Zum Inhalt springen

Passwort vergessen?

Jetzt registrieren

herr-der-ringe-film.de

Du befindest dich im Archiv unseres Forums. Hier sind alle Beiträge der Jahre 2000 bis Mitte 2008 gespeichert.

Auf Beiträge im Archiv kannst du nicht mehr antworten und Du bist hier auch nicht eingeloggt.

An aktuellen Diskussionen kannst Du in unserem Forum teilnehmen.


Spiel & Spaß » Das Mathom-Haus » Arianrhods Kate #9 - Die Kate lebt...

Kris

Göttin der Polymorphen

Arianrhods Kate #9 - Die Kate lebt...

Kris bleibt stehen, senkt die Arme, schaut sich um und sieht, dass es gut ist.

Die alte Kate ist wieder, wie sie sich gehört.

Grüßend schaut Kris zu den Sternen und sieht über sich ein silbernes, wirbelndes Rad. Und in sich selbst hört sie eine Stimme, die von weit her kommt:
"Danke!"
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Sylfaen betrachtet aus dem Wald heraus dieses wunderbare Schauspiel. Ihr Herz springt vor Freude, die Kate, dieser so lieb gewonnene Ort, lebt weiter.
Bei des Prinzen Anblick muß sie herzlich lachen. Und freut sich daran, daß ihm das Geschenk so offensichtlich zusagt.


Danke Kris , und danke Arianrhod , wo immer Du auch bist. Das ist ein wunderbares Geschenk.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Nun holt Kris ein altes Bild von der Wand, pustet den Staub fort und hängt es wieder hin.
Es ist gar kein Bild, sondern ein Text in schön geschwungenen Buchstaben.


Die Kate ist ein Raum für all jene, die hier im Forum ein wenig Abstand und Ruhe oder die heilsame Kraft der Gemeinschaft suchen. Ihren Ursprung hat sie in dem abenteuerlichen Groschenroman, den Vianne einst eröffnet hat. Die Kate entwickelt sich jedoch unabhängig davon stetig weiter durch all jene, die der kleinen Hütte ihren Besuch abstatten und ihrem Zauber etwas von ihrer persönlichen Eigenart hinzufügen.

Am Ende der Wiese ragt grau ein Felsen empor, an den sich eine gemütliche, reetgedeckte Hütte mit einem mittlerweile grün getünchten Lattenzaun schmiegt. Ein gewundener Weg führt vom Gartentor an Kräuter- und Blumenbeeten entlang zur grün gestrichenen Haustür. In diesem kleinen Häuschen lebt Arianrhod, die "heilige Frau vom See". Die Hütte scheint von innen größer zu sein als von außen, denn überall finden sich kleine und große Gästezimmer. Für jeden Gast in der Kate gibt es genau das Zimmer, das seinen Bedürfnissen entspricht.

Die Menschen kommen in die Kate, um sich einfach eine Weile am Kaminfeuer zu wärmen, während Arianrhod Lieder singt oder Geschichten aus längst vergangenen Tagen erzählt. Manchmal gibt sie ihnen einen guten Rat, einen Orakelspruch oder ein Heilmittel mit auf den Weg. Allerdings ist der Zauber der Kate nicht von ihrer Person abhängig. Die Kate verwandelt alle, die sie betreten, ob Arianrhod nun da ist oder nicht.

Dieser Thread ist für alle jene Menschen gedacht, die sich inmitten des Forumsgeschehens eine kleine Auszeit wünschen, die einfach mal ihr Herz ausschütten wollen, Lust auf Geschichten und Lieder haben oder gerne Rituale feiern. Es ist ein Ort der Zusammenkunft, der für alle offensteht. Wer mag, spielt einfach mit.

Selbstverständlich gibt es hier keine professionelle psychologische Beratung oder ähnlich gewichtige Dinge. Wir sind hier schließlich im Mathom-Haus. Aber dennoch ist hier Raum für alles: Für Ausgelassenheit, Übermut und Albernheiten, für rauschende Feste, Lieder und Geschichten, aber auch für nachdenkliche Momente, Traurigkeit und Einsamkeit. Hier muss sich niemand verstellen. Tretet ein und seid herzlich willkommen!


Sinnend blickt Kris auf diese Worte, die von der Herrin Arianrhod gesprochen wurden - vor langer Zeit.

"Und sie gelten immer noch", flüstert sie andächtig und staunend.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Sylfaen räuspert sich leise, sie will Kris nicht erschrecken.

Das ist so wunderbar, Kris. Ein bißchen was von ihr ist immer noch hier und das finde ich sehr schön. Sie fehlt mir!

Geändert durch Sylfaen (31.01.2007 21:16)

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Kris hat längst gewußt, dass Sylfaen in der Kate war. Nun schaut sie sie freundlich an.

"Das Vergangene lebt in unserer Erinnerung, in jeder einzelnen. Und zusammen genommen mag das größer und schöner sein als die Wirklichkeit. Das zu wissen, zu achten und sich daran zu freuen, statt zu trauern, das mag weise genannt werden."

Dann nickt Kris noch einmal Sylfaen zu, winkt dann ihren Prinzen zu sich - der Knochen ist abgenagt - und wendet sich, um zu gehen.
Sie hatte eine Aufgabe, ja, einen Auftrag, übernommen und erfüllt. Nun konnte die Kate wieder von denen besucht werden, die sie brauchten...

Nur in der Tür dreht sie sich noch einmal um.


"Ach ja, ich glaube fast, Schatzzz liegt noch im SEE. Vielleicht solltest du im heraushelfen..."

Dann ist sie fort.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Sylfaen lacht, wünscht Kris und dem Prinzen einen schönen Abend und denkt einen Augenblick an etwas, was Menduri ihr erzählt hat.

Dann geht sie fröhlich hüpfend zum See, nach Schatzzz zu schauen...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

„Einen Auftrag hast du in der Tat übernommen, Kris, denn auch wenn Arianrhod nun nicht mehr hier wohnt – Ohne ihren Segen und ihr Einverständnis hätte es auch keine neue Kate gegeben.
Ob ihr es glaubt oder nicht, sie freut sich dass immer wieder Menschen hierher kommen und die kleine Hütte am SEE weiterlebt.

Und die Herrin vom SEE ging schließlich nicht ohne ein Geschenk durch dass sie mit diesem Ort verbunden bleibt....

...Wie auch immer, jetzt ist es jedenfalls Zeit für mich zu schlafen – morgen wartet ein neuer Tag und eine neue Orchidee auf uns.

Gute Nacht, ich hoffe du denkst an etwas erfreuliches, Sylfaen.“


verabschiedet sich Menduri lächelnd von seinen Mitbewohnerinnen, bevor er sich in seine Hängematte schlafen legt.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Ishkar

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

AnaDunari streift in den letzten Tagen viel in den Wäldern umher, Rastlosigkeit hat sie befallen. Immer wieder führt sie der Weg dort vorbei, wo einmal die Kate gestanden hatte. Ihr war nicht entgangen, dass Rauch aufgestiegen war, aber sie weiß, dass Feuer immer auch Erneuerung bedeutet.

Voller Zuversicht nähert sie sich an diesem frühlingshaften 01. Februar der Kate, und tatsächlich: sie erstrahlt in neuem Glanz, gemütlicher und einladender denn je. Die Tür knarrt noch immer leise beim Betreten des Häuschens, und der alte Holzfußboden ebenso. Das Feuer im Kamin knistert fröhlich, der Wohnraum ist sauber und gemütlich, wirkt aber noch ein wenig ... hmmm ... unbewohnt. Zweifelsohne, es waren schon Besucher da, aber das angenehme Durcheinander von Dingen der einzelnen Bewohner fehlt noch.

Zur Feier des Tages hat Ana eine "Feenkarte" gezogen, und weil die Karte so passend scheint, hinterlegt sie diese auf dem Tisch, damit alle den Text lesen können.



Dann packt sie aus ihrem Rucksack ein Tischdeckchen und ein paar Kerzen, die sie neben der Karte anordnet.



