur Orientierung
diente, da seine senkrechte Achse zum südlichen Himmelspol zeigt.

Das Kreuz des Südens ist ein eher kleines, aber wegen seiner vier hellen Sterne ein relativ auffälliges Sternbild, das im Band der Milchstraße liegt.
Das Sternbild wird ausserdem auch auf den Flaggen der Staaten Australien, Neuseeland, Samoa, Papua-Neuguinea und Brasilen dargestellt.


Auf diesem Bild sieht man das Kreuz des Südens in der Mitte und die umgebenden Sternbilder: Links, die zwei hellsten Sterne auf dem Bild,
sind Alpha und Beta Centauri, die Sterne oberhalb des Kreuzes gehören ebenfalls zum Sternbild Centaurus,
recht sieht man den roten Nebel um Eta Carinae im Sternbild Schiffskiel, den wir ja schon besucht haben:





Das Kreuz mit Linien eingezeichnet:





und hier noch ein Bild aus einem alten Sternenatlas:





Das Sternbild noch ein bisschen detaillierter aufgenommen, unten sieht man dunkle Stellen, den sogenannten Kohlensack, eine Dunkelwolke aus
interstellarem Staub, der die dahinterliegenden Sterne verdeckt:





Ein anders belichtetes Bild auf dem man sehr schön die vielen Sterne im Band der Milchstraße und ausserdem auch den Kohlensack besser sieht:





Im Kreuz des Südens gibt es einige offene Sternhaufen, der schönste davon ist NGC 4755, der Juwel Box Cluster:








Die nächsten zwei Sternbilder sind Cygnus, der Schwan und Delphinus, der Delfin.
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Menduri

Der Weiße

Re: Cygnus [Re: Menduri]

Da in diesem Thread viele große Bilder sind ist es zum Ansehen am sinnvollsten
die „Anzahl der Beiträge auf einer Seite“ auf „1“ zu stellen (Im Profil unter „Darstellungsoptionen“)



Cygnus, der Schwan, taucht in vielen griechischen Sagen auf. Zeus nahm z.B. die Gestalt eines Schwans an,
als er sich Leda, der Frau des Königs Tyndareus annäherte. Ihre Kinder die Zeus zum Vater hatten waren Helena und Pollux,
die Kinder die sie mit ihrem Ehemann gezeugt hatte waren Kastor und Klytämnestra.
Nach einer anderen Sage wurde Orpheus in einen Schwan verwandelt
und zusammen mit seiner Harfe (dem Sternbild Lyra) an den Himmel versetzt.

Hier das gemalte Sternbild :-)





und das Selbe auf der Karte:






Der Schwan ist ein auffälliges Sommersternbild, das in einer sternenreichen Region des Bands der Milchstraße liegt.
Der hellste Stern des Sternbilds, Deneb, ist Teil des „Sommerdreiecks“ das die Hauptsterne des Sternbild Schwans, Leier und Adler bilden.









Auf diesem Bild, auf dem etwa die Hälfte der Milchstraße zu sehen ist, liegt das Sternbild ganz links, dort wo die rötlichen Flecken sind:





Und hier sieht man das Sternbild alleine:






Im Schwan gibt es keine gut sichtbaren Galaxien zu bewundern, dafür aber viele Objekte in unserer eigenen Milchstraße.



Der zweithellste Stern im Schwan, Albireo, ist ein bekannter Doppelstern, der wegen seines Farbkontrastes besonders schön ist:
Der hellere Partner ist ein gelber Riesenstern, der Begleiter erscheint bläulich.










Zuerst schauen wir uns mal einige offene Sternhaufen an:


NGC 6819






IC 1311










IC 1318







M 29







und M 39, einmal in klein und einmal in groß:








Planetarische Nebel gibt es auch viele:


NGC 7008






NGC 7048






NGC 6884






NGC 7027






NGC 6894






NGC 7026





NGC 6826









und NGC 1705








Jetzt geht’s weiter zu den Emissionsnebeln:


NGC 6888

















und IC 5146













Ein Emissionsnebel in der Nähe von Gamma Cygni






Infrarot-Bilder der Sternentstehungsregionen DR 6 und DR 21:












Im Sternbild Schwan befindet sich auch ein Supernova-Überrest eines Sterns der vor etwa 5000 Jahren zur Supernova wurde.
Die plötzliche Explosion schleuderte den Grossteil der Materie des Sterns mit 600 000 km/h in den umgebenden Weltraum,
die mit interstellarem Gas kollidiert und es zum Leuchten anregt.
Der Stern der zur Supernova wurde war nur etwa 1500 Lichtjahre entfernt, sodass der Stern bei der Explosion von der Erde aus gesehen
etwa so hell wurde wie der Halbmond und wahrscheinlich sogar bei Tag zu sehen war.














