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Thranduil

Gefährte

Aufstand in Tibet

...von vorne herein zum Scheitern verdammt und doch wichtig und richtig, die momentanen Unruhen.

China zerstört systematisch die tibetische Kultur mit Eisenbahnen, Ansiedlung hunderttausender Chinesen, Religionsverboten, Nachrichtenzensur, etc. In Tibet kommt man hinter Schloss und Riegel, wenn man nur ein Bild des Dalai Lama besitzt (!!).

Es gab jetzt vermutlich schon mehr als 100 Tote in Tibet, und Lhasa sieht momentan so aus:


Die Welt sieht hin und ist empört, unsere Regierungen aber sehen weg. Werden wir eigentlich von echten Volksvertretern regiert oder von Vertretern der Wirtschaftsinteressen? Die "freie Welt" sollte imho jegliche Wirtschaftsbeziehungen mit China einfrieren, bis die Tibeter endlich wieder einen Staat haben dürfen. Leider reines Wunschdenken. In Birma hat es ja genügt, dass China gegen einen politischen Wechsel dort war, um unsere heldenhaften Regierungen davon abzuhalten in irgend einer Form zu intervenieren.

Um ehrlich zu sein macht mich das alles verzweifelt und traurig.
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Samweis_G

Kiwi-Explorer

Re: Aufstand in Tibet [Re: Thranduil]

Die Unterwanderung und Zerstörung der tibetischen Kultur ist schlimm.

Aber dein Vorwurf an die Regierungen ist zu pauschal. Angela Merkel hat schließlich den Dalai Lama im Kanzleramt empfangen. Ein Vorgang, der ein Aufheulen der chinesischen Regierung und der deutschen Wirtschaftsverbände herauf beschwor. Gerhard Schröder hätte sowas nie gemacht. Ihm ging das Wohl der deutschen Exportwirtschaft immer über Menschenrechte.

Die gesamten Wirtschaftsbeziehungen einzufrieren wäre indes ein sehr harter Schritt. Der Dalai Lama und mit ihm die Tibeter wollen ja auch gar keinen eigenen soureränen Staat, sondern lediglich kulturelle und religiöse Autonomie und regionale Selbstverwaltung. Das ist nicht zuviel verlangt. Dafür sollte sich der Westen mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln einsetzen. Aber an China als Exportmarkt traut sich ja keiner wirklich ran.

Geändert durch Samweis_G (16.03.2008 09:51)

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Persephone

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Samweis_G]

Ich habe zwar nicht viel beizutragen, aber um ehrlich zu sein, wundert es mich, daß es erst jetzt zu solchen Aufständen kommt. Oder war das zuvor einfach in den Nachrichten nicht ganz so präsent?
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Elrenia

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Persephone]

Besonders brisant finde ich die Thematik auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele.
Für mich unverständlich, wie eine Veranstaltung, deren Grundgedanke eigentlich der friedliche Wettstreit der Nationen sein sollte, in China stattfinden kann.
Die Missachtung der Menschenrechte dort hat ja nicht erst gestern begonnen.

Geändert durch Elrenia (16.03.2008 11:05)

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Sam Gamdschie

Gärtner von Beutelsend

Re: Aufstand in Tibet [Re: Elrenia]

Ich würde die Olympiade boykottieren, aber das traut sich die Welt ja auch wieder nicht.
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Elrenia

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Sam Gamdschie]

Schlimm genug. 1980 haben sie sich nicht so geziert, aber damals handelte es sich ja auch nicht um einen Staat, mit dem man mannigfaltige wirtschaftliche Geschäfte pflegte.

Die Gründe gegen das Boykott sind ja teilweise so lachhaft, dass ich es kaum glauben kann! Ein Boykott würde die Athleten "bestrafen"... Aha. Welch Tragödie im Unterschied zum Leiden in Tibet!
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Pyr

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Samweis_G]

Samweis_G schrieb:
Aber dein Vorwurf an die Regierungen ist zu pauschal. Angela Merkel hat schließlich den Dalai Lama im Kanzleramt empfangen. Ein Vorgang, der ein Aufheulen der chinesischen Regierung und der deutschen Wirtschaftsverbände herauf beschwor. Gerhard Schröder hätte sowas nie gemacht. Ihm ging das Wohl der deutschen Exportwirtschaft immer über Menschenrechte.



Äh, na ja, Merkels "Seid nett zu- und redet miteinander." ist in etwa so ernstzunehmen wie eine Unterschriftensammlung des Kleingärtnervereins Buxtedhude gegen den Afghanistankrieg.