Zufrieden mit ihrem Werk kuschelt sich Ana in den weichen Sessel vor dem Kamin, zieht ein Buch heraus und beginnt zu lesen.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Sawor erwacht erst spät am nächsten Tag.
Sie hat das erste Mal seit langer Zeit fest geschlafen, Trotzdem geisterte ein merkwürdiger Traum durch ihren Geist.
Schlaftrunken steht sie auf und öffnet eines der kleinen Fenster.
Ein fast lauer Frühlings(?)wind weht herein.
Rasch wirft sie ihren Umhang über
und hastet durch den kleinen Raum, zu einer Tür neben einem grossen Schrank.
Diese führt fast sofort durch einen kleinen Durchgang in den Stall.
Der Schecke sieht ein wenig missmutig aus. (Tut er das nicht immer?)
Mit beschwichtenden Worten füllt die Reiterin dem alten Pferd Heu in die Raufe
und holt Gerste aus den Satteltaschen.
So versorgt lässt sie den Kameraden alleine
und geht auf eiskalten Zehenspitzen zurück ins Haus.
Der Kamin ist noch warm.
Schnell ein paar Scheite nachgelegt
und Minuten später ist es wohlig warm.
Mit einem heissen Tee setzt sich Sawor nahe an die Flammen und versucht nachzudenken.
Traurige Gedanken schieben sich immer wieder in ihr Bewusstsein.
Unbemerkt laufen Tränen über ihre Wangen.
Zuviel ist passiert.
Nein, sie ist noch nicht soweit.
Als sie die Tasse auf den Kaminsims stellt bemerkt sie eine Veränderung....
Die Kate sieht irgendwie anders aus.
Sie blickt sich um und ist augenblicklich von ihren traurigen Gedanken abgelenkt.
War die Herrin vom See hier ????
Ist es ihr Geist, der hier eine fühlbare Aura hinterlies?
Sawor hatte der Herrin einen Gruss zum Geburtstag durch das Universum zukommen lassen.
Sie hatte keine Antwort erhalten.
Vielleicht waren ihre Überbringer auch nicht angekommen...
Ist doch der Weg sehr weit und seit langem verborgen.

Trotzdem....
Irgendetwas ist anders.
Der Raum ist vertraut, seit langer Zeit....
Aber es ist...irgendwie...frisch?

Sawor beschliesst ihre Gedanken nach vorne zu lenken.
Sie stösst die Tür nach draussen auf.
Kalte, aber unendlich, schöne, klare, weiche Luft weht ihr entgegen.
Der Winter ist noch nicht vorbei,
aber heute ist der Tag hell, warm und freundlich.
Sie beschliesst einen kleinen Rundgang am SEE zu machen.

Am Ufer sind kleine Spuren zu erkennen.
Pfotenabdrücke und Spuren eines kleinen Läufers.

Sawor lächelt....
und geht weiter.
Nachdem sie den SEE halb umrundet hat,
sieht sie am Ufer eine flache Stelle, an dem die Pfotenabdrücke sich etwas tiefer in den Sand gedrückt haben.
Schleifspuren führen bis zum Gras und verlieren sich dort.
Wieder lächelt Sawor.
"Da hat der Prinz wohl jemanden aus den Fluten gerettet..." murmelt sie vor sich hin.

Es ist das erste richtige Lächeln seit langer Zeit.

Ja, denkt sie.
Die neue Kate tut gut....
Ich merke es jetzt schon...
So wie auch alle Zeit davor.
Ich komme bald wieder !!!

Eine Stunde später sitzt sie im Sattel des Schecken und eilt durch den Wald.
Fest entschlossen, jetzt nach vorne zu blicken !!!
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Sylfaen hastet durch den Wald. Viel Zeit hat sie nicht am heutigen Tage.

Im Haus angekommen erfreut sie sich einen Moment an der neuen Kate. Dann stellt sie den Blumenstrauß, den sie mitgebracht hat, in eine Vase, diese auf den Tisch und eilt nach einem kurzen Verweilen wieder zurück nach Hause.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Sylfaen wandert durch einen verschneiten Wald zur Kate. Dort angekommen, entsorgt sie den alten Blumenstrauß und stellt einen neuen hin.

Im Kamin entzündet sie ein Feuer und stellt einen kleinen Kuchen auf den Tisch, davor eine Karte:

Liebe Kris,
herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles alles Gute im neuen Jahr.
Und dazu wünsche ich Dir aus gegebenen Anlaß gute Besserung und einen wunderschönen Urlaub.



Dann schiebt sie ihren Sessel ein bißchen mehr an den Kamin und kuschelt sich hinein. Im Nu ist sie eingedöst...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Etwas müde kommt Kris mitten in der Nacht in der Kate an, um dort schnell einmal nach dem Rechten zu sehen. Dabei ist sie ganz leise, um Sylfaen nicht zu wecken, die vor dem Kamin tief und fest schläft.
Kris sieht sich um, freut sich um Karte und Kuchen, sagt leise ein Dankeschön und weiß die Kate in guten Händen.
Ihr Weg wird sie für ein paar Tage weit fort führen, in den Süden des Landes. Dort hofft sie, ein wenig von dem zu sehen, was landläufig "Schnee" genannt wird, aber auch, das Berufsleben zu vergessen, sowie, einen bösen Husten loszuwerden.
Bei diesen Gedanken schaut sie kurz ins Feuer, das kurz wie bestätigend aufflackert.


"Vielleicht sollte ich, wenn ich durch die große Stadt im Süden kommen, einmal aus dem Fenster winken", nimmt sie sich dann noch vor, genießt den Kuchen und geht, für alle Fälle noch ein paar Handschuhe einzupacken.
Denn auch wenn das Wetter es nicht verspricht, hofft sie doch, ein solches Bild zu sehen:


  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]




Nachdem die Sonne ihre letzten Strahlen über den Horizont geschickt hat, wird es langsam dunkel und die ersten Sterne des Sternbilds Drache der sich um den nördlichen Himmelspol schlängelt werden über der Kate sichtbar...



  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Verborgen am Ufer des Sees steht eine einsame Spaziergängerin und folgt den Zeichen des Himmels.

Danke Menduri! Das war wirklich wunderschön
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Kris kommt von weit her vorbei und sieht an den Himmel. Auf einmal greift sie schnell nach oben und heftet dann ein Bild an die Wand der Kate.

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Eine dick eingemummelte Gestalt nähert sich der Kate. Sie friert, gestern morgen noch befand sie sich im Frühling, da kommt ihr Deutschland im Moment recht kalt vor.

In der Kate entzündet sie das Feuer und kuschelt sich in ihren Sessel, einen Becher Tee in der Hand. Einen Moment will sie verweilen. Fasziniert betrachtet sie das wunderschöne Bild an der Wand und denkt an einen anderen Mond hoch über dem Horizont.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

An einem Vorfrühlingsabend huscht eine kleine Gestalt in die Kate, legt etwas auf den Tisch und verschwindet wieder. Es gibt mal wieder einen Reisebericht für alle, die mögen.

Ankommen

Madeira stand nach langer Zeit so gut wie fest. Und als wir endlich den Termin wussten, suchte uns die freundliche Mitarbeiterin beim örtlichen Reisebüro freundlich das beste Angebot bei Neckermann raus.

Die letzten beiden Sitzplätze ab Bremen gehörten uns, das bedeutete zwar Umsteigen in München (Hinflug) und Stuttgart (Rückflug), aber auch ab Hannover und Münster/Osnabrück wäre es nicht anders gewesen. Dafür hieß es dann endlich mal wieder Vorabend-CheckIn und, ab unseren gewohnten Flughäfen eine Besonderheit inzwischen, Condor anstatt inzwischen TUIFly (Hapag hat schon wieder umfirmiert). Was im Endeffekt eine sehr frustrierende Erfahrung war: Condor fliegen macht entschieden mehr Spaß, die wissen noch, was Service ist.

Schon der Vorabend-CheckIn war lustig, Arne und ich früh am Montag mit den Kof-fern da und siehe da, es lohnte sich sehr. Condor checkt, da zur Lufthansa gehörig, auch in deren Terminal ein, die Damen dort hatten einen Moment nicht viel zu tun und schwupps, durften wir mal eben den Schalter wechseln und am Lufthansa-Schalter einchecken.

Dabei bekam ich dann auch gleich noch den Tip für eine Worpsweder Veranstaltung im Herbst unter anderem zum Thema Wolle – ich hatte mir die (kurze) Wartezeit mit stricken vertreiben und die Mutter der netten Dame, die uns eincheckte, stellt dort aus.

Am Dienstag dann hieß es wirklich früh aufstehen. Um halb vier ging der Wecker, um viertel nach vier fuhr der Bus nach Bremen. Frieren an der Domsheide-Station beim Warten auf die Straßenbahn, die uns zum Flughafen bringen sollte. Kalt ist es, wirklich eisig.