Einige Details:















Noch zwei Aufnahmen von winzigen Ausschnitten des Cirrus Nebels mit dem Hubble Teleskop:











So, und jetzt sind wir auch schon bei unserem Schluss-Highlight, dem Nordamerika- und Pelikannebel NGC 7000 und IC 5067/70:














NGC 7000 ist das was von der Form her ein bisschen so aussieht wie Nordamerika, der Pelikannebel ist rechts daneben.



Der Pelikannebel im Detail:















Noch ein Detail in NGC 7000:






Die zwei Nebel in einem anderen Wellenlängenbereich fotografiert:





Und zum Abschluss noch mal beide in Großaufnahme :-)




Unsere nächste Reise wird uns zu den Sternbildern Delphinus (dem Delfin),
und Draco (dem Drachen) führen (das Sternbild gibt es nicht nur im Film Dragonheart ).
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arodir

Leuchtfeueranzünder aus Gondor

Re: Cygnus [Re: Menduri]

In Bezug auf:
Da in diesem Thread viele große Bilder sind ist es zum Ansehen am sinnvollsten
die „Anzahl der Beiträge auf einer Seite“ auf „1“ zu stellen (Im Profil unter „Darstellungsoptionen“)



Oder beim neusten Beitrag einfach auf Antworten klicken, unten wird dann nur ein Beitrag angezeigt.
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Menduri

Der Weiße

Re: Delphinus und Draco [Re: arodir]

Delphinus, der Delphin, war schon den Griechen des Altertums bekannt und verweist auf die tiefere Beziehung zwischen Menschen und
diesen intelligenten Meerestieren. Der Sage nach waren Delphine Boten des Meeresgottes Poseidon und haben unter anderem
dessen Sohn Arion vor dem Ertrinken gerettet, als dieser auf einem Schiff von Seeräubern angegriffen wurde.

In einer anderen Sage verliebte sich der römische Meeresgott Neptun, der auch mit dem griechischen Poseiden identifiziert wird,
in Amphitrite, eine der anmutigen Seenymphen. Amphitrite hatte anfangs jedoch kein Interesse an Neptun.
Deshalb überzeugte der Meeresgott einen Delphin, um für ihn bei Amphitrite zu werben.
Der Delphin war mit seinem unwiderstehlichen Flipper-Charme erfolgreich und konnte die Schönheit für Neptun gewinnen.
Als Dankbarkeit für seinen Einsatz verwandelte Neptun den Delphin in ein Sternbild, das auch heute noch am nördlichen Firmament leuchtet.


Neptun und Amphitrite:







Der Delphin ist ein sehr kleines Sternbild, hat aber eine einprägsame Gestalt mit den Umrissen einer Raute und einem Schwänzchen
am südlichen Ende. Zusammen mit den ebenfalls kleinen Nachbarsternbildern Vulpecula und Sagitta liegt Delphinus in einem
sternenreichen Gebiet der Milchstraße.


Das Sternbild in etwas „fischig“ gemalter Version....





...auf einer modernen Sternenkarte....






...und am Nachthimmel:





Aufgrund seiner Größe hat das Sternbild nicht besonders viele interessante Objekte zu bieten:
Zwei Kugelsternhaufen, NGC 7006 und NGC 6935...










...und den planetarischen Nebel NGC 6905:










Wesentlich ergiebiger ist hingegen das Sternbild Draco, der Drache.
(Das Sternbild „Dorado“ das eigentlich als nächstes kommen würde haben wir bereits „aus der Reihe“ bereist).
Drachen tauchen in vielen alten Sagen auf, daher ist es auch kaum verwunderlich ein solches Wesen auch am Himmel wieder zu finden.
Vielleicht ist es jener Drache, den Herkules besiegen musste um an die Äpfel der Hesperiden zu kommen, immerhin ruht einer der Füße
des Sternbild Herkules auf dem Drachenkörper, der sich um den Himmelsnordpol schlängelt.