In Bezug auf:
Die gesamten Wirtschaftsbeziehungen einzufrieren wäre indes ein sehr harter Schritt.



Ein Schritt, der selbst ohne den derzeitigen Aufstand in Tibet das mindeste wäre, da China ein Unrechtssystem sondergleichen ist.
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Samweis_G

Kiwi-Explorer

Re: Aufstand in Tibet [Re: Pyr]

Doubtfool schrieb:
Samweis_G schrieb:
Aber dein Vorwurf an die Regierungen ist zu pauschal. Angela Merkel hat schließlich den Dalai Lama im Kanzleramt empfangen. Ein Vorgang, der ein Aufheulen der chinesischen Regierung und der deutschen Wirtschaftsverbände herauf beschwor. Gerhard Schröder hätte sowas nie gemacht. Ihm ging das Wohl der deutschen Exportwirtschaft immer über Menschenrechte.


Äh, na ja, Merkels "Seid nett zu- und redet miteinander." ist in etwa so ernstzunehmen wie eine Unterschriftensammlung des Kleingärtnervereins Buxtedhude gegen den Afghanistankrieg.


Wenn dem so wäre, hätte sich die deutsche Exportwirtschaft nicht so drüber aufgeregt. Schröder hat sich nicht getraut, den Chinesen und der deutschen Exportwrtschaft so auf die Füße zu treten.

Im übrigen: wenn alle Kleingärtnerverbände gegen einen Krieg Unterschriften sammeln würden, wäre das schon nicht ohne Wiederhall. Wenn dann die Sportvereine etc. noch dazu kämen und die Kleintierüchter, Briefmarkensammler etc. sprich alle bisher apolitischen Gruppen, dann würde das mehr beachtet, als jede Demo der Friedensbewegung. Ein Verein allein machts natürlich noch nicht.



Doubtfool schrieb:
Samweis_G schrieb:
Die gesamten Wirtschaftsbeziehungen einzufrieren wäre indes ein sehr harter Schritt.


Ein Schritt, der selbst ohne den derzeitigen Aufstand in Tibet das mindeste wäre, da China ein Unrechtssystem sondergleichen ist.


Das Problem ist, dass sowas nur international koordiniert funktioniert. Das müssten die UN organisieren. Und wer sitzt im Sicherheitsrat? Nicht nur nur die Chinesen würden ihr Veto einlegen, auch die Russen. Und ob die Amerikaner zustimmen würden oder die anderen ständigen Mitglieder ist auch fraglich. Überall würden die Wirtschaftsbosse Sturm laufen.

Geändert durch Samweis_G (16.03.2008 12:46)

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Thranduil

Gefährte

Re: Aufstand in Tibet [Re: Samweis_G]

Samweis_G schrieb:
Doubtfool schrieb:
Samweis_G schrieb:
Aber dein Vorwurf an die Regierungen ist zu pauschal. Angela Merkel hat schließlich den Dalai Lama im Kanzleramt empfangen. Ein Vorgang, der ein Aufheulen der chinesischen Regierung und der deutschen Wirtschaftsverbände herauf beschwor. Gerhard Schröder hätte sowas nie gemacht. Ihm ging das Wohl der deutschen Exportwirtschaft immer über Menschenrechte.


Äh, na ja, Merkels "Seid nett zu- und redet miteinander." ist in etwa so ernstzunehmen wie eine Unterschriftensammlung des Kleingärtnervereins Buxtedhude gegen den Afghanistankrieg.


Wenn dem so wäre, hätte sich die deutsche Exportwirtschaft nicht so drüber aufgeregt. Schröder hat sich nicht getraut, den Chinesen und der deutschen Exportwrtschaft so auf die Füße zu treten.

Im übrigen: wenn alle Kleingärtnerverbände gegen einen Krieg Unterschriften sammeln würden, wäre das schon nicht ohne Wiederhall. Wenn dann die Sportvereine etc. noch dazu kämen und die Kleintierüchter, Briefmarkensammler etc. sprich alle bisher apolitischen Gruppen, dann würde das mehr beachtet, als jede Demo der Friedensbewegung. Ein Verein allein machts natürlich noch nicht.


Durch Beachtung allein ändert sich nichts zum Positiven in Tibet.
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Samweis_G

Kiwi-Explorer

Re: Aufstand in Tibet [Re: Thranduil]

Das Beispiel ging nicht um Tibet, sondern um einen Krieg, wo Deutschland selber darüber entscheidet, in wieweit es mitmacht. In sofern ist Beachtung in der deutschen Öffentlichkeit durchaus von Bedeutung.
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