Am Flughafen angekommen ging es dann problemlos durch den Zoll (nicht mal eine Anfrage wegen dem Asthmaspray, ich war erstaunt, auf dem Rückweg übrigens auch nicht). Das Flugzeug brachte uns dann nach München, auch das Warten da sehr angenehm, nämlich ebenfalls im eigenen Lufthansa-Terminal, wo es viele Plätze zum Sitzen und kostenlose Zeitungen, Kaffee und Tee, sowie ein paar nette Läden gibt. Hier sollte man sich nur merken, daß man, will man dort einkaufen, die Flugnummer parat haben sollte, da diese in die Kasse eingegeben werden muß.

Der Weiterflug dann machte so richtig Spaß! Eine unheimlich nette Crew und, leckeres Frühstück. So macht fliegen Spaß. Einziges Manko: Die Stricknadeln waren vorsichtshalber in den Koffer verbannt (nein, dem Zoll traue ich nicht so recht) und der Flug war irgendwie sehr lang.

Anflug auf Madeira


In Funchal hieß es dann warten. Nicht auf die Koffer, sondern aufs Auto. Auf den Shuttle hatten wir verzichtet und lieber an und ab Flughafen einen Mietwagen gebucht. Dafür war dann die Schlange am Sixt-Schalter prompt die längste. Wir bekamen dann einen hübschen kleinen dunkelblauen Corsa.

Das Hotel fand sich problemlos, nur einen eigenen Parkplatz hat es leider nicht. Na gut, es klappte zum Glück auch in der Regel ganz einfach, genau vor der Tür einen zu finden. Ob der so ganz legal war, weiß ich nicht, aber interessiert hat es keinen. Das ‚Dom Pedro Garajau’ ist ein seltsames Hotel. Eine Mischung aus leicht renovierungsbedürftig aber trotzdem nicht so schlecht, brüstet es sich mit seinen Schwestern zum Beispiel in der Hauptstadt (wo das örtliche Dom Pedro ein Top-Hotel ist). Eigentlich paßt es nicht so ganz da rein, aber gut, für uns hat es dann doch gereicht. Allerdings mußten wir gleich ein Problem aus dem Weg räumen, die Dame an der Rezeption steckte uns ins einfache Doppelzimmer anstatt ins ‚Studio’ (Doppelzimmer mit Kitchenette). Für dieses mußten wir uns dann auch noch einen zweiten Kochtopf besorgen, mit einem wäre die Anforderung dann wohl doch zu hoch gewesen, obwohl es auch so schon nicht sehr leicht war, war die Küche doch recht minimal ausgestattet. Zum Glück habe ich ein paar Utensilien immer dabei.

Ein kurzer Einkauf im Supermarkt gegenüber versorgt uns mit Getränken und was zu Essen für den Abend, dann fahren wir hinauf zum Encumeada-Paß. Zum Eingewöhnen machen wir einen kleinen Spaziergang erst die Levada das Rabaçal entlang, durch den Tunnel der Levada do Norte nach Folhadal ins Nachbartal folgend, dort ein Stück der Le-vada weiterlaufend um dann wieder umzukehren.

Am Cabo Girao


Folhadal


Wir sind im Urlaub angekommen!

Zurück geht es zum Hotel und wir nehmen einen kleinen Imbiß. Mehr braucht es heute nicht, außerdem wollen wir nach Funchal. Der zweite Karnevalumzug ist schon vorbei, aber überall sieht man noch Spuren und die Stadt ist wunderbar geschmückt.

Wir stellen fest, daß sich in der Stadt ein paar Sachen geändert haben: So ist die Avenida Arriaga, eine breite Prachtstraße, nur noch stadtauswärts befahrbar. Anstelle der anderen Fahrspur ist der Fußweg extrem verbreitert worden, eine wunderschöne Flaniermeile.



Das ‚Restaurante das Combatentes’ gibt es auch noch, die Karte ist immer noch gut und so reservieren wir gleich einen Tisch für den übernächsten Abend. Außerdem entdecke ich beim Bummeln zwei Handarbeitsläden, die ich mir bei Tag mal genauer anschauen will.

Schließlich geht es zurück ins Hotel, wo wir uns noch ein Bier genehmigen. Der Gang in die Stadt hat so richtig Appetit darauf gemacht.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

shieldmaiden

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Nach langer Zeit kommt auch shieldmaiden wieder einmal in die Kate. Viel Zeit hat sie nicht, daher durchquert sie den gemütlichen Raum, ohne die Jacke auszuziehen. Am Fenster angekommen, zieht sie eine Kerze aus der Tasche, stellt sie ins Fenster und entzündet sie. Für einige Augenblicke bleibt sie stehen und schaut in die flackernde Flamme.

In Gedanken ist sie bei einer lieben Freundin, die leider zu weit fort ist, um sie in den Arm zu nehmen.

Als sich shieldmaiden nach einer Weile abwendet, sieht sie aus dem Augenwinkel ein aufgeschlagenes Buch auf dem großen Tisch liegen. Einen Moment lang zögert sie, dann siegt wie so oft die Neugier. Shieldmaiden tritt näher und blättert staunend durch die Seiten, aus denen ihr der Frühling entgegenlacht. Dann reißt sie sich mit einem Ruck los und verschwindet eilig, aber lächelnd und leise singend, Richtung Waldrand.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: shieldmaiden]

Im Buch finden sich jetzt Ereignisse und Bilder des zweiten Tages...

Irren ist menschlich

Wir stehen um halb neun auf und begeben uns ins Restaurant. Zwar verpflege ich uns ansonsten, aber das Frühstück haben wir mitgebucht. Das lohnt sich. Das Angebot ist reichlich, auch englisches Frühstück ist vorhanden und das nutzen wir ganz gut aus. Es ist nicht immer meine Sache, aber im Urlaub gibt es nichts besseres, da es einen sehr gut über den Tag bringt.
Nur die Getränke sind so eine Sache. Der Kaffee ist gruselig und auch der angebotene Tee (obwohl große Auswahl) nicht so ganz unser Fall. Wir behelfen uns schließlich, in dem wir im Supermarkt ‚English Breakfast Tea’ kaufen und ich immer zwei Beutel für das heiße Wasser mitnehme.

Dann wird das Auto beladen (die Wandersachen lassen wir gleich im Wagen) und es geht auf zur ersten richtigen Wanderung des Urlaubs.

Ausgesucht habe ich die Wanderung zum Cascalho (bzw. noch etwas darüber hinaus), die so richtig nach Arnes (und auch ein bißchen meinem) Geschmack ist, nämlich nicht so einfach. Allerdings habe ich die Sache mit dem Ab- und Aufstieg doch etwas sehr unterschätzt.

Laut DuMont Wanderführer ist die Wanderung zum Cascalho 10 km lang. Da wir noch weiterliefen, sind wir vermutlich auf insgesamt etwa 12 bis 13 km gekommen.

Die Fahrt ging über den Encumeada-Paß zur Hochebene Paúl da Serra zum Christo Rei. Von dort starten wir entlang der Levada da Bica Cana, eine wirklich schöne Strecke.



Schwierig wird es, als wir nach etwa 40 Minuten den beschriebenen Weg erreichen. Von hier geht es, zuerst ‚trocken’ dann entlang der sich bildenden Levada dos Rabaças (richtig, genau der von gestern, aber eben von der anderen Seite) nach unten. Lange. Fast bis kurz vor dem Cascalho, wo die Levada dann wieder eine ‚richtige’ Levada wird, eben verlaufend. Knie und Füße freuen sich.



Der Cascalho ist ein Talkessel, wo viele kleine Wasserfälle von oben herab in der Levada gesammelt werden. Wir folgen ihr allerdings noch weiter, bis sie schließlich in den Tunnel fließt, der sie auf der anderen Seite nach etwa 2000 m in das Tal von Encumeada führt. Arne folgt dem Tunnel ein Stück, ich ruhe mich etwas aus und - stricke.



Als er zurückkommt, verschwindet das schöne Wetter langsam, Wolken ziehen auf. Der Rückweg wird sehr anstrengend, die Füße schmerzen und der lange Weg bergauf zur oberen Levada ist eine helle Freude für meine Lunge. Aber mit einigen Pausen geht es. Trotzdem ist es ein Fest, als nach einer Kurve auf einmal wieder die Figur des Christo Rei auftaucht. Der Parkplatz und das Auto sind nahe.



Auf dieser Wanderung habe ich dann auch festgestellt, daß meine Wanderschuhe tatsächlich zu klein sind. Ich bin danach nur noch in den Wandersandalen gelaufen und habe die Schuhe am Ende an eines der Zimmermädchen verschenkt.