Die Hesperiden und der (nicht sehr große) Baum:





Draco ist eines der größten und wahrscheinlich ältesten Sternbilder überhaupt, enthält aber nur eher lichtschwache Sterne.
Bis um 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung war das Sternbild sogar noch größer, bevor ihm Thales von Milet sozusagen die Flügel wegnahm
und daraus ein neues Sternbild, den kleinen Bären, formte.


Das Sternbild als Zeichnung...






...und auf der Karte:





Da sich das Sternbild nicht im Band der Milchstraße befindet, kann man ohne dass der Blick durch Objekte im Vordergrund blockiert wird
relativ weit in die Ferne schauen und daher gibt es im Sternbild Draco auch vor allem Galaxien zu sehen:


NGC 6015






NGC 5879







NGC 4236






NGC 5908






NGC 3147





NGC 6503





NGC 5907




Die Galaxie in Infrarot:






Galaxiengruppe um NGC 5982:














Abell 1689, ein etwa 2,2 Milliarden Lichtjahre entfernter Galaxiehaufen. Die bogenförmigen Strukturen entstehen durch die Ablenkung des Lichts
einer dahinter liegenden, etwa 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie, deren Licht durch die Masse des Galaxiehaufens
wie durch eine Sammellinse verstärkt wird:







NGC 5905 und 5908










NGC 4319






NGC 5866






UGC 10214 vor einem Hintergrund von Tausenden Galaxien - Das etwa 280 000 Lichtjahre lange Band aus Gas und Sternen ist
bei einer Interaktion mit einer anderen Galaxie entstanden:






Und zum Abschluss gibt es heute den planetarischen Nebel NGC 6543 – Die äußere Hülle des Nebels:






Der innere Teil des Nebels:










Das war’s für heute Abend, unsere nächste Reise führt uns zu den Sternbildern Equuleus, dem Füllen, und Eridanus.
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Elf_of_deep_Shadow

Gefährte

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Linde]

Linde schrieb:
Ich freue mich schon auf die Beiträge und Bilder.



---
mäh da hat linde noch gelebt *vermiss*
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Menduri

Der Weiße

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Elf_of_deep_Shadow]

Weil es sich nicht mehr ausgeht eine neue Reise zu schreiben nur ein *push*, damit er nicht ins Archiv kommt.
Nachher habe ich dann mehr Zeit, weil ich bis Oktober nicht mehr am Wochenende arbeite, dann gibts wider eine neue :-)

Geändert durch Menduri (06.07.2007 08:16)

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Menduri

Der Weiße

Re: Menduri's Sternenreisen [Re: Menduri]

Leider geht sich schon wieder nur ein *push* aus, aber dafür habe ich zumindest den Voyager-Bericht im Astronomie-Thread zu 2/3 geschrieben
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Menduri

Der Weiße

Re: Equuleus und Eridanus [Re: Menduri]

Equuleus, das Füllen, ist das zweitkleinste Sternbild am Himmel und nicht sonderlich auffällig.
Da es direkt an das Sternbild Pegasus angrenzt wird es oft als Pegasus Bruder, Celeris, gedeutet.

So sieht das Sternbild auf der Karte aus:








Und so am Himmel:





Leider gibt es in diesem Sternbild nicht mehr zu sehen, deshalb gleich zum nächsten dem Eridanus,
der in der griechischen Sagenwelt der Fluss sein soll, in den Phaeton, der Geliebte von Kyknos, stürzte als er versuchte den Sonnenwagen
seines Vaters Helios über den Himmel zu fahren.

Der Sturz des Phaeton gemalt von Rubens:





Das Sternbild wird aber auch mit unterschiedlichen Flüssen der Erde, wie dem Po in Oberitalien, dem Nil oder dem Euphrat in Verbindung gebaracht.

Eridanus ist zwar das 6. größte Sternbild am Himmel und ziemlich langgestreckt – es reicht vom Orion über Cetus bis hinunter zum südlichen
Sternbild Hydrus - aber aufgrund seiner schwachen Sterne ist es trotzdem relativ unauffällig.









In diesem Sternbild gibt es vor allem einige schöne Galaxien zu sehen. Zuerst einmal aber zum planetarischen Nebel NGC 1535:





Galaxie NGC 1640






NGC 1291






NGC 1637






NGC 1337






NGC 1187 im Infrarot






NGC 1357





Im Sternbild Eridanus befindet sich übrigens auch der nächste bisher entdeckte extrasolare Planet: Er kreist um den 10,5 Lichtjahre
entfernten Stern Epsilon Eridani. Es ist ein mit 800 Millionen Jahren noch relativ junger Stern um den noch eine Scheibe aus Gas und Staub
kreist aus der sich vielleicht noch weitere Planeten bilden werden.

Epsilon Eridanis Gas- und Staubscheibe:








Der Planet Epsilon Eridani b hat 1,5 Jupitermassen und umkreist Epsilon Eridani in 6,9 Erdenjahren auf einer stark elliptischen Bahn.
Wäre der Planet in unserem Sonnensystem würde er auf dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn der Sonne so nahe sein wie die Erde (1 AE),
aber der sonnenfernste Bahnpunkt wäre noch weiter von der Sonne entfernt als Jupiter (mehr als 6 AE).


Als nächstes hier IC 2118, der Witch Head Nebula, der sich in der Nähe des Sterns Riegel befindet:












NGC 1309






NGC 1532









NGC 1232






Und zum Abschluss die Balkenspiral-Galaxie NGC 1300:











Das war’s für heute – Die nächste Reise führt uns dann zu den Sternbildern Fornax, dem chemischen Ofen und Gemini, den Zwillingen.
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Menduri

Der Weiße

Re: *push* [Re: Menduri]

Die Bilder für die nächste Reise habe ich zwar schon zusammengesucht,
aber ein bisschen dauert es leider noch, deshalb heute nur ein *push*

Geändert durch Menduri (06.04.2008 17:22)

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Menduri

Der Weiße

Re: Fornax und Gemini [Re: Menduri]

Das Sternbild Gemini, die Zwillinge, gibt es bereits seit der Antike und stellt die Sohne Castor und Pollux von Leda,
der Königin von Sparta dar. Zeus, der sich ja bekanntermaßen in einige Frauen verliebte näherte sich ihr in Gestalt eines Schwans.
Hier ein Bild zum Thema von Leonardo da Vinci:






Ausserdem gingen aus dieser Verbindung noch zwei prominente Frauen der Antike hervor – Nämlich Helena, die Frau des
späteren Königs von Sparta (Menelaos), die von Paris entführt wurde womit er den trojanischen Krieg auslöste
und Klytäminestra die Agamemnon, den König von Mykene und Argos heiratete, der die Achaier im Kampf gegen die Spartaner im trojanischen Krieg anführte.

Pollux besaß eine unsterbliche Seele, nach seinem Tod war ihm ein Zuhause im Olymp unter den Göttern zugesprochen,
während Castor sterblich war womit ihm wie allen anderen Menschen die Unterwelt des Hades als allerletzte Ruhestätte bestimmt war.
Als Castor schließlich starb bat Pollux Zeus dass er nach seinem Tod zusammen mit seinem Bruder in den Hades kommen sollte.
Zeus versprach jedoch Pollux, dass er und sein Bruder Castor die Hälfte ihrer Zeit auf dem Olymp und die andere Hälfte im Hades, verbringen würden.

Die Zwillinge, wie man sich das Sternbild vorstellte:






Das Sternbild am Himmel...






... und auf einer modernen Sternenkarte:






In den Zwillingen gibt es vor allem sehenswerte Objekte die sich innerhalb unserer eigenen Galaxie befinden:


Die offenen Sternhaufen NGC 2266 und NGC 2420










Der planetarische Nebel Abell 21:






Der planetarische Nebel NGC 2371:










Die offenen Sternhaufen NGC 2158 und M 35





M 35 im Detail fotografiert:






Die diffusen Nebel IC 443 und 444:














Und als letzte Attraktion der Zwillinge der planetarische Nebel NGC 2392, auch „Eskimo-Nebel“ genannt:














Das zweite Sternbild für heute, Fornax, der chemische Ofen, ist ein kleines, mit dem freien Auge unscheinbares Sternbild des Südhimmels,
das erst Mitte des 18. Jahrhunderts als eigenes Sternbild eingeführt wurde. Früher wurden die Sterne dem Sternbild Eridanus zugerechnet.