Auf dem Heimweg kaufen wir dann noch in einem größeren Supermarkt ein und ich stehe an diesem Abend das erste Mal in der Küche. Es klappt so einigermaßen, allerdings koche ich im Hotel kein Fleisch mehr, sondern reduziere die kulinarischen Feinheiten auf Nudeln und verschiedenen Beilagen mit Speck, Chorizzo und Thunfisch.

Völlig erschöpft verbringen wir den Abends auf dem Bett (kein Scherz und nichts Unanständiges, außer den Stühlen vom Eßtisch ist das einfach das bequemste Sitzmöbel im Raum, was anderes gibt es nicht) und lauschen dem stärker werdenden Sturm.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Teil drei des Reiseberichts enthält ein bißchen mehr Autofahren und auch ein bißchen wandern. Und so einige Neuigkeiten warten auf uns

Was’n hier los? - Neues auf der Insel

Nach einer unruhigen Nacht fallen wir aus dem Bett. Und ich erkläre kategorisch, heute definitiv nicht wandern zu wollen.

Also fahren wir erst mal nach Osten, zum Parkplatz an der Ponta de São Lourenço, dem östliche Ende der Insel. Wunderschöne Ausblicke bieten sich uns. Und Arne überlegt, zur Ponta zu wandern...


Danach müssen wir erst mal tanken (diese Preise! Ich will sofort auf die Kanaren, da macht tanken wenigstens Spaß), danach folgen wir der Straße weiter nach Norden.

Madeira hatte schon immer so einige Tunnel gehabt. Bestes Beispiel ist ein Teil der Tunnel von Machico nach Norden oder der lange Tunnel unter dem Encumeada-Paß hindurch.

Seit unserem letzten Besuch scheint allerdings eine wahre Tunnelmanie ausgebrochen zu sein. Es gibt verschiedene Tunnel, die einen jetzt bis hinter Santana führen können, wenn man möchte. Vor Porto da Cruz verlassen wir allerdings erst mal die schnelle Strecke, ich möchte gerne dem alten Weg bis Faial folgen. Wunderschöne Ausblicke, ich liebe diese Strecke.


In Faial tauchen wir aber erst mal wieder in einen Tunnel, der uns dann auf der anderen Seite von Santana wieder ausspuckt. Bis São Vicente ist auch fast alles noch beim alten, wir folgen der Straße und genießen wunderbare Ausblicke bei schönstem Wetter.


Hinter São Vicente geht es dann allerdings so richtig los. Bis Porto Moniz reiht sich ein Tunnel an den nächsten. Und leider sind die alten Teilstücke alle gesperrt und werden glaube ich sogar gelegentlich abgebaut. Leider. Die Strecke verliert so einiges an Reiz, ob das den Orten so gut tut? Für die Menschen dort ist es natürlich aber auch eine Erleichterung.

In Porto Moniz ist so einiges abgesperrt. Grund: Der Sturm von gestern treibt immer noch fantastische, wunderschöne, teilweise hoch aufspritzende Wellen an die Küste. Wir fotografieren und filmen eifrig, auch wenn wir einen guten Teil Gischt abbekommen, es ist ein Spaß.


Danach komme ich Arne dann doch entgegen und biete ihm an, mit ihm die ‚Levada da Central da Ribeira da Janela’ zu laufen, die nicht so schwierig und recht angenehm zu gehen ist.

Hier beschließe ich ein Experiment. Meine Kamera verfügt über einiges nettes Spielzeug, zum Beispiel kann ich Fotos im Sephia- oder Schwarzweiß-Effekt machen. Da ich das eigentlich viel zu selten nutze, beschließe ich, diese Wanderung, die wir schon öfter gemacht und fotografiert haben, ausschließlich in Sephia zu machen. Nur einmal schummle ich, als es um eine Blume geht. Die möchte ich auch noch mal in Natura haben.


Falls jetzt jemand das auch noch mal in Farbe sehen möchte, Arne hat normal fotografiert:


Die eigentliche Wanderung hat zwar sechs Kilometer, allerdings setzen wir uns auf Grund der späten Stunden und weil Arne noch den westlichsten Punkt der Insel anfahren möchte und wir ja außerdem auch noch ins Restaurant wollen, ein Zeitlimit. Ich denke, so etwa fünf Kilometer sind wir allerdings gelaufen.

An der Ponta do Pago ist dann das Wetter leider nicht so ganz optimal, die absoluten Traumfotos der letzten Besuche kommen nicht zustande.


Ein paar Bilder gibt es natürlich trotzdem und danach folgen wir der gewundenen Straße, bis wir am Ende endlich die Tunnelstrecke des Südens erreichen (ebenfalls sehr viel neu und hier wird auch noch mal weiter gebaut), die uns nach Ribeira Brava und somit zur Autobahn bringt.

Nach Duschen und Hübschmachen geht es dann wieder nach Funchal. Hatten wir doch extra Arnes Geburtstagsessen auf das ‚Combatentes’ verschoben. Es war so schön, zwar sind die alten Kellner nicht mehr da, aber die jetzigen sind ebenfalls hervorragend.

Und Arne durfte wieder ein Bianca-ißt-Fisch-Foto machen. Frische Dorade - lecker.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Der vierte Tag bringt eine traumhaft schöne, aber auch sehr lange Wanderung.

Arne und Bianca zieht es in den Märchenwald

Heute ist wieder Wandertag, die längste Tour unseres Urlaubes steht an. Wir folgen der östlichen Tunnelstrecke bis vor Faial und dann der alten Straße bis Santana, zum Abzweig, der nach Queimadas führt. Hier hat man das abgebrannte Häuschen wieder renoviert, allerdings sind auch jetzt noch einige Spuren vorhanden.

Laut Wanderführer ist die Tour zu Caldeirão Verde insgesamt 13km lang. Daran anschließen kann man noch eine Tour zum Caldeirão do Inferno machen, dieser Tour sind wir ein Stück gefolgt, somit hat sich der Weg auf ungefähr 15km verlängert.

Diese Tour hat sich sehr verändert. In den schon etwas älteren Wanderführern wird sie als eher schwierig eingestuft. Eine gewissen Schwindelfreiheit ist auch mit Sicherheit immer noch vonnöten und durch die lange Strecke ist die Tour am Ende immer noch anstrengend. Allerdings ist sie stellenweise neu beschildert und vor allem völlig neu abgesichert und schwierige Stellen ausgebaut, so gibt es auf dem Umgehungsstück, wo man die Levada ein Stückchen nach unten und wieder hinauf umgehen muß, inzwischen sogar richtige Stufen.

Wir haben hervorragendes Wetter und machen viele schöne Bilder. Am Endpunkt der ersten Wanderung angekommen, dem wunderschönen Wasserfall im Felskessel Caldeirão Verde, machen wir eine kurze Pause und folgen der Levada dann weiter in Richtung Inferno. Ab hier ist die Strecke wieder sehr ursprünglich und nicht ganz ungefährlich. Dafür macht es aber auch wirklich Spaß. Trotzdem laufen wir nicht bis zum Ende, sondern drehen um, einfach, weil wir keine Lust auf einen langen Aufstieg haben. Eine kluge Entscheidung, letztendlich. Denn am Verde überholen wir so eine geführte französische Wandergruppe, die sich hier noch aufhält und können so problemlos den Rückweg antreten.



Dieser wird dann doch am Ende sehr lang und wir sind doch wirklich froh, als wir endlich wieder im Auto sitzen.

Auf dem Rückweg durch Santana müssen wir allerdings feststellen, daß es das nette Touristenlokal vom letzten Mal nicht mehr gibt. Dort hatten wir so leckere Suppe gegessen, das hätte wir gerne wieder getan. Ob es dem langen Tunnel zum Opfer fiel?
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Ein neuer Tag erscheint im Buch auf dem Tisch...

Shopping & Co.

Nach der Tour gestern läßt es sogar Arne heute SEHR langsam angehen. Faul sind wir trotzdem nicht, wir shoppen.

In Funchal fahren wir erst mal ins Parkhaus und bummeln dann gemütlich durch die Innenstadt. Zunächst zum Mercado dos Lavradores, wo zwar der Fischmarkt schon fast vorbei ist, ich aber endlich die Kräuter bekomme, die ich Papa zum Geburtstag schenken will: frische Lorbeerblätter, duftender Oregano und maderiensischer Safran. Ich bin gespannt, was er dazu sagt (Nachtrag: Die Geschenke sind inzwischen überreicht und er hat sich sehr gefreut).


Zu den beiden Wolläden, die nicht nur reizende Knäule haben (ich glaube, besonders beliebt ist hier allerdings stricken fürs Baby, es gibt viele zarte Farben) sondern ein Farbenrausch an Stickwolle. Gobelinsticken ist auf Madeira (allerdings weniger für die Touristen) ebenfalls sehr populär, in den Schaufenstern liegen teilweise riesige vorgemalte Straminbilder und im Regal dazu ein wahrer Farbenrausch an Stickwolle im Strang.

Und danach bummeln wir dann einfach so durch die Straßen, und machen viele Bilder bei Tageslicht.


Danach suchen wir dann noch eins der neuen Shoppingcenter auf ‚Madeira Shopping’. Sehr interessant und auch hier werde ich fündig: In einem italienischen Strumpfgeschäft kaufe ich mir zwei paar gemusterte Strümpfe, in einem Kleindungsladen eine Samtbluse. Einen wunderschönen braunen Samtrock muß ich leider dalassen. Zwar ist er sehr günstig, aber der Reißverschluß ist kaputt und sie haben ihn nur noch einmal in meiner Größe. Ein bißchen traurig bin ich immer noch, das er war wunderschön.

Es folgt ein kurzer Besuch in Curral das Freiras (auch hier gibt es einen neuen Tunnel) und dann geht es wieder über den Encumeada nach Rabaças.


Ein bißchen Laufen soll es heute noch sein, wir laufen zur Madre am Forellensee. Dies ist eine Wanderung von sieben Kilometern, allerdings keine besonders schwierige. Und das Ende am See mit dem Wasserfall, aus dem die Levada entsteht, ist einfach immer wieder schön, wie auch der Weg.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Und nun folgt mir ein weiteres Mal nach Madeira...

Ans östliche Ende der Welt

Für mich negativ an diesem Morgen: Eine Erkältung kündigt sich an. Heute wandere ich schneuzend und schniefend.

Nach Osten geht der Weg, zum Parkplatz an der Ponta do São Lourenço. Wir wandern zum östlichsten Punkt Madeiras.

Diese Wanderung ist eine der heimtückischsten auf Madeira. Am Anfang sieht sie so harmlos aus.


Und ist am Ende gar nicht so ohne! Nicht nur viel auf und ab, zwischendurch muß man sich mit fast schon spurenleserischem Scharfsinn seinen Weg suchen. Belohnt wird man durch fantastische Ausblicke.


Die sechs Kilometer dieser Tour läuft allerdings nur Arne. Das letzte Stück des Weges führt auf zwei Berge hinauf. Sehr hoch und sehr anstrengend, ich warte lieber unten und vergnüge mich derweil mit putzigen Eidechsen und meinem Strickzeug.


Nach einer kurzen Pause (wobei Arne noch mal die Schwierigkeit des Weges bestätigt) geht es dann zurück.

Nach kurzem Aufenthalt im Hotel zum Erfrischen fahren wird dann noch mal hinauf zum Pico do Arieiro und weiter nach Ribeiro Frio. Ein Wolkenmeer.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Ein neuer Tag, ein neuer Eintrag....

Begegnungen

Ein trüber Morgen begrüßt uns bei schlechter Laune. Wenn wundert es, die freundlichen Bewohner über uns haben uns noch vor Sonnenaufgang mindestens eine Stunde zu früh geweckt und wachgehalten. Zum Glück sind sie wohl an dem Tag abgereist...

Wir starten gen Norden. Bei Porto da Cruz sieht es doch recht freundlich aus, und so entschließen wir uns, die Levada do Castelejo zu laufen.

Auch hier scheint es am Anfang eher schief zu gehen. Wir nehmen den Abzweig zur Levada nach oben (nach unten spart man ein paar Meter, außerdem gibt es dort eine Menge Platz zum parken, direkt am Einstieg) und anstatt zu wenden, landen wir auf dem Parkplatz eines Hauses dort. Die Besitzer sind sehr freundlich, nehmen uns allerdings trotzdem 2 EUR dafür ab. Nun, Autochen steht gut und wir laufen los. Die Tour kennen wir schon vom letzten Jahr, 10km liegen vor uns.

Das Besondere an dieser Tour ist (speziell wenn man vom oberen ‚Eingang’ startet), das man eine ganze Weile durch bewohntes Gebiet läuft. Im ersten Teil liegen auch Häuser an der Levada, die tatsächlich ihren Zugang über den Weg am Wasserlauf haben. Einige sind sehr schön, andere verfallen und eines wäre sogar zu verkaufen.


Eine Straße kreuzt den Weg (hier wären wir angekommen wenn wir die untere Abzweigung gewählt hätten), bald danach hört die Besiedlung auf. Der betonierte Pfad wird zum Erdweg. Kultiviert bleibt es trotzdem, eine ganze Weile begleiten uns die Gärten und Felder. Doch als es tiefer in das Tal hineingeht, hört es auf und wir sind in der Wildnis.


Wir folgen der Levada bis zu ihrem Beginn. Leider hat man dort ziemlich viel betoniert, so richtig schön ist es nicht mehr. Wir kehren nach kurzer Pause zurück.

Am Auto treffen wir wieder den Besitzer unseres Parkplatzes. Es entwickelt sich ein lustiges Gespräch auf Englisch, Spanisch und Bröckchenweise Portugiesisch. Der Mann zeigt uns verschiedene Pflanzen, später kommt seine Frau und noch eine junge Frau hinzu. Er zeigt uns seine Katzen und zwei verspielte Hundewelpen. Am Ende schenkt er uns sogar noch ein paar Früchte.


Da es noch früh ist, fahren wir die Nordstrecke weiter. An einem Miradouro treffen wir einen fliegenden Händler. Das Wetter ist trübe, ganz anders als vor ein paar Tagen, das Geschäft läuft nicht gut und so plaudert Agostino, wie er sich vorstellt, eine ganze Weile mit uns, bezeichnet Pflanzen und Bäume, die dort wachsen und schenkt uns zu unseren Bananen, die wir bei ihm kaufen (kleiner Tip, maderiensische Bananen sind als Verpflegung SEHR zu empfehlen, klein, unempfindlich, lecker, sättigend) jede Menge einheimisches Obst, das wir sogar mit nach Hause genommen haben.


Auch in São Vicente gibt es neue Tunnel. Sie führen um die eigentliche Stadt herum auf die alte Straße, die durch den schon bekannten großen Tunnel auf die andere Seite des Encumeada-Passes und weiter Richtung Autobahn führt.

Im Hotel trennen sich unsere Wege nach dem Abendessen. Ich bleibe müde (die Erkältung) lieber im Zimmer, Arne bummelt noch mal durch das abendliche Funchal und bringt viele schöne Bilder mit.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]


Gipfelsturm und neue Begegnungen

Der heutige Tag begrüßt uns mit schönem Wetter.

Und wieder führt der Weg nach Norden, Tunnel bis hinter Santana und wieder auf der alten Straße zurück. Auf dem Weg zur Achada do Teixeira verfahren wir uns etwas, aber ich bekomme später das Gefühl, daß dies eine nette Fügung des Schicksals war, denn ich glaube, wären wir etwas früher losgelaufen, wäre es vielleicht gar nicht so gekommen wie es kam.

Ich bin immer noch erkältet (allerdings wird sich selbige freundlicherweise nicht auf die Bronchien schlagen) und arg am Zweifeln. Steht doch heute Madeiras höchster Berg auf dem Programm, der Pico Ruivo.

Die Tour ist kurz, nur 5,6 km, der Weg ist gut begehbar (Wanderschuhe sollten es aber doch sein) aber es geht ordentlich auf und ab. Dafür belohnen einen traumhafte Ausblicke.


Wir überholen relativ zu Anfang einen Fotografen. Mehrfach denke ich darüber nach, umzudrehen, entscheide mich dann aber doch, zumindest bis zur Hütte weiterzulaufen und Arne dann zum Gipfel alleine gehen zu lassen.

Viele Fotos später werden wir von einem Quad überholt, der so gerade auf den schmalen Weg paßt und wohl die Versorgung der Hütte und auch einiger Häuser auf der anderen Seite des Berges gewährleistet. An der Wegkreuzung des kurzen mit dem Königsweg (hinüber auf den dritthöchsten Gipfel, den Pico do Arieiro) treffen wir dann auch ein Paar aus Hamburg, Berit und Michael, wie sich irgendwann herausstellt (die übrigens Bekannte bei uns im Ort haben...). Wir geraten ins Plaudern. Irgendwann trifft dann der Fotograf auch auf uns, Hardy, ebenfalls Deutscher, und wir plauschen weiter, bis es dann hinauf zur Hütte geht. Hier mache ich mir es in der Sonne bequem mit ... meinem Strickzeug versteht sich und Arne geht mit den Dreien hinauf auf den Gipfel.