Fornax ist ein Sternbild weitab der Milchstrasse, in dem nur recht wenige Objekte aus unserer Galaxie zu sehen sind – dafür gibt es aber tolle
andere Galaxien zu sehen und es ist dort auch möglich ohne „Blockaden“ durch Objekte im Vordergrund in sehr große Entfernungen zu blicken.
Daher wurde ein kleiner Ausschnitt des Sternbilds ausgewählt um dort das „Hubble Ultra Deep Field“ aufzunehmen, mehr dazu später.




Galaxien-Feld im Sternbild Fornax:






Fornax-Galaxiehaufen im Röntgenlicht:





Das blaue Leuchten stammt von 10 Millionen Grad heissem Gas das den Kern des Galaxiehaufens umgibt und in eine
kometenartige Form gedrückt wird, dadurch dass es mit einer weniger dichten Gaswolke zusammenstößt.




NGC 986




NGC 1255






NGC 1427A











NGC 1316














Im Radiobereich sind zwei über eine Million Lichtjahre große Jets zu erkennen, die wahrscheinlich dadurch entstanden
dass NGC 1316 mit einer kleineren Nachbargalaxie kollidierte und dabei Gas von der Kollision in ein supermassives
Schwarzes Loch im Zentrum von NGC 1316 gefallen ist, und dabei auf ca. 10 Millionen Grad aufgeheizt wird.







NGC 1398







NGC 1288







NGC 1365
















Für das schon oben erwähnte „Hubble Ultra Deep Field“ hat das Hubble Teleskop mit einer Belichtungszeit von insgesamt 11,3 Tagen
ein Stück „leeren“ Sternenhimmel von der Größe eines Fünfzigstels des Monddurchmessers beobachtet.
Das Bild zeigt (in voller Auflösung) ca. 10 000 Galaxien.






Das Licht der am weitesten entfernten Galaxien benötigte ca. 13 Milliarden Jahre um die Erde zu erreichen und ist ca. 4 Milliarden mal
schwächer als die schwächsten Sterne die ein Mensch noch mit freiem Auge bei ganz dunklem Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung sehen kann.
500 Galaxien sind so weit entfernt dass ihr Licht aus einer Zeit stammt als das Universum noch weniger als 1 Milliarde Jahre alt war.












NGC 1097










Das Zentrum der Galaxie, in dem Materie spiralförmig in ein supermassives schwarzes Loch strömt:









Eine 3 MB große Animation des schwarzen Lochs und seiner Umgebung kann man hier sehen.




Und zum Abschluss der heutigen Reise noch NGC 1350





Die zwei nächsten Sternbilder werden Grus, der Kranich und Hercules, auch bekannt als......Herkules sein.
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AlienorSupport

Ladyhawke

Re: Fornax und Gemini [Re: Menduri]

Menduri schrieb:
Für das schon oben erwähnte „Hubble Ultra Deep Field“ hat das Hubble Teleskop mit einer Belichtungszeit von insgesamt 11,3 Tagen
ein Stück „leeren“ Sternenhimmel von der Größe eines Fünfzigstels des Monddurchmessers beobachtet.
Das Bild zeigt (in voller Auflösung) ca. 10 000 Galaxien.






Wie irgendjemand bei einem solchen Anblick immer noch ernsthaft davon ausgehen kann, dass es kein außerirdisches Leben gibt
und die Erde der einzige bewohnte Planet sein soll, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
10.000 Galaxien in einem Stück "leeren" Sternenhimmels . Es muss doch geradezu wimmeln von Leben da draußen.


Ansonsten, wie immer: Wunderschöne Bilder!
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AlcarinqueTeam

Flugdachs

Re: Fornax und Gemini [Re: Menduri]

Jup, sehr tolle Bilder und Infos.



Achja, was mir bei dem Bild grad aufgefallen ist, sind diese Strahlen die aus der Mitte der Galaxie zu kommen scheinen, die berühmten "Jets" die bei schwarzen Löchern auftreten sollten?
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Menduri

Der Weiße

Re: Fornax und Gemini [Re: Alcarinque]

Habe meine Antwort in den Astronomie-Thread verlegt :-)
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