Selbiger ist heute fest in deutscher Hand. Ein paar Franzosen und eine niederländische Familie kommen noch herunter, dafür tröpfelt so langsam eine schwäbische Reisegruppe ein. Ein paar gehen weiter, ein paar bleiben unten.

Irgendwann kommen auch ‚meine’ Gipfelstürmer wieder zurück und wir machen es uns lange bequem. Irgendwann nach einer ganzen Weile gehen wir dann auch gemeinsam runter zum Parkplatz, einer der lustigsten Spaziergänge, die ich jemals erlebt habe. Von den Schwierigkeiten des Weges merke ich so überhaupt nichts.


Zum Glück waren wir früh oben, es zieht sich zu und die letzten Schritte des Weges laufen wir im Nebel. Auf dem Parkplatz trennen sich die Wege, allerdings tauschen wir die Emailadressen aus.

Uns führt der Weg ins Hotel, wir wollen heute Abend noch mal Essen gehen. Im Combatentes sind sie wieder richtig lieb und reizend zu uns, ich mag dieses Restaurant wirklich sehr gerne! Und werde auch bei zukünftigen Urlauben gerne dorthin zurückkehren.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Heute füllen sich die letzten Seiten des Reisetagebuchs.

Vertraute Wege

Der letzte richtige Tag unseres Urlaubs ist angebrochen. Wir sind müde und etwas erschöpft, eine gewissen Traurigkeit macht sich breit. Auf der einen Seite ist es auch gut, wieder heimzukommen, schon alleine wieder in der eigenen Wohnung zu sein, nicht im Hotelzimmer, aber das frühlingshafte Madeira werden wir sehr vermissen.

Wir raffen uns natürlich auf und fahren über Monte hinauf zum Pico do Arieiro. Berit und Michael hatten uns empfohlen, wenn überhaupt dem Königsweg höchstens eine Stunde zu folgen, dann hätte man die schönsten Ausblicke genossen, sich jedoch noch nicht mit den ganzen richtig schwierigen Stellen abgeplagt.

Allerdings ist schon das erste Stück zum ersten Miradouro so ein auf und ab, daß ich und bald auch Arne nicht mehr mögen. Wir genießen ein paar schöne Ausblicke, schauen etwas besorgt in Richtung Encumeada-Paß, wo wir eigentlich auch noch wandern wollen, denn die Wolken scheinen wieder zu kommen und gehen langsam zurück.


Zum Encumeada fahren wir trotzdem und siehe da - wir werden belohnt.

Der Paß und die Nordküste sind frei und so laufen wir los. Eine sehr vertraute Wanderung, die wir bisher immer entweder am Anfang oder am Ende unserer Besuche gelaufen sind. Dieses Mal schließen wir den Kreis. Liefen wir am ersten (richtigen) Wandertag von der Paul da Serra zum Túnel der Levada das Rabaças, folgen wir der Levada nun vom Encumeada-Paß aus bis zu diesem Tunnel.

Eine wunderschöne Wanderung entlang der grün bewachsenen Levada mit schönen Ausblicken auf das Tal. Nur der recht feuchte Tunnel, der auch auf der Strecke liegt, ist doch etwas nervtötend (er ist kurz aber wir müssen stellenweise auf der Levadamauer balancierend laufen, weil der Weg naß und schlammig ist).


Wir fahren einen kleinen Umweg zurück zum Hotel. Dort beginnt der lange Abschied. Koffer packen, das letzte Mal Essen kochen, ein letztes Mal nach Funchal, uns von der Stadt verabschieden.

Abschied

Heute ist der erste März. Heimflug. Papas Geburtstag.

Der Abschied von der Insel fällt uns diesmal verflixt schwer. Ich habe das dumpfe Gefühl, jemand will mich heute noch zum Weinen bringen... Im Hotel verabschiede ich mich von einer ganz reizenden älteren englischen Dame, mit der ich an der Rezeption zufällig ins Gespräch kam. So lieb!
Und etwas später spricht uns dann noch ein sehr netter Herr an, der uns mit der Eingangstür zu unserem Gebäude geholfen hatte, wo das Schloß sehr hakelfreundlich ist.

Wir checken aus und fahren noch mal runter zum Christo Rei.


Danach geht es zum Flughafen. Wir sind früh, aber so werden wir auch die Koffer schnell los, halten uns noch eine Weile vor dem Flughafen und dann auf der Terrasse auf. Arne trifft sogar Hardy und seine Frau, die beide heute auch, allerdings nach Nürnberg zurückfliegen.


Unser Flugzeug bringt uns nach Stuttgart, bis etwa kurz nach der spanischen Grenze ist die Sicht hervorragend (der Absprung über Lissabon hat leider nicht geklappt), danach zieht es sich bis auf die Pyrenäen zu.


In Stuttgart wartet dann eine schlechte Überraschung auf uns. Der Weiterflug nach Bremen wird eine Stunde Verspätung haben.

Allerdings reicht das darüber muffig sein (schließlich bekommt man langsam das Gefühl, das andauernd was auf dem Rückflug ist, egal mit wem man fliegt) gerade mal bis zum Einsteigen ins Flugzeug. Wir werden mit einem fröhlichen ‚Moin’ begrüßt und der freche Flugbegleiter sorgt mit seinen lustigen Ansagen für den witzigsten Flug unserer Reisezeiten.

Um elf Uhr sind wir dann endlich wieder auf heimatlichem Boden und Papa wartet auf uns.

Ein schöner Urlaub ist zu Ende!
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Von weit her und unter einem Berg von Arbeit hervor kommt Kris durch die Katentür gestolpert, wobei sie mal wieder ein wenig Staub aufwirbelt.
Aus den Tiefen einer Tasche zaubert sie etwas hervor, bläst kurz drüber und stellt es auf den Tisch, dann verläßt sie die Kate wieder, die müde etwas brabbelt, von dem nur
"Sylfaen" zu verstehen ist, um dann die Augen wieder zu schließen und wartend weiter zu schlafen...

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Danke Kris, danke liebe Kate!
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Nach langer Zeit huscht Sylfaen mal wieder in die Kate. Lange kann sie nicht verweilen, muß sie doch noch ein bißchen fleißig sein.

Aber um einen Blumenstrauß auf den Tisch zu stellen und mal eben schnell einmal staubzuwischen reicht die Zeit.

Wie ein kleiner Geist huscht sie dann wieder hinaus...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Kichernd huscht Kris in die Kate, hält sich erst dort den Bauch vor Lachen. Sie hat eine kleine Zeitreise hinter sich, klopft sich lachend den Staub alter Archive von den Schultern.

"Lachen", denkt sie laut "ist eine gute Art der Erinnerung."

Dann legt sie ein wenig Holz auf die Glut, zaubert sich einen warmen Tee auf den Tisch, kuschelt sich in den Schaukelstuhl und schlägt erneut das Archiv auf...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

An einem trüben grauen Morgen besucht Sylfaen die Kate. Ein bißchen Staub liegt in der Luft, verwundert muß sie niesen. Dann bemerkt sie die alten Bücher, schlägt das oben liegende Archiv auf und muß lachen...

und zählen.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Ein schweres Gewitter tobt über die Hügelkette..........
Sawor treibt den alten Schecken energisch den Hang hinab,
in Richtung der verwaisten Hütte.
Lang war sie nicht hiergewesen, wollte eigentlich auch etwas Abstand gewinnen,
aber der stürmische Regen, Blitze und Donner, zwangen sie zu einer Rast.
Klatschnass erriecht sie das kleine versteckte Häusschen und stösst die Tür auf.......
(Der Schecke steht schon abgesattelt im Stall
und frisst gemütlich Heu,
welches in der Kate auf wundersame Weise immer frisch und duftig ist)

Der Raum ist stickig und feuchtwarm.
Die Reiterin stösst Türen und Fenster auf
und läst den Wind durch die Räume pusten.
Mit dem sicheren Wissen alleine zu sein,
wirft sie ihre Kleider auf den schweren Sessel vor dem kalten Kamin und verschwindet im Bad um ein wohltuendes Bad zu nehmen.......
Die alten Bücher hat sie vor lauter Hektik gar nicht bemerkt.
Ein paar Minuten später streckt sie sich in der uralten Wanne aus und erinnert sich an all die schönenen Abende in der kleinen Hütte.
Gedankenverloren schliesst sie die Augen und ruht sich aus......
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Eine gute halbe Stunde später kommt die Reiterin erholt und abgekühlt aus dem Bad.
Sie setzt sich eine kleine Weile in den Ohrensessel und lauscht dem Prasseln der Regentropfen und döst behaglich ein.............
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Weit weg spürt Kris, dass jemand in der Kate ist.

"Na dann", denkt sie, "sollte ich mal nachschauen..."

Schnell schließt sie ihre Augen und während ein plötzlicher Wind ihr die Haare ins Gesicht wirbelt, verschwindet sie...

...um kurz darauf vor der Katentür wieder aufzutauchen.
Leise öffnet sie die Tür und schaut herein.
Und wirklich, da sitzt jemand und döst...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Durch einen leichten Luftzug, wird Sawor aus ihrem Schlummerzustand geholt.........
War da jemand?
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Kris lächelt als sie die verschlafene Sawor sieht und grüßt freundlich. Zu wenige suchen dieser Tage diesen Ort der Stille und des Friedens auf - auch wenn die Kate immer ein guter Ort ist, sich vor Stürmen des Wetters und des Lebens zu schützen oder sich ihnen ruhiger und bewußter zu stellen. Ein Tee aus dem sich nie leerendem Teekessel und ein Schlummer vor dem Kamin taten immer ihr Gutes.

"Hallo Sawor," sagt Kris. "Du siehst naß aus..."
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

"Hallo Kris!"
Sawor blickt schlaftrunken auf......
"Ja....ich habe mir gerade ein bisschen Ruhe im warmen Wasser gegönnt!"

Etwas verlegen setzt sich die Reiterin auf.
"Schön dich zu sehen!
Kaum einer findet den Weg an diesen verwunschenen Ort in dieser Zeit."

Sawor steht auf und holt einen Trinkschlauch aus ihrer Satteltasche....

"Magst du?"

Sie geht an den grossen Tisch und stellt zwei Becher darauf.
Sie schüttet tiefroten Wein ein und reicht in Kris
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Draussen ziehen indes wieder dunkle Gewitterwolken auf.....
"Oh...." Sawor wirft Kris einen traurigen Blick zu.
"Ich glaube....wenn ich noch einigermaßen trocken bis in den Wald kommen will, muss ich fast schon wieder los!"
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Während es draussen bedenklich donnert, wirft sich Sawor den schweren Umhang über (der eigentlich viel zu warm ist und wendet sich zur Tür, die zum Stall führt.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Kris

Göttin der Polymorphen

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Gern nimmt Kris den Becher, doch ihre Gedanken schweifen ab. Uneins mit sich hatte sie den Trost der Kate nicht gesucht, hatte sich zu hilflos gefühlt, hatte der Trauer von Eltern nur zusehen können.
Doch schnell holt sie ihre Gedanken zurück, streicht über das rauhe Holz der Sitzbank, schaut in den Kamin und atmet die würzige Luft der Kate tief ein. Ihr Blick schweift aus dem Fenster in die Dämmerung, wo sich Blätter und Äste im Wind wiegen. Dann schaut sie wieder zu Sawor.


"Ja, es zieht ein Unwetter auf. Wind und Wolken, Blitz und Donner werden uns zeigen, was sie können! Schau du nach den Mearas und Huans Brüdern. Der Kate hier wird nichts geschehen - sie ist vor Feuer und Sturm gefeit!"

Damit winkt sie Sawor zum Abschied und kuschelt sich nun ihrerseits gemütlich ein, um dem Wind zu lauschen.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Kris]

Menduri besucht heute mal wieder die Kate um sich den Sonnenuntergang des längsten Tages des Jahres am SEE anzuschauen





Der Garten ist zwar mittlerweile verwildert, aber noch immer sehr schön





Als er in die Kate geht um sich ein Glas Wasser zu holen sieht er dass anscheinend zum heutigen Feiertag ein Ornament über dem Kamin hängt...





...um dessen Rand steht: „Liebe Grüße allen die die Kate besuchen und allen BewohnerInnen der grünen Hölle“*


Dann setzt er sich hinaus an den SEE um den angenehmen Abend zu genießen und vielleicht kommt ja noch jemand vorbei...





* Das sind übrigens echte Grüße von Arianrhod an alle

Geändert durch Menduri (21.06.2007 20:06)

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Sylfaen kommt heute etwas später zur Kate und bestaunt den Sonnenuntergang vom Garten aus. Dann holt sie sich ein Glas Rotwein, freut sich über die lieben Grüße von Arianrhod und setzt sich auf die Bank vor dem Haus, die angenehme Abendluft genießend.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

"Hallo Sylfaen" freut sich Menduri "ich schreibe gerade noch an einem Astronomie-Beitrag und gehe dann in etwa einer Stunde schlafen".
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Hallo Menduri! auch Sylfaen freut sich sehr, lange ist es her. Ich bin auch sehr gespannt, wie lange ich es heute aushalte, die letzte Nacht war nicht so gut.

Dann gibt es ja auf jeden Fall gleich noch was zum freuen.

Und, wie war Deine Reise?
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

"Meine Reise hat mir gut gefallen, aber einen genaueren Bericht flüstere ich dir lieber ins Ohr" meint Menduri.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Sylfaen lacht. Gerne. Noch etwas zum Freuen.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Lange ist es her, daß Sylfaen in der Kate verweilte. Und auch heute ist sie nur gekommen, um einen Blumentopf mit schönen Sommerblumen vorbeizubringen. Da sie nicht weiß, wann der nächste Besucher kommt, stellt sie sie draußen neben den Eingang, damit der Regen sie gießen kann.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Die Sonne und der warme Sommeregen, haben die Blumen im Topf neben dem Eingang
zu einem riesigen bunten Busch heranwachsen lassen.
Sawor schneidet ein paar besonders lang gewachsene ab
und geht in die kleine Hütte um sie in eine Vase zu stellen.
Leider ist es so, wie schon oft in den letzten Monaten.
Keiner war mehr hier gewesen.
Sie reisst alle Türen und Fenster auf und der warme Sommerwind weht die muffigen Grüche aus den Räumen.
Eine Stunde später ist das Gröbste wieder aufgeräumt und hergerichtet.
Sawor macht sich auf um einen Spaziergang am SEE zu machen und in Erinnerungen zu schwelgen.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

An einem herbstlichen Montag macht sich Sylfaen auf in die Kate. Die Sonne hat sich durch die Wolken gekämpft und wärmt. Heute hat sie Zeit, denn sie genießt ein verlängertes Wochenende.

In der Kate angekommen, macht sie sich erst mal fleißig an einen Hausputz. Eine ganze Weile später schaut alles freundlich und gemütlich aus und ein spätsommerlicher Blumenstrauß erfreut das Auge. Daneben legt Sylfaen eine Bildermappe. War sie doch im letzte Monat mal wieder auf Lanzarote. Viel zu erzählen hat sie nicht mitgebracht, haben sie sich doch eher treiben lassen und sehr viel Entspannung und Ruhe genossen. Aber zu schauen gibt es einiges...


Enjoy the Silence - Rund um unsere Unterkunft























Der orange Kater auf den Bildern ist Oskar, die weiße Katze Bianca und die Hundedame heißt Morena. Ich habe keine Fotos von Linda, einer sehr schüchternen Katzendame mit traumhaft blauen Augen und den Hühnern. Mit dem Federvieh habe ich es nicht so

Sylfaen setzt heißes Wasser auf und macht sich einen Kaffee. Dann setzt sie sich nach einem prüfenden Blick nach draußen in den Kuschelsessel und fängt an zu stricken.
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

An diesem kühlen grauen Tag fügt sich ein weiteres Kapitel hinzu... begleitet mich in die Feuerwelten. Die Vulkane sind auf Lanzarote allgegenwärtig, im Moment schlafen sie und können bestiegen werden, aber es ist durchaus möglich, daß es irgendwann mal wieder mit einem Inferno losgeht.



















  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Ein grauer Tag und Träume von Sonne und Wärme. Heute geht es in die 'Städte' (wenn ich schon nicht nach Hamburg kann

Lanzarote Bilderbuch Teil 3 'City'-Life

Mit dem Stadtleben ist das so eine Sache auf Lanzarote. Selbst Arrecife ist nicht besonders groß. Dafür unterstreichen die vielen sehr typischen Orte auf der Insel die Ruhe. Hier laufen die Uhren wirklich anders, viel langsamer als in unserem hektischen, zeitfressenden Alltag. Vieles von dem, auf das man zu Hause nicht verzichten mag, ist auf dieser Insel dann auf einmal vollkommen unwichtig.

San Batholomé:



Teguise am ersten Sonntag:



Femés:




Playa Blanca:





Arrecife:





Teguise am zweiten Sonntag:



  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Ein letztes Bilderbuch tut sich auf... heute geht es, passend für eine Insel, ans Meer.



























  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

An einem windigen, regnerischen Dezemberabend huscht eine kleine Gestalt zur Kate.

Nach einem kleinen Hausputz stellt sie ein Adventsgesteck auf den Tisch und schmückt die Stube weihnachtlich.

Dann legt sie noch ein kleines Fotoalbum auf den Tisch... Viel Freude damit!


Bremer Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber

Hier kommen meine und Arnes Impressionen von unserem gestrigen Besuch in Bremen.
Weitere Besuche, ob mit oder ohne Kamera werden garantiert folgen.

Kommt man mit dem Zug, wird man auf dem Bahnhofsvorplatz von Rudolf, dem singenden Weihnachtselch begrüßt (und verabschiedet).
Ich mag diese Hütte und den Elch unheimlich gerne und bleibe oft auf dem Heimweg einen Moment stehen, weil er mich zum Lachen bringt.



Schon hier kann man essen und trinken oder sich sehr schöne lederne Portemonnaies kaufen, sogar mit eingestanztem Monogram. Oder man ordert sich ein Lebkuchenherz, welches individuell beschriftet wird (das dauert allerdings ein paar Tage).



Weiter ging es dann zur Schlachte, der Straße entlang der Weser. Hier ist der Schlachtezauber aufgebaut, viele kleine und große Hütten mit Essen, Trinken und anderen schönen Dingen. Die Beleuchtung hier ist eher dezent, aber wunderschön. Ab und an kann man zwischen den Hütten auch einen Blick auf den Fluß werfen, wo die Schiffe ebenfalls festlich beleuchtet sind.




Ab der Brücke zum Teerhof, einer Flußinsel, geht es dann weit zurück in die Vergangenheit. Das mittelalterliche Dorf wartet auf seine Besucher. Es ist einfach nur wunderschön.






Auch hier gibt es Essen und Trinken, aber auch einen Gewürz- und Teestand, Kunsthandwerk, einen Schmied und noch so einiges mehr. Mit etwas Glück kommt man auch gerade recht für Musik und Tanz.

Weiter geht es in die Innenstadt, zum klassischen Bremer Weihnachtsmarkt. Hier erwartet einen ein Lichtermeer und viele bunte Hütten mit einem vielfältigen Angebot. Ich liebe es!



Rathaus und Dom




Der Eingang zur Böttcherstraße



Ein Blick die Obernstraße hinunter. Geht man hier weiter, kommt man übrigens zum Ansgarikirchhof. Die Kirche selber wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, aber auf dem Platz findet dieses Jahr Winterkino statt.




Wenn es so richtig voll ist, laufen wieder vor den Straßenbahnen Mitarbeiter mit einer lauten Glocke entlang, um Platz zu machen.



Und noch ein paar Bilder vom Marktplatz





Wieder zurück am Bahnhof




Und hier die Kette, die ich mir auf dem Weihnachtsmarkt an meinem Lieblings-Schmuckstand gekauft habe

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Traurig blickt Sawor von dem kleinen Hügel, oberhalb der Hütte hinunter ins Tal.
Erinnerungen an schöne Stunden in dem kleinen Häuschen kommen hoch und treiben der Reiterin einen Kloss in den Hals.

Verlassen....fast schon verfallen und einsam liegt die eins so hübsche, kleine Kate.
Umringt von welkem Gestrüpp, der Weg zum Haus fast zugewuchert.

Unwillig bewegt sich der alte Schecke in Richtung Gartentor, das schon halb rostig, quietschend in den Angeln hängt.
Ein paar Minuten später....
Sawor steigt ab und drückt die Gartenpforte auf.
Im Baum vor der Türe wohnt auch schon lange niemand mehr.
Leere Nusschalen, von Moos überwuchert, liegen darunter herum.
Der kleine, muntere Racker, der sie so gerne gefressen hatte und den alle sofort in ihr Herz geschlossen hatten, ist längst in den Wald gezogen.
Jetzt ist die Hütte völlig einsam.

Sawor mag sich gar nicht weiter umsehen.
Sie drückt die schwere Eingangstür auf und modriger, feuchter Geruch schlägt ihr entgegen.
Sie stellt eine Laterne mit einem Licht ins Fenster und wendet sich zum Gehen.
Der Schecke ist froh, als sie wieder den Hang hinauftraben.

Sawor blickt sich um....
Unten liegt die verlassene Hütte, aber das kleine Lichtlein ist weithin zu sehen......

"Ich wünsche dir ein gutes, ein fröhliches neues Jahr!
Mögest du deinen alten Glanz wiederfinden!"
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Menduri

Der Weiße

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]




Nach der Abenddämmerung beginnt eine kalte, aber klare Winternacht beim SEE über dem die Sterne leuchten...
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Menduri]

Von weitem sieht Sawor noch das Licht das in der Kate flackern.....

...oder sind es Sterne, die so klar in der eiskalten Winternacht funkeln?

Fasziniert reitet sie nach Hause.
Der Schecke ist müde, die Reiterin auch....
  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sylfaen

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sawor]

Eine kleine Person huscht zur Kate...

Nach einer Weile öffnet sich die Tür und dicke Staubwolken werden hinausgefegt. Als alles zu ihrer Zufriedenheit ist, hinterläßt sie einen Blumenkorb



und geht in Richtung See zum Beobachten des Sonnenuntergangs

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen

Sawor

Gefährte

Re: Arianrhods Kate # 9 - Die Kate lebt... [Re: Sylfaen]

Nur noch selten führt der Weg die Reiterin über die dunklen Hügel,
von deren Spitze aus,
man die kleine Hütte im Tal neben dem See liegen sieht.
Der Anblick ist traurig.
Wäre nicht der Rest eines Holzzauns,
der teils abgebrochen, teils störrisch in den Himmel zeigend,
nur zum Teil noch um den Garten der verlassene Kate steht,
dann könnte man den, einstmals wunderschönen,
Kräuter-und Blumengarten,
nicht mehr vom wilden Unkraut der näheren Umgebung unterscheiden.
Die Reiterin blickt durch die Strahlen der Mittagssonne hinab.
Der Duft der Kräuter weht bis hier oben.
Wehmütig schluckt sie die Erinnerungen hinunter.
Unruhig tänzelt die kleine Stute.
Ihr ist die Umgebung unheimlich.
Die Erinnerungen hängen in der Luft.
Sequenzen vergangener Zeit,
die sie nicht deuten kann,
sie machen ihr Angst.
Der alte Schecke kam gerne hierher.
Er liebte seinen Stall hinter der Hütte, gemütlich voll duftendem Heu und ruhig und sicher.
All das wusste die kleine Stute nicht.
Der alte Schecke würde wohl nicht mehr hierherkommen.
Seine müden Knochen trugen weder ihn selber,
noch das zusätzliche Gewicht der Reiterin den weiten Weg bis hierher.
Seine Zeit war vorbei.
Er sonnte seinen in Ehren angegrauten Körper im Kreise seiner Lieben,
daheim auf den Weiden am Haus und man wusste nie,
ob er darüber glücklich war.
Manchmal machte er den Eindruck, als ob er gerne wieder durch die Wälder streifen würde,
manchmal war man sich fast sicher, das er die Ruhe genoss.
Die kleine Stute war jedenfalls im Moment überhaupt nicht begeistert.
Sie schnaubte und tänzelte und drängte in den Wald.
Die Reiterin war sich nicht sicher, ob sie den Hügel herunterreiten sollte um in der Hütte nachzusehen.
Vielleicht war ja doch jemand da gewesen....
Sie Stute tänzelte immer heftiger und begann zu steigen.
Die Reiterin beschloss ihr dieses mal den Willen zu lassen und trabte zügig dem Wald zu.
Warum das kleine Pferd zusätzlich aufregen?
Zu oft war sie schon völlig nutzlos zur Hütte geritten,
es war ja auch jetzt sicher keiner da....wie immer....
Traurig lies sie die Zügel länger und die Stute fiel in eiligen Galopp.
Die Entäuschung trieb ihr fast die Tränen in die Augen....
Wo waren nur alle, warum vergaßen sie?

Geändert durch Sawor (29.06.2008 14:13)

  • Auf den Merkzettel
  • Moderator benachrichtigen
Zusatzinformationen